Alois
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Jakobskreuzkraut ausreißen

Wenn bei Willi die Ernte losgeht, dann hat Alois auf der Alp auch eine Art Ernte: Das Jakobs-Kreuzkraut blüht. Er reißt das hochgiftige Jakobskreuzkraut aus, denn es soll nicht verblühen, weil sonst jede verblühte Pflanze wieder tausende Samen streut. Abmähen ist auch keine Alternative, da das Kreuzkraut danach sofort notreif wird und wieder versamt. Zudem verliert die abgemähte Pflanze ihre Bitterstoffe, sodaß die Weidetiere die trockene Pflanze fressen. Die “Kreuzkraut-Ernte” muss also extra entsorgt werden, auch deshalb weil die Giftstoffe des Kreuzkrautes, sich auch nicht durch Kompostierung abbauen.
Und zu guter letzt ist Alois Bio-Bauer. Da bleibt dann nur die Handarbeit.Vielleicht heißt das Kraut ja deshalb “Kreuzkraut”, weil das Rausziehen “ins Kreuz geht”…

 

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22 Kommentare

  1. Michael sagt

    jkk or ragwort,is for decades a notifiable weed for the dept. of agriculture in Ireland. It is an offence to have it growing in your field. It has really taken off on areas of waste ground and along roads in the last few years. But this is noticable in lots of countries if one drives from Germany across to Ireland. It is not just common ragwort that is a problem but also marsh ragwort that grows in wet, marshy areas. I do not think it is possible to eradicate it from extensive areas as there isn`t competition from faster growing plants,and I think there is, as with lots of plants a huge store of seeds already in the ground.

  2. Dr. Christel Happach-Kasan sagt

    Die in Jakobskreuzkraut und weiteren Arten enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide (PA) sind in ihrer Giftwirkung nicht zu unterschätzen. Pferde sind besonders empfindlich. Kinder sind gefährdet, wenn sie belastete Tees trinken. Es gab bereits Todesfälle, nachzulesen auf der Internetseite des BfR. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat 2015 einen Richtwert für die Aufnahme von Pyrrolizidinalkaloiden empfohlen, der nicht überschritten werden sollte: 0,007 μg/kg KG/Tag. Für eine 60 kg schwere Person heißt das, dass pro Tag maximal 0,42 Mikrogramm PA aufgenommen sollten. Das bedeutet, wer täglich einen Teelöffel Honig isst (etwa 10g) sollte darauf achten, dass dieser nicht mehr als 42 Mikrogramm PA enthält. Laut BfR waren im letzten Jahr inbesondere verschiedene Teesorten mit PA belastet.

  3. Sabine sagt

    Ich ziehe jedes Jahr Essigbäume aus, die sind leider wegen ihrer bunten Herbstfärbung sehr beliebt, aber Nachbars Pony hatte davon schon einige echt häßliche Verätzungen.
    Leider hat die Jagd auf Herkulesstaude und Co. bei uns im Moment etwas nachgelassen. Letztes Jahr wurde noch gespritzt… aber da das am einfachsten anwendbare Mittel ja jetzt in Ungnade gefallen ist,steht es wieder auf den Waldlichtungen und wird bald auch wieder an den Wegrändern zu finden sein. Bis wieder Kinder im Krankenhaus landen. Das hatten wir schon ein paar mal und die Stadt musste danach medienwirksam Herkulesstauden ausraufen. Die Leute, die dafür abgestellt waren, tuen mir jetzt noch leid. JKK hab ich glücklicherweise bei mir noch nicht gesichtet, aber das kann eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis es auch bei mir mal aufschlägt.

  4. Zahn sagt

    sehr lehrreich für uns Städter, danke sehr, bitte mehr von schädlichen Pflanzen.
    Weiterhin gute Energie für die Seite!!

  5. Altbauer Jochen sagt

    Es ist ein Kreuz mit dem Kreuzkraut, auch bei uns im nördlichen
    Schleswig- Holstein. Extensiv- Flächen, Naturschutzflächen, ehem.
    Kiesabbauflächen, Wegeränder, Grabenränder wohin man schaut…..
    Eine ähnliche Plage ,zwar nicht giftig aber unheimlich invasiv und heimische Baumarten verdrängend ist die spätblühende Traubenkirsche.
    Ich versuche bei dem einen mit herausreißen, bei dem anderen mit absägen
    gegenanzugehen. Mühsam, und ich befürchte hoffnungslos.

  6. Zenzi sagt

    Wow, super dass du dir die Arbeit machst. Bei uns sieht man das Kreuzkraut oft auf Baustellenflächen wo es nicht weitergeht. Keiner kümmert sich darum. Dabei ist das J.Kreuzkraut auch für Imker mit ihrem Honig schädlich. Aber wie so oft werden falsche Rückschlüsse gezogen: Es gibt keine Grenz- oder Richtwerte für den Honig mit Kreuzkraut also ist es nicht schädlich…
    https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/ackerbau/gruenland/jakobskreuzkraut.htm
    Auch der Beifuß sollte erkannt und vernichtet werden: http://www.ambrosiainfo.de/

    • Alois Wohlfahrt sagt

      Dranbleiben heisst die Devise. Ab Anfang Juli habe ich immer Handschuhe dabei, wenn ich zu meinen “Moggele” schau. Dann sammle ich quasi im Vorbeigehen. Wenn ich jeden Tag einen “Strauß” pflücke, dann habe ich das weitgehend im Griff.

        • Alois Wohlfahrt sagt

          Ich ziehe mit der Hand. Habe aber Handschuhe an. Ich weiß, dass das Gift auch über die Haut wirkt.

          • Inga sagt

            Und mit der Hand bekommst du die ganze Pfanze weg, ohne dass etwas von der Wurzel drin bleibt und im nächsten jahr wieder aufgeht?

            • Alois Wohlfahrt sagt

              Es brechen schon mal einige Pflanzen ab. Doch überwiegend geht die Wurzel mit. Ich habe auch schon mit Stechern probiert. Aber auch da brechen Wurzeln ab. Man hat weniger Gefühl mit so einem Stecher. Und umständlicher ist es auch, weil ich den Stecher immer mitschleppen muss.
              Kreuzkraut Wurzel

    • sonnenblume sagt

      Meine Frage! Sind Bienen und andere Insekten immun gegen dieses Gift? Oder birgt der Pollen nur so geringe Mengen, dass die Tiere keinen Schaden nehmen?

      • Zenzi sagt

        Angeblich schädigt es die Bienen nicht. Eine Sommerbiene lebt sowieso nur 6 Wochen. Aber im Honig kann der schädliche Stoff aus den Kreuzkraut enthalten sein und so in unseren Körper kommen. Das Gift lagert sich in der Leber an und es wird vermutet dass es krebserregend sein kann auch wenn bislang noch keine Leberzirrhose in diesem Zusammenhang festegestellt werden konnte.
        https://www.bienenjournal.de/aktuelles/meldungen/jakobskreuzkraut-im-honig-giftig-oder-nicht/

        • Bauer Willi sagt

          Nein, der Pollen ist für die Biene nicht schädlich. In Norddeutschland durfte Honig aus Naturschutzflächen nicht vermarktet werden, weil der Gehalt an Giftstoffen zu hoch war. Die Imker dort sind also vom Naturschutz nicht gerade begeistert…
          Bauer Willi

          • Inga sagt

            Dann müssen die das Kraut in dem Naturschutzgebiet auch ausrotten, denn wo viel ich weiß, gehört es ja gar nicht in unsere Natur, weil es doch fremd ist. Es ist wohl irgendwo her mit eingeschleppt worden, oder?

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