Bauer Willi
Kommentare 112

“Übernehmen Sie Verantwortung!”

Offener Brief an Ministerin Dr. Barbara Hendricks

Unter der Federführung von Susanne Günther (schillipaeppa.net) schreiben die Agrarblogger von www.blogagrar.de und www.bauerwilli.com einen offenen Brief an die Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Anlass ist ein Treffen des Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Nahrungs- und Futtermittel (PAFF) am 19. Juli 2017 zu einer erneuten Diskussion über Glyphosat.

Hier der Brief im Wortlaut:

„Sehr geehrte Frau Dr. Hendricks,

topagrar.com meldet, dass Ihr Haus weiterhin einer EU-Neuzulassung des Herbizid-Wirkstoffs Glyphosat nicht zustimmen will. Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums bestätigte diese Information auf Twitter mit den Worten: „Mehr Negative #Glyphosat-Wirkungen auf Pflanzen, Tiere & Nahrungsnetze auf den Ackerflächen sind gut belegt. Unsere Haltung ist daher unverändert.“

Ich kann diese Argumentation nicht nachvollziehen. In früheren Twitter-Dialogen mit Maria Krautzberger, der Präsidentin des Umweltbundesamtes, oder mit Jochen Flasbarth, dem Staatssekretär Ihres Hauses, wurde als Beleg stets auf eine Arbeit verwiesen, die im Auftrag des UBA erstellt worden ist. Es handelt sich dabei um die Veröffentlichung Jahn, Hötker et al. 2014: „Protection of biodiversity of free living birds and mammals in respect of the effects of pesticides“. Ich habe mir diese Literaturstudie angesehen und musste feststellen, dass darin keine konkreten Hinweise vorkommen, dass ausgerechnet Glyphosat die Biodiversität in der Agrarlandschaft beeinträchtigt. Es geht in der Arbeit generell um die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln, das Wort „Glyphosat“ bzw. „glyphosate“ kommt auf den mehr als 500 Seiten gerade einmal 17-mal vor. Meine Quellenkritik habe ich in meinem Blog detailliert beschrieben. “Nachgehakt: Glyphosat und Biodiversität”.

Natürlich lässt Glyphosat, wie auch andere Herbizide,  Pflanzen absterben und reduziert damit die Vielfalt auf dem Acker. Das tun mechanische Verfahren der Unkrautkontrolle auch und ist das Wesen jeglichen Ackerbaus, egal ob konventionell oder Bio. Wenn vor der Aussaat statt mit einem Herbizid mit dem Pflug „reiner Tisch“ gemacht wird, sind von der Ackerfläche auch sämtliche Pflanzen verschwunden. Hinzu kommt, dass durch wendende Bodenbearbeitung massiv in die Fauna eingegriffen wird. Der WWF meldet, dass durch Pflügen 90 Prozent der Amphibien auf der Fläche getötet werden. Nicht nur aus diesem Grund hat sich in der Landwirtschaft das Verfahren der Minimalbodenbearbeitung immer weiter etabliert. Im Bio-Landbau wird der Pflug weitaus häufiger zur Unkrautbekämpfung eingesetzt.

Es erscheint  mir sinnvoll,  bei der Diskussion um Herbizide und insbesondere bei Glyphosat die Biodiversitätswirkung des gesamten Ackerbausystems zu betrachten und nicht nur die Wirkungen einzelner Maßnahmen. Bei einem direkten Vergleich schneiden Mulch- und Direktsaatsysteme sehr gut ab: Regenwürmer, Laufkäfer und Spinnen profitieren davon, dass Erntereste und anderes organisches Material an der Bodenoberfläche bleiben. Neben den positiven Aspekten bei der Biodiversität hat der Verzicht auf den Pflug weitere Vorteile: Die Bodenstruktur bleibt erhalten und die Wasseraufnahmefähigkeit wird erhöht. Beides schützt vor sowohl vor Wind- als auch vor Wasser- Erosion. Auch CO2-Emissionen werden durch konservierenden Bodenbearbeitung reduziert, da sich Häufigkeit und Intensität reduziert. Das ist ein Grund, warum auch die Welternährungsorganisation der UN, die FAO, den Entscheidungsträgern in der EU empfiehlt, diese konservierende Bodenbearbeitung zu fördern.

Eine Umfrage von Göttinger Wissenschaftlern unter Landwirten hat ergeben, dass gerade die Betriebe, die auf Minimalbodenbearbeitung und Zwischenfruchtanbau setzen, auf Glyphosat eher angewiesen sind.

Sehr geehrte Frau Dr. Hendricks, bitte überdenken Sie Ihre Haltung vor diesem Hintergrund noch einmal. Ansonsten würden Sie gerade die Landwirte abstrafen, die sich besonders viel Gedanken um Fruchtfolgen, Zwischenfruchtanbau, Bodenschutz, Reduzierung von Emissionen sowie die Wechselwirkungen in der Natur machen. Im Grunde genommen geht es ja bei der jetzt anstehenden Entscheidung darum, den Zielkonflikt zwischen den positiven Effekten der reduzierten Bodenbearbeitung und dem Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel  (zu denen auch Glyphosat gehört) so zu lösen, dass ein größtmöglicher Nutzen für die Umwelt erreicht wird. Wie oben geschildert stellen ja auch die Maßnahmen im Bio-Landbau einen Eingriff in die Natur dar und sind nicht folgenlos.

Ein weiterer Aspekt erscheint mir wichtig: Sollte sich Deutschland aufgrund der Uneinigkeit der zuständigen Ressorts bei der Abstimmung im EU-Expertengremium enthalten, muss wahrscheinlich die EU-Kommission alleine über die Neuzulassung von Glyphosat entscheiden. Für den Außenstehenden könnte die Kommissionsentscheidung wie ein Akt staatlicher Willkür wirken. Das schwächt das Vertrauen der Menschen in die Institutionen der Europäischen Union.

Anwendungsbeschränkungen können nach der Wirkstoffzulassung immer noch auf nationaler Ebene über Fachbehörden wie das Umweltbundesamt vorgenommen werden. Dieser Spielraum bleibt auf jeden Fall.

Sehr geehrte Frau Dr. Hendricks, werden Sie bitte Ihrer Verantwortung gerecht und treffen Sie eine Entscheidung, die uns Landwirten in Deutschland die Möglichkeit erhält, die für unseren jeweiligen Standort nachhaltigste Anbaumethode zu wählen.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Günther (schillipaeppa.net)

Bernhard Barkmann (www.blogagrar.de)

Dr. Willi Kremer-Schillings (www.bauerwilli.com)

 

Weiterführende Links:

 

(Aufrufe 2.820 gesamt, 1 heute)

112 Kommentare

  1. Eckehard Niemann sagt

    Der Vollständigkeit halber:

    Stellungnahme: „Bauer Willi und Co.“ spielen falsch bei Glyphosat
    13. Juli 2017
    Offener Brief der „Agrarblogger“ an BM Hendricks ist Eigentor
    Amphibienschutz c WWF Gert Klinger

    In einem offenen Brief an BM Hendricks vom 13. Juli 2017 behaupten die Agrarblogger (www.blogagrar.de und http://www.bauerwilli.com) Bodenschutz sei nur mit Totalherbiziden möglich. Für diese Argumentation führen sie eine angebliche Aussage des WWF an. Dazu Birgit Wilhelm, Expertin für Bodenschutz bei WWF:

    “Die Agrarblogger behaupten in ihrem offenen Brief, der WWF melde, dass durch Pflügen 90 Prozent der Amphibien auf der Fläche getötet werden. Die Agrarblogger reißen dabei eine Aussage aus dem “Handbuch Landwirtschaft für Artenvielfalt – ein Naturschutzmodul für ökologisch bewirtschaftete Betriebe” aus dem Zusammenhang und stellen sie falsch dar. Das “Handbuch Landwirtschaft für Artenvielfalt” bezieht sich auf Fördermaßnahmen zur Artenvielfalt im Ökologischen Landbau. Anders als im konventionellen Bereich finden Amphibien hier überhaupt noch gute Voraussetzungen zum Leben vor. Denn Bio-Bauern verzichten insbesondere auf den Einsatz von mineralisch-synthetischen Düngemitteln und Pestiziden. Totalherbizide wie Glyphosat und chemisch-synthetische Düngemittel sorgen unter anderem dafür, dass es auf konventionell bewirtschafteten Äckern kaum noch Artenvielfalt gibt, die man vor dem Pflug schützen müsste. Bodenschutz ist die Grundlage für jegliche Art der Landwirtschaft. Effektiver Bodenschutz benötigt eine hohe biologische Vielfalt im Boden selber, dies ist mit Totalherbiziden nicht möglich, wie der WWF unter anderem auch in seinem Regenwurm-Manifest feststellt. Der WWF setzt sich für eine bodenschonende ökologische Landwirtschaft ein und fordert eine neue Agrarpolitik, die fair zu Mensch und Natur ist. Fördermittel müssen an nachhaltigem Wirtschaften wie etwa dem Bodenschutz ausgerichtet werden – ohne Glyphosat.”

    Die Aussage im Wortlaut:

    “Wandernde Amphibien profitieren, wenn im Frühjahr und Spätsommer in der Nähe von Gewässern nicht gepflügt wird. Nicht-wendende Bodenbearbeitung, wie Grubbern, schadet den Tieren deutlich weniger, da sie nicht in tiefere Bodenschichten vergraben werden. (…) Amphibien halten sich im Sommer und bei An- und Abwanderung auf den Ackerflächen auf und sind deshalb potenziell von der Bodenbearbeitung betroffen; beim Pflügen können über 90 % der Amphibien getötet bzw. letal geschädigt werden, beim Grubbern sind es deutlich weniger.” (“Handbuch Landwirtschaft für Artenvielfalt. Ein Naturschutzmodul für ökologisch bewirtschaftete Betriebe”, S. 54)

    KONTAKT

    Wiebke Elbe

    Pressestelle WWF

    Tel: 030-311777-219

    wiebke.elbe(at)wwf.de

    twitter.com/ElbeWWF

    http://www.wwf.de/2017/juli/stellungnahme-bauer-willi-und-co-spielen-falsch-bei-glyphosat/

    • Sandra Harms sagt

      sagen sie mal Herr niemann,
      auf Wessen seite stehen sie? stehen sie überhaupt noch auf der seite der landwirtschaft?
      Oder sind sie aufgrund ihrer tätikeit für die abl schon so weit ausgelastet und so lange, daß sie garnicht mehr wissen, wie moderne landwirtschaft funktioniert, wie moderner erosionsschutz heute in der praxis gemacht wird… oder waren sie einfach nur seit ca 1990 nicht mehr an der tankstelle und wissen garnicht wie teuer diesel ist, von dem man beim pflügen ein vielfaches mehr braucht als beim spritzen und grubbern…
      ist ihnen evtl diesen sommer schon einmal aufgefallen, daß überall dort wo konservierende bodenbearbeitung macht der mähdrescher wesentlich besser fahren kann als dort wo gepflügt wurde… sollte ihnen nicht entgangen sein,schliesslich wohnen sie ja nur ca 20min mit dem auto von mir entfernt…
      Ich frage mich herr Niemann, benutzt niemand der der abl angehört glyphosat? das glaube ich kaum, denn auch die mitgleider der abl werden mulchsaat usw anwenden… daher verwundert mich ihr verhalten einmal mehr, doch schon arg. mir kommt es bald so vor, als wenn sie auf ihrem betrieb noch nie auch nur einen tropfen glyphosat verwendet hätten. und selbst wenn man den quelltext nicht 1 zu 1 übernommen hat, so hat sich an der kernaussage nichts geändert, von daher halte ich ihren post,und die worte vom wwf zwar als fingerzeig auf einen kleinen fehler in der wortwahl, aber sonst gerade was sie betrifft nur als kontra produktiv.Denn ganz egal wo man als konventioneller landwirt seine heimat in einem verband gefunden hat, machen tun wir alle nahezu das gleiche, und da ist es scheiß egal wenns um modernen ackerbau ohne pflug geht, ob man beim dbv,abl usw usw organisiert ist, darüber sollten sie mal nahdenken.

      • Gephard sagt

        Ich habe das Gefühl Sie reden aneinander vorbei. Herr Elbe spricht vom ökologischen Landbau und Sie vom konventionellen Anbau bzw. der modernen Landwirtschaft. Und ob jetzt alle bei der ABL Glyphosat nutzen oder nicht hat doch nichts mit der Forderung zu tun, dass man beim Bodenschutz auch auf Glyphosat verzichten sollte. Das kann man doch auch fordern, wenn es alle tun.

        Die Frage, auf welcher Seite er steht, hat ein seltsames Geschmäckle. Stehen nur Leute auf der Seite der Landwirtschaft, die die gängige Praxis goutieren?

  2. Paulus sagt

    In der ganzen Debatte frage ich mich wo all die Schlaumeier einschl. Frau Ministerin ihr Essen beziehen? Glyphosat hin oder her, ohne synthetische PSM geht nach meinem Wissensstand weltweit gar nichts. Auch die Tofu-Fraktion bezieht ihre Nahrung nicht aus einem imaginären Garten Eden. Wenn der Einsatz von Glyphosat verboten wird, werden es wohl andere Herbizide sein, wahrscheinlich mit dem Nachteil, dass noch Patentschutz besteht und dann fangen wir einschl. der darauf abgestimmten GVO wieder ganz von vorne an.
    Ich halte diese mit nahezu religiösem Eifer geführte Debatte mittlerweile für absurd.
    Gleichzeitig kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese der Agrarchemie
    durchaus nicht ungelegen kommt, weil sich mit Glyphosat kaum noch was verdienen lässt. Insofern dürfte das BUMB seitens der Chemie mit eher freundlichen Gesten rechnen.

  3. Friedrich sagt

    Im September sind wir diese Lachnummer los. Die hat doch nur einen Versorgungsposten gebraucht . Fachlich doch eine Null !! Mit solchen Leuten wird die SPD nie aus dem Umfragtief heraus kommen. Da ist doch nur unteres Mittelmaß zu sehen.

  4. Gephard sagt

    Sorry, dass ich jetzt provoziere: Die Hendricks mögt ihr nicht, das habe ich verstanden. Wie sieht’s denn mit Politkern aus den eigenen Reihen aus, etwa die NRW-Landwirtschaftsministerin? Macht die bessere Arbeit? Wenn folgende Vorwürfe stimmen, ist sie eine Schande für euren Berufsstand und schadet euch immens.

    http://www.stern.de/tv/nrw-landwirtschaftsministerin-unter-druck–erschreckende-zustaende-in-schweinemastbetrieb-7533344.html

    Und zum Thema: Bislang konnte ich den Standpunkt bzgl. Glyphosat und minimaler Bodenbearbeitung gut nachvollziehen. Nun habe ich neulich diese Sendung hier gehört und bin nun wieder verwirrt. Glyphosat scheint demnach doch nicht unabdingbar zu sein.

    Landwirtschaft und ihre Folgen (2/4): Vom Sterben des Bodens
    http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-tiefenblick/audio-landwirtschaft-und-ihre-folgen–vom-sterben-des-bodens-100.html

    • bauerhans sagt

      ch.schulze-föcking ist politisch noch unbekannt,verspricht aber aufgrund ihrer fachkompetenz,probleme der landwirtschaft fachlich beurteilen zu können.
      ob ihr dieser stern tv-bericht schadet,muss man abwarten.
      die sendung mit tanja busse im wdr5 ist wieder typisch.
      der boden stirbt,aber einer hats erkannt und seine tomaten wachsen aus sich selbst heraus.

    • Paulus sagt

      @Gephard
      Vielleicht war es politisch nicht besonders klug eine Schweinemästerin als Ministerin in dieses Ressort zu berufen. Das da von bestimmten Gruppierungen aus allen Rohren geschossen wird war voraus zu sehen. Ich habe wenig Zweifel an der Fachkompetenz dieser Frau, hätte mir aber durchaus auch jemand anderes vorstellen können.

      Was das Audio im WDR 5 betrifft:
      Allein die Aussage (sinngemäß) „An der Uni wird gelehrt wie ich einen Sack aufreiße und den Inhalt auf den Boden kippe …“, hat in etwa die gleiche Qualität, als würde ich behaupten ein Maschinenbauer lernt an der Uni einen 17er von einem 21er Schlüssel zu unterscheiden. Bei dem Stichwort „Bodenflüsterer“ war dann alles klar.
      Der Beitrag entspricht der üblichen tendenziösen Meinungsmache dieser Sendeanstalt.
      Insofern, im Westen nichts Neues.

    • Ich habe mir den Bericht im “Stern” angeguckt, und der hinterlässt bei mir zwiegespaltene Gefühle. Diese Christine Schulze-Föcking hat auf der einen Seite mehrere vorbildliche Vorzeigeställe. Die sind Realität. Dann gibt es diesen Grusel-Stall. Der ist auch Realität. Das wird von den Besitzern ja auch nicht bestritten bzw. um diesen Stall zu erklären, wird ganz schön herumlaviert.
      Wie passt das zusammen?

      Ich kann es mir nur so erklären, dass der Preis für die Vorzeige-Ställe auf der einen Seite eben der Grusel-Stall auf der anderen Seite ist. Ich komme zu dem Schluss, dass bei einer Schweinehaltung von ca. 940 Schweinen sozusagen ein “Ausschuss” von ca. 30-35 Schweinen wahrscheinlich normal ist. Es ist natürlich kritisch, von “Ausschuss” zu reden, da es sich ja in der Tat um Lebewesen handelt. Man kann es auch anders sagen: bei 940 Schweinen sind 30-35 dabei, die nicht ins Image eines Vorzeige-Stalls passen. Damit sind die 30-35 Schweine in dem Grusel-Stall die Opfer einer Image-Kampagne.

      Denn hätte Frau Schulze-Föcking diese 30-35 Schweine bei den anderen 910 Schweinen gelassen, dann wären die anderen Ställe zwar weniger vorbildlich, aber den 30-35 Schweinen, die nun unter tatsächlich grauslichen Umständen ihr Leben fristen müssen, wäre es entschieden besser gegangen. Zumindest hätten sie Wasser gehabt und nicht in ihrem eigenen Siff liegen müssen.

      Und zudem liefert Frau Schulze-Föcking den selbsternannten Tierrettern genau den Stoff, hinter dem diese her sind wie der Teufel hinter der armen Seele. Damit erweist sie sich und der ganzen Landwirtschaft einen Bärendienst.

      Dieses Beispiel bildet im Kleinen genau das ab, was ich an der Landwirtschaft für symptomatisch und gleichzeitig problematisch halte. Tierschützer und Naturliebhaber haben ein idealisiertes Bild der Landwirtschaft. Wo die Bauern versuchen, sich diesem Ideal anzunähern, also eine Vorzeige-Landwirtschaft zu erschaffen, entsteht eine dunkle Kehrseite, die versteckt werden muss, weil das Ideal eben falsch ist. Diese dunkle Kehrseite befeuert wiederum die Tierschützer und bringt die Bauern und die gesamte Landwirtschaft in Misskredit. Es entsteht in vielen Köpfen das Bild, dass die ganze Landwirtschaft falsch läuft und die Bauern Tierquäler sind.

      Umgerechnet auf dieses Beispiel: ca. 95% der Schweine entsprechen bei Frau Schulze-Föcking offenbar dem Bild einer Vorzeige-Haltung. 3-5% fallen aus dem Rahmen. Aber indem diese 3-5% zuerst versteckt und schließlich doch entdeckt werden, richten sie im Vertrauensverhältnis zwischen Bauer und Verbraucher einen Riesenschaden an.

      • bauerhans sagt

        verluste in der schweinehaltung liegen so um 1,5%.
        kranke tiere kann es bis zu 100% geben.
        schwanzbeisserei tritt plötzlich auf(aus meiner erfahrung,genetisch bedingt)und die tiere müssen unbedingt einzeln oder höchstens zu zweit umgestallt werden.
        ich hatte tiere,deren wunden wieder vollständig zugewachsen waren,nachdem ich diese desinfiziert hatte und die ich normal vermarkten konnte.

      • Inga sagt

        Ja, wenn man es allen Recht machen will!

        Nur weil es Menschen gibt, die gerne Vorschriften machen und rechthaberisch sind!

        Allerdings habe ich als Schweinemästerin gelernt, das man verletzte und kranke Tiere in Einzelställe am besten auf Stroh absondern sollte, damit sie sich erholen. Unser Betrieb konnte das ja bieten!

        Aber 35 Einzelställe? Und dann noch auf Stroh?

        Wie verhält sich das in der Kosten-Prozentrechnung?

        Na, Hauptsache das Fleisch (Produkt von lebendigen Tieren) wird billig auf den Markt geschmissen und im Überfluss erhältlich!

  5. Mark sagt

    Richtig ist, dass die Dämonisierung von Glyphosat beendet werden muss. Dies jedoch in der Argumentation durch das “schlecht machen” des Pflugeinsatzes erreichen zu wollen halte ich für ein Eigentor. Der Pflug hat nach wie vor seine ackerbauliche Berechtigung, Landwirte sollten weiterhin sowohl über Pflug- als auch über Glyphosateinsatz jeweils standort- und situationsbedingt entscheiden können.

    • Bauer Willi sagt

      Es geht nicht um das “schlecht machen” des Pfluges, sondern lediglich darum aufzuzeigen, dass die schnelle Aussage “das geht doch auch anders, man kann doch auch pflügen” eben auch seine Auswirkungen hat und eben nicht folgenlos ist. Besonders wichtig für Stadtmenschen mit einfachen Rezepten, die wir als Bauern ja alle schon mal gehört haben.
      Bauer Willi

      • Mark sagt

        Mal abgesehen vom Glyphosateinsatz hat sowohl die Direktsaat als auch die Mulchsaat gewaltige Schwächen, die ich jetzt aber nicht ausführen will. Entscheidend in der Frage Glyphosateinsatz ist jeoch nicht das Bodenbearbeitungsverfahren, sondern einzig und allein die Frage, ist das Risiko des Glyphosateinsatzes für Umwelt und Ernährung vertretbar oder nicht. Zu dieser Frage gibt es eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen, von denen leider auch ein hoher Anteil “ideologisch gefärbt” ist. Die kunst besteht jetz darin, die Spreu vom Weizen zu trennen, Frau Günther sehe ich da auf einem guten Weg.

        • bauerhans sagt

          “hat sowohl die Direktsaat als auch die Mulchsaat gewaltige Schwächen”

          man braucht die passende fruchtfolge,weizen-weizen-raps funktioniert da nicht.

        • Bauer Willi sagt

          Wir praktizieren die Mulchsaat seit fast 20 Jahren. Sowohl bei Getreide als auch bei Zuckerrüben und Kartoffeln (!). Einen Pflug haben wir auch, der wird aber nur in seltenen Fällen eingesetzt. Was die Direktsaat angeht, so funktioniert das auf unseren sehr lehmigen Böden nicht so gut.
          Bauer Willi

        • Direktsäer Thomas sagt

          @Mark: Welche gewaltigen Schwächen haben denn Direkt – und Mulchsaat Ihrer Meinung nach? Sind das Ihre Eigenen Erfahrungen?

  6. Stadtmensch sagt

    Oh nein, Susanne Günther schon wieder. Was treibt diese Philosophin an, wortgewaltig für die Konzernlandwirtschaft zu streiten. Fachwissen kann es wohl nicht sein. Genauso gut könnte ich mich hinstellen und behaupten, Agrarchemie im Allgemeinen schädigt das Biom im Acker und lässt die Böden “auskohlen”. Erst ab 5% Humusgehalt kann sich eine stabile Bodenbiologie bzw. stabile Kohlenstoff- Stickstoffverhältnisse einstellen (Francé, Sekera). Wer hat das schon? Wenn man einen Menschen über Jahrzehnte nur mit Wirkstoffextrakten und einseitig ernähren würde und ihn generell hungern ließe, würde er wohl ziemlich sicher eingehen. Aus biologischer Sicht gibts wenig Unterschiede zwischen dem Ökosystem Mensch und dem Bioreaktor Boden.

        • Bauer Willi sagt

          @Stadtmensch
          Genau das was Herr Petermann macht, mache ich auch. Organische Düngung und reduzierte Bodenbearbeitung und Mulchsaat . Das teure Direktsaatgerät kann ich mir leider nicht leisten, also mache ich eine flache Bodenbearbeitung.

          Damit die von ihm so abgelegten Bohnen auch unkrautfrei wachsen können, spritzt er nach der Saat Glyphosat. Vorher hat er übrigens die Weide noch gemulcht, auch dass ist in dem Video klar zu erkennen.
          Ihr Wissen über die stabile Bodenbiologie ab einem Humusgehalt von 5% ist auch erstaunlich. Demnach hat ein Moorboden eine sehr stabile Bodenbiologie, weil hier der Humusgehalt über 5% liegt.

          Klingt interessant. Ist es aber nicht.

          Bauer Willi

    • Dr. Torsten Hentsch sagt

      Wie kommen sie denn auf die 5% Humusgehalt? Auf welchem Standort soll denn so ein hoher Humusgehalt einstellen? Der Humusgehalt bildet sich über eine sehr sehr lange Zeit! So geht man davon aus, dass unsere fruchtbarsten Schwarzerden diesen Humusgehalt zwar aufweisen, dies aber sich erst seit der letzten Eiszeit eingestellt hat. Eine weitere Anreicherung ist kaum mehr möglich. Es stellt sich irgenwann ein Gleichgewicht zwischen Humusmehrung und -zehrung ein. In Tausend Jahren kann ca. 1% Humus aufgebaut werden! Auf Sandböden stellt sich ein viel geringerer Humusgehalt ein. Dies Böden “veratmen” den Nährhumus sehr stark. Danach kommen dann die Wirtschaftsweise: Pflug vs. Minimalbodenbearbeitung: Getreide – Hackfrüchte – mehrjährige Futterpflanzen; organische Düngung – mineralische Düngung; Strohverbleib; Zwischenfrüchte die auf der Fläche verbleiben ect. Sie sehen also, der Humusgehalt ist von sehr vielen Faktoren abhängig. Eine Anreicherung von ca. 1,5% auf 5% auf Sandböden ist nicht möglich und ökologisch auch nicht vertretbar! Sehr hohe Humusmengen auf Sandböden werden sehr schnell mineralisiert und Nitrat gelangt ins Grundwasser!

      • Ich seh das so sagt

        Danke für ihren Beitrag.
        Wunsch und Wirklichkeit müssen ja heute nicht mehr im Entferntesten zusammenpassen. Wenn eine Facebook-Gruppe die Anreicherung des Humusgehaltes 1000x liken, haben sie mit ihrem Fachwissen ausgedient. Dann hat das nächste Woche spätestens erledigt zu sei !
        Wenn sie das nicht wahrhaben wollen: Shitstorm gefällig ? 🙂

    • Dorfmensch sagt

      Sehr geehrter Stadtmensch,

      Ihre Fokussierung auf einen wünschenwerten Humusgehalt von 5% für alle Böden, die sich in vielen anderen (nicht landwirtschaftlichen) Quellen auch wiederfindet, stammt doch aus dem Gebiet der Phantasie. Ich empfehle jedem, der sich für Humusgehalte im Boden interessiert, einen Blick in die wissenschaftliche Literatur. Es gibt weltweit eine Reihe von Dauerversuchen mit Laufzeiten von über 50 Jahren, zum Teil über 100 Jahren (z. B. ewiger Roggenbau in Halle/S). Ich will hier nicht die Zusammenhänge erläutern, die man bei Interesse locker nachlesen kann.
      Auch wenn C im Boden speichern möchte, kann das die Natur nicht leisten.
      Warum sollen wir “Dorfleute” eigentlich den “Stadtleuten” mit vorgefasster Meinung immer wieder erklären, wie Landwirtschaft funktioniert? Ich bin gegen Massenmenschhaltung!
      Was das Glyphosat betrifft, bin ich von der Diskussion zutiefst enttäuscht. Auch hier sollten wissenschaftliche Fakten einer Entscheidung zu Grunde legen und nicht Wahlkampf.

      • Inga sagt

        Gut Dorfmensch,
        dass du das hier mal verdeutlichst, denn es wird genügend in der Landwirtschaft geforscht und Fakten erzteugt, die uns allen zu Gute kommen und aus unseren Steuergeldern bezahlt wird. Vielleicht fallen diese Ausgaben auch unter “Landw. Subventinen”

        Das müssen die respektlosen Besserwisser aus der Stadt mal wissen, bevor sie uns bevormunden, oder!
        Natürlich müßten das auch die Politiker wissen!

  7. Zelia Lachmann sagt

    An die Verfasser:

    Können Sie Zahlen nennen? Auf wieviel % der Ackerfläche, auf der Glyphosat ausgebracht wird, wird nicht gepflügt oder gefräst?

    Ich finde Ihre Argumentation hat etwas, fürchte jedoch, dass die meisten Anwender von Glyphosat nicht daran denken, auf Pflug und Fräse zu verzichten, sondern dass die pfluglosen Landwirte nur als Feigenblatt dienen sollen.

        • Sabine sagt

          Naja, vllt. nicht die beste Kulisse, wo wir es immer noch mit der Vogelgrippe zu tun haben und gerade die Putenmäster wohl zu den am stärksten Betroffenen gehören. Es sollen ja immer noch die Zugvögel sein…. auch wenn da wohl gerade nix zieht, ist in Belgien wohl schon wieder Alarm.

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Haben sie ein Problem damit, wenn Landwirtinnen in kommunalen Gremien tätig sind?
          Mich interessiert es keine Bohne, welcher Partei sie angehören, wichtig ist, dass sie eine gute Politik machen.

      • Zelia Lachmann sagt

        Vielen Dank für den Link! Für mich sehr überraschend an dem Artikel ist der hohe Anteil pflugloser Bodenbearbeitung in Deutschland. Aber die Studie ist erst einmal eine einfache Korrelationsstudie mit nur wenigen Variablen, die eher Fragen aufwirft als beantwortet. Und aus der man keine Vorhersagen (Kausalität) ableiten kann. Ich finde interessant, dass vor allem Großbetriebe pfluglos und mit Glyphosat arbeiten. Solche Betriebe finde ich persönlich nicht sehr erstrebenswert und ich vermute, dass die Motivation in solchen Betrieben, arbeitsaufwändigere, giftfreie Alternativen in Erwägung zu ziehen, sehr gering ist. Da warte ich lieber darauf, dass im Bio-Landbau pfluglose Lösungen verbreiteter werden. Die Ansätze dazu stimmen mich jedenfalls optimistisch.

        • Sabine sagt

          Wenn ich die Entwicklung in USA richtig sehe, haben dort viele Landwirte im Soil-Health-Movement auch mit der Spritze angefangen. Oft reden die davon, dass man den Boden langsam von PSM und Kunstdünger entwöhnen muss, weil es halt Zeit braucht, bis sich die Bodenlebewesen umgestellt haben. … und wie im Gartenvideo erwähnt, nützt es dem Boden überhaupt nichts, wenn er schlagartig “überfüttert” wird.

          • Zelia Lachmann sagt

            Ja, die Entwicklungen in den USA sind sehr interessant! Die sind wesentlich weiter als wir hier in Deutschland, und auch in anderen Ländern gibt es innovative Ansätze. Wir kriegen nicht viel mehr auf die Reihe, als nach unserem Nuckel Glyphosat zu schreien, damit Baby wieder ruhig schlafen kann. Dass man mal erwachsen werden und nach vorn schauen muss, wird als Ideologie abgetan. Zum Glück besteht die Welt nicht nur aus Deutschland.

            • bauerhans sagt

              in usa sind andere ertragserwartungen bzw. erträge.
              wir ernten bis 11to weizen vom ha,die usa weniger als die hälfte.

            • Zelia Lachmann sagt

              Vielleicht sind sie ja deshalb innovativer? In Deutschland sind viele noch so naiv zu glauben, wir machen einfach immer weiter wie bislang und das wird irgendwie funktionieren. Andere haben schon vor uns die Erfahrung gemacht, dass man mit Boden, Kulturpflanzen und Unkraut so nicht umgehen kann und sich das irgendwann rächt. Man muss nicht in sein Verderben laufen, man kann auch andere Wege gehen. Die Glyphosatresistenzen, die die in den USA haben, werden uns auch über kurz oder lang erreichen. Dann schmeckt der Nuckel auf einmal ziemlich bitter.

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Resistenzen von PSM sind nicht neues, deshalb werden manche Wirkstoffe nur einmal im Jahr angewendet.
              Ständiger Wirkstoffwechsel ist angesagt, das wird dann von NGOs mit “Giftcocktail” quittiert.

              Trotzdem vielen Dank für ihren “weitblickenden” Beitrag. 🙁

            • Zelia Lachmann sagt

              @Ehemaliger Landwirt
              Wenn einem auf die wissenschaftliche Erkenntnis, dass Pflanzengifte gefährliche Resistenzen hervorrufen, nichts weiteres einfällt als “Dann nehmen wir eben mehr Gifte”, dann ist das für mich noch viel “weitblickender”. Ich kann Ihren Dank also nur erwidern.

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Sie Zeugen nur, dass sie überhaupt keine Ahnung haben.

              Die Resistenz (vom lateinischen resistentia für „Widerstand“; englisch Resistance) ist die Widerstandsfähigkeit eines Lebewesens gegen schädliche Einflüsse der Umwelt (wie z. B. Parasiten, Infektionen, Krankheiten, Klima), bei Tier- und Pflanzenschädlingen auch gegen angewandte Bekämpfungsmittel, sowie bei Bakterien und Viren gegen Medikamente.

            • Zelia Lachmann sagt

              Und was soll ich Ihrer Meinung nach nicht verstehen oder falsch schrieben haben? Überzeugen Sie mich mit Sachargumenten, dass wir uns um Resistenzen keine Sorgen machen müssen. “Sie haben ja keine Ahnung” ist immer der letzte Spruch, wenn man inhaltlich nichts mehr zu sagen hat. Da kann ich nur müde gähnen.

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Sie schrieben von gefährlichen Resistenzen.

              Resistenzen gegen PSM zeugen davon, dass sich Tiere, Pilze und Pflanzen auf die PSM einstellen, gefährlich wird es für den Landwirt, wenn er ev. zukünftige Resistenzen ignoriert.

              Überzeugen wird man sie nie können, weil sie der Meinung sind, alles besser zu wissen als Landwirte mit jahrzehntelanger Erfahrung.

              Wenn sie wegen Müdigkeit schon gähnen müssen, legen sie sich ins Bett – vor mir aus auch ins Kornfeld – und schauen sie morgen im I-Net bei “Bauer sucht Frau” vorbei, dort finden sie diejenige, die ihrem Weltbild eines Landwirtes entsprechen.

            • Sabine sagt

              In USA ist man nicht zwangsläufig weiter, die haben einfach andere Problemstellungen. Wenn im Spätsommer die oberste Bodenschicht einfach wegfliegt oder sie sich im Winter und Frühjahr über Auswaschungen auf den Weg in den Golf von Mexico macht, der muss seine Anbautechnik zwangsläufig überdenken. Staubstürme und Gully-Erosion hab ich hier jedenfalls noch keine sehen können. Auch ein Anzeichen, dass hier schon lange sehr auf den Erhalt des Bodens geachtet wird. Die meisten US-Landwirte müssen sich allerdings erstmal aus dem Loch arbeiten, in das sie durch Jahrzehnte mit oft nur sehr wenig oder gar keiner Fruchtfolge gebracht haben. Erhebungen der USDA zwischen 1996 und 2010 zeigen das die häufigste Fruchtfolge sich auf den Wechsel von Mais und Soja beschränkte. Sicher gibt es dort einige Pioniere, deren Arbeit ich sehr interessant finde, aber für viele ist es schon eine Offenbarung, dass man sowas wie Winterroggen überhaupt pflanzen kann.

            • Zelia Lachmann sagt

              @Sabine
              Sandstürme habe ich hier bei mir (D.) schon erlebt. Bei einem war ich mittendrin und das war wirklich beängstigend. Leider lassen hier trotzdem noch viele Landwirte ihre gepflügten Äcker ohne Bewuchs, mir ist schleierhaft, warum.

              Aus D. habe bislang kaum etwas über Forschungsbetriebe zu pflugosen + pestizidfreien Anbau gehört. Kann aber sein, dass die einfach nicht so stark online präsent sind wie in den USA. Wenn da jemand Forschungen kennt, bin ich immer an Links interessiert.

            • bauerhans sagt

              “Leider lassen hier trotzdem noch viele Landwirte ihre gepflügten Äcker ohne Bewuchs”

              bedeuted das, die äcker liegen über winter brach ??
              da greening pflicht ist,wundert mich das sehr.

            • Mark Rössler sagt

              Frau Lachmann, was glauben Sie, wie lange es bei einigen Kulturen dauert bis da nennenswerter Bewuchs ist nach dem einsäen?
              Rollrasen mag vielleicht für den Garten funktionieren, mit Möhren wird das aber leider nichts werden.

          • Zelia Lachmann sagt

            @Man kann mich sehr einfach überzeugen und zwar mit guten Argumenten.

            Was sind denn Ihre Argumente:
            – Bodenbearbeitung kann reduziert werden -> ist für mich wirklich ein Argument
            – ohne Glyphosat verdienen Bauern nicht mehr genug -> das denke ich nicht
            – die Gefahr von Resistenzen kann man ausreichend kontrollieren -> das glaube ich nicht, das zeigt sich auch bei Antibiotika, dass das nur eine Illusion ist (oder war …)
            – Glyposat spart fossile Energie -> das ist für mich ein Argument
            – Glyphosat/Pflanzengifte sind gar nicht so schlimm -> das sehe ich nicht so
            – es gibt keine Alternativen -> das sehe ich überhaupt nicht so

            Ich sehe also einige Pro-Argumente. Aber sie wiegen für mich die Contra-Argumente nicht auf.

            Ich denke, im Wesentlichen reduziert sich die Diskussion darauf, dass wir unterschiedlich betoffen sind, weil wir in unterschiedlichen Kontexten leben. Wenn ich im Kontext von Betrieben leben würde, die von Glyphosat abhängig sind und ich keinen Plan hätte, wie man aus dieser Abhängigkeit ohne hohe Kosten rauskommt, dann würde ich hier vermutlich auch unterschreiben.
            Mich treibt aber eher die Frage um, wie die Landwirtschaft in 200 Jahren funktioniert und ob die Menschen dann noch genug zu essen haben. Daher werde ich hier nicht unterschreiben.

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Wie sie es sehen ist nicht relevant, der Bauer muss sich der Realität anpassen.

              Den Bauern wird sich derzeit keine Sorgen machen, wie die Landwirtschaft in 200 Jahren funktioniert, er macht sich Sorgen, ob er in 10 oder 20 Jahren noch seinen Lebensunterhalt mit seinem Betrieb bestreiten kann.

            • Ich seh das so sagt

              Wie die Landwirtschaft in 200 Jahren funktioniert braucht sie nicht umzutreiben. Angesichts des täglichen Flächenverbrauchs in D ist in 200 Jahren jede Ackerfläche ohnehin verbaut. Dann hat sich endlich das Dauerproblem mit den Bauern erledigt, weil die gibt’s dann auch nicht mehr.

              Vermutlich werden die Menschen dann genug zu essen haben. Während das Geschäft mit den PSM ja nicht so tolle Margen zeitigt läuft es für die selben Firmen mit den tollen Vitaminen und Nahrungsergänzungen und Leistungssteigerern ohnehin schon prächtig. Nahrung in Pillenform also nur noch eine Frage der Zeit (die vegane Schnitzelpille mit Kartoffelgeschmack, das ausgewogen Salatpulver zu lutschen etc….). Nicht zu vergessen, daß ja im Zuge der grassierenden Insekten- und Kriechtierliebe das Grillen von Grillen und Heuschrecken, von Maden und Käfern, ja vielleicht sogar von Hunden und Katzen en vogue sein wird – wird vermutlich unter ultimativer Asia-Trend promotet werden. An Algensilos zu Ernährungszwecken wird ebenso schon fleißig experimentiert.

              Also: nach 12.000 Jahren mit der Landwirtschaft wird es die p.t. Bevölkerung die paar Jahre auch noch aushalten bis sich das “Problem” von selbst erledigt.

            • Dr. Torsten Hentsch sagt

              Glyphosat ist in Europa sogar der wirksamste Resistenzbrecher gegen Ackerfuchsschwanz!

              • Inga sagt

                Dann erklären sie das bitte mal, Herr Dr. Hensch!
                Wie funkrtioniert dieser Resistenzbrecher?

                “Glyphosat ist in Europa sogar der wirksamste Resistenzbrecher gegen Ackerfuchsschwanz!”

            • Mark Rössler sagt

              Da Glyphosat gegen Ackerfuchsschwanz noch ohne Probleme wirkt, nutzen weitsichtige Betriebe dieses.
              Den Acker saatfertig machen und einige Wochen liegen lassen, bis die Masse an Ackerfuchsschwanz aufgelaufen ist, dann spritzen und ein paar Tage später das Getreide einsäen.
              Resistenzen gegen die üblichen selektiven Getreideherbizide sind weit verbreitet und nehmen bedauerlicher Weise von Jahr zu Jahr zu, Glyphosat kann den Druck verringern.

          • bauerhans sagt

            “die häufigste Fruchtfolge sich auf den Wechsel von Mais und Soja beschränkte.”

            aus den 80er jahren kenne ich aus pa den wechsel von mais und luzerne wegen erosion.
            da im wheat-belt heute fast nur noch direkt gedrillt wird,spielt erosion keine rolle.

        • bauerhans sagt

          grossbetriebe betreiben kosten-nutzen bewirtschaftung !
          pfluglos mit entsprechender fruchtfolge und glyphosat ist auch umweltfreundlicher durch weniger dieselverbrauch,weniger erosion,weniger psm und weniger arbeitsaufwand.

          • Zelia Lachmann sagt

            Kosten-Nutzen-Bewirtschaftung betreiben alle, nur dass man Nutzen und Kosten unterschiedlich definiert. Kosten sind auch die Kosten, die man man morgen und übermorgen durch sein Verhalten verursacht. Und Nutzen sind nicht nur Tonnen pro Hektar, sondern auch Gesundheit und eine funktionierende Natur.
            Glyphosat ist sehr kurzfristig und eng gedacht. Es ist leider üblich, so kurzfristig und eng zu denken.

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Viel leicht bleibt bei ihren Gedanken noch ein winziger Platz,
              nämlich der, das der Landwirt auch noch etwas Geld verdienen muss.

            • bauerhans sagt

              “Die Glyphosatresistenzen, die die in den USA haben, werden uns auch über kurz oder lang erreichen.”

              wir betreiben hier keinen gvo-anbau,weil verboten und deshalb haben wir keine resistenzen.
              3 L glyphosat + 5kg SSA reichen gegen hartnäckige unkräuter.

            • Ich seh das so sagt

              Mit dieser Argumentation (die Kosten von morgen und von übermorgen) haben sie gerade die deutsche Autoindustrie und die dazugehörende weltweite Erdölindustrie abgeschafft.

              Weil es dort aber zu vielen Leuten zu sehr weh tun wird, wird man dieses Faß wohl eher nicht aufmachen sondern lieber weiter bei den Bauern bleiben und denen vorhüpfen wie sie an morgen und übermorgen zu denken haben.

            • Zelia Lachmann sagt

              @Ehlemaliger Landwirt
              Dann schreiben Sie ehrlich, dass es bei der Petition im Grunde um die Sorge geht, dass Landwirte durch ein Glyphosatverbot nicht mehr genug verdienen und nicht, dass Glyphosat so wichtig für den Umweltschutz ist. Dann hätten Sie mich vielleicht sogar auf Ihrer Seite.
              Allerdings: Wenn ein Glyphosatverbot breit genug eingeführt werden würde, dann würden die Kostenerhöhungen alle treffen, die Lebensmittel teurer und die Verbraucher würden weniger wegschmeißen. Klingt für mich ausgesprochen gut. Importe, die unseren Standards nicht entsprechen, dürften nicht eingeführt werden.
              Und dass Großbetriebe zu wenig verdienen höre ich eher selten. Es trifft doch vor allem die Kleinen und Mittleren. Die verwenden aber nicht so viel Glyphosat.

            • Zelia Lachmann sagt

              @bauerhans
              Ich finde Ihre Argumentation sehr kurzsichtig. Resistenzen müssen sich nicht in D. bilden, es reicht vollkommen, wenn die aus Spanien zu uns einwandern. Und dort sind sie schon.
              Und die notwendigen Giftmengen, die Sie heute nennen, werden immer höher werden.
              Davon einmal abgesehen haben wir bereits Resistenzprobleme in D., die auch zunehmen. Und ich denke, das wissen sie.

            • Zelia Lachmann sagt

              @Ich sehe das so
              Ja, die Probleme sind groß und unauflösbar miteinander verzahnt. Aber vom Glyphosateinsatz werden sie sicher nicht gelöst. Dazu braucht es Wissenschaft, Politik, mitdenkende Wähler und leider viel Zeit.

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Zelia Lachmann

              Das was sie von sich geben ist Tagträumerei.

              In der Zeit wo wir eine Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz hatten, wurden die Rückstandsgrenzen für PSM bei einem Wirkstoff um das 30, beim anderen um das hundertfache erhöht, damit Spanien und Italien ihre Erdbeeren in Deutschland verkaufen konnten, beide Mittel hatten in Deutschland keine Zulassung.

            • bauerhans sagt

              “@bauerhans
              Ich finde Ihre Argumentation sehr kurzsichtig.”

              ich schreibe hier nur meine erfahrungen aus der praxis,haben sie auch erfahrungen oder nur google-wissen??

              • Inga sagt

                Ja, würde auch wissen wollen ,was Zella Lachmann für einen Bauernhof hat!
                Wo sie das Wissen her hat!

                Nur in einem hat sie Recht,
                wenn diese Pflanzenschutzmittel wirklich hierzulande so gefährlich sind, wie sie schreibt, dann verändert das unsere Umwelt zum Negativen.
                ‘Und diese Tatsache müssen wir in das KostenNutzenrisko reinrechnen,
                nur dieses Risiko kann nicht jeder Bauer nehmen, sondern das ist die Aufgabe des Staates!

                Wofür gibt es das Umweltamt!

                Ob Zella Lachmann und andere das nicht wissen?
                Ob es das in ihrem Land nicht gibt?

            • Dr. Torsten Hentsch sagt

              Frau Lachmann, wo beziehen sie ihre Weißheit, dass die “Giftmengen” immer höher werden her. Die eingesetzten Wirkstoffmengen haben abgenommen!
              Vielleicht meinen sie die Giftmengen aus unseren Arzneimitteln die ungeklärt unsere Flüsse vergiften. Die Antibabypille sorgt seit Jahrzehnten dafür, dass unsere Fischpopulation verweiblicht! Schreit deshalb jemand nach einem Verbot?!

        • Dorfmensch sagt

          @Zelia Lachmann
          Was soll die Diskussion über Großbetrieb, pfluglos und Glyphosat?
          Pflugloser Ackerbau ist ein wichtiger Bestandteil des Erosionsschutzes und hat noch andere Vorteile. Biolandwirte müssen in der Regel den Pflug einsetzen, um die Bekräuter zu regulieren. Ohne Beikrautregulierung geht aber Ackerbau nicht! Da müssten wir in der menschlichen Ernährung schon auf das umsteigen, was das Grünland uns so bietet: Gras, Heu, Silage, Fleisch, Milch. Sonst müssten “die Städter” verpflichtet werden, die Beikräuter per Hand (Hacke) zu regulieren. Die wenigen Landwirte können das gar nicht schaffen.

  8. Zahn sagt

    Meine Hochachtung und Dank als Bürgerin !
    Politiker gehören aufgeklärt wenn sie leider! keine Fachleute sind
    Wir Demokraten müssen unsere Rechte wieder einnehmen, Ihr zeigt wie es geht, super!

    • Bei Flächen, die im Mulch- und Direktsaatverfahren bewirtschaftet werden, gibt es mehr Regenwürmer, dem Glyphosat-Einsatz zum Trotz. Diese Erkenntnis gilt als gesichert, siehe etwa hier: https://www.landwirtschaft.sachsen.de/landwirtschaft/download/Vortrag_Dr._Walter_Schmidt.pdf

      Auch der WWF betont, dass in erster Linie wichtig für Regenwürmer Nahrung ist. Und die gibt es auf Mulch- und Direktsaatflächen zuhauf, weil Erntereste etc. eben nicht tief untergepflügt werden. Der Effekt ist messbar, weil die zahlreichen Regenwürmer mit ihren Röhren für eine bessere Wasseraufnahmekapazität des Bodens sorgen. Das einzige, was laut WWF-Papier gegen Glyphosat spricht, ist eine Studie der Uni Wien. Diese weist methodische Mängel auf: Die Formulierung wurde z.B. während des Versuches verändert. Am Ende nehmen die Roundup Speed. Dieses Präparat enthält Pelargonsäure. Darüber sagt die EFSA, dass die Substanz Regenwürmer und anderes Bodenleben schädigt (siehe S. 2-3 in http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2903/j.efsa.2013.3023/epdf). Darüber hinaus wird kritisiert, dass die Würmer in der Roundup-Kontrollgruppe nichts zu fressen bekommen haben, so dass trivial ist, dass sie inaktiv werden: http://weedcontrolfreaks.com/2015/09/dead-plants-are-probably-bad-for-earthworms/

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Würde die wundersame Theorie zutreffen, so müsste es auf den viel gepflügten Äckern nur so wimmeln von Regenwürmern. Das Gegenteil ist der Fall: die Bodenbearbeitung, insbesondere der intensive Pflugeinsatz führt im Ackerbau zu einer starken Dezimierung des Regenwurmbestandes.

      Das Ausmass der Beeinträchtigungen darf nicht unterschätzt werden. Dies bestätigen Erhebungen der Regenwürmer auf Dauerbeobachtungsflächen.

      Fazit der Untersuchungen:
      – Konsequente, langjährige Direktsaat fördert den Regenwurmbestand.

      Pestizide
      Tödlich wirken auch kupferhaltige Spritzpräparate, wie sie zum Teil noch heute im Obst- und Weinbau zum Einsatz kommen. Durch Schädlingsbekämpfungsmittel vergiftete Regenwürmer können über die Nahrungskette auch Greifvögeln und deren Bruten zum Verhängnis werden.

      http://www.regenwurm.ch/de/einfhrung.html

  9. Andreas Müller sagt

    1,3 Millionen Stimmen gegen Glyphosat – mach mit

    https://aktion.bund.net/europ%C3%A4ische-b%C3%BCrgerinitiative-gegen-glyphosat

    “2017 steht in der EU eine wichtige Entscheidung an: Ob das Pflanzengift Glyphosat für weitere 10 Jahre zugelassen wird.

    Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation hat es als “wahrscheinlich krebserregend beim Menschen” eingestuft. Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen gegen das meistgespritzte Pestizid der Welt.

    Wir fordern: Keine Wiederzulassung für Glyphosat und transparentere Zulassungsverfahren für Pestizide in der EU!”

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Immer diese selbe Leier, Glyphosat wurde auf die selbe Stufe gesetzt wie rotes Fleisch.

      Verarbeitetes Fleisch wurde in Kategorie 1 „ Krebserregend beim Menschen“ eingestuft.

      Das heißt: Es gibt ausreichende, überzeugende Beweise, dass verarbeitetes Fleisch beim Menschen Darmkrebs auslöst. In dieselbe Grupppe fallen auch Stoffe wie Tabakrauch oder Asbest. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Fleischkonsum genauso viele Krebsfälle auslöst wie beispielsweise das Rauchen. Aber die wissenschaftlichen Beweise für die krebserregende Wirkung sind gleich stark.

      Wer verzichtet jetzt auf verarbeitetes Fleisch?

      Ja richtig, Vegetarier und Veganer.

      Übrigens, wo kämen wir hin, wenn ein paar Hansele über PSM bestimmen dürften.

    • Ich seh das so sagt

      Und vor allem weltweiter Verkaufsstop von Badelatschen !!!!!!!!!!!!!!!!!!
      Die stehen nämlich im Verdacht ………………

    • Ich seh das so sagt

      Es ist meines Wissens in Deutschland noch erlaubt gegen rot-grüne Meinungsjakobiner Einwände zu haben. Oder fühlen sie sich gar dem Hamburger Links-Block-Terroristen verbunden ?

      • Andreas Müller sagt

        Ich fühle mich der Natur- und Kulturlandschaft Mitteleuropas verbunden : )

        Und wo sind wir hier denn? Beim FDP-Parteitag oder auf Willis Blog? oder ist das das gleiche?

        https://www.bauerwilli.com/wir-sind/

        “Wir suchen den offenen und fairen Dialog mit Verbrauchern und Nicht-Landwirten. Deshalb dieses Portal.

        Wir freuen uns auf die Kommunikation. Bitte beachten Sie aber die Spielregeln – Seid nett zueinander.

        Wir wollen euch das nur mal aus unserer Perspektive zeigen. GANZ wertfrei, OHNE Ideologie, und zum Nachdenken…”

        • Ich seh das so sagt

          Sollte es ihnen nicht mehr auffallen:
          Es sind eigentlich immer nur sie, der jedem der nicht ihrer Meinung ist, als Neoliberalen bezeichnen (vermutlich ohne zu wissen was das ist, aber es klingt halt gut) oder als Parteigänger irgendeiner Partei diskreditiert oder als sonst etwas bezeichnet was sie irgendwo im Netz gelesen haben. Gerade das mit dem Partei-Anwurf ist ja irgendwie lustig. Entweder sind sie noch so jung, daß sie noch nicht wählen dürfen, oder sie sind schon so alt, daß sie nicht mehr wissen, was sie gewählt haben oder sie sind einer der üblichen Nichtwähler, die zwar immer ganz genau wissen was alle falsch machen, aber selbst nie zu einer Entscheidung kommen – weil da würde man sich ja festlegen müssen (Ich tippe auf letzteres).

          Es sind eigentlich immer nur sie der zum 9. oder 17. Mal den Lebenslauf von Bauer Willi als Beleg für irgendeine ihrer kruden Thesen anführt. Sie könnten ja auch mal zur Abwechslung ihren Lebenslauf beisteuern, vielleicht wird das Vielen vieles von ihren Weisheiten verständlicher – wenn auch nicht klarer.

          Es sind eigentlich immer nur sie, der “ganz ohne Ideologie “posaunt und dann meint ständig zu irgendwelchen Unterschriftenaktionen aufrufen zu müssen.

          Man verliert leicht den Überblick wenn´s in der Eigenbau-Blase zu eng wird.

          • Andreas Müller sagt

            … hatten Sie mich nicht als Wähler der AfD identifiziert und jetzt diese Thesen zu Alter und Wahlverhalten? Sind Sie Psychologiestudent an der Uni des 3. Lebensalters oder Parawissenschaftler?

          • Andreas Müller sagt

            Wenn ich so falsch mit meiner Einschätzung zur politischen Ausrichtung von dem Trio liege können mit Bauer Willi, Frau Günther (im Kreistag für die FDP und Herr Barkmann gerne belehren und sagen, dass sie Grüne oder Linke sind. Glyphosateinsatz ist Wahlkampfthema und auf dieser Welle reiten sie für Ihre FDP. Oder Frau Günther?

            • Stadtmensch sagt

              Die FDP geriert sich doch immer als Beschützer des unternehmerischen Mittelstandes. Warum rührt sie dann nicht die Werbetrommel für findige Maschinenbauer (z.B. Wenz uva.)?
              Die Agrarchemie-Konzerne stehen sich bei ihrer Produktpalette zunehmend selbst im Weg (eingebaute Innovationsverhinderung sozusagen). Wenn ich schon dran denke, dass die Koch Brüder (Teebeutler und Klimawandelleugner) die Welt mit Kunstdünger überschwemmen…

              Zitat:

              “Die pfluglose Bewirtschaftung – noch dazu ohne chemische Unkrautbekämpfung – fördert aber den Beikrautdruck. Daher kommt einer gezielten mechanischen Regulierung und einer ausgeklügelten Fruchtfolge große Bedeutung zu. Zudem müsse man toleranter sein, was die Optik betrifft und das Ergebnis am Ende des Tages beachten, wie Friedrich Wenz betont: „Bis Juni lachen die anderen, ab Juli lache ich.“”

              https://www.topagrar.com/news/Technik-Gewusst-wie-Ackerbau-EcoDyn-Einer-fu-r-alles-943870.html

    • Karsten Rubel sagt

      Besser als wenn sich Künast, Meyer, Roth und Vorreiter formieren, zumindest für die Landwirtschaft.

  10. bauerhans sagt

    meine volle unterstützung euch!

    frau hendricks will aber natürlich ihre partei und martin schulz zur bundestagswahl 2017 unterstützen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.