Jahr: 2016

Agrarrohstoffe auf anhaltend hohem Niveau…

Gestern ist der Konjunkturbericht des BVE (Bundesverband der Deutschen Ernährungsindustrie) erschienen. Dort ist unter anderem zu lesen, dass „sich die Preise für Agrarrohstoffe auf einem anhaltend hohen Niveau befinden“ und „dass die Verbraucher höherwertige Lebensmittel kaufen“. Bin ich jetzt blöd oder warum nehme ich das ganz anders wahr? Mich ärgern solche Statements ganz gewaltig! Hier der Link zur Pressemeldung. Was sagt ihr dazu? http://www.bve-online.de/vd/87760134211/43153  

Nachbars Zaun

Lieber Mitbürger…

…ich bin‘s, dein Bauer. Ich wollte mich mal melden, weil du lange nichts von mir gehört hast. Ich denke, wir sollten uns mal unterhalten. Mir geht es im Moment nicht so gut. Nein, es sind nicht so sehr die Preise, die im Moment mal wieder echt Scheiße sind. Es ist vielmehr die Meinung, die du von uns Bauern hast. Und das liegt wohl auch daran, dass wir uns eben lange nicht gemeldet haben. War ein Fehler, aber jetzt will ich mal versuchen, das nachzuholen. Die unerwünschte Veränderung Ja, unsere Höfe haben sich verändert in den letzten 20 Jahren. Von der Idylle, die dir die Werbung immer wieder auf den bunten Verpackungen vorspielt, ist nicht mehr viel da. Vielleicht noch beim „Urlaub auf dem Bauernhof“. Aber das machen wir auch nur, weil dir das so gut gefällt mit dem Streichelzoo von Kaninchen, Pony und den freilaufenden Hühnern. In Wirklichkeit haben wir uns spezialisiert auf z.B. Ackerbau, Milchvieh, Schweinemast. Und alles ist viel technisierter geworden, du nennst das dann „industrialisierte Landwirtschaft“. Aber das ist sie nicht. In …

Biodiversität: … mit der modernen Landwirtschaft

Heute am 22. Mai wird der internationaler Tag der biologischen Vielfalt begangen. Er erinnert an den 22. Mai 1992, an dem der Text des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) offiziell angenommen wurde. Ehrlich gesagt, habe ich mich als Bio-Bergbauer bisher nicht sonderlich mit dem Thema Biodiversität auseinandergesetzt, weil bei meiner extensiven Wirtschaftsweise es doch gar keine Kritikpunkte geben kann. Doch vor ein paar Wochen hatte ich ein „Aha-Erlebnis“. Und zwar ausgerechnet in Thüringen bei der Agrargenossenschaft Weissensee. Jürgen Paffen, der Leiter der Agrargenossenschaft Weissensee hatte zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Jürgen Paffen ist auch gleichzeitig Vorsitzender der Initiative „Heimische Landwirtschaft“ mit der wir zusammenarbeiten. Willi hatte keine Zeit, also bin ich den weiten Weg vom Allgäu nach Thürigen gefahren. Das Thema war: Biodiversität mit der modernen Landwirtschaft. Die Agrargenossenschaft Weissensee bewirtschaft ca. 5000 ha. Jürgen Paffen und andere Fachleute zeigten, wie sie in der Anbauplanung das Thema systematisch angehen. Z.B. mit „Lerchenfenstern“, die GPS-gesteuert von den Sähmaschinen angelegt würden. Oder mit Schlagplanungen, wo dann mit einem Raster Blüh- und Regenerationsflächen großräumig …

Eine Frage des Vertrauens

Dieser Beitrag ist ein Kommentar. Wir finden ihn so gut, dass wir ihn hier noch einmal als Artikel bringen. Danke an den Autor.  Wie wir soeben erfahren haben, hat der Kommentator seinen Kommentar beim Bauernverband Schleswig-Holstein geklaut. Ohne Quellenangabe. Wir entschuldigen uns. Deshalb war der Kommentar so gut…. Stell Dir vor, Du baust ein Haus: Der Maurer mauert, der Dachdecker deckt, der Elektriker installiert ebenso wie der Klempner. Der Maler malt. Du vertraust ihnen, denn alle haben sie etwas gelernt: mauern, zimmern, installieren, malen. Drei lange Jahre dauert die Ausbildung. Das muss ja wohl etwas wert sein! Angeleitet von einem Meister, der die Meisterschule besucht und bezahlt hat. Bei den Gesellen mit langer Berufserfahrung sitzt jeder Handgriff. Mischt Du dich ein? Nein, denn das würde den Handwerker in seiner Berufsehre kränken. Und Du traust Dir auch keine Fachmeinung zu. Schließlich möchtest Du auch nicht, dass Dir jeder in deine Arbeit reinredet. Wenn schon, dann fragst Du. Siehst zu. Wunderst Dich, was die Handwerker drauf haben. Und am Ende bist Du froh, dass Du Dich auf ausgebildete Leute …

Interview mit Michael Reber

Interview von RP-Online mit einem Landwirt über drei nicht gerade „schöne“ Themen. Und die Auswirkungen. Die Kommentare unter dem Artikel finde ich persönlich allerdings schon zynisch. http://www.rp-online.de/leben/schreddern-kupieren-und-kastration-jetzt-spricht-ein-landwirt-aid-1.5989135     Anmerkung: Die Journalistin hatte mich gestern früh angerufen und mir gesagt, sie suche einen Landwirt der Stellung bezieht und keinen Verband. Ich habe ihr dann Michael Reber empfohlen. Michael nahm den „Kelch“ an und machte das Interview. Und das finde ich KLASSE! Auch die Journalistin hat sich sehr fair verhalten und Michael vor der Veröffentlichung den Artikel gegenlesen lassen. Wir sehen also, das Medieninteresse an uns Landwirten ist wirklich da. Aber wir brauchen auch mutige Landwirte die sich dafür einbringen. Und die Medien und Journalisten sind auch nicht immer „böse“. Dass zu der Veröffentlichung die Leser kontrovers diskutieren ist ein normaler Prozeß, der auch uns in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung hilft. Nochmals vielen Dank an Michael Reber. Alois

Flip-Flops sind tödlich!

Angesichts der Debatte um die Gefährdung bestimmter Stoffe, habe ich mir mal die Maßeinheiten vorgenommen, um mögliche Gefahren zu ermitteln. 1 ppm (parts per million) bedeutet, dass man einen Menschen unter 1 Million Menschen finden kann (in Flüssigkeiten: 1 Milligramm (tausendstel Gramm)  pro Liter) 1 ppb (parts per billion) bedeutet, dass man einen Menschen unter 1 Milliarde Menschen finden kann (in Flüssigkeiten: 1 Mikrogramm(millionstel Gramm) pro Liter).Übersetzt auf unsere heutige Weltbevölkerung von 7,5 Milliarden Menschen kann man heute also 7,5 Menschen genau finden. 1 ppt (parts per trillion) bedeutet, dass man einen Menschen unter 1000 Milliarden Menschen finden kann (in Flüssigkeiten: 1 Nanogramm (milliardstel Gramm) pro Liter). Diese Zahl ist schon unvorstellbar, aber bei der Analytik von z.B. Trinkwasser wird diese Einheit heute angewandt. 1 ppq (parts per quadrillion) bedeutet, dass man einen Menschen unter 1.000.000 Milliarden Menschen finden kann. (In Flüssigkeiten: 1 Pikogramm (billionstel Gramm) pro Liter Zum Vergleich: 1 Tropfen Milch hat – vergleichbar mit einem Wassertropfen, einen Durchmesser von 2-3 mm und wiegt in etwa 0,01 g = 10 mg 1 Tropfen …

Aktivstallfleisch unter der Marke Kalieber

Jetzt geht es los – Ab heute kann bestellt werden. Es wird ja soviel geredet und geschrieben über geizige Verbraucher, über die mächtigen Discounter und über jammernde Bauern. Aber es gibt auch Leute, die wirklich etwas TUN um etwas zu ändern: Hier haben sich 2 Frauen gefunden, die anpacken: Wir haben über Beide schon berichtet. Gabriele Mörixmann hat das innovative Konzept „Aktivstall für Schweine“ umgesetzt. https://www.bauerwilli.com/eine-schoene-sauerei/ Sarah Dhem verarbeitet und vermarktet die „Aktivschweine“ nun unter Ihrer Marke Kalieber. https://www.bauerwilli.com/lieber-mettenden-statt-als-mett-…/ „Es geschieht nichts Gutes – außer man tut es“ Also Leute, hier geht’s zum direkten Bestell-Link http://www.kalieber.de/aktivstall-fuer-schweine Das Thema Regionalität hat viel Perspektive. Ihr dürft gespannt sein, was da noch alles kommt. 😉 Auch von uns.

Moggele sind auf der Alp

Am 17. Mai 2016 haben wir Abends die „Moggele“ noch auf die Alp gefahren. Der folgende Tag ist schön und dort genießen Sie erst mal ihre neue Freiheit… 🙂 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen   Aber schon am 19. Mai schlägt das Wetter wieder um. Es hat Dauerregen und kalt ist es im Oberallgäu.Und die Moggele denken sehnsüchtig an den warmen Stall zurück. 😉 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Nichts Neues unter der Sonne…

In der Marktwirtschaftslehre wird einem beigebracht, dass der Käufer über die Produkte entscheidet, die der Erzeuger herstellt. Der Handel ist lediglich die Drehscheibe zwischen Nachfrage und Angebot. Oder sieht das etwa jemand anders? Interessant dazu auch folgender Beitrag aus der Wirtschaftswoche: http://www.wiwo.de/unternehmen/handel/discounter-aldi-und-lidl-steuern-auf-neue-rekordumsaetze-zu/13587154.html