Jahr: 2015

Eine Woche Grünland im Mai

Das Grünland im Oberallgäu beeindruckt Anfang Mai mit sehr intensiven Wachstum. Das ist der Grund warum die Bauern in dieser Zeit sehr „auf Zack“ sein müssen. Denn innerhalb einer Woche verblüht das Gras. Nach der Blüte wächst keine Energie mehr dazu sondern nur noch Rohfaser. Das Gras „verholzt“. Ich zeige Euch in dem Video auch wie ihr mit einem Blick erkennen könnt, ob eine Wiese intensiv bewirtschaftet wird, oder extensiv (Bio). Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Udo Pollmer über Bauer Willi und die billigen Lebensmittel

Udo Pollmer, bekannter Lebensmittelchemiker und Sachbuchautor,  nimmt im Deutschlandradio Bezug auf Bauer Willi und sagt: …Endlich hat die Landwirtschaft eine Stimme, die auch gehört wird. Unter dem Pseudonym „Bauer Willi“ hat ein Landwirt vom Niederrhein einen Brandbrief an die Verbraucher gerichtet…. Doch nach dem Zuspruch mahnt Pollmer zu mehr Nachdenklichkeit: …Sein Frust ist verständlich, aber glaubt er ernsthaft, dass das Geld in seinen Taschen landet, wenn die Kunden das Doppelte bezahlen?… Pollmer sinniert weiter: …Es ist nicht klar, wem es mehr an Wertschätzung für unser Essen mangelt – dem Verbraucher oder dem Erzeuger…. Um letztlich ein bemerkenswertes Resumee zu ziehen: …Die Diskussion, die „Bauer Willi“ angestoßen hat, ist wichtig – aber gegenseitige Schuldzuweisungen helfen nicht weiter, doch das wird er längst selbst wissen. Es stimmt auch, dass viele Verbraucher geradezu abenteuerliche Vorstellungen von der Landwirtschaft haben, und es ist nur logisch, dass Landwirten bei den oft unqualifizierten Angriffen der Geduldsfaden reißt. Allerdings gilt das auch umgekehrt. Vielen Bauern fehlt jede Vorstellung davon, wie Verbraucher ticken. Dank Bauer Willi beginnt sich das zu ändern. Mahlzeit! Den vollständigen …

„Wut“bauer – ratlos

So langsam könnten die Medien ja mal aufhören mit dem Begriff „Wutbauer“. Obwohl ich am Sonntag bei Jauch im Gasometer kurz davor war, mal wieder aus der Haut zu fahren. Was Schinken-Abraham und „Experte“ Roeb da vom Stapel ließen, war schon derb. Dass die Bauern an den niedrigen Preisen selbst schuld sind, darauf war ich, ehrlich gesagt, noch nicht gekommen. Da muss der Ehrenpräsident des BVE die Statistik schon ganz schön verbiegen, um behaupten zu können, dass wir Bauern überall Überschüsse produzieren um dann bei der Nahrungsmittelindustrie zu betteln, dass die doch bitte unsere Produkte kaufen. Nachdem ich mir im Netz die Sendung noch zweimal angeschaut habe, erschließt sich mir immer noch nicht, was Experte Roeb meint, wenn er sagt, das wir Landwirte immer „haben, haben, haben wollen, aber ansonsten auf dem Stand von 1970 stehen geblieben sind“. Eigentlich ein persönliche Beleidigung, da er mich dauernd dabei anschaut. Gleichzeitig schimpft er dann, dass ich Besitzer eines halben Fendt bin. Das es nur ein halber ist, hätte er erfahren können, denn es ist nachzulesen, dass ich …

Nach mehr als 4 Monaten Fernbeziehung…

…kam „Bauer Willi“ nun endlich mal zu mir ins Oberallgäu. Willi schickte mir am 12. Januar 2015 per Mail den Artikel Lieber Nachbar mit der Frage, ob ich bereit wäre das auf Frag-den-Landwirt zu veröffentlichen? „Ja“ war die Antwort und 4 Stunden später war der Artikel online. Das war der Beginn unserer Zusammenarbeit. Den Rest kennt ihr. Wir mailen, skypen, dropboxen und telefonieren zwar oft mehrmals am Tag, aber gestern sahen wir uns tatsächlich das erste Mal. Liegt meiner Meinung nach daran, dass das Rheinland total abgelegen vom Allgäu aus ist 😉 Willi war müde und hatte doch so viel von der Jauchsendung zu erzählen. Er übernachtete auf einem benachbarten Bauernhof mit seiner Frau.  Heute trafen wir uns dann zum  „Arbeitsfrühstück“ und wir beschlossen dabei, dass Willi doch noch in den nächsten Tagen, trotz Urlaub, eine eigene Nachschau zum Talk bei Günther Jauch aufstellen wird. Willi ist etwas traurig und ratlos, da in der Talk-Stunde zwar sehr viel gesagt, aber nicht annähernd Lösungswege skizziert wurden. Nun ist er erst mal auf dem Weg nach Südtirol …

Eine Stunde Talk bei Günther Jauch.

Es ging schon ein wenig hektisch zu gestern Abend bei Günther Jauch beim Thema: Die Wut der Bauern – Sind unsere Lebensmittel zu billig? Aber die Hektik ist für uns sogar ein Spiegel dafür wie zerrissen auch sonst die Diskussion um das Thema Landwirtschaft in der Öffentlichkeit ist.   Die Talkstunde in der ARD-Mediathek   Die Nabelschau auf gestern überlassen wir der TV-Kritik der großen Medien. Für uns bedeuted Willi’s Auftritt, dass wir viele Normalverbraucher mit dem Thema Landwirtschaft berühren konnten. Das habe wir immer gewollt und wir wollen es auch weiterhin. Willi’s Verbraucher Brief und der persönliche Antritt in einer der größten Talkrunden der Republik dient genau dem Ziel: Die 97% Nichtlandwirten in Deutschland auf ein wirklich existenzielles Lebensthema anzusprechen – Auf Landwirtschaft und Ernährung.  Wir Landwirte wollen die Diskussion und den Dialog. Und zwar ergebnisoffen. Das ist die Botschaft. Nun aber braucht Willi erst einmal eine Verschnaufpause. Er hat wegen der Sendung sogar seinen Urlaub verschoben. Willi ist heute (11.05.2015) schon unterwegs nach Süden, wo ja auch das Allgäu liegt. 🙂 Darum wird …

Liebe Verbraucher – ich brauche euren Rat.

Wer mich nicht kennt: ich bin ein „normaler“ Ackerbauer im Rheinland, bewirtschafte 40 Hektar, was nicht sonderlich viel ist und baue dort derzeit Zuckerrüben, Raps und Getreide an. Ab und an denke ich darüber nach, ob ich meinen Betrieb auf Bio umstellen soll. Diese Überlegung kommt immer dann hoch, wenn mal wieder in einer Talk-Show ein mehr oder weniger bekannter Schauspieler davon berichtet, dass er sich jetzt einen kleinen Bauernhof gekauft hat auf dem er seine Lebensmittel selber, natürlich ganz biologisch, anbaut. Worauf hin dann der nächste erklärt, dass er ja jetzt auch möglichst auf Fleisch verzichtet, weil das ja gesünder ist und hilft, dem Hunger in der Welt zu begegnen. Und dann wird eifrig darüber geschimpft, dass ja die heutige Form der Nahrungsmittelproduktion unbedingt geändert werden müsste. Und alle sind sich einig. Das fällt ja nicht schwer, denn der Produzent der Lebensmittel, der Bauer, sitzt ja nicht mit in der Talkrunde. Ich kann mir mittlerweile diese Talkrunden und Fernsehberichte auch nicht mehr ansehen. Ich schalte um oder gehe in’s Bett. Ich bin nicht nur …

Billige Lebensmittel sind Thema bei Günther Jauch

Am kommenden Sonntag lautet das Thema bei Günther Jauch: „Die Wut der Bauern – sind unsere Lebensmittel zu billig“. Ab sofort ist dort ein DISKUSSIONFORUM eröffnet. Beteiligen Sie sich. Sagen Sie Ihre Meinung. Hier der Link: daserste.ndr.de/guentherjauch/forum/Forum-Die-Wut-der-Bauern-sind-unsere-Lebensmittel-zu-billig,forumwutbauern100.html

Apfel- und Löwenzahnblüte und Weideaustrieb

Die Vegetation im Oberallgäu ist ca. 2 bis 3 Wochen später dran als im Rheinland. Dann können auch Wetterkapriolen wie Schnee oder mal Starkregen dazu kommen. So wie letzte Woche mit fast einer Woche Dauerregen. Aber wenn es dann aufklart, dann erwacht die Natur ganz schnell. Und so fielen dieses Jahr die Apfel- und Löwenzahnblüte und der Weideaustrieb terminlich zusammen. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Der Hähnchen-Faktor

Habt ihr euch mal überlegt, wie viele Kalorien in euren Lebensmittel sind und was die kosten? Auf den Gedanken bin ich erst gekommen, als ich mich so über den Preis eines Hähnchens aufgeregt habe. Das kostet beim Discounter 2,79 €, wiegt 1250 g und somit pro Kilo 2,23 €. In so einem Kilo Hähnchenfleisch stecken rund 2290 kcal, was so ungefähr den Faktor 1 ausmacht, einen kleinen Rundungsfehler nach dem Komma mal geflissentlich übersehen. Jetzt habe ich das auch mal für andere Lebensmittel durchgerechnet und in Relation zum Hähnchenfleisch gesetzt. Nur exemplarisch mal ein paar Beispiele, wie dazu andere Lebensmittel stehen. Bei Tiefkühlpommes kostet die Kilokalorie ungefähr die Hälfte, das gleiche bei Brot: Vollkornbrot, Schwarzbrot oder Laugenstangen liegen preislich gleich wie Pommes. Schweineschnitzel und Rotkohl sind pro kcal doppelt so teuer, Veggieburger oder Äpfel viermal teurer als ein Hähnchen. Tomaten haben den 8,6 –fachen Preis. Den Spitzenplatz nehmen Paprika ein. 12mal mehr als Hähnchen, weil Paprika pro kg nur 210 kcal enthalten und relativ teuer sind. Ihr glaubt das nicht? Hier könnt ihr die Rechnung …

Willi’s Methan-Monster

Auch Schafe sind Wiederkäuer, wie Kühe, Antilopen, Giraffen und Elche. Und rülpsen Methan. Methan ist auch im menschlichen Pups. Konsequenz? Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren