Jahr: 2015

Getreide Wachstum – Hoffnung auf Regen

Willi macht sich Sorgen um seinen Weizen. Im Mai hat es kaum geregnet und jetzt beginnt die wichtigste Phase: Die Körner müssen gefüllt werden, damit es einen Ertrag gibt. Bisher steht auf dem Feld nur Stroh. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Blühstreifen

Willi zeigt einen Blühstreifen auf dem Acker Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Fleischbeschau und Eiertanz – Sieben Schritte zum perfekten Verbraucher!

Wer möchte das nicht? Bewusst einkaufen und dabei alles erfolgreich beachten, auf das man eben Wert legt: Regionale und saisonale Produkte wegen der CO2-Bilanz und zur Förderung der ansässigen Landwirtschaft. Bio, damit man sich und seine Familie nicht mit Schadstoffen vergiftet. Lieber ein paar Euro mehr ausgeben, damit das den Tieren und den Erzeugern zu Gute kommt. Achtung, der folgende Text von Alex enthält Ironie. Sollten Sie im Zweifel sein, ob diese für Sie geeignet ist, fragen Sie bitte Ihren ortsansässigen Landwirt. 1.  Glauben Sie nur, was Sie sehen! Seien Sie kritisch und schauen Sie sich die Verpackungen der Lebensmittel genau an. Sind weidende Kühe auf dem Joghurtbecher, der Milchtüte oder gar dem Paket Hackfleisch zu 1,69 Euro abgebildet? Greifen Sie zu! Jeder weiß ja schließlich, dass Weidehaltung für Rinder das Beste und Natürlichste ist. Orientieren Sie sich an Siegeln, Logos und generell allen offiziell aussehenden, aufgedruckten Bildchen von ca. 3 x 3 cm Größe. Wird schon seine Richtigkeit haben. Wer hat denn schon Zeit, jedes Logo auswendig zu lernen? Sie müssen schließlich bewusst einkaufen! …

Im Dialog: Fragen an Felix zu Löwenstein

Felix zu Löwenstein ist Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft und Vorstandsmitglied des Forschungsinstitut für biologischen Landbau. Er ist der gleiche Jahrgang, bewirtschaftet ebenfalls einen landwirtschaftlichen Betrieb und fährt die gleiche Schleppermarke. Grund genug ihm ein paar Fragen zu stellen.   Wann und aus welchem Gründen haben Sie Ihren Betrieb auf ökologischen Landbau umgestellt? Aus recht unspektakulärem Anlass: In den Jahren 1986 bis 1992 habe ich konventionell gewirtschaftet und hatte ein zunehmendes Unbehagen im Umgang mit Stoffen, die ganz offensichtlich nicht in die freie Natur gehören. Und bei deren Verwendung man allzu oft zu unerfreulichen Kompromissen genötigt ist. Z.B. wenn man das Spritzfass nicht leer hat, der Wind stärker wird, man aber nicht aufhören kann, weil bald Regen angesagt ist und man die Spritze nicht halbvoll auf dem Hof stehen lassen will. Als ich mitbekommen habe, dass Ökolandbau anbautechnisch funktioniert und es auch eine Vermarktung gibt, habe ich ein Rechenwerk (mit Bleistift und Taschenrechner…!) erstellt, das man heute einen „businessplan“ nennen würde. Das habe ich einem Professor in Bad Kreuznach vorgelegt, von dem ich wusste, dass …

Im Dialog: Heute mit Tanja Busse

Tanja Busse hat das Buch „Die Wegwerfkuh“ geschrieben, das für viel Diskussionsstoff sorgt. Die Öffentlichkeit ist erschreckt, viele Landwirte hingegen fühlen sich angegriffen. Konfrontation bringt niemanden weiter. Wir wollen Dialog. Deshalb hat Willi an Tanja einige Fragen gestellt. Bilden Sie sich selbst eine Meinung und diskutieren Sie mit.   Willi: Tanja, Du kommst von einem Bauernhof. Was war der Grund, ein Buch mit einem solchen Titel zu schreiben? Tanja: In einem Vortrag hatte ich gehört, dass die durchschnittliche Nutzungsdauer von Milchkühen deutlich unter drei Jahren liegt – und das hat mich umgehauen. Ich bin ja in den siebziger Jahren auf einem Hof mit Milchkühen aufgewachsen, daher kenne ich das enge Verhältnis der Milchbauern und -bäuerinnen zu ihren Kühen. Ich wollte rausfinden, wie es dazu kommen konnte, dass ausgerechnet Kühe so früh vom Hof gehen – und warum? Da investieren die Landwirte in moderne Boxenlaufställe mit viel Licht und Platz und züchten wertvolle, leistungsfähige Tiere, die gigantische Milchleistungen bringen – und dann kollabieren die Kühe und werden mit vier oder fünf Jahren zum Schlachten geschickt? Wo …

Aldi und die Milch-Antwort

Manche Leser waren „entsetzt“, dass Bauer Willi zu einem „Bettelbrief“ an Aldi aufruft. Doch wir wollen Dialog, haben wir uns auf die Fahnen geschrieben. Und so ist eine persönliche EMail an Aldi auch eine Form der Kommunikation zwischen Verbrauchern und dem Handel – außerhalb von kaufen oder nicht kaufen. Aldi und Co sollten wissen, wie wir und andere darüber denken. Also müssen wir es ihnen sagen. Die große Resonanz des Aufrufs hat uns jedenfalls bestätigt, dass hier viel „Emotion“ liegt. So wie viele andere hat Willi natürlich auch eine EMail an Aldi gesendet. Erstaunlich ist schon, dass jede EMail per Ticketsystem verarbeitet wird. Auch wenn es ein Standardtext ist. Es ist trotzdem eine persönliche Antwort. Wir sehen dadurch auch, wie wichtig einem Giganten wie Aldi sogar die Einzelkommunikation mit Verbrauchern ist. Da kann man durchaus was lernen. Darum veröffentlichen wir die Kommunikation von „Verbraucher Willi“ mit Aldi, damit jeder sich selbst ein Bild darüber machen kann. Es bleiben die Zweifel, was diese Preissenkung wirklich bringt? Ausser der Ansage, dass alle die Preise senken. Willi schrieb …

Zwei mal Alpauftrieb

Im Mai und Juni werden im Oberallgäu die Tiere auf die Alpweiden gebracht. Je höher diese Alpen liegen, desto später werden diese Weiden „beschlagen“. Ich zeige Euch hier zwei unterschiedliche Varianten, wie das so zugeht im Oberallgäu. Variante 1: Traditionell und sogar romantisch: Der typische Alpauftrieb. Die Kühe ziehen mit festlichem „Gschealt“ auf die Alp. Diese Variante findet man fast nicht mehr. Aber dieser Bauer zieht zwei mal im Jahr mit seiner gesamten Kuhherde an meinem Hof vorbei. Seine Kühe laufen dabei jedesmal 14 km. Von Wertach bis nach Immenstadt. Und im Herbst wieder zurück. Ein tolles Schauspiel: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren   Variante 2: Modern und nicht mehr so romantisch: Transport der Tiere mit Traktor und Viehwagen. Dast ist die heute übliche Variante. Ich zeige Euch hier den Alpauftrieb, oder sagen wir besser die Alpauffahrt zu meiner eigenen kleinen …

Brillenschaf? Villnöss!

Ich bin ja im Urlaub. Eigentlich wollte ich nichts schreiben, aber was ich am Samstag gehört habe, war so positiv, dass ich das einfach mal in die Tastatur hämmern musste. Es ist das absolute Gegenmodell zu Aldi. Es zeigt, wie Landwirte einen Markt entwickelt haben und ihnen heute ein Einkommen ermöglicht, das unabhängig von großen Lebensmittelketten funktioniert. Es geht um das Villnösser Brillenschaf. Hatte ich vorher noch nie von gehört, aber die laufen ja bekanntlich rund um unsere Ferienwohnung. Was ich auch nicht wusste, dass diese Rasse beinahe ausgestorben wäre. 1998 gab es noch 200 Tiere. Bis ein paar engagierte Menschen auf die Idee kamen, das Aussterben zu verhindern. Einer davon war Günther, der Zuchtwart für die Region zwischen Bozen und Brenner (ich hoffe, das stimmt so) Günther ist aber nicht nur Zuchtwart, sondern auch ein Typ. Anfang 40, Bart, wettergegerbte Haut, Frauentyp. Und kann einem einen Knopf an die Backe reden. Nicht aufdringlich sondern überzeugend. Einen eigenen Webauftritt hat er natürlich auch http://www.villnoesser-brillenschaf.eu/ Drei Bauern gab es 1998 noch, die diese Rasse hielten. Heute …

Aldi und die Milch – Ein Aufruf zum handeln

Aldi Süd schreibt auf seiner Homepage, dass das Unternehmen sich für Nachhaltigkeit und Tierschutz einsetzt und senkt gleichzeitig ohne erkennbaren Grund die Erzeugerpreise für Milch. Verstehen Sie das? Ich nicht. Tatsache ist auch, dass für die Initiative Tierwohl, an der sich Aldi beteiligt, nicht genügend Geld zusammenkommt. Ein großer Teil der Landwirte bleibt -zumindest vorerst – auf den Kosten sitzen. Und Aldi zahlt weniger für die Milch. Finden Sie das gerecht? Wenn Sie ein Verbraucher sind, der nicht versteht, warum der Landwirt jetzt 4 Cent pro Liter weniger für seine Milch bekommt als noch im April, der möchte, dass der Landwirt für mehr Tierwohl einen finanziellen Spielraum bekommt dann schreiben Sie eine Mail an Aldi: mail@aldi-sued.de oder impressum@aldi-nord.de Ein Textvorschlag: Ich bin ein verantwortungsvoller Verbraucher und bitte Sie: Nehmen Sie die Preissenkungen bei Milchprodukten wieder zurück und zahlen Sie den Landwirten einen fairen Preis. Sorgen Sie für eine solide Finanzierung der Initiative Tierwohl, die die Landwirte nicht auf ihren Kosten sitzen lässt. Noch mehr Tierschutz gibt’s nicht zum Nulltarif. Schicken Sie diesen Aufruf auch an …