Ihr könnt jetzt gerne von mir behaupten, dass ich ein schlechter Landwirt wäre. Damit muss ich leben. Aber in einigen Parzellen – nicht in allen – hat die Unkrautbekämpfung nicht richtig funktioniert. Normalerweise sorgen bestimmte Wirkstoffe dafür, dass keimende Unkräuter absterben und sich nicht zu Pflanzen entwickeln können. Das funktioniert aber nur, wenn der Boden feucht ist. Da wir seit über 6 Wochen keinen nennenswerten Regen bekommen haben (ich berichtete darüber bei der letzten Feldbegehung) ist der Boden so trocken, dass die erwünschte Wirkung ausgeblieben ist und nun doch Unkräuter (vor allem Melde-Plfanzen) aufgelaufen sind. Eine Flächenspritzung macht keinen Sinn, da die Rübenblätter einen Teil des Bodens (und damit auch der Unkräuter) beschatten. Ein netter Berufskollege von mir hat ein Unterblattspritzgerät und hat sich freundlicherweise bereit erklärt, diese Notmaßnahme jetzt für mich durchzuführen. In zwei Wochen wissen wir, was es gebracht hat. Alle Unkräuter werden wir damit jedenfalls nicht „erwischt“ haben und es bleibt noch genug Arbeit, den Rest von Hand mit „Holz und Eisen“ (= Handhacke) zu entfernen. Die letzte Unterblattspritzung in unserem Betrieb …