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Verbraucher sind erzogen worden…

„Die Verbraucher sind zu Schnäppchenjägern erzogen worden!“ sagte Bernhard Burdick von der Verbraucherzentrale NRW.
Ausschnitt aus der Podiumsdiskussion beim BranchenDialog Fleisch und Wurst.

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13 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Die Deutschen sind nicht so erzogen worden , sondern können in der Masse nicht rechnen oder mit Geld umgehen. Über Geld spricht man nicht ? so geht das hier. Die Masse der Mitmenschen hat überhaupt keinen Plan wie man mit Geld umgeht. Fast 100 % Leasingautos und fast 50% wohnen im Mietverhältnis. Unsere Mitmenschen wollen immer sehr schlau sein , aber der Urlaub wird zu einem hohen Maß auf pump gemacht. Dann wird im Urlaub mächtig gegenüber unseren Menschen in den Nachbarländern auf den Putz gehauen. Die machen auch nicht soviel Urlaub wie wir hier in Deutschland , haben aber z.B. in GB, Spanien usw. ein eigenes Haus !! Deshalb lassen sich dort auch einfacher Krisen überstehen.
    Die Deutschen haben sich trotz guter Einkommen in der Masse selbst entkapitalisiert. Verzicht ist nicht angesagt. Alle Notlagen muß der Staat regeln. Dabei sind doch immer alle so clever !? Ein dicker Wagen vor der Tür sagt noch nichts über wirklichen Wohlstand aus. Aber wie sagt man so schön : Wenn man als lediger junger Mensch ein zu teures Auto, Handy, zu teure Wohnung und zu teure Hobbies/Urlaub hat , kommt man zu nichts im Leben. Gerade in dieser Phase ist sparen für die Zukunft angesagt. Mit späterer Familie usw. wird das nachher nichts mehr.

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    • Paulus sagt

      Da darf ich dir energisch widersprechen. In meiner engsten Verwandtschaft gibt es eine Juristin die mit 31 Jahren an einem bedeutenden Gericht in Karlsruhe tätig ist. Ihr Lebensgefährte ist Postdoc an einem Institut der Uni Karlsruhe. Das Dumme ist, dass sich beide nur von Zeitvertrag zu Zeitvertrag hangeln.
      Glaubst Du im Ernst, die könnten so etwas wie eine Familienplanung in Angriff nehmen oder gar ein Wohnungs- oder Hauseigentum erwerben? Ein Auto auf Leasingbasis fahren die schon gar nicht. Entgegen deiner Auffassung können die rechnen!
      Der Knüppel wird auch die treffen, deren Renten mangels Einzahlung irgendwann dramatisch dahin schmelzen.
      Ich kann von Arbeitsverhältnissen hochbegabter junger Ingenieure berichten, die lediglich für ein Projekt hinzugezogen werden und anschließend wieder auf der Straße stehen.
      Ne mein Freund, mit diesem scheiß Neoliberalismus bedienen wir allein das Kapital, kommen in gesellschaftlicher Sicht aber garantiert nicht weiter.
      Auch wenn der Geist dieser Erscheinung von einem Betreiber dieses Blogs favorisiert wird. Und nein, ich bin nun wirklich kein Linker.

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      • AdT sagt

        Wiss. Mitarbeiter und Assistenten von Karlsruher Richtern sind vielleicht nicht das beste Negativbeispiel. Die können sofort gut in der Privatwirtschaft verdienen oder einen sicheren Beamtenjob bekommen. Die formale Qualifikation ist vorhanden. Entgegen manchem Klischeedenken schließt diese auch weder blonde Haare noch allgemeine Überlebensfähigkeit aus.

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      • bauerhans sagt

        meine tochter ist journalistin und betreut hier die gemeinde für eine tageszeitung,die einer grossen volkspartei gehört, auf provisionsbasis als freie mitarbeiterin.
        sie arbeitet auch für eine städtische behörde in der öffentlichkeitsarbeit und für verschiedene indivdualreiseveranstalter.
        mittlerweile ist sie auf den geschmack gekommen,selbständig tätig zu sein,weil sie frei und ungebunden ist.
        bezüglich der pachtung des hofes sind wir im gespräch.
        alle ihre beruflichen kontakte hat sie über selbst erstellte videos auf facebook erreicht.

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  2. Thea S sagt

    Immer wieder gibt es Tests, die Qualität und Preis untersuchen. Nicht immer gewinnt das teure Produkt, es kann sogar im gleichen Betrieb aus den gleichen Grundstoffen hergestellt werden. Das reicht von Joghurt über Dosenfisch bis zu Poloshirts. Wenn man BEI GLEICHER QUALITÄT nicht zum billigeren Produkt greift, will man entweder aus sozialen oder Überzeugungsgründen spezifische Anbieter unterstützen, so reich, daß einem das Geld egal ist, oder bekloppt. Also, erst Qualität prüfen, dann für’s nächste Mal entscheiden. Ob man sich beim ersten Mal am Preis, der Aufmachung oder der Werbung orientiert ist eigentlich egal.

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  3. rebecca sagt

    Der Verbraucher will es romantisch, bzw „vielleicht weil man sie dazu erzogen hat“

    Klar doch. Die Mehrheit normal fühlender und denkender Mensch findet geil wenn Tiere und Menschen im Sinn der Profitmaximierung gequält und misshandelt werden.
    Tote verletzte Tiere, Quälereien, Misshandlungen finden alle toll.

    Wer sich für Verbesserungen einsetzt oder die will wurde vermutlich „erzogen“.

    Bestimmt von den bösen NGO, die sowieso für alles schlechte verantwortlich sind. Oder gar von Putin oder Außerirdischen. Andernfalls würde sicher eine Mehrheit tote, verletzte und gequälte Tiere, Mitarbeiter die Ferkel auf dem Boden totschlagen, Hennen ohne Federn und andere wie sie gelegentlich in dieversen Filmen zu sehen sind toll finden.

    Warum hat keiner erwähnt dass das quälen von Tieren in Massentierhaltung positiv ist weil die es mit dem schlachten überstanden haben? Und dann sicher freudig warten bis sie an der Reihe sind um dem Elend zu entkommen? Glückliche artgerecht und gut gehaltene Tiere freuen sich logischerweise weniger darauf ihr Dasein als Wurst oder Steak zu beenden.

    Das ist doch eine logische Weiterführung des Geschwätzes was im Video geboten wurde.

    Eine Marketinglücke. Statt der stockenden Aktion Tierwohl, Aktion Tierleid für übers schlachten glückliche Tiere.

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    • Sabine sagt

      Apropos glückliche Tiere. Ich kann Landwirte, gerade die Tierhalter unter ihnen, immer besser verstehen, wenn Sie reserviert auf die Forderungen auf nach mehr Offenheit und mehr Tierwohl reagieren. Anfang des Jahres hat eine einst hochgelobte Bio-Schäferin aufgehört, weil ihr auf Landschaftsschutz und Tierwohl ausgerichtete Schäferei von den Gemeinden und „besorgten Bürgern“ in die Pleite getrieben wurde. Gemeinden und Land hielten schlicht Gelder zurück und erhöhten gleichzeitig Auflagen, ständig stand das Vet-Amt auf der Matte, weil es Anzeigen aus der „Bevölkerung“ hagelte, weil die Tiere mal im Regen standen oder so traurig guckten. Das hat sie auf die Dauer einfach nervlich und finanziell nicht durchgehalten.
      Und ich staun nicht schlecht, was auf die Familie Mörixmann zugerollt ist, nachdem Sie ihren Betrieb für einen TV-Sender geöffnet hat. Jetzt müssen die sich mit Tierliebhabern rumschlagen, die ihre Angestellten beschimpfen und damit drohen in die Ställe einbrechen und die Tiere „zu befreien“.
      Bei Nebenerwerblern, die viel Geld in Hühnermobile und Vor-Ort-Vermarktung investieren, werden Eier-Klappen aufgebrochen und zum Schutz der Tiere aufgestellte E-Zäune zerstört. Die Polizei zuckt mit den Schultern, weil Eier-Diebe zu ermitteln wohl das Letzte auf ihrer Prioritätenliste ist. Was andere Beamten allerdings nicht davon abhält, genau bei diesen Betrieben auf der Matte zu stehen, um die Stallpflicht und Hygienevorschriften zu überprüfen.
      Einer der wenigen verbliebenen Milchbetriebe hier, der sich ein zweites Standbein im Direktvertrieb aufgebaut hat, kämpft seit Jahren mit den Behörden, die immer neue Verstöße (er)findet. Da wird dann eine Milchflasche aus der Kühlung genommen, ne halbe Stunde in die Sonne gestellt, bevor die beprobt wird. Dann gefällt der Schrifttyp auf dem Etikett plötzlich nicht mehr oder das Mindeshaltbarkeitsdatum – was ja eigentlich eh abgeschafft werden soll- klebt nicht fest genug an der Flasche. Auch der hat inzwischen Kameras im Stall, weil er ungebetenen Besuch außerhalb der Öffnungszeiten hatte. Allerdings hatten die sich wohl in die Laufbox mit der hauseigenen männlichen Nachzucht verirrt und sind schneller wieder raus, wie rein. Ein Schelm….

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  4. Paulus sagt

    Wenn sich bei Bio- oder regional erzeugten Produkten kein nachweisbarer/messbarer Mehrwert erkennen lässt, gibt es keinen erkennbaren Grund diese bevorzugt zu kaufen.
    Mit subjektiven sensorischen Wahrnehmungen darf mir, außer bei ganz wenigen Fleischprodukten keiner kommen. Die günstigen Futtermöhren die wir manchmal für unsere Viecher kaufen schmecken nicht anders als die hochpreisigen aus einem Biomarkt.
    Was immer wieder unangenehm auffällt ist der ominöse Begriff „der Verbraucher“. Warum nur fällt es den Bauern so schwer sich auch selbst mal dazu zu zählen?
    Das Geschwafel eines Vetreters der Verbraucherzentrale NRW interessiert mich nur peripher.

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    • Inga sagt

      Die Bauern zählen sich doch auch dazu!
      Wie kommst du darauf, dass nicht?

      Seid meine Oma keine Milchprodukte mehr selber macht, müssen wir diese auch kaufen.
      das geht auch mit anderen Produkten so!

      Deswegen muß ja ein Bauernhof ein Familieneinkommen erwirtschaften!
      Die Bauernkinder wollen auch Markenklamotten!

      Bei der Diskussion um die Milch ertappten wir viehlose Ackerbauern uns dabei, dass wkir auch Milch aus den LEH konsumieren! Also an die eigene Nase fassen!

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    • rebecca sagt

      Es gibt bei vielen Produkten keinen nachweisbaren/messbaren (materiellen/sensorischen) Mehrwert.
      Dafür einen ideellen, und hier setzt die Werbung an, die es schafft (oder nicht) dem Kunden zu suggerieren das er unbedingt ein spezielles Produkt braucht.

      Ein anderer Weg ist eben der Preis. Das ist der einfachere.

      Durch das inflationäre anwenden und propagieren von „Geiz ist geil“ haben sich viele daran gewöhnt ohne weiter nachzudenken. Massenverblödung pur. Deshalb verkauft der Erfinder des Solagans zum Beispiel viele Computer werbewirksam fast zum Einstandspreis. Das Kabel was sie für 50 Cent einkaufen dagegen für zehn Euro.

      Der ominöse Begriff Verbraucher ist wichtig um Gräben offen zu halten. Lagerdenken und Corpsgeist eignet sich vorzüglich dazu willige Lemminge zu rekrutieren die sich bestens zum durchsetzen der eigenen Interessen eignen. Ironischerweise oft genug gegen eigene Interessen und selbst wenn die Gegenseite die besseren Alternativen für die eigenen Probleme bietet. Das funktioniert seit Jahren bestens. In der Wirtschaft, im Handel, und natürlich in der Politik.

      Deshalb treten auch „Die Bauern“ in Dialog mit „Den Verbrauchern“ oder „Den Umweltschützern“. Immer schön auf „Die“ und „Uns“ verweisen. Blos nicht nachdenken.
      Willkommen in der verblödeten Republik.

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  5. Inga sagt

    Ist das nicht mal in den 1990igern zum Gesetz geworden?
    Bei Tante-Emma-Laden-Zeiten war doch noch so irgendeine Preisempfehlung (bestimmt vom Hersteller?) auf die Verpackung gedruckt, oder?

    Tante-Emma konnte es billiger machen, oder?
    Aber nicht teurer!?!

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  6. bauerhans sagt

    jeder mensch ist nunmal durch und durch emotional/egoistisch,die persönliche hemmschwelle,die schamgrenze sind immer weiter gefallen.
    früher im „tante emma laden“ hat sich keiner getraut, den preis zu verhandeln,heute
    ist immer die erste frage:“was ist letzta preis!“.

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    • Inga sagt

      Wir haben Ende der 60iger in der Schule über Webung und Massenmedien gesprochen und wie unserer Meinung beeinflusst!

      Wir sind doch darüber aufgeklärt worden, oder?

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