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Einer muss es ja machen…

Ausschnitt aus der Podiumsdiskussion beim BranchenDialog Fleisch und Wurst.
Hier: Statement von Martin Russ, Qualivo, zum Thema Tiertransporte. Wer will das heute noch machen? Aber einer muss es ja machen…

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14 Kommentare

  1. bauerhans sagt

    beate jessel vom bfn (bundesamt für naturschutz) schimpft heute auch in der presse über die landwirtschaft,dass diese für den rückgang der artenvielfalt verantwortlich sei.
    alles wahlkampf.

  2. Stadtmensch sagt

    Ich weiß es aus den Medien, ich weiß es von Bauern: die Viehtransporte in die Zentralen der Fleischverarbeitung können nicht lang genug sein. Daran verdienen Logistikunternehmen und “Fleischbarone”. In den Schlachtfabriken malochen Menschen unter teilweise unwürdigsten Bedingungen. Dann haben wir da die Fehlbetäubungrate und die “niederen Dienstgrade”, die aus Langeweile oder sadistischer Veranlagung oder aus Abstumpfung ihren Delinquenten nochmal so richtig die Hölle heiß machen. Nee, fürs Schweinesystem gibts keine Anerkennung. Da können sich die Herren noch so lange hinstellen und behaupten, alles sei in feinster Ordnung und nur der infantile manipulierte Mainstream hat hier grundlos zu nörgeln…
    Von mir aus können wir ruhig zurück zur dezentralen Verteilung und Logistik. Da kann man auch feine Technik einsetzen (entsprechend runterskaliert). Vorteil: weniger Leid, weniger Profit nur für Wenige, weniger Gülle- und Viehtransporte, mehr Beschäftigung durch Wegfall der Monopole. Wirtschaft ist für die Menschen da und nicht für die Ökonomie. Das “alte Modell” hat funktioniert, das neue ist unerträglich.

    • bauerhans sagt

      viehtransporte sind begrenzt,hier wohl längstens 2 std.
      die veterinäre sanktionieren die fahrer,wenns schief läuft.
      die malochen nicht unter unwürdigen bedingungen,es gab wohl bei der unterbringung unwürdige bedingungen,die aber mittlerweile vom ordnungsamt kontrolliert wird.
      die rumänen stehen schlange,um den job zu machen.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      >>Ich weiß es aus den Medien, ich weiß es von Bauern: die Viehtransporte in die Zentralen der Fleischverarbeitung können nicht lang genug sein.<<

      Nur mal ein Fall aus meiner Heimat.

      In Offenburg fällt das Schlachthaus der Stadtsanierung zu Opfer, keiner ist bereit die Kosten eines Neubaues zu finanzieren.

      Nach der Schließung müssen die Bauern ihre Tiere weitere 35 Km nach Bühl/Baden fahren. Die Tiere, die in Offenburg für Edeka geschlachtet wurden, kommen zum Schlachthof Crailsheim.

      Das Problem für mich ist, wie kann man die Bauern in den Schwarzwaldtälern um Offenburg dafür verantwortlich machen?

  3. Paulus sagt

    Der Redebeitrag von Martin Russ ist rein akustisch nahezu unverständlich. Mir bleibt verborgen was er zum Ausdruck bringen will. Ist er Vertreter eines Logistikunternehmens für Viehtransporte? Vielleicht kann Alois es allgemeinverständlich ausdrücken.

    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Paulus, ja, es geht wohl um Viehtransporte. Es geht ihm darum, dass nahezu alle Beteiligten der Fleischerzeugung unter dem schlechten Image leiden. Auch die Viehtransporteure, die zwar alle für die Erzeugung eines hochwertigen Lebensmittel notwendig seien. Letztlich aber keine Anerkennung mehr dafür erhalten würden.

      • Lieschen Müller sagt

        Wenn Viehtransport heute aber bedeutet, dass Schweine den ganzen Tag über die Autobahn gekarrt werden, worin liegt denn da das Anerkennungswürdige? In der Logistik? In der spitzfindigen Ökonomie? In der Tatsache, dass jemand einen LKW lenken kann?
        Bekommen denn andere Berufe gesellschaftliche Anerkennung?

        • Alois Wohlfahrt sagt

          >worin liegt denn da das Anerkennungswürdige?
          Wäre es denn “anerkennungswürdiger”, wenn er nicht über die Autobahn fahren würde? Oder wäre es “anderkennungswürdiger”, wenn er die Tiere nur spazieren fahren würde?
          Der Fahrer hat es sicher nicht zu verantworten, dass es immer weniger Schlachthöfe gibt, wodurch zwangsläufig weitere Strecken gefahren werden müssen.
          Ich weiss auch nicht, ob andere Berufe mehr Anerkennung bekommen. Aber scheinbar ist es ein Thema in der Fleischbranche, weil er ja provokant an die Gäste sagt: “Von ihnen würde keiner diesen Job machen wollen…”

          • Lieschen Müller sagt

            Ja, es wäre besser, wenn der Schlachthof ein paar Minuten entfernt wäre., und nein, würde er die Schweine spazierenfahren, wäre das nicht besser. Würde er die Schweine zum Schlachthof laufen lassen, wäre das viel besser! Würde wieder voraussetzten, dass die Entfernung nicht so groß ist. Würde viel Diesel sparen. Ein Fahrer ist bloß ein Fahrer, er kann sicher nichts für die Umstände. Mir tun die Rumänen schon leid, die wegen solcher “Jobs” ihre Heimat und Familien verlassen müssen. Altenpfleger ist auch so eine Art von Job, die gemacht werden muss, aber keiner will es.

  4. Lieschen Müller sagt

    Teilweise unverständlicher Dialekt. Der Vergleich mit dem Fußball hinkt. Da geht es nämlich um nichts. Bei der Landwirtschaft geht es irgendwie um unsere Zukunft.

    • Josef sagt

      Der Vergleich mit den 80 Mio Bundestrainern ist inzwischen auch ein Kalauer geworden. Es geht bei Landwirtschaft um Bodenfruchtbarkeit, Grundwasser und Klima. Aber auch die vielzitierten 80 Millionen, die keine Ahnung haben, sollen einheimische Lebensmittel kaufen, Steuermittel für Subventionen zahlen und in der Landschaft eben, die wir ihnen und ihren Kindern hinterlassen. Wäre es besser, die Leute würden sich nicht dafür interessieren ?

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Gestern war ein Bericht in der Tagespresse, dass die Streuobstwiesen verstärkt unter Druck stehen, mit dem üblichen Bla, bla über die Landwirtschaft.

        Dies sollten wir mal stärker beleuchten.

        Früher gab es mal Bauern, meistens im Nebenerwerb, die die Streuobstwiesen pflegte, die Äpfel verwerten, zum Teil wurden sie verkauft, zum Teil über den Brennkessel verwertet. Ab 2018 muss man das Produkt auf den freien Markt verkaufen.

        Die Erben dieser Streuobstwiesen liesen sie von ihren Eltern bewirtschaften, nachdem die Eltern nicht mehr “Allradfähig” waren, hatten sie einen Klotz am Bein, für die 3,50 Euro 2014 und den 8,50 Euro 2016 je 100 Kg waren die nicht mehr bereit, ihre Freizeit für den Streuobstbau zu opfern.

        Wenn dann ein Landwirt bereit war, das Gelände zu Pachten, das war ein Glücksfall für den Grundstücksbesitzer und ab den Zeitpunkt hatte man den Missetäter des Abgesangs des Streuobstbaues gefunden,
        den pachteten Landwirt,
        oder sind sie einer anderen Meinung?

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