95 Kommentare

  1. Andreas Müller sagt

    Zu dem Wortbeitrag von Bauer Willi zum Thema: „Biolandwirtschaft kämpft gegen die Natur“ habe ich eine andere Meinung:

    Aus der Landwirtschaft entstandene Diversität

    Weiden und Wiesen DIENTEN in Europa und auch anderswo stets der Erzeugung von Milch und Fleisch – für den Menschen eine wichtige Ergänzung zur pflanzenbasierten Ernährung. Die Weide- und Wiesenwirtschaft WAR mehr auf Qualität als auf Quantität ausgerichtet. Auf diesen Flächen GELANGTE z.B. grundsätzlich weniger Dünger auf und in die Böden. Gerade auf den für die Tierproduktion genutzten Flächen KONNTE sich daher eine große Vielfalt von Pflanzen und Tieren entwickeln, die die Landschaft bereicherte. Allen voran sind hierbei in Mitteleuropa unter trocken-warmen Bedingungen die so genannten Halbtrockenrasen hervorzuheben, während unter kühl-feuchten Verhältnissen beispielsweise so genannte „Streuwiesen“ sich durch eine geradezu strotzende Biodiversität auszeichn(ET)en.

    http://www.ufz.de/index.php?de=36053

    Die konventionelle LWS schaffte es, das dies der Vergangenheit angehört…

    1+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wenn die Dame sich so schlecht fühlt, darf sie sich nicht zu einem Propaganda- Film hergeben.

      Selbst geschlachtet habe ich nur Hühner, zuerst für meine Mutter, dann für meine Schwiegermutter und dann meine eigenen. Ich weiß, manche können das nicht, die Essen dann Chicken McNuggets, wie Bauer Willi mal meinte.

      Früher, das war da wo bei den meisten der Magen knurrte, da wurden 2 Sauen geschlachtet, das Kesselfleisch, das war klasse, jetzt bekomme ich direkt einen Heißhunger, wenn ich daran denke. Mal schauen, ob das Schnitzel schon durchgebraten ist. 🙂

      1+
    • bauerhans sagt

      hat sie überhaupt einen befähigungsnachweis?
      wer öffentlich schlachtet,muss dazu vom vetamt geprüft sein!

      0
    • Ich seh das so sagt

      Ein Kommentator hat hier mal einen sehr wichtigen Satz geschrieben: „Wir haben Massentierhaltung weil die Massen keine Tiere mehr halten.“ Bis zu den sogenannten „Wirtschaftswunderjahren“ in den 1950er bis Anfang 1970er Jahren war es zumindest am Land üblich, daß viele ein paar Hühner, ein paar Schafe oder Schweine und vielleicht sogar noch eine Kuh sich hielten. Eine Katze und einen Hund meist sowieso.

      So hatte man automatisch auch von Kindesbeinen an einen Zugang zu Geburt und Tod, zur Haltung und Pflege von Nutz- und Haustieren. Durch das Eingebunden sein in diese Lebensvorgänge (Blut bei der Geburt eines Tieres, Nachgeburt, Kot, oder eben bei der Schlachtung Blut, Gedärme, Innereien) lernte man den Wert des Tieres für das eigene Leben zu schätzen. Vor allem aber, weil man sich bewußt wurde, daß ein Tier einem durch sein Leben und nach seinen Sterben alles für das eigenen Leben zur Verfügung stellt und Verwertung finden kann.

      Dieser Respekt und diese Werthaltung ist durch die völlige Auslagerung von Leben und Sterben, von Haltung und Pflege total verloren gegangen. Nicht anders ist es auch erklärbar, daß heute außer den Fleisch-Edelteilen alles andere gleichsam keinen Wert mehr hat in der McDonalds- oder Tiefkühlküchen-Welt.

      Wenn man das nun – wie im Filmbeitrag – wieder mal selbst erlebt, schafft das sehr schnell und sehr intensiv nachhaltige Erfahrungen und Bewußtsein – gerade für das was wir essen. Ich wage zu behaupten, wenn die junge Dame bei dem Bauern öfter an den Schlachttagen mit und bei ist, wird ihr dies Verbindung zum Leben und zum Sterben selbstverständlicher. Und vielleicht auch wertvoller.

      4+
      • Ich seh das so sagt

        In dem Zusammenhang sehenswert der Film „DIE WAND“ nach dem Roman von Marlen Haushofer. https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Wand_(Film)

        Vor allem darin die Frage: wie lebe ich, wenn ich das Brachiale, das angeblich Unschöne, oder auch einfach das wofür ich mir (als ach so zivilisierter Mensch zu gut bin) nicht mehr an andere delegieren kann oder mich mit „Aus den Augen aus dem Sinn“ drüberschwindeln kann.

        0
  2. AdT sagt

    Es fehlt ein Gefühl für kleine und große Zahlen. Es hilft, sich die Mengen vorstellbar zu machen, wie das der Ehemalige Lanwirt unten gut gemacht hat.

    Ich habe mal den Test im Bekanntenkreis gemacht mit einem Beispiel des BfR-Präsidenten: (obwohl ich so was nervig finde): 1 Mio EUR in 500-EUR-Scheinen ergibt einen Srapel von 20 cm Höhe (mit der Hand zeigen). So, und jetzt ganz spontan und ohne rechnen antworten: Wie hoch ist der Stapel bei 1 Milliarde?

    Ob BWLerin, Juristen und Ingenieure, die alle wohl täglich zumindest die Grundrechenarten (Juristen) anwenden: Sie zeigten spontan nur etwa 1 m an. Einer sagte: doppelt so hoch. Natürlich wusste jeder, wie viele Millionen in einer Millarde stecken. Wurde auch sogleich hinterhergeschoben. Aber dazu muss man erst kurz bewusst denken. Entsprechend ist es mit kleinen Zahlen (Milligramm und Mikrogramm).

    0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Da ich trotz Fleischgenusses bei der Hitze das Kopfrechnen etwas nachlässt, benutze ich manchmal Tante Goggle zur Unterstützung.

      Der Versuch mich lächerlich zu machen, kommt bei manchen ihresgleichen sicherlich gut an, das habe ich als Sohn eines Landwirtes schon erlebt, da gab es ein Mitschüler, der war der Meinung, eine 5 im Rechnen (damals nannte man Mathe noch als Rechnen) wäre eine bessere Note als die Meinige.

      0
      • AdT sagt

        Lächerlich machen?
        Meinesgleichen? Mann, Autofahrer, Radfahrer, Vegetarier, FDP-Mitglied, was meinen Sie?

        Egal, wenigstens hatten Sie mit Ihrem Rechenbeispiel einen klaren Moment, das fand ich nämlich tatsächlich gut, vom Prinzip her jedenfalls. Ich habe es aber nur überflogen, vielleicht ist es auch nur wieder der von Ihnen gewohnte ressentimentgeladene Murks, Sie Opfer qua Landwirt.

        0
        • AdT sagt

          Landwirtsenkel und Bauernfreund bin ich übrigens u.a. auch. Es gibt ja auch Freundschaft zwischen Schalkern und Borussen, zwischen politischen Gegnern und zwischen gegnerischen Anwälten. Bei Rosamunde Pilcher ist es gleich eine Liebesgeschichte, aber nur am Ende, weil es ja eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist. Konventionell erzeugtes Fleisch und Obst kommt dort aber niemals auf den fein gedeckten Tisch. Nicht am Anfang, nicht am knisternden Ende.

          0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Sie irren, ich fühle mich nicht als Opfer als Landwirt.
          Im landwirtschaftlichen Bereich habe ich mich sofort auf Wein, Zwetschgen und Brennkirschen konzentriert, als dies finanziell nicht mehr so lief, habe ich eine zweite Einkommensquelle gefunden, die recht gut lief, über die ich nicht sprechen will.(Nein, es war kein Hofladen)
          In weiser Voraussicht ist meine Frau im ÖD als Altenpflegerin geblieben, der Verdienst hält sich in Grenzen, ist immer noch lukrativer als die Haltung von Kühen.

          Dass es nur noch ein Hobbybetrieb gibt, ist meinen Söhnen geschuldet, die hielten sich zu dumm um in die Landwirtschaft einzusteigen, der eine meinte Diplominformatiker wäre das richtige für ihn, der jüngste meint ein Physikstudium wäre auch für eine Sohn eines Landwirtes zu schaffen.

          0
      • Diesen Kommentar hatte ich tatsächlich als ehrliche Anerkennung empfunden.

        Heute haben Landwirte längst ein gutes Ansehen, wenn man den oft zitierten Umfragen glauben mag. Ich sehe keinen Grund, warum es anders sein sollte. (Unabhängig von Kritiken und Diskussionen.)

        Meiner Meinung nach werden einige Diskussionen um Giftstoffe durch „Aufbrezelung“ der Medien schnell in einem, ich möchte fast sagen, hysterischen Unterton geführt.

        Die Nachricht über die „Trinkwasserverteuerung“ ist ein solches Beispiel.

        Dadurch wird beispielsweise auch der Irrtum gefördert „Bio = gesund“. Dabei steht hinter der Bio-Philosophie etwas anderes.

        Dennoch muss diese Diskussion geführt werden, weil es sicher auch „Problemzonen“ gibt und Landwirte selbst ein Interesse haben, den „Laden“ im Ansehen sauber zu halten.

        Vielleicht wären einige Auflagen nicht mehr so zwingend, wenn nicht vermutlich durch Gewerbesteuern korrumpiert einige überdimensionierte Mastställe zugelassen wären. Eine regional gesteuerte Betriebsgrößen- und Anzahlbegrenzung entsprechend der Umweltverträglichkeit könnte doch möglich sein. (-Oder gibt es das schon und funktioniert nur nicht richtig?) Für Auflagen benötigt man sicher auch entsprechende Messgrößen.

        Wir brauchen echte Transparenz – idealer Weise auf einem kurzen Weg.

        Deshalb sind auch Landwirte gefragt, weil sie einen praktischen Umgang damit haben und berichten können, was wirklich in der Produktion geschieht.

        2+
    • Zenzi sagt

      @AdT „1 Milliarde“: Oje, da hab ich jetzt Probleme mit den Nullen: 200 meter hoch? Spontan hätte ich ja gesagt: Haushoch (20 m). Ich hatte aber auch nur „Rechnen“ wie der Ehemalige… (Mist wo ist der Taschenrechner..?)

      0
    • Ich seh das so sagt

      Eigentlich aber doch traurig, wenn selbst jedes Gefühl für Größenordnungen abhanden gekommen ist. Stellen sie sich vor die BWLerin sagt ihrem Vorstand wir verdoppeln den Gewinn von 1 Mio auf 1 Mrd., der Jurist klagt jemanden lieber gleich auf 1 Mrd. weil´s ohnehin „nur ein wenig mehr“ ist wie 1 Mio. und der Ingenieur baut einen Zubau der mit 2000m halt nur „ein wenig“ größer geworden ist als die geplanten 2 m.

      Sie können damit vielleicht auch ein wenig besser erahnen, wie es Bauern geht, wenn sie sehen wie Gartenbesitzer Düngermengen auf ihren 1000 m² Garten ausbringen aber der Landwirtschaft Grundwasserverseuchung vorwerfen, wenn sie die selbe Menge auf 10.000 m² ausbringen. Oder wenn Selbige mit 1 l Glyphos gerade mal die Zufahr zur Garage unkautfrei machen, aber sich vergiftet fühlen, wenn der Nachbarbauer mit 1 l die 200 fache Fläche unkrautfrei hält.

      Es scheint, daß das Schlagwort alleine reicht und alle Regeln der Logik, des Nachdenkens vor dem Sprechen, des Versuches für sich selbst eine Verhältnismäßigkeit zu erstellen sofort außer Kraft gesetzt werden.

      0
      • AdT sagt

        Es ist ganz normal. Da gibt es nichts zu beweinen und zu jammern. Als Jurist hat man durchaus regelmäßig mit Millionen zu tun (keine eigenen), mit Millarden aber nur wenige M&A-Gesellschaftsrechtler. Als Jurist handelt man sowieso nicht aus dem Bauch heraus. Man hat ein Präjudiz, ja, das gibt die Prüfrichtung vor. Aber auch die muss man hinterfragen. Analysieren, Prüfen, methodisches Virgehen ist das Handwerkszeug, und ja, auch viel rechnen, meistens zwar nicht über Prozentrechnung, und Dreisatz hinaus, aber das verschafft ja gerade eine Vorstellung von den Größenverhältnissen). Daher passiert das, was sie schildern, wenn auch überspitzt, eher nicht. Wohl auch bei Ings und BWLern nicht.

        Ich seh das so, dass die Beschaffenheit des menschlichen Geistes, die nun mal so ist, im ALLTAG dazu führt, dass aufgrund einer solchen gefühlten Wahrnehnung es zu Fehlschlüssen kommt und sich Vorurteile zementieren, weil man sich außerhalb des Berufes nicht groß hinterfragen und nicht methodisch arbeiten muss. Wie bei Pestizidrückstandsmengen und wichtigeren Dingen.

        Daher ist Selbstkritik und ein Fehlerbewusstsein wichtig. Die Werkzeuge dafür zu vermittelteln ist auch Aufgabe des Bildungssystem. Und dee Selbstzucht.

        0
        • Ich seh das so sagt

          Womit wir bei einem zentralen Punkt sind, bei dem auch dieser Blog hilfreich sein soll:
          Sich eine Meinung bilden ist harte Arbeit, weil „Selber denken macht Kopfweh“ und ist eben weitaus aufwendiger als dem Lemming-Trieb zu folgen (Wer nichts weiß, muß alles glauben). Ich gebe ihnen recht wenn sie „Selbstzucht“ einmahnen gegen „Denkfaulheit“, bin aber ebenso skeptisch wie sie, inwieweit dies wirklich auf fruchtbaren Boden fällt (wenn sinnerfassendes Lesen in Maturaklassen immer öfter ebenso noch als Problem zu konstatieren ist, wie die Bewältigung von Rechenoperationen jenseits der Grundrechnungsarten)

          So wie schwer Verdauliches beim jedem Rindvieh sich durch Wiederkäuen erst richtig aufschließt und Nahrung wird für den ganzen Körper, ist es wohl auch bei komplexeren Thematiken (sei es z.B. Landwirtschaft und alles was rundherum dranhängt) geboten, Argumente durch- und wiederzukäuen, von verschiedenen Seiten zu betrachten, in mehreren Facetten zu bewerten. Während dieses Wiederkäuen bei jedem Rindvieh und Betrachter als Akt der Kontemplation wahrgenommen wird, regiert beim Diskutieren und Argumentieren Aufgeregtheit, Stress und Hektik, die dem „Wiederkäuen“ auf jeden Fall abhold ist, sodaß Dinge eher im Magen liegen oder als Schläge in die Magengrube empfunden, die auch dem Auf- und Erschließen nicht wirklich zuträglich sind.

          So wie ein Juris, eine BWLerin, ein Ingenieur die mit komplexen Sachverhalten zu tun haben, wohl in den seltensten Fällen von heute auf morgen (durch Zurufe von außen oder Eingebung) sagen werden, ich werde ab morgen alles anders machen, so sollte es Landwirten schon auch gestattet sein, seine berufliche Strategie nicht wegen Zurufen von Dritten von heute auf morgen zu ändern, sondern sich die Argumente wirklich genau anzusehen (mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns/Juristen/Ingenieurs …..). Umso mehr, da er ja für seine Entscheidungen immer mit dem ganzen Vermögen haftet (was in anderen Berufen ganz selten ist, und interessanterweise umso seltener wird, je weiter nach ob in die Entscheidungshierarchie man vorstößt).

          Und es muß ihm auch gestattet sein, wenn ihn die (zugerufenen, veröffentlichten, …..) Argumente noch nicht überzeugen oder sich wirtschaftlich, organisatorisch, arbeitsmäßig, finanziell….. nicht umsetzen lassen. Warum solche Bauern dann, weil sie ihre Entscheidungen konventionell wirtschaftend zu bleiben, gleichsam als die Deppen der Nation behandelt werden, erschließt sich mir ehrlich gesagt (immer noch) nicht. Zumal diese Gruppe immerhin immer noch über 85% der Landwirtschaft ausmachen.

          Keinem Arzt würde man es übel nehmen, wenn er nicht als praktisch ausgebildeter Arzt auf alternative Heilmethoden umsteigt, nur weil das plötzlich hip ist. Keiner BWLerin wird man vorwerfen, wenn sie weiterhin acht gibt, daß die Gewinne ihres Betriebes in Ordnung sind, auch wenn andernorts das Gemeinwohl als die Zukunft der Menschheit gepriesen wird. Ja nicht mal einen Diesel-Fahrer wird man mit Shitstürmen eindecken, weil er immer noch nicht dem angeblichen E-Car der Zukunft frönt.

          2+
          • AdT sagt

            „…so sollte es Landwirten schon auch gestattet sein, seine berufliche Strategie nicht wegen Zurufen von Dritten von heute auf morgen zu ändern, sondern sich die Argumente wirklich genau anzusehen (mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns/Juristen/Ingenieurs …..).“

            Absolute Zustimmung. Das würde die Diskussion entspannen. Man muss nicht auf jeden irrationalen Darmwind hören. So halte ich die angeblichen Gesundheitsängste für überschätzt. Auch wenn es arrogant klingt, eine irrationale Besorgnis ist nur das Problem der davon betroffenen Person, die sich, wenn die Besorgnis nicht nur dahergesagt und gleich wieder vergessen ist, die nötige Energie aufbringen wird, sich zu informieren. Verweisen wir sie auf die Seite des BfR.

            Tierwohl- und Artenvielfalt sind wiederum andere Aspekte, die relevanter sein dürften, auch wenn Dafürhalten und Handeln auseinandergehen, sich ein Citizen Customer Gap auftut. Da könnte die Diskussion entspannter, mehr auf die Sache, das Für und Wider fokussiert sein, wenn Landwirte die Forderungen an die Politik nicht persönlich nehmen und zur Kenntnis nehmen, dass sie beruflich ein hohes Ansehen haben. Menschen wünschen sich auch, dass sich Ärzte für Patienten mehr Zeit nehmen. Aber sie wissen, dass dafür die Ressourcen begrenzt sind. Es ist auch hier keine Forderung an einen konkreten Arzt. Aber das sind wieder so Meta-Diskussionen.

            1+
          • Zenzi sagt

            @ Ich seh das so…“Während dieses Wiederkäuen bei jedem Rindvieh und Betrachter als Akt der Kontemplation wahrgenommen wird, regiert beim Diskutieren und Argumentieren Aufgeregtheit, Stress und Hektik, die dem „Wiederkäuen“ auf jeden Fall abhold ist, sodaß Dinge eher im Magen liegen oder als Schläge in die Magengrube empfunden, die auch dem Auf- und Erschließen nicht wirklich zuträglich sind. “

            Diese Sichtweise gefällt mir gut. Genau das ist das Gute hier an dem schriftlichen Blog im Unterschied zum persönlichen Gespräch oder einer „Podiumsdiskussion“ oder diese ganzen „Show-Talks“:
            Es wird keiner gezwungen sofort und innert 1 Minute Stellung zu beziehen. Hektik, Stress, Aufgeregtheit können aussen vor bleiben.

            Vielmehr kann man erstmal in sich gehen und das gelesene wahrnehmen.
            Schriftlich stehen dann die eigenen Argumente unumstößlich da – keiner kann sich rausreden wie in pers. Gesprächen a la: na sooo hab ich da ja garnicht gesagt…“ Keiner muss dem anderen ins Wort fallen.

            Es besteht eigentlich kein Grund den anderen mit seiner Meinung runterzumachen.

            Richtigstellen – wie unten die falsche Behauptung von M. Rössler – Erläutern und Zusammenhänge darstellen, dafür ist dieses Forum bestens geeignet.

            0
            • Ich seh das so sagt

              Nun ja, um es nicht zu schmeichelweich und abgehoben klingen zu lassen, sind wir Bauern halt auch noch Menschen aus Fleisch und Blut, mit Herz und Emotionen. Und letztere können dann auch schon mal mit einem durchgehen, wenn einem Vorschläge von Leuten unterbreitet werden, von denen man nicht immer weiß ob und was sie geraucht haben, oder ob sie gerade Alice im Wunderland entstiegen sind oder dorthin gerade zurück wollen.

              Und dennoch: selbst Ärger und Zorn sind mir immer noch lieber als Hass und Fake (noch dazu wenn beides bewußt und vorsätzlich eingesetzt wird zur Verfolgung unehrlicher Ziele – um beim Thema zu bleiben).

              0
          • Ich seh das so sagt

            Schrieb ich vor 3 Tagen noch „das angebliche E-Car der Zukunft“, dem sich ja die Menschheit verschreiben will/soll, lese ich 3 Tage später, daß der „Boom“ schon wieder vorbei ist bevor er begonnen hat oder eben nie ein Boom war, sondern eine Marktnische (so wie andere Hypes und Strömungen eben auch).

            „Die Prämie für E-Autos flopt: In einem Jahr wurden lediglich 20.600 Anträge gestellt – bei 3,4 Millionen Neuzulassungen insgesamt. Von der Zielvorgabe – eine Million E-Autos bis 2020 – hat sich Deutschland daher bereits verabschiedet.“
            http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/Die-Deutschen-fahren-nicht-auf-Elektroautos-ab;art15,2607650,E

            0
    • Paulus sagt

      Na ja, das mit den μg/kg oder ng/kg ist halt nicht jedem geläufig. Als Willy Brandt Kanzler in Bonn war, wurden er und etliche Abgeordnete gefragt wieviel Millionen eine Milliarde sei.
      Die Antworten kamen wie aus der Pistole geschossen: 100 Millionen!
      Ich kann es nicht belegen, bilde mir aber ein, dass ein kluger Journalist namens Friedrich Nowottny diese Frage gestellt hat. Ob die Antworten heute anders wären lasse ich mal dahin gestellt.

      0
  3. Zenzi sagt

    Der Slogan des ehrlichen Bauer Willi:
    1. Landwirtschaft ist der Kampf gegen die Natur.
    2. Alle Pflanzen die ein konv. Landwirt erntet enthalten (Spritzmittel)-Rückstände.

    1. Schaut euch bitte mal die Fruchtbarmachung von Boden im Biolandbau an.
    http://www.sekem-europe.de/
    https://www.youtube.com/watch?v=515MKstP_iY
    http://www.lebensbaum.com/de/qualitaet/qualitaetsgarantie
    Auf Youtube existieren zig Filmchen über „Soil“. Sogar die Wüstenböden bei Sekem werden in fruchtbare Böden gewandelt. Die kämpfen insoweit gegen die Natur als dass sie den Wind durch Baumpflanzungen aussperren. Mit hochprof. Herstellung von Kompost kämpfen sie nicht GEGEN die Natur sondern MIT ihr. Manchmal ist es nicht nur das Wort was den Satz grundlegend ändert sondern auch die damit verbundene Einstellung.

    Und macht nicht sogar Bauer Willis Sohn was mit „Soil“ ? Wie gehts dem Geschäft? Hoffentlich Saugut!

    2. Na prima. So ehrlich hab ich das noch selten gehört. Hut ab vor Willis Ehrlichkeit!
    Sein „Aber-Nebensatz“-: ..“es wären die Labore die jetzt so übergenau arbeiten und es wären ja nur Spuren also geringste Mengen der Rückstände“ möchte ich mein „Aber“ dazufügen:

    Es ist kein Argument Schadstoffe herunterzuspielen, weil sie angebl. so „gering“ vorhanden sind.
    Im Laufe des Lebens kommen von allen Seiten Schadstoffe unfreiwillig in meinen Körper.
    Ob früher durch „Passivrauchen“, Feinstaub/Diesel, Nitrat im Grundwasser und hier sogar als „Usus“ mit Spritzmitteln in LEBENS!mitteln.
    In Trauben sind andere Rückstände als in Mehl und Öle. Fische haben wieder andere Rückstände. Wer weiß schon was sich davon im Körper summiert?

    Ich habe nicht vor die leidige Glyphosatdiskussion zu entfachen.
    Aber nachgewiesenermaßen reichert es sich besonders stark in Hülsenfrüchte an.
    Ein 10jähr. Kind was morgens Müsli und mittags Linsen ißt, kommt da leicht über die „empfohlene Tagesdosis“.

    Diese allgegenwärtige Spritzmittel halte ich für einen Frevel an unseren Lebensmitteln. Forschungen was es im Körper anstellt gibt es keine. Wie auch? Kein Arzt wird sagen können, dass z.B. Blasenkrebs evtl. von diesen Rückständen rühren könnte.

    Es ist zu einfach und zu kurz gegriffen, die Spritzmittelproblematik derart herunterzuspielen. Das ist mir nicht ehrlich genug.

    0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      >> Alle Pflanzen die ein konv. Landwirt erntet enthalten (Spritzmittel)-Rückstände.<>Diese allgegenwärtige Spritzmittel halte ich für einen Frevel an unseren Lebensmitteln. Forschungen was es im Körper anstellt gibt es keine. <<

      Der Bodensee hat 50 Milliarden m³ Wasserinhalt, mit den heutigen Analysemethoden kann man ein Stück Würfelzucker im Bodensee nachweisen.

      https://idw-online.de/de/news46993

      Hier eine Berechnung der während der gesamten Lebenszeit aufgenommenen Pestizidmenge bei mit der Grenzwertkonzen­tration belastetem Wasser.

      Ein Mensch trinkt täglich 2,5 Liter Leitungswasser (wenigstens statistisch) bzw. verwendet
      es zum Kochen und zur Bereitung von Getränken. Im Laufe von 70 Lebens­jahren sind
      dies: 70·365 · 2,5 =63.875 [Liter]
      Mit dieser Menge hat eine Person dann 63.875.10-7 [I.g. 1-1] Pestizide
      aufgenommen, mithin etwa 6,5 Milligramm Pestizide.

      Arsen ist im Mineralwasser bis 50 Mikrogramm erlaubt (Trinkwasser nur 10), wenn man nur 130 Liter trinkt, kommt man auf 6,5 Milligramm Arsen.

      Daran sieht man, dass für viele die Realität verloren gegangen ist.

      1+
      • Bauer Willi sagt

        Stimmt das wirklich, dass in Mineralwasser mehr Arsen erlaubt ist als im Trinkwasser? Gibt es dazu einen Link?
        Bauer Willi

        0
      • Zenzi sagt

        Ehemaliger: Du bringst als Beispiel Arsen. Kein Spritzmittel enthält zus. Arsen (hoffe ich doch!) und dieser Stoff ist wie Uran in unserer Umwelt „einfach vorhanden“

        Meine Stellungnahme zu der zweifelhaften Ehrlichkeit von Willis Aussage betrifft die Zusammenhänge der Summierung von Spritzmittelrückständen. Bei mehr als 5 nachgewiesenen Spritzmittelrückständen können unberechenbare, metabolische Wechselwirkungen auftreten.
        Es sind in der Lw über 250 Wirkstoffe zugelassen, allein die Stoffgruppe der Neonikotinoide (neuerdings Flupyradifurone) sollte nach deinem Beispiel mal hochgerechnet werden… (was natürlich unmöglich ist.)
        https://www.bvl.bund.de/DE/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/02_ZulassungPSM/01_ZugelPSM/psm_ZugelPSM_node.html

        In konv. Lw sollten die Anwendungen minimiert werden, wie in der Biolandwirtschaft der Plan der „Kupferminimierung“.

        Zu den ganzen Rückständen aus den Anwendungsbereichen der Lw kommen z.B. noch die Verpackungsindustrie mit Erdölrückständen in Papp- und Plastikverpackungen dazu, die in die abgefüllten Lebensmittel diffundieren.
        Das ist seit Jahren bekannt und es wird nichts getan.

        Wie gesagt habe ich persönlich keine Angst vor diesen Rückständen, wahrscheinlich bin ich einfach schon alt genug um Verhältnismäßigkeiten für mein persönliches Leben ins rechte Maß zu setzen, zudem informiere ich mich; für Kinder sieht das aber anders aus. Und für die Insekten- Vogel- Amphibienwelt erst recht.

        Diese Zusammenhänge werden meiner Meinung nach nicht ehrlich diskutiert.

        …“Daran sieht man, dass für viele die Realität verloren gegangen ist.“
        …“Landwirtschaft ist ein komplexes Thema“…

        0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Man kann zb. Kupfer mehrmals hintereinander spritzen, kenne einen BIO Apfelbetrieb, der hat in einem Jahr 45 mal mit Schwefel gespritzt, spritzen müssen. Da kann nur zwei Mittel nachgewiesen werden.

          Im konv. Anbau muss man immer eine Wirkstoffwechsel anstreben, um einer Resistenz der hochwirksamen Mittel vorzubeugen. Dies ist selbst dem LEH kaum zu erklären.

          In unserem Ort gab es mal einen Arzt, wenn der die Ursache der Krankheit nicht fand, dann waren die Spritzmittel die Ursache und alle waren zufrieden.

          0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Was typische Angstpotenziale angeht, sind wir Deutschen nicht viel anders als alle anderen Europäer. Es ist leider so, dass die Kluft zwischen dem, was wir als Naturwissenschaftler als wirkliches Risiko ausmachen und messen, und dem, was die Menschen als ein Risiko empfinden, riesig ist. Auf Platz eins der größten Ängste der Bevölkerung steht die Angst vor Pflanzenschutzmittelresten in Lebensmitteln. Und auf Platz eins der Wissenschaftler steht der Bereich Küchenhygiene und sogenannte Zoonosen. Dabei geht es um die Sorge vor Erregern, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können, die Sorge vor Salmonellen, Campylobacter, anderen Bakterien oder Viren, z. B. Noroviren aus Lebensmitteln. Hier kann man durch Küchenhygiene sehr vieles besser machen. Wir haben es also mit einer verschobenen Wahrnehmung zu tun. Verbraucher sollten besser darüber informiert werden, wovor sie sich fürchten müssen und wovor eben nicht. Und sie sollten wissen, was sie selbst tun können, um diese Risiken zu reduzieren.

      http://daserste.ndr.de/panorama/Man-kann-Verbraucher-durchaus-verunsichern,boel101.html

      2+
      • Zenzi sagt

        Gegen Hygienefehler kann ich mich schützen indem ich Hygiene umsetze.
        Ich habe keine Angst vor Spritzmittelrückstände, es macht mich wütend, dass ich dagegen nichts unternehmen kann. „Angst“ macht mir die Ignoranz der unverbesserlichen Landwirte.
        Die Studien auf die du dich beziehen möchtest zeigen z.B „Flugangst“ auf, die recht betrachtet ziemlich irrational ist. Eher sterben die Menschen im Strassenverkehr oder an ihrer Zigarettensucht.
        Schon alles klar Ehemaliger, aber scheinheilig bis unters Dach, was Spritzmittel betrifft.

        0
        • Bauer Willi sagt

          Kann es sein, dass bei Deinen Kommentaren eine gewisse Ideologie mitschwingt? Du suchst Dir die passenden Argumente raus, damit Dein Weltbild nicht wackelt?
          Und dann noch was persönliches: meine Familie hat in den Kommentaren nichts zu suchen, da bin ich empfindlich.
          Ansonsten kannst Du aber gerne weiter hier deine Sicht der Welt verbreiten.
          Bauer Willi

          1+
        • bauerhans sagt

          „Ich habe keine Angst vor Spritzmittelrückstände, es macht mich wütend, dass ich dagegen nichts unternehmen kann.“

          du kannst selbst anbauen!
          du kannst aber auch die gekauften produkte analysieren lassen und den produzenten verklagen.
          wir sind ein rechtsstaat.

          0
          • Josef sagt

            Was soll das Geschwätz von Rechtsstaat und verklagen ? Ist doch hoffnungslos, solange die Grenzwerte nicht überschritten werden.

            0
            • Bauer Willi sagt

              Also Grenzwert Null? Auch bei Nicht-Lebensmitteln? Klingt interessant…
              Bauer Willi

              1+
            • bauerhans sagt

              „…..solange die Grenzwerte nicht überschritten werden.“

              sag ich doch!

              0
            • Josef sagt

              Was soll das, Willi, ich habe keinen Grenzwert von Null gefordert.
              Tatsache ist, dass der Grenzwert früher bei 30 war. In unserem Landkreis wurde damals einmal das volle Programm mit Brunnensperre und Notversorgung durchgezogen.

              0
          • Mark Rössler sagt

            Welcher Grenzwert war bei „30“?
            Und 30 was?

            Sollte es Nitrat sein, der ist in der EU seit 3 Jahrzehnten auf 50mg/l einheitlich, vorher lag dieser in gesamt Deutschland bei 90.

            0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Ich habe Angst, dass man mich in der Stadt mit einem Auto umfährt, deshalb fahre ich mit meinem PKW durch die Stadt, damit mich keiner umfährt.

          Alles klaro?

          0
    • AdT sagt

      Ich esse sehr viel Hülsenfrüchte. Mir bekommt das Glyphosat gut. Vielleicht ist es in geringen Mengen ja sogar gesund.

      Wer Alkohol trinkt und selbst nur wenig raucht, viel Fleisch isst (das musste jetzt sein, T-ourette), Sonnenbäder macht, braucht über andere Kontaminanten und Gefahrenquellen nicht nachzudenken.

      0
      • rebecca sagt

        Wenn es dir gut bekommt, dann trink doch mal ein Gläschen. Viele behaupten ja das man das könnte, weigern sich aber selber den Beweis anzutreten. Wenn du hier aushilfst wäre dir sicher der ewige Dank der Giftfans sicher.

        Und falls du dadurch vorzeitig ablebst stiften sie dir bestimmt einen schönen Kranz.

        0
        • AdT sagt

          Seit Mittwoch habe ich ein neues Robustheitsbild vom Menschen. Da ist mir eine junge Frau vors Auto gelaufen, bei Geschwindigkeit im Anprallzeitpunkt von noch etwa 40 km/h. Wenn ich mir vorstelle, ich fliege bei 40 km/h über den Rennradlenker…

          Sie aber macht nach dem Anprall, als sie durch das Abbremsen von der Motorhaube abgeworfen wird, Loops über den Asphalt, und es gab nicht mal Carpaccio. Guckt mich mit großen Augen an, steht sofort wieder auf, humpelnd zwar, Schock hatte sie wohl auch, aber keine erkennbare Verletzung. Gerade erfahre ich: eine Nacht im Krhs gewesen. Hat wirklich nix – im Gegensatz zu meinem Auto, das vollkaskoversichert ist. 😉 Respekt! Darauf trink ich gleich aber kein Gläschen Glyphosat, sondern was anderes 🙂

          (Ich habe übrigens nichts falsch gemacht, außer durch Autofahren an sich, sog. Betriebsgefahr.)

          1+
        • Ich seh das so sagt

          Können sie mir dann erklären, warum Botox so beliebt ist (0,0000001 = 1 zehnmillionstel Gramm ist tödlich; und damit um ein 1000faches giftiger als z.B. Glyphosat) und es damit sogar Botox-Parties gibt, wo man sich das wöchentlich reinzieht (medial beworben sogar).
          Selbst biologische Kartoffel können übrigens giftig sein (Solanin).
          Nur weil etwas giftig ist, heißt es wohl nicht, daß man es nicht in vernünftiger und zugelassener Form anwenden kann oder soll (und das gilt nicht nur für Pflanzenschutzmittel).

          Eine solche komische Argumentation ist Ihrer eigentlich nicht würdig.

          1+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Also Glyphosat trinke ich nicht, auch kein Geschirrspülmittel, Rauchen tu ich auch nicht, auch keine Sonnenbäder, ich habe in meinem Leben so viel in der Sonne verbracht, dass auf Sonnenbäder verzichten kann.

        Gemüse und Salat esse ich gerne, vorausgesetzt es ist ein Stück Fleisch, oder Fisch dabei. Ja, ein bis 2 Viertele Wein täglich trinke ich auch und dann gibt es noch etwas was Freude macht, das erzähle ich euch nicht.

        Aber was genau wollten sie mit der Post uns sagen?

        1+
      • bauerhans sagt

        „Ich esse sehr viel Hülsenfrüchte. Mir bekommt das Glyphosat gut.“

        ausser gvo soja werden keine hülsenfrüchte mit glyphosat behandelt!

        0
    • AdT sagt

      Eine Möglichkeit ist, nur so viel zu essen wie der Körper benötigt. Dadurch wird zugleich Übergewicht und Adipositas vermieden. Das ist hierzulande der ernährungsbedingte Morbiditätsfaktor Nr. 1. Sofern man nicht Alkoholmissbrauch als Ernährungsform ansieht.

      Angst ist weiblich. Adipositas auch. Ein Widerspruch 😉

      0
  4. Schweinebauer Piet sagt

    Moin Willi, schön ehrlich gesprochen! Freu mich nicht bald mal ehrlich mit Dir reden.

    0
  5. Paulus sagt

    Zu dem Thema Wahrheiten wurde hier doch schon umfassend diskutiert. Nach meiner Auffassung ist es unumgänglich objektive Wahrheiten zu transportieren. Und zwar von denen, die über das entsprechende Wissen verfügen und glaubwürdig sind. Wer anders sollte dies sein, außer die Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte selbst? Es macht doch keinen Sinn um irgendwelche Tatsachen herum zu eiern. Solange die Vertreter der LW dies nicht praktizieren, holen sich die Interessierten ihre Informationen über Google, den LEH oder sonst welche. Und was dabei herauskommt, bzw. herauskommen kann, muss man ja wohl nicht verdeutlichen.
    Ein schönes Negativbeispiel ist übrigens die Aussage des Demeter Verbandes zur Anwendung von Kupferverbindungen im Pflanzenschutz. Die ist derart weichgespült, geschönt und indifferent, dass diese selbst bei halbwegs naturwissenschaftlich Vorgebildeten nur ein müdes Lächeln hervorruft. Das Zeug ist gar nicht so ohne…
    Ich gehe nicht immer mit Willis Auffassungen konform, aber seiner Aussage, (vereinfacht/nicht zitiert) „es ist so wie es ist“ kann ich nur vorbehaltlos zustimmen.
    Man könnte wenn man wollte und wenn dieses und jenes wäre usw. ist schlicht Chickenshit.

    2+
    • Andreas Müller sagt

      das Kupferproblem ist im Biolandbau erkannt https://www.greenpeace-magazin.de/kupfer-satt

      der konventionelle Landbau kann nicht ohne Pflanzenschutzmittel… das ganze System funktioniert nicht ohne einen komplexen Mix von PSM

      Übrigens werden im konventionellen Landbau (Hopfenanbau) die meisten Kupfermittel verbraucht (10 mal mehr als im Ökolandbau zusammen)
      – na dann Prost

      1+
      • Paulus sagt

        Sorry A.M. Greenpeace ist seit Brent Spar derart unglaubwürdig, dass man sich mit diesen, zu einer nahezu religiösen Sekte mutierten Aktivisten nun wirklich nicht mehr beschäftigen muss. Die waren mal mit ihrem Schiff auf dem Rhein und versuchten einfältige Mensschen mit kruden und nicht belegbaren Erkennnissen zu überzeugen. Mir standen die Haare zu Berge. Diskussion zwecklos.

        2+
        • rebecca sagt

          Wieso unglaubwürdig seit Brent Spar? Weil sie sich bei der Menge des in der Plattform verbliebenen Öls verschätzt haben? Fehler machen alle mal. Dafür haben sie sich auch entschuldigt. Was jedoch nicht berührt das sie Erfolg hatten und richtigerweise die Versenkung verhindert haben. Keiner weis wie viele Plattformen den Weg noch gegangen wären, wäre es anders gelaufen.

          Der Hass gegen Umweltschützer ist bei einigen hier ja schon pathologisch.

          2+
          • Mark Rössler sagt

            „Verschätzt“…
            So nennt GP das?
            Ich vermute mal absichtlich nicht die Wahrheit verbreitet.
            In Kanada wird Greenpeace gerade verklagt, weil die wissentlich falsche Behauptungen aufgestellt haben.

            0
          • Paulus sagt

            Ich hege keinen Hass gegenüber Umweltschützern, zähle ich mich als wirklich Aktiver doch selbst dazu. Es darf mir jedoch gestattet sein, deren Vorträge aus naturwissenschaftlicher Sicht kritisch zu hinterfragen. Und da komme ich immer wieder zu erschreckenden Ergebnissen. Ideologiebasierte Meinungsmache hat nichts mit Wissenschaft zu tun und dient allein der vermeintlichen Reputation und dem Fundraising. Soll ich bei BUND und Nabu weitermachen?

            0
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            >>Der Hass gegen Umweltschützer ist bei einigen hier ja schon pathologisch.<<

            Ursprünglich die die selbsternannten Umweltschützer mit der Meinung ausgezogen, wenn man mit der Keule auf die Landwirte schlägt, das bringt was für die Umwelt. Inzwischen haben die zur Erkenntnis gelangt, das Naturschutz nur mit den Landwirten möglichst ist, das sich die Tierwelt auf die bewirtschafteten Flächen eingestellt hat.

            Leider kann das nicht zugegeben werden, das würde die Spendenbereitschaft erheblich schmälern.

            0
      • Schmeckt gut sagt

        Der biologische Landbau funktioniert ebenfalls nicht ohne ein komplexes System zu dem auch eine intensive Nutzung von zugelassen PSM gehört. Wir nutzen ebenfalls die wirksamen Mittel wie beispielsweise Spruzit oder Micula. Übrigens mit sehr viel höheren Aufwandmengen als mit konventionellen Mitteln. Wie soll man es den Verbrauchern erklären, wenn dies in nicht allzuferner Zukunft in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Dies wird auf jeden Fall passieren oder sollen wir gezwungen werden, ohne PSM auszukommen? Dies wird sicher keine Option sein weil es in unserem maritimen Klima nicht funktioniert. Und „10mal mehr Kupfer bei den Konvis“ offenbart, dass etwas mal wieder herausgehauen werden musste. Es gibt noch Verordnungen und Gesetze, die so etwas verhindern. Bio und Konvi haben Mengenbeschränkungen.

        0
        • Paulus sagt

          @Schmeckt gut
          >Wie soll man es den Verbrauchern erklären, wenn dies in nicht allzu ferner Zukunft in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Dies wird auf jeden Fall passieren …<
          Indem man es „den Verbrauchern“ ganz schlicht und einfach offen und wahrheitsgemäß erklärt.
          Das Dumme ist, dass damit das Geschäftsmodell der Biofraktion zusammenbrechen könnte. Die Diskussion ist nach meiner Wahrnehmung längst in vollem Gange. Es kommen die zu spät, die mit Selbstgewissheit dem Mainstream folgen.

          0
        • Josef sagt

          Spruzit® Schädlingsfrei ist ein breit wirksames Kontaktinsektizid auf Basis von Naturpyrethrum und Rapsöl. Es bekämpft wirksam Blattläuse, Weiße Fliege, Spinnmilben, Thripse, Sitka-Fichtenläuse, Woll-und Schmierläuse, Schildläuse, Zikaden, Raupen, Käfer und deren Larven (auch Kartoffelkäfer) sowie Wanzen. Durch die Kombination von Öl und Wirkstoff werden alle Schädlingsstadien bekämpft (Eier, Larven, adulte Insekten).

          Spruzit® Schädlingsfrei ist nicht bienengefährlich.
          Der Wirkstoff von Spruzit® Schädlingsfrei baut sich am Tageslicht sehr schnell ab, so dass nach kurzer Wartezeit wieder Nützlinge eingesetzt werden können. Bereits vorhandene, unmittelbar vom Präparat getroffene Nützlinge werden jedoch geschädigt.

          Spruzit® Schädlingsfrei ist sehr gut pflanzenverträglich, sollte aber nicht bei voller Sonneneinstrahlung angewendet werde

          0
        • Josef sagt

          Micula
          Universell einsetzbares Spritzmittel – sowohl zur Austriebsspritzung als auch zur Anwendung in der Vegetationsperiode im Gemüse-, Zierpflanzenbau und Obstbau
          Wirkungsweise:
          Die Wirkung von Micula basiert auf der Abkapselung der Schädlinge und ihrer Eier. Für einen ausreichenden Bekämpfungserfolg ist eine gründliche Benetzung aller Pflanzenteile, auch Blattunterseiten, erforderlich.
          Wirkstoff: 777 g/l Rapsöl
          Hört sich gefährlich an !!!!

          0
          • Schmeckt gut sagt

            Danke für die Info. Sie haben noch vergessen zu erwähnen, wie wichtig eine weitere, langjährige Zulassung für die Bekämpfung von Schädlingen im Bio- und auch im Konvi-anbau ist, denn diese Mittel gehören in die Gruppe der sinnvollen, weil auch wirksamen Bio-PSM. Leider gibt es zu viele Bestrebungen von vielen Gruppen, den Pflanzenschutz komplett zu untersagen.

            0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        >>Übrigens werden im konventionellen Landbau (Hopfenanbau) die meisten Kupfermittel verbraucht (10 mal mehr als im Ökolandbau zusammen)
        – na dann Prost<<

        Hopfen BIO angebaut 81 Hektar

        Hopfen konv. angebaut 17500 Hektar

        Würde der konv. Anbau genau so mit Kupfer umgehen, wie der BIO Anbau, dann dürften das 216 fache an Kupfer verwendet werden.

        Kann mich noch einen User erinnern, der mit den selben Argumenten warb,
        der nannte sich Gast, oder Andreas Fendt,
        jetzt Andreas Müller.

        2+
        • Andreas Müller sagt

          @ Ehemaliger: Gesamter Ökolandbau mit 1.088.838 ha ist nicht gleich gesamter Ökohopfenanbau ….iss mehr Konventionelles Fleisch oder geh ins Altenteil Schnecken zählen…

          0
    • Genaugenommen ist es das, was uns Verbrauchern fehlt: Transparenz

      Durch die lange wirre Kette bis zum Verbraucher ist das sicher auch nicht das leichteste Unterfangen. So werden Labels aus Verbrauchersicht schnell zur Glaubensfrage. Erst recht, wenn man durch Recherchen Verunsicherung erfährt. Bei uns Verbrauchern gibt es nach wie vor viel Unwissenheit.

      Zum Vertrauen gehört nach meiner Meinung auch die Ehrlichkeit, auch wenn sie nicht das darstellt, was wir gerne hören wollen.

      Ich denke, wenn wie im Youtupe-Beitrag der Frau Dr. Hartwig (nicht der Beitrag oben aber selbiges Forum) dargelegten Weise ein staatliches Label wieder relativiert wird, ist die Verwirrung für den Verbraucher komplett.

      Genau deshalb habe ich Zweifel, dass auch den Landwirten damit ein Gefallen getan wurde, auch wenn es gut gemeint war.

      Wenn Landwirte sich ehrlich und erklärend dazu äußern, so wie Willi, so wird man auf Dauer auf sie hören.

      Einen realistischen Ansatz sehe ich zum Beispiel, wenn nach einfachen und nachvollziehbar klar abgestuften Unterscheidungsklassen (der Herstellungsweise) Produkte im Markt verbindlich gekennzeichnet sind. Innerhalb dieser Gruppen können sich dann weitere Varianten bilden.

      Im Eiermarkt ist die Variante Legebatterie zum Beispiel verschwunden.

      Dadurch wird die Welt nicht schlagartig in Ordnung sein, aber so kann die Marktwirtschaft ihre Funktion ausüben. Der Verbraucher hat eine nachvollziehbare Wahl und Landwirte könnten sich leichter auf Bedarfe einstellen, weil durch den differenzierten Absatz diese erkennbar werden.

      Die Märkte könnten sich in Verbindung mit steter und ehrlicher Aufklärungsarbeit in verträglicheren Abläufen anpassen.

      Ich halte es für sinnvoller als ein verordnetes „Bio-Light“ für alle Bauern und alle Verbraucher. Das ist jedoch nur meine Meinung.

      0
      • Alois Wohlfahrt sagt

        Das Video mit der Fr. Dr. Hartwig kommt ja erst noch im Blog. Doch soviel vorab: Bei der Initiative Tierwohl wird die Verantwortung wieder an andere abgegeben. Der Bauer kriegt 4 Cent und die Verbände und der Staat verkaufen das als Erfolg. Die Wahrheit ist: Der Bauer als Unernehmer sucht laufend Schuldige und gibt so immer die Verantwortung wieder ab. Und wenn es dann nicht funktioniert… dann ist ja wieder ein anderer Schuld. Eine sehr unglückliche Spirale nenne ich das … 🙁

        0
          • Das habe ich mir fast gedacht! Deshalb versucht der Unternehmer die Preis- und Verkaufsverhandlungen selbst zu führen, um das zu bekommen was er braucht.

            So wird es zu einem Wahlkampfschlager und Marketing-Gag auf Eure Kosten. (Deshalb die „geplatzte Hutschnur“.)

            Es bestätigt sich hier: „… dann haben leider die Falschen das Sagen!“

            – Also sagt was und mischt Euch bitte (weiterhin) ein.

            0
  6. Meinen Respekt – denn die Ehrlichkeit ist kein leichtes Geschäft. Aber Ehrlichkeit brauchen wir um überhaupt ernsthafte Lösungen entwickeln zu können.

    Landwirte beklagen sich nach meiner Meinung zu Recht, dass bei Verbrauchern „romantische“ Vorstellungen herrschen, wie es dazu kommt, dass Naturprodukte in geradezu industrieller Konstanz und Gleichheit im Regal des Marktes liegen.

    Es ist jedoch nicht dem Verbraucher in erster Linie vorwerfbar, denn war es aus Sicht des Marketings der Lebensmittelindustrie überhaupt gewollt, dass der Verbraucher hinter die Kulissen blickt?

    In einer langen Zeit der Vergangenheit sicher nicht.

    Doch wir sind insgesamt ein Stück weiter, das zeigen solche Diskussionen. – Und wir sind einen riesigen Schritt weiter, wenn man sich dabei ehrlich macht. Probleme können nur dann erfolgreich bearbeitet werden, wenn man sie möglichst genau kennt.

    Doch genau an diesem Punkt stößt man wieder an den „akademische verengten Röhrenblick“, der so viel mit (mehr oder weniger sinnvollen) Statistiken und Lehrbuchtheorien vollgestopft ist, dass kaum eine äußere Wahrnehmung mehr Platz hat. – Schon gar nicht, wenn sie von der leider sehr seltenen „Spezies des akademischen Praktikers“ stammt.

    In der Fortsetzung der Diskussion, die ich auf Youtupe angeschaut hatte, stelle ich ein politisches Mantra fest.

    Frau Dr. Hartwig erklärt sinngemäß die Problematik, dass der Staat nicht alles regeln könne und in einer sozialen Marktwirtschaft der Staat sich zurücknehmen solle, soweit nicht Ungleichgewichte im Markt dies erfordern.

    Abgesehen davon, dass dies dem Staat eben nicht immer gelingt, wie sich am Immobilien und Vermietungsmarkt oder dem Strommarkt zeigt, so dauerte es nicht lange bis das allseits bekannte Argument kam – der Markt und sein Wettbewerb.

    Es schwingt dabei unterschwellig mit, dass es durch unsere europäische Konkurrenz doch wieder nur um den Preis geht und damit „akademisch festgestellt werden muss“, das Problem sei nur auf internationaler Ebene und damit sowieso nicht zu lösen. Damit wird die Symbolpolitik, zum Beispiel des Bio- oder Tierwohllabels, gerechtfertigt.

    Spätestens hier platzt mir sprichwörtlich die Hutschnur!

    Der Markt wird wieder mal als ein „unbesiegbares Monster des Preiskampfes“ vordefiniert. – So wie man es in der Landwirtschaft kennt. – Also alles bleibt beim Alten.

    Wie deutlich muss es noch werden? Der Beitrag „Trockenheit und Brötchenpreis“ hat es doch auf den Tisch gebracht: Wenn der Anteil des Mehls (schon nicht mehr als Rohprodukt) nur noch 0,08 Cent beträgt, können Sie am Brötchen keine 20,00 Cent mehr durch Fixkostendegression einsparen. Wenn der Vollkostenanteil des Stalls an einem Liter Milch inzwischen nur noch 1,80 Cent ausmacht, können Sie dort keine 8,00 Cent mehr einsparen. Das ist eine betriebswirtschaftliche Wahrheit, die Sie selbst als Landwirte leicht nachrechnen können.

    Schalten Sie doch einfach mal Ihr TV-Gerät oder Smartphone an. Es gibt kaum etwas auf der ganzen Welt, was von so vielen unterschiedlichen Beteiligten ständig beeinflusst und verändert wird, wie „der Markt“:

    Werbung, Marktforscher, Öffentlichkeitsarbeit, Verbraucherschutz, Fachmedien, Forschungsinstitute, Gesetzgeber, Verwaltung, Verbraucher, wissenschaftliche Aufklärung… habe ich etwas vergessen? … schreiben Sie es dazu.

    Haben Sie sich mal die Frage gestellt, warum unglaublich viele Leute vor einem Laden übernachten, um ein völlig überteuertes Smartphone als sicher nicht lebensnotwendiges Produkt zu kaufen?

    Es war einfach ein genialer Steve Jobs, der die Leute dazu gebracht hatte.

    Bevor Sie, liebe Landwirte, über Verbraucher lästern, merke ich an, dass Ihre Kollegen untereinander gerne Witze darüber machen, nach welchen Kriterien Schlepper eingekauft werden.

    Der Markt besteht aus Menschen und seitdem wir die Sprache gelernt haben, gibt es kaum ein Wesen auf dieser Welt, welches auch nur annähernd so beeinflussbar ist.

    Wandel Sie deshalb den vertikalen Strukturwandel der Größen – (Wahn-) Wachstums in einen horizontalen Strukturwandel der effizienten Kooperation zum Beispiel auf regionaler Ebene. Flächen können Sie eben nicht auf dem Kopierer vervielfältigen.

    Finden Sie zu Ihrer Bäuerlichkeit und Authentizität zurück. Erinnern Sie sich an die Hilfsbereitschaft, die Bauern im Dorf untereinander ungefragt hatten. Es ist genau das, woran sich der Verbraucher noch erinnert, als er Sie das letzte Mal in Natur gesehen hatte.

    Sprechen Sie ihn an und verkaufen sie dadurch wertvoll Ihr Produkt, wie es jeder noch so kleine Selbstständige täglich tut. Werden Sie transparent und verständlich. Nie war ein Verbraucher offener dafür, als heute.

    4+
    • rebecca sagt

      Dirk Feldhinkel – Es gibt schon eine ganze Menge Bauern die das so machen.

      Andere versuchen sich allerdings an der Quadratur des Kreises mit dem schneller, billiger, größer. Zumeist die, die am lautesten über die bösen Verbraucher wettern weil sie nicht bereit sind für billig und massenhaft hergestellte Lebensmittel viel zu bezahlen, nur um einigen ihren Traum vom Großunternehmertum zu erfüllen.

      Und das sind auch die, die ein reges Interesse daran haben das der Verbraucher nicht hinter die Kulissen blickt.
      Wäre es anders, und könnte der Verbraucher seine gebetsmühlenhaft beschworene Macht wirklich gezielt nutzen sähe es anders aus.

      Ein Beispiel sind Eier aus Käfighaltung. Wie schnell waren die verschwunden nachdem die Öffentlichkeit dafür sesnsibilisiert wurde ?

      Bei Fleisch und Wurst würde es genau so funktionieren würde wirklich transparent draufstehen aus welchem Stall das kommt und wo es verarbeitet ist.

      Aber daran haben doch viele der Involvierten gar kein Interesse weil es schlecht fürs Geschäft wäre. Spätestens wenn mal wieder Tierquälereien und kriminelle Machenschaften aufgedeckt werden und die Verbraucher gezielt die Produkte der betroffenen Hersteller liegen lassen.

      1+
        • rebecca sagt

          Flüssigei von Hühnern aus Käfighaltung kommt auch aus anderen EU Ländern. Das ist ein Problem welches noch gelöst werden muss. Auch hier würde aber mehr Transparenz helfen.

          2+
      • Hallo Rebecca,

        ich beobachte es genau so. Meine Verwunderung war groß, als ich bei Bauern mit meiner Kritik an der Wachstumsideologie durch offene Türen geplumpst bin. Natürlich gibt es auch noch die recht „verbissene“ Gegenfraktion.

        Natürlich will ich die grundsätzliche Leistungsfähigkeit der LW nicht verteufeln. Wir müssen schließlich nicht hungern. Sie sollte jedoch nicht zum längst wirkenden Selbstzerstörungsmechanismus werden.

        Ich freue mich darüber, wenn die Beispiele dafür sichtbar werden, dass Bauern umdenken und nicht selten erfolgreiche Initiativen ausprobieren mit dem Ergebnis, dass die letzten Stücke / Liter ausverkauft sind. Es sind Bauern, die bewiesen haben, dass es noch andere Wege gibt. Es mögen noch nicht Gesamtlösungen sein, aber es sind wichtige Signalgeber.

        Deshalb ärgere ich mich über das „Schablonendenken“ in Politik und Verbänden.
        (…“die geplatzte Hutschnur“… Ihr wisst schon…)

        Nehmt doch mal den Bericht des DBV 2015/2016 und versucht mal herauszufinden, welche grundsätzlich Haltung der DBV in der Bewertung des sogenannten Strukturwandels zum heutigen Zeitpunkt hat. Vielleicht gelingt Euch das besser.

        0
  7. bauerhans sagt

    welchen stellenwert hat ehrlichkeit heutzutage,insbesondere,wenn man sich werbung anschaut,anhört!

    0
      • Paulus sagt

        Hallo Herr Feldhinkel, nachdem Sie als Nichtakademiker zuvor ausgiebig die Akademiker verunglimpft und entsetzlich viel dummes Zeug geschwafelt haben, sind Sie nun endlich mal zum Punkt gekommen. Gratuliere!

        0
          • Paulus sagt

            Hallo Hans, ich habe Herrn Feldhinkel aufgrund seiner Erkenntnis ohne Vorbehalte und Hintergedanken gratuliert weil ich seine Auffassung teile.
            Im Übrigen finde ich es gut, dass wir uns hier frei und ohne akademisch verquaste Ausdruckweise austauschen können. Nun ja, die political correctness bleibt schon mal außen vor. Aber auf die kann ich, wenn es um Wahrheit und Ehrlichkeit geht was scheißen. Das war jetzt mehr als grenzwertig und ich denke bei Alois und Willi läuten schon die Alarmglocken. Bin gespannt ob mein Beitrag freigegeben wird.

            1+
            • Bauer Willi sagt

              Hier schrillt gar nichts. Und schon gar keine Alarmglocken. Ich finde diese offene Art gut. Es geht ja immer um die Sache.
              Bauer Willi

              0
            • Hallo Paulus,

              ich bin froh, dass Sie Ihre Meinung klar zum Ausdruck gebracht haben. Nur so konnte ich vielleicht ein verbreitetes Missverständnis ausräumen.

              Ich hau inhaltlich auch ordentlich drauf und muss natürlich mal mit ordentlichem Zurückpoltern rechnen. Hart aber herzlich ist mir dabei auch lieber als hintern rum.

              Wenn ich mich in einer Sache irre, bitte ich sogar darum, mich klar und deutlich darauf hinzuweisen. Ihre Kommentare interessieren mich durchaus.

              Mir ist nur dabei wichtig, dass wir nicht den Respekt voreinander verlieren, auch wenn mal ordentlich Leben in der Bude ist.

              Ansonsten respektiere ich besonders Menschen, die sich für eine Sache hart in den Wind stellen, anstatt wegzulaufen.

              Für mich wäre die Sache so völlig Ok – für Sie auch?

              2+
        • Hallo Paulus (darf ich so ansprechen?),

          hier muss ich etwas richtig stellen. Kritik, die ich sehr klar ausgeführt habe, ist nicht mit Verunglimpfung gleichzusetzen. Schon gar nicht der Akademiker als Gruppe.

          Im Gegenteil, ich habe mich zu Akademikern, die nah an der Praxis sind ausdrücklich bekannt. Erst recht, wenn sie für Ehrlichkeit kämpfen.

          Im Einzelfall reicht es mir jedoch persönlich nicht aus, dass Akademiker eben Akademiker sind, damit ich eine Meinung übernehme.

          Dazu können Sie natürlich eine andere Meinung haben und diese hier klar äußern. Nur ist der Vorwurf der Verunglimpfung mit der eigenen Wortwahl „Geschwafel“ sicher keine glückliche Kombination.

          Um mit einem Missverständnis aufzuräumen, ich habe schon oft und lange mit Akademikern zusammengearbeitet. Dazu gehörten in der Mehrzahl Rechtsanwälte aber auch Betriebswirte. In der Verbandstätigkeit sogar mit Wirtschaftsprüfern bzw. Diplomkaufleuten.

          Da ich mich selbst, wenn ich kann, immer wieder mit akademischen Wissen auseinandersetze, habe ich einen hohen Respekt vor akademischen Leistungen. Dissertationen, Magisterarbeiten oder Aufsätze bieten immer wieder interessante und hervorragend aufbereitete Informationsgrundlagen.

          Dennoch kam es in der Meinungsbildung nicht nur um Titel, sondern es muss auch um Inhalte gehen. Ich bin sicher, die gestandenen Akademiker halten das gut aus.

          3+
        • AdT sagt

          Hallo Paulus, jetzt [XXX] Du aber ganz schön [XXX]! Mit Verlaub, Sie, nein Du, bist ein [XXX]. Gelinde gesagt!! Deine [XXX]! Das ist absolut [XXX] und [XXX] sowie [XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX] !!!!!!! Prost!
          Smileys findest Du infantil, also bekommst Du auch keinen!!!!*
          *Du verstehst es auch so.

          0
    • Zenzi sagt

      Ja Bauerhans: Welchen Stellenwert hat Ehrlichkeit BEI DIR?

      Deine Stellungnahmen hier in den Blogs sind meistens ein anprangern was andere in ihrem Verhalten falsch machen. Du wirkst resigniert.
      Das die Werbung nicht sagen wird: „Kauft unser fettiges, überzuckertes und versalzenes Produkt“, ist ja wohl klar.

      Schweinebauern machen es genauso, wenn sie Schwänze kupieren und Kastenstände verteidigen.
      Es gibt auf 1 Situation mehrere Sichtweisen. Leider setzt sich nicht „die Beste“ durch.

      Ehrlichkeit würde dabei aber sehr wohl helfen…

      0
      • bauerhans sagt

        zenzi,ich schreibe hier spontan über meine erfahrungen,sehe das aber nicht als anprangern,bin aber auch nicht damit einverstanden,alles den bauern „in die schuhe zu schieben“.

        0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        >>Das die Werbung nicht sagen wird: „Kauft unser fettiges, überzuckertes und versalzenes Produkt“, ist ja wohl klar.<<

        Der Verbraucher ist selbst verantwortlich, für das was er sich rein stopft.

        Längstes nach dem Einkauf kann er die Zutaten lesen – im LEH ist es nicht einfach – und seine Schlüsse daraus ziehen, in der Lioner ist halt ca 70 % Fettanteil und wer das Rotkraut im Glas kauft, muss den hohen Zuckeranteil in Kauf nehmen. Dass der Schokoriegel alles andere als Gesund ist, mit einen Zuckeranteil von 48 % sollte jede Mutter wissen.

        Werbung ist dazu da, das Produkt zu verkaufen, die Werbung, als Werbung verstehen ist anscheinend nicht jedem gegeben.

        0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.