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Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Herr Minister Schmidt!

Am Montag war Minister Schmidt bei uns im Rhein-Kreis Neuss und ich habe erfahren, dass er heute, am Mittwoch, dem 26.8.2015 Geburtstag hat. Dazu wünschen wir ihm Gesundheit und Gottes Segen. Aus seiner Rede an uns Landwirte hier nur ein paar kleine Ausschnitte. Was bei mir besonders hängengeblieben ist: bei sinkenden Preisen für den Erzeuger steigt die Marge beim Lebensmitteleinzelhandel! Dazu hier ein kleines Video: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weiter berichtete er von seiner Reise mit der Kanzlerin nach Südamerika, wo er sich für die Verfügbarkeit von gentechnikfreiem Soja eingesetzt hat. Themen waren auch Bürokratieabbau und der Tierschutz. In der sehr angeregten Diskussion war ein Schwerpunkt das Image der Landwirte in der Öffentlichkeit. „Die Landwirtschaft befindet sich nicht mehr in der Mitte der Gesellschaft, aber dort gehört Sie hin“, so seine Aussage. Ist jemand anderer Meinung? Euer Bauer Willi  

Bauernkinder sind fleissig

Bauernkinder sind fleißig und können hart arbeiten. Stadtkinder hingegen sind Weicheier und faul. Vielleicht nicht ganz so, aber auch nicht viel anders. Lesen! http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/lebenskunst/ethan-a-huff/arbeitgeber-sagt-kinder-die-auf-dem-bauernhof-aufwachsen-lernen-engagement-und-harte-arbeit.html

Remmel bei „meiner“ Genossenschaft

Am vergangenen Donnerstag (13.08.2015) hatten wir Minister Remmel in „meiner“ Genossenschaft zu Besuch. Ich hatte ihn im Frühjahr auf einer Veranstaltung getroffen und wir haben bei einem Glas Bier über Landwirte, Handel und Verbraucher diskutiert. Beim Thema der Selbstorganisation von Bauern hatte ich den Eindruck, das es Sinn macht, ihm eine gut arbeitende Genossenschaft vor Ort zu zeigen. Nach zwei Stunden intensiver Diskussion, vor allem um Düngeverordnung und Intensiv-Tierhaltung, waren wir uns nicht in allem einig, aber froh, den Dialog gesucht und gefunden zu haben. Euer Bauer Willi

Entwicklungshilfe für LIDL

Monitor Sendung vom 13.08.2015: Wie Lidl mit Hilfe der Weltbank in Osteuropa seine Macht ausbaut. Für die Eröffnung neuer Filialen in Rumänien hatte Lidl 2011 Kredite über knapp 67 Millionen US-Dollar von der Weltbank-Tochter International Finance Corporation (IFC) erhalten.  Bedingungen: Anzahl lokaler Zulieferer erhöhen. Neue Vertriebswege für regionale Lebensmittelproduzenten eröffnen. Das Leben der Menschen in ärmeren Ländern verbessern. Lidl hat damit fast 200 Filialen in Rumänien eröffnet.  Das sollte auch den Landwirten und Zulieferern dort zu Gute kommen. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Rund 70% der Waren kommen aus dem Ausland. Lidl weitet, wie jeder Discounter, sein Filialnetz und seine Eigenmarken aus. Lokale Erzeuger werden als anonyme und unter Preisdruck austauschbare Subunternehmer unter Vertrag genommen. Das nennt man also Entwicklungshilfe: Machtstellung der Discounter weltweit ausbauen. Damit ist klar: LIDL lohnt sich – Bauer lohnt nicht.  

„Bauern sind Luxus“

Die FAZ vom 06.08.2015 hat ebenfalls den ruinösen Milchpreis zum Thema. Dabei habe ich folgenden Kommentar eines Lesers gefunden. Wir wollen Dialog und stellen ihn hier zur Diskussion. Wir leisten uns mit unseren Bauern ein teures Vergnügen, EU-gefüttert, von Steuern lebend. Was sie uns bieten, was sie produzieren, kann der Weltmarkt wesentlich billiger liefern. Der Mann, der im Märzen seinen subventionierten Schlepper mit subventioniertem Diesel befüllt und dann im Frühtau sein Feld mit Gülle berieselt, ist pure Nostalgie. Es wäre wesentlich preiswerter, alle Landwirte nach A16 zu verbeamten. Mit der Auflage, nichts zu produzieren, keine Fremdstoffe mehr auszubringen und keine sog. Nutztiere zu halten. Eine win-win-win-situation: Für den Bauern, für den Steuerzahler, für die Natur. (Ich weiß es ja, jetzt ist der eine oder andere in Versuchung, den Bauern zum Landschaftspfleger zu ernennen, von Autarkie zu reden, nachzurechnen, ob A16 wirklich angemessen sei. Geschenkt. Ist alles überprüft. Geht schon in Ordnung.) Hier der Link zum Artikel http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/niedriger-milchpreis-stuerzt-bauern-in-die-krise-13737394.html

Angstmache Gentechnik

Ludger Weß war lange als freier Mitarbeiter und Gutachter für Greenpeace und Die Grünen tätig. Er hat heute eine andere Sicht. Auf seinem Blog ludgerwess.com teilt er sein Wissen und seine Erfahrungen mit der Netzgemeinde. Im aktuellen Beitrag „Nicht kampagnenfähig“ beschreibt er die Vorgehensweise der NGO’s, wie mit „Angskampagnien“ emotionale Stimmung erzeugt und genutzt wird. Zitat: „Als Faustregel galt: Nur, wenn die Bevölkerung Angst vor Krankheit und Verseuchung bekommt, geht das Portemonnaie auf und die Spendengelder fließen. Das muss man puschen. Alles andere ist nicht „kampagnenfähig“ und daher zu vernachlässigen. Mit der Angstkampagne gegen Gentechnik in der Nahrung folgt Greenpeace dieser Maxime seit den 1990er Jahren – bis heute.“ Wir wollen niemandem Angst machen und wünschen uns allerdings eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Gentechnik. Der Beitrag und der Blog von Ludger Weß ist ein solch kritischer Beitrag. Willi und Alois