Bauer Willi, Medien
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Bauernkinder sind fleissig

Bauernkinder sind fleißig und können hart arbeiten. Stadtkinder hingegen sind Weicheier und faul. Vielleicht nicht ganz so, aber auch nicht viel anders. Lesen!

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/lebenskunst/ethan-a-huff/arbeitgeber-sagt-kinder-die-auf-dem-bauernhof-aufwachsen-lernen-engagement-und-harte-arbeit.html

FB-Fleissig

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53 Kommentare

  1. Auch Bauernkinder können sogenannte Weicheier sein, wenn sie sich überhaupt nicht interessieren für die Landwirtschaft ihrer Eltern, vielleicht werden ihnen die Augen geöffnet wenn sie erwachsen sind, vielleicht wird ihnen plötzlich erheiternd, erwachend bewusst, dass ohne diese Landwirtschaft mit allen für sie noch als miesriechenden Gerüchen, halt doch Ihre Existenz und Lebensgrundlage mit Nahrungsmitteln ist, wovon sie ihr ganzes Leben profitieren werden. Andererseits flippen Stadtkinder aus wenn sie auf einem Bauernhof mal mithelfen dürfen und nicht wenige sind später selber Bauern. Es gibt aber auch Bauern, die bis oben genug haben vom ewigen Preisdruck und dann nur noch schimpfen über die Wohlstandsgesellschaft und die Bürokraten, wovon sie allerdings ein Lied singen können, vor allem über ihren Bürokram mit den vielen Auflagen und Vorschriften und Kontrollören und Milchgehaltabzüge. Ja man denke über das letzte Jahr nach, wo es soviel geregnet hat, das Futter hatte weniger, zuwenig Gehalt, das ergibt schon 150 Franken Milchgehaltabzug pro Mal wohlverstanden und das bei einem sonst schon niedrigen Milchpreis, vergleicht nur einmal den Preis eines ungesunden Energydrinks und dem Preis für einen Liter Milch, den der Bauer erhält. Ein Bauer der heute ganz ehrlich seine Steuererklärung ausfüllt, kein Bauland verkaufen kann, kommt an sein Limit, für seine tägliche Arbeit legt er täglich drauf und alles andere wird auch nicht billiger dabei, Reparaturen, Kaminfeger usw… Aber der Landwirt ist sicher nicht der einzige auf der Welt, der den einzig richtigen und härtesten Job hat und alle anderen sind Weicheier, das seine Arbeit eine sich lohnende ist und eine alltägliche dazu, das wissen wir und ich schätze sie, besonders weil ich auch auf dem Bauernhof aufgewachsen bin und mit meinen 57 Jahren immer noch gerne bei meinem Freund im Stall auf meinen Melkstuhl sitze und helfe Kühe zu melken mit der Absauganlage, ich stehe bei meiner Arbeit in der Küche, da ist es eine besondere Wohltat einmal zu sitzen beim Melken und meinem Gott und meinem gläübigen Freund, Bauernkollege zu dienen mit helfen, Kühe melken mache ich halt fürs Leben gerne. Das wäre mein Beitrag.

  2. Dieser Satz ist schon zum lesen provokativ, man bekommt den Eindruck, dass nur wer bauernhofarbeit leistet, wirklich arbeitet und diese Einstellung ist leider oft unter Bauern anzutreffen. Natürlich müssen unsere Bauern mit viel Verzicht und auf ihre Arbeit drauflegen ,Wirtschaften und es ist absolut nicht richtig wie ihre Produktepreise die sie bekommen tief liegen, unter dem Liniengürtel, man vergleiche den Preis für einen ungesunden Energydrink und dem Milchpreis den die Bauern erhalten, ich weiß von was ich schreibe, ich helfe selber einem Bauern beim melken. Aber mit dem Argument dass Stadtmenschen faule Menschen seien,das möchte ich nicht behaupten, das kann höchstens ein Argument eines Bauern vom Lande sein, der nicht mehr weiß, wie er mit den tiefen Preisen und den vielen nervenden Vorschriften und Bürokram kutschieren soll und dann einfach die ganze Gesellschaft abstempelt als faule Bürokraten und Wohlstandsgesellschaft die nicht mehr wissen, was hart arbeiten.

  3. Vielleicht begreift die Jugend nur endlich, dass sie von Konzernen nur ausgebeutet wird. Sie soll Dinge herstellen und Dienstleistungen erbringen, die sie sich von dem Gehalt, das sie für ihre Arbeit bekommt, selbst gar nicht leisten kann.

    • Mr Tom sagt

      Wenn unsere Eltern mit der gleichen Einstellung durchs Leben gegangen wären, könnten wir nicht auf diesem Niveau jammern.

      • Hertha Kerz sagt

        Zur Zeit unserer Eltern sahen sich Unternehmer auch noch in der sozialen Pflicht, sich um ihre Mitarbeiter zu kümmern. Viele Unternehmer hatten sich beispielsweise im Wohnungsbau engagiert – Stichwort Werkswohnungen. Viele Unternehmer veranstalteten Belegschaftsfeiern, Geburtsgeld, Umzugsgeld, “Weihnachtsmärchen”, es gab für den Nachwuchs Stipendien. Für soziale Härtefälle gab es firmeninterne Fonds….. etc. Die Liste lässt sich beliebig verlängern. Damals – vor gefühlten 100 Jahren – war dem Unternehmer klar, dass die Belegschaft seinen Reichtum schafft.

        Heute ist der gemeine Arbeitnehmer ein Wegwerfartikel…..

        • Mr Tom sagt

          Solche Annehmlichkeiten sind letzten Endes eine abgewandelte Form der Entlohnung. Es gibt sicher auch heute noch Mittelständler, welche den Wert Ihrer Belegschaft zu schätzen wissen.

          Hab kürzlich von einem Unternehmer gehört, er habe eine Abmahnung von der IHK bekommen, weil sein Lehrling den Lieferwagen waschen mußte – der Lehrling hatte ihn angeschwärzt. Das macht doch richtig Laune auf die nächste Belegschaftsfeier, oder?!

  4. Rufer aus der Wüste sagt

    Anstatt das man sich ueber den Artikel und den Inhalt sich Gedanken macht wird der Verlag kritisiert.

    Der Ueberbringer der schlechten Nachrichter ist der Uebeltaeter. Nicht der Verursacher.

    Ich lese den Koppverlag regelmaessig weil dort Dinge stehen die in der Tagesschau nicht erwaehnt werden. Ob sie der Wahrheit entsprechen lass ich jeden selber entscheiden.

    Also immer locker bleiben im ach so toleranten Deutschland. Aber nur wenn die Meinung den politischen Interessen entspricht.

    Also weiter im Thema. Soziales Jahr fuer alle.

  5. Walter Parthon sagt

    Bauernverband Schleswig-Holstein
    Aldi und Lidl zahlen einen Milchpreis von 40 Cent – in Groß Britannien

    In Groß Britannien haben sich vier große Supermarktketten, unter anderem Aldi und Lidl, auf einen Minimumpreis für Milch geeinigt: 28 Pence/Liter – am 17. August waren das in Euro umgerechnet 40 Cent. Das berichtete „The Telegraph“ am 14. August.

    Kein Unternehmen offenbarte, welcher Preis bisher gezahlt wurde. Aldi bestätigte aber ebenso wie Lidl, dass die 28 Pence höher seien als bisher. Tony Baines, Chefeinkäufer bei Aldi, sagte, das Unternehmen fühle sich den britischen Landwirten verpflichtet. Die Preisvereinbarung sei das aktuellste Beispiel „unserer Unterstützung für diesen Sektor“. Der Einkäufer von Lidl, Paul Gibson, meinte: “Wir sind stolz auf eine starke und lange Geschäftsbeziehung zu allen Anbietern von Milchprodukten. Lidl wird die britischen Farmer weiterhin fördern, lokal und über die Landesgrenzen hinaus durch umfangreiche Exporte.”

    Frage1: Wenn Aldi und Lidl auf den britischen Inseln einen derartigen Nationalstolz entwickeln, was bedeutet dieses dann für den Umgang mit den deutschen Bauern?
    Frage 2: Wann ziehen Aldi und Lidl in Deutschland nach? Dazu wäre keine Absprache nötig, sondern der Wille!
    Frage 3: Wann verpflichtet sich der Handel ähnlich wie in England den deutschen Landwirten?

    Auf die Antwort sind wir gespannt.

    http://www.telegraph.co.uk/…/Supermarkets-agree-to-set-new-…

  6. Alex sagt

    Ist es denn so verwerflich, dass einfach mal etwas zu Diskussion gestellt wird, statt täglich stundenlang selbst hochwertigen und stichhaltigen Content zu produzieren (und nebenbei bemerkt, dann nichts mehr von aussen reinzulassen, was auch wieder Kritik wert wäre)?

    Ist es so verwerflich, auch mal von Firmen und Organisationen etwas zu posten, hinter deren Konzept man vielleicht nicht steht, die aber vielleicht einen interessanten/relevanten Ansatz haben? Immerhin wird wenigstens mal über den Tellerrand geschaut und andersartige Meinungen zumindest erstmal als beachtenswert eingestuft. Allein das widerspricht zum Beispiel einem der vielen Klischees vom Bauern.

    Es ist immer leicht, das zu kritisieren, was man so vorgesetzt bekommt – wesentlich leichter als selbst etwas zustande zu bringen. Trotzdem setzt Willi den Lesern hier regelmäßig abwechslungsreiches Material vor. Dass das ein oder andere Thema dem ein oder anderen Leser nicht passt, ist wohl auch normal. Kann man auch mal großzügig drüber hinweglesen.

    Andere Verlage oder Medien arbeiten auch mit Pauschalisierungen und reißerischen Titel wie “Alle Milchkühe werden gequält” – ist da etwas wie “Bauernkinder sind fleissig” anders? Und wenn ja warum? Zumindest scheinen sich die Gemüter daran ähnlich aufzureiben, der Erfolg ist also da und ergo der Link zum Kopp-Verlag wohl doch nicht so verkehrt?

  7. Stadtundlandkind sagt

    Viele Bauern hier lobpreisen offensichtlich, dass sie auf dem Land aufgewachsen sind und dadurch bessere Menschen und Arbeiter.In der Stadt, schon wieder so eine Pauschale, Kleinstadt? Großstadt?, das ist doch ein riesen Unterschied, wachsen nur Weicheier heran. Habt ihr Bauern denn schon mal in einer Stadt gelebt um euch ein solches Urteil erlauben zu können?
    Ich bin auf dem Land aufgewachsen(mit Landwirtschaft) und mußte als Kind hart arbeiten.Das habe ich meinen Kindern erspart, meine Kinder sollten nicht billige hart arbeitende Arbeitskräfte sein sondern Kind sein dürfen.Sie haben alle gute Berufe erlernt, zwei haben studiert, eine Tochter sogar Agrarwissenschaften.Sie sind weder verweichlicht, noch unpünktlich noch treffen sonstige pauschalisierende Unmöglichkeiten auf sie zu.
    Nicht der Artikel selbst hat mich nun dazu bewegt hier zu schreiben….sondern die Tatsache, dass ihr so ein billiges Argument, wir wollen ja nur Diskussion voranschiebt. Ich gebe Uli recht, ihr seit Clickhuren.
    Meine Bilanz, als kritische aufgeklärte Verbraucherin ,von diesem Forum (das ja angeblich dafür sorgen soll, dass Bauern sich mit dem Verbraucher austauschen können um mehr Wertschätzung für ihre Arbeit zu bekommen) ist :….um mal ein Klischee zu bedienen….einen Bauer der nicht jammert gibt es gar nicht. Verbraucher die sich ernsthaft hier einbringen wollen werden weggemobbt und beschimpft, Verbraucher haben ja keine Ahnung und müssen somit auch nicht ernst genommen werden. Das alles wirkt auf mich wie ein riesen Minderwertigkeitskomplex.Bauern wollen, dass man ihre Arbeit wertschätzt, ja wer will das nicht, aber um mal Karl Ludwig Schweisfurth(ehemals Herta)zu zitieren: ” Irgendwann sind wir in der Landwirtschaft und besonders in der Tierhaltung vom rechten Weg abgekommen. ” Solange Bauern nur jammern und gar keine Interesse haben wieder auf den rechten Weg zu kommen und alle und alles beschimpfen die sich damit kritisch auseinandersetzen , solange kann man die Arbeit der Bauern auch nicht wertschätzen.

    • Andreas Fendt sagt

      ich bin in der Großstadt aufgewachsen und vermutlich deshalb der faulste Bauer weit und breit 🙂

      • Andreas Fendt sagt

        na eben weil ich als Städter faul bin und nicht arbeiten will, sitz ich vor dem Imac und schreiben stattdessen…

      • bauerhans sagt

        will mich jetzt nicht einschleimen……aber meine beobachtung der berufskollegen hat ergeben,dass die quereinsteiger,die einen anderen beruf erlernt hatten bzw.nicht aufm hof aufgewachsen waren,die besseren bauern sind….

        • Alois Wohlfahrt sagt

          “Besser” ist eine wenig eindeutige Wertung. Aber an Deiner Beobachtung ist schon was dran. Ich denke, ein Quereinsteiger fasst bewusst selbst die Entscheidung für den Hof. Dann ist es sein Hof und er gestaltet stärker als wenn nur “übernommen” wird. Und, seine ausserlandwirtschaftlichen Berufserfahrungen sind ein weiterer positiver Fundus. Die Handwerksinnungen haben im Mittelalter die Walz begründet, wo der junge Mensch fast gezwungen in der Welt da draussen neue Erfahrungen zu sammeln, bevor er daheim wieder den Betrieb führt. Es ist der sprichwörtliche Blick über den Tellerrand der das Leben bereichert.

          • Mr Tom sagt

            Es ist oft ein Generationenproblem.
            So mancher Betriebsnachfolger würde sicher gerne gestalten, steht aber unter der Fuchtel des Übergebers.

          • Bauer Christian sagt

            ich habe auch die ERfahrung gemacht, dass die “Quereinsteiger” mher über den Tellerrand blicken, neue Dinge probieren und offen sind für neue Denkansätze. Man wird ja gleich oft als Au?enseiter/Spinner hingestellt.

            • Andreas Fendt sagt

              ja nach vorherigen Erfolg im Beruf hat man auch das entsprechende “Standing” bzw. Selbstbewusstsein um es auszuhalten (oder gar zu geniessen) als Spinner dazustehen. Hinzu kommt dass man oft vorher auf verschiedenen Höfen als Angestellter gearbeitet hat. Ich hatte 10 Lehr- und Wanderjahre und habe viele verschiedenen Biohöfe gesehen und von allen das Gute übernommen und mich vom Schlechten warnen lassen. Den klassischen Hoferben würde ich solche Lehr- und Wanderjahre, unbedingt auch im Ausland, nahelegen, solange “der Alte” daheim noch kann…

    • Alois Wohlfahrt sagt

      Ja liebes, namenloses Stadtundlandkind, bzw. liebe “kritisch aufklärende Verbraucherin” (so wie Sie sich selbst nennen),
      haben Sie sich denn man die Mühe gemacht und diesen Blog mit mittlerweilen 155 eigenen Beiträgen und 4450 Leser-Kommentaren wenigstens ansatzweise zu studieren?
      Denn Ihre Bilanz ist knallhart. Da sie ihre persönliche Situation verteidigen, nehme ich an, dass sie sich persönlich getroffen fühlen. Es hat Sie aber niemand persönlich angegriffen.
      Ihre Unterstellung, wir wären gar nicht ernsthaft an Dialog interessiert ist schlicht falsch.
      Gerade auch mit solchen “berührenden Themen” erreichen wir, dass sich Landwirte und Nicht-Landwirte oder sagen wir Städter und Landbewohner kritisch miteinander austauschen. Denn dass da einiges schief läuft im Bezug auf Landwirtschaft und Gesellschaft wird hier niemand bestreiten. Und ja, wir streiten hier auch um den, wie sie es nennen, “den rechten Weg”. Wenn Sie dazu also weitere (ein bisschen mehr) konstruktive Postings hätten, dann täten Sie der Runde bestimmt gut.
      Alois

    • Bauer Willi sagt

      Liebes Stadtundlandkind
      vielen Dank für den Beitrag zum Dialog. Vielleicht machen Sie sich die Mühe, auch andere Artikel zu lesen, die wir veröffentlicht haben.
      Wenn Kommentatoren unterschiedlicher Meinung sind, heißt das doch nicht, dass sie den Andersdenkenden wegmobben! Es kann und darf jeder seine Meinung äußern, Sie eingeschlossen. Wir hätten den Kommentar ja auch löschen können, aber das ist nicht unser Stil.
      Zu den Kindern: auch unsere Kinder studieren beide. Beide sind zur Zeit mit Freunden im Urlaub. Auch sie mussten auf dem Betrieb nicht mithelfen, so wie ich das in meiner Jugend getan habe. Obwohl wir auch ein “Familienbetrieb” sind, den sich ja jeder wünscht. Ja, dieser Artikel polarisiert und das war beabsichtigt.

      Uns deshalb als “Clickhuren” zu bezeichnen (eher beschimpfen) zeigt mir, dass Sie nicht unter einem Minderwertigkeitskomplex leiden. Eher das Gegenteil…
      Mit freundlichen Grüßen
      Bauer Willi

    • bauerhans sagt

      “…aber um mal Karl Ludwig Schweisfurth(ehemals Herta)zu zitieren: ” Irgendwann sind wir in der Landwirtschaft und besonders in der Tierhaltung vom rechten Weg abgekommen. ”

      genau,wenn ich nen paar millionen habe,sage ich das auch……
      eine reicht nicht dazu…..

    • Eva-Maria sagt

      Liebes Stadtundlandkind!

      Ob du willst oder nicht, du wertschätzt unsere Arbeit, indem unsere Produkte täglich in deinem “Mund” sind! Dafür wollen wir fair entlohnt werden! Wir wollen Preissicherheit für unsere Produkte und Planungssicherheit für Investitionen! Überproduktion muss sein, damit Vorräte angelegt werden können für eventuelle Notfälle und damit du täglich große Auswahl an Lebensmitteln hast, nur 1 % Unterproduktion bedeutet Hunger und das wollen wir doch alle nicht!

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ach Stadtundlandkind,
      lobpreisen tun die Landbewohner den Herrn, soweit sie der kath. Kirche angehören.

      Es sind die Städter, die erhaben auf die Landwirte herabschauen und sich als Weltoffener fühlen gegenüber der Bewohner in ländlichen Gegenden.
      In unserer Gegend gibt es einige bekannte Automobilzulieferer, die ihre Ausbildungsplätze gerne mit Kindern von Landwirten besetzen, auch Bewerber von kleinen Gemeinden werden bevorzugt. Die Begründung der Ausbilder möchte das Stadtundlandkind bestimmt nicht hören.
      Sie mögen eine aufgeklärte Verbraucherin sein, aber damit hat es sich auch, alle Bauern als “jammernde Bauern” zu bezeichnen, ist eine Unverschämtheit.
      Ein Karl Ludwig Schweisfurth, kann mit seinen Millionen auf dem Konto seine Schweine im Deck suhlen lassen, der normale Schweine Mäster muss sich nach dem Verbraucher richten.

      Ich persönlich habe auch keinen Minderwertigkeitskomplex, meine Kinder haben auch Abitur, der eine ist Diplominformatiger, der andere studiert Physik, zu mehr hat es halt nicht gereicht, sind halt Bauernkinder vom Land.
      Solange der Verbraucher nur über die Bauern schimpft, ist es für die Kinder besser einen anderen Beruf zu ergreifen, dann können sie auf die Straße gehen, um für einen höheren Lohn zu Streiken und keiner sagt denen, dass sie nur jammern.

  8. bauerhans sagt

    erinnert mich an meine jugend.
    für meine eltern war es selbstverständlich,dass wir kinder auch VOR der schule mithalfen.
    meine älteren schwestern haben die kühe gemolken,ich gefüttert,was dazu führte,dass es an regentagen geruchsprobleme in der schule gab.
    schulisch bedeutete das,alle hatten probleme,es gab ehrenrunden bzw. meine schwestern sind dann ins internat,um abi zu machen.
    interessant war die reaktion der verwandten und nachbarn,die heftig schimpften,aber keiner traute sich,was zu sagen.

  9. Uli49 sagt

    Stadtkinder sind Weicheier und faul!
    gehts noch pauschaler?
    Ausländer sind faul!
    Schwarzen sind dumm!
    Juden sind geldgierig!
    Das hat nichts mehr mit einer anständigen Diskussion zu tun.
    Wer einen solchen Link des Kopp-Verlags verbreitet hat, an einer echten Diskussion kein Interesse, sondern will nur provozieren und Clicks erzeugen. Neudeutsch nennt man solche Leute Clickhuren.
    Enttäuschte Grüße, Uli

    • Mr Tom sagt

      Landwirte sind Tierquäler, Umweltverschmutzer, Subventionsempfänger……..

      Merkst Du was?

    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Uli, von Ausländer, Schwarzen und Juden ist kein einziges Wort hier gesprochen oder geschrieben worden. Das sind Unterstellungen von Dir , die ich hiermit zurückweise.
      Über die Formulierung mit den Stadtkinder kann man ja diskutieren. Wenn man es aber im Kontext liest, versteht man auch die Prise Ironie, die Willi oft anwendet.
      Zum Kopp-Verlag habe ich hier nun schon einige Male gesagt, dass wir den Hintergrund des Verlages nicht wussten und auch nicht recherchiert haben.
      Das machen wir das nächste mal besser. Jedenfalls lese ich in dem geteilten Artikel in keiner Form hier Negativität oder Hetze.
      Ich hoffe, dass sich die Gemüter dann wieder mal beruhigen können und wir wieder einen Dialog führen können.
      Alois

      • Uli49 sagt

        Die Parallelen zu den Pauschalisierungen über Ausländer, Schwarze und Juden habe ich gezogen, damit Du endlich merkst, wie dumm Pauschalisierungen sind.
        In dem verlinkten Artikel findet sich kein Funken von Ironie, nur pauschale Verurteilungen ganzer Bevölkerungsgruppen. Das paßt so überhaupt nicht zu Deinem sonstigen Stil, wo Du sonst immer differenzierst. Nach so einer Stinkbombe ohne Entschuldigung werden sich die Gemüter so schnell nicht beruhigen.
        Mit Grüßen an den sonst immer integren Alois von Uli.

  10. Alex sagt

    Da ist auf jeden Fall etwas Wahres dran – auch wenn es hier um USA und Australien geht und eigentlich nur darum, dass Jugendliche überhaupt mal arbeiten sollen, bevor sie in Vollzeit auf die Arbeitswelt losgelassen werden. Nordamerika kann man noch halbwegs mit Deutschland vergleichen (aber früher besser als heute), weil die Strukturen ähnlich waren, wenn auch in Amerika natürlich größer.

    Bauernkinder (die auch auf dem Hof mithelfen wohlgemerkt, was nicht mehr selbstverständlich ist) bekommen halt auch die typischen Werte vermittelt, die mit der bäuerlichen Arbeit einhergehen – und über die freut sich jeder moderne Arbeitgeber. Machen wir uns nix vor, viele Firmen sind froh, wenn die Mitarbeiter sich von selbst zu Höchstleistungen anspornen und am besten 24/7 arbeiten. Da hat man mit einem Bauernkind vielleicht eher ein “williges Opfer”: Sie sind gewohnt, vor Morgengrauen anzufangen und es gilt nicht die Arbeitszeit, sondern die Arbeit ist erst fertig, wenn sie fertig ist. Und wenn das 14 Stunden dauert, dann ist das so. Und über Monate geht, dann ist das auch so. Und nicht bezahlt wird – auch.
    –> Das ist jetzt auch sehr verallgemeinert aber in meinem Umfeld sehe ich das ziemlich häufig. Das, was einen Familienbetrieb auch mal über schlechte Jahre bringt, nämlich Gürtel enger schnallen, weiterarbeiten und auch mal kein Geld über haben, stellt so Mancher guten Fachkraft später erstmal ein Bein, wenn es mit der Hofnachfolge nicht geklappt hat.
    (Und nein, das ist kein Plädoyer meinerseits für Arbeiten á la “um 17 Uhr alles fallen lassen und ab nach Hause”).

    • Bauer Christian sagt

      @Alex:
      dies beschreibt eben auch, dass der Bauer Unternehmer und nicht Angestellter ist. Wo bleib da die “Bauerngewerkschaft” 🙂

      Es gibt sogar “agrarferne” Firmen, die bevorzugt Leute vom Bauernhof einstellen, da diese eben eher anpacken wenn es darum geht, weil sie es von daheim gewohnt sind/waren.

      • Alex sagt

        Zitat Bauer Christian: “Es gibt sogar “agrarferne” Firmen, die bevorzugt Leute vom Bauernhof einstellen, da diese eben eher anpacken wenn es darum geht, weil sie es von daheim gewohnt sind/waren.!”

        Genau das hab ich doch auch geschrieben?

        Wie war das mit dem “selbständig” aka Unternehmer? Selbst und ständig, ne 😉

  11. Bauer Willi sagt

    Wir stellen den Artikel hier zur Diskussion. Was der Verlag sonst noch veröffentlicht haben wir nicht recherchiert. Machen wir auch nicht bei anderen Artikeln, die wir verlinken. Da hätten wir viel zu tun.
    Bauer Willi

  12. Bauer Christian sagt

    Dies kann man so nicht verallgemeinern. Fakt ist aber, dass man als Bauernkind lernt anzupacken wenn es nötig ist, da man am Arbeitsplatz de fakto auwächst. Bei den Arbeitsspitzen wird jede kleine Hilfe geschätzt.
    Dies trifft heute wahrscheinlich nicht mehr so zu, da alles viel mehr technisiert ist und nicht mehr so viel Handarbeit anfällt. Früher waren wir als Kinder bei der Heuernte voll integriert, da jedes “Schipperl” Heu von der Wiese mitgenommen wurde. Oder es noch mit viel Handarbeit in den Stadl geschaffen wurde. Heute macht man dies alles mit Presse+ Lader und dazu braucht man nen Führerschein.

    Wichtig ist den Kindern die realität zu zeigen. Und auch nicht Bauernkinder könnten anpacken, zb. im Haushalt etc.

    Bitte klärt mich auf, was der Kopp-Veralg damit zu tun hat? Zur welcher Kaste gehöre ich dann, wenn man da kategorisiert wird? 🙂

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