Alle Artikel in: Bauer Willi

Was ist eigentlich aus dem Kükentöten geworden?

Julia Klöckner (CDU) hat sich zu ihrer Zeit als Landwirtschaftsministerin selbst gefeiert, dass das Kükentöten in Deutschland während ihrer Amtszeit verboten wurde. Das Ergebnis: Viele Brütereien mussten aufhören, ein Teil der Produktion von Küken wanderte ins Ausland ab. https://www.zdf.de/dokumentation/die-spur/kueken-schreddern-verboten-104.html Was passiert mit den Bruderhähnen? Der Brüterei-Betreiber in der Reportage bringt es auf den Punkt: es gibt dafür keine Kunden! Also muss es andere Lösungen geben. Sie werden nach Polen gefahren. Dort ist man aber nicht sehr gesprächig. Auch nicht gesprächsbereit ist man im BMEL… Das Fazit der Sendung: „Das Gesetz ist gut gemeint aber schlecht gemacht“. Aber das wird Frau Klöckner nicht mehr interessieren.  

Umweltgefahr Süßstoffe…

Wussten Sie, dass bestimmte Süßstoffe nicht abbaubar sind? Sie verbleiben in der Nahrungskette und können so auch ins Trinkwasser gelangen. Werden die Süßstoffe nicht abgebaut, reichern sie sich an. Und könnten so für zukünftige Generationen doch zum Problem werden. Denn für viele Wasserorganismen sind hohe Konzentrationen von Süßstoffen schädlich. https://www.tagesschau.de/wissen/suessstoffe-umwelt-100.html Besonders Acesulfam ist in den Blick der Forscher gelangt. Was ich auch nicht wusste: Süßstoffe werden auch in der Tierhaltung eingesetzt.

Vegetarisch, vegan – und wieder die gleichen Fake-Daten

Langsam werde ich müde. Immer wieder die gleichen Phrasen. Natürlich kann sich jeder so ernähren wie er oder sie es will. Aber dieser Artikel vereint wirklich alle Halb- und Unwahrheiten rund um die vegetarische und vegane Ernährung. https://rp-online.de/leben/kochen/so-nuetzlich-ist-eine-vegetarische-ernaehrung_aid-112680599 Über diese Punkte müssen wir reden: (Zitate aus dem Artikel) Vegetarische Ernährung schützt das Klima, Milchkonsum belastet das Klima Für die Produktion von 1 kg Rindfleisch werden über 15.000 Liter Wasser benötigt, für Gemüse 322 Liter pro Kilo Weltweit werden ein Drittel der Ackerflächen für Futterbau genutzt. Landwirte sollten vermehrt nach Alternativen in der pflanzlichen Produktion suchen: Hülsenfrüchte wie Lupinen, Kichererbsen, Soja und Quinoa könnten sie heimisch anbauen und zum Beispiel für die Produktion von Fleischersatzprodukten verwenden. Vegetarismus kann Pandemien verhindern:Betriebe mit Massentierhaltung bieten einen idealen Nährboden für die Ausbreitung von Krankheitserregern. Die Landwirtschaft ist weltweit der größte Wasserverbraucher. Und der großflächige Anbau von Futtermitteln für die Fleischproduktion verschärft den Mangel in Ländern des Globalen Südens, die ohnehin unter Wasserknappheit leiden.      

Zu Ende denken…

Tolle Sprüche finden sich in der Kampagne der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), dem Lebensmittelverband Deutschland und den sie tragenden Fachverbänden und Unternehmen. https://www.lieber-zu-ende-denken.de/ Ich persönlich finde es gut, wenn eine Branchenvertretung so klar Stellung bezieht, unabhängig davon, ob man die Meinung teilt oder nicht. https://www.lieber-zu-ende-denken.de/was-wir-wollen/

Gesundheit…

Haben Sie in diesem Jahr auch so viele Schnecken im Garten? Bei uns gibt es so viele wie noch nie! Das hängt wohl mit dem durchgehend nassen Frühjahr hier im Rheinland zusammen. Ich weiß, woanders wünscht man sich unseren Regen. Was machen Sie gegen Schnecken? Bierfallen oder doch Schneckenkorn. Japanische Laufenten sollen auch helfen, aber ob die nur an die Schnecken gehen. Ist auch egal, jedenfalls hat jeder so seine Methode, die Viecher wegzubekommen. Wissen Sie, was Sie da gerade machen? Sie betreiben Pflanzenschutz. Sie wollen nicht, dass Ihre Pflanzen von den Schnecken angefressen oder gar aufgefressen werden. Sie töten also diese Tiere (oder lassen sie von den Enten töten, also „Auftragsmord“ 🙂 ) um keinen Schaden an Ihren Pflanzen zu haben. Mit dieser Maßnahme greifen Sie bewusst in die Biodiversität ein, in dem Sie ein Tier, das Sie als Schädling definieren, vernichten. Sie retten damit aber Ihren Kopfsalat oder Ihre Kohlrabipflanzen und verhindern Lochfraß in den reifen Erdbeeren. (…Ist bei uns ein richtiges Problem). Wir Bauern wollen keine Blattläuse in den Zuckerrüben haben. Die …

Wetterwarnung…

Am Freitag morgen (17.5.) hat Wetteronline für unseren Ort eine Niederschlagsmenge von 20-50 mm vorhergesagt und dies auch in einer Unwetterwarnung online gestellt. Um die Mittagszeit wurde die Wetterwarnung auf  „10-20 mm in 12 Stunden“ geändert. Die obige Wetterwarnung  wurde gegen 16 Uhr veröffentlicht. Ich finde diese Meldung aus mehreren Gründen problematisch. Was meint ihr? Tatsächlich geregnet hat bei es bei uns am Standort am 17.5. in 24 Stunden exakt 1 mm. Darüber sind wir sehr glücklich. Den Südwesten Deutschlands hat es schlimm erwischt. Ich finde es nicht tragisch, dass die Prognose und die Realität bei einem solchen Ereignis nicht auf den Kilometer genau vorgesagt werden kann. Aber einen „Dauerregen mit 2-5 mm innerhalb von 6 Stunden“ als Warnung zu bringen?  

Steigende Preise – und steigende Sorgen

Die Preise für Weizen sind in den letzten Tagen extrem nach oben geschossen. Lag der Schlusskurs für Ablieferung September 2024 am 6. März 2027 noch bei 197,50 €/t, so hat er am 13.5. mit 258,75 €/t seinen vorläufigen Höchstwert erreicht. https://www.kaack-terminhandel.de/euronext/weizen Wie immer, kann es niemand und jeder erklären. Ich kann es nicht erklären, folge aber der Meinung, dass der Preisverfall bis März durch niedrige Exportpreise von russischen Weizen erzeugt wurde. Agrarrohstoffe wurden von Putin als Waffe eingesetzt, er wollte und will im Kampf um die Exporte gegen EU-Ware schiessen. Aktuell wird berichtet, dass die Witterung in Russland für das Wachstum der Pflanzen sehr ungünstig ist (sein soll). Wenn die Ertragsaussichten sinken, werden die Agrarrohstoffe im eigenen Land gebraucht und Russland verbleiben geringere Mengen für den Export. Wenn das (erwartete) Angebot sinkt, steigen die Preise. Wenn das erwartete Angebot aufgrund günstigerer Witterung wieder steigt, könnten die Preise wieder fallen. Wenn, ja wenn nicht in anderen Teilen des Globus weniger geerntet wird. In Westeuropa ist es sehr nass Das Rheinland ist nicht der Nabel der Welt, …

Bürokratieabbau…absurder geht es kaum…

Ich hoffe, dass der nachfolgende Link nicht realisiert wird. Hier ein Zitat: „Nach jetzigem Stand müssen Rinderhalter von Juli 2025 an die Geokoordinaten für jedes Tier auf den Meter genau angeben. Also von jedem Stall und von jeder Weide.“ https://www.wochenblatt.com/geokoordinaten-fuer-jedes-rind-13592025.html Es dürfte jedem klar sein, dass diese Forderung absurd ist. Trotzdem müssen sich jetzt Menschen damit beschäftigen, einen solchen Schwachsinn abzulehnen. Doch es gibt auch Erleichterung von Cem Özdemir: https://www.bmel.de/SharedDocs/Meldungen/DE/Presse/2024/240515-buerokratieabbau.html Es geht in dieser Pressemeldung von Mittwoch um eines der zentralen Themen in der Landwirtschaft: den Verlust von Ohrmarken (Ironie off) Mittwoch, 15. Mai 2024: Mein Tag der Formulare Am Mittwoch habe ich die Ermahnung von meiner Zuckerfabrik bekommen, dass ich die Nachhaltigkeitserklärung  noch nicht abgegeben habe. Obwohl sich in unserem Betrieb seit Jahren nichts geändert hat, muss ich die Jahr für Jahr immer wieder abgeben. Das habe ich dann auch brav gemacht, so wie jedes Jahr. Ich weiß auch, was das Zuckerunternehmen damit macht: es erklärt gegenüber dem Kunden, dass es alle Belege zur Nachhaltigkeit bei seinen Lieferanten nachgefragt hat. Und was macht Aldi …

Mediale Rituale – nur schlechte Nachrichten sind…

Als mediales Ritual muß man es wohl bezeichnen, wenn die Bevölkerung zwar im Jahreskreis mit den wiederkehrenden Meldungen von Greenpeace und Co. behelligt wird über (einordnungslose) gar grausige, mindestens gesundsheitsschädliche bis todbringende Funde von Pflanzenschutzmitteln  beginnend bei Spargel, in Ostereiern, dann in Muttertagsblumen, weiter dann in Erdbeeren, klarerweise dann übergehend in Brot über zu Grillfleisch und so fort bis endlich zu den Christbäumen. Es ist wohl auch als mediales Ritual zu bezeichnen, daß die zu diesen Themen genauso jährlich wiederkehrenden fachlich ermittelten Untersuchungen der Bevölkerung tunlichst vorenthalten werden. Man will ja die arme Bevölkerung nicht mit Informationen zur Einordnung überhäufen. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Hier die Untersuchungsergebnisse der AGES, https://www.ages.at/mensch/schwerpunkte/schwerpunktaktionen/detail/nationales-kontrollprogramm-pestizidrueckstaende-1   Danke an Bauer Fritz für die Hinweise und die Einleitung…

Parteien zur Europawahl

Wo wir gerade das Thema haben, hier eine Darstellung der Tagesschau, in der die Parteien auf ihr Wahlprogramm zur Landwirtschaft hin verglichen werden. https://www.tagesschau.de/europawahl/parteien_und_programme/landwirtschaft-142.html Ich sage jetzt mal nichts dazu, aber was da so manche Partei von Stapel lässt, ist weit ab von jeder Chance einer Realisierung. Ich empfehle, auch die Programme der kleineren Parteien zu studieren. Bei einigen merkt man deutlich, dass dort nur wenig Fachkenntnisse vorgelegen haben können.