Alle Artikel in: Bauer Willi

Frau Künast, wollen Sie lieber Gentechnik oder Pestizide?

Am Rande des Agrar-Polittalk, veranstaltet von agrarheute am 13.9. in Berlin, hatte ich im Nachgang Gelegenheit, Frau Künast die Frage zu stellen, ob sie  Kartoffeln, denen die Uni Wageningen (kein Konzern!)  aus Wildkartoffeln mehrere Resistenzgene gegen Kraut- und Knollenfäule eingebaut hat, ihre Zustimmung geben würde. Tausende Tonnen Fungizide müssten ab morgen nicht mehr gespritzt werden. Also die Frage: „Wollen Sie lieber Gentechnik oder lieber Pestizide“. In eigener Sache: der Ton (ist jetzt akustisch gemeint 😉 )  ist nicht besonders gut, weil ich kein Mikrofon eingesteckt habe. Ruhig zweimal hören. Euer Bauer Willi Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Frau Tackmann hat eine gute Idee…

Am Ende des Agrar-Polittalk von agrarheute am 13.9. in Berlin habe ich Frau Tackmann von der Partei „Die Linke“ interviewt. Weil Sie mich in der Diskussion mit einer Idee elektrisiert hat, wie man der Markt-Macht von Supermärkten und Discountern begegnen kann. Klingt erst mal etwas utopisch, lässt sich aber ausbauen… Das Bild habe ich übrigens von der Homepage von Frau Tackmann geklaut. Es zeigt, dass auch Linke Porsche fahren 🙂 Euer Bauer Willi Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Der Agrar-Polit-Talk zur Bundestagswahl

Der Agrar-Polit-Talk zur Bundestagswahl ist gelaufen. Der Smalltalk zur Einstimmung mit meinen Blogger-Kollegen war schon mal sehr schön… Hier unten ist das Live-Video von der Sendung. Ich glaube, die Frau Künast hat es wieder geschafft am meisten Redezeit zu beanspruchen…. 🙁 Aber ich bin jetzt gespannt, was ihr dazu sagt? Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Was blüht denn da …

Ein Brief von Bauer Fritz aus Oberösterreich Lieber Bauer Willi, in deinem Bericht „Zwischenfruchtsaat“ so Ende August hieß es – für einen Bauern ganz selbstverständlich und lapidar –  „Aktuell säen wir Zwischenfrüchte.“ Da dachte ich mir, daß man sich als Bauer doch meist viel mehr Gedanken zu dem ganzen Themenkreis Zwischenfruchtanbau/Winterbegrünung/Bienenweide etc. macht und manche vorausblickende Überlegungen damit verbunden sind als sie dann in so einem einfachen Satz rüberkommen. Gedanken und Überlegungen als da etwa wären: Was baue ich zu welchem Zeitpunkt, welche Hauptfrucht soll denn auf die Begrünung folgen, Was will ich durch die Begrünung auf welchen Böden erreichen. Kann mir die Begrünungsmischung eventuell auch Probleme machen. Etwa wenn es nicht regnet oder zuviel regnet, wenn sie nicht abfriert. Sind Kulturfamilien dabei, die sich mit meiner Hauptfrucht oder meiner Fruchtfolge nicht wirklich ideal vertragen, welche Begrünungsvariante(n) will ich ab wann und wie lange nutzen. Ist es besser zu drillen oder mit dem Steuer einfach auszubringen. Nicht zu vergessen: was kostet der Spaß denn so. Und vieles mehr ….. Und dann kommt die Frage, welche …

Hungerstreik

Ich habe mir lange überlegt, ob ich nachfolgenden Brief veröffentlichen soll. http://www.gruenevernunft.de/sites/default/files/Offener%20Brief%20Bedford-Strohm.pdf Darin schreibt Dr. Horst Rehberger, ehemaliger Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, einen Brief an den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche Deutschlands. Er bittet darin um einen Gesprächstermin zum Thema Grüne Gentechnik, insbesondere um Golden Rice. Bei einem Nicht-Zustandekommen dieses Termins – um den er vor Wochen schon gebeten hat –  kündigt er einen unbefristeten Hungerstreik vor dem EKD-Gebäude in Hannover an. Warum ich gezögert habe? Weil mir die Kommentare auf diesen Brief von vorneherein klar sind. „Der will doch nur einem Gentechnik-Lobbyisten ein Forum liefern, der Rehberger ist doch von den Konzernen gekauft, wir wollen keine Gentechnik und erst recht keinen Golden Rice, warum kapiert ihr das nicht“. Und so weiter und so weiter, ich kenne all die Argumente und Studien schon auswendig. Ich werde auch langsam müde, mich auf diese Diskussionen einzulassen. Warum ich den Brief trotzdem bringe Weil mir Menschen imponieren, die für ihre Überzeugung brennen. Die bereit sind, dafür auch persönliche Anfeindungen auf sich zu nehmen, obwohl sie selber keinen Nutzen davon haben. Im Falle des Golden Rice …

Jamaika…

Ein vollkommen unpolitische Betrachtung… Die Farben der Nationalflagge Jamaikas sind Schwarz, Gelb und Grün, deren Anteile in etwa gleich verteilt sind. Gelb trennt Schwarz und Grün voneinander. Ich habe mal bei Wikipedia nachgeschaut, was man dort über Jamaika erfahren kann: Viele Details der Entstehung sind unbekannt oder umstritten Die Nähe zur Plattengrenze führt immer wieder zu starken Erdbeben, Der Konsum von Marihuana ist auf der gesamten Insel verbreitet. Jamaika ist eine stabile parlamentarische repräsentative demokratische Monarchie. Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt, wo sie… in slumartigen Wohnvierteln leben. Die schlechte Lebensqualität fördert die Kriminalität. Die Kriminalitätsrate ist eine der höchsten der Welt. … ist die wichtigste Devisenquelle nach wie vor Geld, das von Auswanderern an Verwandte auf der Insel überwiesen wird  Neben einer großen Anzahl kleiner landwirtschaftlicher Betriebe wird die Exportware vor allem auf großen Plantagen erzeugt. Den Touristen werden diverse Ausflugsprogramme geboten, meist zu landschaftlichen Attraktionen Was ich gut finde, ist die stabile demokratische Monarchie mit einer Königin an der Spitze. Auch dass den Touristen landwirtschaftliche Attraktionen gezeigt werden kann ich was abgewinnen. …

Insektentreiben rund um unseren Hof

Obwohl es Anfang September ist, sind immer noch viele Insekten unterwegs. Ich hab mal meine Kamera genommen und in nur 10 Minuten rund um den Hof alles fotografiert, was stillgehalten hat. Ich musste nicht lange suchen. Ein Bild gehört nicht in die Reihe. Das war an einem Naturkundemuseum. Aber das werdet ihr sicher finden. 🙂 Und jetzt postet hier auch aktuelle Bilder von euren Entdeckungen! Aus dem Garten, aus dem Feld, wo immer ihr was seht. Euer Bauer Willi

Wahlkampf…

Wer nicht weiß, was er wählen soll, kann sich ja des Wahl-O-Mat bedienen. Die 38 Fragen, oder besser Thesen,  wurden den verschiedenen Parteien vorgelegt, diese konnten mit Zustimmung, Ablehnung oder Enthaltung reagieren. Diese Antworten sind Grundlage des Wahl-O-Mat. Die Parteien haben so entschieden, kein Externer. Ich habe mir mal die Fragen herausgesucht, die mich persönlich besonders interessierten und die Standpunkte der Parteien verglichen, die eine realistische Chance haben, in den Bundestag einzuziehen. These 2: Dieselkraftstoff soll höher besteuert werden Zustimmung: Grüne, Linke                Ablehnung: CDU, SPD, FDP, AfD These 4: Der Ausbau erneuerbarer Energien soll vom Bund dauerhaft finanziell gefördert werden Zustimmung: Grüne, Linke, SPD     Ablehnung: CDU, FDP, AfD These 12: Ökologische Landwirtschaft soll stärker gefördert werden als konventionelle Landwirtschaft Zustimmung: Grüne, Linke, AfD      Ablehnung: SPD, FDP     Enthaltung: CDU These 32: Der kontrollierte Anbau von Cannabis soll generell erlaubt sein Zustimmung: Grüne, Linke, FDP    Ablehnung: CDU, SPD, AfD   Spätestens nach der Antwort auf Frage 32 sollte klar sein, wen ich am 24. September wähle. Damit könnte ich ja die Fruchtfolge auflockern. Jetzt aber keine vorschnellen Rückschlüsse ziehen…  🙂 Euer Bauer Willi P.S: …

Wenn die Butter zwei Euro kostet…

Wenn ein Päckchen Butter beim Discounter zwei Euro (genauer 1,99 €) kostet, wird das nicht nur von den Medien wahrgenommen. Viele fragen sich aber, wie es sein kann, dass die Milch deutlich weniger im Preis gestiegen ist und warum der Butterpreis so schnell steigt? Noch vor rund einem Jahr bekam der Milchbauer für ein Liter Milch nur rund 22 Cent, im Juli 2017 waren es rund 36 Cent, der Preis für Butter hingegen hat sich im gleichen Zeitraum fast verdoppelt. Dabei ist die Erklärung im Prinzip relativ einfach: Aufgrund der niedrigen Milchpreise haben viele Landwirte ihre Produktion gesenkt oder ihren Betrieb aufgegeben. Damit sank die produzierte Menge. Und nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage stieg der Milchpreis. Die Mischung macht´s Milch besteht – sehr vereinfacht gesagt – aus den zwei wesentlichen Bestandteilen Fett und Eiweiß (und natürlich Wasser). Aus dem Fett wird Butter und die ist derzeit sehr gefragt, weil sich das Ernährungsverhalten in letzter Zeit geändert hat. Das Stück „gute Butter“ ist nicht nur Geschmacksträger sondern wird auch physiologisch wertvoller eingestuft als es …

Amsel-Sterben…

In den vergangenen Wochen sind mir mehrere Amseln aufgefallen, die sehr apathisch waren und denen man sich bis auf wenige Meter nähern konnten. Zwei tote Amseln habe ich auch gefunden. Dann wurde ich von einem Bekannten darauf aufmerksam gemacht, dass es sich dabei um eine Seuche handeln könnte und habe recherchiert. Tatsächlich werden besonders viele Fälle von Amsel-Sterben aus NRW gemeldet. Es handelt sich bei der tödlich verlaufenden Erkrankung um einen Virus, der ursprünglich aus Afrika stammt und durch Mücken übertragen wird. Er befällt neben Amseln auch andere Vögel. Hier findet ihr mehr Informationen: https://www.nabu.de/news/2017/09/23022.html Aus Österreich wird ähnliches bei Grünfinken berichtet. Hier ist es der Erreger Trichomonas, der für ein Massensterben sorgt. Nach Angaben des Veterinärs spielt auch die Fütterung in Vogelhäuschen hier eine Rolle. http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/Ein-Warnsignal-des-Klimawandels-Bestaende-der-Gruenfinken-halbiert;art4,2667017 Schade, dass solche Meldungen es nicht in die großen Medien schaffen, denn in keiner der Meldungen werden direkte menschliche Einflüsse als Ursache erwähnt. Kann es sein, dass auch andere Ereignisse andere Ursachen haben? (Mir kommt dieser Gedanke deshalb, weil ja auch in streng geschützten und weitläufigen Naturschutzgebieten von einem …