Alle Artikel in: Bauer Willi

Rapsöl? Palmöl? Wo ist der Unterschied?

Habt ihr euch eigentlich auch schon mal gefragt, wo der Unterschied zwischen Rapsöl und Palmöl ist? Und warum nimmt man nicht überall Rapsöl, wo doch Palmöl „aus fernen Ländern“ kommt und allein daher schon nicht besonders nachhaltig ist? Ich habe mich mal auf die Suche gemacht und mir dabei auch Hilfe von der KI geholt. Der Unterschied zwischen Rapsöl und Palmöl ist in vielerlei Hinsicht gravierend und lässt sich in drei Hauptbereiche unterteilen: gesundheitliche Aspekte, Eigenschaften und Verwendung sowie Nachhaltigkeit und Umweltbilanz. 1. Gesundheitliche Aspekte Hier liegt der wohl entscheidendste Unterschied aus Ernährungssicht: Rapsöl: Es gilt als eines der gesündesten Pflanzenöle, insbesondere wegen seiner Fettsäurezusammensetzung. Hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren: Rapsöl enthält einen sehr hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Dazu gehören die wertvolle Ölsäure (einfach ungesättigt, auch in Olivenöl) sowie ein sehr gutes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure). Dieses Verhältnis ist für eine gesunde Ernährung von großer Bedeutung und kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Niedriger Anteil an gesättigten Fettsäuren: Rapsöl hat einen der niedrigsten Anteile an gesättigten Fettsäuren unter den …

Fischler: Bauern mit 50 ha Acker arbeiten einen Monat im Jahr

Bauern arbeiten noch weniger als Lehrer! So jedenfalls die Meinung von Franz Fischler, dem Ex-Agrarkommissar. Bevor Sie jetzt Schnappatmung bekommen: so Unrecht hat er nicht. https://www.topagrar.com/oesterreich/franz-fischler-ein-50-ha-ackerbauer-ist-30-tagejahr-beschaftigt-20018124.html Bevor Sie jetzt Schnappatmung bekommen: so Unrecht hat er nicht. Wer einen reinen Ackerbaubetrieb (Getreide, Mais, Zuckerrüben, Raps) ohne besonders arbeitsaufwändige Kulturen hat, kann mit 8 Stunden Feldarbeit und 2 Stunden für sonstige Tätigkeiten (Einkauf, Verwaltung, Dokumentation) durchaus hinkommen. Dann sind es rund 500 Stunden für 50 ha. In den Wintermonaten gibt es viel Freizeit. Jetzt kommt höhere Mathematik ins Spiel: wenn wir einmal annehmen, dass ein Landwirt an 5 Tagen in der Woche (unerlaubt!)  10 Stunden pro Tag arbeitet und dann noch 6 Stunden am Samstag (= 56 Stunden/Woche) ergibt dies laut meinem Taschenrechner 8,93 Wochen. In Deutschland und vermutlich auch in Österreich hat ein Monat rund 4 Wochen (exakt 4,33) . Teilt man 8,93 durch 4,33 ergibt dies exakt 2,06 Monate. Herr Fischler, rechnen Sie noch mal nach…. Und jetzt wieder ernsthaft: in Deutschland wurden 2023 rund 54% der landwirtschaftlichen Betriebe im Nebenerwerb bewirtschaftet. In Österreich waren …

„Wir melden uns nach kurzer Pause wieder“

Im Moment habe ich viel um die Ohren und daher kommt heute, am Sonntag, kein neuer Artikel. Gestern hatten wir Besuch von lieben Bekannten, heute haben wir Besuch von lieben Verwandten. Daher mal eine kurze Auszeit. Ihr müsst euch also keine Sorgen machen. Es  ist nichts passiert, ich habe nur aktuell keine Zeit. Außerdem will ich mir ein paar Tage zum Nachdenken nehmen. In der Zwischenzeit würde ich euch um Themenvorschläge bitten, die ihr für diskussionswürdig haltet. Schreibt die einfach in die Kommentare. Weil es immer einige gibt, die meine Artikelauswahl (oder deren Inhalte) kritisieren: jetzt habt ihr diei Chance, Einfluß zu nehmen. Was aber nicht gleich bedeutet, dass ich das dann auch mache. Da bin ich wie die Politiker… 🙂 Ich melde mich nächste Woche nach kurzer Pause wieder. Euer Bauer Willi

Realität statt Alarmismus – ein Podcast

Weil heute Samstag ist und samstags erfahrungsgemäß der Blog wenig frequentiert wird, hier ein Podcast mit Daniel Stelter, der überschrieben ist mit „Realität statt Alarmismus“. Eswerden viele Beispiele genannt, warum die Welt besser ist, als es uns durch unsere Medien vorgespielt wird und wir es daher auch so wahrnehmen. Wenn Sie also zum sonnigen Wochenende auch noch ein paar gute Nachrichten hören wollen, nehmen Sie sich die Zeit für den Podcast. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen  

Die „Transformation der Landwirtschaft“ wird nicht stattfinden

Nachdem die Ampel-Regierung es nicht geschafft hat, die Ausarbeitungen der Borchert- Kommission und der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) auch nur im Ansatz umzusetzen, ist schon jetzt erkennbar, dass auch die jetzige Koalition die erforderlichen Mittel bei weitem nicht zusammenbringt. In der Summe von Borchert-Kommission und ZKL wären für den Umbau der Landwirtschaft grob 10 Milliarden € jedes Jahr notwendig. Der Bundeshaushalt 2025 bleibt im Wesentlichen unverändert und es ist nicht zu erwarten, dass sich dies im Haushalt 2026 und folgende grundlegend ändert. Anders sind die bisherigen Äußerungen von Minister Alois Rainer nicht zu verstehen. Wenn man sich etwas wünscht, aber dafür kein Geld hat, dann kann der Wunsch nicht erfüllt werden. So einfach ist das. Die Borchert-Kommission hat ihre Tätigkeit inzwischen eingestellt, weil der Namensgeber Borchert es für sinnlos gehalten hat, Papiere zu produzieren, die nicht umgesetzt werden. Es wird Zeit, dass  sich auch die Zukunfts-Kommission Landwirtschaft auflöst.  Neue Vorschläge sind ohnehin nicht zu erwarten. Die Mitglieder können sich natürlich weiter auf freiwilliger Basis zusammenfinden. Wichtig wäre es jetzt, `der Gesellschaft“ und „den Medien“ klarzumachen, dass für …

Agrarhaushalt…

Ich habe mir gestern, 16.9.2025, im Fernsehen die Bundestagsdebatte um den Agrarhaushalt  angesehen. Was mir aufgefallen ist: ich kannte kaum einen Namen der Redner und Rednerinnen, die sich zu diesem Thema geäußert haben. Weil dort viele Zahlen genannt wurden, habe ich mal nachgesehen, wofür der Agrarhaushalt verwendet wird. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) sollen 2025 6,88 Milliarden Euro zur Verfügung stehen – 2024 waren es 6,93 Milliarden Euro. Die Landwirtschaftliche Sozialpolitik umfasst Ausgaben von 4,09 Milliarden Euro (2024: 4,11 Milliarden Euro). Davon entfallen 2,39 Milliarden Euro auf die Zuschüsse zur Alterssicherung der Landwirte (2024: 2,44 Milliarden Euro) und 1,54 Milliarden Euro (2024: 1,52 Milliarden Euro) auf die Zuschüsse zur Krankenversicherung der Landwirte. https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw38-de-landwirtschaft-1104018 Im obigen Link findet ihr auch die Reden des Tages. Unter „mehr anzeigen“ findet ihr auch die Rede von Minister Alois Rainer, der dort auch Aussagen zur den Förderung von Tierwohlställen macht. Die Rede von Ophelia Nick, ehemalige Staatssekretärin unter Cem Özdemir ist dahingehend „interessant“, weil sie genau das kritisiert, was sie, ihr Minister und ihre Partei in der Regierung nicht „auf die …

Es wird ein kalter Winter….

Als Landwirt, der in der Natur arbeitet, reagiert man besonders sensibel auf Wetterprognosen. Aber mit der nachfolgenden Meldung kann ich nicht viel anfangen. Wer im August schon vorhersagen kann, dass der kommende Winter sehr kalt wird, kann wissenschaftlich nicht wirklich ernst genommen werden. https://www.wa.de/deutschland/deutschland-erste-wetterprognose-fuer-winter-2025-26-polarwirbel-kollaps-droht-mit-heftigen-folgen-fuer-zr-93842928.html   Ich halte es da eher mit der alten Bauernregel: „Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist“.

Die Stunde der Wahrheit

Ich habe mich mit Jürgen Donhauser über seine Einschätzung der Situation für die Schweinehalter unterhalten. Er hat mir diesen Brief geschrieben: „Jetzt ist die Stunde der Wahrheit für uns Schweinehalter. Jahrelang wurde uns vorgegaukelt, die Verbraucher, die Gesellschaft möchte mehr Tierwohl. Nun, der Verbraucher zeigt täglich im Einkaufverhalten, dass ihm nach wie vor der Preis das Wichtigste ist. Die Politik hingegen hat sich durch angebliche „Tierschützer“ und gefakten Umfragen zu ideologischer Gesetzgebung hinreißen lassen. Über Jahrzehnte wurde die Meßlatte in der TierschutznutztierhaltungVO immer höher gelegt. In Alibiveranstaltungen (Runder Tisch, ZKL und Borchertkommission) wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Entlohnungen für die höheren Anforderungen versprochen. Und nun teilt uns der neue Landwirtschaftsminister Alois Rainer mit, dass für mehr Tierwohl und die notwendige Entlohnung der Mehrarbeit nicht das notwendige Geld da ist. Das wusste aber auch schon sein grüner Vorgänger Cem Özedemir. Ehrlich wäre es, jetzt zu sagen: „Wir haben uns geirrt“. Der Verbraucher spielt nicht mit, der LEH spielt nicht mit und zu guter Letzt auch nicht die verantwortliche Politik. Also beenden wir endlich diesen …

Eine Fachfrage zur Kartoffellagerung

Wir haben für den eigenen Bedarf und für Freunde und Nachbarn Kartoffeln angebaut. Unterschiedliche Sorten in allen Farben, unterschiedlich im Geschmack und mit unterschiedlichem Ertrag. In den letzten Jahren begannen einzelne Sorten schon im Januar Keime auszubilden. Wir lagern sie in einem ehemaligen Stall, wo sie dunkel liegen, die Temperatur aber nicht wirklich gesteuert werden kann. Wir haben darin eine Box von etwa 4 qm, deren Tür man relativ luftdicht schließen kann. Im Moment ist die Tür offen. Bei der Beschäftigung mit natürlicher Keimhemmung lese ich, dass man zu den Kartoffeln Äpfel legen soll, deren Ethylen die Keimung der Kartoffeln hinauszögern soll. Andere wiederum schreiben, dass man dies auf keinen Fall machen soll. Desweiteren ist von Rosmarin, Salbei und Lorbeerblättern die Rede, die man zwischen die Kartoffeln legen soll. Die ätherischen Öle sollen die Keimung hinauszögern. Gleiches soll für Holünderblätter und Lavendel gelten (wobei mir das bei Holunder schwer fällt zu glauben). Jetzt meine Frage: wer hat mit diesen Methoden praktische Erfahrungen (gute und schlechte) ? Wer kennt weitere Methoden? Ich habe auch von Grünem …

Wenn man sonst nichts mehr zu schreiben weiß…

„Tannenbäume werden teurer“ schreibt die TAZ. Trotzdem ist der Artikel lesenswert, denn er schildert die Situation in bestimmten Regionen Deutschlands, die sich natürlich auch auf andere Kulturen auswirkt als nur auf Weihnachtsbäume. https://taz.de/Tannenbaeume-werden-teurer/!6112297/ Nur zur Info: Wir haben mit dem Niederschlag von heute 151 mm im September. Und der Monat ist noch nicht vorbei. Die Jahressumme liegt bei 530 mm. Da geht noch was. In den letzten Tagen hatte ich viel um die Ohren und komme derzeit nicht dazu, eigene Texte zu schreiben.