Habt ihr euch eigentlich auch schon mal gefragt, wo der Unterschied zwischen Rapsöl und Palmöl ist? Und warum nimmt man nicht überall Rapsöl, wo doch Palmöl „aus fernen Ländern“ kommt und allein daher schon nicht besonders nachhaltig ist? Ich habe mich mal auf die Suche gemacht und mir dabei auch Hilfe von der KI geholt.
Der Unterschied zwischen Rapsöl und Palmöl ist in vielerlei Hinsicht gravierend und lässt sich in drei Hauptbereiche unterteilen: gesundheitliche Aspekte, Eigenschaften und Verwendung sowie Nachhaltigkeit und Umweltbilanz.
1. Gesundheitliche Aspekte
Hier liegt der wohl entscheidendste Unterschied aus Ernährungssicht:
- Rapsöl: Es gilt als eines der gesündesten Pflanzenöle, insbesondere wegen seiner Fettsäurezusammensetzung.
- Hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren: Rapsöl enthält einen sehr hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Dazu gehören die wertvolle Ölsäure (einfach ungesättigt, auch in Olivenöl) sowie ein sehr gutes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure). Dieses Verhältnis ist für eine gesunde Ernährung von großer Bedeutung und kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.
- Niedriger Anteil an gesättigten Fettsäuren: Rapsöl hat einen der niedrigsten Anteile an gesättigten Fettsäuren unter den gängigen Pflanzenölen, die sich negativ auf den Cholesterinspiegel auswirken können.
- Palmöl: Die Fettsäurezusammensetzung von Palmöl ist das genaue Gegenteil von Rapsöl.
- Hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren: Palmöl besteht zu über 50 % aus gesättigten Fettsäuren. Ein hoher Verzehr von gesättigten Fetten kann den LDL-Cholesterinspiegel („schlechtes Cholesterin“) erhöhen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern.
- Geringer Anteil an ungesättigten Fettsäuren: Es enthält deutlich weniger ungesättigte Fettsäuren und vor allem nur sehr geringe Mengen an Omega-3-Fettsäuren.
2. Eigenschaften und Verwendung
Die unterschiedliche Fettsäurezusammensetzung führt zu grundverschiedenen physikalischen Eigenschaften.
- Rapsöl:
- Konsistenz: Rapsöl ist bei Raumtemperatur flüssig.
- Raffiniertes Rapsöl ist sehr hitzestabil und eignet sich ideal zum Braten, Kochen, Backen und Frittieren.
- Kaltgepresstes Rapsöl hat einen nussigen Eigengeschmack und ist nur für die kalte Küche geeignet.
- Verwendung: Speiseöl für Salate, zum Braten, als Zutat in Lebensmitteln.
- Palmöl:
- Konsistenz: Aufgrund seines hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren ist Palmöl bei Raumtemperatur fest oder halbfest. Es hat eine cremige Textur.
- Eigenschaften: Palmöl ist geschmacksneutral, sehr hitzestabil und hat eine lange Haltbarkeit. Diese Eigenschaften machen es in der Lebensmittelindustrie sehr beliebt, da es Backwaren eine bestimmte Konsistenz und Streichfähigkeit verleiht, ohne dass eine chemische Fetthärtung notwendig ist.
- Verwendung: Massiv in der Lebensmittelindustrie als Zutat in Backwaren, Margarine, Schokoaufstrichen, Süßigkeiten und Fertigprodukten. Auch in Kosmetika (Seifen, Lippenstifte) und Reinigungsmitteln weit verbreitet.
3. Nachhaltigkeit und Umweltbilanz
Dies ist der zweite Hauptkritikpunkt an Palmöl.
- Rapsöl:
- Regionale Herkunft: Raps ist eine heimische Kulturpflanze in Europa, was Rapsöl eine sehr gute Umweltbilanz durch kurze Transportwege verschafft.
- Anbau: Der Anbau von Raps ist in bestehende Fruchtfolgen integriert, was die Böden schont.
- Flächenertrag: Raps hat einen geringeren Flächenertrag als Palmöl, was bedeutet, dass für die gleiche Menge Öl mehr Anbaufläche benötigt wird.
- Palmöl:
- Flächeneffizienz: Die Ölpalme ist die ertragreichste Ölpflanze der Welt. Sie benötigt für die gleiche Menge Öl deutlich weniger Fläche als Raps oder Soja.
- Nachhaltigkeitsprobleme: Der Anbau von Ölpalmen ist jedoch mit gravierenden ökologischen und sozialen Problemen verbunden. Für die Schaffung riesiger Plantagen wird in Südostasien (insbesondere Indonesien und Malaysia) oft Regenwald gerodet, was zum Verlust der Artenvielfalt (z. B. der Orang-Utans), zur Zerstörung von Torfmooren und zur Vertreibung indigener Völker führt. Dies hat eine massive Freisetzung von Treibhausgasen zur Folge.
- Zertifizierung: Es gibt Versuche, den Anbau durch Zertifikate wie den „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RSPO) nachhaltiger zu gestalten, doch diese Zertifikate stehen oft in der Kritik.
Was die Preise angeht: Stand September 2025
- Rapsöl (fob deutsche Mühle): Die Preise für Rapsöl liegen im Großhandel bei etwa 1.065 Euro pro Tonne.
- Palmöl (cif Rotterdam): Die Palmöl-Futures notieren an der Malaysian Derivatives Exchange bei etwa 4.363 Malaysischen Ringgit (MYR) pro Tonne. Umgerechnet in Euro entspricht dies ungefähr 850-900 Euro pro Tonne.
Im langfristigen Vergleich ist Palmöl fast immer billiger als Rapsöl. Vielleicht können euch diese Punkte bei Diskussionen helfen.


Vorsicht! In Bezug auf die Auswirkungen von Palmöl auf die Abholzung besteht ein grundlegendes Missverständnis über die Verantwortlichkeiten. In einem für das Europäische Parlament erstellten Dokument heißt es: „In Indonesien sind 25 Millionen Hektar Wald verloren gegangen, von denen 7,5 Millionen für die landwirtschaftliche Produktion genutzt wurden. Von diesen 7,5 Millionen Hektar entfallen 2,9 Millionen Hektar auf Ölpalmenplantagen, also etwa 40 %.“
Leider hat eine ideologische Presse folgende Zahl veröffentlicht: „40 % der weltweiten Abholzung sind auf den Ölpalmenanbau zurückzuführen.“
Die Realität sieht laut dem oben genannten Dokument folgendermaßen aus: „Laut diesem technischen Dokument, auf dem der Bericht des Europäischen Parlaments basiert, ist die Ölpalme somit für 8 % der dem Ackerbau zugeschriebenen Abholzung verantwortlich. Insgesamt entspricht dies 8 % der 29 %, also 2,3 % oder 5,6 Millionen Hektar der 239 Millionen Hektar Wald, die zwischen 1990 und 2008 verloren gingen.“
Gerade hat die EU Zölle auf Palmöl aus Indonesien erlassen, im Gegenzug autoexporte ermöglicht. 2018 wollte Indonesien nach Protesten der Franzosen Airbus Maschinen absagen. Indonesien ist ein ähnlich großer Markt wie China. Wir Landwirte haben keine Chance. Bei USA Deal habe ich nur über ausgewählte ldw Erzeugnisse gehört.
moin schön dass du die Unterschiede dargestellt hast. da mache ich ja mit Rapsöl nichts verkehrt! schönen Tag
bestimmt
denn das ist Masse statt Klasse
Quantität statt Quantität
Palmöl ist billig und lässt sich zu vielen verschiedenen Fette und Ölen verarbeiten und die Produkte so billig in den Handel bringen
Der unwissende Kunde kauft alles was billig ist.
Eben Quantität statt Qualität
Genau wie die auf unseren Äckern mit guten Böden in unserer Gemarkung gewachsene gutschmeckende vitaminreiche Kartoffel in die Biogasanlage müssen, weil die billigen dicken wässrigen, eventuell belasteten von sonst wo auf der Welt gekauft werden.
Konsistenz und Eigenschaften sind sicher die entscheidenden Faktoren bei der Weiterverarbeitung. Vorteilhaft für die Industrie wenn es den Produktionsprozeß erleichtert und vereinfacht. Alles andere spielt eine untergeordnete Rolle.
Sollte die Beurteilung für Palmöl sein.
bestimmt
denn das ist Masse statt Klasse
Quantität statt Quantität
Palmöl ist billig und lässt sich zu vielen verschiedenen Fette und Ölen verarbeiten und die Produkte so billig in den Handel bringen
Der unwissende Kunde kauft alles was billig ist.
Eben Quantität statt Qualität
Genau wie die auf unseren Äckern mit guten Böden in unserer Gemarkung gewachsene gutschmeckende vitaminreiche Kartoffel in die Biogasanlage müssen, weil die billigen dicken wässrigen, eventuell belasteten von sonst wo auf der Welt gekauft werden.
So war der Kommentar nicht gedacht. Ich habe extra auf Konsistenz und Eigenschaften verwiesen. Palmöl ist einfacher in der Verarbeitung. Die Inhaltsstoffe sind bei Gebäck oder anderen Produkten eher zweitrangig. Gebäck sollte auch gesund sein, spielt in der Ernährung doch eher eine untergeordnete Rolle. Ist mal was zum Naschen, aber nicht zum „Sattessen“. Und! Selber backen ist immer noch das Beste!
Da sieht man die Gefahren der KI: die gibtt nur wieder, was Lobbyisten (in diesem speziellen Fall) im Netz propagieren:
„Rapsöl:
Regionale Herkunft: Raps ist eine heimische Kulturpflanze in Europa, was Rapsöl eine sehr gute Umweltbilanz durch kurze Transportwege verschafft.
Anbau: Der Anbau von Raps ist in bestehende Fruchtfolgen integriert, was die Böden schont.“
Das ist Bullshit auf der ganzen Linie.
-Der angebaute 00 Raps ist bestimmt keine „heimische Kulturpflane“. Nun ja, sehr schlimm ist das nicht.
-Kurze Transportwege: kann man u.U. gelten lassen. Wobei der Liter Treibstoff mal auf den Liter Rapsöl umgerechnet werden müsste, statt pauschalisierter Aussagen.
-Alleine dadurch, dass Raps in die Fruchtfolge gehört, schont er doch nicht die Böden. Neonicotinoid-Beizen reichern sich im Boden an. Der chemische Produktaufwand um die Pflanze ertragreich erntereif zu bekommen ist erheblich. Imker stellen die Völker nicht mehr an den Raps, weil sie geschwächt aus ihm rauskommen. Zu enge Rapsfruchtfolgen erhöhen den Bedarf an vorgenannten chemischen Produkten.
Nun, wie es mit Palmöl ist, weiss ich nicht. Da ich dien Anbau nicht miterlebt habe. Die Sätze zum Raps aber kann ich unterschreiben.
„Neonicotinoid-Beizen reichern sich im Boden an. Der chemische Produktaufwand um die Pflanze ertragreich erntereif zu bekommen ist erheblich. Imker stellen die Völker nicht mehr an den Raps, weil sie geschwächt aus ihm rauskommen.“
So pauschal scheint mir diese Aussage nicht korrekt zu sein.
Einige, nicht alle, Neonics können sich im Boden anreichern. Dazu gibt es wohl Untersuchungsergebnisse. Das soll aber das mögliche Problem nicht schönreden.
Der Einsatz von Neonics in Raps ist seit einiger Zeit stark reglementiert. Sie dürfen demnach nur noch als Spritzapplikation nach der Blüte eingesetzt werden, wenn Bestäuber die Pflanzen nicht mehr aufsuchen. Boden- und Saatgutbehandlung sind nicht mehr erlaubt in D.
Zu enge Fruchtfolgen vergrößern in den allermeisten Kulturen Probleme mit Krankheiten, Schädlingsbefall oder zu einseitiger Bodennutzung. So ist die Kohlhernie z.B. eine Folge von zu engen Rapsfruchtfolgen, gegen die es allerdings keine chemischen Produkte zu kaufen gibt.
„Imker stellen die Völker nicht mehr an den Raps, weil sie geschwächt aus ihm rauskommen
Nur damit ich es verstehe wer hat den Raps bestäubt wenn Imker dort keine Bienen mehr hinstellen.
@Didier
Auch wenn der Begriff „Bullshit“ inzwischen in Mode ist: Ihr Kommentar ist in vielen Punkten fachlich falsch. Unser Imker fragt jedes Jahr ausdrücklich nach unseren Rapsflächen.
Gerne stelle ich Ihnen meine Schlagkartei zur Verfügung. Dann können Sie persönlich beurteilen, ob der Pflanzenschutzaufwand „erheblich“ ist.
Der Anteil an Bio-Raps liegt im Übrigen im unteren Promille-Bereich.
Raps mit seiner Pfahlwurzel ist ebenfalls positiv in der Fruchtfolge.
„Der Anteil an Bio-Raps liegt im Übrigen im unteren Promille-Bereich.“
warum eigentlich? Raps kann vielfältig verwertet werden der eine Teil als Öl und der andere Teil als wertvolles eiweissreiches Rapsextraktionsschrot (RES). RES wird doch auch im Bio Bereich in der Tierfüttterung eingesetzt. Wo kommt denn die Ware her? Dachte bisher kommt aus Bio Anbau in D bin jetzt aber doch verunsichert.
Kenne einen Imker, der nimmt den Rapshonig zur Fütterung. Der behauptet, Rapshonig zu Fütterung, hält seine 60 Völker gesund.
Ich habe von Berufs-wegen viel mit Imkern zu tun. Daher weiß ich, dass das Gegenteil der Fall ist. Der Raps ist für die meisten Imker durch seinen Massenertrag an Honig die Brot- und Butter- Tracht. Das vormals im Raps hauptsächlich eingesetzte Neonic Thiacloprid (Biskaya und Calypso) war selbst nach Aussagen des JKI- Institutes für Bienenschutz in Braunschweig für Honigbienen nicht schädlich. Da ist ganz viel „Krefeld-Folklore“ unter den Leuten.
Hier mal was zu den Fettsäuren und zwar nicht von KI, sondern von „natürlicher Intelligenz“:
https://www.gunterfrank.de/images/PDF/GU07-Titelthema-Fette.pdf
1995 Fand in Kuala Lumpur eine Tagung zum „Verbot der Verwendung von Tropenholz“ statt.
Unsere Teilnehmer aus Österreich stellten eine Reisegruppe zusammen, an der auch ich teilnahm. Dieses Gesetz kam jedoch nicht zustande, aber trotzdem ging die Verwendung des Tropenholzes zurück und die Bewohner von Südmalaysia und Borneo mussten auch von etwas leben. Deshalb die Riesigen Rodungen des Regenwaldes.
Zur Richtigstellung, es gibt im Regenwald keine Moorgebiete, bei Niederschlägen von bis zu 2800 mm pro Jahr.
Die Abholzung geht dort in größerer Geschwindigkeit weiter, wie ich bei einer Universum-Sendung gesehen habe,
Warum verwenden die konventionellen Milchbauern bei der Kälberfütterung in der Regel Milchaustauscher mit Palmfett, wo Rapsöl soviel gesünder wäre ???
z.B. Milkivit-Milchaustausch-Alleinfutter für Aufzuchtkälber:
Zusammensetzung: 45 % Molkenpulver, 18 % Sojaproteinkonzentrat, 15 % Pflanzenöl raffiniert (Palmöl,
Kokosöl, Sonnenblumenöl), 10 % Weizenquellmehl, 7 % Sojaextrationsschrot aus geschälter Saat dampferhitzt, 3 % Traubenzucker.
Insgesamt werden für die Milchaustauscherherstellung 25.000 Tonnen Palmöl importiert
@Andreas
Warum? Sagen Sie es uns?
Es war ja nur eine Frage, die mich schon lange beschäftigt.
Ich dachte es sind genug kompetente Leute hier, die das beantworten können.
Passt doch zu ihrer Überschrift: „Rapsöl? Palmöl? Wo ist der Unterschied?“
Ganz einfach … der liegt im Preis. Futtermittel gehören nicht gerade zu Produkten, die wahnsinnig hohe Margen generieren.
Weil Palmöl für die Kälbermilch als Milchaustauacher
billiger ist, als das teurer gute Rapsöl,
Wenn es auch in dem Brotaufstrich aus Schokolde ist?
Palmöl ist erst im raffinierten Zustand hell und fast geschmacksneutral. Sonst bringt es rotorange Farbe und einen charakteristischen Eigengeschmack mit, die für fernöstliche Küche wunderbar wirken können.
Ansonsten bleibe ich in der Küche bei Rapsöl, Leinöl, Sonnenblumenöl und Olivenöl, die Reihenfolge ist absteigend häufige Verwendung.
Diskussionen gibt es öfter mit Leuten, die meinen, dass sogar der gute alte Kartoffelsalat heutzutage mit Olivenöl gemacht werden muss.
Wenn man die physiologischen Eigenschaften entsprechend gewichtet, sind die Eigenschaften von Leindotteröl am wertvollsten.
Dieses ist nur nicht in rauen Mengen verfügbar. Die Kosten sind anzusiedeln im Schnitt zwischen 6,00-7,00 Euro pro 100 ml; …nicht zu verwechseln mit Leinöl, bitte! Erklärlich vielleicht über den Vergleich von Tabaksamen und Leindottersaat, die in etwa ein ähnliches Tausendkorngewicht vorweisen.
Der besondere Wert ist zu verorten im ATP-Mechanismus mit entsprechend positiven Wirkungen im Kreislauf von Warmblütlern.
Albrecht Dürer hat seinerzeit übrigens Leindotteröl in seinen Farben verwandt, die Langlebigkeit seiner Bilder ist ja bestens bekannt.
Wie groß ist die Anbaufläche von Leindotter? Wie hoch ist der Ertrag?
In Deutschland satte 300 Hektar. Ertrag bei ca. 1000-1500 kg/ha.
Das brauchte vermutlich Albrecht Dürer schon alleine auf.
Wir Bauern legen doch gerne Geld beim Anbau drauf. Wenns denn dem Gewissen gut tut. Aber im Ernst: diese 300 ha werden wahrscheinlich vom Markt getragen und ergeben einen Preis, der einigermaßen passt. Nur 5 % mehr ergeben dann existenzgefährdende Preise, wie bei so vielen landwirtschaftlichen Rohstoffen.
Ja,
weil uns die Werbung suggeriert dass Olivenöl das gesündeste ist.
Raps hat einen langen Züchtungsweg hinter sich, bis man die gewünschten Ölsäuren fest hatte und die unerwünschten raus hatte.
Die bei Grünfutter- oder Siloraps bestimmt noch drin sind, denn da hat man ja auf Blattmasse gezüchtet.
Erucasärefrei werden die auch sein, denn diese hat ja zu viel Bitterstoffe und beieinträchtigt ja den Geschmack, selbst wenn sie durch die 4 Mägen der Kuh gegangen und in der Milch gelagert wurden.
So ist die Butter auch befreit davon, wie auch die Magarinen und Speiseöle, die ja aus Rapsöl hergestellt werden.
„Rapsöl? Palmöl? Wo ist der Unterschied?“
Joachim, das war die Überschrift. Und im Text ist der einzige Unterschied der, dass Palmöl Eigenschaften hat, Rapsöl eben nicht….Vielleicht sind ja die Eigenschaften der Grund, warum eben die Lebensmittelindustrie auf Palmöl zurückgreift. Ist wie mit dem Soja in der Tierfütterung….
Es geht doch darum,
Was gesünder für unseren Körper ist.
Palmöl ist dumm wie Schmalz, eben tierisches Fett.
Aber die anderen Pflanzenwelt sind für unsere Ernährung besser.
Kannst du deinem Kind mit reinem Gewissen Strwichschoko kaufen, wenn da weniger gesundes und deswegen billiges Palmfett drin ist?
Mal Sebastian Lege (Aufdecker im ZDF) fragen, der behauptet sogar, daß weiß gemachtes Palmfett in Billigsalami ist.
Da brauch ich mich nicht zu wundern, warum Dauerwurst, lange gereift so billig ist.
Die Billigsalami wird dann mit Rote Beete Saftpulver auf rote Fleischoptik gefärbt.
Auf der Pizza sondert die dann so rötlich-fettige Rübenbrühe ab, voll der Pizzageschmack 😉
Das kommt mir nicht ins Haus.
„Palmöl ist dumm wie Schmalz, eben tierisches Fett.“
Mir ist das ewige Getöne von den bösen Fetten ein Stück weit egal. Ich benutze viele Sachen in der Küche, auch „böse“, wenn ich oder das Rezept meinen, dass die jetzt dran gehören.
Wer veganes Schmalzbrot mag … nur zu!
Unterschied:
Palmöl-Quantität und Rapsöl-Qualität, Reinhard
Die Umschreibungen des Herrn Seevers sind grundsätzlich nicht falsch, das vorausgeschickt.
Wenn man allerdings die jeweiligen Inhaltsstoffe unter die Lupe nimmt -hier im Besonderen die mehrfach ungesättigten Fettsäuren- dann machen diese eben doch den kleinen, sehr feinen Unterschied aus.
Jeder Verbraucher, der allerdings prioritär auf billig setzt und dahingehend den direkten Preisvergleich anstellt, wird bevorzugt nach Palmöl greifen, ob gesünder nun hin oder her!
…Ein ökologischer Fußabdruck von Palmöl juckt da übrigens nicht im geringsten.
„Vertreibung indigener Völker“ Wie ist das eigentlich im Cerrado?
Ich muss übrigens bei Lebensmitteln wie bei Kosmetika darauf achten, dass kein Palmöl drinnen ist, weil ich davon krank werde.
Warum das, Elisabeth?
Wenn du den Lippenstift nicht aufisst?
Allergie
Bei uns gab es einen Gärtner der hat seine Gewächshäuser in denen er Beet- und Balkonpflanzen, Weihnachtssterne usw. produziert mit Palmöl geheizt. Das ist allerdings schon 15 Jahre her. Mittlerwrile hat er eine andere Heizung. War anscheinend damals sehr günstig und wurde ihm von der Beratung auch empfuohlen, da er dann sein Gewächshaus mit erneuerbaren Energien heizt.
Eine Zeit lang wurde Palmöl doch auch dem Benzin beigemischt? Kennst sich damit jemand aus? Findet das heute in D noch statt?
Als ich 2018 in Indonesien war, habe ich gesehen, wie die Früchte der Ölpalme mit einer Stange an deren Ende ein Messer befestigt war geerntet wurden. Der Kollege dort meinte, dass die Palmen gerodet werden wenn sie zu hoch für die Ernte werden. Nach ca. 15 – 20 Jahren. Danach wurden die Fruchtstände von Hand auf einen LKW geladen und zur Fabrik gefahren.
Das wird doch in das Benzin E10
zugemischt.
Palmöl ist eben billiger wie andere Pflanzenöle.
@ Rüdiger
Das waren die Zeiten als Palmöl noch in der NAWARO-Förderung war, das ist 2012 (?) per EEG rausgeflogen.
Da haben sich so einige BHKWs (Dieselmotoren, Kraftwärmekopplung auf Palmölbasis) gebaut, in Deutschland wohl so um die 10.000 Anlagen.
Denen fehlten dann die Fördergelder. Nachdem zuvor der Palmölpreis wegen der Nachfrage schon gestiegen war, war das dann der Todesstoß für viele der Anlagen. Dieser Zyklus vom Aufkommen solcher Anlagen (2002/2003) bis zum Ende dieser Idee (2012) hat gerade mal knapp 10 Jahre gedauert, die Mehrzahl dürfte Geld verloren haben.
Ich hab das Elend bei einem Kreditnehmer miterlebt und zum Schluss die zwei angeschafften Schiffsdiesel nach Rumänien verwertet.
Erinnere, dass hier eine Familie auch investiert hat. Allerdings ist die Anlage nie in Betrieb gegangen.
Gab es nicht im Anschluss auch Einfuhrbeschränkungen, um Abholzungen entgegen zu wirken? Diese wurden dann wenig später wieder gelockert. Sicher auch wegen unserer Industrie.
Vielen Dank für die Info. Wurde dann auch 2012 die Beimischung von Palmöl zu E10 beendet?
nein 2012 noch nicht 2023 wurde Zumischung zu Diesel und Benzin in D verboten
https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/biodiesel-palmoel-china-deutschland-100.html#:~:text=Seit%202023%20gelten%20neue%20Bestimmungen,Asien%20die%20Regeln%20umgangen%20werden.&text=Es%20gibt%20Stoffe%2C%20die%20sind,nicht%20mit%20rechten%20Dingen%20zugehe.
„Eigenschaften: Palmöl ist geschmacksneutral, sehr hitzestabil und hat eine lange Haltbarkeit. Diese Eigenschaften machen es in der Lebensmittelindustrie sehr beliebt, da es Backwaren eine bestimmte Konsistenz und Streichfähigkeit verleiht, ohne dass eine chemische Fetthärtung notwendig ist.“
Das ist der Unterschied….Rapsöl scheint keine Eigenschaften zu haben.🤔…..duck und wech.👋
Guten Morgen Herr Seevers
Das in der Lebensmittel Verarbeitungsindustrie das günstigste Produkt verwendet wird ist auf alle Zutaten zutreffend. Sollte einmal eine teure Zutat verwendet werden, dann in kaum messbarer Menge.
Wenn dann die Verarbeitungseigenschaften etwas abweichen dann wird das Rapsöl gar nicht erst ausprobiert, gehe ich davon aus.
Die Industrie verdient mit hochverarbeiten Lebensmittel das Geld. Ob es gesund und geschmacklich gut ist, lässt der Herr Lege von besser Esser bezweifeln.
Wünsche allen einen schönen Tag.
„Rapsöl scheint keine Eigenschaften zu haben.“
Techniker würden das billige Palmöl/fett bevorzugen!
Ernährungs- und Gesundheitsbewusste bevorzugen Rapsöl da sie die Vorteile kennen, seinen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren im Vergleich zu Palmfett. Die Unterschiede hat man im Agrar Studium gelernt oder man erfährt es vom Arzt bei gesundheitlichen Problemen. Stichwort LDL Wert
Nicht den Scherz erkannt? Es ging mir um den Inhalt des oben genannten Textes, der für Rapsöl keine Eigenschaften ausweist, wohl aber für Palmöl. Das sollte ein Denk-Anstuppser sein, keine Bewertung.
Wer Biskin als Pflanzenöl verwendet, der nimmt auch Palmöl zu sich. Ob es die Nicht-Agrarstudenten wissen? Fragt sich auch noch, ob die Menschen sich in ihrer Mehrheit überhaupt ständig einen Kopf machen, welche Bestandteile zu welchen Anteilen in welchen Produkten drin sind.
Das alte Schmalzbrot und die gute Butter scheinen auch nicht mehr hipp zu sein.
Bei den vielen Kommentaren ist es nicht einfach einen Scherz zu erkennen. Schön das sie den Unterschied kennen. Mein Kommentar war zur Information für die von ihnen genannte Gruppe von „Menschen sich in ihrer Mehrheit überhaupt ständig einen Kopf machen welche Bestandteile zu welchen Anteilen in welchen Produkten drin sind“
Die sollen auch die Vorteile von heimischen Ölprodukten vs billigen Importölen kennen damit sie auch nachhaltig Entscheidungen treffen können.