Wie dem nachfolgenden Artikel zu entnehmen, kostete die Maß Bier 1992 umgerechnet 4,40 €. Heute sind es 15,80 €.
Die prozentuale Steigerung mag jetzt jeder selbst ausrechnen
Das Wiesn-Hendl kostete damals rund 6,50 €, heute sind es 17 €.
Aktuell kosten 100 kg Braugerste rund 17,50 €. Laut Statistischen Landesamt Baden-Württemberg lag der Preis im September 1992 bei 33,70 DM/100 kg, also umgerechnet rund 17,28 €/100 kg.
Die Preissteigerung von 17,28 auf 17,50 mag sich jeder selbst ausrechnen.
Und jetzt eine Frage: wieviel Hendl kann sich ein Bauer von 100 kg Braugerste heute kaufen? Wieviel waren es 1992?
Ja, ich weiß, alles ist teurer geworden. Energie, Geräte, Personal und so weiter. Aber eben auch für die Bauern…


Ein Hühnchen und und das ist gelinde gesagt eine Sauerei. Den waren Preis unserer Eurowährung kann man am Goldpreis ausmachen. Vor der Euroeinführung lag der unter 1000 DM je Unze (31 Gramm oder ein Krügerrand). Heute über 3000 Euro je Unze. Mit anderen Worten unser Euro ist eine Weichwährung geworden und die damaligen Aussagen der Politik falsch , aber das haben damals die Währungsexperten schon gewußt. Aus diesem Grund wurde damals auch die AFD gegründet. – Der Getreidepreis liegt heute deutlich unter 20 Euro/100 kg und die Vollkosten bei 22 -25 Euro/dt und ist wie immer in den letzten Jahrzehnten der Inflationshemmer NR:1 . Die Politik tut alles um den Getreidepreis niedrig zu halten. Ausfälle nach oben gibt es nur bei Krisenfällen wie mit Beginn des Ukrainekrieges.
Immer dann sind wir Bauern nötig , ansonsten läst man uns volkswirtschaftlich hängen . In einem Krisenfall sind wir wieder nötig , wie im Ahrtal, bei Hochwasser in Niedersachsen, usw. , aber sonst ? Die meisten Bauern sind auch in der dörflichen Feuerwehr und sorgen bei Unfällen und Brandeinsätzen für Sicherheit , aber diese multifunktionale Tätigkeit findet kaum Anerkennung , sondern man beschwert sich an sonnigen Sonntagen über die Erntetätigkeit auf den Feldern.
@L
Was müsste denn die Konsequenz aus nachhaltig nicht auskömmlichen Produktpreisen und einer eher miesen Perspektive für die Zukunft sein? Statt dessen sind die Berufskollegen schon wieder unterwegs und legen den Grundstock für die vielleicht nächste unwirtschaftliche Ernte. Auf die Landwirte kann man sich eben verlassen. Aber vielleicht ist ja im nächsten Jahr alles ganz anders.
Wenn man die Anerkennung für sein vielfältiges Tun vermisst, könnte man ja die eine oder andere Konsequenz ziehen.
Aber auch das ist so in D: viel Gemecker, wenig Konsequenzen.
moin da wäre erstmal sehr interessant zu wissen, wenn eine Firma mit fünf eingestellten dorthin fährt und für zwei Tage übernachten muss, wie teuer das ganze dann ist? natürlich mit privat PKWs aus Flensburg dorthin gefahren. oder ob eine Woche auf Mallorca billiger ist?
Muss man das Oktoberfest unbedingt besuchen?
Der Trachtenumzug wäre es für mich wert.
Die Schwälmertracht ist interessanter
Mit drei kiloschweren Röcken übereinander kommt das Schwälmerweib aber auch nicht mehr ganz sauber aus dem Dixie-Klo raus, wenn sie mal auf ein Festival geht.
Dresscode nicht vergessen – Dirndl und Lederhosen für die ganze Belegschaft …
Piet, Ihre Kommentare sind einfach entwaffnend bodenständig!
Wenn Dich das interessiert, kannst Du es sicher ausrechnen.
Die Firma, die es ihren Leuten bezahlt, wird den Preis kennen und die wissen auch, warum sie es tun.
München ist allerdings nicht wirklich ein Maßstab. Kommst nächstes Jahr mal auf das Rosenheimer Herbstfest. Zwar auch nicht billig aber gemütlicher und alles viel günstiger.
Ob Maßstab oder nicht – über die Preise lässt sich ja vielleicht der Zuspruch des vermeintlichen Publikums regulieren. Münchens Gästeunterkünfte dürften proppenvoll sein zur Oktoberfestzeit und es ist jedesmal eine Herausforderung, die vielen Besucher „managen“ zu können. Bei noch mehr Zuspruch wirds schwierig. Den Veranstaltern und auch der Kommune schaden die hohen Preise ja nicht und den vielen Besuchern scheints wurscht zu sein. Alles richtig gemacht. Aber man muss ja da nicht hingehen.
Auch lässt dieses Vorgehen Nischen entstehen für andere Fest ausrichtende Kommunen, wo dann die hingehen, denen das Oktoberfest zu teuer geworden ist.
Als Pfälzer regt es mich schon „Immer“ auf, das Oktoberfest, ist überall in aller Munde. Was aber ist mit dem Bad Dürkheimer „Wurstmarkt“? Das weltweit größte Weinfest.
Ok, ist zwar nichts für mich aus der Südpfalz. Trotzdem Sehens/Berichtenswert.
Habe unlängs für denn Stapler H-Schlauch mit Anschlüssen( 1,8m) gekauft 90 Eur .Kommentar vom Kollegen normal 4 mal Injektor Düsen Für den Schlepper a 1600 Eur .
Es gibt Auswege. Mußte für die Einweichanlage im Stall ein Magnetventil ersetzen. Preis beim Verkäufer der Anlage ca. 100€. Preis beim Fachhändler im Internet ca. 45€. Preis bei eBay, temu, Alibaba usw. = 15€. Wo habe ich das wohl gekauft?
…wer billig kauft, kauft zweimal
Wer billig kauft … der kauft oft genug das gleiche Zeug, für dass ihm ein anderer Vertriebsweg zweimal Händlermarge und einmal umverpacken berechnet und aus China kommts oft genug sowieso.
Vor 2 Jahren, ältere Motorsäge kaputt, Ersatzteil Original Stihl 179.- Euro, Fremdes Teil 95.- €.
Alte Säge für 100.- verkauft und neue gekauft.
Vor geschätzt 20 Jahren Getriebegehäuse in einer einfachen elektrischen Graef-Aufschnittmaschine gebrochen. Original-Ersatzteil 6 Euro, vorsichtshalber gleich zwei gekauft. War sichtbar gegenüber dem ursprünglichen Teil verstärkt – und läuft heute noch, das zweite muß noch in irgendeiner Schublade liegen…
Die Preisentwicklung fuer Essen und Trinken auf so Veranstaltungen wie der Wiesn und anderen Volksfesten sind überhaupt kein Maßstab für eine ernsthafte Betrachtung zu dem Thema. Die Preise dort sind seit Jahr und Tag aus mehreren Gründen völlig daneben.
Aber der Bierpreis allgemein ist eben nicht spektakulär genug, um billige Aufmerksamkeit und Aufreger abzuholen.
…also brauchen wir dringend alternative Wertschöpfungen auf unseren Bauernhöfen!?
Wer sich gesichert eine blutige Nase holen möchte, befasse sich damit!
Hackschnitzel für um die 30 Euro/dt erfahren derzeit eine Preissteigerung, theoretisch könnte man die Hälfte mittels „Schrott-Getreide“ (Auswuchs mit geringer Fallzahl) substituieren. Erzeugerpreisgefüge für letzteres: um die 15,00 Eurönchen pro Dezitonne abzüglich nochmaliger Abzüge (Staubentsorgung etc. pp.) und sonstiger imaginärer Kostenblöcke. Ob eine Bodenbildung bereits erreicht ist, bleibt fraglich.
Was spricht mithin dagegen, ein solches Getreide der Pyrolyse zuzuführen!? Bitte nur ernsthafte Begründungen anführen…!
Da wär der Pflanzentechnologe gefragt Getreide für Verbrennung
Regionales Bio-Suppenhuhn kostet 35€….insofern.😎
In welcher Region?
Umland Bremen…..direkt vom Schlachter meines Vertrauens. Das Huhn wog allerdings auch 2,6kg.
basst scho Des is a gscheide Sach
ein Wiesn-Hendl ist traditionell ein halbes Hendl also wer sich die Zubereitung sparen will und günstig Hendl essen will geht zur Wiesn da zahlt er nicht mehr als im Geschäft 😉
Ich will jetzt wirklich nicht die Wiesnwirte entschuldigen, aber mit dem Geld wird ja nicht nur das Bier bezahlt. Mal abgesehen von den Bedienungen, die anderswo auch mehr Geld bekommen als früher, muß ja irgendwer die riesigen Zelte auf- und abbauen (2’500 bis fast 10’000 Plätze, insgesamt fast 100’000) und die Energieversorgung wird auch nicht billiger.
Aber solange im Schnitt jeden Tag 350’000 Leute dort sind (und das einigermaßen gleichmäßig über mindestens die letzten 25 Jahre), kann es ja nicht ganz falsch sein… 😉
Immer dieser Denkfehler mit den Getreidepreisen, Willi, und dafür hasse ich die wo sie posten:
1992 hatte „man“ 50 Hektar Getreide, heute haben die Gleichen 500 Hektar. Bei gleicher Arbeitskraft. (Also die wo mitgemacht haben beim grossen „Run“. Schau dir den Film „At any price“ mal an…)
Also bleibt die Kaufkraft des Einzelnen Bauern ungefähr gleich.
Hör bitte bitte auf mit den Milchmädchenrechnungen. Sie provozieren nur. Und merke: wenn du so austeilst, musst du auch einstecken können.
Hmmh, also der Hof meiner Eltern, also der meines Bruders derzeit, hat immer noch 40ha, seit 1976…..da dürfte das mit den Erträgen wohl dann anders aussehen, oder Didier? Ich hasse Verallgemeinerungen und Milchmädchen.
Dann fordern Sie mithin die heute noch aktiven Bauern auf, das zu produzieren, was ein aufnahmefähiger Markt auch begierig „wegsaugt“!? Wo echte Defizite nachweisbar sind!?
Komplettierend hierzu vielleicht noch die außerordentlich aussagekräftige Frage:
Welche geschätzte Mengen landen in Ihrem Haushalt in der Biotonne?…
Übrigens: Bei der von Ihnen in den Raum gestellten modern zeitgemäßen Durchschnitts-Einzelbetriebsgröße in Gesamtdeutschland von etwa 500 Hektar gäbe es heute gerade noch 33.000 aktive Betriebe. – Finde den Fehler!?
Aber sicherlich wollen wir am Ende des Tages DA(!) mal hin. Soweit sind wir aber leider noch nicht. Warum hat es jüngst eine Grundsteuernovelle gegeben, die welches Ergebnis hervorbrachte!? In diesem Zusammenhang sollten Sie sich die Unterschiede zwischen Eigentümer und Bewirtschafter sinnbildlich vor Augen führen; …sie gelangten dann wohl zu ganz anderen Überzeugungen.
Die Entwicklung der Arbeits- und Kapitalproduktivität in der Landwirtschaft hat etwa seit 2000 einen Knick erfahren. Stagnierende Nominalpreise können dadurch nicht mehr oder immer weniger real aufgefangen werden. Die steigenden Produktionskosten müssen über hohere Erzeugerpreise abgedeckt werden.
Gut, mit dem Melkroboter gab es für einen großen deutschen Betriebszweig noch einmal eine rühmliche Ausnahme, den sich aber viele kleinere Betriebe nicht leisten können und viele sehr große Betriebe mit Milchviehhaltung haben eher andere Probleme und steigen deshalb aus.
Die ackerbaulichen Extensivkulturen leiden unter der Weltmarktkonkurrenz.
Merke: Nur was knapp ist in der EU, ist auch teuer, solange nicht über den Weltmarkt massiv Konkurrenz aufgebaut bzw. zugelassen wird.
Speisekartoffeln in den letzten 3 Jahren, Milch in den letzten 3 Jahren, Rindfleich im letzten 3/4 – Jahr sind die markantesten Beispiele.
„1992 hatte „man“ 50 Hektar Getreide, heute haben die Gleichen 500 Hektar.“
Hm wie soll das funktionieren! Die Getreidefläche in D hat seit 1992 abgenommen und sie erzählen sie habe sich verzehnfacht.
@Didier
Also hasst Du mich….
Der wo das postet…😎
@Didier
Meine ersten Burgunder Trauben gingen 1971 für 2,40 Euro das Kg an die Genossenschaft, derzeit kann die Genossenschaft nur um die 80 -90 Cent ausbezahlen. Die steilen Weinberge sind nicht mit vielen Maschinen zu bearbeiten, trotzdem verlangt die Bevölkerung ordnungsgemäße Bearbeitung der Weinberge, auch diejenige, die morgens ein Franzose, oder einen Wein aus Chile in den Einkaufswagen gelegt haben.
In Straßburg im Cora habe ich mir mal die Mühe gemacht, wo in deren Weinregalen die Weine herkommen, einen, der nicht aus Frankreich selbst kam, war aus Algerien.
für 2,40 DM das Kg an die Genossenschaft,
Sorry
Bier ist vergorener Zucker, ganz simpel!
Was bringt vorstehendes Zahlenwerk über das flüssige Gold zum Ausdruck!?
Wir erzeugen heute Lebensmittel, die ganz offensichtlich niemand braucht, niemand realiter haben will!
Schon zu Pharaos Zeiten braute man Bier, damals aber, um die schlechten Wasserqualitäten zu verbessern und damit Krankheiten infolge des Konsums von verseuchtem Trinkwasser vorzubeugen. Auch im Tierreich gibt es schon immer nachweislich Alkoholkonsumenten.
Die Hygiene dürfte auf dem Münchner Oktoberfest sicherlich kein Problem abbilden, ebenda auf den Cannstatter Wasen, unseren großen Volksfesten mit Weltrenommee 😉 Das Herdenverhalten ist wirklich immer wieder beeindruckend, koste es was es wolle.
PFAS ist heute die neue Chemieseuche; …gegen Fluoressigsäureverbindungen hilft keine Vergärung, diese sind extrem stabil. Mutter Natur hat hiergegen kein Besteck entwickelt, weil selbige in der Natur nicht vorkommen. Konzipiert ausschließlich in menschlichen Hirnen, eigentlich wertvoll – nur die Menge, die zwischenzeitlich in sämtlichen Lebensbereichen freigesetzt ist, macht das Gift!
Auch Bier dürfte wohl nicht PFAS-frei sein…
An dieser Stelle ein Prosit auf die Gemütlichkeit (Tusch…!)
Wir Bauern sollten uns schleunigst alternativen Wertschöpfungspotentialen zuwenden, solchen eben, die in einem positiven Sinne auf unseren Betriebskonten sichtbar werden. 🙂
Pfas sind Ewigkeitschemikalien. Wie kann etwas einen Einfluss haben, wenn es sich nicht angreifen lässt? Es sei denn, es ist ein Katalysator.
Wer sich mit PFAS befassen möchte, sollte auf ein gewisses Grundlagenwissen zurückgreifen können.
Diese Fluoressigsäureverbindungen haben es in sich – sie werden die Menschheit in kurz- bis mittelfristiger Zukunft sicherlich enorm zu beschäftigen wissen. Fluor ist extrem reaktiv.
Fluor steht im Periodensystem in der 7. Hauptgruppe der sogenannten Halogene, von denen es das leichteste ist.
Die PFAS-Verbindungen, von Menschenhand erschaffen, gibt es so in der Natur nicht. Diese wieder zu knacken ist nach aktuellem Status quo nicht möglich. Daher auch die Namensgebung: Ewigkeitschemikalien, etabliert aus dem Grunde, um dem „Normalo“ eine entsprechende „Griffigkeit“ zur Hand zu reichen, die allenfalls rudimentär über Chemische Grundkenntnisse verfügen.
Das muß man alles gar nicht wissen, sondern nur wissen wo`s steht: https://www.bauerwilli.com/das-gold-bier-verhaeltnis/
Die Kurse korrelieren nicht.