Bauer Willi
Kommentare 35

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Die EU macht eine Umfrage zur Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit. Diese ist seit dem 16. September geöffnet. Antworten kann man bis zum 14. Oktober. Bisher (26.9. um 15 Uhr) sind EU-weit 21 Antworten eingetroffen, davon nur eine Handvoll aus Deutschland.

https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/14824-Lebensmittel-und-Futtermittelsicherheit-Omnibus-Vereinfachungspaket_de

Darum geht es konkret:

Mit dieser Initiative soll die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte und der Lebens- und Futtermittelindustrie in der EU gestärkt werden; außerdem soll der Verwaltungsaufwand für die Zulassung von Produkten verringert werden, der den Behörden der Mitgliedstaaten entsteht. Geplant ist,

  • den Zugang zum EU-Markt für biologische Wirkstoffe und Pflanzenschutzmittel zu beschleunigen
  • die regulatorischen Anforderungen an Pflanzenschutzmittel, Biozidprodukte, Futtermittelzusatzstoffe, Lebensmittelhygiene und amtliche Kontrollen sowie andere Maßnahmen zur Vereinfachung des EU-Lebensmittelrechts zu vereinfachen und klarer zu gestalten“

Mir fällt dazu einiges ein, was ich nun in die Umfrage einstellen werde. Ich hoffe doch, dass bis Montag morgen die Zahl der Beiträge auf über 100 gestiegen ist.

Schön wäre es auch, wenn auch die Berufsvertretungen (DBV, LsV) auf diese Umfrage aufmerksam machen würden. Sind ja noch ein paar Tage Zeit….

(Aufrufe 1.270 gesamt, 1 heute)

35 Kommentare

  1. Rößle Rudolf sagt

    Letztendlich geht es auch darum immer Geld zu verdienen. Wir haben es ja mit dem Einsatz von Backpulver im Weinbau erlebt.Selbst die Einsatzmöglichkeiten von Homöopathie wurde drastisch verteuert, da die Substanzen jetzt für jedes Einzelmittel eine extra Zulassung benötigen.
    Mittlerweile steht der Profit vor Gesundheit und Heilung. Billige antibiotische Mittel ,die sehr wohl helfen würden, werden nicht mehr produziert, da mit Absicht die Wiedergenehmigung unwirtschaftlich ist.
    So schimpft man wieder auf den Einsatz von Reserve Antibiotika, doch die alten Mittel gibt es gar nicht mehr. Gerade im Bereich biologischer Mittel, die wirksam sind, sollte es überhaupt keine überzogenen Prüfverfahren geben. zuletzt muss man noch für einen Brennesselspinat auf dem eigenen Teller Gebühren bezahlen.

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  2. Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

    Es geht hier bei den beschleunigten Zulassungsverfahren nur um biologische PSM, nicht aber um synthetisch hergestellte PSM. Deshalb werde ich nicht unterschreiben. Ich habe mir stundenlang die Petition hineingesogen.

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    • Thomas Bröcker sagt

      Dem muss ich leider, was den Bereich Pflanzenschutzmittel betrifft, zustimmen. Auf Seite 5 ist das Ziel klar formuliert. Es geht darum, dass sich für Firmen, die sich mit „biologischen Alternativ-Wirkstoffen“ befassen, die Zulassungs- und gegenseitigen Anerkennungsverfahren vereinfachen und verkürzen … „um solchen Firmen den Marktzugang und die Amortisation ihrer Aufwendungen zu erleichtern“.
      Die Forderung der Verbände und Interessenvertreter nach vereinfachter Verlängerung der Zulassung und gegenseitige Anerkennung von Zulassungen bezüglich der „Altwirkstoffe“ (chemisch synthetischer Wirkstoffe) stehen eigentlich nicht im Focus. Auch die Zulassung für Klein- und Nischenkulturen (Lückenindikation und Notfallzulassungen) wird zwar „empfohlen zu vereinfachen und zu verbessern“, unterliegt aber nationalen Regellungen und Sonderauflagen (die besonders in Dt. durch das Vetorecht des UBA gegeben sind) konterkariert werden.
      Die Probleme bezüglich der (Nicht-)Zulassungspraxis sind hinreichend bekannt und bedürfen nicht schon wieder einer Befragung. Einfach mal machen !.
      Das einzig Neue bei dieser Befragung ist: Es geht hierbei in erster Linie darum, die Praxis der von den Bio-Verbänden beklagten, für ihre Wirkstoffe ebenso geltenden komplizierten Zulassungsverfahren, separat zu unterlaufen. Das wird auch so kommen … und bei „schön dass wir mal darüber geredet haben“ bin ich nicht dabei. Es ist die gewohnte „Hintervo…zigkeit“ mit der solche Sondervergünstigungen für die Bio-Branche hinter allgemeinen Formulierungen versteckt wird.
      Für die anderen Forderungen und die Sinnhaftigkeit einer Beteiligung bei selbigen kann ich nicht sprechen … ganz allgemein sind Vereinfachungen sicher immer positiv … treten aber selten wirksam in Kraft.

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  3. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Herr Kremer-Schillings, ich habe ihren Umfragebeitrag gelesen und kann dem nur zustimmen. Die Frage ist nur, braucht der EU-Bürokratendschungel diese Umfrage oder ist es vorgetäuschte Demokratie? Ersteres wäre erbärmlich und würde nur für Inkompetenz sprechen, von zweitem gehe ich ein Stück weit aus. Ich denke das etliche Politiker heute an bodenloser Selbstüberschätzung (das nennt sich wohl Hybris) leiden. Ein perfektes Beispiel dazu ist unsere Annalena Baerbock mit ihren endlosen Peinlichkeiten bei der UN. Ich kann verstehen das (Stand jetzt) erst 26 Rückmeldungen gekommen sind.

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    • Bauer Willi sagt

      Egal ob Sie Recht haben oder nicht: was ist es für ein Signal, wenn man die Möglichkeit der Einflussnahme bekommt und sie nicht nutzt?

      • Peter Schubert sagt

        „die Möglichkeit der Einflussnahme“

        Wer sagt denn, dass das so ist und sich jemand ums Umfrageergebnis schert?
        Mittlerweile ist man geneigt, an Placebos der Politik zu glauben, so klar wie etliche Umfragenergebnisse sich gegen das Tun der Politiker richten und trotzdem folgenlos bleiben.

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      • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

        Das ist doch nur eine Alibihandlung.. Die Umfrage hat keinerlei Wirkung bei den Verantwortlichen. Das geht hier rein und dort raus. Aber glücklich die ,die an Verbesserungen glauben.

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        • Bauer Willi sagt

          @Forenteilnehmer
          Sie halten mich also für einen Idioten? So interpretiere ich Ihren Kommentar.

          Was mir so richtig auf den Geist geht: Immer nur schwarzmalen und jammern.

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          • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

            Warum bekam ich soviel Zustimmung? Willi, Sie werden jetzt aber doch sehr wehleidig. Hat das mit dem Alter etwas zu tun? Ich halte Sie aber keinesfalls für einen Idioten. Wie kommen Sie darauf? Warum vertragen Sie keine Kritik?

      • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

        Wären sie nicht 2019 auch im Kanzleramt um Einfluss zu nehmen? Was ist dabei herausgekommen außer Aktionismus?

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        • Bauer Willi sagt

          Ja, ich war im Kanzleramt. Warum wohl? Weil ich es geschafft habe, mit den Grünen Kreuzen Tausende Bauern zu einer gemeinsamen Aktion zu bringen. Ganz alleine, ohne fremde Hilfe, ohne Geld, ohne jegliche Unterstützung.

          Ich wurde von Frau Klöckner eingeladen, habe im Reichstag gesprochen und Frau Merkel kennengelernt. Dass unser Bauernverband und LsV aus dieser positive Entwicklung nichts gemacht haben, wollen Sie jetzt ernsthaft mir zuschreiben?

          Ich habe wahrlich anderes zu tun, als auf so einen Schwachsinn zu antworten.
          Es ist aktuell 22:41 Uhr. Gute Nacht.

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          • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

            Ich antworte auch noch um 00:15 Uhr. Es ist immer wieder interessant was sie aus so manchen Kommentaren herauslesen. Niemand hat sie für etwas beschuldigt. Es ist deshalb nichts dabei herausgekommen weil nichts dabei rauskommen sollte. Frau Merkel hat alle Beteiligten aufgefordert sich mit sich selbst zu beschäftigen und so gab es ja wohl die Zukunftskommission Landwirtschaft. Auch ein Flop, zumindest aus heutiger Sicht.
            Was sie an der EU haben sehen sie an der Entwaldungsverordnung, die wohl ausgesetzt werden soll.
            Vielleicht das nächste Thema?

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            • Schmeckt gut sagt

              Wie sollen Ihre beiden Fragen denn anders interpretiert werden? Wer so fragt, hat eine Richtung. Alternative: Diplomatischer fragen!

          • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

            Das sind alte Sachen, die eben auch nichts bewirkt haben. Aber schön, dass du das Kanzleramt einmal von innen sehen konntest.

            • Arnold Krämer sagt

              Haben sie eine Ahnung davon, wie politische Entscheidungsprozesse ablaufen, insbesondere wenn die Inhalte kontrovers diskutiert werden? Welche Rolle dabei übergeordnete Systeme wie die EU, der Föderalismus spielen?

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  4. Ludwig sagt

    Was wir brauchen ist mehr Freiheit des Wirtschaftens und feste Rahmenbedingungen die die höheren Kosten der Umwelt- und Sozialstandarts berücksichtigt. Auch mehr Markt und weniger Subventionen . Das heist ein höheres Ertragsniveau durch Außenschutz erstellen.
    Mit unter 20 Euro/dt Getreide ist keine Landwirtschaft nachhaltig möglich. Gesetzliche Vorgaben auf alle´n Ebenen müßen drastisch weg von Ideologie auf Sachlichkeit und Realität zurück geführt werden. Bindung an die Fläche , damit die Gewerblichkeit zurück gedrängt wird. Auch ein Bodenrecht , daß Investoren keine Chance haben. Ein Dünge- und Pflanzenschutzrecht , daß sich an Realitäten ausrichtet. Z.B. die Zikadenproblematik erfordert einen Mitteleinsatz , der mit den derzeitigen Möglichkeiten keinen Erfolg erzielen wird. Mit Spülmittel kann man halt nicht auf viele Gegner ankommen. Wenn ich mir in diesem Jahr viele stark verunkrautete Rübenfelder anschaue , dann muß man feststellen, daß es hier auch bei der Pflanzenschutzmittelwirkung starke Lücken gibt . Auch hier ist mehr Wirksamkeit erforderlich, daß nur als Beispiele. Die Politik muß sich mehr an den Ansprüchen der Produzenten und weniger an NGOs , usw. orientieren !

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    • Arnold Krämer sagt

      Landwirtschaft braucht ein einfaches klares Ordnungsrecht und keine produktionstechnische Klein-Klein-Vorschriften. Alles auf „Null“! Es wird höchste Zeit. Aber wer hat den Mut, wer die Kraft?

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Da muss das gemeine Bauernvölkchen erst einmal geeint in der Öffentlichkeit auftreten (wollen).

        Werter Herr Krämer, das schaffen wir nicht…!

        Zeigen Sie klare Kante als Landwirt und üben Verzicht, sofort taucht ein hämisch grinsender, überaus williger Kollege aus dem Hinterhalt auf und füllt die Lücke.

        …Den Bauern geht es wohl noch viel zu gut; oder recht viele haben den großen Knall einfach noch nicht so recht vernommen!!!

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      • Ex-Baumschuler sagt

        „Aber wer hat den Mut, wer die Kraft?“

        Auf Youtube liefern täglich Anthony Lee und Carsten Jahn.

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        • Unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Anthony Lees generelle politische Positionierung macht ihn nicht unbedingt für alle tragbar, …leider.

          Seine Eloquenz ist schon sehr beeindruckend, parfümiert mit einem grandiosen Wortwitz; … aber der Inhalt dahinter muss auch mehrheitsfähig passen!

          Er hatte so ein paar „Ausfälle“, die mich zugegebenermaßen nicht unbedingt begeisterten.

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              …persönliche Positionierungen, die ich für etwas schwierig erachtete.

              Eine Meinungszensur halte ich allerdings ebenso als fragwürdig; glücklicherweise leben wir in einer freiheitlichen Demokratie. Insofern versuche ich keine Charaktere feinzuschleifen, wie das hier gerade der Blogwart mit meiner Person versucht.

              Wenn sich Lee für einen Macher hält, soll er es probieren – mehr als schief gehen kann das nicht. Er wird rechtzeitig sicherlich selbst feststellen, an welchem Punkt er sich eine blutige Nase holt.

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              • Ex-Baumschuler sagt

                „persönliche Positionierungen, die ich für etwas schwierig erachtete“

                Hat er seinen Scheitel falsch rum getragen oder seinem Hund auf die Nase geküsst? – Erzähle, denn sonst könnte das ja als Verleumdung gelten.

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                • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

                  Warum jetzt diese Drohgebärden? – Was ich genau nicht wollte, ist in Richtung Verleumdung abdriften.

                  Man muss sich wirklich gut überlegen, ob man sich für den gemeinen Bauernstand überhaupt noch „ins Zeug legen soll“!?

                  Diese perfiden Unterstellungen, ich bin sie einfach leid.

                  Vielleicht doch die Maxime „mir geht es gut, warum soll es anderen besser gehen?“.

                  EX-Baumschuler, das aber ist für meine Begriffe nicht der geeignete Weg raus aus der Katastrophe, wohl aber für einige ganz sicher der bequemere.

                  Wer sollte Lee und Jahn daran hindern, gelänge es ihnen realiter, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. – Mittels Drohgebärden in Richtung Kollegen wäre das allerdings der denkbar ungünstigte Start, meinen Sie nicht auch, werter Ex-Baumschuler…!?

                  Eine Fanbase, viele Mitstreiter Ihren Formats, wäre gut!

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              • Ex-Baumschuler sagt

                Die 0-Likes sind immer wieder faszinierend, da im Forum zum Anklicken (Daumen hoch, aber keiner runter) nur positive Likes angeboten werden. – 0-Likes sind über die Web-Oberfläche überhaupt nicht herstellbar.

                Selbst Bauer Willis Kommentare wurden schon mit 0-Likes bedacht, wenn sie nicht besonders „produktiv“ waren. Die Kriterien sind mir unbekannt. Aber ein 0-Like war bislang ziemlich sicher ein gerechter A-Tritt, den irgendeine Intelligenz im Mut umgesetzt hatte.

                Dahinter steckt bestimmt ein junger System-Admin. Der offenbar manche Dinge besser zu meinen weiß als Willi selbst und da koordinierend eingreift. Willi selbst hat ja zugegebenermaßen keine Ahnung von Informationstechnologie und von Nullen und Einsen.

                Aber gerade das macht solche Menschen so interessant.

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        • Kemetbauer sagt

          Eine Identifikation mit all diesen youtube-Helden fällt mir sehr schwer. Das Sendungs- und Darstellungsbedürfnis geht wohl weit über den Anspruch zur objektiven Information über Landwirtschaftliches hinaus. Das ist auch nur Unterhaltung und da kenne ich bessere.

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    • Kemetbauer sagt

      @L
      Was interessiert die Politik die Landwirtschaft? Die NGOs stellen ein Vielfaches an Wählerstimmen. Und was gegessen wird, das kann auch importiert werden. In D. wird dann nur noch die Landschaft gepflegt.

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  5. Frikadellen piet 46 sagt

    moin gleich nachher gehe ich daran. ich hoffe ja das auch vernünftige Fragen zur Gentechnik gestellt werden, die klar machen dass dadurch alles viel sicherer wird. schönen Tag

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