Alle Artikel in: Bauer Willi

Der Blog muss zum Kundendienst

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Schuld…

Diesen Text, der mir unaufgefordert zugesandt wurde, möchte ich gerne mehr Menschen zu lesen geben. Weil jetzt die Frage danach losgeht, wer die Schuld an dieser Naturkatastrophe hat. Schuld Wer ist schuld? Was ich in der Talkrunde am 16.7. bei Böttinger höre, löst Unbehagen in mir aus. Bauern sind schuld, verdichtetes Bauen, die Politiker sind schuld. Im geschundenen Dorf Schuld in der Eifel wird von schuldlosen Ehrenamtlichen, Feuerwehrleuten, THWlern, Polizisten, Soldaten, Nachbarn aufgeräumt. Es werden Leute gerettet, Tote geborgen, Keller ausgepumpt, Autos aus Flussbetten gezogen, Straßen von Schlamm u. Schuttbergen befreit. Schuld? Die Frage stellt sich der Betroffene zunächst nicht, eher wer zahlt, hilft mir jetzt im Augenblick. Versichert? Nein? Selbst schuld! Und dass das Dorf auch noch Schuld heißt. Wer soll dich armes betroffenes Dorf dafür beschuldigen? Bestraft bist du jetzt ohne Schuld zu sein. Dafür warst du ein wunderschönes Örtchen, eingebunden von einer Flussschleife, im Tal gelegen mit Bäumen bewachsener Anhöhe links und rechts. Dass solche Wassermassen durch Schuld abfließen mussten, ist nicht zu übersehen. Wenn Schuld bald wieder gesäubert, aufgebaut ist, wird …

Aktuelles zur Hochwasserhilfe

Unterbringung von Kindern aus dem Katastrophengebiet auf unseren Bauernhöfen Bodo von Schilling rief eben an. Er hat eine gute Idee: Es gibt sicher sehr viele Kinder, die jetzt im Überschwemmungsgebiet nicht viel helfen können und vielleicht auch einfach mal eine Auszeit von dem ganzen Chaos brauchen. Wir Bauern haben auf unseren Höfen viel Platz. Wir haben oft auch eigene Kinder und die Unterbringung von ein oder zwei Kindern, eventuell auch mit einer erwachsenen Begleitung für einen überschaubaren Zeitraum dürfte kein Problem sein. Manche erinnern sich noch an die „Kinderverschickung“ nach dem Krieg oder die Aktion mit den Tschernobyl-Kindern. Jetzt die Fragen (und bitte nur auf die Fragen antworten) Wie kann man Suche/Biete organisieren? Ist eine Versicherung notwendig? Wie ist diese Frage zu bewerten? Woher wissen die Eltern, dass ihre Kinder in gute Hände kommen? Die Aktion ist selbstverständlich für die Eltern kostenlos. Eine weitere gute Idee, die schon irgendwo organisiert worden ist: Kostenlose Ferien auf dem Bauernhof für die ganze Familie für die Opfer der Flutkatastrophe. Das Problem könnte aber sein, dass die Familien jetzt …

Die Instrumentalisierung einer Katastrophe

Nicht nur in ganz Deutschland, nein, weltweit ist die Flutkatastrophe in Westdeutschland ein Thema. Ich kann mich nicht erinnern, dass Erftstadt jemals auf dem Titelbild der New York Times gestanden hätte. https://www.nytimes.com/2021/07/16/world/europe/germany-floods-images.amp.html Mein Freund Daniel schickte mir einen Zeitungsartikel aus Brasilien, wo man auch darüber berichtete. https://www.dw.com/pt-br/fortes-chuvas-causam-destrui%C3%A7%C3%A3o-e-mortes-na-alemanha/a-58274516 Überall ist die Anteilnahme groß. Noch ist nicht klar, welches Ausmaß diese Naturkatastrophe annehmen wird. Zur Zeit ist jede helfende Hand gefragt und der, der helfen will, sollte nicht danach fragen, wer das organisiert. Auch die Hilfskräfte sind angesichts des Ausmaßes überfordert. Immerhin sind drei Bundesländer und unsere Nachbarn in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden betroffen. Was mich angesichts dieser nationalen Anstrengungen, die nun notwendig sind, wütend macht, sind die Kommentare der Leichenflederer, die nichts anderes zu tun haben, als ihr dreckiges Geschäft mit der Angst auf dem Rücken der Opfer zu machen. Organisationen wie Greenpeace, die zuletzt mit dem Bruchpiloten im Olympiastadion negativ in die Schlagzeilen gekommen waren, glauben nun,  angesichts der Not der Menschen, mit der Klima-Diskussion Spenden generieren zu können. Denn um nichts anderen geht …

Bauern helfen – eine Flut der Solidarität

Im Fernsehen läuft jetzt die Hochwasserkatastrophe den ganzen Tag rauf und runter. Nicht erwähnt wird, dass überall Landwirte mit ihren Traktoren, Radladern und Güllefässern helfen. Nicht selten sind sie die Ersten, die Ortschaften erreichen. Aus ganz Deutschland sind sie in das Katastrophengebiet unterwegs. Schaut euch das angehängte Video in voller Länge an. Schickt es weiter, gebt es an die Medien. Wir können stolz auf die deutschen Bauern sein, die schnell und unbürokratisch helfen. XLNE4662[1] P.S: Statt vieler Worte. Unser Sohn hat gestern Abend das Auto beladen: Notstromaggregat, Pumpen, Motorsäge. Ist gestern morgen in Richtung Erftstadt gefahren. Er hat dort Keller leergepumpt und mit dem Nass-Sauger so maches Wohnzimmer. Er hat sehr viel Dankbarkeit empfangen und eine Flasche Wein. Wir sind stolz auf unseren Sohn.

Unwetter – Bilder rund um den Hof

Aus gegebenem Anlass und weil sich einige bei mir erkundigt haben, hier ein kurzer Bericht vom 14.7.2021, einem Tag, den wir so schnell nicht vergessen werden. Zuerst die Zahlen: Am 10. Juli hatten wir 15 mm im Regenmesser, am 12.7. dann 23 mm, am 13.7. nochmal 17 mm. Damit war der Boden gesättigt. Am 14.7.,  nachdem ich die 17 mm vom Vortag ausgeschüttet hatte, kamen über den Tag verteilt bis 18 Uhr wieder 25 mm. Eigentlich hatten wir nicht mehr mit viel Regen gerechnet aber kurz nach 18 Uhr öffneten sich die Schleusen des Himmels und innerhalb von 3,5 Stunden fielen 46 mm. (17 + 25 + 46 = 88)  Dabei waren starke Sturmböen, so dass ich vom Fenster aus zusehen konnte, wie sich der Weizen unter dem Druck der Wassermassen immer mehr zur Erde neigte. Es tut weh, das mit anzusehen. Es ist schließlich die Arbeit eines Jahres, die da im Dreck liegt. (ok: von Oktober bis August…) Doch nicht nur der Weizen liegt flach, auch der Raps sieht ziemlich zerzaust aus. Das wird …

Kämpft der Bauer gegen die Natur?

Kämpft der Bauer gegen die Natur? Dieser Gedanke geht mir durch den Kopf bei all den negativen Berichten der vergangenen Monaten und insbesondere beim Bericht der Zukunftskommission. Ständig wird der Landwirtschaft eine Schädigung oder sogar Zerstörung der Natur vorgeworfen. Aber machen wir dies nicht alle, alleine durch unsere Anwesenheit auf diesem Planeten? Warum sollte also die Landwirtschaft eine Ausnahme sein? Dazu habe ich mich mit Jürgen Donhauser im folgenden Podcast unterhalten.

Fragen an die Zukunftskommission

Wir, die vier Unterzeichner, verstehen nicht, warum unsere Vertreter der Landwirtschaft das Papier der Zukunftskommission unterschrieben haben. Deshalb fragen wir in einem Offenen Brief nach: 12.07.2021 Offener Brief an Joachim Rukwied, DBV                                 dbv@bauernverband.net Franz-Josef Holzenkamp, DRV                   info@drv.raiffeisen.de Hubertus Paetow, DLG                                 info@dlg.org LsV Deutschland                                            a.lee@gmx.de       hochreins@aol.com Nachrichtlich: Julia Klöckner, BMEL         poststelle@bmel.bund.de   Betr.: Bitte um Erläuterung der Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft Sehr geehrte Herren, sehr geehrte Frau Klöckner Wir, die Unterzeichner, sind Land- und Tierwirte in familiengeführten Betrieben, Mitglieder im Praktiker-Netzwerk des BMEL und Agrarblogger. Am 4. September 2019 wurde das Agrarpaket seitens der Bundesregierung verabschiedet. Dies war der Auslöser für das Aufstellen der „Grünen Kreuze“, das einige von uns mit initiiert haben. Es folgten viele Demonstrationen, darunter die größte Bauerndemonstration der Nachkriegszeit mit rund 40.000 Landwirten und 8.000 Traktoren in Berlin. Die Hauptbotschaft: Wir haben Angst um die Zukunft unserer Betriebe und unserer Familien. Daraufhin wurde am 9. Dezember 2019 beim Agrargipfel, an der einige von uns teilgenommen haben, im Bundeskanzleramt …

Die Kuh als Umweltsau?

Ein spannendes Interview von Thomas Wengenroth von „Der Hoftierarzt“ mit Prof. Windisch. Wer es noch nicht kennt, unbedingt lesen, weil es viele interessante Fakten rund um die Nutztierhaltung liefert. Kluge Fragen und kluge Antworte! Mehr von Thomas Wengenroth auch hier: https://www.stallbesuch.de/ Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen