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War der Mai 2026 heiß?

Das Erreichen der 30-Grad-Marke im Mai – meteorologisch als „Heißer Tag“ definiert – war in Deutschland früher eine absolute Seltenheit. Durch den Klimawandel kommt es in den letzten Jahrzehnten allerdings fast in jedem Jahr irgendwo im Land zu mindestens einem Tag mit über 30 °C im Mai. Wie sind die statistischen Daten? Wann war es im Mai 2026 wirklich heiß? Heißer als in anderen Jahren? Ich habe mal recherchiert, denn was überzeugt mehr als Fakten. Tatsächlich gab es solche Temperaturen im Mai bereits in früheren Jahren (hier eine Auswahl besonders markanter Jahre): 2022: Ein extrem warmer Frühsommer. Bereits am 20. Mai wurden in Ohlsbach (Baden-Württemberg) 33,7 °C gemessen. 2018: Das Jahr der großen Dürre startete fulminant. Ende Mai kletterten die Temperaturen verbreitet über die 30-Grad-Marke (Spitzenwert: 34,2 °C in Lingen). 2017: Ein sehr heißes Monatsende brachte am 29. Mai Temperaturen von bis zu 35,0 °C in Trier. 2005: Hier wurde am 28. Mai im bayerischen Mühldorf am Inn mit 35,4 °C eine der höchsten je im Mai gemessenen Temperaturen in Deutschland registriert. 2003: Das berüchtigte …

Am 30. Mai ist der Weltuntergang…

So lautet jedenfalls der Titel eines rheinischen Liedes aus der Nachkriegszeit. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Doch wo sind sie nur geblieben, die Weltuntergangsszenarien der letzten Jahrzehnte? Das Waldsterben ist gestorben. Das Ozonloch hat wieder jemand zugenäht, weil wir Deutschen die richtigen Kühlschränke gekauft haben. So schnell geht das. BSE, Hühnergrippe, Schweinepest sollten die Menschheit innerhalb kürzester Zeit ausrotten. Wir leben immer noch. Und an EHEC können sich auch nur noch die wenigsten erinnern. Auch der Rhein ist so sauber wie nie zuvor, mit ihm auch die Nebenflüsse. In den Städten werden mehr Vogelarten gezählt als in so manchem Naturschutzpark. Amseln brüten in alten Autos und fliegen im Herbst nach Süden. Oder auch nicht, je nachdem, wie es ihr gerade in die Versorgungslage passt. Wildschweine lassen es sich in städtischen Parks und Gärten gut gehen, Waschbären richten sich häuslich auf unseren …

Was ist schön?

Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters. Die gezeigten Bilder sind nur wenige Augenblicke voneinander entfernt. Die Qualität des Bodens ist identisch (Lößlehm, ca. 90 Bodenpunkte). Bis auf ein Feld kenne die Landwirte nicht, die den Weizen anbauen. Als Landwirt habe ich einen Favoriten, welches der schönste Weizenbestand ist. Als Spaziergänger wird man vermutlich eine andere Auswahl treffen. Unter diesem Aspekt lässt sich trefflich diskutieren, welche Aufgabe wir Landwirte haben.

Was wir schützen…

Blicken Sie noch durch beim „Schutz“? Tierschutz, Artenschutz, Pflanzenschutz, Klimaschutz… das klingt alles so herrlich einfach und nach „heiler Welt“. Und was haben diese Schlagworte mit uns als Landwirten zu tun? 1. Tierschutz: Das Wohl von Kuh Emma und Co. Beim Tierschutz geht es um das Individuum. Hat die Kuh genug Platz? Ist das Schwein gesund? Fühlt sich das Huhn „pudel“wohl? Und wieviel Tierschutz ist ökonomisch noch sinnvoll? Sagen die Haltungskennzeichnungen wirklich etwas über den Tierschutz aus? Unsere Rolle: Wir stehen jeden Tag im Stall. Tierschutz ist für uns kein Paragraph, sondern Handwerk. Wenn es dem Tier nicht gut geht, geht es dem Bauern nicht gut. Punkt. Egal, ob Haltungsstufe 1 oder 5. 2. Pflanzenschutz: Die Medizin für den Acker Hier wird es oft emotional. Pflanzenschutz bedeutet schlicht, meine Ernte vor Krankheiten, Pilzen und Schädlingen zu bewahren. Das kann ich mit Brennesseljauche machen oder ein chemisch hergestelltes Präparat nehmen. Unsere Rolle: Wenn meine Weizenpflanze vom Rostpilz befallen wird, dann brauche ich „Medizin“. Wer Pflanzenschutz pauschal verteufelt, muss sich fragen: Wollt ihr Brot aus gesundem Getreide …

Die weltweit größten permanenten Methanquellen…

Die weltweit größten permanenten Methanquellen finden sich nicht in deutschen Mooren, sondern in Regionen, von denen viele der Leser vermutlich noch nie etwas gehört haben. https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/umwelt/satellitendaten-zeigen-die-zehn-groessten-methanquelle-der-welt-13379847 Auf Platz 1 steht das Sudd-Feuchtgebiet im Südsudan, gefolgt von Öl- und Gasfelder in Turkmenistan. Auf Platz 3 steht das Ibera-Feuchtgebiet in Argentinien. Weitere sehr große und permanente Methanemissionen finden sich in China. Auf weiteren Plätzen folgen Bangla Desh, Russland und die USA.  Europa spielt bei den ständigen Methan-Emissionen keine Rolle. Ich denke, dass diese Auswertung wichtig ist, um den Einfluss der Landwirtschaft (Wiederkäuer, Reisanbau) in einem größeren Rahmen zu sehen. Hier der Original-Artikel in englischer Sprache: https://acp.copernicus.org/articles/24/10441/2024/

Das Feld ist die Fabrik – warum industrielle Landwirtschaft wichtig ist

Es wird viel über diverse Formen der Nahrungsmittelproduktion diskutiert. Ich habe bereits über „Essbare Insekten“ und „Urban Farming“ gesprochen, die trotz aller medialen Aufmerksamkeit bis heute Randthemen geblieben sind. Es gibt drei fundamentale Gründe, warum die industrielle Landwirtschaft auf absehbare Zeit die einzige Möglichkeit bleiben wird, die Menschheit zu ernähren 1. Die „Kalorien-Arithmetik“ Urban Farming konzentriert sich auf wasserhaltiges Edelgemüse. Die Weltbevölkerung überlebt aber durch Kalorien. Ein Weizenfeld produziert pro Hektar Millionen von Kalorien mit minimalem technischem Aufwand. Um dieselbe Menge Kalorien in einer Vertical Farm zu produzieren, wäre der Energieaufwand so gigantisch, dass das Brot am Ende 20 Euro kosten müsste. Solange wir keine Lösung für den energieeffizienten Anbau von Grundnahrungsmitteln in Hallen haben, bleibt es – auf absehbare Zeit – ein Nischen-Hobby für die Oberschicht. 2. Geografie schlägt Technologie Es ist ökonomisch fast immer sinnvoller, Lebensmittel dort anzubauen, wo die Natur die besten Bedingungen bietet (Sonne, Wasser, Boden), und sie zu transportieren, als die Natur in einer teuren Box in der Stadt nachzubauen, denn die Transportkosten machen bei den meisten Grundnahrungsmitteln nur einen …

Kampf um´s Wasser – in Deutschland!

Es geht um´s Wasser. Viel Wasser. Es geht darum, dass die Spree trockenfallen könnte. Nicht nur in Berlin, sondern auf dem gesamten Flusslauf. Und das hätte gewaltige Konsequenzen: für die Landwirtschaft, für die Touristik, für die Industrie und viele anderen Branchen. Um was geht es ? Im Einzugsgebiet der Spree zeichnet sich ein strukturelles Wasserproblem ab. Im Braunkohletagebau abgepumptes und in die Spree eingeleitetes Grundwasser hat zu einem hohen Wasserangebot und zur Steigerung des Wasserverbrauchs von Industrie und Haushalten geführt. In der Lausitz entwässert der Braunkohlebergbau seit rund 100 Jahren die Abbaugebiete und leitet das gehobene Grundwasser in den Fluss. Wenn mit dem Ende des Braukohletagebaus auch die Tagebaupumpen abgestellt werden, führt dies zu einer Reduktion der Wassereinleitung um die Hälfte bis zu drei Vierteln der jährlichen Wassermenge, die durch die Spree fließt, in besonders trockenen Sommermonaten zum Teil bis zu 90 Prozent. Der Wasserverbrauch der Gemeinden entlang des Flusses, des Spreewaldes und der Industrie sowie die Binnenschifffahrt haben sich über viele Jahrzehnte an die künstlich erhöhte Durchflussmenge angepasst und wären durch ein Ende der …

Vegan: die Party ist vorbei

Der Branche der Fleischersatzprodukte geht es nicht gut. Lag der Aktienkurs von Beyond Meat im Juni 2021 noch bei rund 150 USD, so lag er Mitte Mai 2026 bei nur noch 0,80 USD. Und es besteht Potential für einen weiteren Rückgang. Grund dafür ist ein deutlicher Rückgang der Nachfrage (- 18%) auf dem amerikanischen Markt. https://www.boerse-express.com/news/articles/beyond-meat-aktie-barclays-senkt-ziel-auf-050-dollar-903814 Einem Brutto-Gewinn von rund 2 Mio. US$ stehen gewaltige Schulden gegenüber: https://www.boerse-express.com/news/articles/beyond-meat-schulden-von-543-millionen-uebersteigen-barreserven-898182 Wie ich aus gut informierten Kreisen erfahren konnte, verlangsamt sich der Trend zu Fleisch-Alternativen auch in Deutschland. Nur wenige Hersteller – meist die Marktführer – können noch leichte Zuwächse verzeichnen. Da immer mehr vegane Produkte auf den Markt gekommen sind, kannibalisieren sich diese nun selbst und können nur noch über den Preis verkaufen. Das schmälert die Marge für alle. https://www.ksta.de/wirtschaft/produktion-von-fleischersatzprodukten-sinkt-erstmals-fleischkonsum-steigt-wieder-1282808  

Urban Farming: der Gegner ist die Physik

Ich habe ja kürzlich über das viel diskutierte Thema „Essbare Insekten“ geschrieben, von dem heute niemand mehr redet. Ein ähnliches Thema ist „Urban Farming“. Einst als wichtiges Standbein für die Ernährung diskutiert, redet heute kaum einer mehr davon. Was sind die Gründe? Das Thema Urban Farming ist ein Paradebeispiel für die Schere zwischen technischem Enthusiasmus und ökonomischer Realität. Während die Vision von begrünten Hochhäusern faszinierend ist, zeigt ein Blick auf die harten Fakten, dass Urban Farming aktuell eher eine Ergänzung als eine Revolution der globalen Ernährungssicherung ist. Hier ist eine Analyse der Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit: 1. Die ökonomische Hürde: Energie und Fläche Der größte Endgegner des Urban Farmings (speziell des Vertical Farmings) ist die Physik. Energiekosten: In geschlossenen Systemen ersetzt LED-Licht die Sonne. Das ist extrem energieintensiv. Selbst bei sinkenden Strompreisen für Erneuerbare bleiben die Betriebskosten pro Kilogramm Ertrag oft deutlich über denen des Freilandanbaus. Investitionskosten (CapEx): Die Errichtung einer hochtechnisierten Farm in einer Metropole kostet Millionen. Diese Fixkosten müssen über den Verkaufspreis wieder eingespielt werden. Flächenkonkurrenz: In Städten konkurriert Urban Farming mit Wohnraum und …

Reise an den Amazonas: noch sind Plätze frei!

Ende Mai endet die Anmeldefrist für unsere Agrarreise an den Amazonas. Vorher sehen wir die Hauptstadt Brasilia und landwirtschaftliche Betriebe im Bundesstaat Goias. Noch sind Plätze frei. Hier das Programm und auf Seite 2 das Anmeldeformular: 2026-BauerWilli-Brasilien Unten ein paar Bilder von unseren Reisezielen, die mir Sandy geschickt hat und die etwas „Geschmack“ auf die Reise machen sollen. Daniel wird wieder unser Reisebegleiter sein und seine landwirtschaftliche Expertise einbringen. Ich würde mich freuen, wenn wir uns Ende November am Flughafen Frankfurt sehen.