Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters. Die gezeigten Bilder sind nur wenige Augenblicke voneinander entfernt. Die Qualität des Bodens ist identisch (Lößlehm, ca. 90 Bodenpunkte). Bis auf ein Feld kenne die Landwirte nicht, die den Weizen anbauen.
Als Landwirt habe ich einen Favoriten, welches der schönste Weizenbestand ist. Als Spaziergänger wird man vermutlich eine andere Auswahl treffen.
Unter diesem Aspekt lässt sich trefflich diskutieren, welche Aufgabe wir Landwirte haben.




Da ich Mohnbrötchen mag, bevorzuge ich Feld 1. 😉
Aber mal im Ernst, was ist nun aus Landwirtsicht das Problem mit dem Mohn? Kann das mal jemand vom Fach kurz erläutern. Ich habe mal gegoogelt und eher Artikel gefunden, dass es wohl kein großes Problem ist. Große Ernteeinbußen soll er nicht verursachen.
@Nils ja sieht für einige Zeit im Jahr hübsch aus aber hat gravierende Auswirkungen auf Ertrag, Qualität und kann die Ernte signifikant erschweren.
Mohn produziert hohe Mengen an Samen die Probleme in Folgekulturen produzieren und lange im Boden verbleiben.
Näheres im beigefügten link
https://www.lfl.bayern.de/ips/unkraut/025554/index.php
Ah, Ich hatte den Link vergessen. Leider nur Paywall. Aber beim lesbaren Teil steht klar, dass Mohn kein Problem wäre. Vielleicht hat ja jemand einen Account bei der Bauernzeitung:
https://www.bauernzeitung.ch/artikel/pflanzen/mohn-im-feld-ist-kein-grund-zur-sorge-478261
Das Bild mit den Mohn und Kratzdistel oder Klette ist wunderschön. Solange sich Herr
und Frau Studienrat mit einem Bruchteil ihres Einkommens durch Biomarkt, Gastro
und Biokantine durchschnabusbulieren können.
Ich war heute mit dem Auto in der Schweiz, Kanton Zürich. Die Weizenfelder an der Strasse sind etwa gleich weit wie auf den Bildern und auch der Mohn hat wunderschön geblüht. Allerdings nur auf der Seite zur Strasse hin und nur etwa einen Meter breit. Da aber so dicht, dass es aussah wie gesät. Nicht nur bei einem Feld sondern wirklich auffällig häufig. Ich vermute, das wird extra so gesät für die Bevölkerung. Würde ja dieser Meter nicht gespritzt, dann wäre er voll mit Ampfer, Disteln und Kamille, aber es gab nur Weizen und Mohn.
Klatschmohn, Disteln und Kamille(?) sind ja noch keine nennenswerte Artenvielfalt.
Ich bin momentan fasziniert von den Blühflächen nach Kulap K59. Die 3 ha, die jeder Betrieb anlegen kann, haben wir letztes Jahr auch gesät nachdem Glypho verlängert wurde.
Ich bin überrascht, wie viel da momentan blüht und ich habe es schon einmal geschrieben:
Die Bio-Subventionen abschaffen und das Geld in solche Projekte stecken bringt mehr für Fauna uns Flora. Zumal die Flächen dann 5 Jahre „unberührt“ bleiben.
moin das erste Bild finde ich schöner, da ich Landwirt bin der auch möglich ohne trag möchte! die Umwelt wird dabei normal auch gut geführt, da das Unkraut nicht die großen hat! das zweite Bild ist wahrscheinlich für den Romantiker besser! munter bleiben
Ich habe aus 2017 Bilder von der Oderbruchkante bei Podelzig: ca 50 ha Sommergerste, die sich vollständig in ein Mohnfeld verwandelt hatte- Gab schöne Bilder von unten gegen den blauen Himmel in die roten Hügel fotografiert … dazu noch 3 große Windräder als Kulisse. Geerntet hat der Betrieb da nix. Das Bedauern war aber groß … als er dann innerhalb eines Tages die „ganze Pracht“ runtergehäckselt hat … eher nicht wegen seiner Verluste.
„Das Bedauern war aber groß … als er dann innerhalb eines Tages die „ganze Pracht“ runtergehäckselt hat … eher nicht wegen seiner Verluste.“🦄🦄
Tja, die Pracht hat dann ja seinen Sinn erfüllt, die Menschen erfreut und positive vipes erzeugt. Darauf kommt es an! Hätte der Agrarflächendesigner dafür Geld genommen, hätte auch er positive vipes erlangen können….so waren es eben nur Kosten, Kosten, die der Einzelne für die guten vipes seiner Mitbürger auf sich nahm. Ist das nicht das Ziel allen Tuns? 😎🤘
Eigentlich ist es doch wie immer. Es trifft die ökonomisch-agrarische Sicht auf die emotionale des Bürgers….vorwiegend des deutschen Bürgers, die anderen kennen ja nicht die bunten Felder aus den Heimatfilmen der 50er und 60er Jahre.
Seit es Blühstreifen und Blumenwiesen als staatlich geförderte Refugien gibt, meinen Viele, dass das Bunte (analog das Vielfältige) eben das wahre Richtige sei. Kann man ihnen ja nicht verdenken, ist gesellschaftlich so gewollt und wird politisch so geliefert.
Schöne Fotos ohne Mohn und andere Blühpflanzen aus den USA:
https://www.lensaltiel.com/blog/steptoe-morning
Schönheit liegt im Auge des Betrachters, oder?
Schön sieht das Getreide/
Mohnfeld ja aus. Sicher ein Biobauer…? Hat mit effektiven ökonomischen Pflanzenbau sicher nichts zu tun… Demzufolge sind mir die beiden unteren Fotos schon lieber…
Mohn- und andere Blumen auf dem Feld: die Freude über den Blumen-Luxus können wir uns ja nur deshalb leisten, WEIL die Landwirte uns seit dem 2. Weltkrieg endlich satt bekommen haben, bis dahin war jeden Winter Hunger in der Bevölkerung angesagt.
Diese enorme, unschätzbare Leistung – Dank BASF z.B. – will man politisch nun vernichten, das ist irre.
Die Wahrheit ist halt die, dass der Landwirt mit Biodiversität kein Geld verdient und sein Kunde nicht satt wird. Dies Bewusstsein ist in unserer Wohlstandsgesellschaft verloren gegangen. Würde man die Frage meiner Schwiegermutter stellen (Jahrgang 1936) wüsste ich, wie die Antwort lauten würde.
das ist ja schon seid Anfang des Ackerbaues vor 12000 Jahren so, dass da, wo ein Nutzpflanzenbestand wächst keine Biodiversität mehr ist.
Und je mehr Städter, Menschen ohne Landwirtschaft es gibt, desto intensiver musste angebaut werden.
Einen grossen Schub gab es wohl nach WK2, als 12 Mill. Ostflüchtlinge in dir damalige BRD kamen.
Man nannte ihn
Grüne Revolution.
Und nun bauen wir im Auge des Betrachters zu intensiv an?
Aber due Regake im Discouter sollen voll sein?
Das hat wohl irgendwas mit Sikkation und Glyphosat zu tun.
???
@Zgnflüstrr Danke für ihren Hinweis da schreibt ein Experte mit Durchblick und tiefen Kenntnissen der landwirtschaftlichen Produktion
Nein.