So lautet jedenfalls der Titel eines rheinischen Liedes aus der Nachkriegszeit.
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Doch wo sind sie nur geblieben, die Weltuntergangsszenarien der letzten Jahrzehnte? Das Waldsterben ist gestorben. Das Ozonloch hat wieder jemand zugenäht, weil wir Deutschen die richtigen Kühlschränke gekauft haben. So schnell geht das.
BSE, Hühnergrippe, Schweinepest sollten die Menschheit innerhalb kürzester Zeit ausrotten. Wir leben immer noch. Und an EHEC können sich auch nur noch die wenigsten erinnern.
Auch der Rhein ist so sauber wie nie zuvor, mit ihm auch die Nebenflüsse. In den Städten werden mehr Vogelarten gezählt als in so manchem Naturschutzpark. Amseln brüten in alten Autos und fliegen im Herbst nach Süden. Oder auch nicht, je nachdem, wie es ihr gerade in die Versorgungslage passt. Wildschweine lassen es sich in städtischen Parks und Gärten gut gehen, Waschbären richten sich häuslich auf unseren Dachböden ein, Nutrias vermehren sich geradezu unbegrenzt, riesige Gänseschwärme fressen in wenigen Stunden ein Weizenfeld oder auch Viehweiden kahl. Auch wenn das so manch einem Schützer nicht passt: die Natur verhält sich offensichtlich nicht natürlich.
Die Störche kehren wieder zurück. Im November habe ich den ersten Weißstorch auf unserem Acker gesehen. Fischreiher gehören bei uns schon seit Jahren wieder zum gewohnten Bild, genauso ist es mit Fledermäusen und Eichhörnchen, die wir auf unserem Hof begrüssen können. Auch das Falkenpärchen ist wieder da und hat in diesem Jahr Junge gehabt. Die Futtersituation war ja auch ideal. Auch für Bussard und Milan. Die haben es richtig gut bei uns. Genau so wie die Feldhamster im Nachbardorf.
Vor zwei Wochen habe ich in dem Bach, der an unserem Hof vorbeifließt, den ersten Karpfen gesichtet. Ich könnte euch jetzt mit den Händen zeigen, wie groß der war: Ihr würdet es mir nicht glauben. Aber es war wirklich sooooooo groß! Ungelogen! 🙂
Mittlerweile gibt es auch Füchse in großer Zahl. Die kommen mittlerweile fast bis an unser Wohnhaus. Auf den ersten Wolf werden wir wohl noch etwas warten müssen, aber ich bin sicher, dass der auch nicht mehr lange auf sich warten lässt.
So, und jetzt komme mir noch einer mit Artensterben und Verlust der Vielfalt. Das, was ich beobachte, zeigt eher das Gegenteil. Meine Berufskollegen beobachten ähnliches. Ist jetzt keine statistische Erhebung aber reicht völlig aus, um die Aussagen von so manchem „Schützer“ kritisch zu hinterfragen. Wahrscheinlich hat er die Statistik etwas anders interpretiert. Wäre ja auch schlimm, wenn es der Natur besser ginge, oder? Und wir Bauern es bewirkt hätten…
Aber geht schon so in Ordnung, ihr müsst euch nicht bedanken.
Euer Bauer Willi


@RS: „Weltuntergang“ war doch gestern — warum so pessimistisch, lieber Reinhard Seevers?
@schmeckt gut:
Die „Feigenblatt“-Funktion von Regionalität im Geschäft mit dem großen LEH muss jeder Landwirt richtigerweise berücksichtigen. Für viele kleine und mittlere Erzeuger ist deshalb dieser Absatzweg mittelfristig perspektivlos. Wir haben uns mit DV vor inzwischen 40 Jahren eine Perspektive geschaffen und die nächste Generation ist zuversichtlich, auch in unserer ländlichen Region damit genügend zahlungsbereite KundInnen erreichen zu können.
@CB Ihre Relativierungen tragen zur Versachlichung der Debatte bei. Das ist gut so!
Ihr Beispiel zeigt aber auch:
Gerade große Betriebe werden von dem großen LEH gerne in Anspruch genommen, um Regionalität als „Feigenblatt “ zu nutzen. Und wenn diese Betriebe mehrere Standbeine haben und/oder höchst produktiv erzeugen können, schmerzt sie der Preisdruck weniger als kleine oder mittlere Betriebe.
Im Obst/ und Gemüsebau bauen solche Betriebe zunehmend Standorte in „Niedriglohnländern“ auf, um im Geschäft mit dem großen LEH zu bleiben. Das können bäuerliche Betriebe mangels Kapitalkraft i.d.R. nicht.
@RS: „Weltuntergang“ war doch gestern — warum so pessimistisch, lieber Reinhard Seevers?
Stimmt, die Welt geht auch nicht unter, aber dieses Land ist auf dem Weg dahin. Ich habe ja nicht den Anspruch für die ganze Welt zu sprechen.
P.S.: „DV heißt Datenverarbeitung? Oder welche Frucht ist gemeint?🤗
Natürlich ist DV Direktvermarktung, ist mir klar…..ich habe mal einen umfangreichen Bericht über Sie und Ihre Aktivitâten hier eingestellt:
https://www.bauernstimme.de/news/details/selbsthilfe-als-strategie-direktvermarktung-als-ein-loesungsweg
Das ist doch alles gut und schön und bestätigt die hier immer wieder diskutierte Nische. Leuchttürme und Einzelbeispiele Bleiben eben dies, was Sie ja auch nach den hinter ihnen liegenden 40 Jahren nicht leugnen können.
Ob die AbL dann noch eine relevante Rolle spielen wird, keine Ahnung, werden wir beide wohl kaum erleben.
Wie hat @R.S. mal treffend in einem seiner vielen Beiträge geschrieben :
Der Markt ist die Summe der Nischen
Und die Vielfalt der Nischen sorgt für Meinungsvielfalt in der Agrarpolitik.
Das werden alle aushalten müssen, die in gesitteten Formen demokratisch um Wahrheit, Macht und Einfluß ringen.
„Und die Vielfalt der Nischen sorgt für Meinungsvielfalt in der Agrarpolitik.“
Ja, das stellt auch niemand in Frage. Ich habe gestern einen Podcast mit Christian Dürr von der FDP gesehen. Er hat der AfD vorgeworfen sie habe keine Ahnung von Wirtschaft. Als Beweis sieht er die Ablehnung des Mercosur- Abkommens innerhalb der EU, als einzige Partei. Die AbL lehnt das Abkommen ebenso ab, soll man nun der AfD Wirtschaftskompetenz oder der AbL eine AfD- Nähe attestieren? Ich bin verwirrt.🤔
@R.S: Fachleute im Agrarbereich kurzen mit DV Direktvermarktung ab.
Ich wundere mich heute ein wenig über ihre Argumente! 😍
DG: Tja das ist eben so, sie müssen Mengen und Qualität dem LEH liefern! Da muss alles passen, insbesondere natürlich die EK des Handels! Demzufolge hatte ich große AG als Gesellschafter meiner GmbH involviert, damit am Ende alles funktionierte! War aber eben notwendig, um meinen Kapitaldienst zu tätigen( 3 Mill.DM Invest)…Mit Kleinkrämerei( ergänzend wohl) war da kein Staat zu machen…
Ich denke wir sollten es so machen wie die Mediziner:
Die Schulmedizin heilt die Menschen und der Hokuspokus der Naturmediziner hilft -wegen dem Placebo-Effekt- auch manchmal ein bisschen.
Die Schul- Landwirtschaft ernährt die Menschen und der Hokuspokus der Ökobauern hilft -wegen dem Placebo-Effekt – auch manchmal bei Störungen.
Es gibt genug gute Ansätze bei den Biokollegen, um einzelne Themen biologisch zu regeln , aber bei den Konventionellen Betrieben eben genauso , . Der weltoffene Mix ist es , und nicht ideologische Verbohrtheit.
@Rc:
War das eine Antwort auf evonuk?
Jo
Ach , allgemein
Evonik, erkenne einfach mal an, dass auch der Bioanbau seine Berechtigung hat. Der Anteil sollte allerdings vom Markt bestimmt werden und nicht von Ideologen, sonst geht’s schief. Und viele Methoden funktionieren gut und/oder sogar besser als der rein konventionelle Ansatz. Im O&G lässt die Zulassungssituation oft auch nur noch den integrierten Ansatz zu. Also ich freue mich über neue, wirsame „biologische“ Ideen. Unwirksame Maßnahmen sollten die Praktiker auch also solche benennen dürfen- dies hat dann nichts mit genereller Ablehnung zu tun.
Vor vielen Jahren gab es in der Lokalpresse einen Artikel, in dem geschrieben wurde, die Jäger hätten alle abgeschossen.
Damit konfrontierte ich einen Jäger, der am Stammtisch sas.
Empört sage der mir, es gäbe viele Hasen.
Meine Antwort war:
Genau das wollte ich hören. 😉
Sorry, falsch plaziert.
die Hasen vermehren sich wie die Kanackel.
Je mehr man abschiesst, desto mehr werdeb geboren, ein Naturgesetz.
Echte Jäger kennen das besser!
Die Kritiker bamieren sich nur mir ihrer Wichtigtuerei.
Die kann man doch nicht für voll nehmen.
Kemetbauer ,wenn alle Anderen auf dem Holzweg sind, außer eben nur du, dann solltest du dir was genau fragen?
Bin ich grad überdreht?
Hab ich übertrieben ?
Gibt es vielleicht doch noch andere Kollegen, die den Job auch gut machen?
Muss ich mal zurück auf den Teppich kommen?
Unter Klarnamen würdest du hier nicht so poltern.
@RC
Sind meine Diskussionsgegner hier jetzt der Rest der Landwirtschaft? Ich weiß es besser!
Aber, vielen Dank für den Lacher!
Sagt mal, ist Kemetbauer ein Pseudonym von Jost Maurin? Also vom „Zungenschlag“ her, dem Haß auf die gute, konventionelle Landwirtschaft, zusammen mit dem missionarischen Eifer für eine ideologische, heile Ökowelt zu werben, gleicht er ihm doch sehr. Oder gibt es tatsächlich noch mehr Entrückte, die sich von der Realität entfernt und in eine Traumwelt flüchten?
@JD
Gibt es auch eine „schlechte“ konventionelle Landwirtschaft? Ich möchte das nicht beurteilen.
Ja, ich setze mich kritisch mit der Landwirtschaft insgesamt auseinander; viele der Kommentatoren hier können das nicht einmal im Ansatz. Das müssen sie auch nicht denn das hat vor langer Zeit schon der Journalismus übernommen. Heute mutet der Kampf gegen die journalistischen Ergüsse eher an wie der Kampf des Don Quichotte gegen die Flügel der Windmühlen. Ihr habt die Zeit verpasst. Die Meinungshoheit über die deutsche konv. Landwirtschaft ist in festen medialen Händen. Ihr habt sie euch nehmen lassen und nun bleibt euch nur noch das Jammern und Klagen.
KB: Wer glaubt denn der Journallie noch? Wenn Sie das machen, tut es mir leid…Denen geht‘sdoch nur um Schlagzeilen, um sich als 4.Macht im Staate weiter zu etablieren! Leidet sind auch seriöses Agrarjournalisten in der Unterzahl! Nichtsdestotrotz sollten wir in dem von Bauern Willi initiierten Blog sachlich und fachlich argumentieren und nicht provokatorisch…
@CB
Schwarzweißsicht? Da der schlechter Journalismus und hier die Landwirtschaft in der Opferrolle? Landwirte begrüßen oft die z.T. heftigen Demonstrationen der französischen Berufskollegen, bringen es aber selbst nicht fertig, es ihnen gleich zu tun. Es reicht ja auch, wenn die Franzosen die Kohlen aus dem Feuer holen. Als EU-Landwirte profitieren ja alle von den Aktionen der Franzosen. Ja, die Informationen der Journalisten muss man hinterfragen. Vieles besteht die Überprüfung nicht, manches, auch wenn es sich kritisch mit der Landwirtschaft ganz allgemein auseinandersetzt, entspricht aber den Fakten. Dass hier viele Landwirte längst die Schotten dicht gemacht haben, ist nur zu klar zu erkennen. Die Kopf-in-den-Sand-Methode ist allerdings keine Lösung. Und wenn es dann schief gegangen ist, hat man zumindest einen Schuldigen. Eigenes Versagen gibt es natürlich nicht.
Ich denke, es ist die Gesellschaft
oder vielleicht genauer der öko populistische Teil derselben,
der die Schotten dicht gemacht hat.
Das ist genau erforscht,
und wird uns ständig mit Bezug auf Rechts Populismus erläutert.
Dabei fehlt nur leider regelmäßig die Einsicht,
dass alle diese psychologischen Fallen genauso für
Öko Populismus gelten.
Es ist nunmal schwierig für Mensch einzusehen,
dass man selbst eine begrenzte Sicht auf die Dinge haben könnte.
Wer ernsthaft davon überzeugt ist,
dass gute landwirtschaftliche Erträge der Untergang sind,
hat sich bedenklich von der Wissenschaftlichkeit entfernt.
Anhänger dieser Form des Populismus sind
mit logischen Argumenten meist ebenso wenig zu erreichen,
wie Trump Anhänger.
@P
Ich denke, da liegt ein Missverständnis vor. Die Landwirtschaft hat sich in den letzten 40 Jahren, mit Orientierung an wissenschaftlichen Erkenntnissen und getrieben von der Politik, erheblich verändert. Ich gehe davon aus, dass diese Veränderung, eine wenn man so will „ldw. Evolution“ auch weiterhin anhalten wird. Diejenigen, die das nicht mitmachen wollen/können, werden ausscheiden und Veränderungswillige werden weiter wachsen. Welche Faktoren die weiteren Veränderungen bestimmen werden, ist bisher nicht klar erkennbar. Mittelkürzungen werden in der ldw. Praxis erhebliche Veränderungen mit sich bringen. Wenn zukünftig nicht Standardförderung, sondern wie schon jetzt ansatzweise gesellschaftliche Leistungen honoriert werden, müssen die Intensivbetriebe, bei weiterhin zunehmenden Produktionsrisiken (Wetter- Klimakapriolen/Kriege ), sich grundlegende Fragen stellen. Wohin die Reise geht, das weiß aktuell niemand. Man muss sich für alles offen halten oder gehen.
KB:“gesellschaftliche Leistungen honoriert werden…
Was für ein Unfug, wenn wir die LW in diese Richtung entwickeln! Welcher Industriebetrieb in der Marktwirtschaft orientiert sich an gesellschaftlichen Leistungen und bekommt diese vergütet? Alles Quatsch! Hatten wir in der DDR…Heutzutage geht es unter kapitalistischen Bedingungen ausschließlich um Profit, Ökonomie, Rentabilität usw. Das betrifft in vollem Umfang auch unsere LW und NGW! Deshalb müssen wir diese weiter intensivieren ( Tier-und Pflanzenproduktion), um Subventionen herunterfahren zu können. Voraussetzung ist, das der Staat und der Völkerbund EU die Betriebe wirtschaften lassen wie sie es von der Pike auf gelernt haben, und so seit Generationen die Ernährung des Volkes sichern! Ob der Ökolandbau das jemals ohne Subventionen und dem Klein/Kleindenken schafft, bezweifle ich.
@CB
Ihre Polterargumente (alles Quatsch, Unfug) sind vielleicht geeignet, um Stimmung zu machen; mit der aktuellen und aus meiner Sicht auch zukünftigen landwirtschaftlichen Realität hat Ihre Sichtweise aber nur bedingt zu tun.
Wahrscheinlich werden industrielle Erzeugungsmethoden in allen Bereichen der Landwirtschaft zunehmen. Aber sie werden ergänzt von handwerklich/bäuerlichen Wirtschaftsweisen und gesellschaftlich honorierten Leistungen für Naturschutzmaßnahmen.
Genauso wie in diesem Blog gibt es in der gesamten Gesellschaft genügend Menschen, die Frische,Authentizität,Regionalität usw. beim Einkauf von Lebensmitteln wertschätzen.
Und auch in der Politik wird diese Sichtweise bei der Verteilung von Prämien in Zukunft weiter eine Rolle spielen; auch wenn das einigen in diesem Blog nicht passt.
Dietmar, falsch. Unsere Haupthandels-„partner“ arbeiten, zusammen mit der Politik, daran, LM weiter billig am POS anbieten zu können. Regionalität ist ein reines Feigenblatt. Mehr nicht, der Preis zählt ohne wenn und aber. O&G verliert massiv Marktanteile, weil wir in D mit den Kosten nicht mehr klar kommen. Import kommt klar, weil andere Standards zugelassen sind/zugelassen werden. Das nenne ich Perversion im Markt.
„Genauso wie in diesem Blog gibt es in der gesamten Gesellschaft genügend Menschen, die Frische,Authentizität,Regionalität usw. beim Einkauf von Lebensmitteln wertschätzen.
Und auch in der Politik wird diese Sichtweise bei der Verteilung von Prämien in Zukunft weiter eine Rolle spielen; auch wenn das einigen in diesem Blog nicht passt.“
Ich denke, dass vielleicht einige immer noch in der Denkfalle verhaftet zu sein scheinen, dass die genannten Attribute zukünftig noch eine nennenswerte Rolle spielen werden. Diese Gesellschaft wird froh sein, mittelfristig ausreichend und preiswerte Nahrungsmittel zu erhalten, auch wenn das einigen in diesem Blog nicht passen sollte. Die Ernsthaftigkeit der ökonomischen Lage scheint bei ganz vielen Bürgern immer noch nicht angekommen zu sein. Schaun mer mal…..
DG: Ich stimme Ihnen in bestimmten Punkten zu, was Regionalität und Frische von Lebensmitteln usw.betrifft! Auch die von Ihnen erwähnten zu „honorierenden“Naturschutzmassnahmen sollten für jeden Landwirt essenziell sein,dort wo diese machbar ( Produktion im Einklang mit der Natur)sind. Das kann aber auch ein Großbetrieb tun! Mit meiner Kartoffelfirma habe ich das alles durchgespielt, zertifiziert mit Thüringer Herkunftszeichen und regional mit meinem Klossteig gelistet( bei Globus Ost BRD weit). Kartoffeln in Menge und Sorte dann von regionalen Großbetrieben ( nur die konnten mir die Mengen und gleichbleibende Qualitäten) liefern! Also D.Groß, so sollte mein Beitrag verstanden werden…
Der Sündenbock wurde nie gefragt,
so wie bei allen Sündenböcken.
Die Frage ist, warum die moderne Zeit
schon wieder Sündenböcke braucht.
Sollte es nicht mal genug sein damit.
Hinterher, wenn es richtig peinlich wird,
will es wieder niemand gewesen sein.
@Kemetbauer
Ja, es gibt auch schlechte konventionelle Landwirtschaft. Es gibt auch schlechte Bio-Landwirtschaft. Wie bei allem gibt es gut und schlecht.
Diesen Satz von Ihnen finde ich bemerkenswert: „Ja, ich setze mich kritisch mit der Landwirtschaft insgesamt auseinander; viele der Kommentatoren hier können das nicht einmal im Ansatz“.
Wer sich so deutlich über alle anderen stellt, ist – meiner Meinung nach – nicht wirklich willens und fähig, einen ernsthaften Dialog zu führen.
@BW
Sie werden sich, wenn Sie wollen, an viele Beiträge von mir erinnern, in denen ich mich mit der Ökolandwirtschaft kritisch auseinander gesetzt habe. Eine kritische Beleuchtung der konv. Landwirtschaft, habe ich auch von Ihnen bisher hier nicht lesen können. So viel zur Ausgewogenheit.
JD: Weiss das er oft
daneben liegt mit seinen provokatorischen Äußerungen zur konventionellen LW! Deshalb traut er sich auch nicht mit Klarnamen zu publizieren…
@BW
Ihre Auflistung habe ich mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen. Schön!
Da fragt man sich allerdings, warum das so ist. Vielleicht weil es nie anders war, wie einige Zeitgenossen behaupten? Oder weil man die Landwirtschaft und Industrie in vieler Hinsicht an die Leine gelegt hat? Weil die gehassten NGOs eben doch nicht nur Spenden gesammelt haben? Als der damalige Umweltminister Töpfer im Rhein baden wollte, hatte man ihn vor den Gefahren für seine Gesundheit gewarnt. Heute ist der Rhein so sauber wie seit der industriellen Revolution nicht mehr. Warum? Weil die chemische Industrie freiwillig auf die Einleitung von Gefahrstoffen verzichtet hatte? Oder weil die Kommunen freiwillig ihre Kläranlagen nachgerüstet hatten? Nein, es gab den Zwang zum Handeln. So wie auch in der Landwirtschaft. Warum sollte das in Zukunft anders gehen? Oder sind wir ökologisch schon am Ziel?
„Oder sind wir ökologisch schon am Ziel?“
Natürlich nicht, das ist erst dann der Fall, wenn es keine deutsche Landwirtschaft mehr geben sollte und keine Industrie und und und…Wir schaffen das! ✊
@RS
Auf große Teile der jetzigen deutschen Landwirtschaft wird das vermutlich zutreffen.
„Weil die gehassten NGOs eben doch nicht nur Spenden gesammelt haben?“
Sie bezeichnen es als Hass das ist die übliche Reaktion aus diesem Milieu auf sachliche Kritik. Die Wortwahl ist ein Zeichnen mangelnder Reflektion und der Versuch andere Sichtweisen zuu diskreditieren. Derzeit sehen wir in der Gesellschaft das Ergebnis dieser Methode.
Es spricht nichts dagegen das sie an NGO`s ihrer Facon spenden aber warum soll dies von der Steuer absetzbar sein und müßen für NGO Lobby Verbände noch zusätzliche Steuergelder für ihre Lobby Projekte gezahlt werden.
Die Steuergelder wären doch nützlicher eingesetzt in konkreten Projekten als in die NGO Verwaltung.
Zur Artikulation von Verbesserungsvorschlägen werden keine mit Steuergeldern bezahlten NGOs benötigt. Jeder mündige Bürger hat die Möglichkeit sich zu artikulieren, sei es durch die diversen Wahlen auf verschiedenen Ebenen, durch Medien die sogenannte vierte Gewalt (Presse, Rundfunk, Internet…) oder im Zweifelsfall kann er noch den Klageweg einschlagen.
Richtig, @Kermetbauer. Wer einen IQ über Raumtemperatur hat, achtet von ganz allein darauf, dass die Maxime seines Tuns zu einem allgemeinen Gesetz im Sinne des Fortbestands der Menschheit auf diesem Planeten werden kann.
Aber ok, das Pendel der Geschichte schlägt mal hierhin und mal dorthin. Wir hatten jetzt seit den 68ern eine kurze „linksgrüne“ Phase, in der viel erreicht wurde im Sinne ökosozialer Gesellschaftsverbesserung, Gleichberechtigung, Inklusion, Achtsamkeit. Jetzt fallen wir halt wieder zurück in Kämpfe, inmitten des Überflusses. Schwamm drüber. Was ist der Mensch doch ein „Wohnhaus grimmer Schmerzen“.
@Kemetbauer
Es freut mich, dass Ihnen mein heutiger Artikel ein Schmunzeln auf das Gesicht gezaubert hat. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag.
@Kemetbauer: „ Oder weil man die Landwirtschaft und Industrie in vieler Hinsicht an die Leine gelegt hat?“
Der Erfolg der NGO und Journalismus den sie hier begrüßen hat den Effekt, dass auch junge Landwirte frustriert hinwerfen. Nicht wegen der Einkommenssituation, sondern wegen der ideologischen und praxisfernen „Leine“. Aber egal, dann importieren wir eben Lebensmittel aus Ländern die es ohne Leine „besser“ können. Ökolandwirtschsfz kann es aber offensichtlich auch nicht besser, ansonsten würden diese nach wie vor nicht auf niedrigem Niveau verharren.
Beim Kemet hab ich auch nach Monaten immer noch nicht erkennen können, was er eigentlich will. ….🥴
Der will nur spielen…🤷♂️
der Bestand an Landwirten ist in Europa stark zurückgegangen unter dramatischen Familiären Bedingungen (Suizid)usw
Die landwirtschaftliche Nutzfläche ist in SAin den letzten 20 Jahren um 30 Prozent zurückgegangen.Von der Layen schließt ein Handelsabkommen nach dem anderen ab um auch da die Bauern platt zu machen.Trotzdem glaube ich das wir Bauern irgendwann wieder gefragt werden.
@AM
„…glaube ich……… .Vielleicht post mortem?
Hoffentlich lesen das nicht die ganzen “Oekos”und deren Ableger…Die fallen sonst vom Glauben ab!
ja,
dann können sie sich weniger wichtig machen.
und?
oder in China fällt ein Sack Reis um
denkt die Ökologie!
Sitzen vor ein paar Tagen abends im Garten,
Im Tümpel nebenan quaken die Frösche,
Die 100 Krähen fliegen in Nachbars Eichen zur Nachtruhe,
Der Maulwurf macht wieder einen Haufen(Glück auf),
Eichhörnchen tanzen übern Hof,
Fledermäuse sind auch schon aktiv,
Und unser Nachbar hat bei offenem Fenster seine Techno Mucke aufgedreht.
Einfach herrlich.😁
Und 55 mm Regen im Mai, auch nicht selbstverständlich.
Sorgen macht gerade die Wirtschaftlichkeit im Stall , aber auch da kommt es wieder Anders.
Nachbars Trüffelhunde haben zwischen meinen Dahlien einen Haufen hinterlassen. So eine Artenvielfalt wie auf diesem frischen Haufen in der sommerlichen Hitze habe ich nie gesehen. Als ich ihn nicht einmal eine Stunde später beseitigen wollte, war er bereits restlos verschwunden. Fand ich beeindruckend.
Das haben Sie schön aufgezählt, Danke. Fehlt nur noch, dass wir uns fragen, wieso wir letzte Woche in der großen (zu frohen) Sommerhitze mal wieder NICHT verglüht sind – trotzdem mutet man uns tägliche Wettervorhersagen zu, die eine glühend-rote Landkarte zeigen und damit unseren Untergang in glühender Lava vorhersagen.
Auch Sven Plöger gehört ja zu diesen, von dem ich letzte Woche ein Video sah, in dem er droht, dass wir (die Menschen) vor der glühenden Hitze davonrennen werden – ohne Hoffnung auf Rettung. Neben ihm gibt es noch hübsch viele andere, die uns das Untergangs- Szenario in Form von angeblich schrecklichem Wetter vorhersagen und jeden Tag zum angeblich „heißesten aller Zeiten“ erklären – auch die Kälte ist nach deren Aussage eine Konsequenz von Erd-Erhitzung. Uff! Nicht zu vergessen, die schmelzenden Gletscher – natürlich „vergisst“ man, uns darauf hinzuweisen, dass die an anderen Stellen anwachsen und zunehmen.
Wie gut, dass so nach und nach alles ans Licht kommt – das Böse der Menschheit kann man ganz gut sehen, wenn man hinschaut.
Hoffentlich halten alle Bauern und alle Bürger durch, bis wir wieder aufatmen können. Aber DER Tag kommt. Garantiert.
Das IPCC hat sein Horror-Szenario „8.5“ zurückgezogen (die anderen IPCC-Modelle sind nachweislich auch nicht besser, nebenbei bemerkt…), die Einstufung von CO2 als Giftgas in den USA wurde gekippt etc. – aber bis solche Einsichten hierzulande ankommen, dauert es halt immer noch ein paar Jahre extra.
Ob gewollt oder nicht: Werden Arten unter Schutz gestellt und damit die Bewirtschaft von Land kaum mehr möglich, dann ist es eine Enteignung der Landbevölkerung. Und dies ist ganz genau das Ziel, nicht der Artenschutz. Das gilt auch für den Tierschutz, immer neue Landwirtewürgegesetze nützen nicht den Nutztieren, sonder dienen als Enteignungsinstrument.
Wolf, Gans, Saatkrähe, Tierschutz im Grundgesetz… die neuen biblischen Plagen 🙂 .
@S
Seit wann ist die „Landbevölkerung“ benachteiligt, wenn es um sogen. Artenschutz geht, weil sie Eigentümer der ldw. Flächen ist? Es dürfte wohl eher die Landwirte betreffen; oder besteht die Landbevölkerung bei Ihnen nur noch aus Landwirten? Nein, Landwirte und Landbevölkerung das ist heute nicht mehr eine Gruppierung.
btw: Die bundesdeutsche Landwirtschaft bewirtschaftet im Osten gerade mal ca. 25% der Wirtschaftsfläche als Eigentumsfläche. Im Westen sind es immerhin noch knapp 40%. Oder kann man jetzt auch als Pächter enteignet werden?
Werden bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz jetzt auch schon die Tiere einfach mitgenommen? Oder wie ist das mit der Enteignung gemeint?
Es sind diese Phrasen, die uns in der öffentlichen Diskussion unglaubwürdig erscheinen lassen. Leider nicht zu unrecht.
Welchen spezifischen Beitrag leistet die städtische Bevölkerung zum Schutz der Artenvielfalt? Mithilfe ihrer Wahlstimmen üben diese Wähler Druck auf die Landwirtschaft bezüglich des überzogenen Artenschutzes aus.
Nein, eine Enteignung der Flächen wird nicht erfolgen; sie werden lediglich an Wert verlieren. Weiterhin fordert die städtische Bevölkerung eine nachhaltige Bewirtschaftung, damit der Städter auf seinem Freitagnachmittagsspaziergang eine ansprechende Landschaft vorfindet.
Ja Smarti, wir in Baden-Württenberg sind hier besonders übelst betroffen und mit „unserer“neuen Landesregierung wird es bestimmt nicht entspannter sondern noch mehr zum Fluchen, Kotzen und endgültig Aufgeben !
Eine Tierart z.B. die Rabenkrähe wird geschützt und darf nicht mehr gejagt werden, dafür geht eine andere Tierart, z.B. Wiesenbrüter hops. Die Rabenkrähen sind schlau und warten bis die Artenschützer mal nicht neben den Nest stehen und schon ist das Gelege weg.
Bei uns so mit den Schwalben und den Elstern. Nester müssen von uns mit Maschendraht geschützt werden und die frisch flüggen Schwalben sind stark gefährdet. Zum Glück haben dieses Jahr die Turmfalken in den Nestern von Krähen und Elstern gewütet, so dass sie einen anderen Brutplatz gesucht haben.
Hatte dieser Tage eine nette Konversation mit T-online zur Vogelwelt und Statistik( Nabu)zu selbiger.Die Aussage eines massiven Rückgangs von Vögeln in der BRD generell musste ich für Ostthueringen (Elstertal Richtung Vogtland) revidieren! Einfach falsche Zahlen und regional unterschiedlich! Im Gegenteil hier gibt’s brütende Störche ( seit 40 Jahren in einer AG mit industrieller LW…), Graureiher, Eisvoegel( selten), Schwalben( 1. Brut unterwegs), Mauersegler, Amseln, Spatzen( sind angeblich vom “Aussterben”bedroht…), Kormorane, Bachstelzen,Stockenten usw.Für Schwalben und Mauersegler wurden an den Plattenbauten Nistgelegenheiten angebracht)! Invasive Arten wie Nutria ( wurden dezimiert),und neuerdings Waschbären ergänzen die Fauna. Auch die Weiße Elster ist fischreicher wie je zuvor( Aussage des Anglerverbandes)! Eine Vielzahl von Milanen haben wir schon immer in der Region zu verzeichnen!
Das alles sind meine Beobachtungen bei täglichen Wanderungen entlang des Flusses und in die Umgebung.
Auf jeden Fall hat unsere vielgescholtene industrielle LW in den angrenzenden Bereichen nicht die Vogelwelt dezimiert, was auch die Vielzahl von Insekten beweist…
Die vielen mehr gewordenen Saatkraehen habe ich garnicht erwähnt…
In meiner Jugendzeit war eine nennenswerte Anzahl von Störchen vorhanden, wohingegen ihr Vorkommen später nahezu vollständig zurückging.
Wem wurde die Schuld zugewiesen? Selbstverständlich dem Agrarsektor.
In der Folge wurden Aufzuchtstationen eingerichtet, woraufhin sich ein durchschlagender Erfolg einstellte. Derzeit beklagen Anwohner eine übermäßige Anzahl an Störchen, insbesondere Kirchgänger, wenn sie den Segen von oben bereits vor dem Kirchenportal empfangen.
https://www.facebook.com/SWRAktuell/videos/zu-viele-st%C3%B6rche-im-ortenaukreis/484121628800911/
Es sei der Vollständigkeit halber erwähnt, dass die Landwirtschaft weiterhin existiert.
Treffender kann man den Wahnsinn der letzten Jahrzehnte nicht beschreiben.Weiter so!
Würden diese Umweltapostelvereine wie der NABU bsw. nicht ständig laut schreien, würde man denen glatt ihre Daseinsberechtigung aberkennen. Alle diese Vereine leben nur von Panikmache. Da fliesst dann Spendengeld.
1. Es sind die falschen Arten, die nicht ausgestorben sind, die anderen sind schon nicht mehr da….sagt der NABU, der dies aus den Vogelzählungen ableitet. Könnte natürlich auch sein, dass immer weniger Bock Bürger auf Zählung haben.😎
2. Nur WEGEN der andauernden Förderung nach PSM- Verzicht, Ausweitung des Artenschutzes und Kampf gegen die Flächenversiegelung, konnten Arten erhalten werden oder zurückkehren.
3. Das große Bewusstsein und das Engagement der Bürger haben erheblich zu den genannten Erfolgen beigetragen.
✊🐰✊
die sollen erst mal in Sachen Pflanzenschutz firm werden, bevor sie datüber urteilen.
Warum haben die keinen Spritzenschein, die Lizenz zum PSM ausbringen.
Nur wer so ein Nachweis hat, darf überhaupt darüber urteilen, die anderen nicht.
Fertig.
Das ist genauso wie beim Klimawandel:
Nur weil Deutschland so vorbildlich die Welt gerettet hat, konnte das IPCC sein Horror-Szenario „8.5“ als unplausibel streichen!
😉
Und es hoppeln Hasen rum und neuerdings habe ich einen Fasan gesehen auf unseren Wiesen, den kenne ich nur aus dem Zoo.
@Carmen Orya
In den „ausgeräumten Agrarwüsten“ unserer Region gibt es Hasen in Massen. Habe gestern beim „Wildrübensuchen“ mindestens 2000 tote Zuckerrüben gefunden. Die Hasen knabbern die Blätter ab und lecken dann an der Wurzel. Fasanen gibt es auch reichlich. Seit zwei Jahren auch wieder Feldhühner. Trotz Fuchs…
Vor vielen Jahren gab es in der Lokalpresse einen Artikel, in dem geschrieben wurde, die Jäger hätten alle abgeschossen.
Damit konfrontierte ich einen Jäger, der am Stammtisch sas.
Empört sage der mir, es gäbe viele Hasen.
Meine Antwort war:
Genau das wollte ich hören. 😉
Bei mir fressen die kleinen heimischen Ameisen meine unreifen Erdbeeren und Kirschen im Hausgarten ebenso die Amseln . In feuchteren Jahren hatten ich Schnechen an den Erbeeren oder feldhasen an den Blaubeerensträucheren.. Eine Wespenplage deutet sich dieses Jahr trotz Trockenheit auch an Este stechenende Insekten auch trotz Trockenheit. Die Mäuse konnten sich bisher auch gut vermehren davon provitiern die vielen Bussurds,Milane und Störche und Falken .
Hier regelt das die Natur selber.Neue Waldrappenweibchen wurden auch angesiedelt
bin gespannt wieviele Jungtiere ist dieses Jahr gib tund davon überleben wegen den Wilderen im Winterquatier in den südlichen EU-Ländern.
Sind zum Glück alle geschipt und deshalb nachvollziehbar wo sie abgeschossen worden.Sind unsere Soldaten auch gechipt ?? Glaube nein, nach Merz und von der Leyen Strack-Zimmermann eh alles nur Kononenfutter ???