Blicken Sie noch durch beim „Schutz“? Tierschutz, Artenschutz, Pflanzenschutz, Klimaschutz… das klingt alles so herrlich einfach und nach „heiler Welt“. Und was haben diese Schlagworte mit uns als Landwirten zu tun?
1. Tierschutz: Das Wohl von Kuh Emma und Co.
Beim Tierschutz geht es um das Individuum. Hat die Kuh genug Platz? Ist das Schwein gesund? Fühlt sich das Huhn „pudel“wohl? Und wieviel Tierschutz ist ökonomisch noch sinnvoll? Sagen die Haltungskennzeichnungen wirklich etwas über den Tierschutz aus?
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Unsere Rolle: Wir stehen jeden Tag im Stall. Tierschutz ist für uns kein Paragraph, sondern Handwerk. Wenn es dem Tier nicht gut geht, geht es dem Bauern nicht gut. Punkt. Egal, ob Haltungsstufe 1 oder 5.
2. Pflanzenschutz: Die Medizin für den Acker
Hier wird es oft emotional. Pflanzenschutz bedeutet schlicht, meine Ernte vor Krankheiten, Pilzen und Schädlingen zu bewahren. Das kann ich mit Brennesseljauche machen oder ein chemisch hergestelltes Präparat nehmen.
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Unsere Rolle: Wenn meine Weizenpflanze vom Rostpilz befallen wird, dann brauche ich „Medizin“. Wer Pflanzenschutz pauschal verteufelt, muss sich fragen: Wollt ihr Brot aus gesundem Getreide zu einem annehmbaren Preis? Wir sind die Pflanzenärzte, die dafür sorgen, dass ihr sichere und preiswerte Lebensmittel habt.
3. Artenschutz: Die Vielfalt im Knick
Artenschutz meint das Überleben ganzer Arten – vom Feldhamster bis zur Wildbiene. Das hat erst mal nichts mit dem Einzeltier im Stall zu tun, sondern mit dem Lebensraum.
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Unsere Rolle: Wir pflegen die Hecken, legen Blühstreifen an und lassen auch mal eine Ecke „unordentlich“ sein. Aber Vorsicht: Artenschutz braucht Platz, und dieser Platz bringt erst mal keinen Ertrag. Das muss man sich als Gesellschaft auch leisten wollen. Und: ein Steingarten, Rollrasen und Thujahecke sind kaum Beiträge zum Artenschutz
4. Klimaschutz: Die große Preisfrage
Und jetzt kommen wir zum Modewort Nummer eins: Klimaschutz. Hier kratze ich mir als Praktiker oft am Kopf.
Mal ehrlich: Was genau schützen wir da eigentlich? Das Klima ist ja kein Tier, dem man über den Kopf streichelt, und keine Pflanze, die man gießen kann. Das Klima ist ein physikalisches System, eine gigantische Statistik aus Wetterdaten über Jahrzehnte. Das Klima hat sich immer geändert und ändert sich auch jetzt.
Man kann das Klima nicht „retten“ wie einen gestrandeten Wal. Was wir meinen, wenn wir von Klimaschutz reden, ist der Erhalt von Bedingungen, unter denen wir Menschen (und meine Pflanzen und Tiere) gut überleben können. Es geht um die Zusammensetzung unserer Atmosphäre.
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Unsere Rolle: Wir Bauern sind die Einzigen, die CO₂ nicht nur ausstoßen (ja, Traktoren brauchen Diesel und Kühe rülpsen), sondern es auch aktiv binden können! Durch Humusaufbau im Boden und durch unsere Pflanzen holen wir den Kohlenstoff aus der Luft zurück in die Erde. Wir sind also eigentlich die Klimaschützer der ersten Stunde, auch wenn man uns oft als Klima“sünder“ darstellen will. Alleine schon der Begriff „Sünder“! Das hat ja schon was Religiöses…
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Die vielen Zielkonflikte
Das Problem ist: Diese Schutzziele schließen sich zum Teil aus:
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Wer mehr Tierschutz will (Außenklima-Ställe), hat es schwerer beim Klimaschutz (weil Gase leichter entweichen).
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Wer weniger Pflanzenschutz nutzt, muss oft mehr mechanisch mit dem Trecker hacken – was Diesel verbraucht und dem Bodenleben (Artenschutz) zusetzen kann.
- Wer mehr Artenschutz haben will, muss in Kauf nehmen, dass Lebensmittel knapp und teuer werden
- Wer möchte, dass sich das derzeitige Klima nicht verändert, kann selber morgen damit anfangen. Er muss dafür nicht auf die Landwirtschaft warten. Die leistet schon ihren Beitrag.
Mein Fazit
Wir Landwirte jonglieren diese Begriffe jeden Tag. Wir wollen gesunde Tiere, volle Ernten, eine lebendige Natur und ein stabiles Wetter. Aber wir können nicht alles gleichzeitig und erfolgreich realisieren, wenn am Ende der Preis an der Ladentheke das Einzige ist, was zählt.
Schutz kostet Kraft, Zeit und Geld. Wir Landwirte sind bereit, unseren Teil zu tun – aber hört auf, so zu tun, als wäre „das Klima“ etwas Vergleichbares wie Pflanzen und Tiere. Individuen schützen Tiere und Pflanzen, beim Klima sind wir als Menschheit gefragt.


Kemetbauer, das durchschnittliche Alter von geschlachteten Milchkühen sagt nichts aus über den „Grad der Ausnutzung durchs melken“. Wenn wenig Futter für den Winter wächst und der Zukauf auch deshalb unrentabel wird, werden (auch Milch-) Kühe geschlachtet.
Natürlich wird nicht nach Alter geschaut, sondern nach Temperament, Abstammung, Zuchtwert und natürlich Gesundheit. Eine Kuh, die 2 mal den Tierarzt braucht ist für dieses Jahr ein wirtschaftlicher Totalschaden – und die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass der Tierarzt nächstes Mal wieder für dieses Tier kommen muss. Also macht dieses Tier Platz für ein nachrückendes Rind.
Oder man belässt ein paar Rinder auf Weiden, die zu klein oder zu hügelig zum mähen sind und zieht sie artgerecht auf. Ein Bulle läuft mit und mit dem ersten Kalb mit drei Jahren sind acht von zehn der Rinder zahm und lieb zum Melken, aber zwei sind nur gestresst und mögen nicht… auch noch nach Wochen schlagen sie aus. Das ist gefährlich und deshalb gehen sie zum Schlachter. Tierquälerei ? Ich denke nicht, denn sie hatten fast 3 schöne Jahre in der Herde in Freiheit, sie durften erwachsen werden und wurden nie irgendwo hin transportiert, wurden nie krank und wurden nie in kleine Mastbuchten ohne Stroh eingesperrt.
Trotzdem waren es „Milchkühe“, die den Altersdurchschnitt massiv runterdrücken. Sie waren weder krank noch „verbraucht“.
Warum belegt man solche Rinder und schlachtet sie nicht vorher ? Erstens kriegt man für ein Bullenkalb, das man mit 8 Wochen verkaufen kann schon den halben Wert der Schlachtkuh. Zweitens auch wieder Kuhkälber zur Zucht. Drittens ziehen wir sie ja nicht auf um sie zu schlachten sondern zum melken, aber alles kann man nicht behalten.
Nun könnte man auch Milchkühe oder Rinder auf dem Markt verkaufen, aber das überlassen wir anderen, der Markt ist nicht gross. Unsere Tiere verlassen entweder als Kalb den Hof für den Markt oder gehen zum Schlachter.
Also sagt das Durchschnittsalter der geschlachteten Milchkühe genau gar nichts aus zur „Ausnützungsrate“ bzw. der Gesundheit der Tiere. Dass sogar Berater und Landwirte dies denken macht mich fassungslos. Es ist ein Wert, der nichts aussagt.
@S
Ich habe mir jetzt mal die Daten der Tiergesundheitsdienste aus By, Th, NRW uns SH, zur Milchviehhaltung angeschaut. Die sprechen eine sehr deutliche und ganz andere Sprache als Ihr Kommentar. Bei den Abgangsursachen liegt mit fast 50% die schlechte Fruchtbarkeit vorn. Mit ca. 26% folgen Skelettprobleme incl. Lahmheiten. Ca. 30% der gehaltenen Milchkühe leiden an Lahmheiten Score 3 und 4. Jede 3. lahme Kuh gehört in Score 4, wobei ein erheblicher Teil schon chronische Lahmheit aufweist. 15% der Kühe scheiden wegen Euterproblemen (Zellzahl) aus. Lediglich knapp 10% scheiden aus weiteren Gründen aus. Unter dieser letzten Rubrik werden Verletzungen, akute Stoffwechselerkrankungen, schlechtes handling u.v.a.m. zusammengefasst. Das Alter der abgehenden Kühe nimmt von Norden nach Süden zu. Im Norden liegt es bei 64Monate und im Süden bei 69 Monate.
Wenn Ihre Färsen erst mit 36 Monaten kalben, bleiben ja nicht einmal zwei Laktationen. Oder habe ich mich verrechnet?
Info:
Heute Abend auf Arte: Der Kampf um Grund und Boden, eine Landwirtschaftsdokumentation in mehreren Teilen.
RS: Verpasst! Muss ich in Mediathek nachholen…Brstimmt interessant?
Zum Thema an sich! Schon unsere Altvorderen waren darauf angewiesen LW so zu betreiben, das es ihren Nutztiere gut geht, damit diese sie lange ernähren können! Selbiges trifft auch auf den Acker und dessen Ertrag zu! Auch später im Zeitalter der Industrialisierung haben sich Landwirtschaftsbetriebe unter solchen Prämissen entwickelt! Das betrifft auch die Unterschiede in der Entwicklung von LW im geteilten Deutschland! In der Jetztzeit sind Vorgaben( Land und EU)zum Tierschutz, CO2 Minderung in der LW Unfug, weil jeder Landwirt sich täglich in Gottes freier Natur bewegt und auf ökonomische Herausforderungen reagieren muss( Existenz)!
Nochmal gesagt zum CO2 Hype heutzutage: Unsere LW ist der einzige CO2 verbrauchende Volkswirtschaftszweig und das schon immer!
Richtig,
das andere sind nur Schuldzuweisungen von Leuten, dir ihren eigenen Fussabdruck nicht sehen wollen
und auch um den Kreislauf der Landwirtschaft keinen Kopf machen wollen.
@CB
„Schon unsere ………….“? Wirklich? Warum werden dann die Milchkühe oft nur 4 bis 6 Jahre alt? Manche werden älter und andere gehen noch früher ab. Was ist mit den Käfighühnern? Super Legeleistung entspricht höchstem Wohlergehen? Das sind Phrasen aus den 80er Jahren!
KB: Das sind keine Phrasen, das sind Fakten ! Diese gelten für jede Art von Nutztieren und Haltungsbedingungen zeitlos!
War gerade in agrarheute ein Bericht über eine 17Jahre alte Kuh aus Ostfriesland mit einer Lebensleistung von 200000kg.
Und Kemet, es gibt keine Käfighaltung mehr, das sind Fake News, so etwas wird demnächst bestraft.😎☝️pee a tänschen!
@RS
Ich bezog die Aussagen von @CB, wie ich es ausdrücklich geschrieben hatte, bezüglich ihrer Entstehung, auf die 80er Jahre. Einfach mal genau lesen.
Bezüglich der Kuh kann man nur sagen, Ausnahmen bestätigen die Regel.
wieviele von den Bullenkälber dieser Kuh wurden denn 17 Jahre alt?
Was ist eigentlich so das Alter eines Bullen bei der Schlachtung? Gibt es da Halter die warten bis der Bulle oder gar der Ochse kurz vor Sterben ist und diesen dann zum Schlachter führt um dem Tier ein langes Leben zu geben?
Wird für Fleisch eines alten Bullen/Ochsen mehr bezahlt oder wird überwiegend früh geschlachtet um beste Preise zu erzielen?
Frage für einen Freund dessen Spazierweg an einer Weide vorbei führt.
evtl kann ein Rindermäster wie z.B @Kemetbauer die Fragen beantworten
Wer was fürs Klima tun will, soll damit anfangen, und muss dafür nicht auf die Landwirte warten, die leisten schon ihren Beitrag 👍🙏👍🙏👍
… das bringt es auf den Punkt.
Und an alle Stadtmenschen und Bürokraten Beamte : Hört auf Landwirten zu vernichten, ihnen Wölfe, Bären, Schakale, Geier, tonnenweise Bürokratie, Vorschriften,…. aufzuhalsen, wenn ihr nicht mal fähig seid Eure Balkone zu begrünen 🙏🙏
„Man kann das Klima nicht schützen“ Richtig!
Wenn man dann aber sieht, wie der tatsächlich mögliche und wünschenswerte Naturschutz höchstamtlich in die Tonne getreten wird, um beispielsweise durch Windräder auch in Schutzgebieten „das Klima zu schützen“, dann kann man sich des Verdachts nicht erwehren, daß da ganz andere Dinge eine wesentliche Rolle spielen.
Das ist dann kein Zielkonflikt, sondern moralin-geadelter Profit.
„kein Zielkonflikt, sondern moralin-geadelter Profit“
Weil sie halt alle moralinisch geadelt sind. Die anderen. Auf der falschen Seite.
Lieber Willi
Wir können jetzt sagen wir produzieren nur das was auch wirklich benötigt wird
Also kein Überfluss mehr für den Kompost
Lichten die GV zahlen noch deutlich aus
Wir Landwirte sind nicht dazu da um eine nicht geregelte Bevölkerungsstrategie bedienen zu müssen
Die Industrie tickt dagegen anders
Sie wird jedweden Bedarf befriedigen solange es nicht verboten ist oder einen emotionalen schlechten Touch hat.
Kleine Anmerkung zum Klimaschutz für Praktiker (aus der Geschichte):
Schon das Buch „Hanfland/Maschinenbau/1920“ hat dem Ingenieur gepredigt, dass es ökonomisch Unsinn ist, die teure Energie sinnlos zu vergeuden, denn diese Unsitte kostet dem Unternehmer Gewinn-Einbussen.
Kein Unternehmer/Bauer vergeudet mehr Diesel/Kohl/Gase o. Rohstoffe, als unbedingt notwendig!
Dies gilt natürlich auch für Tier-u. Pflanzenschutz.
Alles Andere betitelte man als „Raubbau“.
Die Klimafrage ist also eine wirtschaftlich reine idologisch-politische Frage…
Ulrich, das mit dem Klima und der deutschen Seele hat der Constantin Schreiber schön zusammengefasst:
https://youtu.be/0q9ArDdJIJU?si=YLyK3bsjSf71buc6
Wir sind schon ein besonderes Völkchen….😎
@UD
Heute früh standen zwei Berufskollegen an der gemeinsamen Schlaggrenze beieinander und ratschten. Ungefähr 20 Minuten später kam ich wieder vorbei, da auf der anderen Straßenseite ein Kleegrasschlag von mir liegt und ich mir ein Bild vom Aufwuchs machen wollte. Als ich ausstieg hörte ich, dass die Motoren beider Schlepper im Stand liefen. Nur ein kleines Beispiel für Ihre Aussage: „Kein Unternehmer …………. „.
….anstatt hinzugehen und die Kollegen auf deren enorme Fehler aufmerksam zu sein….tse, tse, tse.🦄
Letzte Woche stand hier vor dem Rewe ein Mercedes S63 AMG mit laufendem Motor und lauter arabischer Musik….so ungefähr ne Viertelstunde. Keiner hat sich getraut den zurückkehrenden Barber-Shop-Betreiber anzusprechen. Da kann ich verstehen, dass Kemet auch Angst vor den Konvi-Rüpeln hatte, wer weiß, was hätte passieren können.🙄
Es ist aber auch schwer heutzutage, jemanden auf sein ungezogenes Verhalten aufmerksam zu machen.
Szene:
Auto hält am Glascontainer, zwei homo sapiens steigen aus und stellen ihre randvoll gefüllten Alditüten mit Altglas einfach neben den Container.
Für meinen neutral formulierten Hinweis, dass das Glas in den Container eingeworfen werden muss, erntete ich ein ebenfalls neutral formuliertes Angebot für einen Schlag auf die Fresse.
Wir trennten uns friedlich, ich habe die Tüten ohne weiter zu insistieren in die entsprechenden Container entleert und gut war es.
Bestimmt hatten die es eilig wollten wollten noch für Omi einkaufen.
Der Bio-Bauer kann sich doch nicht bei seinen konventionellen Nachbarn unbeliebt machen, sonst kriegt er kein billiges konventionelles Stroh mehr.
@e
Dass Sie mit Ihren Kommentaren, sehr oft falsch liegen, bestätigen Sie auch hier wieder. Die konv. Kollegen haben schon nachgefragt ob ich in diesem Jahr wieder Stroh benötige. Ihnen sind hier in der Region nämlich einige Abnehmer abhanden gekommen. Zwei Milchviehbetriebe und ein Bullenmäster haben aufgegeben. Stroh an Händler zu verkaufen, kommt für sie ebenfalls nicht infrage. Aufgrund einer Stroh-Mistkooperation mit einem netten Kollegen, fällt auch meine Strohnachfrage geringer aus. Außerdem möchte ich in diesem Jahr nicht AFU mit Strohbeimengung einfahren.
@RS
Ach Herr Seevers, ich bezog mich auf die Aussage von @UD. Es soll jeder machen was und wie er es für richtig hält. Nur muss es mit den Ansprüchen halbwegs in Übereinstimmung stehen. Sonst ist man ja nicht besser als mancher Verbraucher.
moin toll zusammengefasst was für Landwirte alles machen! bei uns im Dorf helfen die Bauern auch der Feuerwehr das Altpapier einzusammeln und früher dem Handballverein die Weihnachtsbäume einzusammeln! das alles haben die Landwirte gerne gemacht auch wenn es immer wieder Leute in der Bevölkerung gibt, die meinen dass sie lernen würde viel umweltverschmutzen, was aber nicht stimmt! schönen Tag und munter bleiben
„bei uns im Dorf helfen die Bauern auch der Feuerwehr das Altpapier einzusammeln“
Das ist ja normal.
bei uns der Jugendfeurwehr Weihnachtsbäume einzudammeln.
vielleicht auch mit Güllefässer Wasser zu bringen.
oder beim Flächembrand das Feuer mit dem Grubber abzuschmeiden.
„Wenn es dem Tier nicht gut geht, geht es dem Bauern nicht gut. Punkt.“
Nein, Tierwohl-Initiativen entstanden, weil es eben nicht so ist. Bauer und Tiere haben unterschiedliche Interessen. So lange die Interessen des Bauern die Anpassungsfähigkeit und Stresstoleranz der Tiere nicht überstrapazieren, ist das auch kein Problem. Aber wenn Schweine einander die Schwänze abbeißen, dann ist dieser Punkt eindeutig überschritten. Und dann kann man nicht sagen: Jetzt schneiden wir ihnen halt die Schwänze weg, und dann geht es ihnen wieder gut. Es gibt eben Haltungsformen, wo dieses Stressverhalten nicht auftritt. Und wenn Fleisch aus diesen Haltungsformen nicht gekauft wird, dann heißt das trotzdem nicht, dass die dem Tierwohl widersprechenden Haltungsformen kein Problem sind. Ich esse wenig Schweinefleisch, und das wenige, das ich esse, kommt eben aus schweinegerechter Haltung. Und ja, es ist teuer.
Elisabeth, das ist es wieder das Schwein und die anthropomorphe und emotionalisierte Sichtweise auf ein ganz spezielles Teilproblem. Wenn es dem Tier mit dem Kupieren schlecht gehen würde, woher weiß Elisabeth das? Studie, richtig?
Wenn aber am Ende die Mastleistungen stimmen, ob mit oder ohne Ringelschwanz, da muss man schon eine spitzfindige Argumentationskette aufbauen, welche mit Emotionen aus menschlicher Sicht daherkommt und dies in Gesetze gießen lässt, damit man auf Dauer Deutungshoheit, Wahrheit und Gewissensbefreiung für sich verbuchen kann…..so läuft es eben immer in dieser Gesellschaft.
Liebe Elisabeth, wie ich ja schon öfter geschrieben habe war ich 7 Jahre lang Biobauer und habe meine Ferkel dabei direkt an Biomäster ausgeliefert. Welches Tierleid ich dabei auf den Betrieben gesehen habe war hanebüchern. Wenn man sich blind auf ideologische Wunschvorstellungen verlässt, und nicht mehr objektiv die Situation betrachtet, dann kann man viel verdrängen. Will damit sagen, man kann nicht davon ausgehen dass alleine Haltungsvorschriften alles regeln können, egal ob Konventionell oder Bio – es bedarf letztendlich die Erfahrung und Einschätzung des Landwirts. Meßbare Parameter wie Anzahl der Krankheits- und Todesfälle, und die Leistung der Tiere sind sichere Indikatoren. Deshalb hat Willi Recht mit der Aussage, dass letztendlich jeder Landwirt aus Eigeninteresse möchte dass es seinen Tieren gut geht – außer seine Ideologie steht ihm im Weg!
Ich hatte vor Jahren mal einen Kunden, der ist DEMETER – Betrieb. Deren Kühe haben Hörner, weil müssen ja wegen Kuh muss Horn haben….Die Kühe gingen am Morgen nach dem Melken auf die Weide, und eine Dame meinte nun, der Kollegin mal eine Richtung vorgeben zu müssen, und stieß ihr mit dem Horn in die Flanke, genau zwischen hinterem Oberschenkel und Bauch…und zog dann den Kopf hoch. Das Loch sehe ich heute noch…grausam. Aber hee, ist Natur, was willste machen. Enthornung und Schwänze kupieren, um Leid zu vermeiden…neeeeee. Das ist Tierquälerei. 🦄
Ich spreche gar nicht von Vorschriften. Ich kenne persönlich Betriebe, wo die Schweine draußen sind, wo es kein Parasitenproblem gibt und auch kein Schwanzbeißen. Es sind alte Rassen, die keinen Sonnenbrand bekommen, weil der Bauer sagt: „Ein Viech gehört in die frische Luft“ Diese Betriebe sind gar nicht bio, weil darauf kommt es ja nicht an. Sie halten die Tiere auf dem Berg oder am Hügel, wo sie entsprechend viele und große Koppeln machen können.
Bei uns hat es bis in die 1950er Jahre den Brauch gegeben, am Tag eines Viehheiligen – bei uns war es der Patriziustag – kein Fleisch zu essen und nicht mit Schmalz zu kochen. (Manchenorts war die Vorschrift eine ganze Woche vorher) Die Arbeitstiere durften nicht eingespannt werden, und man ging wallfahren zum nächsten Patrizius-Altar, man nahm die Tiere stellvertretend als kleine Wachsfiguren mit und stellte sie auf den Altar. Dort predigte der Pfarrer den rechten Umgang mit den Tieren.
Daraus kann man einerseits ableiten, dass nicht alle mit den Tieren gut umgegangen sind (obwohl sie als Subsistenzler auf gesunde leistungsstarke Tiere mindestens genauso angewiesen waren wie heute), wäre es nicht so gewesen, hätte der Pfarrer nicht predigen müssen. Andererseits geht daraus hervor, dass das Bewusstsein lebendig war, dass sich ein schlechter Umgang nicht gehört. Den Dienstboten riet man immer, an einem neuen Platz immer gleich in den Stall zu gehen und sich anzuschauen, wie es den Tieren geht. Daraus könne man ableiten, wie mit Menschen umgegangen wird.
Ich war damals in den 1970er Jahren einmal auf einem Bauernhof auf Urlaub. Da kam ein Berater vom Landwirtschaftsministerium und hat den Jungbauern gedrängt, einen Stall mit Spaltenboden, automatischer Entmistung etc. zu bauen und da entsprechend viele Schweine hineinzupferchen. Weil – so sagte der SPÖ-Beamte – die Politik will jetzt, dass die Lebensmittel billiger werden, damit „unsere Leut“ sich einen Wohlstand aufbauen können. Der Altbauer hat geschimpft: „So geht man nicht mit Tieren um!“ Aber der junge hat es gemacht, weil er anders wirtschaftlich keine Chance gehabt hätte.
Und diese Entwicklung hat zu kollektivem Unbehagen geführt, an dem natürlich nicht nut der Landwirt schuld ist. Im folgenden Podcast berichtet ein Tierarzt, dass es bald eine KI-gestützte Methode gibt, im Schlachthof am Schwanz eines Schweines abzulesen, wie gut es ihm am Hof gegangen ist. Der Podcast endet mit der Aussage: Wir sind in der Tierhaltung vor ein paar Jahrzehnten hinaus gefallen aus dem, was jahrhunderte- und jahrtausendelang normal war, und wir müssen dorthin zurück.
https://www.bauertothepeople.at/podcast/272/
Wenn man als Mensch ein Unbehagen im eigenen Sein spürt, sucht man die Erlösung durch Verbesserung der Nutztierhaltung im Sinne von?????….in welches Status Quo-Jahrhundert zurück?
Wer unzufrieden ist mit der Arbeit des ihn Versorgenden, der kann ja selbst übernehmen. Der gestrige Arte -Beitrag hat doch sehr schön deutlich gemacht, dass der Bauer immer Spielball im System war und ist…..im Sinne linksradikalem Denkens würde ich sagen: fck u!😎
Ach diese Idylle früher – die gute alte Zeit. Damals wußte man noch was richtig und falsch ist im Umgang mit Mensch und Tier. Ein Zitat aus dieser früheren Zeit: „Weibersterben kein Verderben – Gaulverrecken was für ein Schrecken!“
Ja, da war es schlimmer das Zugtier zu verlieren, denn da stand die Existenz der ganzen Familie auf dem Spiel. Ist das der Maßstab Elisabeth, zu dem du wieder zurück willst?
„Lieber ein Kind verlieren, als eine Kuh“. Diese Einstellung war unter den Heuerlingen ein verbreiteter Spruch. Eine Kuh diente sowohl als Nahrungslieferant, als auch als Zugtier. Wenn die einzige Kuh weg war, musste die Familie hungern und dennoch das weitere Kind versorgen. ….oder dieses weggeben. Früher war Vieles besser…..nee eigentlich nur ganz wenig.
@JD
Welch ein Unfug!
Warum erlernen wir nicht gleich wieder das Erklettern von Bäumen; schließlich kommen wir von dort und der Intellekt, der auch hier teilweise grassiert, scheint dort unsere Zukunft zu sehen.
Die „industrielle Tierhaltung“ um es in Anlehnung an ein Thema hier im Blog zu erwähnen, hat in D. keine Zukunft und das ist auch gut so. Dass vor allem die oft geschmähten „alten weißen Männer“ da eine ganz andere Sicht haben, kann man, vor dem Hintergrund ihrer „Lebenserfahrung“ oder sollte ich besser sagen vor dem Hintergrund ihres schon gelebten Lebens, akzeptieren. Das was ihr für sinnvoll haltet, mag zu eurer Zeit angemessen gewesen sein. Das Heute und Morgen, gestalten mittlerweile andere. Ihr könnt euch an den aktuellen Zu- und Umständen abarbeiten. Sie für fruchtlos und irre halten aber es bleibt euch nichts anderes übrig, als sie zu ertragen. Die Zeit eures Handelns war gestern. Heute bleibt euch nur das Klagen. (frei nach Bonaparte)
„Die „industrielle Tierhaltung“ um es in Anlehnung an ein Thema hier im Blog zu erwähnen, hat in D. keine Zukunft und das ist auch gut so. “
Definiere „industrielle Tierhaltung“ ….es reicht nicht, Parolen und Schlagwörter. alraus zuhauen, um die eigene Stellung zu überhöhen. Was die Zukunft angeht, die wird erst in der Zukunft erkenn, glaubste? Euch und ihr suggeriert, dass du zu den „anderen“ zu gehören scheinst, welche das auch sein mögen.🤗
wenn im Discouter lange Fleisch- und Wursttheken voll sind ,
wie können die vielen Waren für den billigen Preis denn hergestellt sein?
Kommen die aus kleinrn Ställen, wo die Oma und dir Kinder fie Tiere individuell behandelt und gestreichelt haben?
Und was haben die für einen Stundenlohn bekommen?
Oder sollen die Leute im Dorf für einen Nullinger arbeiten.
Nein, da baut man einen riesengrossen Stall mit viel High Treck und rationalisiert so die Arbeit.
Das ist dann Massentierhaltung, wie der Verbraucher sie verlangt.
KB: „ industrielle LW hat keine Zukunft…“ Da haben Sie aber wieder „einen Gucken“ lassen wie man hier Phantastereien und Visionen definiert! Zu letzterem hat der von mir hochverehrte H.Schmidt mal gesagt: „Wer Visionen hat, sollte mal zum Arzt gehen…“Ehrlicherweise kenne ich nicht mehr den Zusammenhang seines Zitates aber es passt irgendwie auch zu Möchtegernpraktikern jedweder Art…
Bin demnächst zu einem Hoffest in einem 6000ha und dann in einem 2300 ha Betrieb eingeladen! Denen werde ich mal solche Zukunftsperspektiven von (Bio) Bauern ?? KB präsentieren, falls diese in schwierigen Zeiten mal lachen wollen…
Der Kemetbauer denkt (grün) extremistisch. Immer gleich maximal katastrophale hypothetisch-theorethische Unglücke herbeireden.
Solchen Leute sollten wir unbedingt keinen gesellschaftliche Einfluss geben, weil deren Denken zu Überreaktionen führt.
@CB
Was sollen uns die Zahlenangaben denn sagen. Sie sind dort doch „nur“ Zuschauer oder, wie bei der Angabe „Ihres“ Schweinebestandes, nur jemand der weit zurückblicken muss. Oder leben Sie nur in der Vergangenheit? Wo ist der aktuelle Bezug?
Ich habe gerade einen Auftrag zur Brandschutzanpassung in einer 9000er Sauenanlage….heute nicht in den 80er Jahren.
Es gibt in diesem Land alle Arten der Produktion und sie existieren nebeneinander. Im gleichen Bundesland habe ich auch einen Nutzungsänderungssntrag für 64 NT- Sauen laufen, BIO. Warum der eine nun besser oder schlechter für Klima, Ökonomie oder Tierwohl sein sollte, erschließt sich mir nicht. Der eine zu groß, der andere zu klein?
KB: Für Sie Schlauberger der“Bioproduktion.“Das sind Betriebe,die industriemässig produzieren… Das war mein Thema! Auch Sie sollten alles richtig lesen bevor Sie sich äußern…
@CB
Wie Sie schon schrieben, es w a r Ihr Thema.
Wer mit welcher Vorstellung Zukunft hat, sehen wir ja symptomatisch an unserem Land im Vergleich zu China. Während wir unsere Wirtschaft und Landwirtschaft ideologisch bedingt an die Wand fahren – boomt der Rest der Welt. Ich weiß nicht was noch passieren muß, damit solche Menschen wie Kemetbauer ihre Öko-Ideologie von gestern noch einmal nüchtern betrachten. Wahrscheinlich erst, wenn der Zufluß vom Staat vollends versiegt und wirtschaftliche Realität voll zum Tragen kommt.
@JD
Ach Herr Donhauser. Wenn Sie mit Ihrem Biolandbauprojekt gescheitert sind dann heißt dass nicht, dass der Ökolandbau nicht funktioniert sondern nur, dass Sie es nicht auf die Reihe bekommen haben. Es ist das einzelbetriebliche Scheitern, das im Ökolandbau oft zu sehen ist. Gegen Ihr Schicksal stelle ich meine jetzt 42-jährige erfolgreiche Ökolandbaupraxis. Was sagt uns das? Gar nichts! Viele sind mit merkwürdigen Vorstellungen in den Biolandbau gestartet und grandios gescheitert. Oft ist das so für beide Seiten besser ist.
Hab ich Weibersterben gutgeheißen? Es ging um die Tiere.
Frau Ertl, das Schwanzbeißen schaffen selbst Wildschweine, sowie Hausschweine in allen Haltungsformen von 1 bis 5, kupiert und unkupiert.
Da spielen auch Gene rein.
Entscheident ist , ob es 0,5 % oder 10 % der Tiere betrifft .
Damit es bei 0,5 % bleibt , muss man konsequent
Tätertiere absortieren ,
Wenn sowas ausartet, hat man „betreutes Wohnen „im Stall.
Optimale Rohfasergehalte sowie ausgewogene Mineralstoffe bringen außerdem Ruhe im Stall.
Erst dann wird die Haltungsstufe wichtig , um dieses Problem zu minimieren.
Wer ihnen was anderes erzählt , hat keinen praktischen Bezug zur Schweinehaltung.
Elisabeth Ertl : Auch da muss ich wieder einhaken! An der Uni haben wir gelernt, das es eine Umwelt-Inter-Aktion in der Nutztierhaltung gibt! Das heißt, wenn Haltung, Futter, Genetik, tierärztliche Versorgung, Betreuung stimmen, bringen unsere Nutztiere auch hohe Leistungen, unabhängig davon ob das industriemässig passiert oder nicht! Meine 10000MS( Durchschnitt) waren kupiert und kastriert! Sie haben sich nicht“ beklagt“ sondern mit enormen MTZ reagiert( erwähnte es schon öfters im Blog)!Kann ich auf die Legeleistung von Hühnern genauso wie auf die Milchproduktion übertragen( alles in eigener Erfahrung)!
Zum Thema Hamster fällt mir die Brockhausliteratur und ein landwirtschaftliches Lexikon von 1920 ein: Der Feldhamster ist großer Ackerschädling usw.
Aber heute hat er unter demokratischen Bedingungen eine Metamorphose durchgemacht und wird mangels Masse geschont( im Leipziger Zoo sogar vermehrt und ausgesetzt…)! So ändern sich die Zeiten und man kann nur den Kopf schütteln…
@Elisabeth
„Es gibt Haltungsformen, bei denen das nicht so ist“. Ich kenne eine „Schweineflüsterin“, die sich intensiv mit dem Verhalten von Schweinen auseinandersetzt. Seit Jahrzehnten. Sie kennt keine Haltungsform, (außer vielleicht bei Weideschweinen) bei der das Schwanzbeißen nicht vorkommen kann. Es hängt an vielen Faktoren.
ich denke bei Strohhaltung
oder mir anderem angebotenem Spielzeug.
Wir sollten in dieser Diskussion unterscheiden zwischen „schützen“ und „konservieren“. Die Evolution ist kein Vorgang aus der Vergangenheit. Es haben sich schon immer Arten entwickelt/verändert und es sind, weil sich auch unter natürlichen Umständen die Lebensbedingungen immer wieder verändert hatten, Arten verschwunden. Das ist bis heute so und es wird vermutlich auch so bleiben. Einen Um-/Zustand konservieren zu wollen und das ist derzeit die Maxime, ist falsch. Die Aussage: „Natur ist was ist“, greift natürlich zu kurz. Es ist auch bedenklich, dass unsere liebgewonnen „Umwelt- und Naturschützer“, sich vor allem um die Arten bemühen, die mit einem positiven Image belegt sind. Fast alle von denen wollen Wolf und Luchs schützen, aber die außerhalb des Fokus lebenden Arten werden vergessen. Ja, Spinnen gefallen vielen Menschen nicht wirklich. Ihre Bedeutung für spezielle Lebensräume dürfte allerdings ebenfalls beträchtlich sein. Die Kulleraugen der Kitze rufen natürlich sofort eine Schutzfunktion beim Menschen hervor. Schade nur, dass genau diese verpeilten Menschen, gerade am Tag der Kitzsuche, so gar keine Zeit haben. Pflanzen und Tiere besiedeln unseren Lebens- und Arbeitsraum. Wir müssen uns damit arrangieren. Das rechte Maß, so scheint mir, ist dabei allerdings abhanden gekommen.
@Kemetbauer
Eben. Man kann das Klima nicht schützen. Tiere oder Pflanzen sehr wohl.
Unser Sohn hat auf unserem Hof eine Nosferatu-Spinne entdeckt. Sie stammt ursprünglichaus dem Mittelmeerraum.
https://www.apotheken-umschau.de/mein-koerper/haut-und-haare/nosferatu-spinne-so-verhaelt-man-sich-nach-einem-biss-1510853.html
Sie lebt jetzt aber nicht mehr. Und was die Asiatische Hornisse angeht ist auch nicht „lustig“. Da ist der Mitbürger beim Artenschutz nicht mehr dabei und selbst BUND und NABU tun sich damit nicht leicht.
Guten Morgen
Wenn ich lese oder höre: die Landwirte sind am Klimawandel schuld, dann denke ich stimmt, vor allem die die Flächen für Industrie, Straßen und Wohnungsbau verkaufen.
Mittlerweile gibt es so viel Industrie Brachen das der Flächenfraß beendet werden sollte.
Ein Beispiel : Ciba Geigi, Hofmann Larosch (Chemie Industrie) in Rheinfelden.
Auf dem ehemaligen Lonza Gelände ist gebaut: TÜV, Kfz Zulassungsstelle, Polizei, Zoll Abfertigung.
vielleicht wird den Bauern alles in die Schuhe geschoben, weil sie gerade so naturnah arbeiten, gegenüber den Industriearbeitern, die in einer Kunstwelt leben, sich vielleicht weniger wohl fühlen und noch durch Industrierachen und ähnlichem Verursacher sind.
Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung
gemäß § 46 Abs. 1 GO LT
mit Antwort der Landesregierung
Anfrage des Abgeordneten Dr. Marco Mohrmann (CDU)
Antwort des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz namens der Landesregierung
Ackerböden schützen, Flächenverbrauch reduzieren: Was tut die Landesregierung?
Anfrage des Abgeordneten Dr. Marco Mohrmann (CDU), eingegangen am 03.01.2023 –
Drs. 19/248 an die Staatskanzlei übersandt am 04.01.2023
Antwort des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz namens der Landesregierung vom 10.02.2023
Vorbemerkung des Abgeordneten Umweltminister Christian Meyer und Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte haben in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 5. Dezember 2022 auf den notwendigen Schutz der Ackerböden vor Flächeninanspruchnahme hingewiesen. Minister Meyer und Ministerin Staudte betonten weiter hin im Sinne des Niedersächsischen Weges, der eine Reduzierung der Neuversiegelung von Flächen in Niedersachsen bis 2030 auf unter drei Hektar pro Tag und auf „Netto Null“ bis spätestens zum Jahr 2050 vorsieht, gemeinsam mit Landwirtschaft, Umweltverbänden und den Stakeholdern der ländlichen Entwicklung für den Erhalt der landwirtschaftlichen Flächen arbeiten zu wollen. ….“ (Auszug)
Das sind doch mal hehre Ziele….damit wird ab 2045 die Investitionsmöglichkeit aller Investoren vollends gegen NULL gehen, wie geschrieben: netto-Null. 😎🤘🦄🤡
Ich sehe die Ansprüche und Anforderungen gegenüber der Landwirtschaft als gesellschaftliche Projektionsfläche. Sie dient als eine Art Ablasshandel. Die Tatsache, dass Landwirtschaft so viele grundsätzliche Lebensbereiche berührt und betrifft, erhöht die Anspruchshaltung aus der Gesellschaft heraus. Es ist aber von dieser kleinen Gruppe nicht leistbar. Genug ist genug, sollte man deutlich formulieren.
@R.S.
Genau diese Thema: `“nicht erfüllbare Anspruchshaltung“ sollten wir als Branche auch kommunizieren. Und wir sollten ebenso kommunizieren, dass jede Form von Nahrungsmittelbeschaffung ein „Eingriff in die Natur“ ist. Wie gesagt: jede Form der Nahrungsmittelproduktion.
Das ist unangenehm, aber nötig.