Alles richtig gemacht…*
Heinrich war beim Arzt. Der hatte ihn jetzt an einen Psychotherapeuten überwiesen. Er spürte es mittlerweile selbst, dass sein „Kopfkino“ den immer gleichen Film abspulte: Seine Kindheit auf dem Hof, seine Freude an der Arbeit, seine „Bärenkräfte“, die Landwirtschaftsschule und die Meisterausbildung. Wie stolz auch seine Eltern waren als er heiratete und der „Stammhalter“ zur Welt kam. Dann die Hofübernahme. Mann oh Mann, hatte er sich damals stolz gefühlt. Endlich der Bauer zu sein, endlich das Sagen zu haben. Und wie er anpackte. So wie er es in der Landwirtschaftsschule gelernt hatte. Wachsen oder Weichen? Für ihn war das keine Frage, sondern ein Auftrag, den er von seinen Eltern und Vorfahren angenommen hatte. Er wollte es allen zeigen. Er baute als erster im Dorf den neuen Laufstall. Die Rechnung ging auf. Nacheinander gaben in der Nachbarschaft mehrere Betriebe die Landwirtschaft auf. Sie waren froh, dass er Flächen und Milchquote pachtete. Obwohl er nur zähneknirschend für die Milchquote etwas zahlen wollte. Denn wenn er ein bisschen rechnete, dann verdienten diese „Sofamelker“ sehr gut an ihm. Doch …










