78 Kommentare

  1. Uli49 sagt

    Noch eine Ergänzung zu meinen Postings weiter unten:
    Es gibt also 8 Millionen Haushalte in D, die Fleisch von garantiert besser gehaltenen Tieren kaufen wollen und die anbieten, dafür einen höheren Preis zu bezahlen. Andererseits gibt es mit Sicherheit genügend Bauern, die dieses Fleisch gerne liefern würden. Diese beiden Parteien müssen also zusammengebracht werden. Dazu braucht es eine große und schlagkräftige Organisation, die ein professionelles und aggressives Marketing betreibt, damit dieses Fleisch bei meinem örtlichen Supermarkt, da wo ich jeden Tag einkaufe, im Regal liegt. Eine solche Organisation zu gründen kann nicht die Aufgabe des Verbrauchers sein, da müssen sich schon die Bauern zusammenschließen.
    Es gibt einen ersten Lichtblick: Bei meinem Discounter Kaufland gibt es seit neuestem die Dosenwurst der BESH zu kaufen. Da das Regal fast immer leer gekauft ist, nehme ich an, daß der Absatz gut läuft.
    Grüße Uli

    • Uli hättest Du bitte die Preise von der BESH Wurst incl. Gewicht.

      #
      Kaufland
      Kaufland ist eine Lebensmittel-Einzelhandelskette der Schwarz Beteiligungs GmbH mit Sitz in Neckarsulm und Bestandteil der Schwarz-Gruppe, zu der auch der Lebensmittel-Discounter Lidl gehört
      #
      Denke das ist bekannt.
      Ich schreibe auch mal was von denen auf, bloß um mal die relationen klar zu machen, das ist die Konkurrenz für ein Programm mit besser gehaltenen Tieren.

      VG

  2. Uli49 sagt

    Jetzt habe ich mir mal die Mühe gemacht und alle Kommentare zum Artikel gelesen. Wenn man mal das übliche Einprügeln auf die Lieblingsfeinde der Bauern aussortiert, bleibt leider wenig Nachdenkliches, das diesem guten Zeitungsartikel gerecht wird. Warum ist es für Bauern so schwer, die Situation mal vom Verbraucher her zu denken?
    Es gibt lt. diverser Studien und Umfragen ein echtes Potential von 20% der Verbraucher, die dazu bereit sind, mehr Geld für das Fleisch besser gehaltener Tiere zu bezahlen. Wer das abstreitet will nur den status quo erhalten. Warum wird dieses Potential von 20% im Markt nicht abgeschöpft? Ich gehöre zu diesen 20%. Warum wird es mir so schwer gemacht, solches Fleisch zu finden und zu kaufen? Bei allen anderen Produkten werde ich als Verbraucher verwöhnt und der Kauf wird mir erleichtert wo es geht. Nur beim Fleisch meiner Wahl muß ich mir die Hacken ablaufen um es zu bekommen. Das Fleisch der BESH gibt es hier nur wenige Stunden in der Woche an einem einzigen Tag auf dem Wochenmarkt. Meine Frau bringt schon für ihre berufstätigen Freundinnen das Fleisch mit. Die wollen auch dieses Fleisch, sind aber zu den Verkaufszeiten auf der Arbeit. Das sind Zustände wie in der Planwirtschaft, wo ist denn da der Kunde König?
    Und nun noch der wichtigste Punkt: Dem Fleisch kann man seine artgerechte Haltung nicht ansehen. Der Kauf ist also VERTRAUENSSACHE. Da ich nicht jeden Bauernhof selbst inspizieren kann, wäre ein staatlich kontrolliertes Label eine große Hilfe. Das muß natürlich, so wie “better leven” auch professionell beworben werden. Wenn niemand es kennt (so wie das dt. Tierschutzlabel) braucht man sich über Mißerfolge nicht zu wundern. Warum steigen die Bauernverbände hier nicht mit ein? Ich glaube, die meisten Bauern wollen gar keine Veränderung, die wollen weitermachen wie bisher, weiter jammern und klagen und weiter nach Subventionen rufen.
    Grüße Uli

    • Uli es hängt und steht alles am vermarktbaren Produkt!!!!

      Du kannst Dir das alles sonstwohin nageln, wenn Du da niemand hast.

      Es gibt z.B. in Mitteldeutschland nur noch einen großen Schlachthof, die beherrschen die Preise für Zerlegeware, das Geschäft in dem Bereich ist kostenmäßig so eng, das Du eine Menge flüssiges Kapital brauchst um sowas als Konkurrenz aufzuziehen. Professionelles Marketing ist auch teuer. Selbst der Großschlachthof ist wirtschaftlich auch immer Unterkante Unterlippe.

      Was die Werbung für das Tierschutzlabel betrifft, das war von der Geldgeberseite (handel) nicht gewollt, die wollen ein anonymes Produkt, wo sie Ihr Label draufpappen wollen. Sie geben das Geld. Auch Dein Paradebsp. BESH wirbt ja immer mit Regionalität. Ich war bei einem Kunden, die das im Programm haben. Ich sagte zu ihm: das kannst Du von mir auch haben: 10 km entfernt, BESH ist 700 km weg….Antwort….ne ich habe einen Vertrag, da darf ich nichts anderes. Die sind auch ganz hart im Geschäft und unter Druck! Das Fleischgeschäft ist knallhart, da ist nicht so einfach, auch wegen der Auflagen usw.

      Man kann es schaffen, ich kenne einige die haben es geschafft, man braucht aber viel Finanzkraft, ein gutes Produkt, Verkaufsgeschick und eine gute Lage.

      • Uli49 sagt

        bitte “Tierschutzlabel” und die “Initiative Tierwohl” auseinanderhalten. Das sind zwei verschiedene Herangehensweisen, die auf unterschiedliche Käufer abzielen, sich aber im Idealfall ergänzen können. Bitte Prof. Spiller googeln.
        Grüße Uli

        • Uli ich kenne den, ich bin da direkt in dem Geschäft drin und tagtäglich damit beschäftigt auch praktisch mit Fleisch. Das Problem sind die extrem niedrigen Preise, die Überproduktion und die extreme Konzentration. Eigentlich ist das alles von den Strukturen gegessen. Marketing ist ein Problem nur eins, das ist extrem kompliziert.

      • Was das staatl. Label betrifft, das kostet Geld und muss kontrolliert werden! Der Staat hält sich da raus, da ist NIEMAND mehr, der da was kontrollieren kann!

        • Uli Fleisch ist eine sehr sensible Ware, der Kunde möchte es heute extrem frisch, obwohl gutes Fleisch auch Schweinefleisch mind, 3 Tage abgehangen bzw. gereift sein sollte. Vor allem Fleisch von älteren Schweinen, da dieses Fleisch etwas zäher, dafür aber sehr wenig Wasser lässt.
          Der Kunde ist heute nicht mehr König, das wird ihm suggeriert!!! Bsp IBAN Heute ordnet sich Alles der Bequemlichkeit und der Effektivität unter. Selbst im Biomarkt wird ja Käse in Folie eingewickelt, da er ja sonst eintrocknet. Bei uns gab es dann so Wachspapierlagen, wo man sich den umpacken konnte. Als Kompromiss. Ich empfehle Dir mal einen Tag an so einem Wochenmarktstand oder an einem Bratwurststand, Du lernst den Kunden das sensible Wesen mal so richtig kennen 😉 Ich habe das Vergnügen, das ist manchmal sehr heilsam, aber auch schön!

    • Uli49, wenn ich nur einen Metzger finden würde! Es gibt kaum noch einen, der selber schlachtet. Und selbst auf dem Hof schlachten kann ich nicht. Es ist durch diese ganzen EU-Verordnungen so brutal schwer, selbst noch etwas in diesem Bereich auf die Beine zu stellen. Und Tönnies und Co. lachen sich ins Fäustchen! Traurige Entwicklung.

      • Michael so ist das ! Die sind alle weg und das wird noch schlimmer.

        Über Direktvermarktung geht einiges, aber wenn Du EU Zulassung brauchst ist das schwierig. Zerlegung ist ja gelockert worden.

      • Stephan Becker sagt

        Was ist mit dieser neuen Regelung:

        Entlastung für Handwerker
        Metzger dürfen im Schlachtraum zerlegen und verarbeiten
        von Sandra Sieler
        Donnerstag, 03. Dezember 2015
        BERLIN Deutschland ändert voraussichtlich zum Frühjahr die Regelungen zur Zerlegung und Verarbeitung von Fleisch für schlachtende Betriebe im Fleischerhandwerk. Darüber informiert das Bundesernährungsministerium.

        http://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Entlastung-fuer-Handwerker-Metzger-duerfen-im-Schlachtraum-zerlegen-und-verarbeiten-32055?crefresh=1

        Wird dadurch irgendwas besser oder ist der Zug (Preiskampf) eh schon längst abgefahren?
        Letztes Jahr(?) gab es in “Unser Land” von Bayern3 einen Bericht über einen Metzger, der Schweine auf Stroh halten lässt (Strohschweine). Darin war von einem Kilopreis für konventionelle Schweine von 1,05 Euro und von 1,40 Euro pro Kilo für Strohschweine die Rede. Die Verbraucher kaufen das.

      • Uli49 sagt

        Herr Reber, Sie haben hier im Blog schon hervorragende Beiträge geschrieben, aus denen ich viel gelernt habe. Damit wir nicht aneinander vorbei reden: ein einzelner Bauer kann wenig ausrichten. Um so eine Kampagne wie “better leven” aufzuziehen braucht man einen schlagkräftigen Verband. Deshalb habe ich im letzten Satz auch den Bauernverband angesprochen, warum tun die nix? Sollen jetzt etwa die Verbraucher einen Verband gründen und die Bauern zum Jagen tragen?
        Grüße Uli

        • Alois Wohlfahrt sagt

          Hallo Uli, die ganze Diskussion hier erinnert mich sehr an die Anfänge der Marke VonHier vor 20 Jahren. Der Anfang machte tatsächlich Feneberg – und nicht Verbände oder Bauern. Feneberg wollte seinen Kunden eine echte regionale und regional erlebbare Waren bieten. Feneberg bediente sich der Bioverbände um an die Bauern ranzukommen. Es folgten öffentliche Versammlungen um Bauern zu werben. Mit sehr mässigem Ergebnis. Die Bedingungen von Feneberg – absolute Transparenz und die Bereitschaft als VonHier-Bauer sein Gesicht zu zeigen, sowie den Verbrauchern Rede und Antwort zu gestehen – sie schreckten die Meisten Interessenten ab. Es war sehr mühsam bis Feneberg überhaupt soviele Lieferanten zusammenbrachte um starten zu können.
          Alois

        • Uli, das Tierwohllabel wurde vom Bauernverband (mit) initiiert, das muss man der Ehrlichkeit halber sagen. Auch der ganze Kriterienkatalog usw. kommt vom Bauernverband. Die Holländer machen ganz gute Sachen, zum anderen sind das aber auch die, welche sehr unheilvolle Entwicklungen beschleunigt haben und immer noch machen. Topics Nordsvin wirbt mit 35 Ferkeln pro Sau und Jahr. usw.
          Die Diskussion hat nur Sinn wenn wir uns auf einen punkt konzentrieren und das mal durchdiskutieren. Ich glaube sonst läßt sich das nicht darstellen.
          Ich wäre dazu bereit, ansonsten ziehe ich mich hier raus.

          Viele Grüße und Vielen Dank für Dein Interesse an der Vermarktung!

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Im 15 km Entfernung, befindet sich eine Metzgerei, die nur Schwäbisch Hällisches verkauft, überfüllt mit Käufern ist der Laden nicht, aber immerhin hat die Inhaberin scheinbar so viele Kunden, dass sie ihr Geschäft halten kann.

      Den letzten Satz sollten sie sich an den Hut stecken.

    • Stadtmensch sagt

      Hallo Uli,
      danke für den Lesetipp. Ich wusste bisher gar nicht, dass es dieses Tierschutzlabel gibt.
      Habe jetzt für meine Region ein paar Supermärkte ausmachen können, die Tierschutzlabel-Produkte verkaufen: http://www.tierschutzlabel.info/marktsuche/
      und werde das demnächst mal testen.
      Auch ich schaffe es nur einmal pro Woche auf den Wochenmarkt, um bei meinem favorisierten “Tierproduktlieferanten” einzukaufen.

    • bauerhans sagt

      “….Ich glaube, die meisten Bauern wollen gar keine Veränderung, die wollen weitermachen wie bisher, weiter jammern und klagen und weiter nach Subventionen rufen…..”

      die meisten bauern werden aufgeben,siehe statistik!
      der bauer hat langfristige investitionen getätigt,ist arbeitsmäßig ausgelastet und kann nicht einfach etwas verändern!
      wobei das nicht ganz stimmt,aufem acker ändern wirs jedes jahr,weils wieder neue richtlinien(greening) gibt oder quoten abgeschafft werden(zucker),heisst für mich,ich werde keine zuckerrüben mehr anbauen.
      wir bekommen keine subventionen(zuschüsse ohne gegenleistung),sondern ausgleichszahlungen für die einhaltung der cross compliance richtlinien.

  3. Junkenbur sagt

    An einer Stelle werden in einem Nebensatz die Eier als gutes Bsp. dargestellt. Dabei reichen die deutschen Eier gerade mal für den Frühstückstisch. Alle anderen (Brot, Kuchen, Nudeln. u.a.) kommen aus Polen, Ukraine oder evtl. sogar aus dem fernen Osten und die Produktionsbedingungen können wir sicherlich nicht überprüfen.
    Wollen wir das bei Schweinen, Geflügel und Milch auch??
    Dann sollten wir weiter Forderungen aufstellen, die von deutschen Landwirten nicht zu erfüllen sind, wenn sie morgen noch am Markt bleiben wollen.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      ALDI Nord will keine Lebensmittel mit Eiern aus der Käfighaltung mehr anbieten und damit gibt der Handel mal zu, dass solch produzierte Eier in Deutschlanand noch verwendet werden.

    • Gast sagt

      Faktencheck: Die EU hat einen SV Grad > 100 %, D ca. 70% (also mehr als nur Frühstückseier) Nicht alle Importeier stammen aus Käfigen, momentan aber 50% der Importeier für die Lebensmittelindustrie.

      Das würde sich schlagartig ändern, wenn auch bei verarbeiteten Eiern die Haltungsform auf der Packung angegeben werden müsste.

      Und ja das wollen WIR bei Schwein, Geflügel und Milch auch!

      Die entsprechende Initiative von BaWü zur Fleischkennzeichnung auf der Agrarministerkonferenz wurde durch Einfluss des DBV vertagt und damit wird klar, wer da blockiert. Im Interesse der Bauern? Sicher nicht!

      • bauerhans sagt

        “Und ja das wollen WIR bei Schwein, Geflügel und Milch auch!”

        wer ist denn WIR??
        der gemeine verbraucher möchte “gut und günstig”

        • Stephan Becker sagt

          Hallo bauerhans,
          wenn “der Verbraucher” nur “gut und günstig” will und “ihm” egal ist wo die Lebensmittel herkommen, warum wurde dann die Initiative von BaWü zur Fleischkennzeichnung durch den DBV vertagt?
          Vielleicht mal beim DBV nachfragen warum die sich so kontraproduktiv im Sinne ihrer Mandanten bzw. Mitgliedsbeitragszahler verhalten?

          Wenn ich mich noch richtig erinnere war die Firma Bofrost ein Vorreiter beim Weglassen einer bestimmten üblichen Lebensmittelzutat (Konservierungsmittel?). Nach und nach hat dann glaube ich die gesamte (Tiefkühl?)Lebensmittelbranche nachgezogen.

          Hier gibt’s Infos zur Verwendung von Eiern aus Käfighaltung bei der Herstellung von Lebensmitteln durch verschiedene Firmen (allerdings Stand März 2013) – Großschreibung aus Dokument:

          ANFRAGE AN 74 LEBENSMITTELUNTERNEHMUNGEN
          MÄRZ 2013
          KEIN KÄFIGEI IN DER OSTERBÄCKEREI
          NOCH IMMER VIELE KÄFIGEIER IN VERARBEITETEN PRODUKTEN. ABER: POSITIVER TREND

          https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/agrar/Anfrage-Lebensmittelhersteller.pdf

        • Stephan Becker sagt

          Gerade habe ich einen passenden Artikel vom letzten Jahr dazu gefunden

          Fleisch: Kennzeichnung der Haltungsform wie bei Eiern?
          02.02.2015
          Skeptisch beurteilt der Deutsche Bauernverband (DBV) die Länderinitiative für eine Kennzeichnung von Frischfleisch nach der Haltungsform. Zwar könne eine Kennzeichnung von Produkten generell ein geeignetes Mittel sein, eine Differenzierung im Markt zu erreichen, sagte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken am Rande der Grünen Woche vor Journalisten in Berlin. Dies sei jedoch nicht die Aufgabe des Staates. Stattdessen könnte dieser Weg über privat getragene Labels gegangen werden.
          Krüsken bemängelte eine „hohe subjektive Komponente“ bei der Abgrenzung zwischen unterschiedlichen Haltungsformen. Diese unzureichende Objektivierbarkeit ist für ihn ein wesentliches Argument, dass der Staat sich bei einer derartigen Kennzeichnung heraushalten sollte.

          http://www.susonline.de/meldungen/markt/Fleisch-Kennzeichnung-der-Haltungsform-wie-bei-Eiern-1664711.html

          Hmm, der Verbraucher soll sich gefälligst keine eigene Meinung bilden und der Staat sich da raushalten außer wenn es um Zahlungen bei schlechten Preisen geht?
          Wenn Schweine 10% mehr Platz als gesetzlich gefordert zur Verfügung stehen, soll man damit nicht entsprechend werben dürfen?

          • Die Biovorschriften könnte man auch mal detailliert darstellen und erläutern, da würde manche aus ihrem Märchenwald fallen.
            “Wenn Schweine 10% mehr Platz als gesetzlich gefordert zur Verfügung stehen, soll man damit nicht entsprechend werben dürfen?”

            Du darfst doch damit werben, Du hast nur kein anerkanntes label und kannst den anderen verklagen bzw. fordern das Überwachungsbehörden tätig werden.

            • Stephan Becker sagt

              @Alexis Zsipras

              Es gibt ja eigentlich heute schon jede Menge Abstufungen in Sachen Bioqualität:
              1. Bio aus dem Discounter
              2. Bio aus dem Supermarkt
              3. Bio mit Label Bioland oder Demeter im Supermarkt oder im Bioladen
              4. Bio aus dem Bioladen
              5. Bio direkt von einem Solawi- oder Biohof mit einer Abokiste oder vom Hofladen.

              Ich denke mal, dass viele Leute nicht wissen, dass zwischen einem Bio-Siegel vom Supermarkt und dem Bioland-Siegel ein (deutlicher?) Unterschied besteht. Ich weiß z.B. dass die Bioland-Milch von Schwarzwaldmilch deutlich besser schmeckt als andere Bio-Milch-Sorten aus den Supermärkten.

              kannst den anderen verklagen bzw. fordern das Überwachungsbehörden tätig werden.

              Wenn er mit dem Mehrplatz wirbt?

            • @ Stefan Becker

              ich meinte die Biorichtlinien! Jeweils von den Verbänden, die muss man sich genau ansehen.
              Ich kann Dir z.B. mal eine Futtermischung zeigen, wo eine Menge Zusatzstoffe aufgeführt sind, wo manche vom Glauben abfallen würden. Oder das eben eine gewisser Anteil konv. Futter erlaubt ist.

              Das allgemeine Biosiegel ist das EU Siegel.

              Demeter ist vom Demeterverband, oder Bioland, oder Naturland, oder Biopark.

              Die Genussqualität der Produkte hat nicht unbedingt mit dem Siegel was zu tun! Z.B. ist der Käse sehr gut! Ich kaufe da fast nur den Käse, Bier ebenfalls und Wein gibt es schon ein sehr gutes Angebot. Fleisch ist meist auch sehr gut ausgewählt und präsentiert, das hat auch wieder nichts mit der Haltung zu tun. Das Fleisch ist nur anders, weil die Tiere älter sind und nicht ganz optimal gefüttert werden, dadurch ist es meist sehr gut marmoriert. Da der Abverkauf meist nicht so viel ist, können die das recht gut sortieren, so das die Qualität wirklich recht gut ist. Darauf achten die Einkäufer, das eben auch geschmacklich ein Unterschied feststellbar ist. Das ist nicht so einfach hinzubekommen.

            • @ Stefan Becker

              Die Klagemöglichkeit bezieht sich auf ein eingetragenes Label oder ein Geoschutz. Da muss teilweise die Behörde tätig werden, bei einer Anzeige.

              Wenn Du mit irgendwelchen Angaben wirbst , wie z.B. mit Platz musst Du das erstmal nachweisen und da kann man sich immer irgendwie rausreden. Ja und da musst Du selbst klagen bzw. Dich kümmern.

      • Andreas Schmid sagt

        “Und ja das wollen WIR bei Schwein, Geflügel und Milch auch!”

        Und wer bezahlt die Bürokratie?

  4. Gast sagt

    Wir brauchen keinen Mittelweg und auch keine Tierschutzlabel und keine Tierwohlinitiative, sondern wir brauchen generell eine bessere Tierhaltung!

    Und wieder führe ich Prof. Sundrum an: Zitat “Da die Landwirtschaft nach Darstellung des Kasseler Agrarwissenschaftlers zudem Verursacher hoher Umweltkosten ist und zudem in der gesellschaftlichen Kritik steht, kann sie sich nach seiner Ansicht auch nicht über immer neue Labels und einzelne Initiativen der Diskussion um eine Neuausrichtung entziehen.”

    Daher deutlich schärfere gesetzliche Vorgaben für Tierhaltung und die höheren Kosten sollten zuerst über den Verbraucher refinanziert werden. Erst wenn das aus Gründen wie fehlendem Aussenschutz / Billigimporten scheitert, können Agrarsubventionen umgeschichtet werden. Die Flächenprämie muss sowieso weg, sie treibt nur Pachtpreise.

    • Andreas sagt

      Es ist ganz schwieriger Stoff über Tierwohl zu diskutieren. Ich bringe immer gern das Beispiel “Hühner WG”. Die alt herkömmlichen Käfighaltungen wurden verboten. Zulässig sind verschieden Bodenhaltungssysteme und der Ausgestaltete Käfige (Hühner WG). In Bodenhaltung gibt es das Stutzen der Schnäbel. Bei der Hühner WG (Kleingruppe – ausgestaltete Käfig ist das nicht erforderlich. Warum hat man nun auch diese Kleingruppe mit Übergangsfrist verboten. Wer kann mir das erklären?
      Und warum wird das als Erfolg verbucht?

      • Gast sagt

        Käfige sind dem deutschen Verbraucher nicht mehr vermittelbar und so geht es jetzt um Abschaffen des Kükenvergasens und als nächstes entfällt das Schnabelkürzen. Die Bio´s machen doch vor, wie es gehen kann.

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