Bauer Willi
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Berliner Demos – und jetzt?

Ein Gastbeitrag von Christian Krupp zur Diskussion

„Wir haben es satt!“ oder „Wir machen euch satt!“? Sollte es nicht viel besser „Wir haben es satt und trotzdem machen wir euch satt!“ heißen? Zwei Demos, die  im Januar durch Berlin zogen, an beiden beteiligten sich viele Landwirte und verschiedene bäuerliche Verbände und Organisationen. Mittlerweile ist es aber sehr ruhig geworden. Was ist eigentlich davon hängen geblieben? Wo bleiben die Ideen oder gar ihre Umsetzung? Klar, sicher werden einzelne Gruppen oder Verbände intern Themen weiter diskutieren. Aber was bewegen sie damit? Gibt es so etwas wie das große Ganze?

Grundsätzlich hätten – so glaube ich – alle beteiligten Landwirte unter beiden Titeln mit demonstrieren können! Ja alle Landwirte, egal welcher Couleur, arbeiten um „den Verbraucher satt zu machen“ Dem können sicherlich alle Teilnehmer von „Wir haben es satt!“ zustimmen. Und andersherum genauso. Gerade die Teilnehmer von „Wir machen euch satt!“ haben von der aktuellen Situation die Nase gestrichen voll, ja sie haben es satt!

Und ich habe es auch satt und zwar ganz grundsätzlich! Wieder einmal marschierten Landwirte gegen Landwirte, polemisierten, pauschalierten oder verunglimpften sich teilweise auf beiden Seiten! Von EINEM Berufsstand, von konkretem Arbeiten an der Zukunft der Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft, von der EINEN Idee keine Spur. Jeder bringt seine Meinung vor und schreit nach der Politik oder nach dem Verbraucher. Beide sollen schuld sein. „Schuld an der katastrophalen wirtschaftlichen Situation der konventionellen Kollegen!“; „Schuld an der ausufernden Tierhaltung in manchen Regionen!“; „Schuld am Verlust der bäuerlichen Familienbetriebe!“ … Ja diese Liste enthält auf den ersten Blick große Gegensätze. Aber auch eine große Gemeinsamkeit:

Die Adressaten sind die Falschen. In keiner der beiden Demo-Überschriften kommt eine Perspektive für alle zum Ausdruck. Sackgasse, festgefahren in den Gräben die den Berufsstand teilen, eine nicht vorhandene Diskussionskultur und eine unsachliche Borniertheit vor den Erfahrungen, dem Wissen und den Problemen des Gegenübers! Dabei könnten sich beide Seiten prima ergänzen, man müsste sich nur darauf einlassen!

Stadtmensch versteht es nicht

Ich verstehe diese Situation jedenfalls nicht. Und der Stadtmensch (der Verbraucher, der Bürger) ohne landwirtschaftliches Fachwissen versteht das Ganze am allerwenigsten. Die Verwirrung wird dann noch perfekt, wenn er auch noch Vorwürfe an den Kopf bekommt. Würde mich ein Produzent derart anklagen, wie wir Landwirte es aktuell und ganz pauschal mit „dem Verbraucher“ tun, dann würde ich aber sicher nichts mehr von demjenigen kaufen. Zusätzlich würde ich mich über die viele Millionen meiner Steuergelder ärgern, die diesem unverschämten Produzenten zugeschoben werden (Agrarsubventionen!). Es wird Zeit, dass wir uns einmal mit Marketing und Vermarktung auseinandersetzen und insbesondere mit uns selbst! Die eigenen Probleme kennen wir nur zu gut! Diese gilt es intern anzupacken, ehrlich zu diskutieren und zu lösen! Am besten machen wir das gemeinsam und mit neutraler wissenschaftlicher Beratung und ohne Lobbyisten! Denn egal ob konventionell oder ökologisch: auf den Verbraucher mit seinen Vorstellungen und Wünschen sind wir alle angewiesen! Und dort sollten wir ansetzen, da sollte die Hauptaufgabe unserer Berufsverbände zu suchen sein. Wir brauchen nicht noch mehr Lobbyarbeit für die industriellen Abnehmer unserer Produkte zumachen. Aufgabe der Berufsverbände sollte es sein Lobbyarbeit für die Landwirte zu machen und zwar nicht gegen andere Landwirte, sondern für das gemeinsame Ganze.

Loben wir doch einmal die Verbraucherschichten, die ihre Lebensmittel wertschätzen, die sie bewusst einkaufen und durchaus bereit sind einen höheren Preis zu zahlen! Ich meine hier ganz bewusst Bio-Kunden, Vegetarier, Veganer, Hofladenkunden und andere Minderheiten unter den Verbrauchern. Alle Genannten brauchen einen Landwirt, der ihre Lebensmittel produziert.

Es wäre eine Aufgabe, die die Berufsverbände gemeinsam lösen könnten: Nischen versorgen und so einigen Familienbetrieben ein gutes Auskommen zu sichern! Auch Kleinvieh macht Mist! Das zum Beispiel die Nachfrage nach BIO schon lange nicht mehr mit heimischen Produkten gedeckt werden kann ist ein Fakt! Das interessiert scheinbar den Deutschen Bauernverband nicht! Vielleicht gelingt es uns ja gemeinsam, diese Nischen zu vergrößern und die ökonomischen Vorteile mehr Berufskollegen zur Verfügung zu stellen. Und insbesondere die Nachfrage beim Verbraucher zu bedienen! Gleichzeitig können wir die Wertschätzung von Lebensmitteln dieser Verbrauchertypen anerkennen und somit auch allen anderen Verbrauchern aufzeigen worauf es ankommt! Wenn die Nischen ausgefüllt sind, ist eine gegen die Landwirtschaft gerichtete Agrarwende vom Tisch. Was der Verbraucher bezahlt gehen wir mit und gestalten unsere Agrarwende in kleinen, gesunden Schritten von unten, statt sie übergestülpt zu bekommen!

Das geht aber nur gemeinsam! Wachse oder Weiche war gestern, denn irgendwann ist jeder einmal der Kleinste und muss weichen. Auch den Begriff „Verbraucher“ sollten wir in den Geschichtsbüchern verschwindenlassen, die Menschen sollten vielmehr wieder unsere Kunden werden und wir sollten sie als solche behandeln! Transparente Deklaration der Produkte hinsichtlich Produktionsverfahren und Herkunft: Sicher eine Mammutaufgabe, aber gemeinsam machbar! Kundennähe im Zeitalter von Internet mit Facebook und Twitter ist kein Problem mehr! Was brauchen wir Landwirte, egal welcher Couleur, dazu? Beratung und Regeln nach innen, Lobbyarbeit und Marketing für unsere Familienbetriebe nach außen! Wer sollte das bessere können als ein breites Bündnis unserer Berufsverbände?

Auf geht’s Berufskollegen, bringt euch in die Diskussion in euren Verbänden ein und holt die Vorstände aus den Schützengräben raus! Interner Kleinkrieg sollte der Vergangenheit angehören!Respektvoller Umgang mit den Meinungen und Ideen des Gegenübers ist angesagt! Wie würde Bauer Willi als Rheinländer sagen: „Lävve und lävve loose!“ (Leben und leben lassen!)

Euer Christian

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102 Kommentare

  1. Crux sagt

    Bevor man eine gemeinsame Lösung suchen kann, wäre es vielleicht sinnvoller, wenn sich jeder an die eigene Nase fasst. Dabei sollte man aber nicht warten, bis der jeweils andere das tut. Damit meine ich nicht die aktuelle Selbstzerfleischung der WHES. Auch die WMES-Leute haben ihre Leichen im Keller. Und bevor also WMES etwas von WHES erwarten kann, sollte WMES im eigenen Keler aufräumen.

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  2. Uli49 sagt

    Der Beitrag von Christian zeigt den richtigen Weg auf, damit Kunden wie ich endlich bedient werden!
    Ich möchte noch mal auf die Chancen für Fleischproduzenten hinweisen, die 8 Mio. Haushalte darstellen:
    https://www.bauerwilli.com/billig-oder-bio-wo-ist-der-mittelweg/#comment-18748
    „Alexis Zipras“ hatte nach den Preisen bei Kaufland gefragt, hier sind sie:
    Leberwurst in 200gr Dosen
    von der BESH 1,35 Euro / 100gr
    konventionell, regional von „Waldburger Schinken“ 1,25 Euro / 100gr
    konventionell, Fleischwarenfabrik von Rehm 1,00 Euro / 100gr

    d.h. in meinem großen Einkaufswagen, für den ich 80 Euro an der Kasse bezahlt habe, macht der Mehrpreis für die Dose Wurst aus artgerechterer Haltung gegenüber „regional“ gerade mal 20 Cent aus. Das merke ich noch nicht einmal bei der Gesamtsumme von 80 Euro. Für den Erzeuger dagegen sind es 1 Euro pro kg gegenüber „regional“ und 3,50 Euro pro kg gegenüber der Fleischfabrik. Warum schöpfen die Bauern dieses Potential nicht aus?
    Grüße Uli

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    • bauerhans sagt

      „Warum schöpfen die Bauern dieses Potential nicht aus?“

      BESH ist ne nische dank bühler!
      diese bühler gibts leider nicht so oft…
      unser hier von der ezg sieht zu,dass er bis zur rente kommt.

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    • WMES-Fan sagt

      Die Frage ist nur, ob die 20 ct mehr beim Erzeuger ankommen oder ob der Zwischenhandel sie unterwegs abschöpft?

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  3. WMES-Fan sagt

    WMES war eine gelungen Aktion, nicht nur in Berlin, sondern in ganz Deutschland. WMES ist eine Reaktion von Landwirten, die sich durch WHES verleumdet fühlen. Wie soll man sich als Tierhalter einem Demonstrationszug anschließen mit Plakaten auf denen steht: „Tierhaltung ist Mord“? Die gezielten Störversuche durch Hubkonzerte und das getarnte Einschmuggeln eigener Transparente als Kommunikationsversuch verkaufen zu wollen, ist doch unterste Schublade. Die Beiträge die hier, auf Top Agrar, auf Facebook und an anderen Stellen gebracht werden, zeigen sehr deutlich, wie weit sich meine Ansichten von denen der WHES unterscheiden. Wie hätte die Reaktion ausgesehen, wenn sich Tierhalter unter die Tierrechtsaktivisten bei den WHES gemischt hätten? Es ging dabei doch nur darum WMES zu verleumden und zu diskreditieren. Wie soll man mit Menschen zusammen gehen, die andere Aktionen gezielt stören? Sicherlich wäre es schöner, wenn man sich an einen Tisch setzen könnte und gemeinsam eine Linie finden würde, aber das sehe ich aktuell als fast unmöglich an. Die Preise und die Marktsituation wird keine Demonstration ändern und die Politik wird auch alles so lassen wie es ist.

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    • Bauer Willi sagt

      Lieber WMES-Fan
      ich habe sehr viel Sympathien für die WMES-Demo, weil es Gruppen in der WHES-Demo gibt, die außer Protest nicht viel drauf haben. Wir haben auf dieser Homepage Interviews mit Felix zu Löwenstein (BÖLW) und dem WWF geführt. Wir werden demnächst ein Interview mit der Welttierschutzgesellschaft bringen, das bei allen Kontroversen in der Sache aber die Möglichkeit zeigt, dass man aufeinander zugehen kann. Es hat ja schon beim Verband der Ernährungswirtschaft ein Treffen der beiden Organisatoren von WHES und WMES gegeben. Dialog ist also möglich. Da sollten wir das Jahr 2016 nutzen um weiterzukommen. Denn auch bei WHES sind redliche Landwirte, mit denen es zu sprechen lohnt.
      Bauer Willi

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      • WMES-Fan sagt

        Wenn ein Dialog möglich ist, dann sollte er auch geführt werden. Dafür kommt aber nur ein Dialog auf Augenhöhe in Frage, man kann von uns nicht erwarten, dass wir zu Kreuze kriechen . Dialog ist gut, aber nicht um den Preis der Aufgabe der eigenen Ansprüche. Du Bauer Willi bist wohl kein Tierhalter oder? Wie soll man als Tierhalter mit Demonstranten marschieren, die einem die betriebliche Existenz absprechen wollen? Und die Zusage, dass diese Transparente aus der WHES-Demo verschwinden sollen, wurde ja auch nicht umgesetzt.

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  4. Gast sagt

    Also Christian ist kein Troll oder Fakeacccount unter dem ich schreibe, das weiss ich. Und dennoch könnte der Text von mir sein. Daher: Zustimmung!

    Ich kenne schon lange keine Verbraucher mehr, sondern nur MEINE Kunden und ich bin Dienstleister, d.h. aber auch das ich diene und was leiste und das wird von meinen Kunden anerkannt, ideologisch und (nicht ganz unwichtig) auch finanziell.

    Es grüsst der Hobbybauer und Ziegenhirte Biorebell Andreas aus dem stürmischen verregneten Schwarzwald.

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  5. Ehemaliger Landwirt sagt

    #Es wäre eine Aufgabe, die die Berufsverbände gemeinsam lösen könnten: Nischen versorgen und so einigen Familienbetrieben ein gutes Auskommen zu sichern! Auch Kleinvieh macht Mist! Das zum Beispiel die Nachfrage nach BIO schon lange nicht mehr mit heimischen Produkten gedeckt werden kann ist ein Fakt! Das interessiert scheinbar den Deutschen Bauernverband nicht! #

    Der Bauernverband kann nicht seinen Mitgliedern vorschreiben, wie sie zu wirtschaften haben. Jeder Betriebsinhaber muss doch selber die Nischen finden, solang es noch eine Nische ist.

    Bei kleineren Bio-Betrieben ist die Tendenz zu beobachten, dass viele wieder zu Konventionell umstellen, ich sehe da keine Nische. Allen anderen, die das anders sehen, Wünsche ich viel Glück.

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    • Mark E. sagt

      Zu den Preisen kann man ja kaum konventionelles Gemüse in Deutschland produzieren, wie die EU-Bio Ware aus Nordafrika und dem Nahen Osten hier angeboten wird.
      Soll der Bauernverband den deutschen Landwirten raten die 89 jährige Oma wieder zu reaktivieren und sie kann dann wie in ihrer Jugend gelernt 14 Stunden auf den Knien sich durchs Gemüse kämpfen?

      Deutschland ist kein Niedriglohnland, arbeitsintensive Arbeiten wandern immer ins Ausland ab.
      Zu erst wird die Bio-Branche der Textilbranche folgen und die daraus resultierende politische Panik wird die konventionelle Landwirtschaft gleich weiter mit in den Abgrund reißen.

      Und warum sollte man auf Bio umstellen? Ich sehe da nicht einen wirklichen Grund.
      Selbst die Bio-Direktvermarkter und Pioniere aus den achtziger Jahren sind hier in der Region großteils verschwunden, zwar bei „Bio“ geblieben, Hofladen dicht und nun gibts Biogas.

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      • Andreas Schmid sagt

        Biogemüse funktioniert hierzurlande noch. Oft aber nur mit Behinderte als Arbeiter.

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        • bauerhans sagt

          behinderte gibts nur auf höfen kirchlicher- oder verbandseinrichtungen,wo die beschäftigung mit ihnen im vordergrund steht.

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  6. Palla sagt

    Der Beitrag trifft so ziemlich das, was auch ich denke! Danke dafür!

    Ich glaube, wir haben vergessen für wen wir eigentlich unseren Betrieb bewirtschaften. Wie soll ein Nichtlandwirt verstehen, warum es 2 Demos mit Bauern gibt, die offensichtlich unterschiedliche Auffassungen haben?

    Ich habe jedes Verständnis dafür, dass man sich für seinen Betrieb und seine Wirtschaftsweise einsetzt, aber es hat mir bis heute niemand erklärt, warum man als Tierhalter (z.B. BESH) zusammen mit Tierhaltungsgegnern (z.B: Albert-Schweizer-Stiftung) demonstriert. Ich wäre wirklich daran interessiert die Argumente dafür zu hören. Vielleicht lasse ich mich sogar überzeugen?!

    Auf der anderen Seite kann ich es auch nicht verstehen, wieso man anscheinend, so meine Wahrnehmung, jede andere Art der Wirtschaftsweise ablehnt. So wie es im Moment läuft gibt es doch für den klassischen deutschen Familienbetrieb keine Zukunft. Also ist es doch eigentlich selbstverständlich, dass man über den eigenen Tellerrand hinausschauen muss!

    Wir brauchen Perspektiven und keine Grabenkämpfe!

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    • bauerhans sagt

      „So wie es im Moment läuft gibt es doch für den klassischen deutschen Familienbetrieb keine Zukunft….“

      ich denke,dass es eine zukunft gibt,nur halt mit neuen geschäftsfeldern
      z.b. hier der milchvieh,ackerbau,naturschutz betrieb,der nen hofcafe gebaut hatte.

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    • Andreas Oberländer sagt

      Ich glaub bei allen Dingen lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen…
      Bei den einen ist es Schweizer, bei den Anderen Lidl, Aldi und Kaufland und Co…

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      • Stadtmensch sagt

        Der Herr Nagel hätte sein Halbwissen lieber für sich behalten sollen, als (wie üblich) die Novo-Argumente zu zitieren. Es zeugt nicht gerade von Mündigkeit, wenn sich Verfechter einer High-Input Landwirtschaft ihre Argumente nahezu ausschließlich von einem Forum soufflieren lassen, dass wie selbstverständlich davon ausgeht, dass nur eine weitere Intensivierung der Landwirtschaft und exklusiver Zugang zu Wissen,
        künftige Ernährungskrisen verhindern kann. Dieser exklusive Zugang zu Ressourcen und Wissen (Patente, Saatgut, Land) ist dabei selbstverständlich durch den elitären Status der (furchtlosen, weitblickenden, klugen) Protagonisten legitimiert, die man in ihrer Freiheit, all das zu tun was nötig ist, im eigenen Interesse keinesfalls behindern sollte. Neenee, ich will Ernährungssouveränität. Ich will mitbestimmen, was und wie produziert wird – weil ich nicht so ein devotes Lämmchen bin, wie sie es gerne hätten (Wir machen dich satt – eine Zumutung!)
        Zum Thema „Freiheit für Macher“: Wir haben aktuell eine Regierung, die genau mit diesem Slogan angetreten ist: „Mehr Freiheit wagen“. Es hat irgendwie nicht geklappt, wie ich finde…

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        • Philip sagt

          die beste Methode ist es die Argumente zu widerlegen.
          Stattdessen schreiben Sie „ich will, ich will“

          Jetzt nicht übel nehmen, aber wenn Stadtmenschen die Landwirtschaft „bestimmen“, ist es das Ende.

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        • bauerhans sagt

          „…. weil ich nicht so ein devotes Lämmchen bin, wie sie es gerne hätten (Wir machen dich satt – eine Zumutung!)“

          in diesem kontext war „wir machen euch satt“ nicht gedacht.

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          • Stadtmensch sagt

            @Ina, 70% der landwirtschaftlichgenutzten Fläche weltweit ist für die Tierhaltung vorbehalten. Von dieser Fläche ist sicher ein Großteil geeignet für Ackerbau, um dort Feldfrüchte ohne Umweg über das Tier anzubauen. Es ist so einfach. Da brauche ich keine Wissenschaftler. Da brauche ich nur einen intakten moralischen Kompass um zu dem Schluss zu kommen, dass mein Fleisch- und Milchverzehr Anteil hat an Raubbau, Hunger und Vertreibung…

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Hallo Herr Stadtmensch, ich bin nicht bereit, auf Fleisch und Fleischprodukte zu verzichten.

              Auch habe ich keinen Grund, auf die moralische Tränendrüse zu drücken, würde Weltweit im Schnitt (und das seit Jahrzenten) nur 2 Kinder pro Familie produziert, hätten wir kein Hungerproblem.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Dann sollten die mal in Afrika dafür sorgen, dass ihre Biokapazität ausnutzen, dann brauche wir die schrecklichen Bilder ausgehungerter MENSCHEN nicht mehr sehen.

              Zwei Kinder je paar in Europa sind zuviel, da mögen sie Recht haben, bei manchen ist schon eines zu viel.

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    • Andreas Schmid sagt

      Bio war von Anfang an als Gegenpol von den Anderen gedacht. Es funktioniert auch kein „halbes“ Bio. Z.B. Weidehaltung, Gentechnikfrei. Das wird zu wenig beworben, wenig gekauft und ein Aufpreis wird auch nicht genügend bezahlt. Schlussendlich werden es alle ohne irgendeine finanzielle Anerkennung mit viel Bürokratie machen müssen.

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  7. kai schleyerbach sagt

    Es wäre dumm, den Verbraucher anzuklagen und nach meinem Empfinden ist das auch nicht der Fokus der beiden Demos gewesen. WMES ist eher geprägt von einem Dialogangebot.
    Eine Perspektive für alle …. oder meinst du für jeden? Dieses „wir müssen uns nur alle zusammentun“-Ding ist sowas von sinnlos. Natürlich braucht man eine Diskussionskultur aber warum sollte denn ein Verband eine Marktnische (z.B. Bio) entwickeln? Das sollen doch bitte diejenigen tun, die da drin wirtschaften.

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    • Andreas sagt

      Ich teile Ihre Einschätzung von der Dialogbereitschaft der Wmes nicht. Der Demonstrationsleiter hat Andersdenkende mit Polizeigewalt entfernen lassen statt mit ihnen zu reden. Sehr aufgeregt das alles.

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      • bauerhans sagt

        ein demoleiter kann niemanden von der polizei entfernen lassen,der kann die rufen,wenn er eine bedrohung sieht und muss dann die polizei entscheiden lassen.
        ich war am 16.1.16 vorm hauptbahnhof in B.

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        • Andreas sagt

          Der „Demoleiter“ hat auf topagrar online genau erklärt, dass er die Leute hat entfernen lassen durch die Polizei. In wie weit dieses – aus meiner Sicht illegale Handeln – juristische Konsequenzen nach sich gezogen oder nach sich ziehen wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Die entfernten Demonstranten ware friedlich und hier greift der Tatbestand der „Nötigung“ wenn Polizei sich politisch instrumentalisieren läßt. Es bestand nämlich zu keinem Zeitpunkt die Gefahr, dass durch etwa 4 friedliche Personen die Versammlung zu sprengen drohte. Ihre Aussage, bauerhans, bestätigt dies. Sie haben die nicht einmal bemerkt.

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          • Andreas Oberländer sagt

            Naja,
            vielleicht war ja der Bahnhofsvorplatz überdacht?
            Spass beiseite, die Beiträge auf Topagrar bedürfen keines weiteren Kommentars…

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            • Andreas sagt

              Es besteht sicher Beratungsbedarf. Es gibt nur zu viel Beratungsresistenz. Vielleicht sind einige einfach überarbeitet oder Überfordert. Ich denke an ein Radiointerview (WDR 5), wo der Versammlungsleiter mit schlechter Tonqualität zu verstehen ist, dass 90% der MRSA Keime die zum Tode führten eine Ursprung in der Landwirtschaft haben. Es ist doch ganz anders

              http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/wir-machen-euch-satt-100.html

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          • bauerhans sagt

            „…dass 90% der MRSA Keime die zum Tode führten eine Ursprung in der Landwirtschaft haben….“

            schweine z.b. werden ständig auf salmonellen untersucht (salmonellenmonitoring) und da wäre sicherlich schon aufgefallen,dass andere bösartige keime vorhanden sind.

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            • Andreas Schmid sagt

              @ Andreas „wo der Versammlungsleiter mit schlechter Tonqualität zu verstehen ist, dass 90% der MRSA Keime die zum Tode führten eine Ursprung in der Landwirtschaft haben“
              Die schlechte Tonqualität führt dazu, dass der Hörer das hören soll was der WDR will. Wenn man ganz genau hinhört, hört man, dass Markus Holtkötter folgendes sagt: „der gro der MSRA-Keime stammt gar nicht!!!!!!!!!!! aus der Tierhaltung.“ Ich gehe davon aus, dass die Tonqualität aus diesem Grunde bewusst so schlecht gemacht wurde, um dem Hörer etwas hören zu lassen, was in Wirklichkeit gar nicht gesagt wurde. Sowas wäre eine große Schweinerei!!!!!!!!!!!!!

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            • Andreas sagt

              @bauerhans @Andreas Schmid
              Ein Radiointeview gibt man grundsätzlich nicht vom Handy aus sondern immer vom Festnetz. Natürlich hängt das mit der Tonqualität zusammen. Aber 10% Tote aus dem landwirtschaftlichen Keim ist ebenfalls absoluter Unsinn. Es gibt keine Meldepflicht für Todesursache „AB Resistenz“. Möglicherweise gibt es überhaupt keinen Toten wegen landwirtschaftlicher Keime. Es handelte sich um eine klassische Fangfrage des WDR 5 Reporters.
              Ich möchte hier nicht der Besserwisser sein und kritisieren ist einfach. Aber ich habe Herrn H. nicht aufgefordert was zu machen. Er macht es aber und es geht leider viel schief. Das müssen alle ausbaden…

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          • bauerhans sagt

            „Ein Radiointeview gibt man grundsätzlich…..“

            man kann doch alles verstehen,markus ist sehr engagiert,aber wohl noch nicht profi.
            ich möchte noch betonen,dass ich ihn nicht persönlich kenne.

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  8. bauerhans sagt

    es gibt keine agrarsubventionen,sondern zahlungen dafür,dass wir cross compliance richtlinien befolgen,besonderes tierwohl umsetzen oder nach bio-richtlinien arbeiten.
    im übrigen sind landwirte unternehmer und müssen für sich und ihre familie entscheidungen treffen,die weit reichend sind:
    besonders investitonen in pachtverträge und maschinen sollten dabei mit mehr augenmaß getroffen werden.
    einen zusammenhalt unter landwirten hat es nie gegeben und wird es nie geben,das modell bauernverband ist ein auslaufmodell und funktioniert nur,weil die über ihre dienstleistungen eine starke „kundenbindung“ haben.
    die wirkung von demos sollte man nicht über bewerten.

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    • Gast sagt

      die Flächenprämien ohne greening sind an keine Richtlinien gebunden, sondern es müssen nur die Gesetze eingehalten werden, die auch einer befolgen muss, der keine subventionen erhält und Land bewirtschaftet.

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    • Crux sagt

      Leider sind CC und Greenng nur Feigenblätter für Geschenke an die Landwirtschaft zum Durchreichen an die Bodenbesitzer.

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  9. Stadtmensch sagt

    Hallo Christian,
    danke für diesen versöhnlichen Beitrag. Wie komme ich jetzt nur um diese Phrasen wie „ich wünsche mir“ und „ich würde gerne“ herum? Jedenfalls bin ich auch für einen vernünftigen Dialog zwischen diesen ganzen „Lagern“. Habe ja mittlerweile auch zur Kenntnis nehmen dürfen, dass auf der Produzentenseite ganz passable Landsleute sitzen, die durchaus einen Blick für die zu meisternden Probleme haben. Ich sehe auch ein, dass es schwierig bis unmöglich ist, den teilweise schizophrenen Kunden von dem höheren Preis eines hierzulande produzierten BIO-Lebensmittels zu überzeugen. Ob ich jetzt für oder gegen staatliche Eingriffe (Subventionen/Verordnungen) in die Landwirtschaft sein sollte, kann ich noch nicht genau sagen.
    Die Geschichte lehrt, dass dabei genau so viel schief gehen kann, wie bei einer weltmarktorientierten Marktanarchie. Ich subventioniere gerne einen Strukturwandel hin zu einer energieeffizienten, nachhaltigen Landwirtschaft, an der alle Beteiligten ihre Freude haben. Für die weitere Debatte wünsche ich mir von den „Wissenden“ weniger Meinung und mehr belegbare Fakten. So genug gesabbelt – muss Mehrwert generieren…

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      # Habe ja mittlerweile auch zur Kenntnis nehmen dürfen, dass auf der Produzentenseite ganz passable Landsleute sitzen, die durchaus einen Blick für die zu meisternden Probleme haben. #

      Kann man mal erfahren, warum die Stadtmenschen einen negativen Eindruck von Landwirten haben?

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      • Andreas Oberländer sagt

        Man sollte das Ganze nicht auf die zwei Veranstaltungen reduzieren, es gab unter dem einem Motto noch einige Veranstaltungen an anderen Orten und es bleibt ein wenig Hoffnung das diese für einen Dialog geeignet war als die vor dem Hauptbahnhof.

        Ein grundsätzlicher Unterschied zwischen den beiden Veranstaltungen ist allerdings gegeben, denn auf der einen trugen Landwirte und Verbraucher ihren Protest gemeinsam vor, bei der nächsten blieb man lieber unter sich und hat auch keine Scheu das vor und nach der Veranstaltung zu propagandieren…

        Gemeinsam heißt nicht, dass man eine vollständige und detailliert identische Auffassung vertritt. Abgelehnt wird jedoch von allen die Industrialisierung der Landwirtschaft, wobei genau die Definition von Agrarindustrie das Kernproblem ist.
        Hier wurde es in der Tat versäumt eine Verbandsübergreifende Definition zu finden und man hat die Deutungshoheit über die Begrifflichkeit den Medien überlassen. Ein Umstand, der sich heute bitter rächt indem die Medien jeden konventionell wirtschaftenden Betrieb der Agrarindustrie zurechnen.

        Als dummer und unwissender Städter halte ich dieses allerdings für falsch, denn Agrarindustrie definiert sich nicht über die Form des Wirtschaftens in dem Fall Bio oder Konventionell, sondern an anderen Kriterien.

        Verärgert über Agrarsubventionen bin ich in keiner Weise, denn neben den marktfähigen Produkten, die jeder Betrieb erzeugt leistet er seinen Beitrag zur Landschaftspflege und dem Erhalt der Vielfalt unserer Kulturlandschaft. All dies findet sich nicht im Produkt wieder, weil man Vielfalt nicht bei Aldi, Lidl und Co zu kaufen kriegt. Irgendwer muss es bezahlen und das muss vielleicht auch mal kommuniziert werden? Es gibt sie nicht die Milch für 51 Cent und gleichzeitg keine Agrarwüste vor der Haustür. So dumm sind auch wir Städter nicht, als das wir das nicht verstehen würden.

        Mit freundlichen Grüßen
        Andreas Oberländer

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        • bauerhans sagt

          die aussage einer kommentatorin,dass sie sich wundere,dass in brandenburg eine petiton gegen massentierhaltung zustande gekommen sei,obwohl dort nur 0,3gv pro ha gehalten werden,ist bei mir hängen geblieben.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Der Wirkstoff „Dimethoat“ hat keine Zulassung im Weinbau, deshalb ist die Verwendung verboten. (Vor einigen Jahren war dieses Mittel erlaubt).

          Unsere Genossenschaft weist jedes Mitglied darauf hin, dass bei ev. Anwendung von nicht zugelassenen Mitteln der Verursacher den Schaden zu bezahlen hat.

          Wäre ein Tank mit 100.000 Litern verunreinigt, das würde sehr teuer werden.

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  10. Jörg Meyer sagt

    Der Vergleich dieser beiden Demos ist für mich mehr als schief! Schon alleine „Wir haben es satt“ als Bauerndemo zu bezeichnen erscheint mir doch gewagt bei all den verschiedenen Interessengruppen die hier zusammenlaufen. Ich kann auch nicht erkennen wo bei „Wir machen Euch satt“ schlecht über die Biolandwirtschaft geredet wurde. Ich finde den Kommentar tendenziös pro „Wir haben es satt“ . Hätte ich so auf dieser Seite nicht erwartet.

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    • Bauer Willi sagt

      Dieser Beitrag ist uns zugeschickt worden. Er stellt die persönliche Meinung von Christian Krupp dar. Wir halten ihn für diskussionswürdig.
      Vielen Dank für ihre Meinung.
      Bauer Willi

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      • Weserwirt sagt

        Schützengräben sind zum Glück passee. Aber ich kann eigentlich nicht mitreden. Der Artikel ist sehr lang und ich warte auf die Kurzfassung des Beitrages im Wochenbericht von Alois Wohlfahrt. Danke, Alois.

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  11. Die Erwartung, dass sich nach den Demos jetzt gleich viel bewegt, finde ich überzogen. Für die meisten Ziele muss man leider länger kämpfen und wenn man schrittweise voran kommt ist das ja auch schon was.

    Gleiches gilt für die Hoffnung, alle Landwirte unter einen Hut zu bekommen. Bio- und konventionelle Betriebe haben ja meist nicht mal dieselbe Verbraucherschicht. Der Markt regelt viel von selbst! In der öffentlichen Diskussion wollen viele Verbraucher bio, aber den hohen Preis dafür zu zahlen, sind die meisten dann doch wieder nicht bereit. Bio-Landwirtschaft hat viel der Philosophie derselben zu tun. Bio-Produkte gehören deshalb nicht in den Discounter.

    Übrigens, hat eigentlich schon mal jemand untersucht, wie viel Menschen Hunger leiden müssten, wenn die komplette landwirtschaftliche Produktion auf bio umgestellt werden würde???

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    • Rainer sagt

      Hallo Herr Kalberlah,
      wie viele Menschen leiden Hunger, obwohl nicht alle auf Bio umgestellt haben?
      Verteilungsproblem!
      Es würden weniger Menschen Hunger leiden, wenn alles auf Bio gemacht würde.
      Es würden z.B. keine billigen „Geflügelabfälle“ die Länder überschwemmen, in denen es nur
      Kleinbauern hat, die dann von den eigenen Erzeugnissen nicht mehr leben können.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Das Problem mit den Geflügeteilen wäre einfach zu lösen, bis auf die Knochen ist alles essbar, sogar der Deutsche würde das überleben. 🙂

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        • Rainer sagt

          Der Deutsche würde diese Teile auch essen, wenn die “ Edelteile“
          doppelt so Teuer wären wie jetzt.
          Er isst sie nur nicht, weil er auch Filetteile fast geschenkt bekommt.

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          • Bauer Willi sagt

            Wann haben Sie zum letzten Mal Leber oder Niere gegessen? Oder Hirn, Schweinefüsse? In meiner Jugend gab es oft Hühnerherzen zu essen. Ich war damals schon nicht davon begeistert. Aber ich habe es gegessen, weil es auf den Tisch kam.
            Bauer Willi

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Morgen gibt es bei mir Nieren, Hirn mal ab und zu, vier Schweinsfüssle und 2 Zungen liegen in der Lacke. Heute fuhr ich zu einem Metzger, der eine gute Blutwurst und Saumagen verkauft, nein, nicht den Pfälzer Saumagen, sondern den Magen, der wird mit viel Zwiebeln als Salat angemacht. Die Zwiebeln sind „Höri-Bülle“ , eine Speziallität die es nur am Bodensee zu kaufen gibt.

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            • Crux sagt

              Dafür gibt es Wurst. Oder man exportiert es. Chinesen verzichten dafür gerne auf Filet. Vielleicht etwas überspitzt! Aber wir müssen nichts essen, was wir nicht mögen. Keiner von uns verhungert deswegen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Crux

              Der Deutsche, der das nicht Essen will, darf den Viehmästern nicht vorwerfen, sie Zerstören den afrikanischen Kleinbauern ihre Existenz.

              Der Abteilungsleiter bei Edeka Südwest, Bereich Fleisch berichtete, das Edeka beim Export von Schweinefüsschen nach Fernost mehr verdient, als bei einem Steak in der eigenen Ladentheke

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Traditionell nahm gestern der Ministerpräsident von Baden-Württemberg in seiner Heimat an dem Froschkuttelessen teil (Rinderinnereien und Rinderpansen), zwei Plätze weiter saß sein Herausforderer von der CDU.
              Dazu meinten die Badischen-Neuesten-Nachrichten:

              Kretschmann und Wolf trotzen dem Ekelfaktor.

              Und dann wundert man sich, warum Innereien abgelehnt werden.

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      • Das ist doch kein Verteilungsproblem! Bio ist teuer und das kann sich in den Schwellenländern kaum ein Verbraucher leisten. Mal ganz abgesehen davon, dass die ganz andere Sorgen haben. Die ärmeren haben schon Mühe ihren Grundbedarf zu erarbeiten. Die Wohlhabenden genießen erst mal den neuen Konsum, da ist kaum Bewusstsein für nachhaltige, umwelt- und ressourcenschonende Produktion. Wenn ab morgen nur noch bio angebaut wird, würden die Nahrungsmittelpreise explodieren. Wie soll den die wachsende Weltbevölkerung satt werden, wenn wir nur bio produzieren und nur noch die Hälfte ernten???

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        • Rainer sagt

          Selbstverständlich ist Hunger ein Verteilungsproblem.
          Könnten wir z. B. die vom Handel abgelehnte Ware ( krumme Gurken usw.)
          in arme Länder verfrachten, statt die Ware zu kompostieren,
          dann würden dort doch einigen Menschen satt werden.
          Übrigens in den Schwellenländern ist die dortige Landwirtschaft ohnehin
          fast Bio, weil sie sich keine Pestizide leisten können.
          Wenn die Waren teurer würden, hätte auch dort die Landwirtschaft erheblich mehr Wertschöpfung.
          Die Gewinne könnten Sie wiederum für den weiteren Aufbau der Produktion verwenden.

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          • Ich habe nicht behauptet das Hunger kein Verteilungsproblem ist! Aber die Kontroverse bio oder konventionell ist keins.

            Die höhere Wertschöpfung für die Landwirtschaft durch höhere Preise klappt auch nur dann, wenn die Verbraucher diese höheren Preise akzeptieren und auch bezahlen können. Und das klappt ja nicht mal bei uns – in den Schwellenländern schon gar nicht.

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            • Rainer sagt

              Wenn die Gängelungen der Bauern so weitergeht, dann wird es in 20 Jahren zwangsläufig nur noch Bio geben.
              Der Verbraucher hat dann gar keine Wahl mehr und muss diese höheren Preise bezahlen.
              Es wurde auch früher schon ein Großteil des Einkommens für Nahrungsmittel ausgegeben.
              Es würden auch viele Arbeitsplätze in der Landwirtschaft geschaffen werden.
              Fragt sich nur, ob die „verwöhnte“ Gesellschaft auch Willens ist, diese Arbeit zu verrichten.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Nein, Lebensmittel wie Gurken kann man nicht in arme Länder verfrachten, die halten die Fracht nicht aus, außerdem ist der Nährwert sehr bescheiden.
            Außerdem hätte eine transportfähige Lieferung von Gemüse den selben Effekt, den man bei Geflügelteilen kritisiert.

            Wenn die dortige Landwirtschaft eine höhere Wertschöpfung erfahren würde, müssten andere sich das wiederrum leisten können.

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            • Stephan Becker sagt

              Vor sechs Jahren hatte ich Kontakt mit sehrgut ausgebildeten Algeriern (Techniker und Ingenieure) in Deutschland. Die hatten mir erklärt, dass Algerien nicht weiß wohin mit seinem ganzen Gemüse. Die Bauern dort würden es natürlich gerne in die EU verkaufen. Hier gibt es ja schon z.B. immer wieder mal Gemüse aus Marokko (z.B. Bohnen).
              Ich verstehe das nicht. In Algerien sind die Produktionskosten vermutlich ein Bruchteil der hiesigen, es gibt allein in Algerien Gemüse und wohl auch anderes wie Obst in Hülle und Fülle und trotzdem leiden viele Menschen in Afrika Hunger!
              Da ist doch irgend etwas total kaputt, oder?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Da ich fast alles Gemüse selbst anbaue, ist mir die Herkunft im Handel nicht so bekannt.

              Bin mir sicher, dass der algerische Gemüsebauer mit so einer Maschine nicht konkurieren kann.

              Dann kommt noch viel Gemüse aus dem Süden Spaniens, dort sind die Löhne der illegalen Arbeiter noch niederer wie in Algerien.

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            • Stephan Becker sagt

              @Ehemaliger Landwirt

              Was kostet so eine Bohnenernte-Maschine? Wieviele algerische Erntehelfer kann man damit bezahlen?
              Wieso werden Shrimps von der Nordsee (per Lkw?) zum Pulen nach Marokko transportiert und von dort wieder zurück nach Europa, um dort als (fangfrische?) verzehrfertige Shrimps verkauft zu werden?
              Wie kann so ein Irrsinn sich lohnen?

              In diesem Film über den gigantischen Gemüseanbau in bzw. bei Almería wird von einem (nordafrikanischen?) Erntehelfer der Lohn für einen Tag Arbeit genannt: 35 Euro (bei 06:55), wenn sie denn immer von ihren Arbeitgebern korrekt bezahlt werden.

              Der Preis für unser Gemüse… – Migration, Ausbeutung und Landwirtschaft in Almería

              Ich glaube nicht dass man in Algerien viel darüber liegt. Am Strand von Algerien werden Jeans aus China für 2,- Euro das Stück verkauft (wurde mal in einem Film über die Jugend Algeriens genannt).

              In Algerien werden wohl u.a. sehr viele Tomaten produziert.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @Stephan Becker
              Selbst wenn der Stundenlohn bei zwei Euro liegen würde, ist die Maschine noch günstiger.

              In Algerien werden die Bohnen Ende August, Anfang September gesät, als zu einer Zeit wo es in Mitteleuropa keine Bohnen mehr gibt. Angeblich gehen die nach Frankreich und England zu einem Preis den die Einheimischen nicht bezahlen können.

              Außerdem, mit Gemüse bringt man die afrikanische Bevölkerung nicht satt.

              Für Schrimps gibt es nach meinem Wissen keine Maschine, deshalb lässt man die in Marokko pulen.

              Eine Schwägerin ist mit einem gebürtigen Iraner verheiratet, wenn seine Mutter und seine Schwestern zu Besuch kommen, kommen die mit leeren Koffern und gehen mit in Deutschland gekauften Kleidern gefüllt wieder nach Hause. Der Preis der Kleider ist in Deutschland billiger.

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          • Sandra Schobel sagt

            Rainer,

            ich verstehe dich nicht.
            In dem einem Text prangerst du an, dass Geflügelteile aus der EU Kleinbauern in anderen Ländern ihre Überlebensgrundlage nehmen und im nächsten schreibt du, dass du krumme Gurken dorthin schicken möchtest..?
            Erkennst du den Widerspruch?
            Weiss du, was du willst?

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            • Rainer sagt

              Sandra,
              ich will dass auch krumme Gurken bei uns gegessen werden.
              Dies ist aber nur der Fall, wenn die gerade Gurke einen wesentlich höheren Preis hat, der bei einer ausschließlichen Bioproduktion auch Realisierbar ist, da durch Mengenabnahme der Preis deutlich gesteigert würde.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Der Handel will keine krumme Gurken, weil die nicht richtig in die Kartons passen. Die kaufen keine krummen Gurken.

              Vielleicht werden die in einem Hofladen gekauft.

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            • Stephan Becker sagt

              Bei Solawi-Höfen wird wohl jeweils nichts weggeschmissen was vom Feld kommt und nicht verdorben ist, egal wie es aussieht.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Solawi-Höfen funktionieren vielleicht in der Nähe von Städten, bei uns ist der Nächste 100 km weg.

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        • Rainer sagt

          Diese wachsende Bevölkerung wir sich im Luxuskonsum etwas einschränken müssen, wenn sie Tierwohl und Pestizidfreiheit fordert.

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          • Sandra Schobel sagt

            und das möchtest du tatsächlich dem Kleinbauern an der Sahelzone erklären, dass er jetzt zwar seine Erträge mit Hilfe von Pestiziden soweit steigern konnte, dass er davon leben kann, aber es ist ja so pfui für die Umwelt, also muss er das wieder weglassen..?

            Auf der Expo in Mailand war es der Angola-Pavillion (glaube ich), wo ganz stolz von der Hühnerhaltung berichtet wurde – eine Haltung, die bei uns niemand mehr so wünscht und die es in D auch nicht gibt, aber im Moment das Beste für das Land ist, denn so kann es die Menschen dort satt bekommen und dem Bürgerkrieg einen Teil seiner Nahrung nehmen.
            Willst du denen erzählen, die Haltung ist nicht tiergerecht, so geht das nicht?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Unsere Tierwohltalibans sollten mal die modernen Tierställe in Deutschland ansehen und anschließend in die Behausungen von Menschen gehen, egal ob in Angola, Dominikanische Republik, Ägypten oder Mexiko.

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      • bauerhans sagt

        „Es würden z.B. keine billigen „Geflügelabfälle“ die Länder überschwemmen…“

        das ist so wenig,dass es nur „zum argumentieren“ in foren taugt,
        wird ja auch aus der spendenindustrie lanciert.
        die wenig entwickelten länder haben weder infrastruktur noch disziplin,um überhaupt eine produktion aufzubauen.

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        • Rainer sagt

          Sie haben keine Infrastruktur, weil sie von den “ Großkonzernen“
          Finanziell abgewürgt werden.
          Ich denke es gibt dort sehr wohl Menschen mit Disziplin und Fleiß,
          die gerne etwas aufbauen würden.
          Wenn dies aber nicht möglich ist, werden diese fähigen Menschen eben
          in die reicheren Länder abwandern und das Heimatland verliert weiter
          und weiter an Entwicklungskraft.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Am Gewinn zb. der Firma Bayer ist der Bereich Pflanzenschutz und Saatgut nur mit 25 % beteiligt. Fällt der Bereich weg, würden für eine „gute“ Sache ein paar tausend Arbeitsplätze wegfallen, selbst die Gewerschaften würden Beifall klatschen. 😉

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    • Stephan Becker sagt

      Hallo Herr Kalberlah,
      wenn ich es noch richtig im Kopf habe produzieren Kleinbauern in aller Welt 60-70% der Nahrungsmittel weltweit. Das meiste produzieren also nicht Mega-Produzenten wie Brasilien, Argentinien oder die USA.

      Eine Artikelsammlung von 2008 zum Thema Bio-Landwirtschaft (leider wohl nur auf englisch zu haben), speziell auch zum Thema Erträge, hier ein paar Ausschnitte:

      Food Futures Now, Institute of Science in Society, 2008
      1 – Why We Need Organic Sustainable Food Systems Now (…)
      Organic farming in the US yields comparable or better than conventional industrial farming [36, 37], especially in times of drought [38] (…)
      2 – Beware the New „Doubly Green Revolution“ (…)
      Between 1970 and 2000, the annual growth of fertilizer use on Asian rice has been 3 to 40 times the growth of rice yields [8]. (…)
      32 – Circular Economy of the Dyke-Pond System (…)
      The Pearl River Delta of South China[1] (…) contains one of China’s richest and most densely populated agricultural areas, supporting an average of 17 persons per hectare. (…)
      Chapter 1
      [36] Delate K, and Cambardella, CA. Organic Production. Agroecosystem performance during transition to certified organic grain production. Agronomy Journal 2004, 96:1288-1298.
      [37] Lim LC. Organic agriculture fights back. Science in Society 2002, 16, 30-32.
      [38] 100-Year Drought Is No Match for Organic Soybeans, Rodale Institute, 1999. http://www.rodaleinstitute.org/global/arch_home.html
      Chapter 2
      [8]Rosset P, Collins J and Moore Lappe V. Lessons from the Green Revolution, Food First/Institute for Food and
      Development Policy, 2000, http://www.foodfirst.org/media/opeds/2000/4-greenrev.html
      Chapter 32
      [1] Ruddle R and Zhong F. Integrated agriculture-aquaculture in South China. The dike-pond system of Zhujiang Delta,
      Cambridge University Press, Cambridge, 1988.

      http://www.i-sis.org.uk/Food_Futures_Now.pdf

      Man kann mit einfachen Methoden (Mischfruchtanbau, z.B. Milpa-System, d.h. speziell die Kombination von Legumionsen mit verschiedenen Nutzpflanzen), Hecken, Schattenbäumen bzw. Agroforstwirtschaft (Windbremse, Lebensraum Nützlinge, Düngerlieferung im Herbst etc.) die Erträge der Kleinbauern verdoppeln. Dies sagt jemand aus dem Bereich Biolandwirtschaft. Leider weiß ich gerade nicht mehr wer das war.

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      • Bauer Willi sagt

        Herr Becker
        bitte kürzer fassen. Ein Einkopieren von Links dient nicht der Erleuchtung. Bitte in eigene Worte fassen. Und wenn Sie jemanden zitieren, den Sie dann nicht mehr kennen, bringt das auch niemand weiter.
        Bauer Willi (diesmal als Administrator)

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        • Stephan Becker sagt

          Kein Problem! Ich stelle in Zukunft nur noch Links rein und beschreibe den Inhalt kurz.
          Hier hätte ich z.B. geschrieben, dass Bio-Landwirtschaft DER weg ist, um alle Menschen auf dieser Welt satt zu machen und dann auf diese Dokumentensammlung verlinkt.

          Und wen meinten Sie mit nicht mehr kennen?

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      • Wir sprechen hier aber nicht über Millionen von Kleinbauern, die sich selbst ernähren. Wir sprechen über Agrarunternehmen, die Produkte an die Verbraucher verkaufen möchten. Weiter wäre zu unterscheiden zwischen Agrarunternehmen die Wahl haben, ob sie bio oder konventionell wirtschaften und denen, die weder die Wahl noch zahlungsfähige Abnehmer als Kunde haben.

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        • Stephan Becker sagt

          @Joachim Kalberlah
          Wir sprechen hier aber nicht über Millionen von Kleinbauern, die sich selbst ernähren.

          Nein, wir reden hier über die Welt-Ernährung bzw. es ist die Frage was noch als Kleinbauer definiert werden kann. Jemand, der nur seine Familie ernährt? Gibt es überhaupt Kleinbauern, die nur sich selber ernähren, wenn man bedenkt, dass diese auch Geld für Transport, die Schulausbildung ihrer Kinder und anderes finanzieren müssen?

          Sie hatten folgendes geschrieben:
          Wie soll den die wachsende Weltbevölkerung satt werden, wenn wir nur bio produzieren und nur noch die Hälfte ernten???

          Und daraufhin hatte ich dieses obige Dokument verlinkt, in dem geschrieben wird, dass Bio-Landwirtschaft sehr wohl (meiner Meinung nach, sogar nur diese) die Welt ernähren kann, also alle Menschen.

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          • Philip sagt

            Könnten Sie mal definieren was für Sie „Bio“ ist?

            Wenn es für Sie Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Dünger bedeutet, ist es meiner Meinung nach unmöglich den gleichen Ertrag zu schaffen wie mit der konventionellen Landwirtschaft.

            Meinen Sie jedoch mit Bio, dass ein Biolabel auf den Lebensmitteln klebt. Das könnte möglich sein…

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Seit wann verzichtet die Bio-Landwirtschaft auf Pflanzenschutzmittel und Dünger?

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            • Philip sagt

              Seit es das Internet und Diskussions-Foren gibt…

              Nein, Sie haben natürlich recht.

              Aber wäre doch mal interessant einen Vorschlag zu sehen, wie eine „Bio“ Landwirtschaft aussehen müsste, um die Versorgung auf dem heutigen Niveau zu halten.

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            • Stephan Becker sagt

              @Philip
              ist es meiner Meinung nach unmöglich den gleichen Ertrag zu schaffen wie mit der konventionellen Landwirtschaft.

              Natürlich ist das möglich. Indem man mit der Natur arbeitet und nicht gegen sie. D.h. indem man Regenwürmer und andere Bewohner des Bodens (Edaphon) für sich arbeiten lässt und indem man sie nicht umbringt.

              21 11 2014 gabe Brown
              https://www.youtube.com/watch?v=J_L5n4VnEXo

              In diesem Vortrag erklärt der amerikanische Landwirt Gabe Brown, dass er Bio Lebensmittel produziert und dabei billiger ist als seine konventionell arbeitenden Nachbarn in der gleichen Gegend.

              Was ist mit Joseph Braun, Friedrich Wenz, Elaine Ingham?
              Wer über biologische Landwirtschaft mitreden will, sollte diese Namen mindestens schon einmal bzw. noch besser ihre Aussagen überprüft und verstanden haben.

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            • Philip sagt

              Aha, Bio ist also wenn man Regenwürmer für sich arbeiten lässt und die Namen Joseph Braun, Friedrich Wenz, Elaine Ingham kennt.
              Ok, dann ist 100% Bio möglich und in Deutschland gibt es dann bereits 100% Bio.

              Und zu ihrem amerikanischen Landwirt der billiger ist als alle anderen.
              Schön, dass jetzt anscheinend auch für die Bioschiene billig das wichtigste ist.
              Kann aber nicht stimmen. In Amerika gibts den bösesten Kapitalismus. Hätte jemand eine billigere Produktionsmethode als der jetzige Standard würde sich das durchsetzen.

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            • Genau das meine ich! Mit dem Verzicht auf Dünge- und Pflanzenschutzmittel klappt das nicht. Es steht jedem Produzenten und Verbraucher völlig frei, sich für die verschiedenen Produktionsverfahren zu entscheiden. Wer ideologisch auf bio gepolt ist, soll das doch bitte gern tun.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @Stephan Becker

              Wer über Bio-Landwirtschaft reden will, sollte zumindest einmal Landwirtschaft betrieben haben.

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          • Ich werde mir die Dokumente mal ansehen. Kann mir aber nicht vorstellen, wie man mit kleineren Ernten mehr Menschen ernähren kann. Das würde vielleicht mit einer sehr starken Reduzierung des Fleischkonsums möglich sein. Aber wer will das schon? Der Trend in Asien geht seit Jahren eine andere Richtung.

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            • bauerhans sagt

              …ich denke gerade an den sehr freundlichen amerikaner,der hier mal 25 jahre wohnte und mir damals erklärte:
              wenn man den anbau aufem acker so betreiben würde,dass direkt menschennahrung produziert würde und nicht der umweg übers vieh,hätte das doch viele vorteile.
              ich hatte ihm dann vorgeschlagen,das mal auszuprobieren und er fing an,den garten zu nutzen,bienen anzuschaffen etc.
              ende vom lied war,dass seine pflanzen oft vertrockneten,seine bienen erfroren,weil er gerade mal wieder in usa war…….sein körperumfang nahm in all den jahren doch um einiges zu.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @bauerhans
              Über den Gemüseanbau im eigenen Garten zu reden ist halt einfacher, als es selbst anzupflanzen.

              In der Nachbarschaft zogen neue Mieter ein, noch vor dem Einzug machten die ein Teil des Gartens urbar und pflanzten Gemüse an, die Freude am eigenen Gemüse fanden ein jähes Ende, als die Tomaten nicht rot, sondern braun wurden.

              Jetzt wächst wieder Gras, natürlich in Öko-Qualität. 🙂

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