Autor: Bauer Willi

Diskussionsrundlauf…

So ähnlich laufen bei uns manchmal die Diskussionen… 😉 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Der LEH verwirrt nicht nur die Bauern

Unter Ferkelerzeugern und Schweinemästern ist derzeit die Frage, wie zukünftig männliche Schweine vermarktbar bleiben, eine der großen Aufgabenstellung. Auch die Schlachthöfe haben sich auf die neuen Anforderungen anzupassen. Zum Hintergrund: Ab 2019 verbietet der Gesetzgeber eine betäubungslose Kastration männlicher Ferkel. Als mögliche Lösungen bieten sich drei Alternativen an: Kastration unter Narkose Impfung mit Improvac Ebermast Alle drei Verfahren haben Vor- und Nachteile, auf die hier jetzt nicht eingegangen wird. Einiges dazu ist auch in nachfolgenden Link zu lesen, aus dem auch die Daten zur obigen Darstellung stammen: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Eberfleisch-Angst-vor-Gestank-aus-der-Pfanne,eurotier182.html Was hier dargestellt werden soll, ist die Tatsache, dass die großen Lebensmittelketten nicht nur unterschiedliche Anforderungen stellen, sondern auch terminlich keine klaren Vorstellungen haben.  Eine Ausnahme bildet LIDL, die nach eigenen Angaben seit Anfang 2015 nur noch Fleisch von unkastrierten Tieren (Eber) und Sauen anbieten. Eine Überprüfung dieser Aussage war bisher nicht möglich, da auf Nachfrage bei zwei Schlachtkonzernen diese gleichsinnig antworteten „Wir geben dazu keine Auskunft“. Unklar ist mir persönlich, wie die Schlachthöfe zukünftig mit den unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Kunden umgehen. Wer dazu etwas weiß, möge das …

Agrarwende…warum eigentlich?

Wieder ein Artikel von Thies, der sich mit dem Begriff der „Agrarwende“ beschäftigt und einige interessante Denkansätze zur Diskussion beisteuert. Die Agrarwende ist in aller Munde. Aber wohin wollen wir uns wenden? Wenn man die Diskussion und Äußerungen zu diesem Begriff genauer betrachtet, geht es eigentlich viel weniger darum, wohin wir uns wenden, sondern viel mehr darum, wovon wir uns abwenden wollen oder eher gesagt sollen. Vor zwei Wochen habe ich das Umweltbundesamt in Dessau besichtigt. Natürlich wurde auch die Zukunft unserer Landwirtschaft bei diesem Besuch angesprochen. Bis 2050 wird unsere Spezies vermutlich auf 10 oder sogar 12 Milliarden hungrige Mäuler anwachsen. Wie schaffen wir es, all diese Menschen zu ernähren? Mit welchen neuen oder alten Methoden wollen wir an die Aufgabe herangehen? Die Antwort im Umweltbundesamt war: „Zurück zur Einfachheit“. Ein anderer Gruppenteilnehmer hat den Begriff „Einfachheit“ in diesem Zusammenhang übersetzt: „Zurück zur Armut“. Die hohe Anzahl an Menschen soll die Ursache für das zukünftige Problem Ernährung sein. Aber stimmt das überhaupt? Werden hier nicht Ursache und Wirkung vertauscht? Eine Population wächst immer dann …

Schuldzuweisungen vergessen – Zukunft gestalten

Diesen Artikel hat uns Andreas geschickt. Angeregt durch die Wahl in den USA macht er sich Gedanken, wie wir die Lücke zwischen Bauern und Bürgern kleiner werden lassen können. Viele sind noch von den Wahlen in den USA tief beeindruckt. In dem ganzen Medientheater und Wahlanalysen hat mich eine Zahl beschäftigt: Ein Reporter erklärte, dass 12% der US-Bürger so arm wären, dass sie sich nicht adäquat ernähren könnten. Dies bringt mich zu folgenden zwei Thesen: Die Landwirtschaft und die Landwirte sind in ihrer Anzahl für politische Parteien uninteressant. Die Einflussmöglichkeiten der Landwirte wird immer mehr an Bedeutung verlieren. Ernährung und Nahrung wird immer mehr an Bedeutung gewinnen. Zu 1: Die ganzen Anstrengungen der Bauern, mit der so genannten „Öffentlichkeitsarbeit“ beim Verbraucher Vertrauen zu gewinnen oder zurückzugewinnen, sind allen Ehren wert und regional gesehen sehr wichtig. Politische Kämpfe oder Bundestagsentscheidungen sind so nicht zu beeinflussen. Man macht als Landwirt einen Schritt vorwärts und ein einziger TV-Bericht versetzt jeden wieder 10 Schritte zurück. Zu 2: Als Trump im Wahlkampf den Bau einer Mauer an der Mexikanischen Grenze versprochen …

Wenn man einen Vogel hat, bekommt man trotzdem nicht gleich die Vogelgrippe…

Ein wenig mehr Sachlichkeit würde der Diskussion gut tun. Die Vogelgrippe wurde durch Zugvögel eingeschleppt. Und trifft alle Hühnerhalter. Die Hühner in Freilandhaltung dann doch wohl eher. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen  

Gedankenaustausch – mit Eckehard Niemann

Vor kurzem habe ich mich mit Eckehard Niemann getroffen, weil ich den gerne mal persönlich kennenlernen wollte. Wer nicht weiß, wer das ist: er ist der Pressesprecher der AbL in Niedersachsen. Um es gleich vorweg zu sagen: es war ein sehr lebendiges und offenes Gespräch, das wohl beiden Seiten gut gefallen hat. Themen waren unter anderem Gentechnik, Düngung, Pflanzenschutz und die Strukturen der Agrarbranche. Man mag mich für verrückt erklären, aber nach dem Gespräch konnte ich dem Grundgedanken „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ durchaus etwas abgewinnen. Die Geschäftsmodelle Straathof und KTG Agrar sehen vermutlich auch viele Berufskollegen eher kritisch, weil sie dem Ansehen der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit nicht zuträglich sind. Dieser Konzentration auf wenige Mega-Betriebe ist auch der AbL ein Dorn im Auge, sie erwartet von den Obergrenzen für weitere Groß-Tierhaltungsanlagen und von den Umwelt- und Tierschutz-Gesetzen einen  EU-weiten Abbau der preisdrückenden Überschussproduktion und damit überproportionale Erzeugerpreissteigerungen. Schwierig wird es meines Erachtens nur mit der Definition, ab wann aus einem Bauernhof eine Agrarfabrik wird. Darüber haben wir kontrovers, aber sehr sachlich gesprochen. Die AbL sieht hier …

Das Wolfs-Dilemma

Das Problem ist,  dass es gesellschaftlich gewollt ist, dem Wolf eine Chance zu geben. Ist ja auch in Ordnung. Genau so ist es auch gesellschaftlich gewollt, dass die Tiere im Freiland gehalten werden. Es ist also nicht nur ein Problem der Bauern sondern auch der Gesellschaft. Ist dieses Dilemma lösbar? Und wenn ja, wie? Dass sich bei diesem Thema unterschiedliche Verbände einander annähern, zeigt der Beitrag von Bernhard Barkmann. Und das ist doch gut, oder? Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

„Bauer sucht Frau“

Ich habe diese Überschrift natürlich bewusst gewählt, weil sich dahinter ein Bild versteckt, das durch RTL und die gleichnamige Sendung geprägt wird. Dahinter steckt aber zum Teil auch eine grausame Wahrheit: das Problem, als Landwirt eine Partnerin fürs Leben zu finden. Nun nimmt hoffentlich kein halbwegs normal denkender Mensch dieses Sendeformat für bare Münze und weiß, dass sich diese Bauern gegen hartes Geld zum Hansel machen lassen und der Sender mit dieser Form der „Unterhaltung“ ein gutes Gespür hat, Quote zu machen, was sich wahrscheinlich förderlich auf die Werbeeinnahmen auswirkt. (Am Ende zahlt also der Verbraucher dafür, dass sich Bauern zum Deppen machen, und den Sender freut‘s.) Wäre auch weiter nicht schlimm, wenn damit nicht ein Bild in der Öffentlichkeit produziert würde, das alle Bauern als plump, dumm und rückständig darstellt. Obwohl ich noch keine Sendung bis zum Ende gesehen habe, stelle ich fest, dass dort noch nie der Leiter eines 200-Hektar-Betriebes mit großen Schleppern, großen Feldern und dem Smartphone am Ohr gezeigt wurde. Dass es immer nur kleine Gemischtbetriebe mit kleinen Schleppern und kleinen …

„Wir sollten doch eigentlich alle“…

Leute, ihr glaubt gar nicht, wie mir solche Begriffe so langsam auf den Geist gehen. „Wir sollten doch alle weniger Fleisch essen, wir sollten die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, wir sollten weniger fliegen, wir sollten weniger hiervon und davon.“ Und was passiert? Nichts, oder fast nichts. Und dabei nehme ich davon gar nicht aus. Ich höre auch die Reden von Politikern, lese die ach so schlauen Artikel, schaue mir Fernsehberichte an, die vom Übel in der Welt berichten. Und denke vielleicht noch „Das ist ja alles schlimm, da müsste man doch was dagegen unternehmen und warum tut das keiner?“ Dabei bleibt es dann auch, weil in der nächsten Sendung, im nächsten Artikel, in der nächsten Rede schon wieder eine andere Sau durchs Dorf getrieben wird. Und der nächste Aufreger gesetzt wird, bevor man den letzten noch richtig verdaut hat. Warum ich das schreibe? Weil es in der Diskussion um Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung ähnlich ist. War gestern noch die Bananendiät die richtige, ist es heute doch eher die Paläo-Diät, die alle Probleme mit der Figur lösen …

„Bauer Willi“ – Die Organisation…

Ob in Kommentaren oder bei persönlichen Begegnungen: immer wieder werden wir gefragt, wie wir eigentlich arbeiten, wie wir organisiert sind und wie wir es schaffen, fast jeden Tag etwas Interessantes, Neues, Provokantes oder Lehrreiches auf unserem Blog oder bei Facebook zu bringen. Und jetzt die ehrliche Antwort: Wir wissen es auch nicht! Wir machen es einfach. Die Themen fliegen uns eigentlich zu, weil jeder Tag so viele neue Kommentare bringt, dass uns dann spontan die Idee kommt: „das könnte man doch auch mal bringen“. Aktuell haben wir 23 Artikel im Blog und 43 Entwürfe bei Facebook, die darauf warten, veröffentlich zu werden. Da sind „Gelbe Karten“ mit frechen Sprüchen ebenso dabei wie längere Aufsätze. (Die „Gelben Karten“ mit den kurzen Sprüchen werden übrigens besser gelesen als die tiefgründigen Aufsätze.  Gedankliches „Fast Food“ eben!) Alois und ich telefonieren täglich mehrmals miteinander. Wirklich persönlich getroffen, so von Auge zu Auge, haben wir uns in den letzten 18 Monaten genau vier Mal. Von den Skype-Sitzungen einmal abgesehen, da schaut man sich ja auch ins Auge 😉 Nach dem morgendlichen Telefonat geht …