Journalisten-Schelte
Es ist ja heute schick, sich über Journalisten aufzuregen. Heute will ich das auch mal tun. Es geht um den Artikel „Empörungskultur“ in der Agrarzeitung in der unter der Rubrik Agrarspitzen Horst Hermannsen zur Anbindehaltung schreibt. Hier ein paar Auszüge: Mitleid mit armen Kleinbauern und fragwürdige Traditionen dürfen diese Tierquälerei nicht legitimieren. Als kürzlich der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) forderte, die Anbindehaltung von Rindern gesetzlich zu verbieten, zeigte sich die gesteuerte Empörungskultur, angefeuert von haupt- und ehrenamtlichen Landsknechten des Berufsstandes, in ihrer vollen Pracht. Herzzerreißende Geschichten über redliche Kleinbauern, die ihre Kühe lieb haben und namentlich kennen, wurden fabuliert. Der BDL ist die Jugendorganisation des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Dort werden künftige Verbandsfunktionäre auf Einheitslinie gebracht. In unserer „freien Marktwirtschaft“ bekommen Milcherzeuger Zuwendungen, von denen andere Wirtschafszweige nur träumen können Solche Zeilen in einem Flyer einer Tierschutz-Organisation zu lesen, hätte mich nicht überrascht. Mir ist rätselhaft, warum ein agrarisches Fachblatt solche Texte schreibt, zumal Herr Hermannsen seit vielen Jahren Mitglied der Redaktion ist. redaktion@agrarzeitung.de Man kann ja über Inhaltliches trefflich streiten, die Wortwahl finde ich persönlich schon …










