Autor: Bauer Willi

Was nun – Herr Laschet?

Nach Bekanntwerden des Termins der Kabinettsitzung am 10. Februar, in der unter anderem das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ verabschiedet werden soll, regt sich  innerhalb der CDU Widerstand. Dies vor allem in Niedersachsen und Baden-Württemberg, wo der kooperative Ansatz (Stichwort: Niedersächsischer Weg) zwischen Landwirtschaft und Naturschutz vorzeigbare Ergebnisse gebracht hat. Hier sind die Landesregierungen entsetzt, dass diese in langen Gesprächen erreichten Beschlüsse nun durch Bundesrecht ausgehebelt und ad absurdum geführt werden sollen. Weiter unten einige Pressemeldungen dazu. Da viele Bauern Stammwähler der CDU sind, sollten sie den Parteivorsitzenden Armin Laschet fragen, wie seine Position ist. Die Mail-Adresse lautet: armin.laschet@cdu.de Hier die Pressestimmen: https://www.landundforst.de/landwirtschaft/agrarpolitik/berlin-darf-meinen-niedersaechsischen-weg-aushebeln-564181 https://www.zeit.de/news/2021-02/01/landesregierung-kritisiert-insektenschutz-gesetz-des-bundes https://www.topagrar.com/acker/news/nun-auch-kritik-am-insektenschutzgesetz-aus-der-spd-12461164.html Soeben (3.2.2021 um 14 Uhr) veröffentlich der RLV ein Schreiben an den Ministerpräsident. https://www.rlv.de/fileadmin/user_upload/Laschet-2021-02-02-Insektenschutz.pdf

un-erhört, unerhört…

Seit über einem Jahr gehen die Bauern auf die Strasse, demonstrieren, stellen grüne Kreuze auf, führen Gespräche mit der Politik, bilden Arbeitsgruppen mit dem Lebensmittelhandel, bemühen sich um Dialog mit den NGO´s.  Da fragt man sich warum. Denn all  hindert  die Bundesregierung offensichtlich nicht daran, am 10. Februar, also in wenigen Tagen, das Insektenschutzpaket und die Änderungen der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung im Kabinett verabschieden zu wollen, nur mit marginalen Veränderungen gegenüber dem 4. September 2019.  Alle Argumente der Bauern und ihrer Interessenvertretungen wurden zwar gehört, aber wurden nicht erhört. Sie blieben un-erhört. Ministerin Julia Klöckner hat am 29.1.2021 einen Brief an die landwirtschaftlichen Verbände zu der geplanten Kabinetts-Sitzung verfasst, den ihr hier nachlesen könnt. Umsetzung Aktionsprogramm Insektenschutz Ganz offensichtlich ist auch sie mit dem geplanten Vorgehen nicht einverstanden. Wenn dieses Paket so beschlossen würde, wären weit über 1 Million Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (rund 8%) davon betroffen. Das Verbot von Herbiziden und Insektiziden hat weitreichende Folgen. Übrigens nicht nur für konventionelle Betriebe sondern auch für Bio-Bauern, die zusätzlich noch einen Teil der Ökoförderung verlieren. Nicht nur Ackerbauern und …

Zukunft – Gemeinsam geht´s

Im Februar tagt wieder die Zukunftskommission. Viel hört man nicht, aber so ganz geräuschlos scheint es nicht zuzugehen, weil die unterschiedlichen Interessensgruppen eher gegen, als miteinander arbeiten. Dabei könnte alles so einfach sein. Die Überschrift über allem lautet: Wir Bauern können alles. Wir können Naturschutz, wir können Artenschutz, wir können Klimaschutz, wir können Tierwohl. Und wir können noch mehr. Sagt uns, was ihr wollt. Und jetzt unser Beitrag:  wir machen das, was ihr wollt. Zusammen mit Greenpeace, BUND, NABU, Tierschutzbund, Verbraucherschützern und allen, die den Umbau der Landwirtschaft fordern. Und wir machen es genau so, wie es Greenpeace, BUND, NABU, Tierschutzbund, Verbraucher und alle, die den Umbau der Landwirtschaft wollen, fordern. Ihr sagt uns, was ihr von uns haben wollt und wie ihr es haben wollt. Und wir sagen euch, was wir von euch brauchen und dafür haben wollen, damit wir  starten können. Hier ein paar Beispiele: Ihr wollt 10%, 20% oder 30% der Flächen für Naturschutz? Können wir, machen wir. Kostet aber, weil wir auf diesen Flächen ansonsten keine Einnahmen haben. Und weil unsere …

„Jeder Landwirt hätte besser verhandelt“

Landrat Pusch aus dem Kreis Heinsberg, dem Landkreis mit den ersten Corona-Infektionen, platzt der Kragen. Auch wenn ich nicht alle Aussagen in seiner 12-minütigen Videobotschaft angemessen finde, so hat sich doch ein Satz verfangen, der den Einkauf von Impfstoff betrifft: „Jeder Landwirt im Kreis Heinsberg hätte das besser verhandelt“. Und das meint er durchaus wertschätzend. Bauern sind es halt gewohnt, zu verhandeln. Hier das Video: https://www.bild.de/regional/koeln/koeln-regional-politik-und-wirtschaft/heinsberg-corona-wutrede-von-landrat-stephan-pusch-bei-youtube-75120882.bild.html Aber jetzt mal Hand aufs Herz: Hätten wir Bauern es wirklich besser gekonnt??? Ich bin auf eure Kommentare gespannt. Übrigens hat unsere 98-jährige Mutter seit gestern einen Impftermin. Am 29. März (diesen Jahres) Hier noch weitere Wort-Beiträge zur „Wutrede“. https://www.borkenerzeitung.de/welt/regionales/Heinsberger-Landrat-Jeder-Landwirt-haette-besser-verhandelt-325473.html https://www.rnd.de/politik/corona-wutrede-von-heinsberger-landrat-jeder-landwirt-hatte-besser-verhandelt-WHPWJIFLSDVI2VBYZPPPCTUCJM.html https://www.aachener-zeitung.de/nrw-region/landrat-stephan-pusch-haelt-corona-wutrede_aid-55952253  

Klima-Bauer

Die Andechser Molkerei zahlt ihren Lieferanten 10 € pro Tonne festgelegtes CO2. Dazu hat sie genau festgelegte Schritte vorgestellt. Diese werden wissenschaftlich begleitet und kontrolliert. Was haltet ihr von so einem Angebot? Details findet ihr hier:  https://www.klimabauer.de/  

Bauerndemo, Berlin, BMEL…

In dieser Woche demonstrieren eine Gruppe von Landwirten in Berlin. Als Organisatoren werden LsV – Das Original sowie Freie Bauern genannt. Andere Gruppierungen distanzieren sich von dieser Demonstration. Das BMEL hat die Forderungen der Demonstraten mit einem Factsheet beantwortet, das hier nachzulesen ist: Factsheet zu Forderungen der Bauernproteste(2)

Landwirtschaft im Sturm

Wenn ein Professor emeritiert ist (also in Rente), dann kann er offener reden als während seiner Dienstzeit. Prof. Schmitz hat dies jetzt getan. Das, was er über die deutsche Landwirtschaft schreibt, gilt sicherlich ähnlich auch für andere europäische Länder. Und es erklärt auch einige Gründe, warum Bauern auf die Strasse gehen. Die deutsche Landwirtschaft im perfekten Sturm _Prof Schmitz

Grüner Zweig

Ein sehr lesenswerter Beitrag des Online-Magazin für Verbraucher (www.herd-und-hof.de) Über Gemeinsamkeiten von Linken und Konservativen (!) in Europa, über die Einseitigkeit der Farm to Fork-Strategie, über die Proteste und Forderungen der diversen bäuerlichen Gruppen. https://herd-und-hof.de/landwirtschaft-/ohne-landwirte-gibt-es-keinen-gruenen-zweig.html

„Eine Welt ohne Fleisch“ …ist sinnlos

Nicht aufregen! Zwar verfolgt dieser Beitrag der ARD auch das Ziel, die „Gefahren des Fleischverzehr“ zu beschwören, allerdings kommt er auch zu dem Schluss, dass die Tierhaltung essentiell (= unentbehrlich)  ist, um Flächen, die für die menschliche Ernährung nicht direkt geeignet sind (Grünland, Moore), in für uns verwertbare Nahrung umzuwandeln. Vom Ansatz her gut gemacht, aber manchmal musste ich trotzdem schwer atmen… https://www.ardmediathek.de/daserste/video/eine-welt-ohne/eine-welt-ohne-fleisch-s01-e02/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2VpbmVXZWx0T2huZS9iMWE0MGRkZi0wOWQ0LTRjZTQtOWVkMC00Zjk4MjQyODRkNGI/