Humus: wer hat mehr?
Das Thünen-Institut hat untersucht, ob es einen Unterschied im Humusgehalt bei konventionellen und biologisch bewirtschafteten Flächen gibt. Ergebnis: es gibt keinen Unterschied. https://www.agrarticker.de/nachrichten/detail/bewirtschaftungsart-hat-keinen-einfluss/ Hier ein Zitat aus der Studie: „In dieser Studie wurden zwei unabhängige großflächige Bodenbestandsdatensätze (2159 und 811 Standorte) analysiert, darunter sowohl ökologische als auch konventionelle Anbauflächen in Deutschland. Unterschiede in SOC aufgrund pädoklimatischer Bedingungen zwischen den Standorten wurden mit einem zufälligen Waldmodell korrigiert. Croplands unter biologischem Anbau wies weder einen höheren SOC-Gehalt noch höhere SOC-Bestände auf als solche in der konventionellen Landwirtschaft in beiden Datensätzen.“(SOC= soil organic carbon, also vergleichbar mit Humus) Folgenden Satz in der Zusammenfassung finde ich bemerkenswert: „Unsere Ergebnisse stellen die bisherige Wahrnehmung in Frage, dass der ökologische Landbau SOC aufbaut.“ Das heißt also, dass die subjektive Wahrnehmung durch faktische Untersuchungsergebnisse widerlegt wurden. Als Gründe wird vermutet, dass die geringe Menge an Ernterückstände und eine geringere Nährstoffverfügbarkeit im Bio-Landbau zu diesem Ergebnis geführt haben. Entscheidend für den Gehalt an Humus ist daher im wesentlichen der Betriebsleiter und nicht das Bewirtschaftungssystem. Wer die ganze Studie lesen will, hier der Link: …










