Bauer Willi
Kommentare 101

Kein Essen ohne Gentechnik!

Mal ganz ehrlich: interessiert es Sie wirklich, woher unser Essen kommt und wie es hergestellt wird? Klar, in Umfragen soll es regional, saisonal und bio sein, aber bei Aldi und Lidl achten Sie vor allem auf den Preis. Billig muss es sein. Mich erinnert das immer an den Satz eines Soziologen, der sinngemäß gesagt hat:

„In Umfragen wird soziale Schizophrenie empirisch abgebildet“

Das bedeutet, dass wir gerne Antworten geben, die sozial erwünscht sind, mit dem eigenen Handeln aber nichts zu tun haben. Tierwohl ist da auch so ein Thema: abends läuft in den Nachrichten ein Video, dass Jan Peifer oder ein anderer selbsterklärter „Tierschützer“ investigativ erstellt hat und dafür widerrechtlich in einen Stall eingebrochen ist. Am nächsten Morgen läuft man zum Discounter, weil dort das Hähnchen im Sonderangebot ist. Man verdrängt das Video vom Abend vorher. Wer aber ein Hähnchen für 2.49 kauft, gibt an der Kasse das Recht ab, sich über Massentierhaltung aufzuregen. Mit diesem Satz bin ich 2015 beim Deutschlandfunk schon mal  aufgefallen. https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/ern%C3%A4hrung-bauer-willi-platzt-der-kragen 

Dirk Steffens hat es dann noch mal erläutert: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/was-faire-h%C3%A4hnchen-kosten

Aktuell wird wieder über Gentechnik diskutiert, weil die EU plant, bestimmte Regeln zur Gentechnik zu verändern. Prompt tauchen wieder die Überschriften aus längst vergangenen Zeiten auf:

https://www.abendblatt.de/wirtschaft/article410600515/lebensmittel-aus-dem-genlabor-rewe-dm-und-co-schlagen-alarm.html

Ich will versuchen, ein paar Fakten zur Einschätzung zu liefern

  • Gentechnik und Kennzeichnung

Auf die Frage, ob man für oder gegen Gentechnik sei, antwortet die große Mehrheit (sozial angepasst), dass man (natürlich) gegen Gentechnik sei. Gemeint ist aber stets die grüne Gentechnik (Landwirtschaft). Das es auch eine rote (Medizin) weiße (Industrie), graue (Umwelttechnik) oder blaue (Tiefseeforschung) Gentechnik gibt, weiß nur eine Minderheit von Experten.

Rote Gentechnik: Wussten Sie, dass aktuell in Deutschland 215 Arzneimittel mit 168 Wirkstoffen zugelassen sind, die gentechnisch erzeugt wurden? Mikroorganismen stellen zahlreiche bedeutsame Arzneistoffe in beliebiger Menge und von hoher Reinheit her. Insuline, Interferone und Impfstoffe sind bekannte Beispiele. Auch Mittel gegen Autoimmunerkrankungen wie Arthritis, Psoriasis oder Osteoporose werden mit molekulargenetischen Techniken gewonnen.

Weiße Gentechnik:  Enzyme, Aromen, Vitamine, Konservierungsstoffe und viele weitere industriell genutzte Substanzen werden heute überwiegend von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) hergestellt. Verbraucher bekommen davon nichts mit, denn die Zusatz- und Hilfsstoffe müssen nicht gekennzeichnet werden.

Doch zurück zur grünen Gentechnik. Was wissen Sie über Mutationszüchtung? Vermutlich nicht viel, aber es ist die derzeit am häufigsten genutze Züchtungstechnik, die schon seit Jahrzehnten so praktiziert wird. Hier eine Beschreibung der Max-Planck-Gesellschaft: „Bei der Mutationszüchtung werden durch mutagene Chemikalien wie EMS (Ethylmethansulfonat) zufällig Punktmutationen ins Genom eingefügt. Da die  DNA dabei unkontrolliert verändert wird, sind viele der so erzeugten Mutanten nicht lebensfähig oder weisen unerwünschte Veränderungen auf. Sie müssen dann aufgrund von Defekten entsorgt werden. Natürlich treten auch erwünschte Mutationen auf, die den Pflanzen neue, bessere Eigenschaften verleihen. Wenn solch eine Mutation identifiziert worden ist, muss sie durch Kreuzung wieder in eine leistungsfähige Zuchtlinie überführt werden.“

Zur Anwendung kommen neben Chemikalien auch Bestrahlung z.B. mit Röntgenstrahlen. Auch hier kommt es zu unkontrollierten Mutationen, aus denen man versucht, die wenigen Sinnvollen herauszuselektieren. Übrigens ist auch Mutationszüchtung Gentechnik, der Gesetzgeber verzichtet nur auf eine Kennzeichnung. Deshalb kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass  es kein Essen ohne Gentechnik gibt. Wenn also jetzt von den üblichen Verdächtigen (NGO, bestimmte Parteien, Handel) gefordert wird, dass man gentechnisch veränderte Produkte kennzeichnen muss, so kann man dies unterstützen. Es führt in der Folge lediglich dazu, dass nahezu alle Lebensmittel (und natürlich auch Medikamente, Enzyme usw) kennzeichnet.

  • Das grüne Viereck „Ohne Gentechnik“

Sicher haben Sie das grüne Viereck mit der Aufschrift „Ohne Gentechnik“ auf einer Milchtüte gesehen. Dieses Zeichen wird von einem Verein in Berlin (VLOG e.V.) vergeben. Gegen ein geringes Entgelt kann man Mitglied in diesem Verein werden. Es ist also keine staatliche Organisation, sondern vom Prinzip her ein Zertifizierungsverein, der sich seine Regeln allerdings selbst gibt. Vom Prinzip her könnte ich unseren Betrieb auch zertifizieren lassen, denn Pflanzen, die nach den Regeln des VLOG als „Gentechnik“ gelten, sind in Deutschland nicht erlaubt und werden auch nicht produziert.

  • Milch „Ohne Gentechnik

Das ist im Prinzip Verbrauchertäuschung. Gemeint mit „ohne Gentechnik“ ist nämlich das Futter, dass die Kühe zu fressen bekommen. Können Sie mir erklären, wie die Gene von gentechnisch verändertem Soja aus Südamerika in der Milch landen soll? Die DNA,  also die Erbinformation wird beim Verdauungsprozess in seine Einzelteile zerlegt. Anderslautende Meldungen von Greenpeace, TAZ oder auch Testbiotech sind an den Haaren herbeigezogen und entbehren jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Aber das interessiert obige Gegner nicht. Erzählt wird, was Angst macht, denn das lässt die Kasse klingeln.

Zur Angstmacherei gehört auch, dass man suggeriert, dass die veränderten Gene sich in der Natur verbreiten und so ungewollt neue Lebewesen erzeugt. Der Gegenbeweis wird seit Jahrzehnten geführt, denn mir ist keine Pflanze oder kein Tier bekannt, dass durch die Entlassung von gentechnischen Lebewesen in die Natur ungewollt verändert worden wäre. Schließlich werden in Nord- und Südamerika seit Jahrzehnten Millionen von Hektar gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut. Und Renate Künast fabuliert weiter vom Vorsorgeprinzip. Zum Vorsorgeprinzip gehört es vielmehr, jetzt möglichst schnell Pflanzen zu züchten, die auf die Schilfglasflügelzikade und der von ihr übertragenen Erregen immun sind.

 

 

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101 Kommentare

  1. Limes sagt

    zu RNA
    derzeit sind in der EU 11 therapeutische Medikamente auf Basis RNA Technologie zugelassen.
    Bisher ist noch kein PSM mit RNA Technologie in der EU zugelassen wohl mangels Regularien. Allerdings arbeiten auch deutsche Forscher seit Jahren zu diesem Thema.
    In den USA ist bereits ein RNA PSM zur breitflächigen Anwendung zugelassen. Ob es dort zur punktuellen Wirkung ähnlich wie BT in Pflanzen eingesetzt wird ist mir nicht bekannt.
    Die Wirkung von BT gegen Insekten wurde 1901 von einem Japaner entdeckt und 1911 von dem Deutschen Berliner bei uns bestätigt. Thuringensis im Bacillus steht für eine Mühle in Thüringen in der Berliner die Wirkung nachwies.
    Jetzt stellen wir uns mal vor BT und dieser spezielle Wirkungsmechanismus wäre erst 2001 oder 2011 entdeckt worden! wie würde heute diskutiert und gäbe es schon eine Regelung zur breiten Anwendung in allen Anbauformen in der EU und spezielle in D!

  2. Andreas sagt

    @Reinhard Seevers : „Vielleicht liegt es auch daran, dass eine Minderheit nicht erkennen oder anerkennen will, dass es eine Sicht der Mehrheit gibt? Wenn man dies aber nicht ertragen kann, und meint diese sei aus seiner Sicht die falsche, dann sollte man evtl. seine eigene in Frage stellen oder?“
    Herr Seevers hier haben sie ausnahmsweise mal einen Punkt gelandet.
    Wenn 80 % der Deutschen Bevölkerung keine Gentechnik im Essen will, wie kann es dann sein, dass nun eine kleine Minderheit der großen Mehrheit ihren Willen aufzwingen kann ?

    • Reinhard Seevers sagt

      80% wollen das nicht, was sie nicht wissen, dass sie nicht wollen…alles klar.
      Wer hat das gezählt, der BUND, der NABU oder die Grünen? Schenkelklopfer.

        • Limes sagt

          80% sagen sie wollen eine Kemmzeichnung sie @Andteas argumentieren “ 80% der deutschen Bevölkrrung will keine Gentechnik im Essen“. Sie erkennen schon den Unterschied.
          Über kurz oder lang entscheidet dies der Markt. Wie bereits festgestellt der reisefreudige Deutsche hat mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bereits solche Lebensmittel bewusst oder unbewusst zu sich genommen eine Vielzahl der Besucher der Belem Klimakonferenz in Brasilien.
          Die einfachste Lösung Freigabe dieser Lebensmittel auch durch die EU mit Hinweis kann mit gentechnik erzrigt eorfen sein. Zur Marktdifferenzierung zertifiziert VLOG alle Produkte die ohne Gentechnik erzeugt wurden und der Markt = Verbraucher entscheidet. Dann machen auch die auf die Produkte umgelegten VLOG Kosten wieder Sinn und VLOG kann sein Geschäftsmodell und Angebot sogar noch ausweiten

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    • Bauer Willi sagt

      @Andreas
      „In Umfragen wird soziale Schizophrenie empirisch abgebildet“
      Die Mehrheit der Verbraucher kaufen laut Umfrage Bio, regional und saisonal.

      Gestern Spargel aus Peru für 8 € das Kilo

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      • Richard sagt

        Das ist ja per se nicht falsch. Je nachdem wie dei Fragestellung ist. Vermutlich wird fast jeder einmal im Jahr etwas kaufen, das nach Bioverordnung produziert wurde. Das heisst aber nicht, dass dies in relevanten Mengen geschieht.

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      • Andreas sagt

        Klar können wir normale Bürger wegen unserer sozialen Schizophrenie
        nicht selber entscheiden, was wir wollen.
        Aber dafür dürfen die Akademiker jetzt bis zum 75. Geburtstag arbeiten.
        Viel Glück bei der Arbeitsplatzsuche !

  3. Richard sagt

    Nachdem sich schätzungsweise 80% der Bevölkerung mit dem mRNA gegen Corona impfen hat lassen, halte die Gentechnikfreiheit in der Nutztierfütterung für überholt.
    Wenn man sich etwas impfen lässt, das direkt in das DNA-Händling der körpeigenen Zellen eingreift, dann gibt es kein stichhaltiges Argument mehr, keine Produkte von Tieren zu essen, die mit gentechnisch verändertem Futter ernährt wurden.

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  4. Bauer Willi sagt

    Hier noch ein „schönes“ Beispiel über mediale Berichterstattung:
    https://www.wiwo.de/politik/europa/lebensmittel-gentechnik-was-hat-die-eu-entschieden/100180889.html
    Als Bild hat man „den Maiskolben einer gentechnisch veränderten Pflanze“ gewählt. Chapeau, ich kann das nicht erkennen.
    Und weiter „können Verbraucher künftig nicht mehr auf den ersten Blick erkennen, ob sie durch moderne Gentechnik-Verfahren veränderte Lebensmittel essen würden.“ Ich kenne keine Lebensmittel in Deutschland, die jemals gekennzeichnet worden wären, wie sie gezüchtet wurden. (warum also:…künftig nicht mehr)
    Eine Ökologin wird zitiert, „dass sich gentechnisch veränderte Pflanzen in der Wildnis ausbreiten könnten.“. Nach mehreren Jahrzehnten und Millionen Hektar Anbau von gentechnischen Pflanzen ist dies bis heute nicht bekannt geworden. Dieses Narrativ wird immer wiederholt, bis die Menschen es schließlich glauben.
    Allerdings wird im weiteren Verlauf des Artikel auch auf die positiven Seiten eingegangen. Ob das aber noch jemand liest?

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    • ich kenne einen Genetiker, der hat in seinem Labor vor über 20 Jahrwn schon herausgefunden, dass in den Schoko-Snak GOLDFINGER genverändertes Soja drin ist.

      Also wer weiss, was wir schon alles gegessen haben.

  5. Andreas sagt

    Was sagt euer Gentechnikpapst Prof. Ingo Potrykus (goldener Reis) zur Neuen Gentechnik:
    Ich warne vor einem grassierenden Hype und einer Konfusion um CRISPR. CRISPR ist eine effiziente Technik zur Gewinnung von Mutationen. CRISPR wird „verkauft“ als Technik, die das Genom nicht verändert. Und darauf beruht der Anspruch, von den GMO-Vorschriften ausgenommen zu werden. CRISPR hat Vorteile in Bezug auf „loss-of-function“ Projekte, d.h. das Ausschalten bestimmter Genfunktionen. CRISPR hat aber große Schwierigkeiten bei „gain-of-function“ Projekten, bei denen zusätzliche Funktionen eingefügt werden sollen. Ich beobachte zunehmend die kuriose Situation, dass man mit CRISPR ganz normale Gentechnik betreibt (man ersetzt nur Agrobacterium durch CRISPR) und wundert sich dann, dass die regulatorischen Autoritäten das zu Recht als Gentechnik verstehen – und regulieren. Pech, dass die Anzahl an attraktiven loss-of-function Projekten sehr beschränkt ist. Andererseits besteht kein Zweifel daran, dass man „Gentechnik“ betreibt – mit allen Konsequenzen – wenn man „Fremd-DNA“ mit CRISPR überträgt und diese nicht wieder entfernt. Gain-of-function Projekte, wie z.B. Golden Rice, gehen, mit komplizierten Ausnahmen, nur mit Hilfe der Gentechnik. Man gewinnt in Bezug auf die Regulation überhaupt nichts.
    Zusätzlich: hat man sich eigentlich mal Gedanken darüber gemacht, was das in Bezug auf Patentlimitierung heißt? Die Agrobacterium Patente sind praktisch alle abgelaufen. Bei CRISPR stehen wir am Anfang eines jahrzehnte-langen, komplizierten Patentstreites. Für die Anwendung ein Horror.
    Quelle: https://www.biowisskomm.de/2023/01/keine-ganz-normale-ernte-2/

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    • Christian Bothe sagt

      Andreas: auch wenn Sie es versuchen als „Gegenrede“wissenschaftlich zu begründen, die grüne Gentechnik und Crisp/cas 9 sind die Zukunft, was Ernährung betrifft! Die rote Gentechnik tut ein übriges zur Gesunderhaltung der Menschen! Wer das alles leugnet, lebt in einer Phantasiewelt von NGO Gläubigen…

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      • evonik sagt

        Der Andreas wartet immer bis ein Thema ausdiskutiert ist/ keine neuen Kommentare mehr kommen. Dann setzt er einen Bio- Werbekommentar ganz nach oben.

        Vielleicht sollte Chef Willi die Reihenfolge der Kommentare umdrehen.

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        • Andreas sagt

          evonik@ was ist schlecht daran, wenn man einer Diskussion, die gerade einschläft,
          weil alle der greichen Meinung sind, mit neuen Fakten wieder etwas Schwung verleiht ?
          Schreib doch mal, wo Sie im Artikel von Gentechnikpapst Prof. Ingo Potrykus
          einen Bio-Werbekommentar sehen.

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        • Bauer Willi sagt

          @evonik
          Seit fast 11 Jahren läuft es so ganz gut. Jeder kann ja diese Funktion auch für sich nutzen.

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    • Limes sagt

      @Andreas haben sie den Beitrag in ihrem beigefügten link gelesen und verstanden.
      aus dem Interview: „BioWissKomm: Ein Vorwurf an die grüne Gentechnik ist ja oft, dass sie in Monokulturen, in konventioneller Landwirtschaft mit viel Pestiziden verwendet wird. Sehen Sie die Möglichkeit, grüne Gentechnik auch mit ökologischem Landbau zu verbinden (so wie es bereits der Umweltethiker Konrad Ott vor fast 20 Jahren vorschlug)? Woran ist das bisher gescheitert?
      Potrykus: Auch der ökologische Landbau verwendet Monokulturen. Pestizide sind nicht grundsätzlich „schlecht“. Im „Integrierten Landbau“ (nach meiner Meinung die zu bevorzugende Art des Landbaus) werden sie nach dem Schadschwellenprinzip optimiert eingesetzt: nur wenn nötig und nur so viel wie nötig.“
      Das ist genau der Punkt der integrierte Landbau hat das Ziel „nur wenn nötig und nur so viel wie nötig.“.
      Der dogmatische Öko Anbau unterlässt bzw bekämpft aktiv sogar Möglichkeiten der Reduktion von Wirkstoffmengen. Es geht sogar soweit das der Einsatz von nützlichen Technologien verboten werden soll. Bsp BT Produkte flächendeckend in hohen Aufwandmengen werden forciert, ja sogar die einfache Zulassung gefordert aber gezielte Anwendungen mit BT Mechanismen in Pflanzen die nur punktuell wirken werden kategorisch ausgeschlossen.

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  6. Freimann Manfred sagt

    Kann mir jemand sagen ob der deutsche Urlauber seine Urlaubsziele nach Gentechnikfrei in diesem Land aussucht, wenn nicht sind wir wieder bei der“Scheinheiligkeit“des dt. Verbrauchers.

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    • Bauer Willi sagt

      @Freimann Manfred
      Das ist eine sehr gute Frage. Ich war zuletzt in Südamerika, da würde man allein bei der Frage schon den Kopf schütteln. Auch in den typischen Urlaubsländern rund um´s Mittelmeer habe ich noch nie davon gehört, dass es ein Thema ist. Und das Zeichen „Gentechnikfrei“ gibt es meines Wissens auch nur in Deutschland. Ich glaube allerdings, dass es kein Verkaufsargument mehr ist. Gerade bei Milch ist es auch wirklich albern, diese so zu kennzeichnen. Gibt es eigentlich „gentechnikfreie“ Eier oder Geflügel? Ich kann mich nicht erinnern..

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    • Kemetbauer sagt

      @FM
      Wer ist denn „der deutsche Urlauber“? Warum ständig diese Verallgemeinerungen? Hier maßen sich viele an, für alle sprechen zu können, bzw. Situationen für alle beurteilen zu können.

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      • Bauer Willi sagt

        @Kemetbauer
        Er hat die Frage nach „dem deutschen Urlauber“ gestellt. Und nicht nach einem anderen.
        Sie sind hier nicht für Zensur zuständig.

        • Kemetbauer sagt

          @BW
          Das heißt, es gibt hier eine Zensur aber ich bin nicht dafür zuständig? Sie hatten mal geäußert, dass es hier gar keine Zensur gibt.

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          • Bauer Willi sagt

            @Kemetbauer
            Zitat Wikipedia: „Ein Troll ist im Netzjargon jemand, der im Internet vorsätzlich einen Flame-Krieg entfachen oder Menschen einfach nur ärgern will. Dies geschieht durch das Posten emotionaler, naiver, abschweifender und irrelevanter Kommentare in einer Online-Community.“

            Zum wiederholten Male: ich übe keine Zensur aus. Ausnahme: siehe Spielregeln oben über dem Bild im Blog. Vom Blockieren von Kommentatoren habe ich in den letzten knapp 11 Jahren 30 mal Gebrauch gemacht, in den letzten 5 Jahren vielleicht 5 mal. Dies meist dann, wenn es um persönliche Beleidigungen von Mitkommentatoren ging und entsprechende Ermahnungen keinen Effekt hatten.

            Schöner fände ich es, wenn wir wieder in der Sache kommentieren könnten.

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            • Kemetbauer sagt

              @BW
              Das ist schon merkwürdig. Immer wieder wird hier auf gelebte Meinungsvielfalt hingewiesen. Wenn man dem mainstream hier allerdings durch Kommentare nicht folgt, ist man schnell ein Troll. Ganz offensichtlich ist das Wahrnehmungsfenster vieler hier eigentlich nur eine Schießscharte. In immergleichen Beschwörungen wird die eigene Reputation und der damit einhergehende Wahrheitsanspruch heruntergebetet. Man könnte meinen, dass hier nur die Creme de la Creme der Landwirtschaft unterwegs ist. Dabei ist bei vielen Kommentatoren der ldw. Hintergrund, zumindest was das eigene Unternehmertum anbelangt, wahrscheinlich eher gering. Der im Kopf aufgeführte Anspruch dieses Blogs mutet anmaßend an. Konstruktive Kritik gibt es hier fast gar nicht. Man weiß, dass der andere falsch liegt, kann das i.d.R. aber gar nicht begründen. Dialoge entwickeln sich schnell zur Besserwisserei. Der Tellerrand scheint für viele hier unerreichbar zu sein. Man hat seine Erfahrungen, sein Wissen und seine Wahrheit und damit sind alle anderen Ansichten/Meinungen falsch.
              Junge Menschen würden sagen, das hier ist ein Hort für alte weiße Männer.
              Ich bin jetzt zunächst mal raus. Es gibt Gottlob noch andere „Meinungsbörsen“.
              Frohes Fest und guten Rutsch! Vielleicht bis später mal.

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              • schmeckt gut sagt

                Schade. Gerne weitermachen, Kemetbauer. Wenn sie fehlen, fehlt eine Stimme, die genau die mainstream beeinflussten Argumente abbildet. Wir kommen von draußen und bilden nicht theoretische Modelle, Studien, Gutachten sondern praktische Erfahrung ab. So können wir uns doch nicht mehr aneinander reiben. Auch die Stimme von vermeintlich wessen Männern ist wichtig für Vollständigkeit der Betrachtung;-)

              • Andreas sagt

                Kemetbauer@ Vor ca. 20 Jahren gab es ein interessantes Agrarforum von Alfons D. Hier wurde sehr engagiert über Agrarpolitik diskutiert. Aber nur solange bis Alfons D. alle, die nicht seiner Meinung waren , nach und nach rausgeworfen hat. Irgendwann gab es nur noch Monologe vom Chef, keiner traute sich mehr zu widersprechen. Offenbar war das für die Mitleser uninteressant und das Forum wurde eingestellt. Ich hoffe immer noch, das Dr. Kremer-Schillings nicht weiter in diese Richtung will.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Vielleicht liegt es auch daran, dass eine Minderheit nicht erkennen oder anerkennen will, dass es eine Sicht der Mehrheit gibt? Es wurde und wird doch jedem seine Sicht der Dinge zugestanden. Wenn man dies aber nicht ertragen kann, und meint diese sei aus seiner Sicht die falsche, dann sollte man evtl. seine eigene in Frage stellen oder?

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      • Christian Bothe sagt

        Kemetbauer: War eine sehr gute Frage von FM! Sie sollten mal aus Ihrem „Glashaus“herauskommen und die Realitäten anerkennen! Schauen Sie ich mal Statistiken an, wieviel Urlauber 2025 andere Länder besuchen…Da fragt keiner nach GVO-Freiheit ges Food…

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        • Kemetbauer sagt

          @CB
          „..da fragt keiner…“. Schon wieder diese Verallgemeinerung. Oder kennen Sie alle diese Urlauber?

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          • Christian Bothe sagt

            Kemetbauer: In meiner Sportgruppe ist eine Reisebüroinhaberin! Werde die mal fragen, ob einer GVO-freies Food gebucht hat…

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            • Reinhard Seevers sagt

              Christian, es gibt immer einzelne Spezies, würde mich nicht wundern. Schließlich gibt es ja auch vegane Kreuzfahrten. Nischen darf es ja auch geben, es bleiben eben Nischen. Leute wie Kemet haben aber einen anderen „Auftrag“. Sie müssen die Welt retten vor dem Bösen, auch wenn sie nicht gerettet werden will, wie es ja scheint. 🥳

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    • Limes sagt

      @Freimann Essen spielt beim Urlaub schon eine Rolle. check 24 wirbt mit „Wunschlos glücklich mit All Inclusive! Viele Urlauber bevorzugen tatsächlich Unterkünfte mit all inclusive und all you can eat Angeboten. Wird auch aus Budget Gründen von Verbraucherzentralen empfohlen. Extra Wünsche müssen aber auch bei all inclusive seperat gezahlt werden darauf weisen die Verbraucherzentralen explizit hin. Statistiken wie viel deutsche Urlauber gentechnikfreie Lebensmittel im Urlaub nachfragen und bezahlen wollen liegen mir nicht vor.

    • Kemetbauer sagt

      @L
      Es könnte einen Unterschied ausmachen ob ich einmal für kurze Zeit oder Zeit meines Lebens mit gewissen Risiken lebe. Wie war das mit Paracelsus?
      Schon lustig, wie hier mit aberwitzigen Argumenten versucht wird, eine Situation als unabwendbar darzustellen.

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      • evonik sagt

        Ich habe es schon mal geschrieben:

        Die einzige Goldmedaille bei der letzten Weltmeisterschaft hat der Zehnkämpfer Neugebauer gewonnen. Der lebt in den USA und isst dort Monsanto-Qualität.

        Unsre Fußballer bereiten sich immer bei Adidas auf Turniere vor. Dort gibt es Bio vom Feinsten. Bei den Turnieren versagen sie dann in der Regel.

        Ich wünsche mir auch, dass unsere Politiker mehr von Monsanto essen. Der Trump ist doch ca. 15 Jahre älter als Merz, sieht aber noch jünger aus.

        Heute früh wurde auf ntv vom schlechten Gesundheitszustand und der geringen Lebenserwartung der Deutschs,Österreichs und Schweizs berichtet. A und D zumindest sind die Länder mit den meisten Bio-Aktivitäten-> bio ist wohl eher ungesund.

        Glaube nicht was man schreibt und was man dir sagt, sondern beobachte selbst und denke nach!

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        • Kemetbauer sagt

          @e
          Bei Ihren Beiträgen beachte ich den letzten Satz Ihres obigen Kommentars ganz besonders.

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      • Reinhard Seevers sagt

        „Es könnte einen Unterschied ausmachen ob ich einmal für kurze Zeit oder Zeit meines Lebens mit gewissen Risiken lebe.“

        Die Frage ist eher, ob man den Menschen die freie Wahl lassen möchte, oder sie zwangsbeglücken und gängeln muss. Macht euer Ding und gut isses.

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        • Kemetbauer sagt

          @RS
          Ihren Kommentar könnte man auch umdeuten, zu Ungunsten der Gentechnik. Die Zwangsbeglückung könnte aus der nicht Nachweisbarkeit des Gentech-Einsatzes resultieren.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Aus lauter Angst, das Leben verpasst. Kemet, weniger Angst und es lebt sich besser, glaub mir. Du musst ja nicht einer Mehrheit zum Glück verhelfen, reicht doch, wenn du selbst glücklich bist.👋Oder hast du einen höheren Auftrag?

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      • Limes sagt

        @K welches Risiko soll das sein das ich eingehe wenn ich Lebensmittel die mittels gentechnischer Verfahren erzeugt wurde mein Leben lang zu mir nehme.
        Gut mir fällt eins ein Bourbon Whiskey wenn ich davon täglich zu viel zu mir nehme habe ich möglicherweise ein gesundheitliches Problem. Das liegt ja dann am Alkohol oder glauben sie Bio Whiskey gentechnikfrei sei gesünder.

    • Christian Bothe sagt

      L. Ich bereite meinen evtl.22.Besuch der USA( Wisconsin) vor und lebe noch ohne Beschwerden nach dem Genuss von GVO und Fast Food…und viel Wisconsin Cheese!

  7. Dieter Fritz sagt

    Mehr als 95% des produzierten Käse (ca. 2,7 Mio to/Jahr in D) wird mit gentechnisch produziertem Labferment (weiße Gentechnik – nicht deklarationspflichtig) hergestellt. Die Milch dazu wird von dem Verein VLOG gegen auskömmliche Gebühren ‚reingewaschen‘, so haben alle etwas dovon und sind zufrieden. 🙂

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    • Ostbauer sagt

      VLOG ist oder war eine Lizenz zum Geld drucken.
      Schon die Geschäftsadresse lässt ja eine Verbindung zur Landwirtschaft gerade herzu ins Auge springen: Berlin, Friedrichsstraße.
      Wird die EU- Verordnung durchgezogen, können die meiner Meinung nach dicht machen.
      Dem Kunden an der Ladentheke ist es sowas von egal ob da ein logo drauf ist und wenn der Handel nicht mehr muss, dann muss er auch nicht.
      Den Nachweis konnte man auch vorher nicht führen.
      Mir tut es vielleicht um die Angestellten leid aber nicht um den Laden.

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    • Kemetbauer sagt

      @DF
      Falsch! Es ist zwar richtig, dass der ganz überwiegende Teile des eingesetzten Labs nicht tierischen Ursprungs ist, allerdings wird dieses Lab zu einem erheblichen Teil von Schimmelpilzen (z.B. Mucor mihei) hergestellt. Im Ökolandbau ist Gentech-Lab verboten.
      Lustig wie jetzt versucht wird darzustellen, dass man auch in der Vergangenheit den Verbraucher schon getäuscht hat. Solche Beiträge werden der Landwirtschaft sicher hilfreich sein bei dem Bemühen, Vertrauen aufzubauen. Wie sagt das Sprichwort: Mit dem Hintern umwerfen, was die Hände mühevoll aufgebaut hatten. Weiter so!

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  8. Eckart Grünhagen sagt

    Jeder sollte sich bewusst machen, dass NGT-Pflanzen (CrisprCas) auch durch althergebrachte Züchtungsmethoden zu züchten sind. Es dauert aber um ein Vielfaches länger und ist sehr viel aufwändiger (Personal, Fläche).

    In Diskussionen mit Gentechnik-Gegnern ist es mitunter amüsant, wenn man sogar die für Züchtung elementare Selektion der Paarungspartner für die nächste Generation kleinkariert als menschlichen Eingriff ins Genom bezeichnet. Gentechnik, oder nicht?

    Übrigens, ein „Hardy-Weinberg-Gleichgewicht“ gibt es durch per Zufallspaarung…

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    • Kemetbauer sagt

      @EG
      Wenn wir in der konv. Züchtung nicht nur auf das Prinzip schneller, höher weiter gesetzt hätten, wären wir bei der Anpassung an die sich verändernden äußeren Bedingungen auch schon erheblich weiter.
      Ich frage mich auch, ob die Dringlichkeit eines wie auch immer gearteten Zuchtfortschritts gegeben ist. Derzeit haben wir doch Lebensmittel im Überfluss. Was ja auch die Preise beeinflusst. Kommt mir jetzt bitte nicht mit dem Welthunger denn der ist lediglich ein Verteilungsproblem.

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  9. Kemetbauer sagt

    Hier sind scheinbar alle der Meinung, dass die grüne Gentechnik den großen Vorteil für die Landwirtschaft bringt. Ähnlich wie hochwirksame Mineraldünger und PSM in früheren Zeiten als Glücksbringer herbeigesehnt wurden. Nüchtern betrachtet muss man sich heute aber die Frage stellen, ob die anfänglichen Vorteile Bestand haben/hatten. Die Gentechnik macht vielleicht das Essen noch billiger und in vielen Regionen dieser Welt auch sicherer. Doch was bleibt dabei für die Landwirtschaft übrig? Nichts! Denkt an die Einführung der Flächenförderung. Schnell hatten Verarbeitung und Handel die zusätzlichen „Einkünfte“ eingepreist und bei den Erzeugerpreisen abgezogen. Das wird auch jetzt wieder erfolgen. Viele von uns werden zusätzliche Risiken eingehen. Risiken, die jetzt noch keiner kennt und schon mal lange keiner quantifizieren kann. Hersteller und Handel werden das Risiko auf die Anwender abwälzen (siehe Parkinson) . Schließlich ist bei der Landwirtschaft oder zumindest bei vielen Landwirten, auch etwas zu holen.

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    • Schmeckt gut sagt

      Hallo. Immer noch nicht verstanden? Das Ungleichgewicht gibt es bereits. CRISPRcas ist nicht nachweisbar und verschiebt in Europa und D jetzt schon massiv die Wertschöpfungsketten. Und genau das sind die Risiken. Vor PSM und Anwendungsrisiken habe ich bei den jetzt zugelassenen Mitteln keine Angst. Die heutigen Mittel haben einen ähnlichen Einfluss auf die Anwendergesundheit, wie Haushaltsreiniger, Kosmetika, Parfüme… Die eigene Gesundheit sollten wir immer entsprechend schützen und auch da gibt es deutliche Verbesserungen. Das Thema Parkinson ist so komplex, dass wir es später besprechen sollten. Die VO hierzu und die anzuwendenden Datensätze sind chaotisch und eine Kathastrophe für uns Landwirte als Beitragszahler und die SVLFG als Gemeinschaft. Und dann wird uns noch vorgeworfen, dass wir vorsätzlich unsere Gesundheit mit PSM aufs Spiel setzen – was nicht stimmt. Kemet, sie verdrehen die Realitäten.

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    • Bauer Willi sagt

      @Kemetbauer
      Schöner Versuch, vom Thema abzulenken. Es geht um Kennzeichnung und um Züchtungsmethoden. Wenn es möglich ist, durch NGT Pflanzenschutzmittel einzusparen, so ist das in jedem Falle ein Vorteil. Zumindest für die Umwelt. Schließlich werden meines Wissens ja auch BT-Pflanzen im Bio-Landbau eingesetzt.
      Klar ist: alle Fortschritte in der Landwirtschaft, die zur Kostensenkung oder Produktivitätserhöhung führen, werden früher oder später vom Handel eingepreist. Das ist so seit geschätzt 10.000 Jahren. Sie wissen, Euphrat und Tigris…

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      • Kemetbauer sagt

        @BW
        BT-Pflanzen im Ökolandbau? Das ist mit neu. BT-Präparate sind natürlich zur Anwendung erlaubt.
        btw: Sie wissen aber schon, dass von den jetzt vereinbarten Gentechnikanwendungen insektizidresistente Pflanzen ausgenommen sind? Somit dürfte für Sie und die anderen ZR- und Kartoffelanbauer, keine schnelle Hilfe gegen die SGF-Zikade zu erwarten sein, wenn durch die Gentechnik die Nutzpflanzen in die Lage der Insektizidbildung gebracht werden. Was bisher nur unterschwellig diskutiert wurde, sind die zu erwartenden finanziellen Aufwendungen, wenn es um die Patente geht. Da wird das Saatgut wohl nicht unerheblich teurer werden. Aber, wenn nachher das Doppelte geerntet wird und/oder wenn der Preis sich verdoppelt, rechnet sich die Sache ja wieder. Schmunzel!

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        • Thomas Bröcker sagt

          Das Problem ist nicht so sehr ein Patent, das Problem ist der „Sortenschutz“, der dann andere Wege als die gewohnten geht.
          Neue Sorten werden dann vorrangig von Konzernen oder ähnlichen Strukturen als „nur im vertikalen System desselben“ verfügbar am Markt sein. Der zweite Weg sind Clubkonzepte, an denen i.d.R. auch nicht der „freie“ Urproduzent“ verdient.
          Da sind wir gerade erst am Anfang der Entwicklung. Beispielsweise beim Obst dreht sich das Sortenkarussell immer schneller und alte bewährte „freie“ Sorten fliegen mit atemberaubender Geschwindigkeit raus.

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            • Dietmar Groß sagt

              @ T.B.,@Schmeckt gut
              Aus ihren kritischen Beobachtungen zur Sortenwahl bei Obst und Gemüse könnte man ableiten, dass Sie Verständnis für die Strategie der Bios haben, eigene Sorten zu züchten, um Unabhängigkeit zu wahren.
              Aber spätestens in dem Moment, wo solche Überlegungen öffentlich werden (z.B. im Marketing) schimpfen sie wieder über Marktabgrenzung.

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              • Thomas Bröcker sagt

                @ Dietmar Groß
                Das ist grundsätzlich die richtige Reaktion auf die beschriebenen Entwicklungen, schon deshalb, weil der Bio-Bereich ja von diesen Entwicklungen nicht ausgenommen ist. Das (die eigene Züchtung) könnte die Bio-Nische definitiv stabilisieren.
                Problematisch wird es, wenn es diesen vertikalen Konstrukten gelingt Rückstandsfreiheit und PSM-Reduzierung in den Vordergrund ihrer Marktabgrenzungsstrategien zu schieben. Ausgang offen würde ich sagen.

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              • Limes sagt

                wo ist die Unabhängigkeit wenn vorgeschrieben wird das nur besimmte genehme Bio Sorten angebaut und verkauft werden dürfen. Ist das nicht die gleiche Strategie wie bei den immer wieder gescholtenen „Konzernen“. Patent-, Sortenschutz ist begrenzt Anbauer können frei wählen zwischen Sorten verschiedener „Konzerne“.
                In dem von ihnen favorisierten Anbausystem hat der Anbauer auch keine Wahl denn nur genehme Sorten dürfen vermarktet werden. Das Vermarktungskonstrukt unterscheidet sich nicht von den gescholtenen „Konzernen“ sondern zeigt alle Merkmale eines nur etwas anderen Konzern Modells, Marktabgrenzung sowie zusätzlich Beherrschung durch Vorgaben/Vorschriften sind die tragenden Säulen dieser alternativen Vermarktungs Industrie.

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                • Kemetbauer sagt

                  @L
                  Wer schreibt wem was im Ökolandbau vor? Die Vorgabe ist ökologisch erzeugtes Saatgut, das ist klar. Aber auch da gibt es mittlerweile eine ganze Palette, aus der jeder in Abhängigkeit von Standort, Fruchtfolge und Verwendungszweck auswählen darf. Blöd ist allerdings, wenn es für das erzeugte Produkt keinen Markt gibt. Einfach abliefern ist im Ökolandbau (noch) nicht.

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  10. Klemens Minn sagt

    Kennzeichnung erfordert dass man diese überprüfen kann – das ist hier nicht der Fall. Die Gensequenzen können auf unterschiedlichen Wegen entstanden sein.

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    • Bauer Willi sagt

      @Klemens Minn
      Und das ist ja das Dilemma der Kritiker der Genschere: es könnte ja auch eine natürliche Mutation gewesen sein.

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  11. Der Verbraucher denkt logischerweise mur an die Grüne Gentechnik, weil damit ja die Gene seines Essens, was er in sein Innerstes aufnimmt manipuliert sind.
    und was das mit ihm macht, weiss er nicht.

    Des weiteren ist er dgegen, weil er als aufgeklärter und gebildeter Mensch gelten will.

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    • zmp_nachfahre sagt

      …in sein Innerstes… Wie war das gleich nochmal bei gewissen „Impfstoffen“? Die sind ganz klar gentechnisch hergestellt, dort hat es aber nicht gestört. Dabei geht eine Spritze doch noch eher an’s Eingemachte als das Essen.
      Insulin wurde ja auch schon erwähnt, das hat damals gestört und Fischer hat der Industrie eine Produktion in Frankfurt-Hoechst durch Genehmigungskrieg madig gemacht; nun läuft die Produktion halt woanders. (Die Alternative zur mikrobiellen Herstellung ist hier übrigens die Verarbeitung von Schlachtabfällen.)
      Die Sichtweise ist also sehr flexibel…

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  12. Limes sagt

    Mais der mit grüner Gentechnik (Bt-Mais MON810) erzeugt wurde wird ja in der EU ausgenommen u.a Deutschland seit Jahren angebaut. Es wird die Eigenschaft von BT genutzt um eine gezielte punktuelle Kontrolle von Schädlingen zu ermöglichen und nicht breitflächig mehr Wirkstoff als nötig zu applizieren.
    BT Produkte mit unterschiedlichen Modifikationen sind in vielen Produkten enthalten. Diese BT Produkte werden in einer Vielzahl von Kulturen ja sogar im öffentlichen Raum breitflächig ausgebracht und zwar völlig unabhängig von der Bewirtschaftungsweise. z.B im öffentlichen Raum gegen Eichenprozessionsspinner, Raupen im Forst und Mücken in Gewässern aber auch insbesondere im Öko Landbau sind sie weit verbreitet, ja die Verbände initieren regelmässig Notfall Zulassungen um die weitere Nutzung zu gewährleisten. Offenbar besteht eine Bedarf an diesen Wirkstoffen. Also haben wir jetzt zwei Anwendungen eine mit sehr wenig Wirkstoff punktuell ausgebracht und zweitens eine breitflächige Ausbringung auf der ganzen Fläche.
    Die breitflächige Anwendung mit mehr Wirkstoff pro Fläche soll ok sein und Lebensmittel werden evtl sogar beworben mit gentechnikfrei und die andere mit geringen Wirkstoffmengen ist angeblich böse und soll dem Verbraucher vorenthalten werden so wird es hier zu Lande dargestellt. Wie soll ich das verstehen.

    https://www.transgen.de/anbau/653.anbau-gentechnisch-veraenderter-pflanzen.html

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    • Richard sagt

      Solche Arten der Gentechnik haben sowieso keine Zukunft. Denn die Züchtung auf natürliche Resistenz ist immer ein Hasel-Igel-Spiel. Da ist die Ausbringung eines entsprechenden Pfalzenschutzmittels deutlich effektiver, da diese nur bei Bedarf erfolgt und dies nicht so schnell zu Resistenzen führt. Die permantente pflanzeneigene Produktion dieser Giftstoffe führt recht schnell zu Anpassungen der Schädlinge. Bis also die Gewinnzone einer solchen Züchtung erreicht ist, ist sie bereits überholt.
      Gentechnische Züchtung, die z.B. eine Änderung der Inhaltsstoffe zum Ziel haben, sind schon deutlich interessanter. Allerdings sollte auch klar sein, dass jeder Eingriff auch seine Schattenseiten hat. Eine Ertragssteigerung hat zur Folge, dass die Spaltöffnungen an den Bättern sich vergrößern müssen, was es Schädlingen erleichtert, die Pflanzen zu befallen. Mit der Energie von 1 kg erzeugtem Eiweiss kann die Pflanze 7 kg Stärke produzieren. Ist es interessant, den Mais mit mehr Eiweiss auszustatten? Was wenn die Preise für Eiweiss fallen, ist es für den Landwirt interessant, dann noch einen hohen Aufpreis für solches Maissaatgut zu zahlen?

      • Limes sagt

        eine Möglichkeit könnte es sein den Lysingehalt, einer essentiellen Aminosäure bei Mais zu erhöhen. War eine Fragestellung die ich im Rahmen meiner Diplomarbeit vor Jahren bei verschiedenen Mais Sorten untersucht habe. Leider war keine Sorte die den Wünschen entsprach dabei. Lysin musste weiterhin dem Futter zu gesetut werden. Ob das heute noch so ist kann ich nicht sagen.

        • Richard sagt

          Das meine ich. Geht ein Züchter das Risiko ein, auch mittels Gentechnik den Lysin-Gehalt im Mais zu erhöhen, oder ist es günstiger, eine Ertragssteigerungen bei Lupinen zu züchten. Gentechnikzüchtung ist ein teueres Geschäft, da ist eine Kosten-Nutzenrechnung sehr wichtig. Mein Cousin, der in Gentech promoviert hat, meint, dass Gentechnik bei Massenprodukten nie erfolgreich sein wird, sondern nur bei hochpreisigen Produkten, sprich es wird nie die Hallen verlassen.

  13. Ludwig sagt

    Deutschland unterliegt seit langen einer politisch gemachten Angstpolitik. Da s geht immer so : Man behauptet etwas so lange bis das Gegenteil bewiesen wurde , aber viele Menschen
    nehmen das so hin und dann kommen immer mehr Behauptungen über Jahrzehnte , die nur von den Wissenden nachgearbeitet und widerlegt werden , aber der gemeine Mitbürger so in die Weltkrise des Weltuntergangs getrieben wird. Diese Untergangspanik ist eben auch in der Masse der Politik angekommen und da wir dort sehr viel Leute haben die alles zu ihrem Vorteil nachplappern werden danach die Gesetze aufgesetzt. So setzt eben diese Massenpanik der Weltenrettung ein . Dabei merken diese Leute ohne Wissen garnicht , daß sie mit dieser Politik hier alles an die Wand fahren. Sie sprengen in ihrer Paniksucht AKWs und im selben Moment subventionieren sie den Industriestrom. Sie bauen die Südlinkleitung für 30 Mrd. Euro mit rd. vier Gigawattleistung und sprengen AKWs mit ebenfalls vier GW in die Luft mit einem Wert von ebenfalls 30 Mrd. Euro und meinen so die CO 2 -werte zu senken. Kann nur empfehlen die Bücher „3000 Jahre Klimaachterbahn und Politikangst “ zu lesen. -Wir können uns vor dieser Weltuntergangsmedienmache nur schützen , in dem wir einfach abstellen , abbestellen oder einfach uns breiter in der Information aufstellen. Eben auch die Alternativmedien anhören und vergleichen . Es fällt auf , daß die ÖFFIS vieles absichtlich weglassen und entsprechend im Regierungssprech darstellen. Da hilft nur ein mediales Gegengewicht zu konsumieren und wenn man dann nur 50% überall glaubt , dann kommt aus meiner Erfahrung der Wahrheit am nächsten.

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  14. Andreas sagt

    Das wird jetzt spannend in Bayern !
    Die Bayerische Staatsregierung hat 2014 ganz Bayern zu einer „Gentechnikanbaufreien Region „ erklärt:
    https://www.stmuv.bayern.de/themen/gentechnik/bayern/gentechnikfreies_bayern.htm
    https://www.gentechnikfreie-regionen.de/fileadmin/gentechnikfreieregionen/Bundeslaender/2014.04.10_PM_Bayern_NetzwerkGentechnikfreieRegionen.pdf
    Staatsministerin Kaniber will sich daduch raus winden, dass Neue Gentechnik keine Gentechnik ist. Aber das Saatgut muss als genverändert gekennzeichnet sein, damit darf es kein Bayerischer Bauer aussäen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Für Bayern doch die leichteste Übung…der Wendehals Söder wirds schon so hindrehen, wie es ihm passt.👉

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    • Limes sagt

      Gesetze und wie in diesem Fall nur lokale Bekenntnisse können jederzeit geändert werden.
      Neu wäre wenn Malz für bayrisches Bier ausschliesslich von bayrischem Getreide stammt.

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    • evonik sagt

      EU-recht steht doch über nationalem Recht, bzw. die Länder müssen ihr Recht Brüsseler Recht anpassen.
      Deshalb wird sich Bayern da wohl anpassen müssen.
      Vielleicht auf Freiwilligkeit was organisieren?

    • Bauer Willi sagt

      @Andreas
      Die Links verweisen alle auf die Jahre um 2014, sind also über 10 Jahre alt. Gibt es auch aktuellere Links?

    • Richard sagt

      Bundesrecht bricht Landesrecht und da der Bund EU-Verordnungen als Bundesrecht anerkannt hat, ist das hinfällig. Bayern kann höchstens über die KULAP-Prämien Einfluss nehmen und die Auszahlung an die Gentechnikfreiheit knüpfen.

  15. Reinhard Seevers sagt

    Es ist doch wohl offensichtlich, dass die EU und damit auch Deutschland sich hat jahrelang an der Nase herumführen lassen, was die Gentechnik betrifft. Verschwörungstheoretiker könnten vermuten, dass die global vernetzte Agrarlobby den Plan zur Gentechnikfreiheit in der EU lanciert und unterstützt haben könnte, um nun über den Freihandel komplett freie Hand zu haben….Vollverarsche? 😎

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    • Schmeckt gut sagt

      Und nochmal. Ich bin fest davon überzeugt, dass mit der Genschere bearbeitete Lebensmittel schon seit längerem nach Europa in die LEH-Ketten gelangen – einfach weil dies nicht nachweisbar ist (die sehr offensichtliche Werbung leistungsfähiger Konzerne in Südamerika lassen dies erkennen). Vielleicht beschleunigt dies auch den „Willen“ der an der Zulassung beteiligten „Experten“, genau diese Unsicherheit nicht weiter zu forcieren, sondern durch eine Zulasssung auch Europa teilhaben zu lassen an den Chancen. Die wirtschaftlichen Nachteile spüren wir Landwirte ja eh schon durch den massiv ansteigenden Import und Preisdruck (höher definierte Qualitäten liefern, sonst Rausschmiss oder zumindest deutliche Preiszugeständnisse). Wie erwähnt: Meine persönliche Meinung.

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      • Bauer Willi sagt

        @Schmeckt gut
        Ich habe sogar den leichten Verdacht, dass europäische Züchter bereits mit CRISPR/Cas9 arbeiten. Da es nicht erkennbar ist, besteht ja auch kein Risiko.

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  16. Werner Knödler sagt

    Hallo Willi

    OT kann es es sein das einige Kommentare aus diesem Faden in den Biberfaden gerutscht sind ?

  17. Christian Bothe sagt

    BW: Ein toller Beitrag zur Diskussion für die Blogger! Ich habe dem nichts aber auch garnichts hinzuzufügen! Genauso sehe ich es auch und habe mehrfach das Verbraucherverhalten ( mit und ohne Gentechnik usw.) so dargestellt. Auch was VLOG betrifft, hatte damit als Salesmanager für KF, Komponenten und Getreide viel zu tun, was Kontrakte mit den Betrieben betraf…

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  18. Warum muss man den Beitrag mit Verbraucherbashing „Sie kaufen doch bloß billig!“ incl. dem gleich mit 2 Links auswalzten selbstreferenziellen „ich habe vor 10 Jahren was zur Massentierhaltung gesagt“ starten, bevor man zum Thema Gentechnik kommt?

    Will man Leser abstoßen oder setzt man auf den Solidarisierungsreflex des Stammpublikums „alle blöd außer uns“? Dabei kaufen auch die im Zweifel lieber billig als teuer.

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    • Schmeckt gut sagt

      Auweia Max. Wenn die Verbraucherzentralen den „bösen“ Herstellern von Lebensmitteln immer und immer wieder vorwerfen, dass sie doch unmoralisch handeln, wenn sie ihre Verpackungsgrößen den Endverkaufspreisen anpassen, dann ist das einfach nur armselig. Es gilt die Ausweispflicht der kg-Preise. An jedem PoS, immer. Anscheinend sind die „Verbraucher“ zu blöd, diesen Preis zu vergleichen. Oder andersherum: Die Verbraucherzentralen unterstellen den Verbrauchern, dass sie zu blöd sind. Die Umfragen zu den angeblichen „Betrugsversuchen“ der Hersteller zeigen allerdings auch, dass zumindest bei einigen eine Brille angebracht wäre. Wenn man diese Erkenntnis auf das heutige Thema überträgt, ist der Hinweis BW’s auf frühere Artikel doch sinnvoll. Oder?

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    • Bauer Willi sagt

      @Max
      Um zu belegen, dass sich seit 10 Jahren in der medialen Be(Ver)urteilung nichts geändert hat.
      Und natürlich um mich selbst zu beweihräuchern…😉
      Haben Sie auch inhaltlich etwas beizutragen? Dann her damit.

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      • So inhaltlich wie Ihr ewiges Verbraucherbashing? Nein, danke!

        „Und natürlich um mich selbst zu beweihräuchern…“ Weshalb sonst tun Sie es sonst allenthalben?
        Etwa weil ein sachlicher Zusammenhang besteht zwischen Massentierhaltung und Gentechnik? (Gleiche Frage gilt für @Schmeck Gut)

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        • Reinhard Seevers sagt

          Max, es geht um die Widersprüchlichkeit medialer und politischer Aussage versus Handlung der Konsumenten in der Wirklichkeit. Wenn diese Wirklichkeit ist, wie sie ist, dann muss man es doch irgendwann einmal anerkennen. Es sei denn, man will Menschen wie im Stalinismus umerziehen und die Umerziehung mit Politkommissaren ala NGO-Granden absichern.
          Wenn die Kennzeichnungspflicht nun nicht mehr notwendig ist, dann zeigt es doch, wer die Macht innehat. Die Bevölkerung will Wohlstand erhalten, dafür muss (wird gemunkelt) es Exportindustrie geben, und im Umkehrschluss einen Handel mit Waren aus u.a. Südamerika und USA. Wenn der Verbraucher diesem deal unabsichtlich zustimmt, weil er sich für Mercosur ausspricht, dann kann man sich ja gerne weiterhin wie eine Rumpelstilzchen hüpfend durch die Republik bewegen, der deutsche Bauer wird derweil das Spielfeld verlassen.

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          • Kemetbauer sagt

            @RS
            Wo will der deutsche Bauer denn hin? Eng wird es erst, wenn man ihm seinen Schlepper oder zumindest die Kfz-Steuer-Befreiung dafür nimmt.
            Ich finde die Argumentation hier schon lustig. Gestern war man noch dagegen und heute ist man Feuer und Flamme dafür. Das sind dann wohl Wendehälse.
            Darüber hinaus, werte Kollegen, es gibt nur eine Instanz, die über Gentechnik oder Gentechnikfreiheit entscheidet. Das ist der Handel. Die Politik kann den Rahmen vorgeben aber, wie wir in der jüngeren Vergangenheit erfahren durften, kocht der LEH sein eigenes Süppchen. Wie soll der denn evtl. seinen Kunden mitteilen, dass die gestern noch so hochgelobte Gentechnikfreiheit schon morgen Vergangenheit ist? Wenn die NGOs Druck auf den Handel ausüben und davon muss man, neben der juristischen Überprüfung, wohl ausgehen, dann wird der sehr schnell bei der Gentechnikfreiheit bleiben wollen. Nichts fürchtet der Handel so sehr wie öffentliche Kritik. Blöd ist das natürlich für die Milchviehhalter, bzw. für die ganze Futterkette.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Kemet, der Handel macht das, was Umsatz und Gewinn verspricht. Wenn der Kunde ins Regal greift und das kauft, was ihm zusagt und er zu bezahlen bereit ist, dann können NGOs sich noch so anstrengen. Und Bauern haben schon mal gar nichts zu sagen, sie liefern, was sie liefern sollen und dürfen. Wir beschreiben lediglich die Lage, die Welt dreht sich auch ohne uns weiter. Wetten?

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              • Kemetbauer sagt

                @RS
                So eine gewisse träumerische Art, hatte ich bei Ihnen schon immer vermutet. Blöd bloß, dass das in der konvi-Realität nicht weiterhilft. Ich jedenfalls warte es ganz gelassen ab.

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              • Christian Bothe sagt

                RS: So ist es und genauso arbeitet der LEH. Wie Kemetbauer da argumentiert,ist wieder einmal irgendwie jenseits der Realität! Habe mir in den Staaten das angeschaut. Dort fragt keiner mehr nach GVO frei oder nicht, sondern es geht ausschließlich um den Preis für Food! So wird es auch hier sein, wenn man GVO frei nicht mehr ausweisen braucht!

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                • Kemetbauer sagt

                  @CB
                  Wirklich keiner? Sie sind hier der absolute Verallgemeinerungsspezialist. In den USA ist die Schicht mit sehr geringem Einkommen in den letzten 4 Jahren extrem gewachsen. Diese Menschen kann nur noch der Preis interessieren. Sie leben quasi von der Hand in den Mund. Von dieser Situation sind wir noch weit entfernt. Auch wenn einige der Kommentatoren solche Zustände hier schon sehen wollen. Dass die Amerikaner schon immer als Volk mit gehobenem Gourmetanspruch gelten, dürfte seit Mc.D. bekannt sein. Es gibt dort eine andere Mentalität in Bezug auf Ernährung. Das kommt zum Ausdruck, wenn man sich vor Augen hält, dass über 40% der Amerikaner übergewichtig sind. Gut, auch wir sind in diese Richtung unterwegs. Das gentech-frei-Label wurde seinerzeit von den Molkereien und dem Handel initiiert. Der DBV sprang dann auch noch auf den Zug auf. Man begrüßte, dass der Verbraucher diese Initiative durch den Kauf der Milch förderte. 80% gentechfreie Milch im Verkauf, sind eine besondere Größe. So etwas wäre in den USA kaum denkbar. Somit ist Ihr Vergleich nur absurd!
                  Ich warte ab. Für mich und meine Kollegen, kann es nur vorteilhaft werden.
                  btw: Bei der nächsten whes-Demo im Januar in Berlin, kann man sicher die ersten Aussagen zu diesem Thema hören/lesen.

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              • Kemetbauer sagt

                @RS
                Wir sollten doch eigentlich wissen, was NGOs bewirken können. Da kommen Emotionen ins Spiel und schwupp ist die Ratio im Ar… .Erinnern Sie Sich doch einfach an die Aktion mit den Qualzuchtschnellmasthähnchen bei LIDL. Schnell waren die aus den Kühltheken verschwunden und LIDL gelobt, dass ab 2030 bei Hähnchen nur noch Haltungsstufe 3 und höher angeboten werden soll. Und dabei hatten die NGOs noch gar nicht alle Register gezogen.

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              • Richard sagt

                Der Handel macht mitnichten das, was er will. z.B. die CO2-Bilanzierung von Milch ist eine Forderung des Handels, und die geht, wie neulich Herr Christoph Werner, Geschäftsführer bei DM-Drogeriemarkt mitnichten von der Geschäftsführung aus. Da stecken NGOs dahinter, die Druck machen und Kampagnen lostreten wollen, wenn die Einzelhändler ihren Forderungen nicht nachgeben. Denn von ausländischen Milchproduktlieferenaten wird diese CO2-Thematik nicht verlangt. Ist mit den Haltungsformen ebenso, ausländische Lieferanten wird so etwas nicht abverlangt und die können ohne notwendige Haltungsform eben deutlich günstiger liefern, also, was ist wohl in den ganzen Fertigprodukten drin? Eier aus Freilaufhaltung?
                Ich empfehle jedem Berufskollegen, sich mit solchen Forderungen genauestens auseinanderzusetzen und scharf zu rechnen, bevor man sich auf irgendetwas einlässt. Denn es macht einen Unterschied, ob man sich schuldenfrei zur Ruhe setzt und die Pachteinnahmen genießt oder ob man mit einem Berg Schulden in die Insolvenz muss.

        • Schmeckt gut sagt

          Na, da bin ich aber mal gespannt. Welcher Zusammenhang soll denn bestehen zwischen Gentechnik und Massentierhaltung? Und kommen Sie nicht mit der Fütterung. Das wäre schwach.

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  19. Frikadellen piet 47 sagt

    moin Gentechnik ist gar nicht schlimm es wird sein immer schlimm gemacht, aber das ist nicht so von bei der normalen Kreuzung sucht weiß man nie genau was man hinein züchtet die Gentechnik ist dort viel gezielter also sicherer! schönen Tag

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    • das müsste ja auch der Verbraucher wissen.

      Ich weiss ja nicht, ob der Verbraucher noch so getechnik-interrssiert ist, wie zu Zeiten des BT Maises.

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