Bauer Willi
Kommentare 39

Brasilien vorne – mit Technik aus Deutschland

Das der „Focus“ über Technik in der Landwirtschaft schreibt, kommt auch nicht jeden Tag vor.

https://www.focus.de/earth/weltklimakonferenz/meilenweit-voraus-brasilien-haengt-deutschland-ab-mit-technik-aus-deutschland-landwirtschaft-agrar_b9c2c1df-2efd-4289-bec4-af0054a4a109.html

Diesmal geht es nicht um herkömmliche Landtechnik (hier sind deutsche Firmen in Brasilien deutlich unterrepräsentiert) sondern um elektronische Lösungen, wie z.B. Xarvio von BASF. Auf den großen Flächen werden statt Flugzeugen zunehmend Drohnen eingesetzt.

Was in dem Artikel auch noch gesagt wurde und mir in der Dimension nicht klar war:

„Mehr als 1,5 Milliarden Menschen auf der Welt werden Schätzungen zufolge durch brasilianische Produkte ernährt. Und die FAO denkt, dass es noch mehr werden: „Die brasilianischen Exporte wichtiger Agrargüter dürften im kommenden Jahrzehnt deutlich anwachsen“, heißt es.“

Mein Fazit: Die europäische Landwirtschaft wird, was den Export angeht, für den Weltmarkt immer unbedeutender. Und was Exporte aus Brasilien angeht, so lautet die Reihenfolge der Bedeutung dort: China, Indien, Russland, USA, EU.

Mittlerweile sind in Brasilien alle wichtigen Agrarrohstoffe gentechnisch verändert. Wer etwas anderes will, muss dies entweder woanders einkaufen (weil sich Brasilien mit solch kleinen Mengen nicht abgibt) oder teuer bezahlen.

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39 Kommentare

  1. farmer sagt

    Es ist noch zu sagen, dass man wahrscheinlich sehr vorsichtig sein sollte beim Betreten von Ackerland in Brasilien: Bei zweimaliger Anwendung des Double Knock out pro Jahr zur Vorsaat Unkrautbekämopfung und zusätzlichem Paraquat Einsatz zur Sikkation in Soja und im gleichen Jahr in Mais wird es wmöglich gut Paraquat im Boden geben. Es braucht 6 Jahre bis zum Abbau. Jeder Kontakt ist hochgefährlich.

  2. farmer sagt

    Zitat:
    „Die Rindermast in Brasilien ist von europäischen Standards offenbar noch sehr weit entfernt. Das legen zumindest Recherchen nahe, die das „Irish Farmers Journal“ Ende November veröffentlicht hat.

    Die gemeinsam mit dem irischen Bauernverband (IFA) vor Ort durchgeführten Untersuchungen belegen nach Angaben der landwirtschaftlichen Wochenzeitung, dass in Brasilien die Abgabe von Antibiotika und Hormonpräparaten für die Rindfleischerzeugung weitgehend unkontrolliert erfolgt.“

    Ich gehe davon aus, dass das auch für PSM gilt.

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    • Jens Rademacher sagt

      Na klar, wenn die Irish Farmer Association das macht, dann wird das höchst neutral sein. Vielleicht sollten wir den Brasilianischen Bauernverband mal ein paar Anbindeställe zeigen. Mahlzeit

  3. Nicolai Asmussen sagt

    Moin vom Fjord
    Brazil 12 Points.

    Brasilien ist sooo groß.
    Und die Landwirtschaft ist stark.
    Aber dennoch bekommen sie von uns 1000 Millionen Euro.

    Klare Win-Win Situation.
    Grüße
    Nicolai

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  4. Limes sagt

    diese high tech wird ja in D auch eingesetzt allerdings mit einem anderen Fokus. Überwiegend nicht um den Landwirt bei der Produktion und Optimierung von Qualität und Ertrag zu unterstützen sondern durch staatliche Behörden und nicht autorisierte aber vom Staat finanziell bezuschussten selbsternannte Kontrollgruppen die sich zur Aufhsbe gemacht haben Landwirte zu kontrollieren. Grund ist ein tiefes Misstrauen das diese ja alles falsch machen in Stall, Acker, Grünland oder auf anderen Flächen um Rohstoffe zu erzeugen. Ab und zu gibt es dann ein Bonbon zur Beruhigung bzw es werden Gelder für Sinnumgsgenossen gefordert.

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  5. Richard sagt

    Ausgerechnet die Mainstreammedien, die ansonsten immer auf die Landwirte eindreschen, sind Feuer und Flamme für die Intensivlandwirtschaft in Brasilien. Kannst Dir nicht ausdenken.
    Man wird sehen.
    Diese Entwicklung ist bei uns ebenso unverkennbar: Hi-Tech an allen Ecken und Enden. Aber der Kapital- und Energieeinastz bezogen auf die erzeugten Nahrungsmittel steigt immer weiter. Ich persönlich bin der Meinung, dass die low-input Landwirtschaft am effizientesten ist: Gründlandwirtschaft mit Bovidenhaltung.
    Wir hatten bereits in den 70igern die Krauftfäulebekämpfung bei Kartoffeln mit dem Hubschrauber durchgeführt. Letztendlich scheiterte dies dann aber an den gesetzlichen Vorschriften. Heute ist Pflanzenschutz und Düngung aus der Luft grundsätzlich nicht mehr möglich und auch autonome Roboter auf dem Feld ein Ding der Unmöglichkeit. Alles wegen Rechtsvorschriften und Haftungsfragen.
    Neben Brasilien haben besonders Russland und Australien immense Flächen, die noch brachliegen. Ohne Hi-tech sind doch noch massig Reserven vorhanden, die schon bei leicht steigendem Getreidepreis jederzeit aktiviert oder reaktiviert werden können.
    Unser Problem hier in Deutschland sind in erster Linie die Energie- und Rohstoffkosten und dann sofort hinterdrein die überbordende Bürokratie.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Die Zerrissenheit zwischen high-tec und low-tec, zwischen Agrarindustrie und bäuerlicher Landwirtschaft, zwischen Konventionell und Bio usw. führt und führte bei uns dazu, dass politische Entscheider nicht mehr wissen, wohin sie das Ruder legen müssen; und das spiegelt sich dann auf die praktische Landwirtschaft zurück. Derweil können „freie“ Neofeudale und autoritäre Systeme sich den Markt mit großen Einheiten, drei Ernten pro Jahr und gleichmäßigen Qualitäten aussuchen. Quo vadis deutsche Landwirtschaft?…diese Frage hatten wir ja schon häufiger. Die Frage stellt sich u.a. für die gesamte Industriegesellschaft.

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      • Stadtmensch sagt

        Diese „Erbengesellschaft“ ist längst fest in der Hand der Geldaristokratie. Zwei Familien besitzen mehr Vermögen als die gesamte ärmere Hälfte der Gesellschaft. Wieso macht ihr euch nicht mal kundig über den Kontext, in dem wir hier Demokratie und Marktwirtschaft simulieren? Witzig: Neofeudale Fossildiktaturen wollen uns ausbeuten.
        Vor kapitalintensiver Landwirtschaft hierzulande muss man meiner Meinung nach auch keine Angst haben. Der einzige Unterschied ist dann nur, dass wir wieder wie zu der Zeit, als die Jane Austen Romane entstanden sind durch die Feldflur laufen und sagen können: „und auch das hier mein Kind, gehört alles zum Fielman- oder zum Aldi- Clan und drüben im Fürstentum NRW ist alle Schwarz Gruppe“.

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        • Stadtmensch sagt

          Und ihr Exponent, der lustige BlackRock Millionär an der Spitze der Gesellschaft, hat nur ein Ziel: Russland lahmlegen, koste es was es wolle. Ukrainer und deutsche Habenichtse sind ihm völlig Wurst. Man kann bei Bedarf immer „Fertigmenschen“ importieren. Die muss man nicht mühsam ausbilden und die haben keine großen Ansprüche.

          Aber auch dieses Mal werden sie sich irren…

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        • Reinhard Seevers sagt

          Stadtmensch, die Herausforderung ist in meinen Augen eine Neudefinition von Privateigentum und Gemeinschaftseigentum. Die Allmende und die sozialistischen System wie Swotchiose, Kolchose, LpG waren auch keine Lösung. Ich habe immer die Vorstellung einer Art Kibbuz oder Moschav…keine Ahnung, es wird aber über kurz oder lang zu einer Neuordnung kommen, davon bin ich überzeugt. Denn die reine marktökonomische Karte können wir in der globalisierten Welt nicht spielen und die dauerhafte Zuweisung von staatlicher Unterstützung ist weder leistbar noch sinnvoll.

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          • Dietmar Groß sagt

            @RS
            Na das klingt ja fast so, als wollten Sie mit Ihrem Bruder demnächst eine SOLAWI gründen.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Dietmar, so weit wird es wohl nicht kommen. Bis die Gesellschaft einen Wandel vollzieht, vergehen Generationen oder es muss Krieg geben. Bis dahin ist der Betrieb längst dicht….Nee Dietmar, Solawi ist für mich auch keine Lösung, wie die anderen oben beschriebenen Formen. Solawi ist ein Konstrukt unserer überversorgten Gesellschaft, man kann sie sich leisten, weil die Mehrzahl der Menschen eben nicht so ernährt werden muss und kann. Ist sozusagen ein Spiel für Wohlstandskinder.

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              • Dietmar Groß sagt

                Einigen wir uns auf die Formel :
                Lieber Spielplätze für die WohlstandsbuegerInnen als Kriegsspiele!

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                • Stadtmensch sagt

                  Der Spielplatz für die WohlstandsbürgerInnen ist die Ukraine momentan. Ein Blick ins Aktiendepot der nüchtern kalkulierenden Zyniker, deren einziger Lebenssinn in Akkumulation aus Angst vor den Zeitgenossen besteht, würde hier Klarheit verschaffen.

                  Wer arbeiten muss, um zu leben, ist als „Exportweltmeister“ auf einen vernünftigen Modus Vivendi mit allen Handelspartern angewiesen. Leider werden wir von Nazi-Enkeln regiert: „„Nazi Billionaires: The Dark History of Germany’s Wealthiest Dynasties““ Und die hatten und haben sowas wie NATO Osterweiterung auf der Agenda

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                • Richard sagt

                  @|Stadtmensch,
                  Da empfehle ich Ihnen das Buch von Richard Stöss „Vom Nationalismus zum Naturschutz“
                  Wer da einen ersten Eindruck gewinne will, der sollte sich mal in die Vita von August Hausleiter und seiner Frau einlesen. Dann dürfte es für den ein oder anderen keine Überraschung mehr sein, warum sich in einer Partei Namen wie Reemstma, Neubauer, Trittin, Habeck (Urgroßneffe von Antonie Quant, geb. Ewald) oder Ditfurth finden.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Wie gut, dass in 30Jahren die Geschichtsschuld keine Bedeutung mehr haben wird, da die diverse Bevölkerung dann womöglich komplett von der nationalen Geschichte abgekoppelt ist, und die Mehrzahl der Wehrpflichtigen aus anderen Kulturkreisen kommen wird. DANN werden es ganz andere Probleme sein, da wette ich mal drauf.👉

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              • Richard sagt

                Das Problem ist, dass selbstständige Arbeit im Vergleich zu abhängig Beschäftigten und hier besonders Staatsbediensteten viel zu schlecht bezahlt ist. Es ist, wie es eigentlich schon immer war, dass die Nichtlandwirtschaftsbevölkerung billigst an Nahrungsmittel und auch Handwerkerleistung kommen will. Deshalb durften Landwirte früher nur innerhalb des Rentamtbezirkes ihre Produkte verkaufen und Handwerker hatten sich den Bedingungen der Zunft unterzuordnen. Gibt genügend Strafprotokolle aus unserer Gegend, wo die Bauern bestraft wurden weil sie ihre Schweine nach Regensburg trieben und verkauften, da sie dort wesentlich mehr Einnahmen erzielen konnten. Als dann die Raiffeisenvereine aufkamen wurden denen immer wieder der Prozess gemacht, weil da natürlich eine ganz andere Marktmacht zustande kam und die Bäcker den Bauern ihr Getreide nicht mehr abgaunern konnten.
                Die DDR hat bewiesen, dass sozialisierte Betriebsformen, nicht funktionieren. In Deutschland war der Hunger vorbei, als man die Bauern aus dem Joch der Leibeigenschaft befreite und die Zünfte abschaffte.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  „Die DDR hat bewiesen, dass sozialisierte Betriebsformen, nicht funktionieren. In Deutschland war der Hunger vorbei, als man die Bauern aus dem Joch der Leibeigenschaft befreite und die Zünfte abschaffte.“

                  Die Kunst ist daraus eine Verknüpfung zu formen, die eine effiziente, für die Erzeuger auskömmliche und gleichzeitig motivierte Art des Wirtschaftens schaffen könnte. Die Kibuzze sind eine solche Form, die sich ja seit fast 80 Jahren bewähren und sogar erfolgreich sind.

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          • Kibuzz geht auch nur. wenn noch ein anders leistungsfähiges System beteiligt ist. Sonst ist das wie alle so alternativen Konzepte, irgendwann ist alles getauscht was man selber hat und kann, aber der Trecker muss immer noch ersetzt werden.

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            • Reinhard Seevers sagt

              „Kibuzz geht auch nur. wenn noch ein anders leistungsfähiges System beteiligt ist. Sonst ist das wie alle so alternativen Konzepte….“

              guckst du:
              „Israelische Kühe, besonders in Kibbuzim und Moshavim, gehören zu den produktivsten der Welt, mit Durchschnittswerten von 11.000 bis fast 12.000 Litern pro Jahr.“

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              • @RS Eine recht sinnfreie Erwiderung, denn selbst mit punktuellen Spitzenleistungen ist bzw. wird so ein Kibbuz ja nicht so leistungsfähig, ohne das System Israel drumherum. Von (nur beispielsweise) Bildung über Ausrüstung bis Absatz, Abhängigkeiten solcher „Alternativen“ überall, von Dingen, die andere System mit akkumulierten bzw. umverteilten Überschüssen erreichen und beistellen. Ohne das reicht es auf Dauer kaum zur Subsistenzwirtschaft.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Max, ich wollte lediglich unterstreichen, dass eine sozialistische Idee auf kleiner Ebene erfolgreich sein kannm Beschäftige dich einfach mit der Kibuzz-Idee. Es soll auch nur darstellen, dass es eben auch Alternativen zu unserer eingeengten Denkweise gibt oder geben könnte. Vielleicht kannst du ja auch dazu beitragen, neue Wege anzudenken? Wetter und Rohstoffe sind bei allen Formen des Zusammenlebens notwendig, um das vorweg zu nehmen. 😉

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                • Christian Bothe sagt

                  Max: Keine so schlechte Idee von RS zu Kibbuzsystemen…Beschaeftige mich gerade mal damit!

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                • zmp_nachfahre sagt

                  Tja – das mit der Bildung ist schon mal eine sehr gute Basis.
                  Leider befinden wir uns (auch da) auf dem Weg in den Orkus.
                  Interessant finde ich dabei, daß sozialistische Staaten sich mit Bildung und Ausbildung immer viel Mühe gegeben haben, während die Salonkommunisten hier schon seit langem eifrig am Erreichen des niedrigstmöglichen Niveaus arbeiten – und das wird durch eingewanderte Analphabeten nochmals abgesenkt.

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      • Ja,
        dann arbeiten die Deutschen Landwirte so umweltfreundlich und gesund wie möglich.

        Wer sich gesund und mit reinem Gewissen ernähren möchte, kauft die Mahrungsmittel aus dt. Landen.
        1. so biologisch wie möglich, mit integrierten PSM usw.
        2. kurze Transportwege
        3. gestalter unseter Landschaft

        das in einen Slogan pressen.

        mit der Lebrnsmittelerzeugung vor Ort ist wichtig für unsere Ökologie

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        • Richard sagt

          Habe ich gemacht. Zu konventionellen Zeiten war der Kartoffelanbau ein Standbein von mir. Nach der Umstellung auf Bio gingen mir die Kunden dann von der Fahne, dass wir nach 10 Jahren den Anbau eingestellt haben. KArtoffeln waren nicht mehr so schön, der Ausschuss wurde mehr, dann der Vorwurf der Preistreiberei, da ja ohne Dünger und Pflanzenschutz die Kosten niedriger sein sollten, so der Vorwurf.
          Ist wie bei Wahlumfragen. Dort wählt auch niemand die AfD, weil es nicht opportun ist, diese zu wählen. Und bei Umfragen will jeder Gentechnikfrei essen und kein Glyphosat auf dne Feldern sehen, aber die entsprechenden tollen Aufkleber auf den Produkten sind halt drauf, oder auch nicht, wenn es billig ist. Darauf achtet sogut wie niemand. Ich bin inzwischen wieder konventionell und habe die Rückumstellung nicht bereut. Kartoffel werde ich trotzdem nie mehr anbauen. Viel Arbeit für wenig Geld.

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    • zmp_nachfahre sagt

      Ist das wirklich so schlimm mit den Rechtsvorschriften etc hier? (Würde mich allerdings nicht im geringsten wundern.)
      Vor einer Weile habe ich im Rheinland mal einen Roboter gesehen (Pflanzenschutz, glaube ich), der sah ziemlich autonom aus. Vielleicht war es aber auch ein Versuchsgerät, der Acker war nicht so groß und hätte „klassisch“ nicht viel Zeit erfordert.

      • Thomas Bröcker sagt

        FarmDroid baut autonome Feldroboter, die auch im professionalen Einsatz sind. Die Dinger funktionieren auch weitgehend … nur die im Betrieb auf „wirtschaflich“ zu stellen ist eine nicht ganz banale Aufgabe. Grund für die Anschaffung sind zu allermeist die steigenden Kosten und schlechtere Verfügbarkeit bei den Saisonkräften.

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  6. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Das das im landwirtschaftlichen Bereich schon so weit fortgeschritten ist wusste ich auch nicht aber wen es interessierte der konnte sich in den Alternativmedien schon lange über die zunehmende Bedeutungslosigkeit der EU und vor allem auch Deutschlands informieren. Die Schergen die unser Land regieren tun allerdings noch so als hätten sie etwas zu sagen. Und um das zu verschleiern werden Probleme und Krisen inszeniert und mit viel Geld befeuert.

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  7. Christian Bothe sagt

    Ein wirklich interessanter Artikel mit hohem Informationsgehalt den BW herausgesucht hat! Vor allem die Groesse der dortigen LN fasziniert mich wie immer schon, ob hier, in den USA , Russland oder eben Brasilien! Dazu das Know how deutscher Technik, grüne Genetik usw.
    Bin gespannt, was die Bloggerkollegen dazu schreiben…

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    • Reinhard Seevers sagt

      Europa und besonders Deutschland haben keine Antwort auf solche Dimensionen, weder im Agrarbereich noch im Bereich moderner Technik, z.B. aus Asien oder Digitaler Macht aus den USA. Die Naivität zur Rettung der Welt hat immer den Wunsch der „Anderen“ zu mehr Wohlstand negiert. Man will partout nicht erkennen, dass auch andere Menschen den Wunsch nach den gleichen Lebensverhältnissen haben, wie wir. Die Folgen sehen wir jetzt…..und wenn die BRICS – Staaten Erfolg haben, dann sind sogar die Amis am Ende……die Welt dreht sich einfach weiter, auch ohne uns.

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      • In klassischen Bereichen wie Ingenieurswissenschaften und Chemie/Pharma, je nebst nachfolgenden Industrien, hatte D ungeachtet der Dimensionen lange die Antworten für die halbe Welt.
        Zwar ist die Welt seither größer geworden, was Platz schuf für neue Konkurrenten, aber D ist auch eifrig und auf vielen Ebenen aktiv und passiv mit Nachlassen beschäftigt.
        Wenn Kinder „ungelernt“ aus der Schule kommen, dann ist die Zukunft von denen und dem Land schon verspielt, auch wenn sie Hightech Smartphones bespielen.

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  8. Frikadellen piet 47 sagt

    guten Morgen wieder einmal sehr interessant, was du berichtest. wir Deutschen kapieren also nicht das Gentechnik wahrscheinlich importiert wird und sehr verbreitet ist, aber sind dagegen! warum das so ist kann mir keine erklären. ich bin gespannt wann sich das Ganze mal vernünftig ändern wird?! schönen Tag

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    • Jens Rademacher sagt

      Es liegt einfach daran, dass die Produkte (Milch, Fleisch, Eier), die von mit GVO gefütterten Tieren kommen, nicht gekennzeichnet sind. Von wegen, viel geforderte Transparenz. Ganz bewusst wurde seinerzeit die Kennzeichnung so eingeführt. Ich erinnere mich an Diskussionen im Bundestag bei den Grünen. Als der Vorschlag diskutiert wurde, man müsse Milch Fleisch und so weiter kennzeichnen, war zunächst große Zustimmung im Saal. Als dann jemand anmerkte, dann müsste so gut wie alles im Kühlregal gekennzeichnet sein, stellte jemand fest: dann ist das ja normal Zustand. Und der Verbraucher erkenne die Realität. Und akzeptiert das dann. Dann haben wir (die Grünen) ja nichts mehr, womit wir Angst machen können. Ab dann wurde die Kennzeichnung abgelehnt. Als dann erste Lebensmittel AUS GVO in den Regalen lagen (schokoriegel), hat Greenpeace mit großer medialer Unterstützung diese Lebensmittel verunglimpft, mit „Biohazard“-Aufklebern versehen und so dem LEH gedroht: wenn ihr gekennzeichnete Lebensmittel in Regal nehmt, kommen wir wieder. Das wollte natürlich niemand aus dem LEH. Und so leben wir in einer heilen Welt. Irreführende Statistiken zum Ökolandbau dazu, eine „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung, die Gentechnik erlaubt und fertig ist die Soße.

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