Diese Meldung wurde 2013 vom „Spiegel“ gebracht. Der erste Satz daraus: „Wenn das Eis taut, gedeiht das Leben: In Grönland haben Forscher entdeckt, dass mit Gletscher-Schmelzwasser im Sommer weitaus mehr Eisenpartikel als gedacht ins Meer gespült werden. Der Stoff wirkt als Dünger für eine erstaunliche Algenblüte.“
2016 haben Forscher herausgefunden, dass das Schmelzen von Eisbergen ebenso positiv für das Phytoplankton und für die CO2-Bindung ist
https://www.deutschlandfunk.de/klimawandel-eisberge-als-naehrstofflieferanten-100.html
Eine Meldung von 2023 klingt da schon etwas anders.
Zitat: „Was die Experten herausfanden: Durch die stetig abnehmende Eisdicke würde die kritische Bestrahlungsstärke immer früher im Jahr in größere Tiefen sinken und erst immer später im Jahr wieder in die Oberflächenschicht zurückkehren. Da sich das Zooplankton grundsätzlich in Gewässern unterhalb dieses kritischen Werts aufhält, würden seine Bewegungen diese Veränderung widerspiegeln. Dementsprechend bleiben sie in diesen Zukunftsszenarien immer länger in größeren Tiefen, während ihre Zeit in Oberflächennähe unter dem Eis im Winter immer kürzer wird.“
Welche Folgen das für die Nahrungskette im Meer hat, ist noch nicht ganz klar.
In einer Meldung aus dem Jahr 2025 werden die vorherigen Meldungen vom Prinzip her umgekehrt. Demnach soll das Phytoplankton zurückgehen! Allerdings wurden wegen fehlender Daten diese durch künstliche Intelligenz ersetzt.
Zitat: „Die Menge von Phytoplankton – winzigen grünen Algen – in den Ozeanen geht zurück. Eine Studie findet für den Zeitraum von 2001 bis 2023 in einigen Meeresregionen zwar auch eine Zunahme, doch global betrachtet ist der Trend rückläufig. Das pflanzliche Plankton – dazu zählen neben Grünalgen und Kieselalgen unter anderem auch Cyanobakterien – ist eine Grundlage der Nahrungskette im Meer, wie das Team um Hongwei Fang von der Tsinghua Universität in Peking in der Fachzeitschrift „Science Advances“ berichtet.
Marines Phytoplankton trage stark zur Produktivität der Biosphäre bei und spiele eine entscheidende Rolle im Kohlenstoffkreislauf der Meere und im Klimasystem der Erde, schreiben die Studienautoren. Doch beim Erfassen des Phytoplanktons gebe es große Lücken. So fehlten in vielen Satellitendaten Farbdaten der Ozeane, etwa wegen Wolkenbedeckung und Sonnenreflexion. Fang und Kollegen ergänzten die vorhandenen Daten deshalb um Messdaten direkt aus den Meeren und verwendeten auch künstliche Intelligenz (KI).“
Das war jetzt schwere Kost und vermutlich werden Sie nicht alle Links tatsächlich auch gelesen haben. Für mich bleibt als Fazit: Das Schmelzen des Eises führt tatsächlich zu mehr Phytoplankton, dies ist aber regional unterschiedlich. Mehr Phytoplankton bedeutet aber auch mehr „Futter“ für die Lebewesen, die sich davon ernähren. Und das ist doch was Gutes, oder?


Ich vermute, dass mit Hilfe von realen Messdaten KI-Modelle trainiert worden sind, die es ermöglichen, anhand von Satellitendaten Rückschlüsse auf z.B. Chlorophyll im Wasser näherungsweise zu ermöglichen.
Veränderungen in einem hyperkomplexen System über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren hinreichend genau vorherzusagen, ist ambitioniert und aus meiner Sicht auch mit den leistungsfähigsten Rechnern samt feinstgranuliertester Modelle (noch) nicht machbar.
Nehmen wir als Beispiel ein Trading-Modell auf die Aktie eines DAX-Unternehmens. Aus der Vergangenheit sind sämtliche Kurswerte sekundengenau über einen langen Zeitraum dokumentiert. Zusätzlich könnte man das Trading-Modell mit beliebig vielen Daten und Meldungen füttern, ohne das es je gelingen wird, den Kurswert am x-ten Tag um genau 12:13 Uhr in der Zukunft vorherzusagen. Gelänge dies, gäbe es keine armen Menschen auf dieser Erde mehr.
Das „(noch)“ würde ich streichen.
Es gibt komplexe Systeme, deren Verhalten prinzipiell nicht wirklich vorhersagbar ist. Es gibt für sie keine lösbare mathematische Beschreibung, das ist teilweise sogar streng beweisbar, liegt also nicht nur an irgendwelchen Unzulänglichkeiten.
Man kann dort allenfalls Näherungen über kurze Zeiträume erreichen.
Turbulenz gehört dazu (Umrühren in der Kaffeetasse) , Aktienkurse oder auch Wetter…
So geht Meinungsmache!
Text: „ergänzten die vorhandenen Daten deshalb um Messdaten direkt aus den Meeren und verwendeten auch künstliche Intelligenz (KI).“
Bauer Willi macht daraus: „Allerdings wurden wegen fehlender Daten diese durch künstliche Intelligenz ersetzt.“
Großes Kino Bauer Willi, zu behaupten, die Fehlstellen in den Satellitendaten würden durch KI ersetzt („Diese Wissenschaftsbetrüger!“) während man dafür reale Messdaten aus dem Meer benutzte und vermutlich die üblichen Interpolationen (kein solches Messnetz ist dicht genug) durch KI erledigen ließ, statt durch ältere Berechnungsverfahren.
@Max
Was wollen Sie damit zum Ausdruck bringen?
Wenn Daten fehlen und „KI eingesetzt wurde“ ist der Rückschluss, dass diese von der KI ergänzt wurden, doch logisch, oder?
Oder ging es Ihnen – wieder reinmachen – nur darum, mich zu diskreditieren?
Max argumentiert nicht sachlich, sondern eine Person diskreditierend, ohne sich zu fragen, welche Grenzen Simulationen – nicht nur beim Klima – haben könnten. Ich hoffe, er liest sich den Bericht über das Zurückziehen einer Studie vom PIK in Nature durch:
https://retractionwatch.com/2025/12/03/authors-retract-nature-paper-projecting-high-costs-of-climate-change/
Dieses Institut um Rahmstorf, Levermann & Co. gerät dadurch in eine existenzgefährdende Glaubwürdigkeitskrise.
Hoffentlich!
Nicht zu vergessen allerdings auch die Gutachter und Herausgeber bei Nature, die den Artikel damals durchgewunken haben, obwohl der fundamentale Fehler eigentlich jedem Kundigen hätte auffallen müssen.
Auch mir ist in den letzten Wochen bei zwei Papern in peer-reviewed Journals auf den ersten Blick aufgefallen, dass etwas nicht stimmen könne. Ich habe nachgerechnet und harre der Dinge, die ein RetractionProcess so mit sich bringt. Für mich absolutes Neuland.
Wenn man bei seinen Rückschlüssen weglässt, dass die fehlenden Satellitendaten durch Messdaten aus dem Meer ergänzt wurden und nur auf KI rumreitet, dann ist das tendenziös.
Aber das ist wohl gewollt, zumal Sie vom Thema Messung selbst wenig Ahnung haben dürften. Keiner kann globale Zustaende durchgängig messen, so dass immer Rechenverfahren zum Einsatz kommen, heutzutage eben auch KI.
Nehmen Sie etwa pro Hektar Acker 10.000 Bodenproben oder genügen da einige qwenige Proben und das Ergebnis wird hochgerechnet?
Mir ist die Diskussion mit Leuten,die sich bei Kritik stets dumm stellen und gern alles persönlich nehmen echt zu öde. Zumal wenn ein Dr. sich derartig platt verfälschend zur Datenerhebung und Bearbeitung auslässt um seine Blogblase zu bedienen.
Ich bin auch Dr. sc. agr. und werde Sie in Zukunft geflissentlich ignorieren, weil Sie nichts zum sachlichen Diskurs beitragen.
@ Max was wolllen sie uns sagen zu welchem Schluss sollen wir kommen? lt Artikel sagen die Studienautoren selber: „Doch beim Erfassen des Phytoplanktons gebe es große Lücken… Fang und Kollegen ergänzten die vorhandenen Daten…. “
hier der vollständige Absatz.
„Marines Phytoplankton trage stark zur Produktivität der Biosphäre bei und spiele eine entscheidende Rolle im Kohlenstoffkreislauf der Meere und im Klimasystem der Erde, schreiben die Studienautoren. Doch beim Erfassen des Phytoplanktons gebe es große Lücken. So fehlten in vielen Satellitendaten Farbdaten der Ozeane, etwa wegen Wolkenbedeckung und Sonnenreflexion. Fang und Kollegen ergänzten die vorhandenen Daten deshalb um Messdaten direkt aus den Meeren und verwendeten auch künstliche Intelligenz (KI).“
„ergänzten die Daten mit Messdaten aus dem Meer“
Das unterschlagen Sie und BW.
Zudem werden Datenlücken bei solchen Erhebungen schon immer durch Berechnungen gefüllt, das geht nicht anders und da ist mit KI sogar lieber als ein Kopfrechner.
hab den Kommentar zur Kenntnis genommen, aber nicht verstanden was ich unterschlagen haben soll.
damit ist es gut für mich
Nur warum die Menschen in Tromsö offenbar glauben ohne Golfstrom blieben sie eisfrei, daa wüsste ich gerne.
,Gibt es von Farmtours eine Fahrt dorthin um das zu kontrollieren?
Nichts genaues weis man nicht. Jedes Forscherteam bringt immer wieder andere Daten. Fest steht sicherlich , daß in Grönland das Eis weniger wird und die Gebäude von „Erik dem Roten “ freigelegt werden , denn vor rd. 1000 Jahren war Grönland grün und man konnte dort Ackerbau und Tierhaltung betreiben. Später mußten die Wikinger , weil das Eis wieder mehr wurde diese Gegend verlaassen. Ich denke , daß die „Wissenschaft “ die Klimaabläufe auf der Erde noch nicht nachvollzogen hat , denn der Südpol wird immer kälter und man hat dort erstmalig extrem hohe Temperaturen gemessen. Bei einem Besuch in Tromsö , Norwegen, hatten die Leute keine Angst vor einem Erlahmen des Golfstroms , denn dort ist es ganzjährig eisfrei. Wir müßen beim Klima wohl von einem gewissen Rüttmus ausgehen , wo Warm- und Kaltzeiten entsprechen der Sonnenaktivität sich abwechseln. Die ideologiepolitische Angstmache dient nur dazu uns politisch bevormunden und lenken zu wollen. Letzlich geht es nur um „Machterhalt „, aber das wird diese Leute in Brüssel und Berlin trotzdem in nicht allzulanger Zeit hinwegfegen , denn diese wirtschaftsfeindliche und menschenverachtende Politik wird sich nicht tragen lassen. Die Bauern gehen jetzt schon überall in Europa auf die Barikaden , aber in unseren Öffis ist nichts davon zu hören.