Jahr: 2019

Nitrat und Übergewicht…

Komischer Vergleich? Es geht aber dabei um Statistik und wie man falsche Schlüsse zieht. Stellen Sie sich einmal vor, die EU wollte das Durchschnittsgewicht der Bürger eines Landes gemeldet bekommen, um etwas gegen Übergewicht zu unternehmen. Alle Länder melden das Gewicht aller Bürger, von klein bis groß, von jung bis alt. Nur Deutschland nicht. Weil Deutschland ja „das Problem gezielt angehen will“, meldet man nur das Gewicht der übergewichtigen Männer zwischen 40 und 60 Jahren. Also die Risikogruppe. Dann stellt man fest, dass das wohl doch nicht so ganz repräsentativ ist und erweitert das Messnetz auf alle Übergewichtigen. Nun stellt die EU fest, dass – aufgrund der abgegebenen Meldungen – alle Deutschen deutlich übergewichtiger sind als der Rest der EU und verhängt ein Strafverfahren gegen Deutschland. Deutschland muss reagieren, weil ansonsten hohe Strafzahlungen drohen. Sie beschließen, dass alle Deutschen 20% weniger essen müssen. So glaubt man, das Problem in den Griff zu bekommen. Nun dauert das ja etwas, bis sich diese Maßnahme auch auswirkt. Das weiß jeder, der „abspecken“ will.  Die Maßnahme wird aber unterschiedliche …

Düngeverordnung: gegen die Wissenschaft (Video)

Mein unmaßgeblicher Kommentar zur Reform der Reform der Düngeverordnung. Ich verstehe das alles nicht mehr. Verordnungen gegen die Biologie. Das macht keinen Sinn. Ich hoffe, dass sich die Vernunft durchsetzt. Bauer Willi Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Nachwuchs-Sorgen

Hannovers einziger Bio-Hof hat Sorgen. Es findet sich kein Nachfolger für den Betrieb. Er bewirtschaftet heute 120 Hektar. Der städtische Eigentümer hat ausgerechnet, dass er ab 180 Hektar überlebensfähig wäre. Wo aber die fehlenden 60 Hektar herkommen sollen, weiß die Stadt auch nicht. http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Hat-oekologische-Landwirtschaft-am-Kronsberghof-noch-eine-Zukunft Das Problem der Hofnachfolge haben viele Betriebe. Auf der Seite https://www.hofsuchtbauer.de/ werden daher sehr viele Höfe angeboten. Aber auch die Anzeigen unter „Nachfrage“ sind interessant zu lesen. Alles zu finden in der „Hofbörse“. Wer also immer schon von einem eigenen Hof geträumt hat, kann hier fündig werden. Bauer Willi  

Aprilscherz?!

Manche Dinge werden nur durch extreme Vereinfachung klarer. Für alle, die die Ironie im Bild nicht verstehen: fragen Sie einen Physiker Ihres Vertrauens. Ein Arzt oder Apotheker wird Ihnen nicht helfen können. 🙂 Bauer Willi Hier erklärt es ein Mann mit Nickelbrille… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Aktuell: DüngeVO 7-Punkte Plan BMEL

Heute, Sonntag 31.3.2019 wurde von Julia Klöckner und Ursula Heinen-Esser einen 7-Punkte-Plan vorgelegt, mit dem sie am kommenden Donnerstag, 4,4,2019 um 10:30 Uhr in Münster vor die Bauern treten werden. Hier der Wortlaut: https://www.topagrar.com/dl/3/3/8/2/8/8/7/Naehrstoffmanagement_7-Punkte-Programm_Kloeckner_Heinen-Esser_.pdf

Nicht die Gestrigen retten die Welt…

Das obige Zitat stammt zwar von einem Kabarettisten, hat aber einen wahren Kern. Wenn man es geschrieben sieht, wirkt es noch viel besser als im Video (ab ca. Minute 6:00) https://www.daserste.de/unterhaltung/comedy-satire/satire-gipfel/videos/nuhr-im-ersten-video-174.html Je länger ich über die Aussagen nachdenke, um so banger wird mir um unsere Zukunft. Egal, über welche Wende wir gerade reden: wenden heißt immer ein Zurück. Wollen wir, will die Gesellschaft das wirklich? Etwas, worüber ihr mal an einem Sonntag nachdenken könnt… Redet mal miteinander. Kinder mit ihren Eltern, Eltern mit ihren Kindern. Könnte ganz spannend werden. Make our future Greta… Euer Bauer Willi

7.700 Liter Wasser…

…pro Kopf und Tag verbraucht jeder deutsche Bürger. Wenn man die Importe von Produkten, die in der Herstellung Wasser benötigen, mit einrechnet. Das ist die Aussage von Maria Krautzberger vom Bundesumweltamt. Noch einmal zum Mitschreiben: 7.700 Liter Wasser pro Kopf und Tag! https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1683219/umweltbundesamt-es-steht-schlecht-um-deutschands-gewaesser# Was die Belastung angeht, so hat sie vor allem einen Verursacher ausgemacht: die Landwirtschaft. Auf die Fragen zum Messnetz äußert sie sich wie folgt: (Zitat) Es gibt massive Kritik seitens der Landwirtschaft an Ihren Messergebnissen, weil Sie nur dort messen, wo die Werte erwartbar schlecht sind. Die Kritik kennen wir. Ja, wir messen dort, wo besondere Belastungen zu erwarten sind oder sie tatsächlich hoch sind. Da werden wir auch weiter messen. Wir müssen eben in den belasteten Regionen wissen, ob sich die Situation dort verbessert. Aber repräsentativ ist das nicht. Und auf Basis dieser Daten ist Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof verurteilt worden… Es ist so repräsentativ, wie die EU es fordert. Die Länder betreiben es entsprechend der Regeln seit 20 Jahren. Die EU-Nitratrichtlinie fordert, dass wir dort messen, wo die Belastung …

Eine Schulstunde in Rhetorik…

Ein geniales Interview von Christoph Heinemann (Deutschlandfunk) mit Anton Hofreiter (ab Minute 1:00). Hat jetzt nicht direkt was mit Landwirtschaft zu tun sondern eher mit Kommunikation. Nicht vergessen, den Ton einzuschalten…ist ja Radio… 🙂 https://t.co/9KgRlwLWmX Muss man sich nicht unbedingt bis zum Schluss anhören, lohnt sich aber. Ich habe jedenfalls viel über Rhetorik und Gesprächsführung gelernt. Ich war gestern den ganzen Tag auf einer sehr interessanten Tagung zum Thema „Filterblase in der Agrarwirtschaft“ der Uni Vechta.  Deshalb heute etwas eher Unterhaltsames… 🙂 Bauer Willi 

Biozide – der geduldete Skandal

Ob der Begriff „Skandal“ übertrieben ist? Wenn ich sehe, wie seitens der Behörden mit Bioziden im Vergleich zu Pflanzenschutzmitteln umgegangen wird, erscheint er mir jedoch berechtigt. Wirkstoffe wie Diuron, Terbutryn, Isoproturon und  Carbendazim sind in der Landwirtschaft verboten, und das, je nach Wirkstoff bereits seit vielen Jahren. In Fassadenfarben in Holzschutzmittel oder anderen Produkten für den Haus- und Gartenbereich dürfen sie nach wie vor als sogenannte Biozide (klingt ja eher ungefährlich!) eingesetzt werden und gelangen, z.B. über das Regenwasser direkt in den Boden, in Oberflächenwasser (Regen-Versickerungsbecken) oder in das öffentliche Kanalnetz und somit in die Kläranlagen. Wenn es an diesen Orten gefunden wird, wird als Erklärung oft herangezogen, dass „die Landwirte ihre Restbestände aufbrauchen“. Ich bin der Sache mal nachgegangen Laut der Kleinen Anfrage 973 an die Landesregierung NRW sind ca. 18.000 Biozid-Produkte auf dem Markt, andere Quellen sprechen von 30.000.. Wie groß die verkaufte und eingesetzte Menge ist, kann nicht gesagt werden, da diese laut Aussage des Bundesministerium für Umwelt „weder in Deutschland noch EU-weit erfasst werden“ Eine statistische Meldepflicht gibt es für Biozide …

Petition aktuell

Aktuell (26.3.2019) wurde die nachfolgende Petition von über 80.000 Menschen unterschrieben. https://www.change.org/p/bundesumweltministerium-gemeinsam-f%C3%BCr-bienen-und-klima Danke an alle, die die Petition bisher unterstützt haben. Die Briefe an die Ministerien wurden verschickt, eine Antwort habe ich bisher noch nicht bekommen. Bauer Willi