Jahr: 2018

Zu viele Insekten – biblische Plagen

Diesen Artikel schickte uns Christian von der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, einer Region, die es in 2018 gleich mehrfach „heimgesucht“ hat. Bezeichnend ist der letzte Satz: „Eine neue Erfahrung ist, dass …Schädlingsbefall wieder existenzbedrohend werden kann – vorerst allerdings nur für die Landwirtschaft und nicht für den Konsumenten.“ Das Jahr 2018 war für den Pflanzenbau mehr als herausfordernd. Nicht nur Hitze und Dürre machten zu schaffen, sondern auch Massenvermehrung diverser Insekten sorgten für eine Spur der Verwüstung und Millionenschäden. Exemplarisch an drei besonders aggressiven Schädlingen lassen wir das Jahr 2018 noch einmal Revue passieren: Das Derbrüsslerdrama Es begann im April 2018 – die Witterung schaltete Anfang April faktisch auf Frühsommer um. Die jungen Rübenpflanzen hatten dem Druck des Derbrüsslers nichts entgegenzusetzen. Der Derbrüssler ist grundsätzlich kein besonders neuer Schädling. Immer wieder gab es Fraßschäden – in Einzelfällen auch Bestandesverluste, aber nie in dem Ausmaß des Jahres 2018. Fast ein 1/4 der Rübenfläche Hektar Österreichs – knapp 10.000 ha – fiel dem Derbrüssler zum Opfer. Mehrfacher Anbau oder Nachbau nach Totalschäden kosteten Geld, Ertrag und Wertschöpfung. Die Witterung …

Landwirtschaft spielen…

Seht euch mal ein paar Minuten das Video an. Über 200.000 andere haben das schon gemacht. Und dann sagt eure Meinung. Ich glaube, für mich ist das nichts mehr… Andererseits: wenn sich so junge Menschen für Landwirtschaft begeistern lassen, warum nicht. Bauer Willi 0

Perspektivwechsel…

Advent heißt Warten Nein, die Wahrheit ist Dass der Advent nur laut und schrill ist Ich glaube nicht Dass ich in diesen Wochen zur Ruhe kommen kann Dass ich den Weg nach innen finde Dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt Es ist doch so Dass die Zeit rast Ich weigere mich zu glauben Dass etwas Größeres in meine Welt hineinscheint Dass ich mit anderen Augen sehen kann Es ist doch ganz klar Dass Gott fehlt Ich kann unmöglich glauben Nichts wird sich verändern Es wäre gelogen, würde ich sagen: Gott kommt auf die Erde! Und nun lesen Sie den Text von unten nach oben! Iris Macke aus „Der Andere Advent“ 0

1984: Der prophezeite Untergang

Manchmal ist es gut, wenn man sich an die „guten, alten Zeiten“ erinnert. Bauer Fritz hat mir einen Artikel aus dem „Spiegel“ aus dem Jahr 1984 zukommen lassen. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13507783.html Hier ein paar Auszüge. Und noch mal: diese Zeilen wurden 1984 geschrieben!!! „Die Ackerkrume sei, so der Wissenschaftler, durch falsche Bewirtschaftung und permanente Beregnung mit Schwefel- und Salpetersäure bereits so schwer geschädigt, dass in zwei bis drei Jahren mit dem Niedergang der Gerste zu rechnen sein. Preuschen: Das ist der Beginn einer Lawine.“ „Laub- und Nadelstreu, pro Jahr pro Hektar bis zu 3,5 Tonnen, werden nur noch ungenügend in Nährstoffe umgewandelt; das Ökosystem Wald sinkt zusammen“ „Heute, (gemeint ist 1984) gibt es in Deutschland praktisch keine gesunde Weißtanne und aus Bucheckern werden vielerorts keine Buchen mehr“ „Wenn die weltweite Verschlechterung der Böden durch Erosion, Überweidung und Verwüstung anhält,ist, so eine Untersuchung der OECD, in zwanzig Jahren mehr als ein Drittel des bebaubaren Bodens der Erde zerstört.“ „Der Professor hat errechnet, daß sieben Prozent, der fünfzehnte Hektar, durch überhohe Belastung mit Schwermetallen schon dauerhaft verdorben sind“ Dann ein …

Burn-Out-Engel

Burnout. Gehört hat diesen Begriff wohl jeder schon einmal. Aber selbst erlebt, was dann im Kopf abgeht? Die Situation, dass sich das Gehirn verselbstständigt? Dass der Kopf nicht mehr zur Ruhe kommt? Der Umstand, der schließlich auch Gedanken aufkommen lässt, dem Leben ein Ende zu bereiten? Schuldzuweisung und das Verleugnen der Realität sind der Nährboden für die fatale Negativspirale ist, die geradewegs in den Burnout führt. Wer beschuldigt, der überträgt seine eigene Verantwortung an andere und steuert nichts mehr selbst. Diese Schicksale sind schlimm. Aber umso mehr müssen wir die Ursachen benennen, damit nicht noch mehr diesem Wahnsinn folgen. Menschen, die im Burnout angekommen sind, haben sich übernommen, sich zu viel vorgenommen. Aber sie haben selbst die Entscheidungen getroffen, die zu der ausweglos erscheinenden Situation geführt haben. In der Landwirtschaft ist es oft der Druck, erfolgreich zu sein, sich der Familie, den Altenteilern oder auch den Nachbarn gegenüber zu beweisen. Immer höhere Ernten, immer höhere Erlöse, der Aufbau eines neuen Betriebszweiges können süchtig machen. Wenn dann doch einmal der erhoffte Erfolg ausbleibt, sucht man nach den Ursachen. Man hat den Beratern, hat der Politik …

Stadt – Land – Tier

Lisa-Marie hat ihre Hausarbeit über „Die Rolle der Haus- und Nutztiere in der heutigen Gesellschaft – ein kritischer Vergleich zwischen Landwirten und Stadtbewohnern“ geschrieben. Ich habe sie dabei ein wenig unterstützt und sie hat mir daher die Erlaubnis gegeben, einiges davon zu zitieren. „In antiken und mittelalterlichen Städten waren Tiere Bestandteil des Alltags. Jeder hatte jeden Tag Kontakt zu Tieren, eine scharfe Trennung zwischen Haus- und Nutztieren gab es nicht. Erst mit der industrielle Revolution begannen Menschen, sich Haustiere aus Liebhaberei zu halten, Landwirte spezialisierten sich auf Nutztiere um so die städtische Bevölkerung zu versorgen. Mit wachsendem Wohlstand stieg auch die Nachfrage nach tierischen Produkten, die dann aber außerhalb der Städte und damit der Wahrnehmung der städtischen Bevölkerung stattfand. Stadtbewohner fehlt so der direkte Zugang zum Nutztier. Stadtbewohner – Haustier Heute leben rund 22 Mio. Haustiere in Deutschland. Haustiere werden zunehmend vermenschlicht, menschliche Denkweisen werden oft auf Haustiere übertragen. Tierethiker diskutieren kontrovers darüber, ob diese Vermenschlichung für das Tier nicht doch eher negativ ist. Tiere werden überwiegend im Haus gehalten, was meist nicht ihrer natürlichen Lebensweise entspricht. …

Deutscher Fleischkongress: Robert Habeck und Mirjam Lechner

Ein lesenswerter Artikel. https://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Deutscher-Fleisch-Kongress-Weniger-Tiere-und-mehr-Geld-38061?crefresh=1 Der Referent Robert Habeck skizziert seine Vorstellungen von der Nutztierhaltung. Im wesentlichen plädiert er für weniger Tiere in Deutschland und weltweit. Er wendet sich gegen Exporte, beklagt die Verschwendung, fordert eine bessere Kennzeichnung und lobt in diesem Zusammenhang des Lebensmitteleinzelhandel, die hier vorbildlich vorangehe. Mirjam Lechner klärt mit sehr viel praktischer Erfahrung die Teilnehmer des Deutschen Fleischkongresses darüber auf, dass nicht immer der erste Eindruck im Stall auch der Richtige ist. Und dass der Mensch, und nicht die Automatisierung im Stall die entscheidende Rolle spielt. Wer mehr von Mirjam Lechner erfahren will: https://www.bauerwilli.com/tierhaltung-wissen-emotionen-strategien/   0

Zebra – ein Weihnachtsbraten?

Zu dem nachfolgenden Artikel in der FAZ lässt sich viel sagen. Aus Sicht eines Bauern, aus Sicht eines Konsumenten, aus Sicht eines Tierschützers usw. https://www.faz.net/aktuell/stil/essen-trinken/discounter-netto-verkauft-zebra-aus-der-kuehltruhe-15929717.html Es geht darin um NETTO, die jetzt Zebrafleisch in der Kühltheke anbieten. Rechtzeitig zu Weihnachten. Interessant auch die Sicht des WWF. Die Kommentare überlasse ich euch… Einen schönen 2. Adventssonntag. Euer Bauer Willi 0

Noch kein Weihnachtsgeschenk?

Heute wollen wir mal richtig Werbung machen: Und zwar für ein Spiel für die ganze Familie. Es handelt sich um das Maschinenring-Brettspiel „LANDWIRT“, das soeben neu auf dem Markt erschienen ist. Gesehen habe ich es zum ersten Mal beim Maschinenring Arnstein/Mittelmain. Wer wissen will, wie es funktioniert, hier ein Video: Und hier kann man es bestellen: https://www.mr-arnstein.de/mr-arnstein-mittelmain-e-v/landwirt-das-maschinenring-brettspiel/ und den Maschinenringen Filialen  https://www.maschinenring.de/ oder Sport König Werneck www.sportkoenig-werneck.de 0

Heilige Kühe…

Eine „heilige Kuh“ ist dem Deutschen das Auto. Und dann gibt es noch die Methan-Kuh, die gerne auch als Klimakiller bezeichnet wird, weil sie das schädliche Methan rülpst. Übrigens nicht nur Kühe, sondern auch alle anderen Wiederkäuer, wie Antilopen, Zebras, Gnus, Wisente, Elche… In der Diskussion um den menschengemachten Klimawandel spielen aber alle „Kühe“ eine Rolle. Nimmt man an, dass eine wirkliche Kuh in etwa soviel Klimagase ausstößt, wie 18.000 gefahrene Kilometer (die Zahl findet man Internet, ohne dass aber die Ableitung dargestellt wird), dann hätten die zusätzlichen Kilometer (54 Mrd.) rund 3 Mio. Kühen/Rindern entsprochen.  Der aktuelle Bestand an Kühen/Rindern beträgt 12,28 Mio. (davon 4,2 Mio. Milchkühe) Man kann die Rechnung auch anders herum aufmachen: Die Autofahrer haben die Einsparung an Klimagasen durch die Rinder nicht nur zunichte gemacht, sondern deutlich überkompensiert. Die Zahlen darf/kann man ja in den Diskussionen um den Klimawandel auch mal nennen. Jeder kehre vor seiner eigenen Tür. Bauer Willi http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/der-co2-ausstoss-von-autos-waechst-15910393.html http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/suv-und-gelaendewagen-erstmals-beliebter-als-golf-und-co-a-1187343.html https://de.statista.com/statistik/daten/studie/153058/umfrage/milchkuhbestand-in-deutschland-seit-2000/ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/163423/umfrage/entwicklung-des-rinderbestands-in-deutschland/   0