Bauer Willi
Kommentare 58

1984: Der prophezeite Untergang

Manchmal ist es gut, wenn man sich an die „guten, alten Zeiten“ erinnert. Bauer Fritz hat mir einen Artikel aus dem „Spiegel“ aus dem Jahr 1984 zukommen lassen.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13507783.html

Hier ein paar Auszüge. Und noch mal: diese Zeilen wurden 1984 geschrieben!!!

Die Ackerkrume sei, so der Wissenschaftler, durch falsche Bewirtschaftung und permanente Beregnung mit Schwefel- und Salpetersäure bereits so schwer geschädigt, dass in zwei bis drei Jahren mit dem Niedergang der Gerste zu rechnen sein. Preuschen: Das ist der Beginn einer Lawine.“

„Laub- und Nadelstreu, pro Jahr pro Hektar bis zu 3,5 Tonnen, werden nur noch ungenügend in Nährstoffe umgewandelt; das Ökosystem Wald sinkt zusammen“

„Heute, (gemeint ist 1984) gibt es in Deutschland praktisch keine gesunde Weißtanne und aus Bucheckern werden vielerorts keine Buchen mehr“

„Wenn die weltweite Verschlechterung der Böden durch Erosion, Überweidung und Verwüstung anhält,ist, so eine Untersuchung der OECD, in zwanzig Jahren mehr als ein Drittel des bebaubaren Bodens der Erde zerstört.“

„Der Professor hat errechnet, daß sieben Prozent, der fünfzehnte Hektar, durch überhohe Belastung mit Schwermetallen schon dauerhaft verdorben sind“

Dann ein Zitat des NABU:

„Wenn die bisherige Belastung des Bodens mit Schwermetallen nicht unverzüglich(!) entscheidend (!) verringert wird, haben wir reale Aussichten, daß in 50 Jahren bei uns praktisch keine nennenswerte Nahrungsmittelproduktion mehr stattfinden kann.“ (Die Ausrufezeichen stehen so im Text)

Weiter im normalen Text:

„Schon heute sind 40% der westdeutschen Agrarflächen ungeeignet für dien Anbau von Futterrüben.“

„Weil aber dauernde Kalkung die Böden auslaugt…bessern die Landwirte mit Phosphat-Dünger ihre Böden auf…“

„In Hamburg lässt Umweltsenator Curilla die Wiederaussetzung von Regenwürmern auf frisch gekalkten Flächen erproben.“

„Beim Niedergang dieser Getreideart (gemeint ist die Gerste) werde es nicht bleiben, meint der Wissenschaftler: auf Dauer sei auch der Brotweizen nicht gefeit gegen die Folgen der schleichenden Bodenverseuchung, und auch nicht die Kartoffeln.“

Dies sind nur einige wenige Auszüge aus dem Text. Es lohnt sich wirklich, ihn im Gesamtzusammenhang zu lesen, um die Tonalität zu erfassen. Ich musste nach dem Durchlesen erst einmal tief durchatmen. Dann aber kam ich zu der Erkenntnis, dass wir heute eigentlich ganz zivilisiert diskutieren. Von den Prophezeiungen ist heute, 34 Jahre später, keine einzige eingetreten. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass Cadmium (oder andere Schwermetalle, Kupfer einmal ausgenommen) eine beherrschende Position in der heutigen Diskussion einnehmen würde.

Was der Artikel meiner Meinung nach aber sehr wohl aufzeigt: alternative Fakten gab es schon damals, nur hat die noch keiner so genannt. Und an der Rolle der Medien, solche Themen in epischer Breite (9 Seiten im Spiegel!) darzustellen, hat sich auch nichts geändert.

Bad news are good news. Wir haben nichts dazu gelernt.

Euer Bauer Willi

(Aufrufe 2.940 gesamt, 1 heute)
0

58 Kommentare

  1. Tiwas sagt

    Es passt sehr wohl zum Thema Untergang: Kann mir einer der hier so Sach- und Fachkundigen erklären, wo ich die Abstände zu Wegen, Bäumen und Saumbiotopen auf einen Blick erfassen kann? Wie ackert ein Bauer und wie hält er die gesetzlich vorgeschriebenen Abstände ein? Wie schützt er die Hecken und Blühstreifen? Das würde mich zwecks Vermeidung des Untergangs sehr interessieren. Bitte um Unterstützung, vielen Dank.

    0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Die Abstände sind mit GPS genau einzuhalten,
      wer diese Technik nicht an Bord hat, braucht einen Meterstab und eine neue Brille, sonst gibt es mit den gesetzesgeilen Behörden mächtig Ärger.

      +2
      • Tiwas sagt

        Ehemaliger Landwirt. Ja genau an diese „gesetzesgeilen Behörden“ werde ich mich jetzt halten und Frevler anzeigen. Da gibt es hierzulande viel zu tun. Danke für den Tipp.

        0
        • Günter Peßler sagt

          Das dumme Getönse und Geschützte hat zum Gegenteil geführt was eigentlich gewollt ist. Landwirte die es nicht gestört hat wo Hecken waren haben diese entnommen und Einzebäume gefällt, damit es keine Probleme mit denen gibt. Super gemacht!

          +5
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Habe in den letzten Jahren 5.000 Quadratmeter mit Apfelbäumen für Brennzwecke angebaut. Es wäre auch möglich gewesen als Streuobstbau. Dies habe ich unterlassen, da es Menschen wie sie gibt, die in dem Fall meine Bäume unter Schutz stellen wollen. Damit wäre ich nicht mehr derjenige, der die Bäume gepflanzt hat, sondern der böse Bauer, vor dem man die Bäume schützen muss.

          Für solch eine schlichte Sachlage reicht bei einigen der geistige Horizont nicht aus.

          +11
      • Tiwas sagt

        Ehemaliger Landwirt, ist also das Schrappen am Wegesrand, das Kratzen am Straßenbelag das Zeichen für den konventionellen Landwirt, dass da ein Ende ist? Hier bei mir ist das der Fall. Und dann noch schön hälftig über den Weg glyphosiert. Da kommt Freude auf. Aber keine Bange – nicht mehr lange!

        0
        • Sabine sagt

          Also nur mal so. Die, die bei uns hier am fleißigsten die Wegränder „schrappen“, sind die Herrschaften von Straßen NRW, die nicht möchten, das Gräser und Büsche in die Fahrbahn ragen und zustarken Randbewuchs als Mitursache für Wildunfälle identifiziert haben. Da mähen und mulchen die auch „ausversehen“ mal die Vogelschutzhecke von unserem Pferdebauern mit.

          +7
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Es gibt eine Grenze zwischen der in öffentlichem Eigentum gehörigen Fläche und der des Landwirtes. Wenn ein Landwirt die öffentliche Fläche sich vereinnahmt, dass kann der Straßenlastträger dies unterbinden.
          Geschieht dies nicht, dann Frage ich mich wo ihr Problem liegt?

          +2
    • Landschaftelemente, Biotope, Dauergrünland und Wege etc. sind kartiert, die Ackerfläche als LN ebenfalls. Kontrolliert wird durch Vorortkontrollen, welche auch durch den automatisierten Abgleich von Luftbildern ausgelöst werden können. Auch hier also kein Grund, um sich auf zu blasen.

      +6
      • Tiwas sagt

        Danke, lieber Mark, für deine Hilfe. Ich habe nun beschlossen, aufgrund deiner perfiden Antwort, den Rest meines Lebens und den meiner in Zahl laufend zunehmender Helfer zu verwenden, die Vor-Ort-Kontrolle in Deutschland und darüber hinauds zu kontrollieren, zu informiernen und zu aktivieren. Mit sich-auf-blasen hat das rein nichts zu tun. Eher mit „das-entspricht-NICHT-den Bestimmungen! – Strafe!“ Deine versnobte Reaktion hat mich überzeugt, dass das der richtige und einzige Weg ist. Dünkel und Überheblichkeit brauchen einen Riegel vorgeschoben, anders geht es nicht. Empfindliche Strafe bei Zuwiderhandlung scheint das richtige Mittel zu sein. Bis es quietscht oder die Konzession entzogen wird. Danke für diese Entscheidungshilfe!

        +1
        • Obstbäuerin sagt

          Und sind sie nicht willig, dann brauche Gewalt. Eine schöne besinnliche Adventszeit, Tiwas. Es wir Alles gut.

          +6
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          „die Vor-Ort-Kontrolle in Deutschland und darüber hinauds zu kontrollieren, zu informiernen und zu aktivieren. “

          Wie heißt das Zeugs, das sie eingenommen haben?

          +4
          • Tiwas sagt

            Ehemaliger Landwirt, was daran verstehen Sie nicht? Die Kontrollen sind so lasch, daher besteht ja der Missbrauch. Also wird jetzt von anderer Stelle kontrolliert, wer dafür zuständig ist, es werden diese Stellen aktiviert und über jeden Missbrauch informiert, anders gesprochen: Der Dieb wird angezeigt.
            Das läuft schon deutschlandweit an, bald werden Sie meinen obigen Satz, über den Sie sich so ereifern und erheben, noch viel besser verstehen.
            Stichwort: „überackerte Randstreifen“ – Kein Kavaliersdelikt, sondern ein Kapital- und Umweltvergehen.
            – Ist das jetzt – auch für Sie Spaßvogel – etwas deutlicher geworden?

            0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ich verstehe schon was sie meinen, sie möchten den Ritter Arthur der Gerechte spielen, was bietet sich derzeit besser an, als die Landwirte zu beschuldigen.
              Morgen ist Montag,
              haben sie die Prospekte von ALDI, LIDL und Netto schon gelesen?

              0
          • Tiwas sagt

            Mausschubser: Wo mehr als freundliche Appelle, ja eindringliche Bitten nichts bewirken, außer hämischen Rumgetue, hilft dann in letzter Instanz, die „“Einsicht“ durch rigorose Bestrafung herbeizuführen.
            Dafür haben auch Sie siicher Verständnis.
            Einige haben es mehr als übertrieben, jetzt lernen sie bald die Konsequenzen zu tragen. In Zeiten von Satellitenbeobachtung ist das heutzutage ein Klacks. Neben Strafen dürfen Sie die Flächen wieder bepflanzen, da gibt es schöne Archive, wie die ausgesehen haben.

            „Blockwart“? – Nennen Sie es, wie Sie wollen!

            Und Mausschubser, wenn Sie anständig ackern, haben Sie ja nichts zu befürchten.

            0
            • Wow, der Jürgen wird neben Dir verblassen, wenn Du erst mal die allerschlimmsten Umweltsünder vor Gericht gezerrt hast. Die Bösen in Deutschland müssen sich ab sofort gaaaaaanz warm anziehen ….

              +3
        • Bauer Willi sagt

          @Tiwas
          Finde ich einen guten Ansatz. Jeder zeigt jeden, der etwas Unrechtes tut, sofort an. Wo wohnst Du? Ich mache mich dann schon mal auf den Weg.
          Frohe Weihnacht.

          +3
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Irgendwann fährt der mal bei Gelb über die Ampel, oder geht bei Rot über die Fußgängerampel. Da bleibt die Hoffnung, das ein rechtschaffene Person die zur Anzeige bringt.

            Ich glaube eher, das wir es mit einem spätpupertierendem Kerl zu tun haben, der beim Herrn HarzIV beschäftigt ist.

            +1
          • Ferkelhebamme sagt

            Nee, Willi, Denunzianten hat niemand lieb und wir nähern uns doch dem Fest der Liebe. Lass tiwas doch die Anzeigenpeitsche schwingen, dann wird sich zeigen, ob berechtigt oder eben nicht. Die Behörden kennen ihre Pappenheimer, in beide Richtungen. Hauptsache tiwas kennt auch die Eigentumsverhältnisse, sonst sind die Wege für Erholungssuchende vom genervten Besitzer bald gesperrt oder gleich mit umgepflügt. Einen friedlichen 3.Advent allen! 😊

            +1
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ein Berufskollege bekam diesen Sommer ein Besuch von der Polizei, er soll das Wasser mit dem er junge Bäume bewässerte, aus dem naheliegenden Bach verbotenerweise entnommen haben.

              Tatsache war, das Wasser stammte von einer eigenen Quelle.
              Ich hätte eine Anzeige gegen Unbekannt aufgegeben, wegen falscher Anschuldigung, dass solchen Menschen das Handwerk gelegt wird.

              +2
      • Tiwas sagt

        Hierzulande ist das Verschwinden von Grenzsteinen eine Bauernkrankheit. Mal sehen, was das neu Einkatastern für Kosten verursacht…

        +1
        • Schmeckt gut sagt

          Viel Spaß dabei. Ja, es gibt Verstöße im Grenzverlauf, meistens durch die „üblichen Verdächtigen“. In unserem Kreis wurden daraufhin viele Grenzverläufe gecheckt, mit dem Ergebnis, dass durch die CrossCompliancechecks, Zuteilungen in Flurneuordnungen und auch Satelliten basierte Grenzermittlung meistens eine Grenze zugunsten des Bauern bewertet werden musste. Tut mir leid, lieber Tiwas, aufblasen bringt nix, vor dem Gesetz zählen nur Fakten.

          +10
            • Schmeckt gut sagt

              Grenze ist und bleibt Grenze. Was ist da nicht rechtens. Entweder der Grenzverlauf wird eingehalten oder nicht! Bauern unter Generalverdacht zu stellen nervt nur noch. Aber selbstverständlich ist eine Überprüfung rechtens. Wird aber eine solche Überprüfung (und der Generalverdacht) nach Hinweis mehr als 10mal bei einem Betrieb durchgeführt, offenbart dies nur eine falsche Sicht auf Rechte und Pflichten im Zusammenleben. Das sehen sicherlich auch die Kontrollbehörden so, denn diese haben schließlich die Arbeit und wichtigere Aufgaben bleiben liegen.

              +9
        • bauerhans sagt

          „…das Verschwinden von Grenzsteinen eine Bauernkrankheit.“

          der meinung war ein mitarbeiter meiner gemeinde auch und verklagte mich gleich.
          die richterin konnte meine schuld nicht erkennen und forderte ein eindeutiges gutachten.
          der anwalt der gemeinde redete mir daraufhin gut zu,den schaden meiner treckerhaftpflicht zu melden,da ich ja sowieso keinen schadensfreiheitsrabatt bekäme.
          ich belehrte ihn,dass das eine aufforderung zu einer ungesetzlichen handlung wäre.
          die klage verlief im sande.

          +3
          • Patrick sagt

            bauerhans „die klage verlief im sande“ – Und jetzt sind Sie stolz auf sich, nicht wahr?

            0
          • Paulus sagt

            Es gibt tatsächlich bis heute viele Grenzpunkte die nicht versteint sind, was wahrscheinlich eine Vielzahl z.B. von Waldbesitzern betrifft. Wenn ich ehrlich bin habe ich noch keinen Stein gefunden, obwohl ich sie an den Grenzen zur Feldflur schon mal gesucht habe. Das ist mehr oder weniger so etwas wie ein fließender Übergang.
            Die Grenzen hätten im Zuge der Flurbereinigung in den 50er und 60er Jahren zwar eigentlich gekennzeichnet werden müssen – aber wie das nun mal so ist …
            Mein Gott, wenn sich mittels GPS herausstellt, dass sich 5 Fichten oder Buchen auf dem Grund und Boden eines Nachbarn befinden soll er sie ernten. Und wenn er sein Acker-oder Grünland etwas über die katastermäßigen Grenzen ausgedehnt hat ist mir das auch scheißegal. Ist schließlich kein Neubaugebiet, in denen es mitunter zum Streit führt wenn die Hecke des Nachbarn mal 5 cm über die Grundstücksgrenze hinaus wächst.

            Eindeutig erkennbare Grenzverläufe sind übrigens auch bei der Jagd ein manchmal schwieriges Thema. In Grenznähe müsste man, streng genommen, nebst präzisen Karten und GPS auch eigentlich immer einen Spaten und Instrumente der Geodäten im Rucksack haben. Die gesetzliche Regelung zur vereinbarten Wildfolge ist da auch nur eine Krücke.
            Was Grenzverläufe und Abstände betrifft wird hier über Schwachsinn diskutiert. Vielleicht hilft mir hier jemand mit der Definition zu Gewässerabständen, in Bezug auf jahreszeitlich bedingte Wasserstände. Jetzt kommt mir bitte nicht mit dem sogen. Normalwasserstand, den können nicht einmal die Wasser- und Schifffahrtsdirektionen der Länder bestimmen.

            +2
            • Abstandsregelungen zu Gewässern beziehen sich immer auf die Börschungsoberkante, Wasserstände sind nicht relevant.

              +1
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          „Hierzulande ist das Verschwinden von Grenzsteinen eine Bauernkrankheit. Mal sehen, was das neu Einkatastern für Kosten verursacht…“

          Woher wollen sie Wissen, wo die Grenzsteine abhanden gekommen sind?
          Ihre Argumentationen werden immer Abenteuerlicher.

          +2
  2. Tiwas sagt

    Nun ja, sehr viel Apokalypse, zugegeben. Aber sind wir soooo sehr besser aufgestellt? Und wenn ja, verdanken wir es dann nicht aufgrund des Aufrüttelns gezielt getroffener Gegen-Maßnahmen, statt dem ewigen „Weiter-so“, dass es noch nicht so schnell ganz so schlimm gekommen ist?
    Hier höhnisch die Schwarzseher (andere nennen sie Warner) anzugreifen, ist doch ein wenig überheblich, finde ich.
    Keiner kann das Universalwissen für sich beanspruchen, auch nicht die jetzt so süffisant sich gebenden Besserwisser, dass ja alles nur übertrieben und falsch ist, ein Weiter so gewiss der richtige Weg ist.

    Nicht alles ins Lächerliche zu ziehen wäre ein erster Schritt zur Verbesserung.

    Vergesst den Kontext nicht: 1984 und noch weit danach hatten die meisten noch Amalgan als Füllung in den Hauern, bleifreies Benzin war normal und es wurde noch fröhlich Asbest eingesetzt.

    Sich also über berechtigte Warnungen aus dieser Zeit so infantil zu amüsieren, ist ja nicht ganz der feine Weg.

    Dass es nicht ganz so schlimm gekommen ist (ist es nicht?), ist gewiss nicht der Verdienst derjenigen, die jede Warnung ins Lächerliche ziehen.

    +4
    • Kompletter Quatsch. Fakt ist, dass der Alarmismus in den allermeisten Fällen entweder falsch ist oder viel zu spät kommt. Beiden gemein ist, dass in der Regel NGO´s dahinter stecken, manchmal sogar aus der Wirtschaft gesponsort (z.B. DUH/Toyota), wahnsinnig viel Medialer Wirbel gemacht wird (um das Wort Propaganda zu vermeiden), angebliche Problemlösungen immer von anderen eingefordert werden, selbst nie aktiv zu Problemlösungen beitragen, wissenschaftliche Arbeit und die Politik in den Sog des initiierten Mainstreams bringen. Selbst wenn sie zur Problemlösung nichts beigetragen haben, lassen sie sich dafür feiern. Dies ist für dieses System überlebenswichtig. Genau hier muss man ansetzten, um den Auswüchsen dieser Entwicklung endlich ein Ende zu bereiten, der link von Bauer Fritz ist ein nachahmenswertes Beispiel.
      PS: was ist an bleifreiem Benzin schlecht, Asbest als Werk-und Baustoff wurde schon substituiert, bevor die Alramisten losheulten.

      +8
      • Tiwas sagt

        Korrigiere: Verbleites Benzin…. – aber das wussten Sie auch schon, oder? Nett, wenn Sie aus einem Verschreiber Honig saugen wollen. Nicht nett, das Sie daraus „kompletter Quatsch“ lesen. Wir werden sehen…

        0
    • Obstbäuerin sagt

      Dieser Frame WEITER SO im Zusammenhang mit der konventionellen Landwirtschaft suggeriert doch etwas nebulös, dass es in derselben keinen Fortschritt gibt. Welche Alternative sehen sie denn im NICHT WEITER SO – was bedeutet das im Klartext, Tiwas?

      +4
  3. Bauer Fritz sagt

    Ergänzend empfehle ich:

    „Chronik einer Panik“
    Ein Vierteljahrhundert Waldsterben – oder wie ein deutscher Mythos entstand, sich verfestigte und allmählich zerbröckelt.
    Beobachtungen aus dem Bundesforschungsministerium

    Von Günter Keil ; 9. Dezember 2004 https://www.zeit.de/2004/51/N-Waldsterben/komplettansicht

    Dieser „Insider“ zeigt deutlich auf, wie lange es möglich ist ein totes Pferd zu reiten und was den öffentlichen Institutionen es kostet, bis wirklich alle zur Kenntnis nehmen, daß des Pferd tot ist.

    +9
    • Schöner Artikel der die These der sich selbst verhindernden Prophezeihung von AdT sauber wiederlegt!
      Exact dieses Ablaufmuster, wie es in dem Artikel beschrieben ist, wiederhlt sich mit schöner Regelmäßigkeit.

      +3
  4. Medien wollen eben auch unterhalten, Gesprächswert für Diskussionen liefern usw., soll ja auch nicht langweilig werden. Allerdings führten die damaligen Sorgen wegen saurem Regen und Schwermetallen auch zu wirksamen technischen Maßnahmen. Es wurde auch gehandelt, möglicherweise waren die Warnungen eine sog. sich selbst verhindernde Prophezeiung; beweise mir erst mal das Gegenteil, Bauer Willi:

    UBA zum Thema „Schwermetall-Emissionen“, 30.07.2018:

    „Die Emissionen der wichtigsten Schwermetalle (Cadmium, Blei und Quecksilber) sanken seit 1990 deutlich. Die Werte zeigen Reduktionen von knapp 60 bis um die 90 Prozent (%). Der Großteil der hier betrachteten Reduktion erfolgte dabei in den frühen 1990-er Jahren, wobei wesentliche Reduktionen auch schon vor 1990 stattfanden. Vor allem die dabei angewandten hochwirksamen Staub- und Schwefeldioxid (SO2) -Minderungsmaßnahmen führten zu einer erheblichen Verringerung der Schwermetallemissionen zunächst in den alten und, nach der Wiedervereinigung, auch in den neuen Ländern, einhergehend mit Stilllegungen veralteter Produktionsstätten.“

    +3
    • Bauer Willi sagt

      @AdT
      war ja klar, dass Du die eine Rosine mit den Schwermetallen herauspicken würdest. (Übrigens ist Kupfer gerade wieder für 7 Jahre zugelassen worden!! Weil man darauf nicht verzichten kann und weil es gerade (nicht nur) im Bio-Landbau unverzichtbar ist.)

      Die Story mit der Kalkung ist aber wirklich aberwitzig. Bauern kalken ihre Felder seit Jahrhunderten und nur deshalb bleibt der Boden in eine guten Zustand. Dafür muss man nicht mal Landwirtschaft studiert haben, dass weiß jede schwäbische Hausfrau, die einen eigenen Garten hat 🙂

      +16
      • Keine Rosine, sondern eine tragende Säule Deiner Argumentation, die DU falsch gegründet hast

        +2
      • Sabine sagt

        Es muss dann allerdings auch mindestens ne Verhaltens-Schwaebin sein, weil auch beim Kalken ist weniger oft mehr. Sonst stimmt der Spruch mit den reichen Vaetern.

        0
  5. fingerphilosoph sagt

    Der erste Weltuntergangsprophet, der das Ende der bestehenden Ordnung vorausgesagt und das neue „Reich Gottes“ verkündet hat, war wohl Jesus. Ihm folgte Johannes mit seiner Offenbarung, besser als Apokalypse bekannt. Die Christen warten nun seit rund 2000 Jahren auf den Jüngsten Tag mit nachfolgendem Gericht.

    Der Weltuntergang wurde dann wieder vom Hl. Hippolytus für das Jahr 500 vorhergesagt, der anhand der Bibel berechnete, dass die Welt 5.500 v.Chr. erschaffen wurde und insgesamt 6000 Jahre bestehen würde. Eine Vielzahl eifriger christlicher Bibelrechner folgte diesem Muster, kam jedoch auf unterschiedliche Ergebnisse, deshalb wurde der Weltuntergang auch für 800, 979, 992, 999, 1000, 1033 usw. vorhergesagt.

    Astronomen sagten den Weltuntergang anhand kosmischer Erscheinungen voraus. 1000 war so ein Jahr. Oder 1524, weil sich da Jupiter, Saturn und Mars im Sternbild der Fische trafen.

    Martin Luther ließ die Welt gleich 3x untergehen: 1532, 1538 und 1541.

    Seit der 2. Hälfte des ausgehenden Jhs. häufen sich indessen die Untergangsvorhersagen. Zur Debatte stehen u.a. ausgehende Ressourcen (wahlweise Erdöl plus Düngemittel oder Seltene Erden, Sand usw.) Lebensraumszerstörung wie Abholzung, Überfischung, Verseuchung biologischer Systeme bzw. Vermüllung, Klimaveränderungen (wahlweise Eiszeit und Erwärmung), Atomkrieg, biologische Waffen (Virenkiller), Gentechnik, Zerstörung der Erdatmosphäre, diverse Pandemien, Vulkanausbruch mit VEI 7 oder 8 (Yellowstone), Erkaltung des Erdkerns, Polsprung, der Rote Zwerg Gliese 710 (Auslösung Kometenbombardement), Supernova, Gammablitz, Schwarzes Loch (evtl. künstlich im CERN erzeugt), Big Crunch (Universum zieht sich wieder zusammen) Big Rip (dunkle Energie reißt Raumzeit auseinander), Big Chill, Invasion von Außerirdischen (wahlweise Zombies), KI und bewusst gewordene Maschinenwelten, Nanoroboter, Sonnenstürme mit evtl. EMP, EMP durch in der Atmosphäre gezündete Atombomben, sonstiger Mega-Stromausfall, Super-Gau in gleichzeitig mehreren Atomkraftwerken durch Versiegen der zur Kühlung notwendigen Flüsse (cf. auch Klimawandel) ….

    So what? …. Gähn …. Nichts Neues unter der Sonne ….

    +5
    • Obstbäuerin sagt

      Nicht zu vergessen: die kleinen Katastrophen wie Zucker, Salz, Fleisch, Fett, Eier, Gluten, Milch …. s.o.

      +6
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Besser wäre es gewesen, ich hätte deine Post besser gelesen, der Untergang des € ist nicht von der Hand zu weisen.

        0
      • Paulus sagt

        Hallo Hans,
        nach der Theorie des Herrn Krall dürfte es die LW am wenigsten treffen, schließlich gibt es dort sogen. Substanzwerte in erheblichem Umfang, sofern diese nicht für das Aufrechterhalten nicht zukunftsfähiger Betriebe verpfändet wurden. In solchen Fällen dürften sich Zinserhöhungen möglicherweise, oder mit einiger Wahrscheinlichkeit für die Betroffenen als durchaus dramatisch erweisen.
        Ansonsten warne ich vor den Geschwätz der Mc-Kinsey-Leute und Konsorten, die wissen sehr gut womit sie Geld verdienen können, kochen aber auch nur mit Wasser.
        Deren Analysen (als Externe) sind ja ganz interessant und in manchen Fällen nicht unwichtig. Die Methoden zur Problembewältigung sind in etwa so wie es früher in Bad Harzburg gelehrt wurde oder wie es alle paar Jahre mal durch die Seminare irgendwelcher am Selbsterhalt interessierter Akademien rauscht.
        Im Grunde alles uralter Adel und nicht neues unter der Sonne.
        Und jetzt warte ich auf das Ende des Euro in …, wann war das nochmal?

        +3
  6. Friedrich sagt

    Die Aussagen damals waren genauso falsch wie heute zur Landwirtschaft . Man arbeitet halt immer mit der Angst der Leute. So werden einzelne Wirtschaftsbereiche nieder gemacht, was wir ja z.Zt. auch erleben können. Recherche findet nicht statt , sondern es werden Schlagzeilen gemacht die Umsatz und Spenden erwarten lassen. Das ist nichts anderes wie seinerzeit mit dem Ablaßhandel. Da wird gelogen , daß sich die Balken biegen. Je weniger der Glaube an Gott , desto mehr glauben die Leute den Medien und NGOs. Schlimm ist auch , daß die wenigsten unserer Mitbürger nichts mehr hinterfragen und den Meinungsmachern wie eine Schafherde folgen ? Hatten wir das nicht immer wieder in der Geschichte ?

    +17
  7. Ja, damals war es nch einfach, die Leute in Angst und Schrecken zu versetzen und Weltuntergangstimmung zu verbreiten. Hin und wieder mal ein Artikel im Spiegel der Stern, und gut war. Heutzutage ist dies schon viel schwieriger. Das brauchts dann schon große Teile unterschiedlicher Medien, die dann ein tägliches Dauerfeuer von Weltuntergang auf die Bevölkerung abschießen. Ein immer größerer Teil der Wissenschaft ist damit beschäftigt, Horrorszenarien zu erfinden und diese dann wisssenschaftlich zu untermauern. ES werden komplett neue Institute gegründet, die nichts anderes machen. NGO´s spielen sich zum Sprachrohr der Gesellschaft auf, auch wenn ihr Anteil an dieser nur exorbitant klein ist. Dabei wird die komplette Politik vor sich her getrieben. Praktisch kein Bereich wird ausgelassen, von Agrar bis Justitz ist alles dabei. Na ja, der Wohlstand machts möglich….

    +29
    • „. ES werden komplett neue Institute gegründet, die nichts anderes machen. NGO´s spielen sich zum Sprachrohr der Gesellschaft auf, auch wenn ihr Anteil an dieser nur exorbitant klein ist.“

      Kann man das nicht gesetzlich verbieten?

      0
  8. Kainz Andreas sagt

    Nur wie wir heute überwacht werden, so etwas hatte sich Georg Orwell nicht einmal in seiner kühnsten Phantasie vorstellen können.

    +9
  9. bauerhans sagt

    meine schwester(zahnärztin) war damals viel im schwarzwald und am bodensee unterwegs,war auch 1990 von berlin nach V-S gezogen und wenn sie hier vorbei kam,erzählte sie immer wieder von solchen artikeln wie im spiegel.
    sie schwärmte auch von den biobauern dort und hatte einen speziellen hofladen,den sie immer besuchte.
    auf meine frage,wie der denn zurecht käme,schwärmte sie regelrecht über deren zusammenhalt in der famile,erwähnte aber nie,dass die junge frau als lehrerin arbeitete.

    +6
    • Wenn man einen Hofladen in der ersten Generation hat,
      kann man als Bauersfrau nie berufstätig sein, egal was man gelernt oder studiert hat.
      Aber wenn man einen Ackerbaubetrieb hat, dann kann man als Ehefrau schon berufstätig sein.
      Den kann ein Mann alleine bewirtschaften!

      Dann ist die ganze Familie rundum sozialversichert,
      was ein Selbstständiger Bauer nicht so ist.

      Und es kann dann mal Ebbe in den Betriebseinnahmen (wie in-diesem Jahr bei den Milchviehbetrieben, die das Winterfutter schon verfüttert haben und nun neues beschaffen müssen!) geben, die Frau bringt ja auch ein Einkommen. Da hat man das ganze Jahr nur für den Erhalt des Betriebes gearbeitet, aber keinen Lebensunterhalt erwirtschaftet, den muß die Frau mit ihrer Berufstätigkeit erbringen.

      +6
  10. Sabine sagt

    Viel dicker schwarzer Pinsel sicher. Dennoch um die Baumgesundheit steht es nicht so besonders, gerade jetzt nach dem viel zu langen und viel zu trockenen Sommer. Alleine in der Stadt Düsseldorf müssen 400 Bäume gefällt werden, weil sie sich aufgrund der Verhältnisse nicht mehr gegen einen Pilzbefall wehren konnten und entweder schon gestorben oder so schwer geschädigt sind, dass man sie nicht mehr retten kann.
    In den Forsten wurde und wird der Wald umgebaut, weil einige Arten dauer-kränkeln und man hofft, mit anderen Arten, Sorten und mehr Mischwald den Schädlingen und Klimaänderungen gerecht zu werden.
    Es wurden in den letzten 30 Jahren viele in der Industrie getan, entweder wurden Filteranlagen installiert oder die Fabriken sind schlicht nicht mehr vorhanden. Alleine mal an das denken, was im Ruhrgebiet alles stillgelegt wurde oder im Osten pleite ging. 1984 rauchte es noch kräftig in Leuna und in Bochum.
    Ich kenne aus meiner Schulzeit sowohl im Sommer als auch im Spätherbst und Winter umweltbedingte Schulausfälle. Im Sommer stank der Fluss so sehr, dass man an heißen Sommertagen den Unterricht um oft um 12 Uhr beendete, weil man es in den Klassenzimmern nicht aushalten konnte, im Winter wurden die Pausen oft in der Klasse verbracht, weil bei Smok-Wetterlagen das nicht gesund war. Wenn es ganz schlimm wurde, blieben wir auch mal zwei Tage zuhause.
    An diese gute alte Zeit inkl. gereizter Atemwege erinnert man sich heute nicht mehr. Heute findet man Pseudokrupphusten vllt. noch bei sehr starken Allergikern oder Kindern, wo die Eltern rauchen. Damals waren die Arztpraxen im Winter voll mit „bellenden“ Kindern. Heute empfiehlt man die betroffenen Kinder viel draußen zu beschäftigen, damals war der Stubenarrest eine Möglichkeit die Anfälle zu vermeiden.
    Alles Sachen an die wir uns nicht mehr erinnern, oder?
    Am selben Fluss an dem meine Schule stand, beobachte ich heute mit viel Freude Graureiher, Bachstelzen und sogar einen Eisvogel. Damals mied man den Fluss, heute überlegt sich die Naturschutzbehörde die Freizeitnutzung einzuschränken, um die seltene Flora und Fauna am Fluss zu schützen.
    Wir vergessen sehr schnell.

    +13
    • Borchert Alexander sagt

      Hallo Sabine,

      Ihre Antwort zeigt doch, dass wir aus Horrorszenarien lernen. Oft muss zu 200 % übertrieben werden, um dann 80 % zu erreichen.
      Aber wir Menschen sind so angelegt, dass wir immer das Alte solange verteidigen, bis es nicht mehr anders geht und dann geht es doch anders.
      Wir reagieren in der Regel. Freiwillige Aktionen gibt es meistens nicht.

      0
      • Obstbäuerin sagt

        Leider wird diese Strategie (z.B. von NGO´s) gerade heute oft benutzt, um Dinge zu erreichen, die keineswegs positiv sind.

        +6
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Wegen dieser übertriebenen Horrorszenarien werden nicht nur Bauern beschimpft,
        schlimmer ist, dass gerade physisch labile Menschen sich vor dem nahen Tod durch PSM fürchten, dies, obwohl durch PSM noch nie Menschen krank wurden.

        0
        • Sabine sagt

          Beim sog. Waldsterben ging es nur am Rande um die Bauern, damals ging es mehr um die Industrie, Hausheizungen und die Autofahrer. Und es wurde auf beiden Seiten gelogen, dass sich die Balken bogen. Während die deutschen Autobauer und die internationalen Ölfirmen in USA schon längst Kats einbauten und bleifreies Benzin verkauften, wurde uns in Deutschland erklärt, dass das technisch nicht darstellbar wäre. Man kann es sich heute nicht mehr vorstellen, aber einst waren die USA ganz weit vorne im Umweltschutz.
          Die Waldschäden hatten zwar eine andere Ursache, aber ich denke, niemand will den Smokalarm der 80iger zurück oder gar die Kohleheizungen und die schlecht isolierten Wohnungen. Nicht nur im Osten gab es Leute, die ihre Wäsche nicht draußen trocknen konnten, weil bei ungünstigem Wind die Wäsche nicht weiß blieb. Das konnte einem auch im Pott passieren. Kann mir niemand erzählen, dass das gesund war.
          Damals wurden auch die Abwasserbehandlung von Industrie- und Städten angeschoben und wer will denn ernsthaft einen Rhein wieder, der selbst von so robusten Tieren wie Stockenten hinter Düsseldorf gemieden wurde?
          Dass sich Landwirte da mit der Erinnerung etwas schwer tun, sehe ich ein. Ich kann mich noch sehr gut an den unglaublichen Dreck erinnern, den hier Härtereien, Waschmittel- und Farbfabriken in die Wupper und ihre Zuflüsse kippten und bei jedem Versuch sie davon abzuhalten, mit Entlassungen und Verlegungen ins Ausland quittierten. Das war nicht lustig und gerade Städte im und um den Pott kämpfen immer noch mit den Folgen.
          Wir brauchen uns nicht darüber streiten, ob drei fehlende Zentimeter an einem Blühstreifen die Welt dem Untergang weihen, aber dass man Käranlangen braucht, die mehr tun als nur den Dreck gut zu verrühren, darüber müssen wir uns glaube ich auch nicht streiten.
          Es braucht ehrliche Kritiker auf beiden Seiten. Ja, der Nabu und der BUND müssen dringend ihre oft romantische Vorstellungen von Natur überdenken und z.B. damit aufhören so zu tun, als wären ihre Heckrinder nicht verhungert, sondern der einer besonderen Art der natürlichen Auslese zum Opfer gefallen. Da könnten sie viel Weidemanagment und Tiergesundheit gerade von konventionellen Bauern lernen. Wenigstens hab ich noch nie gehört das einem unser konventionellen Bauern ein Rind mit vollem Magen auf der Weide verhungert wäre. Dem Nabu passiert das öfters.
          Auf der anderen Seite wäre es schon interessant mal zu schauen, welches Potential auf den Höfen in Sachen Artenschutz schlummert und wie man diese Bereiche, vllt. sogar ohne viel Geld und Mühe, aktiviert werden könnten.

          +5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.