Bauer Willi
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Zu viele Insekten – biblische Plagen

Diesen Artikel schickte uns Christian von der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, einer Region, die es in 2018 gleich mehrfach „heimgesucht“ hat. Bezeichnend ist der letzte Satz: „Eine neue Erfahrung ist, dass …Schädlingsbefall wieder existenzbedrohend werden kann – vorerst allerdings nur für die Landwirtschaft und nicht für den Konsumenten.“

Das Jahr 2018 war für den Pflanzenbau mehr als herausfordernd. Nicht nur Hitze und Dürre machten zu schaffen, sondern auch Massenvermehrung diverser Insekten sorgten für eine Spur der Verwüstung und Millionenschäden.

Exemplarisch an drei besonders aggressiven Schädlingen lassen wir das Jahr 2018 noch einmal Revue passieren:

Das Derbrüsslerdrama

Es begann im April 2018 – die Witterung schaltete Anfang April faktisch auf Frühsommer um. Die jungen Rübenpflanzen hatten dem Druck des Derbrüsslers nichts entgegenzusetzen.

Der Derbrüssler ist grundsätzlich kein besonders neuer Schädling. Immer wieder gab es Fraßschäden – in Einzelfällen auch Bestandesverluste, aber nie in dem Ausmaß des Jahres 2018. Fast ein 1/4 der Rübenfläche Hektar Österreichs – knapp 10.000 ha – fiel dem Derbrüssler zum Opfer. Mehrfacher Anbau oder Nachbau nach Totalschäden kosteten Geld, Ertrag und Wertschöpfung.

Die Witterung des Jahres 2018 oder auch schon das Jahr davor hat sicher zur explosionsartigen Verbreitung geführt. Offen ist die Frage wie es mit dem Schädling weitergeht. Eines ist jedenfalls klar: einen Befall wie heuer hält der österreichische Rübenbau nicht noch einmal aus.

Es gibt keine Maikäfer mehr??

Dieses Lied vom deutschen Schlagersänger Reinhard Mey soll offenbar suggerieren, dass der Maikäfer ausgestorben wäre oder stark dezimiert oder was auch immer.

Das Gegenteil ist der Fall: In vielen Regionen kämpfte man seit Jahren – allerdings bis dato relativ kleinregional – mit dem Schädling. Primär schädigen die Larven des Käfers – die Engerlinge. Neben dem Maikäfer gibt es auch den Juni- und/oder Gartenlaubkäfer bzw. deren Larven, aber das hat dann schon eher akademisches Interesse. Für das Grünland oder den geschädigten Bauern ist es am Ende egal, wer unterirdisch die Wurzeln abgefressen hat, sodass in vielen Fällen ein Umbruch bzw. Neuanlage notwendig wird.

Die Kosten sind beträchtlich und der Erfolg zumeist nicht 100%. Und völlig klar muss sein, dass nach Umbruch und Neuanlage massive Ertragsausfälle ein Faktum sind. Trockenheit und Engerlingsbefall schaukeln sich gegenseitig auf. Das Jahr 2019 wird wohl entscheidend werden. Sollte es wieder – ähnlich wie heuer – ein trockenes Jahr geben, könnte die Situation für viele Grünlandbetriebe geradezu bedrohlich werden.

In der Kartoffel steckt der Wurm drin

Der Drahtwurm ist kein neuer Schädling – er hat in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen geführt aber grundsätzlich war die Befallssituation zu meistern.

Mangelnde chemische Bekämpfungsmöglichkeiten und ein Jahr, das offenbar dem Schädling sehr entgegengekommen ist führten zu einer Massenausbreitung. Die ohnehin schon reduzierte Kartoffelernte war dann zu erheblichen Teilen mit Drahtwurm befallen und damit unverkäuflich. Der Konsument will zwar keine Pestizide – Drahtwurm im Kartoffel mag er aber noch viel weniger.

Warum so viele Insekten?

Insekten sind extrem anpassungsfähig. Allein schon durch ihre aberwitzige Vermehrungsrate können sie sehr schnell und aus ihrer Sicht sehr effektiv Lebensräume erobern und unterschiedliches Nahrungsangebot nutzen. Hitze und Trockenheit trotzen sie gut – ihre Anpassungsfähigkeit können sie voll ausspielen.

Bekämpfungsmöglichkeiten werden weniger – der Klimawandel wird mehr

Die laufenden Einschränkungen im chemischen Pflanzenschutz machen das gesamte Thema nicht einfacher. Wir werden uns – dem Klimawandel sei Dank – hier noch auf manche böse Überraschung einstellen müssen. Denn neben den genannten Schädlingen, die ja alle bei uns heimisch sind werden wir künftig mit neuartigen Schädlingen konfrontiert sein. Hohe Temperaturen bzw. Bedingungen wie sie heute in Mittel- oder Norditalien üblich sind, werden uns auch ein neues „Schädlingsspektrum“ bescheren. Die künftige Herausforderung wird vielleicht Baumwollkapselwurm heißen. Beginnen wird die „Invasion“ mit punktuellen Vorkommen – dafür sorgt die Verkehrslawine, die sich täglich von Nord nach Süd, von Ost nach West erstreckt und auch dafür sorgt, dass Schädlinge schnell und effizient verbreitet werden.

Schwere Zeiten für die Landwirtschaft

Alte und neue Schädlinge – allen voran Insekten – werden unsere Kulturpflanzen attackieren. Die Bekämpfungsmöglichkeiten durch chemischen Pflanzenschutz werden weniger und der Klimawandel wird dafür sorgen, dass die Ausbreitung der Schädlinge schneller wie in der Vergangenheit vor sich gehen wird. Eine neue Erfahrung ist, dass ähnlich wie in einer lang zurückliegenden Vergangenheit Schädlingsbefall wieder existenzbedrohend werden kann – vorerst allerdings nur für die Landwirtschaft und nicht für den Konsumenten.

Hier der Link zum Original-Artikel:
https://ooe.lko.at/insektenplagen-2018+2500+2838504

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51 Kommentare

  1. Gephard sagt

    Wenn man ein Schlaraffenland für die Insekten schafft (sprich: Monokulturen), muss man sich nicht wundern, dass sie sich so gut vermehren.

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    • Thomas Apfel sagt

      Ich hatte bislang den Eindruck die Behauptung sei: Die Insekten sind zu 70 % verschwunden ?? Da darf ich mich durchaus wundern, das sie da wo wir sie bekämpfen eben nicht verschwunden sind. Wenn schon dennschon bitte konsistent bleiben in den Behauptungen. Die Maßnahmen, die die „Massenvermehrung“ einschränken sollen, haben also nur die „Nichtzielorganismen“ beseitigt? Geht’s noch wunderlicher ?

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  2. Berthold Lauer sagt

    Der Artikel und die Diskussion zeigt für mich folgendes: Wenn die entsprechende Nahrung, das entsprechende Umfeld und dann noch die passenden klimatischen Bedingungen da sind, können sich Insekten, in diesem Fall unerwünschte, sehr schnell vermehren, trotz z.T. Jahrzehntelanger Bekämpfung. Daher liegt auch für mich der Schluss nahe, dass ein Rückgang von Insektenpopulationen viel mehr mit dem Verlust von speziellen Habitaten zu tun hat als mit dem Einsatz irgendwelcher Pestizide. Wie auch Vorredner schon festgestellt haben, wiederspricht es jeglicher Logik, dass ausgerechnet die Arten, die wir in den entsprechenden Kulturen als „Schadinsekten“ bekämpfen, im nächsten Jahr je nach Witterungsverlauf wieder massiv auftreten können und mittlerweile sogar Resistenzen entwickeln, während andere, gar nicht direkt betroffen bzw. getroffen, austerben. Natürlich kann man für diesen Habitatverlust auch wieder die Landwirtschaft verantwortlich machen. Man muss sich halt entscheiden: Ernährungssicherheit aus eigener Produktion oder Importversorgung zu Lasten anderer Teile der Welt.

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    • Bergbäuerin sagt

      Der letzte Satz ist entscheidend. Wie überzeugt man Menschen davon, dass Übergewicht (früher „Habgier“) unfair ist gegenüber den Hungernden in der Welt; dass Wegwerfen von Lebensmitteln kriminell ist, früher hat man „Sünde“ dazu gesagt, und dass niemand jeden Tag Fleisch und Milch braucht – früher „Völlerei“ genannt.
      Übrigens haben auch Städter die Möglichkeit, direkt beim Bauern zu kaufen. Das erfordert etwas Organisationsarbeit, weil es nur zu gewissen Terminen geht. Abgesehen von immer mehr Bauernmärkten gibt es genug Internet-Plattformen, jedenfalls in Österreich: In Wien http://www.biowichtl.at, in Graz https://www.neuweg-handel.com/regiofair/ und in ganz Österreich http://www.markta.at
      Bequemer ist es natürlich, nach der Arbeit noch schnell in den Supermarkt zu gehen, und sich dort von Sonderangeboten Essensvorschläge machen zu lassen.

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  3. Gurkenhobel sagt

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Beitrag aus Österreich. Das passt haargenau zu meinem Vortragsthema, mit dem ich zurzeit in Norddeutschland unterwegs bin, in dem es um den möglichen Einfluss des Klimawandels auf Schädlinge geht.

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  4. Thomas Apfel sagt

    Ich habe seit 38 Jahren mit praktischem Pflanzenschutz zu tun (diese Aufgabe wurde mir gleich nach dem Studium zu Teil, weil mit dem praktischen, die „Chemie“ auf die Pflanzen bringen, keiner so richtig was zu tun haben wollte). Wir haben seit 1980 versucht nach Schadschwellen zu behandeln. Das ist nicht immer gelungen. Schon 1982 hatten wir beim Frostspanner (legt im Herbst Eier auf Obstzweigen und frisst im Frühjahr Blüten und junge Früchte) Eiablagen von 80 – 100 je Meter Trieblänge. Die Behandlungsschwelle liegt bei 2 – 4 Eiern je Meter. Wir haben 2 mal mit den damals üblichen Phosphorinsektiziden behandelt. Gemessener Behandlungserfolg 92 % : Schaden = 80% Ernteverlust. 1996 hatten wir in den Grasstreifen zwischen den Bäumen 150-180 Engerlinge des Junikäfers je qm. Die sollen ja angeblich nur Graswurzeln fressen, wussten die aber offensichtlich nicht, die Bäume waren auch erheblich geschädigt.
    Aus Ganze gesehen haben wir durch unsere Überwachungen und die der Pflanzenschutzämter einen recht guten Überblick über die jährlich sehr veränderliche Menge an „Schadinsekten“. Abgesehen von auch in der „freien Natur“ üblichen Auf´s und Ab´s in der Populationsentwicklung hat sich die Menge der erfassten Insekten (die wir bekämpfen) kaum verändert. Das nährt zu mindestens meine Skepsis gegenüber dem „Insekten- Verschwindibus- Hype“ der Gegenwart. Nach den Befallsspitzen der verschiedenen Insektenarten brechen die Populationen oft schlagartig zusammen um sich über die Jahre zu neuen Höhepunkten ihrer Populationsdichte aufzubauen.
    Diese Populationsspitzen zu brechen und in solchen Jahren die Ernte zu retten ist Gegenstand des praktischen Pflanzenschutzes.
    Und wenn ich in diesen Jahren etwas gelernt habe, dann: Wir können mit allen Maßnahmen die wir treffen, die Populationsentwicklungen bei Insekten nur ganz geringfügig beeinflussen. Durch ihre explosionsartige Vermehrungsfähigkeit bei günstigen Umweltbedingungen ist ihre Überlebensstrategie der unseren weit überlegen.

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    • Brötchen sagt

      ist im Stall mit den fliegen auch nicht anders. die fliegenmittel wirken nur mal ein paar Jahre, dann juckt die das nicht mehr.
      es geht den Naturschützern sicher eher um ganz spezialisierte Insekten für sehr spezielle Lebensräume, die der Ackerbau nicht zur Verfügung stellen kann. ist nun mal kein magerrasen.

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      • Thomas Apfel sagt

        Genau so sehe ich das auch. Für spezialisierte Insekten müssen die speziellen Lebensräume geschaffen werden und das geht in der Regel mit relativ kleinräumigen Maßnahmen. Einer Efeu-Seidenbiene nützt ein breiter Blühstreifen zum Beispiel gar nichts. Deshalb plädiere ich auch immer für den Ansatz von Prof. Kunz: segregative Artenschutzmaßnahmen durch Biotopgestaltung für die in die jeweilige Landschaft gehörenden passenden Zielarten außerhalb der Ackerflächen.

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  5. Bergbäuerin sagt

    Der Selbstversorgungsgrad Deutschlands ist von 98% im Jahr 1990 auf 85% im Jahr 2017 gesunken, Zahlen von 2018 fehlen noch. Die EU weist einen Selbstversorgungsgrad von 93% auf. Der Rest kommt entweder von einer Gegend mit geringeren Umweltstandards oder aus Hungerländern. Es gibt nur eine ethisch vertretbare Lösung: Kein Übergewicht ernähren, nichts, aber schon gar nichts wegwerfen, einmal/Woche Fleisch, maximal 3 mal pro Woche Milchprodukte und Eier. Wenn nicht freiwillig, dann wirds sowieso bald Lebensmittelrationierungen geben.

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    • Obstbäuerin sagt

      Zumindest bei Äpfeln wird das nicht eintreten, weil die osteuropäischen Länder den Markt in Deutschland ausreichend mit billiger Ware bedienen werden. In Polen wächst die Biobranche ganz gewaltig, obwohl die Ware im eigenen Land kaum absetzbar ist. Es wird gezielt für den deutschen Markt produziert und ich denke, das wird bei anderen landwirtschaftlichen Produkten genauso sein.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Habe gestern ein Video vom Weingut am Stein in Würzburg angesehen. Die verkaufen 30 % des BIO Weines in die USA, offensichtlich ist der Qualitätsbewusste deutsche Verbraucher nicht bereit denen aller BIO Wein ab zukaufen.

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      • Bergbäuerin sagt

        Die 85% sind natürlich die Kalorienbilanz Import/Export, da geht es nicht um einzelne Lebensmittel.

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  6. Friedrich sagt

    Jeder muß sich darüber im klaren sein , daß ein Industrieland wie Deutschland eine effiziente , erfolgreiche Landwirtschaft braucht , sonst funktioniert unser gesamtes System nicht mehr. Ohne Produktion in Industrie und Landwirtschaft läufts hier nichts. Es ist heute schon so , daß 13/15 Mill. Erwerbstätige hier , den anderen 28/30 Mill. Erwerbstätigen des Arbeitsplatz absichern. Diese letzteren können nur leben , wenn hier Produktion stattfindet.
    Wenn wir aber unsere Ernährung, Mobilität und Exporte nicht durchführen können , dann bricht hier alles zusammen. Dann war es das mit Kreuzfahrten , der Fliegerei um die Welt usw. . Wir müßen hier sehr genau aufpassen , daß wir es mit dem Klimawandel nicht übertreiben , oder mit dem Kampf gegen die Autos, oder mit der Ökologisierung der Landwirtschaft. Wenn ich mir die Absprachen vom Klimagipfel in Polen so anschaue , dann bleibt für Deutschland nur noch so viel Energie über , daß es gerade noch für die Nahrungsproduktion reicht. Was ist mit der Wohnungsheizung, Verkehr, Industrie, Fliegerei usw. ? Ist so ein , von Deutschland unterstütztes Ergebnis nun ein Erfolg ?

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  7. Bauer Fritz sagt

    „Aufgrund unserer gesellschaftlichen Entwicklung gibt es bei uns Vorgaben, auch abseits von Bio fast keine Pflanzenschutzmittel mehr einzusetzen – durchaus auf Druck von NGOs. Das führt heuer dazu, dass derzeit 78 Prozent der Erdäpfelernte in Österreich vernichtet werden müssen, weil sie vom Drahtwurm befallen ist. Wir schmeißen derzeit eine Menge weg, mit der man ein Jahr lang 2,5 Millionen Österreicher ernähren könnte.

    In diesem Fall werden wir wohl ab Frühling keine heimischen Erdäpfel mehr haben. Deshalb wird Österreich ab März aber nicht aufhören, Chips oder Pommes zu essen. Sie kommen halt aus Ägypten oder der Türkei – und fragt dort wer nach, wie produziert wird? Das ist so paradox: Was irgendwo auf der Welt aufs Essen gespritzt wird, ist fast jedem völlig wurscht. Nur in Österreich, da müssen wir am allerstrengsten sein.“

    Hannes Rojer / Peter Fuchs „Land schafft Leben“
    *) https://www.kleinezeitung.at/steiermark/5522788/Interview-zur-Bauernkrise_Warum-essen-wir-Erdbeeren-im-Winter
    *) https://www.landschafftleben.at/blog/warum-essen-wir-erdbeeren-im-winter_b2136

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    • Stadtmensch sagt

      Hm – bei uns in D fiel die Kartoffelernte (laut offiziellen Meldungen) haupsächlich aufgrund der Dürre ca. 30% schmaler aus. Der Verbraucher merkts am Preis.
      Sagt ja auch keiner, welche Mittel konkret verboten wurden und seit wann das Verbot gilt.
      NGO sind schuld. Im Mittelater haben sie 60000 Menschen verbrannt, weil sie Sündenböcke für die „Kleine Eiszeit“ brauchten.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Der Landwirt wird unterrichtet, wenn für ein PSM ein Anwendungsverbot besteht, warum soll der Verbraucher von dem Anwendungsverbot unterrichtet werden?

        Nur, wen der Verbraucher eine Landwirtschaft vergangener Zeiten wünscht, dann müssen die NGOs die Verbraucher auch über die Folgen aufklären, entweder werden die Lebensmittelpreise so hoch, dass der gemeine Verbraucher mit den Ohren wackelt,die Stadtjammerer glauben noch, dass das Ausland zu den jetzigen Preisen liefert.

        Die Bauern und deren vorgesehenen Hofnachfolger werden heutzutage nicht Verbrannt, sie werden verheizt, von jeder Menge Dummquassler.

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        • Stadtmensch sagt

          Dummquatschender und Stadtjammerer perlt ab. Jeder weiß doch, was man gegen Drahtwürmer tun kann, ohne gleich wieder Ziel- und Nichtzielorganismen mit der chemischen Keule „abzuhärten“. 5 bis 7 Jahre keine Drahtwurmkost anbauen. Auch nicht unittelbar daneben. Sicher gibts noch mehr Möglichkeiten…

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Könnten sie mir ihre Weisheiten genauer erklären, wie solch eine Fruchtfolge aussieht. Erklären sollten sie mir auch warum der ÖKO Anbau
            Mikrobiologische Pflanzenschutzmittel auf der Basis des insektenschädlichen Pilzes Beauvaria bassiana und Mikrobiologische Pflanzenschutzmittel auf Basis von Metarrhizium brunneum verwendet?

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            • Schmeckt gut sagt

              Diese insektenpathogenen Wirkstoffe auf biologischer Basis stehen, und jetzt wird es ganz spannend, auch in der Diskussion und bei ganz schlauen Leuten in der Kritik, weil sie ja auch Einfluss auf die Zusammensetzung des Ökosystems nehmen können. Leute, wacht endlich mal auf. Selbstverständlich hat alles landwirtschaftliche Handeln Einfluss auf die Umwelt. Lasst uns hierüber aber vernünftig diskutieren. Auf Anforderungen, die wir nicht erfüllen können, habe ich keinen Bock mehr. Die Arbeit bleibt nämlich an uns Bauern hängen – wenn wir sie denn noch machen wollen.

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            • Thomas Apfel sagt

              @BW danke für den Link. die Untersuchungen zeigen die Kehrseite von „mehr Bio-Diversität“ auf dem Acker. Da tauchen alte Bekannte, wie die Kombination von mehr Quecke und mehr Drahtwurm wieder auf. Wenn wir wie von NABU und anderen gewünscht alle 100 m Blühstreifen durch unsere Felder ziehen, werden wir auch andere Bekannte, wie zum Beispiel die Ackerkratzdistel häufiger wiedersehen. „Bunte Felder“ zur Freude und Erbauung der radelnden Pensionäre .
              Ich war im vorigen Jahr im Juli zu einer Reha in Angermünde. da konnte man auf den Getreidefelder von Gut Kerkow (Sahra Wiener) sehen wie solche Flächen nach einigen Jahren BIO – Extensivierung aussehen.

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            • „Selbst in einem optimierten Anbausystem wird die Verfügbarkeit einer ausreichend breiten Palette moderner Wirkstoffe erforderlich bleiben. Auch wenn es nicht populär ist: aufgrund der Anfälligkeit von Nutzpflanzen für Schaderreger und den gegebenen Grenzen des nicht-chemischen Pflanzenschutzes werden Pflanzenschutzmittel für die Sicherung der Ernährung auch zukünftig eine zentrale Bedeutung haben.
              Die Gesellschaft kann zwar – durchaus berechtigt – von der Landwirtschaft fordern, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu begründen. Doch auch die Gesellschaft muss ihre Forderungen nach immer weiterer Reduktion des Einsatzes rechtfertigen und zwar mit objektiven Fakten. Diese Begründung fehlt in der gegenwärtigen Debatte.“ Prof. Dr. A. v. Tiedemann TA 1/19

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            • Stadtmensch sagt

              @Mark
              Die Rechtfertigung ist eine gründliche Bearbeitung des Themas Freiland-Anbausystem. Oder wie Thomas Apfel sagt: „Das ist vielleicht aber auch nur für mich, in meiner (aussichtslosen) Sucht, die Welt (oder auch „die Wahrheit“) über Zahlen und untersuchte Zusammenhänge erfassen zu können, wichtig.“
              Mir ist noch nicht ganz klar, wie man in einem Land mit so einer langen Tradition wissenschaftlicher Landwirtschft und mit zahllosen Versuchsanstalten, Unis, sonstigen Feldversuchen, immer noch so im Dunklen tappt.

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          • Bauer Fritz sagt

            Was täten die Landwirte Europas nur ohne sie. Wo doch ohnehin jeder weiß, daß ….
            Ich nehme an sie haben noch mehr solch toller Vorschläge auf Lager.

            Bitte an sie: Könnten sie nicht der Umweltministerin zustecken, man braucht nur 5-7 Jahre kein Auto mehr fahren und schon ist der Klimawandel Geschichte. Weiß doch ohnehin jeder ….

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        • @Stadtmensch,

          das weiß aber ein Bauer, der mit dem PSD verbunden ist besser als „jeder“, oder?

          Ich habe auch keine Fachkenntnisse in deinem Beruf!

          Aber Fragen darf man ja als Interessierter mal, gut so!

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  8. Borchert Alexander sagt

    Einzelbetrieblich sind die beschriebenen Szenarien eine existenzielle Katastrophe.

    Doch eigentlich zeigt uns das alles, dass unser Machbarkeitswahn nach wie vor von der Natur begrenzt bzw. durchkreuzt werden kann. Wir greifen seit Jahrtausenden in die Natur ein und die Natur greift dann wieder in unser Handeln ein. Das wird nie aufhören.

    Unser Problem ist unsere scheinbare Sicherheit, die wir uns selbst erschaffen haben. Wir gehen davon aus, dass es immer 700 dt/ha + x dt/ha Rübenertag sind. Alles wurde auf diese Ergebnisse ausgerichtet. Rübenpreis, Fabrikkapazität, Zuckeranteil in der Lebensmitteln. Ja sogar die Geschmacksknospen sind darauf trainiert.

    Und jetzt kommen Käfer und führen dazu, dass danach nur mehr 400 dt/ha im Durchschnitt der Jahre möglich sind. Uns macht diese Vorstellung wahnsinnig, aber ist das nicht Landwirtschaft? Ist das nicht Natur? Ist das nicht das Leben?

    Jedes Insektizid, jedes Fungizid, viele Herbizide werden bisher von der Natur überwunden.
    Die Frage, die sich mir stellt ist die:
    „Warum denken wir nicht einfach wieder von der Natur her?“

    Ich würde mich freuen, wenn von Euch Vorschläge kämen , wie man ganz praktisch diesen Problemen mit verschiedensten Methoden begegnen kann.

    +1
    • Bauer Willi sagt

      Ja, wir können wieder von der Natur her denken. Ganz praktisch. Wir greifen nicht mehr in die Natur ein, so wie wir das seit der Entwicklung von Ackerbau und Viehzucht im „Fruchtbaren Halbmond“ gemacht haben. Denn das war der Ursprung allen Übels, weil dort die beginnende industrielle Landwirtschaft eine halbwegs planbare Nahrungsmittelversorgung ermöglichte. Kein Sammeln von Gräsersamen mehr, keine Wandernomaden, die dorthin zogen, wo noch Futter wuchs. Die Seßhaftigkeit wurde möglich, Städte entstanden und mit ihr die Schrift, Kunst, Musik und andere unnütze Dinge. So gesehen sind wir Bauern unser Elend selber schuld, weil wir es möglich machten, andere Menschen mit zu ernähren.
      Fazit: Zurück zur Natur, zu Jägern und Sammlern.
      Bauer Willi

      +15
      • Borchert Alexander sagt

        So war mein Kommentar, aber wirklich nicht gemeint.
        Warum immer gleich zurück auf den Punkt NULL.
        Diese Totschlagargumente begraben sofort andere Chancen und Möglichkeiten.
        Alle Diskussionen laufen immer nach dem Schwarz-Weiß Denken.

        Es muss doch für den Drahtwurm eine Bewirtschaftungsweise geben, die diesen Kameraden zurückdrängt. Vielleicht heisst das eine andere Fruchtfolge. Vielleicht heisst das einen andere Frucht, die dem Ackerbauer nichts bringt, aber vielleicht über Biogas verwertet werden kann. Vielleicht……. Die Alten mussten doch auch irgendwie durchkommen, sonst wären wir gar nicht da.
        Diese Art der Diskussion bringt uns voran und in der Natur gibt es nichts, was nicht geht………..

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Sie meinen es muss eine Wirtschaft weise geben gegen den Drahtwurm, aber wissen tun sie es nicht. Was soll diese Argumentation, hier sind fundierte Tipps gefragt, die der Landwirt auch umsetzen kann.

          Die Alten ( wer sind die Alten?) habe die Kartoffel mit dem Drahtwurm ausgeschnitten, deren (Verbraucher) Ansprüche an die Qualität waren damals nicht so ausgeprägt.

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        • Bauer Willi sagt

          Lieber Herr Borchert
          Das blöde am Drahtwurm ist, dass er nicht nur einen Wirt hat. Bei der Kartoffel ist es deshalb kritisch, weil das Erntegut nicht verwertet werden kann, denn wer will schon Drahtwürmern in den Kartoffeln. Bei anderen Früchten schadet er „nur“ über einen geringeren Ertrag. Im nachfolgenden Link sind Bekämpfungsmöglichkeiten dargestellt. Als wirksam haben sich Neonicotinoide herausgestellt, aber das ist Vergangenheit. Biologische Bekämpfungsmaßnahmen bringen nur Teilerfolge, was gerade für Bio-Bauern mit diesem Problem bitter ist.

          https://www.lfl.bayern.de/ips/blattfruechte/024000/index.php

          Ich habe bewusst überspitzt, weil Landwirtschaft eben in gewisser Weise auch gegen die Natur arbeiten muss. Und das tut sie seit Jahrtausenden. Auf einem Kartoffelfeld stehen halt nur Kartoffeln. Das hat die Natur so nicht vorgesehen. Ich habe ein Buch über Permakultur gelesen, weil ich mich dafür interessiert habe. Das funktioniert in einem Maßstab von ein paar hundert Quadratmetern und mit intensivem Hand-Arbeitseinsatz. Für große Flächen haben die Autoren auch keine Lösungen. Haben Sie welche? Ja, wir können die Kartoffelkäfer auch wieder von Hand ablesen…so wie die Alten…
          Bauer Willi

          +5
      • Sabine sagt

        So krass muss man das nicht sehen. Drahtwürmer, Schnecken, Engerlinge…. dafür gibt es Fressfeinde.
        Die Frage ist ja, wenn die ganzen chemischen Helfer verboten werden, wie bekommt man die natürlichen Feinde ins Feld.
        Ich weiß, hier kann niemand ein Jahr einfach mal Ringelblumen und Tagetes auf sein Rübenfeld setzten oder eine Maulwurfzucht aufmachen.
        Trotzdem gibt bestimmt noch Luft nach oben, wenn es um gezielten Nützlingseinsatz geht. Nur müssen da dann auch die Ämter mitspielen und da sehe ich eigentlich den größeren Stolperstein für Landwirte. Der Bauer, der seine Hühner hinterm Trecker herlaufen lässt, um die Engerlinge in der aufgebrochenen Wiese wenigstens irgendwie zu verwerten, verstößt ja wahrscheinlich doch gegen irgendwelche Richtlinien.

        +1
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Sabine,

          tierische Schädlinge und die Nützlinge halten sich in der Menge nie die Wage.
          Zuerst baut sich eine Population von Schädlingen auf,
          erst dann baut sich die Population von Nützlingen auf, die dann eingehen wenn die Schädling stark dezimiert sind. Anschließend geht das Spiel wieder von vorne los.
          Wenn zb. bei Zwetschgen der Handel nur eine madige Zwetschge findet, dann geht der ganze Lastzug zurück. Das ist die Realität mit der sich der Bauer auseinander setzen muss.

          Ps: Kenne eine Baumschule am Kaiserstuhl, die hat vor Jahren einen Millionenschaden durch Engerlinge erlitten, in deren Baumschule den Engerlingen 90 000 Kirschbäume zum Opfer fielen.

          +2
          • Sabine sagt

            Das bestreite ich ja auch gar nicht, nur fehlt mir manchmal auf, dass man so überhaupt nicht mit den Nützlingen oder den wenigstens teilweise nützlichen Tieren rechnet.
            Nehmen wir mal sowas ganz triviales wie einen Star. Der ist in einem Obstbetrieb erstmal ein Ernte-Schädling, während der Brutzeit sucht der aber gezielt nach Würmern und Engerlingen, denn die Küken brauchen Eiweiß. Es gibt bisher so weit ich weiß in Deutschland genau Null-Studien, wie sich seine Nahrung genau zusammensetzt und ob es nicht vllt. sogar den „Spatzen-Effekt“ bei ihnen gibt, meint er frisst im Frühjahr mehr Schädlinge weg als er im Sommer von der Ernte räubert.
            Ich weiß, dass es in anderen Länder bereits über einzelne, eher seltene Vogelarten Studien gibt, wo man über den Brutzeitraum genau dokumentiert hat, was die Vogeleltern an Beutetieren anschleppen.
            Wenn man darüber z.B. einen positiven Effekt durch Ansiedlung bestimmter Vogelarten oder von Kleinsäugern den Einsatz von PSM auch nur um 5% verringern könnte, wäre das ja auch Geld was man langfristig einspart.

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            • Schmeckt gut sagt

              Der Star ist nun wirklich ein gutes Beispiel, wie kompliziert die ganze Thematik ist, denn der „Vogel des Jahres 2018“ hat hier im Norden in 2017 ganz enorme Schäden angerichtet. Im alten Land bei Hamburg hat sogar im großen Stil die Einnetzung versagt, weil die Vögel jede noch so kleine Lücke ausgenutzt haben. Gezielter Einsatz als Nützling während der Brutzeit? Auf gar keinen Fall, denn der Schaden folgt auf den Fuß. Alternative Methoden sind allerdings sehr willkommen, sie müssen nur auch in ausreichendem Maße Schäden verhindern. Gerne physikalisch, mechanisch, thermisch und biologisch, aber wo sind diese Alternativen? Rumlabern nervt nur noch. Und Ankündigungen, dass zigMillionen in die Forschung gesteckt werden „sollen“, auch. Bitte, liebe Leute, nehmt den Mund nicht immer so voll. Wir Bauern leben nicht von Ankündigungen oder der erwarteten „Volldigitalisierung“, sondern vom Verkauf der Früchte unserer Arbeit. Wenn es keine funktionierenden Anbausysteme mehr gibt, sind die Bauern Geschichte.

              +5
            • Obstbäuerin sagt

              Vielleicht hast du ja auch eine Idee, Sabine, wie die Stare am Hin- und Herfliegen gehindert werden können. Denn zur Reifezeit der Kirschen sind plötzlich exorbitant mehr Stare in der Anlage als die, welche vorher die Schädlinge gefressen haben. Sie kommen von allen Seiten und wenn die Anlage leer ist oder so gut bewacht (kann man sich aber auch nur ab einem bestimmten Preis leisten), dass sie aufgeben, dann suchen sie sich die nächste Kirschanlage in der Nähe.

              +4
            • Sabine sagt

              Schmeckt gut, genau das mein ich. Mit dem Spatzeneffekt. Da wo man die Spatzen mit Giftweizen oder sogar mit Dynamit versucht hat auszurotten, um die Getreideernte zu schützen, hat man in den Jahren danach meist die Ernte an Insektenschädlinge ganz verloren.

              0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Im geschützten Anbau, das heißt in Gewächshäusern und Folientunneln werden Schlupfwespen mit Erfolg angewendet, die Kann man im Netz bestellen und werden zu geschickt.
              In diesem Zusammenhang muss auch berücksichtigt werden, dass der als Nützling eingesetzte asiatische Marienkäfer inzwischen ein Schädling ist.
              Leider erfordern die meisten dieser Nützling für einen Bekämpfungserfolg zumindest einen Folientunnel, diese Tunneln werden auch kritisiert, obwohl der Verbraucher das Obst und das Gemüse immer früher auf der Ladentheke sehen will.

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            • Sabine sagt

              Schon der alte Preußen-König ließ auf Spatzen schießen, nur um festzustellen, dass ihm das weniger Ertrag brachte. Die Verfolgung des Spatzen als Schädling ging allerdings noch bis in die 70iger weiter. Ich glaub die letzte große Anti-Spatzen-Kampagne wurde in Bayern 1965 durchgeführt. Dort dürfte man sogar die Schlafplätze sprengen und es gab Prämien für jeden toten Spatz. Die Vorläufer-Orga vom Nabu hatte sogar noch Broschüren, wie man Spatzen wirksam bekämpft und es wurden Vogelfutterhäuschen mit Spatzenschutz verkauft, weil Spatzen angeblich für einen Großteil der Salmonellenerkrankungen verantwortlich waren. Man konnte sich als Hausbesitzer beraten lassen, wie man Fassaden „spatzendicht“ machen konnte.
              Selbst gegen die berühmten Spatzen vom Wallrafplatz in Köln wurden von den umliegenden Cafes mit Gift geködert. Verschwunden sind sie allerdings erst durch den Umbau der Fassaden. Das Vergiften ist übrigens immer noch legal, weil sie in NRW wohl immer noch auf der Liste der Schädlinge stehen, die in Lebensmittelhandwerk mit Gift bekämpft werden darf.
              Während der Vogelgrippewelle vor zwei Jahren war er auch plötzlich wieder der böse Spatz. Zwar war eine Infektion von Spatzen in Europa nur im Labor gelungen, aber in Asien hatte man wohl einige Spatzen gefunden, die ohne zu erkranken Krankheitsträger waren. Manche Amts-Vets bestanden auf Volieren, wo kein Spatzenkot durchfallen konnte, daher wickelten Freunde von mir ihre Voliere kurzerhand in Gewächshausfolie ein, was den Huhns garnicht gefiel.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Sabine,
              das Spatzen angeblich vergiftet wurden, kann ich mir nicht vorstellen, zumindest nicht in meiner Gegend.
              Kann mich noch gut erinnern, dass in jedem zweiten Haushalt Hühner gehalten wurden, dementsprechend gab es jede Menge Spatzen. Mit der Aufgabe der Hühnerhaltung reduzierten sich die Spatzenpopulationen.

              Wenn von Cafebetreibern die Spatzen mit Gift bekämpft wurden, das fällt nicht in die Verantwortung von Bauern.

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            • Stadtmensch sagt

              @Sabine:
              Wenn die Damen und Herren Spatzen sich in unserem Vogelhaus breit machen, müssen alle anderen warten. Weiß nicht, ob die jetzt das Futter kontaminieren. Bisher ist unser lokales Singvogel-Spektrum stabil.

              „was den Huhns garnicht gefiel.“
              😀

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            • Sabine sagt

              Ich hab auch nie behauptet, dass die Bauern die treibende Kraft hinter dem Unsinn waren. Die Gemeinden und Landkreise zahlten z.B. die Kopfprämien aus.
              Ähnlich wie sie heute das Geld für die Bekämpfung der Stadttauben aufbringen. Für die teilweise widerlichen Bekämpfungsmethoden sind die Gesetzgeber mit ihren Außnahmen zum Tierschutzgesetzt wohl anzusprechen, die z.B. auch Leimfallen im Gebäudeschutz erlauben.
              Ich denke, viele Bauern wussten, dass der Krieg gegen die Spatzen ziemlich hirnrissig war.

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      • Ottmar Ilchmann sagt

        Im fruchtbaren Halbmond fand vor Jahrtausenden der Einstieg in die industrielle Landwirtschaft statt? Mach mal halblang, Willi!

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        • Im fruchtbaren Halbmond wurde die Landwirtschaft kultiviert, oder Ottmar

          ab da fing die Pflanzenzucht auf Ertrag an und auch die domestizierung der Tiere! Die man dann aufstallen konnte.
          Natürlich ging das nicht von jetzt auf Gleich,
          aber so 10.000 Jahre und dann fing die Massentierhaltung weltweit an.

          Man hat immer von der vorigen Generation gelernt und weiterentwickelt.

          Ohne das wissen von damals gäbe es heute keine industirelle Landwirtschaft!

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        • Bauer Willi sagt

          @Ottmar
          wir zwei fahren mal zusammen nach Ägypten und sehen uns dort die Hieroglyphen an.
          Oder wir treffen uns am 17.1. in Berlin und gehen ins Museum. Da kann man schön sehen, wie Kolonnen von Bauern das Getreide ernten. Die Fa. Claas hat das nur etwas perfektioniert. 🙂

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    • Obstbäuerin sagt

      Von der Natur her zu denken wird seit der Massenmenschenhaltung in Millionenstädten immer schwieriger. Vielleicht kommt irgendwann die Neue Landwirtschaft, mit der auch ohne Kupfer und PSM aus Afrika eine ausreichende Erntemenge für die Ernährung der Menschen in den immer größer werdenden Metropolen möglich ist. Da würde ich mir auch ganz praktische Vorschläge wünschen.

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