Jahr: 2017

Neues vom Tellerrandspringer

„Kaum eine Branche wurde bislang durch den technologischen und gesellschaftlichen Wandel so auf den Kopf gestellt wie die Landwirtschaft. Wenn ich heute auf diese Zeit zurückblicke, sehe ich viele Parallelen zu den aktuellen Veränderungen, die mit der Digitalisierung einhergehen. Eine solche Veränderung steht vielen Branchen unmittelbar bevor.“ Das ist eine interessante These des Landwirts Markus Sauerhammer. Dazu hat er ein Blog-Projekt (www.tellerrandspringer.de) gestartet und zeigt ein anschauliches Video: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Wenn die These stimmt, dann bringt die Digitalisierung für die Menschen ähnliche Veränderungen, wie wir Landwirte sie in den letzten Jahren erlebt haben. Was meint Ihr dazu?  

Treckernudeln machen glücklich

Essbare Trecker! Ich war ja vorgestern zu einem Vortrag beim BVNON in der Nähe von Lüchow. Da gab es wieder einen „Fresskorb“. Besonders originell fand ich die Trecker-Nudeln. Die sollen Glückshormone ausschütten! Fendt- oder John-Deere-Fahrer können sich ja die grünen raussuchen.

Hundert Jahre

1917 – 2017  = Hundert Jahre Hundert Jahre sind eine lange Zeit. 1917 war der erste Weltkrieg und viele junge Menschen, darunter auch Landwirte waren Soldaten und weit weg von ihren Höfen. Viele kehrten nicht mehr zurück. Seit 72 Jahren haben wir nun Frieden und viele kennen den Krieg nur von Erzählungen. Ich auch und eigentlich will ich die nicht hören. Es ist doch so lange her. Vor hundert Jahren war in Deutschland eine große Hungersnot. Der sogenannte „Steckrübenwinter“ von 1917 hat da einen besonderen Platz, weil neben anderen Früchten auch Kartoffel knapp und durch Steckrüben ersetzt wurden, die es in allen möglichen Zubereitungsformen zu essen gab. Bis dahin kannte man Steckrüben eigentlich eher als Viehfutter. [huge_it_gallery id=“51″] Dass wir in Europa schon seit über einem halben Jahrhundert keinen Hunger mehr kennen, ist eine nie dagewesene Erfolgsgeschichte. Die Menschen vieler Generation haben klug gehandelt, weil man nie wieder Hunger in Europa haben wollte. Die Staaten investierten in Forschung und Bildung im Agrarbereich. Agrarökonomen lehrten den Bauern die neuesten Erkenntnisse, welche Maßnahmen man anwendet um die Erträge …

Katerstimmung – oder: Das Ende der Spaß-Republik

Lebensmittelampeln, Feinstaubbelastungen, vegetarisches Essen, Biolandbau und Rauchverbote, Gendertoiletten und die Bekämpfung der Gentechnik waren und sind immer noch die Themen, die die Partei der Grünen besetzen. Doch damit haben sie ein Problem: Diese Themen sind derzeit nicht wirklich gefragt und auch der Gedanke eines Fahrverbotes für alte Dieselfahrzeuge wird sie in der Wählergunst nicht wirklich nach vorne bringen. Somit kommt der Autor des nachfolgenden Beitrages zu dem Schluss: „Einmal noch muss das Lifestyleprogramm aus gesunder Ernährung, erneuerbaren Energien und Verbraucherschutz funktionieren.“ Ob das aber klappt? http://www.svz.de/deutschland-welt/politik/die-schwaeche-der-starken-id16188996.html

Gentechnik und Bio-Landbau – warum nicht?

Wieder eine positive Meldung! Es bewegt sich was! Ein Interview mit dem Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL), Urs Niggli, über die Frage, ob das Züchtungsverfahren CRISPR/CAS nun Gentechnik ist oder nicht. Herr Niggli ist damit bekannt geworden, dass er dieser neuen Technik positiv gegenüber steht und sich diese – unter bestimmten Bedingungen – auch im Bio-Landbau vorstellen kann. Was das besondere daran ist: Das Interview ist am 24. Februar 2017 im Greenpeace-Magazin erschienen. Die Fragestellungen von Greenpeace sind fair und ausgewogen, die Antworten von Herrn Niggli sehr pragmatisch. Aber lest selbst: https://www.greenpeace-magazin.de/nachrichtenarchiv/oeko-forscher-ich-bin-gegen-eine-generelle-verteufelung-der-neuen-Gentechnik Das Greenpeace in letzter Zeit mehr Offenheit gegenüber der Landwirtschaft zeigt, kann man auch in einem Beitrag aus top agrar erkennen, in dem sich Martin Hofstetter, Greenpeace Deutschland, äußert: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Hofstetter-Die-Landwirte-brauchen-neue-Wege-7765735.html Jetzt liegt es auch an den Landwirten und deren Interessenvertretung, den Weg des Dialoges weiterzugehen meint Euer Bauer Willi

Brennholz sammeln

Auf meinem Bauernhof müssen alle Bewohner anpacken: Hier – Brennholz sammeln für den nächsten Winter. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen …Oh, jetzt bin ich wohl als „Tierausbeuter“ geoutet …. 😉 Euer Alois

Fleisch-Verbot!

Wussten Sie, das Karneval und Fleischverzicht eng miteinander zusammenhängen. Das Wort „Carneval“ leitet sich aus dem Lateinischen „Carne levare“ = „Fleisch wegnehmen“  oder nach anderer Deutung auch von „Carne Vale“ = „Fleisch, lebe wohl“ ab. So war der Aschermittwoch als erster Tag der Fastenzeit stets ein fleischfreier Tag. Auch die Begriffe „Fastnacht“, „Fasnet“ oder „Fastelovend“ (rheinisch) bezeichnen den Tag vor Beginn der Fastenzeit, ab der 40 Tage gefastet werden soll. Im französischen Sprachraum heißt dieser Tag „Mardi gras“, also „Fetter Dienstag„, weil hier noch einmal geschlemmt werden durfte. Unabhängig vom Karneval galt der Freitag viele Jahrhunderte in der katholischen Welt als fleischfreier Tag, an dem aber Fisch durchaus verzehrt werden durfte. Es bedarf also keiner politischen Partei, den „Veggie-Day“ neu zu erfinden. Seit Jahrhunderten war es jedem Menschen selbst überlassen, ob er sich an diese uralten Regelungen und Bräuche hielt. Euer Bauer Willi

Poesie – für Bauern und Bürger

Alex hat hier schon viele tolle Artikel geschrieben. In Uelzen habe ich sie endlich mal getroffen und wir haben – wieder einmal – über die Beziehung zwischen Bauern und Bürger gesprochen. Das hat sie zu folgendem Gedicht inspiriert. Kann man sich ins Büro hängen… Wenn Hänschenklein zum Bauern geht Er vor verschloss´nen Mauern steht Dann wird gedacht und spekuliert Was dahinter wohl passiert Der Bauer dessen ungewiss Schert sich nur um den eignen Mist   Ein anderer Bauer hat´s kapiert dass ohne Reden nichts passiert Er schildert unsrem Hänschenklein wie´s heute ist mit Bauersein Und ist das erst einmal kapiert davon der Bauer profitiert   Wenn jeder Bauer das so macht Dann ist ein großes Werk vollbracht Und nützt das Reden mal nicht viel Bleibt immer noch der Weg das Ziel So schütteln sich vielleicht am Ende Hans und Bauer doch die Hände   Und die Moral von der Geschicht‘ Nicht reden hilft dem Bauern nicht Eure Alex