Jahr: 2016

Forsa Umfrage: Meinungen und Einstellungen der Bürger zur Milchwirtschaft in Deutschland

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der Initiative Dialog Milch im November 2015 eine repräsentative Umfrage unter 1001 deutschen Bürgern durchgeführt. Ziel war herauszufinden welches Bild sie von der Milchwirtschaft haben, welches Vertrauen sie der Branche entgegen bringen und welche Erwartungen sie bezüglich ihrer künftigen Entwicklung und Positionierung am Markt haben. Um es vorweg zu sagen: Es besteht offensichtlich ein großes Informationsdefizit, aber auch eine hohe Wertschätzung von Milch und Milchprodukten. Im Folgenden einige Widersprüchlichkeiten und einige bemerkenswerte Punkte aus der Auswertung der Umfrage: Es besteht eine hohe Wertschätzung von Landwirtschaft und Milchwirtschaft, aber ein Viertel der Befragten war noch nie auf einem Milchviehbetrieb. Milch und Milchprodukte haben einen hohen Stellenwert in der alltäglichen Ernährung Für 65 % der Befragten ist ein Marken- bzw. Herstellerprodukt entscheidender als der Preis Ein Drittel der Befragten bevorzugt Milch / Milchprodukte aus biologischer Herstellung Weniger als die Hälfte aller Deutschen wissen in etwa, was ein Liter Milch ungefähr kostet Nur ein Viertel aller Deutschen hat eine korrekte Vorstellung vom Milchauszahlungspreis für   deutsche Landwirte, obwohl 81 % der Befragten von …

AVA‐Tierärzte sind sich einig…

Die Selektion auf Milchleistung darf so nicht weitergehen… Mit diesen Worten beginnt die „Göttinger Erklärung zur Milchproduktion für mehr Tiergesundheit und Tierwohl“. Dr. Ernst‐Günther Hellwig, Agrarwissenschaftler und Fachtierarzt (er schrieb bereits bei uns den Artikel „Der Tierarzt in der Verantwortung“) und weitere Tierärzte der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) im münsterländischen Horstmar, mahnen damit in sehr deutlichen Worten eine Korrektur der Hochleistungszucht auf Milchleistung an. Wir drucken hier den Wortlaut der Erklärung ab. In der angehängten PDF-Datei werden weitere Ausführungen gemacht. AVA Tagung Göttingen 2016: Priorität für Gesundheit der Milchkühe Der seit der Abschaffung der Milchquote im Frühjahr 2015 verringerte Milchpreis gefährdet die ökonomische Stellung der etwa 74.500 Milchviehhalter/innen in Deutschland mit ca. 4.3 Mio. Kühen, die die Versorgung mit Milch und Milchprodukten sicherstellen. Die produzierte Milchmenge von ca. 31,5 Mio. t trägt mit ca. 48 % des Produktionswertes aus der tierischen Erzeugung maßgeblich zum Einkommen bei. Diese wird jedoch nicht nur durch den Milchpreis, sondern auch durch die Kosten der Milchproduktion bestimmt. Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen haben anlässlich der 16. AVA Haupttagung die wirtschaftliche Belastung der Milch erzeugenden …

Frühling der Bienen

Die Bienen sind mit den warmen Temperaturen sehr aktiv geworden und machen jetzt ihren Reinigungsflug. Zu erkennen auf den gelben Flecken auf den Autos. Falls ihr nicht wisst, woher die kommen… Noch blüht nicht so viel, aber bald werden die Bienen im Raps tüchtig zu tun haben. Die ersten Blüten sind ja schon offen und mit jedem Tag werden es mehr. Dann gibt es bald Rapshonig. Sind Bienenvölker eigentlich auch „Massentierhaltung“? 😉 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Von Parma in die Tonne

Es ist nur ein Foto. Aber eines, das nachdenklich macht. Die Packung stammt aus dem Abfall-Container des Supermarktes hier am Ort. Was ist auf der Verpackung zu lesen? Der Schinken stammt tatsächlich aus Italien. Er wurde unter Schutzatmosphäre verpackt. Sein Mindesthaltbarkeitsdatum endete am 19. März. Vorher wurde er mit einem neuen Preis (roter Aufkleber) versehen, aber trotzdem nicht verkauft. Er wurde wenig später von einem Bekannten – widerrechtlich – aus dem Abfall-Container entwendet und landete so bei uns in der Küche. Diebesgut! Wir haben diesen Parma-Schinken am 30. März mit Genuss verzehrt. Ihr versteht, was ich damit sagen will? Ich könnte Romane schreiben, wie ich das finde… Aber das überlasse ich lieber euch. Euer Bauer Willi

Feldbegehung am 3. April

Seit der letzten Feldbegehung sind 3 Wochen vergangen. Bei Raps, Weizen und Gerste hat sich mächtig was getan. Die Rüben sind immer noch nicht in der Erde. Und gedüngt haben wir auch: organisch! Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen  

Die nachhaltige Milch

Die ganze Spannungsbreite der Milchwirtschaft wird in diesem Video sehr gut gezeigt. Die Sicht der Erzeuger, der Wissenschaft, die Ansätze des Handels und die Standpunkte des Bauernverbandes. Und nun? Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Wir sind lernfähig…

Unsere kritische Haltung zu den Aktionen der Landwirte vor den Supermärkten hat überwiegend Widerspruch ausgelöst. Besonders die Aktiven, die an diesen Aktionen beteiligt waren, haben wir mit unserer Aussage offensichtlich schwer getroffen. Das war nicht unsere Absicht und dafür möchten wir uns entschuldigen. In den Kommentaren kommt deutlich zum Ausdruck, dass die Gespräche, die mit den Verbrauchern geführt wurden, konstruktiv und von Verständnis geprägt waren. Zahlreiche Medien haben darüber sachlich berichtet. Das ist unzweifelhaft ein Erfolg. Alois und ich haben im besagten Artikel unsere Meinung geäußert. Neben den vielen kritischen Kommentaren haben wir aber auch Zustimmung erfahren. Es besteht also noch Diskussionsbedarf. Wir möchten uns gerne weiter daran beteiligen. Wir sind ja lernfähig… Willi und Alois

Nahaufnahme: Bäuerinnen heute

Ein Blick von außen. Vielen Dank an Herrn Eiynck, der uns diesen Beitrag „einfach so“ geschickt hat und den wir gerne veröffentlichen. Wenn Sozialwissenschaftler oder Philosophen sich zur modernen Landwirtschaft äußern, ist die Fundamentalkritik meistens vorprogrammiert. Das muss nicht so sein. Als der Lingener Museumsleiter Andreas Eiynck (Dr.phil.) von der Idee des Heimatvereins Messingen hörte, vier Bäuerinnen aus dem Dorf in einer Ausstellung vorzustellen, erklärte er sich spontan bereit, die Fotos und Texte für dieses Projekt zu liefern. Getrieben von der Neugier des Forschers, mit publizistischem Spürsinn und mit Interesse am Leben auf einem modernen Agrarbetrieb begab sich der bekannte Erforscher historischer Bauerhöfe an die Arbeit. „Ich wollte mir ganz unvoreingenommen ein eigenes Bild machen – jenseits von der hochglänzenden Lobbyarbeit der Agrarverbände und den Horrorbildern von Peta“, berichtet der studierte Ethnologe. Den Fotoaufnahmen gingen zahlreiche Vorgespräche und Interviews voraus. Wie funktioniert heute ein landwirtschaftlicher Betrieb? Wie erfolgt die Arbeitsteilung, etwa zwischen den Generationen und zwischen den Ehepartnern, zwischen Familienangehörigen und Fremdkräften? Welchen ökonomischen Zwängen sind die Agrarbetriebe derzeit unterworfen und wie können sie auf die …