Im Dialog: Theologe und Tierethiker
Ich habe ein Gespräch mit Herrn Leyk geführt. Mehr zur Person am Ende des Artikels. Lieber Herr Leyk, Sie sind Theologe und Tierethiker. Ich glaube, da schwillt manch einem unserer Leser schon der Kamm und er verliert die Lust, das Interview weiterzulesen. Viele sind von den Kirchen enttäuscht und sehen diese in einer Reihe mit den NGOs. Und Tier-Ethiker braucht man schon gar nicht, weil es schon genügend Organisationen gibt, die uns Landwirte kritisieren und das Leben schwer machen. Können Sie das nachvollziehen? Ja das kann ich, denn sicher haben viele Landwirte schlechte Erfahrungen gemacht mit Moralpredigten, die völlig wirklichkeitsfremd sind. Nun ändert sich aber aktuell in der Ethik viel. Es geht nicht mehr um Regeln, sondern darum, möglichst viel von den Dingen zu verstehen, ein gemeinsames Gespräch zu führen und im Gespräch gemeinsam nach guten Lösungen und auch ethischen Orientierungen zu suchen. Gerade bei dieser Idee des gemeinsamen Suchens nach Lösungen finde ich schlecht, wenn man grundsätzlich andere Meinungen abqualifiziert als „die herzlosen Landwirte“ „hysterischen Veganer“ etc. Wir suchen in allen Gruppen die Leute, …




