Jahr: 2016

Im Dialog: Theologe und Tierethiker

Ich habe ein Gespräch mit Herrn Leyk geführt. Mehr zur Person am Ende des Artikels. Lieber Herr Leyk, Sie sind Theologe und Tierethiker. Ich glaube, da schwillt manch einem unserer Leser schon der Kamm und er verliert die Lust, das Interview weiterzulesen. Viele sind von den Kirchen enttäuscht und sehen diese in einer Reihe mit den NGOs. Und Tier-Ethiker braucht man schon gar nicht, weil es schon genügend Organisationen gibt, die uns Landwirte kritisieren und das Leben schwer machen. Können Sie das nachvollziehen? Ja das kann ich, denn sicher haben viele Landwirte schlechte Erfahrungen gemacht mit Moralpredigten, die völlig wirklichkeitsfremd sind. Nun ändert sich aber aktuell in der Ethik viel. Es geht nicht mehr um Regeln, sondern darum, möglichst viel von den Dingen zu verstehen, ein gemeinsames Gespräch zu führen und im Gespräch gemeinsam nach guten Lösungen und auch ethischen Orientierungen zu suchen. Gerade bei dieser Idee des gemeinsamen Suchens nach Lösungen finde ich schlecht, wenn man grundsätzlich andere Meinungen abqualifiziert als „die herzlosen Landwirte“ „hysterischen Veganer“ etc. Wir suchen in allen Gruppen die Leute, …

Moggele austreiben…

Landwirtschaft ist ja spannend. Jeden Tag was Neues. Und manchmal geht es nicht ganz so wie gewünscht. Vor ein paar Tagen hat Alois seine „Moggele“ (liebevoller Allgäuer Bezeichnung für junge Rinder) erstmals auf die Weide rausgelassen. Die hat es gleich so gefreut, dass einige durch den Zaun gerannt sind. Aber damit noch nicht genug. Beim Einfangen hat er sich dann auch noch den Fuß verstaucht. Vor Schreck hat er gleich die Kamera fallen lassen. Wie sonst hättet ihr davon erfahren. Ich meine, wie war das denn früher? Undenkar 😉 Autsch Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Herr Caparros hat geantwortet

Herr Caparros, Vorstandsvorsitzender REWE,  hat auf meinen Brief mit einer Einladung zum  persönlichen Dialog geantwortet. Ich werde diese Einladung gerne annehmen und freue mich auf interessante Gespräche. Da es sich um einen persönlichen Brief handelt, bitte ich um Verständnis, dass der Inhalt  vertraulich bleibt. Es geht um die Sache. Gegenseitiges Vertrauen sollte da oberste Priorität haben. Nur so viel sei gesagt: Die Antwort war sehr ausführlich und detailliert. Euer Bauer Willi

Die Rübenpille wird gelegt…

In das fertige Saatbett legen wir nun die „Rübenpille“. Wir sind in diesem Jahr hier im Rheinland und besonders auf unseren schweren Böden (Löß) spät dran, aber früher ging es nicht, weil es immer zu nass war. Wir wollen ja keine Strukturschäden im Unterboden riskieren. Da braucht man schon Geduld… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Wir bereiten das Saatbett für die Rüben

Es geht weiter: Wir bereiten das feine Saatbett für die Rüben. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Vorbereitung Rübensaat

Endlich passt das Wetter. Wir richten das Saatbett für die Rüben. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Lieber Herr Caparros…

Herr Caparros ist Vorstandsvorsitzender der REWE Group International. Aus aktuellem Anlass habe ich ihm in der vergangenen Woche diesen Brief geschrieben. Lieber Herr Caparros, wir haben uns im Oktober kennengelernt, als ich mit Herrn Breloh ein Streitgespräch über die Nachhaltigkeitsforderungen des Lebensmitteleinzelhandels und im Besonderen von REWE geführt habe. Wie die Zuhörer und auch Sie bestätigt haben, war es ein fairer Dialog. Ich muss Ihnen schreiben, weil es auch diesmal um Fairness gehen soll, die ich jetzt bei REWE vermisse. Die Erzeuger-Erlöse für Milch und Schweinefleisch sind in den letzten Monaten deutlich gesunken. Die Preise für Frischmilch und Schweinefleisch an der Ladentheke sind unverändert geblieben. Frischmilch der Eigenmarken (3,5% Fett) kostet bei ALDI, Lidl, REWE und Edeka und deren Töchtern den identischen Preis von 0,59 €/l. Die logische Folgerung: REWE und mit ihm auch alle anderen Supermärkte und Discounter haben ihre Marge zu Lasten der Erzeuger ausgedehnt. Egal ob dem Erzeuger 0,30 €/l ausgezahlt wurden, oder wie jetzt nur noch rund 0,25 €/l. Das ist nicht fair, sondern eine Sauerei, um es einmal landwirtschaftlich auszudrücken. Nicht …

Frühlingskühe…

So einfach ist Öffentlichkeitsarbeit. Fast jeder hat ein Smartphone und so ein Video ist schnell gemacht. Und die Leute freuen sich darüber. http://www.focus.de/regional/mein-tier-moment/mein-tier-moment-hit-im-netz-wenn-kuehe-fruehlingsgefuehle-haben-freuen-sich-1-5-millionen_id_5410864.html

Wurstcase

Wurst-Case bei Daimler. Skandal auf der Aktionärsversammlung. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/wuerstchen-streit-zwischen-daimler-aktionaeren-provoziert-polizeieinsatz-a-1085886.html

Perspektive wechseln – Urlaub in der Stadt

Wir Landwirte beschäftigen uns viel mit dem Thema wie wir der Stadtbevölkerung die Produktion von Grundnahrungsmitteln und nicht zuletzt unser Leben auf dem Betrieb wieder nahe bringen können. Es gibt viel Unverständnis in unseren Reihen dafür, wie weit sich der Stadtmensch mittlerweile in seiner Lebensweise von uns entfernt hat und wir erwarten doch alle irgendwie, dass sich Herr und Frau Stadtmensch endlich wieder mit uns beschäftigen. Aber möglichst unkritisch natürlich! Wir bieten mit großem Engagement „Urlaub auf dem Bauernhof“ an oder öffnen unsere Hoftore über Webcams oder Hoffeste und zeigen was wir für zeigenswert halten. Tolle Sache, aber habt ihr euch schon mal gefragt, wie eigentlich die Sichtweise eines Stadtmenschen aussieht von dem wir so gerne verstanden und akzeptiert werden wollen? Hand aufs Herz, wer von uns Landwirten hat schon mal Urlaub in einer Großstadt gemacht? Wer hat bewusst versucht einen Eindruck davon zu bekommen welche Dinge für einen Stadtmenschen wichtig sind und wie dessen Alltag aussieht? Habt ihr schon mal einen Perspektivwechsel gemacht? Mein Mann und ich haben vor einiger Zeit mal bewusst ein …