Bauer Willi
Kommentare 50

Von Parma in die Tonne

Es ist nur ein Foto. Aber eines, das nachdenklich macht. Die Packung stammt aus dem Abfall-Container des Supermarktes hier am Ort.

Was ist auf der Verpackung zu lesen? Der Schinken stammt tatsächlich aus Italien. Er wurde unter Schutzatmosphäre verpackt. Sein Mindesthaltbarkeitsdatum endete am 19. März. Vorher wurde er mit einem neuen Preis (roter Aufkleber) versehen, aber trotzdem nicht verkauft. Er wurde wenig später von einem Bekannten – widerrechtlich – aus dem Abfall-Container entwendet und landete so bei uns in der Küche. Diebesgut! Wir haben diesen Parma-Schinken am 30. März mit Genuss verzehrt.

Ihr versteht, was ich damit sagen will? Ich könnte Romane schreiben, wie ich das finde… Aber das überlasse ich lieber euch.

Euer Bauer Willi

(Aufrufe 1.457 gesamt, 1 heute)

50 Kommentare

  1. Alex sagt

    Das MHD abzuschaffen, halte ich schon einmal für einem guten Schritt gegen Verschwendung – ein sich verfärbender Bereich würde einem sogarnoch die Schnüffelei und Probiererei ersparen. Ich muss gestehen, ich habe bisher auch nie alles vom Tier gegessen, an Innereien kommt man ja eh nur ran, wenn man lieb fragt und den Metzger kennt (falls ich falsch liege bitte korrigieren aber glaub Vieles geht nicht raus an den Verbraucher). Ich denke das ist aber sicher eine Sache der Gewöhnung, das Brot futtert man auch nicht jeden Tag frisch weg, schmeckt zwar anders aber auch gut am dritten oder wievielten Tag.

  2. Sabine sagt

    Genau deshalb gibt es Dumpster Diver und FoodSharing in jeder Stadt. Und irgendwie kriege ich es nicht in den Kopf, dass erstere in der Tat vom Lebensmittelhandel wegen Diebstahl regelmäßig angezeigt werden.

  3. Altbauer Jochen sagt

    Alles vom Feinsten, jederzeit ,überall, in jeder Menge
    und natürlich immer frisch. Das ist des Kunden Wunsch
    und der wird doch immer als “König” beschrieben dem
    der Bauer und der Lebensmittelhandel zu dienen hat.
    Ich habe einmal erlebt wie an einer Mülldeponie Brot und Backwaren
    “angeliefert” wurden . Aus dem Laden in den Container !
    Da war nichts von verdorbenem oder gar verschimmelten Brot zu sehen.
    Ich war eigentlich schockiert und hatte sowas vorher noch nicht gesehen.
    Ich hoffe das mittlerweile vieles an die Tafeln ,die wir anscheinend auch
    immer noch brauchen ,geht.
    Ich denke es ist auch Erziehungs-und Kopfsache das man z.B.
    vom Schwein von der Schnauze bis zum Ringelschwänzchen
    fast alles essen kann. Und Brot von heute, ist morgen auch noch
    genießbar!!

  4. Friedrich sagt

    Wenn ich das alles so lese , soll sich keiner über Tierschutz o.s.ö. auslassen. Auch das wir
    soviel exportieren müßen , weil hier nur das “Beste” gegessen wird. Wieviel vom Tier essen
    wir hier überhaupt noch ? Wenn 30 -40 % auf dem Schlachthof in die Tonne gehen, 25 %
    von den Haushalten entsorgt werden und vielleicht 15 % exportiert werden , verbleiben
    noch rd. 25 % der Menge die hier gegessen wird !! Und dann sollen wir Tierhalter für alles
    Leid der Welt hier vorgeführt werden !? Das ist alles geheuchelt und verlogen. Die NGO-s,
    Medien und die Gutmenschen sollten sich mal an die eigene Nase fassen. Im
    Glashaus sitzen und mit Steinen auf andere werfen. Das ist leicht , bringt Umsatz,
    Gewinn oder Spenden !!
    ,

    • Gepard sagt

      Es werden doch selten einzelne Tierhalter angegriffen. Die Kritik richtet sich an ausbeuterische und empathielose Systeme. Das geht weit über die Tierhaltung hinaus. Man denke nur an die Kritik an Nestle, Unilever und Co.

      Verständlich, dass man sich angegriffen fühlt, wenn man sich als Teil dieses Systems betrachtet oder andere es vorschnell tun. Da hilft nur nur, sich aktiv davon abzusetzen und transparent zu kommunizieren, so wie es Willi hier mit seinem Blog versucht.

      Einfach nur Steine zurückzuschmeißen wird meiner Ansicht nach nichts bringen.

      • Sabine sagt

        Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass einige dieser NGO’s inzwischen glauben, dass Kühe die Welt vor dem Untergang retten? Genau diese bösen Klima-Killer sind bisher wohl die beste Waffe gegen Versteppung und überhaupt sollte jeder, der Land besitzt sich Gedanken machen, ob er nicht irgendwie ein Mulit-Species-Grazing-Concept realisieren kann, dessen Herzstück immer die Kuh ist.
        Was mir wieder zeigt, dass Forschungsarbeiten immer nur so gut sind wie ihre Fragestellung und jede wissenschaftliche Erkenntnis, im Gegensatz zu Schinken, mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen werden sollte.

    • Stadtmensch sagt

      Wenn der Verbraucher (ich hasse dieses Wort, auch wenn es zutrifft) wieder die Teile vom Tier äße, die er aus Gründen der Überproduktion verlernt hat zu essen, würde das sicher zu Lasten des bisherigen Fleischkonsums gehen. Dann müsstet ihr mehr edle Teile exportieren, um eure auf Pump ausgeweitete Produktion aufrecht zu erhalten. Meine Vorwürfe sind sicher sehr undifferenziert, polemisch und selbstgerecht, aber wenn ich unseren Haustieren (Kanichen, die man uns leider geschenkt hat) eine Auswahl an Gemüse biete, fangen die immer mit Kohlrabiblättern an, dann gehts weiter mit Möhrenschalen … und ganz zuletzt kommt erst Blumenkohl.
      Ich hoffe, ihr versteht diese kleine Metapher.

        • Stadtmensch sagt

          Selbstverständlich! Aber dieses “Unkraut” ließ sich leider über den Winter nicht inhäusig kultivieren. Wir habens versucht…
          Jetzt rennen sie den ganzen Tag im Garten rum und vielleicht graben sie sich ja irgendwann in die Freiheit 😉

            • Stadtmensch sagt

              Ich interpretiere den Artikel so:
              Durch exzessive Monokultur (Kautschukgürtel), konnten sich gleichermaßen Schadorganismen entwickeln und verbreiten. Die (und noch viel mehr) konnte man eine Zeit lang mit Fungiziden bekämpfen. Als das nicht mehr half, kam der Wissenschaftler und versprach durch das Ausschalten eines Gens von der Hälfte das Doppelte. Also, nichts gegen Forschung und Anwendung von Gentechnologie (auch zu Lasten des Tellers!) aber nicht für SUV-Reifen und Sprit. Das Auto muss verschwinden so schnell wie es über uns gekommen ist – so!

  5. Andreas sagt

    Nun hatten wir ein paar warme schöne Sonnentage, und schon tut sich ein großes mediales Sommerloch auf.
    Ich sehe das alles ganz anders. Der hier kritisierte Supermarkt setzt präzise Gesetze und Verordnungen um. Mir geht es besonders beim Fleischeinkauf um Qualität und Produktsicherheit. Ich erwarte von Fleischfachverkäufern das Tragen von Handschuhen und das sofortige Entsorgen überlagerter Ware.

    Dieser Beitrag kommt auch deshalb so unpassend, weil am Wochenende Grillwetter war, und Kunden mussten am Samstag manchmal drei Läden anfahren um noch was auf den Grill zu bekommen. Trotzdem hat man Schweinehaltern vorher 3 Cent vom Preis abgezogen.

    Verschwendung findet überall statt. Man bedenke den Umgang mit Fleischknochenmehl. Fleischknochenmehl ist der Rest z.B. beim Schlachtschwein. Also der entfernte Knochen vom Schnitzel was wir essen. Diese Reste wären ein hochwertiges Tierfutter, was sogar wegen der hoch verdaulichen Phosphate ein top Tierfutter als Fleischknochenmehl darstellt. Es wird aber in der Müllverbrennungsanlage verbrannt. Das ganze System mit Brüsseler Beamtenregulierung bis hin zu verantwortungslosen Bundesländern in Deutschland, ist pervers.

    • bauerhans sagt

      “Trotzdem hat man Schweinehaltern vorher 3 Cent vom Preis abgezogen”

      das lag am hauspreis,den tönnies festgelegt hatte…….der sich übrigens gestern auf seiner jahrespressekonferenz beklagte,dass der umsatz gefallen wäre,weil die schweinepreise in 2015 so schlecht gewesen waren.

    • Stadtmensch sagt

      Es ist ethisch betrachtet “unter aller Sau”, den Nutztieren ihre eigenen Artgenossen vorzusetzten, nur weil man keine vernünftige Kreislaufwirtschaft zu Stande bekommt. Das ist die Reduktion des Nutztieres auf eine Produktionsmaschine, wie sie nur von vollendeten “Produkten” einer lebensfeindlichen Wirtschaftsweise gedacht werden kann. Vor diesem Hintergrund wundert es mich auch nicht, wenn die überbordende Verschwendung mit der Einhaltung von Markgesetzen begründet und gerechtfertigt wird.

      • bauerhans sagt

        schweine sind allesfresser und der auftretende kanibalismus kann auch oder insbesondere durch fleischmehl verhindert werden.

      • Rufer aus der Wüste sagt

        Stadtmensch:

        Nur wie schaut es in der freien Natur aus:

        Fressen sauen ihre toten Ferkel? Oder das ganze Gefluegel sind doch Kanibalen. Bis auf die Gaense habe ich bis jetzt noch kein Gefluegel gesehen das seine Artgenossen noch nicht angepickt hat. Nur wenn die Tiere sich mal gegenseitig anpicken sollte man sich vielleicht Gedanken wegen der Fuetterung machen. Aber Kanibalen sind sie alle.
        Mir ist deutsche Tiermehl mal lieber als argentinisches, genveraendertes Soja.

        Irgendwo muessen die Nebenprodukte aus dem Schlachtprozess oder der Zerlegung verarbeitet werden. Verwerflich sehe ich das man dieses wertvolle Protein wo reich an allen wichtigen Aminosaeuren ist in Kraftwerken verbrennt. So was kann wieder nur irgendwelchen uebergstudierten eingefallen sein die ihm Rahmen von der Globalisierung jede nationale Proteinquelle auszuschalten versuchen so das einem nur noch das importierte Soja ueberig bleibt.

        • Stadtmensch sagt

          @Rufer
          “Irgendwo muessen die Nebenprodukte aus dem Schlachtprozess oder der Zerlegung verarbeitet werden.”

          Ja, dass Schweine und Vögel sich auch in der Freiheit gegenseitig fressen oder “annagen” können, hab ich nicht gewusst, deshalb les ich ja hier mit. Habe nur mal beobachtet, wie ein Elster eine Meise verspeist hat – aber das ist ja auch so eine Art Krähe (die uns auch schon mal die gegrillte Wurst vom Teller geklaut hat)
          Aber man hat ja das Tiermehl auch an Wiederkäuer verfüttert und es heißt ja auch “Rinderwahn”.
          Vom energetischen Standpunkt betrachtet, ist es natürlich ein Frevel, das mit einer ohnehin sehr schlechten Energiebilanz erzeugte Tiereiweiß einfach zu verbrennen.

          • Rufer aus der Wüste sagt

            Stadtmensch:

            Die Fuetterung sollte doch so artgerecht wie moeglich sein. Tiermehl an Wiederkaeuer fuettern ist Suende oder einfach Gier.

            Auf der Insel behandeln sie das Tiermehl nicht richtig und als Dank dafuer wird in ganz Europa das nahrhafte Tiermehl verboten und Sojamehl importiert. Zufaelle? Ich glaub nicht an Zufaelle.

            Vielleicht hat der Rinderwahn auch ganz andere Ursachen?

          • Sabine sagt

            Einem Prion, Virus, Bakterium, wie auch immer geartetem Parasiten…. ist es völlig egal, wie wir ihm die Schranke zwischen den Arten oder Kontinenten öffnen. Dass Kühe in dem Fall betroffen waren, sagt nicht, dass Schweine oder Hühner nicht auch hätten betroffen sein können. Kühe sind sehr viel Näher am Schaf, das machte es für das Prion zu einer sehr ähnlichen Umgebung, aber viele andere Erreger zeigen sich flexibler, wenn es um die Eroberung neuer Lebensräume geht.
            Ich bemühe mich ja gerade, Leuten in USA mit neuen Blutlinien per Brutei aufzuhelfen, da sind alle möglichen Gesundheits-Checks und vorbeugende Maßnahmen vorgeschrieben, was völlig richtig ist. Aber, auch wenn ich absoluter Laie in dem Bereich bin, sehe ich jetzt schon wo ein Minimum an krimineller Energie einen maximalen Schaden verursachen könnte.

            • bauerhans sagt

              ” auch wenn ich absoluter Laie in dem Bereich bin”

              das glaube ich nicht,nachdem was ich alles von dir gelesen habe.

            • Rufer aus der Wüste sagt

              Wieviel Schaden hat den Tiermehl bei Schweinen und Huehnern verursacht?

              Seit wieviel Jahren wird Tiermehl hergestellt in Deutschland und verfuettert? 80 oder 90 Jahren, oder?

              Und nun kommt man darauf das es gefaehrlich sein soll. Eine kriminelle Energie kann ich sehen wenn man das Tiermehl den Wiederkaeuern fuettert, aber bei Schweinen und Huehnern?

              Oder wird das Tiermehl auch ins Ausland exportiert in Laender wo die Fuetterung erlaubt ist? Dort werden die Huehner damit gefuettert, die Huehnerbrust geht in die EU und die Knochen bleiben in den Entwicklungslaendern.

              Das ist schon alles recht seltsam die Denkweise von Leute wo sollche Gesetze machen.

            • Andreas sagt

              Ich denke, “Tiermehl” sollte man wirklich verbrennen. Es sind tote Tiere aus städtischen Tierarztpraxen oder Kadaver aus der Landwirtschaft. Sollte man verbrennen. Fleischknochenmehl nicht. Das ist einwandfrei und trägt zum Tierwohl bei der Fütterung bei. Ich bin mir sicher, wenn man einem Schwein ein Futter ohne Fleischmehl und eines mit hinstellt, bevorzugt es das Futter mit Fleischmehl. Wenn man es ganz vornehm will, kann man Schweine mit Geflügelfleischmehl füttern und Geflügel mit Schweinefleischmehl. Ist aber eigentlich Quatsch.

            • Sabine sagt

              Mein einziges Problem damit ist, wo kommt das Tiermehl her? Ich mein, der Futtermittelmarkt ist ja nicht gerade wegen seine Übersichtlichkeit bekannt.
              Palmöl möglicherweise aus Südostasien, Weizen aus vllt. hier, vllt. da, Mais…. Also ich kann die Zusammensetzung und die Nährstoffe auf der Packung finden, aber wo die Rohstoffe im einzelnen herkamen, dass muss ich der Mühle einfach glauben. Vielleicht ist das ja bei Profis inzwischen anders, aber was ich im Landmarkt abhole oder bei der Mühle bestelle kann von überall kommen. Wer sagt mir, dass ich dann meinen Zwergen nicht an H5N1 verstorbene Artgenossen aus Malaysia füttere? Und nur weil was nicht erlaubt ist, heißt es ja nicht, dass es irgendwie trotzdem passiert.

            • Andreas sagt

              @Sabine
              Du stellst sicher eine berechtigte Frage. Es gibt immer den Unsicherheitsfaktor “Mensch”, von denen einige für Geld alles tun.
              Ich denke aber, dass sich das kontrollieren lässt, in dem man Tiermehl in extra geschaffenen Anlagen entsorgt und das Fleischknochenmehl extra verarbeitet um es dann zu verfüttern. Der Import von Tiermehl ist oder sollte immer verboten sein.

    • Sabine sagt

      Naja, wir hatten da ja mal so einen klitzekleinen Vorfall mit Mehl aus Schaf, irgendwie haben die Kühe das nicht so gut vertragen.
      Und nein, die meisten abgelaufenen Lebensmittel sind eben nicht überlagert oder schlecht, wenn sie richtig gelagert wurden. Das MHD ist eher gefährlich, weil spätestens wenn ich im Sommer meine Einkäufe nach Hause fahre, hatte es sich mit der Kühlkette und dem MDH bei vielen Produkten. Ein Quark der bei 30°C zwanzig Minuten in der Sonne steht, wird sich wohl kaum an sein MDH halten.
      Trotzdem kann man, wenn man nicht völlig schähl und geruchsunempfindlich ist, abgelaufenes Fleisch aber auch Milch, Wurst und ummen Schinken und vieles mehr sehr klar am Geruch und aussehen erkennen.

      • bauerhans sagt

        “Naja, wir hatten da ja mal..”

        WIR NICHT,aber die selbstverliebten inselbewohner…

        • Sabine sagt

          Nicht, dass wir uns da falsch verstehen, ich finde es auch recht ungünstig, dass meine Zwerge laut EU eine vegane Diät machen sollen. Meine wollen einfach nicht, auch wenn diese keine direkten Schäden verursacht. Allerdings gibt es wohl Züchter von extremeren Rassen, die das schon als Problem sehen. Auch viele andere Züchter führen vermehrtes Federpicken, gerade bei Jungtieren, oder Eierfressen auf Mängel in der Ernährung zurück. Gerade wenn die Haltung sonst keine Wünsche offen lässt. Als Vorbeugungsmaßnahme wird in der Tat oft Hundefutter empfohlen und auf dem Weg landen die Schlachtabfälle dann doch wieder im Futter.
          Bei der Verordnung hat man scheinbar nicht darauf geachtet was das jeweilige Tier von der Natur her benötigt, sondern eher daran Gedacht wie man ähnliche Übertragungen zukünftig vermeidet. Trotzdem funktioniert die Kontrolle der Futtermittel wohl nicht so super.
          Und warum ich meine Tier über Monate einsperren muss, ihnen aber Futter verfüttern darf, das durchaus aus Regionen kommen kann, wo die Geflügelgrippe ausgebrochen ist, hab ich nicht so ganz begriffen.

    • ehemaliger Apfelbauer sagt

      Deutliche Zustimmung. Das MHD wird letztendlich vom Kunden, dem Handel, bestimmt. Mit großem Risikozuschlag, um auf jeden Fall Skandale zu vermeiden. Daran wird auch die jetzige Diskussion in der Öffentlichkeit nichts ändern. Ich empfinde sie als scheinheilig.

  6. christian sagt

    so kann man mit Essen nur umgehen, wenn der Rohstoff verdammt billig ist. Diese “verdorbene Ware” muss ja im Endkundenpreis eingepreist werden.
    Übrigens bin ich mir nicht sicher inwieweit das MHD (Haltbarkeitsdatum) nicht willkürlich von den Herstellern eher kurz angesetzt wird, und eigentlich nichts mit der wirklichen Haltbarkeit zu tun hat.
    Wenn ich dieses Foto hier sehe, frage ich mich wirklich inwieweit die Argumentation der Bauernvertretung (und einigen Bauern) in Richtung: wir brauchen alle PS-Mittel, wir müssen so viel produzieren um die Welt zu ernähren etc. überhaupt voll zutrifft? Oder haben wir ein Verteilungsproblem. Die Kriegsgeneration würde so etwas nie zulassen, die wussten noch wie wertvoll Essen ist
    Der WEg fürt nur über bewusstes Einkaufen – und ich mache dies gezielt.

  7. Ich verkaufe meine Wildprodukte lose auf Wochenmärkten. Sind Kunden unschlüssig über die zu kaufende Menge gebe ich zu bedenken, daß dafür Tiere gestorben sind und weniger manchmal mehr ist. Hochwertige Produkte traditionell herzustellen ist sehr aufwändig und Lebensmittel sind schlichtweg viel zu schade für die Tonne!

    • Gepard sagt

      Finde ich bewundernswert, dass du so machst. Viele trauen sich doch gar nicht mehr respektvoll über den Tod der Tiere zu sprechen. Entweder wird es vermieden, aus Angst, der Kunde wäre dann angewidert oder es ist total egal und man mach sogar noch abschätzige Witze über die „Viecher“.

  8. Axel Langendorf sagt

    Das Produkt ist über das mhd hinaus verzehrsfähig. Aber die Gefahr geht nach Ablauf des mhd vom Hersteller zum Verkäufer über.
    Und der schmeißt es lieber weg, als sich den Schuh anzuziehen.
    Nebenbei machen das sehr viele Verbraucher genau so.
    “Da steht ein Datum drauf, das kann man nicht mehr essen…. “

  9. Premiumprodukt mit Premiumpreis. Die Marge dürfte groß genug sein, dass etwas Schwund finanziell zu verkraften sein dürfte…
    An dieser Stelle frage ich mich: Ist das auch schon Verbrauchertäuschung? In dem Castello wird doch bestimmt kein Schwein gehalten und auch die Schinkenverarbeitung wird nicht in diesen historischen Gemäuern durchgeführt.
    Und dann könnte der Schinken von einem Schwein aus deutschen Ställen stammen, wird aber nach einem (vielleicht entscheidenden) Arbeitsschritt als italienische Spezialität vermarktet.
    Um das klarzustellen: Ich liebe regionale Produkte: So esse ich gerne auch Weißwurst, Serrano-Schinken und trinke gerne den hausgemachten Apfelsaft, deutschen Wein und schottischen Whisky. Die Vielfalt macht das Leben doch lebenswert!

    • bauerhans sagt

      die westfleisch eg erklärt immer wieder stolz,dass sie schinken nach italien zum veredeln liefern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert