Jahr: 2016

Brief eines Metzgermeister

Folgende Mail erhielt ich von einem Metzgermeister im Ruhestand. Meine Frau und ich haben Ihre Ansichten zu Bio, fair und möglichst billig, zweimal gelesen. Wir stimmen Ihnen in allen Punkten zu. Wie Recht Sie haben. Wir waren 30 Jahre im mittel-  ständischen Fleischerhandwerk selbstständig und haben alle Höhen und Tiefen erlebt. Unser Betrieb hatte von der DLG die Auszeichnung: „Außergewöhnliche Qualität“ erhalten. Unser  Sohn gab den Betrieb schließlich auf, weil die Erlöse den Betrieb nicht mehr halten konnten.  Aus einer rein ländlichen Schlachterei meines Großvaters entstand ein moderner Fleischereibetrieb mit 20 Mitarbeitern. Die in den 70jahren aufs Land gekommenden Supermärkte mit ihre ruinösen Fleischangeboten setzten wir jahrelang noch unsere Qualität entgegen. Es wurde eine Käseabteilung gebaut, auf der Anuga in Köln wurde meine Frau mit dem goldenen Käsemesser ausgezeichnet, danach wurde ein Edelimbiß im eigenen Haus eröffnet. Es half die Lücken im Fleischereiumsatzt zu schließen. Dann kam der Partyservice mit großen Erfolg dazu, es half die Gesamterlöse über Jahre zu stabilisieren, aber der Kunde wollte möglichst wenig bezahlen . Ich habe ein gutes Bespiel immer zur Hand, für ein Kilogramm …

Ökozid

Ein lesenswerter Beitrag aus der FAZ über die „Hybris von Umweltverbände“ und „platte Schuldzuweisungen“, und die sprachliche Eskalation, wenn es in Diskussionen um unsere heutige Landwirtschaft geht. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/aktivisten-monsanto-und-die-maer-vom-oekozid-14435524.html

Wenn der Roboter melkt…

Markus Wagner baute eine neuen Laufstall mit einem Melkroboter. Weil es rund um so einen Melkroboter viele Fragen gibt, die vielleicht auch andere Menschen interessieren, hat er eine Homepage gebaut, die alles Wesentliche über Melkroboter aufzeigt. Coole Idee – finden wir. 🙂 Darum stellen wir Euch diese Seite vor. http://www.melkroboter.net/

Trockenheit – morgen soll es regnen

Was bedeutet die Trockenheit und Hitze für die Natur? Bei mir auf dem Hof hat es seit dem 20. August nicht mehr geregnet, wenn man die 0,7 mm, die zwischendurch mal gefallen sind, außen vor lässt. Für Donnerstag, den 15.9. ist nun etwas Regen angesagt, aber in den Vorhersagen wird es von Tag zu Tag weniger. Der Raps, der am 2.9. gesät wurde, ist miserabel aufgelaufen. Jetzt hoffe ich nur, dass viele Samen nicht gekeimt sind, damit das nach dem Regen passiert. Wenn er gekeimt sein sollte, ist er inzwischen sicher vertrocknet. Das wäre ganz blöd. Auch die Zwischenfrucht lechzt nach Wasser. Auch hier ist die Bestandesdichte nicht wie gewünscht, aber das lässt sich ja verkraften, weil die nicht geerntet wird. In den Lücken läuft aber schon fleißig Unkraut auf, dass wir nicht bekämpfen können (und auch nicht dürfen) weil sonst auch die Zwischenfrucht kaputt ginge. Beim Mais (ich habe allerdings keinen) ist die Situation so, dass die Blätter vertrocknen, der Maiskolben (je nach Sorte) aber noch nicht reif ist zum Häckseln, weil ihm die …

Warum die Milch 1 Euro kostet…

Hier erklärt der Bauer, warum er für die Milch aus dem Automaten 1 € nimmt. Und was er damit vorhat. Ist doch ne gute Sache. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Brief eines jungen Landwirt…

Lieber Bauer Willi Sie hielten heute morgen,einen Vortrag über Ihre Öffentlichkeitsarbeit. Unter den Zuhören waren ältere Landwirte und auch sehr viele Junglandwirte. Zu dieser Gruppe, über deren Anwesenheit Sie sehr erfreut waren, gehörte auch ich. Wir waren alles Fachschüler der Fachschule Münster Wolbeck. Natürlich kennt man Sie in unserem Alter und Ihre Arbeit wird sehr geschätzt. Da unserer Generation mit den sozialen Netzwerken aufwächst, werden wir Junglandwirte immer öfters mit der Meinung von Verbrauchern über unseren Beruf konfrontiert. Es sind gleichaltrige, aber auch eben viele Verbraucher höheren Alters. Mit diesen Leuten in eine fachliche Diskussion zu kommen ist meist sehr schwer. Denn was weiß jemand Anfang 20 schon vom Leben? Eben. Es ist sehr viel. Wir haben es gelernt, wir sind teilweise auf einem Betrieb groß geworden oder führen diesen Beruf mit voller Leidenschaft aus. Doch es ist oftmals eben mehr ein Leid, als dass man etwas schafft. Aber über die aktuelle Preissituation der Lebensmittel möchte ich gar nicht schreiben. Mir geht es viel mehr darum, Ihnen die Meinung eines angehenden Agrarbetriebwirtes  zu schilden. Ich …

Nachhaltigkeit – verschiedene Interpretationen

Auf dem Internationalen Kongress der Agrarjournalisten, der in diesem Jahr in Deutschland stattfand, diskutierte verschiedene Personen und Organisationen über Nachhaltigkeit. Ein Begriff, der offensichtlich sehr unterschiedlich interpretiert werden kann. Hier die verschiedenen Stellungnahmen in dem folgenden Video: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren  

Im Herzen der Bauer…

…ist die Überschrift einen Zwiegespräches zwischen Jan Grossarth (FAZ) und Clemens Dirscherl (EKD) über Lebensmittel. Es geht um die Rolle der Verbraucher, den Lebensmitteleinzelhandel, um Wünsche und Wirklichkeit und um die Mentalität der Bauern. Ein lesenswerter Artikel, der alle Seiten beleuchtet. Mir persönlich fehlen allerdings die Lösungsansätze. Oder findet ihr die? http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2016/32554/clemens-dirscherl-und-jan-grossarth-ueber-das-agrarbusiness

WDR-Liveschaltung zu Bauer Willi

Am Dienstag rief der WDR an, ob ich ihnen was über die Getreideernte sagen könnte. Und wie das jetzige Wetter die weiteren Kulturen beeinflusst. Das alles aber bitte per „Skype-Schalte“ von unserem Hof. Wann? Na morgen, am Mittwoch. Jetzt bekommt ihr also sogar einen kleinen Teil unseres Hofes zu sehen. Per Skype. Mein „Stativ“ fürs Smartphone: Eine Treppenleiter, eine Schraubzwinge und das alles mit Draht verbunden. Und unter die Schraubzwinge noch ein Vierkantholz, damit die nicht verrutscht. Bin halt ein richtiger Medien-Profi… Egal: Hauptsache, unsere lieben Mitbürger erfahren, wie es in der rheinischen Landwirtschaft im Moment aussieht. Und das bedeutet: seit zwei Wochen kein Regen und die nächsten zwei Wochen auch nicht. Da keimt unser Raps erst einmal nicht. Euer Bauer Willi Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen