Autor: Bauer Willi

BUND e.V. warnt vor dem Verzehr von Weihnachtsbäumen

Im Sommer waren es die „giftigen Erdbeeren“ , jetzt sind es zum wiederholten Male die Weihnachtsbäume, vor denen gewarnt wird. https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/weihnachtsbaeume-ueber-zwei-drittel-mit-pestiziden-belastet/ Leider wird nur bekanntgegeben, dass der BUND e.V.  „Pestizide gefunden hat“ ohne die dazu gehörigen Grenzwerte anzugeben. Bei den Erdbeeren hatte man fairerweise noch mitgeteilt, dass in keinem Fall der Grenzwert auch nur annähernd erreicht wurde. Diese Einstufung fehlt jetzt, was dem Leser nicht erlaubt, die Daten einzuordnen. Und wieder ist es Corinna Hölzel vom BUND, die mit diesen unfairen Mitteln arbeitet. Zum Glück ist das Bundesamt für Risikobewertung sehr schnell mit einer Stellungnahme, die konkret auf die Angstmache des BUND e.V. eingeht. https://www.bfr.bund.de/cm/343/weihnachtsbaeume-gruen-und-giftig.pdf Was den Verzehr angeht, schreibt das BfR folgendes: „ Ein Verzehr größerer Mengen Nadelgehölze wäre im Übrigen toxikologisch gesehen voraussichtlich schon unter dem Aspekt der dort üblicherweise natürlich enthaltenen Terpen‐ und Pinengemische fragwürdig. Diese Substanzen werden von den Bäumen unter anderem als Fraßschutz gebildet und sind daher per biologischer Funktion gesundheitlich eher abkömmlich.“    

Petition unterzeichnen!

Normalerweise bin ich kein Fan von Petitionen. Es gibt aber Petitionen, die direkt in Berlin an die richtige Stelle kommen, dafür aber etwas komplizierter bei der Abstimmung sind. Man muss sich anmelden, was aber auch kein Hexenwerk ist. Es geht bei der Petition um die aktuellen Pläne der Regierung bei Agrardiesel und KFZ-Steuer für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Benötigt werden mindestens 50.000 Unterschriften, wobei mehr es wichtiger macht. https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2023/_12/_17/Petition_161196.html Die Petition bleibt zwar noch etwa drei Wochen offen, aber besser wäre es schon, wenn Sie es direkt erledigen. Natürlich dürfen alle unterzeichnen, also auch Freunde, Verwandte, Nachbarn usw. Eine andere Petition, die leichter zu „bedienen“ ist, hat dieses Ziel von 50.000 bereits weit überschritten: https://www.change.org/p/gegen-die-streichungen-der-agrardieselr%C3%BCckverg%C3%BCtung-kfz-steuerbefreiung-landwirtschaft

Bewegte und bewegende Tage

Der Dienstag, 19.12. war für uns ein sehr bewegender Tag. Es wäre der 101. Geburtstag gewesen und beim Auszug aus der Kirche spielte die Orgel „Viel Glück und viel Segen…“. Nicht nur da hatte ich einen Kloß im Hals. Unser vierjähriger Enkel hat der Ur-Oma eine Tüte Lakritz ins Grab geworfen, „weil die doch immer so gerne Lakritz gegessen hat“. Momente, die man sein Leben lang nicht vergisst. So viel zum Thema „bewegende Tage“ und vielen Dank für die vielen Zeichen der Anteilnahme. Das tut richtig gut. Bewegter Tag Am Montag, dem 18.12. war ein sehr bewegter Tag, weil Tausende Landwirte mit ihren Traktoren in Berlin waren. Die Reden waren alle nicht sehr lang, dafür aber sehr deutlich: „Wenn die Regierung nicht alles zurücknimmt, werden wir dafür sorgen, dass es eine andere Regierung gibt“ oder auch „Wenn nicht alles ersatzlos gestrichen wird, wird es am 8. Januar überall in Deutschland Demonstrationen geben, die das Land noch nie gesehen hat“. Noch nie habe ich den Bauernpräsidenten Rukwied so kämpferisch erlebt. Es wurde ja auch langsam Zeit. …

Das Fass muss geleert werden!!!

Auf der Demo in Berlin war ein Satz immer wieder zu hören: „Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht“. Gemeint sind die Steuererhöhung beim Agrar-Diesel und die KFZ-Besteuerung landwirtschaftlicher Fahrzeuge. Dieses Bild beschreibt sehr gut die Situation der Landwirtschaft. Ständig neue Gesetze und Verordnung, Entmündigung durch unqualifizierte Kontrolleure, Überplanung landwirtschaftlicher Flächen ohne Mitwirkung der Eigentümer usw. usw. Auf diese Art und Weise konnte das Fass immer voller werden, bevor es jetzt übergelaufen ist und die Landwirte auf die Strasse gebracht hat. Jetzt muss dieses Fass geleert werden, damit es morgen nicht wieder überläuft. Dazu gehört Agrardiesel darf nicht mehr kosten als Heizöl. (Aktuell etwa 1,07 €/l) Die aktuelle Düngeverordnung wird ausgesetzt und durch ein System des Verursacherprinzips ersetzt, dass auch außerlandwirtschaftliche Quellen berücksichtigt Die deutsche Pflanzenschutzmittel-Anwendung wird so angepasst, dass bestehende Wettbewerbsverzerrungen ausgeschlossen sind Erntehelfer bekommen in Deutschland den Mindestlohn, der zwei- bis dreimal so hoch ist wie im benachbarten Ausland. Hier muss eine Regelung gefunden werden, die diesen massiven Wettbewerbsnachteil ausgleicht. Besonders wichtig ist dies für den Obst-, Wein- und Gemüsebau. Importe von unverarbeiteten …

Eine Rede, die ich gerne gehalten hätte…

Ich bin am Montag nicht auf der Demo in Berlin, weil meine Mutter am Dienstag beerdigt wird. Deshalb auf diesem Weg eine Rede, die ich gerne gehalten hätte: Hallo Leute, wenn ihr glaubt, dass ich heute über die Steuererhöhung beim Agrardiesel oder die KFZ-Steuer reden werde, habt ihr euch geirrt. Ich möchte heute etwas zur Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland sagen, weil unser Sohn im nächsten Jahr den Betrieb übernehmen wird. Ob das richtig ist? Im Moment weiß ich nicht so recht, ob ich ihm nicht abraten soll aber er möchte es unbedingt. Er ist klug, er ist fleißig und er hat Ideen. Diese Eigenschaften muss er wohl von seiner Mutter haben 😊  und mit solchen Eigenschaften kann man ein Unternehmen führen. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Und genau daran hapert es derzeit. Deshalb wende ich mich jetzt an diejenigen, die diese Rahmenbedingungen für die Zukunft unseres Betriebsnachfolger schaffen können. Lieber Herr Özdemir, ich weiß nicht, was ich von Ihnen halten soll. Wenn Sie wirklich nichts von den Plänen zur Belastung der Landwirte gewusst haben, sollten …

Die Kerze ist erloschen…

Nach über 100 Jahren hat ein großes Herz aufgehört zu schlagen. Die Kerze ist erloschen. Wir sind jetzt nur noch drei Generationen auf dem Hof. Als Landwirte kennen wir die Regeln der Natur. Säen und ernten, wachsen und vergehen. Wir wussten, dass es einmal so kommen würde. Trotzdem tut es weh. Ihre Räume in unserem Haus sind nun leer, sie ist nicht mehr da. Sie wird sich nicht mehr um den Garten kümmern, die Rosen schneiden und die Maulwurfshügel wegmachen. Sie wird nicht mehr fragen ob die Rüben raus und der Weizen drin ist. Sie wird auch nicht mehr sagen, wo noch Blätter zu fegen oder Unkraut zu beseitigen ist. Sie wird uns fehlen. Wir sind dankbar für die sehr lange Zeit, die wir gemeinsam mit ihr verbringen durften. Danke an Heike für das Gedicht

Es geht nicht nur um Agrardiesel…

In den letzten 24 Stunden habe ich unzählige Informationen und Meinungsäußerungen in den Sozialen Medien und anderswo gelesen. Ich habe festgestellt, dass sich sowohl die FDP als auch die Grünen offensichtlich gerade in der Opposition befinden. Sie erklären sich aktuell gegenseitig, dass der jeweils andere für die Pläne, die Landwirtschaft mit 1 Milliarde Steuererhöhung zu belasten, die Verantwortung trägt. Der sogenannte Bundeskanzler Olaf Scholz (Jurist, SPD) äußert sich nicht, wobei er ja auch gerade in Brüssel sitzt und dort nichts sagt. Carina Konrad (Landwirtin, FDP) rechnet uns vor, dass bei 21 € höheren Kosten pro Hektar bereits ein um 100 kg höherer Weizenertrag ausreicht, um die Kosten aufzufangen. Gilt nur für den Agrardiesel, die höhere Besteuerung unserer landwirtschaftlichen Fahrzeuge sind da nicht drin. Danke dafür. Cem Özdemir (Sozialpädagoge, Die Grünen) erzählt im Fernsehen, dass die Bauern keine Alternative zum Diesel-Trecker haben. Er sagt, er verstehe die Landwirte und ihren Zorn. Hat er wirklich vorher nichts gewusst? Egal, geben wir ihm die Chance, die Pläne zurückzuholen. „Stellt euch nicht so an“ Ich bin gefragt worden, ob …

Faktencheck Steffi Lemke

Ein Gastbeitrag von Dr. Ludger Weß,  der sich mit Aussagen der Umweltministerin Steffi Lemke auseinandergesetzt hat und viele Unstimmigkeiten entdeckt hat: „Umweltministerin Steffi Lemke hat der FAZ am 9.12. ein Interview zum Thema Neuregelung von Züchtungstechnologien gegeben. In dem Interview finden sich zahlreiche Behauptungen über die neuen Technologien und die damit erzeugten Pflanzen – Behauptungen, mit denen die Ministerin ihre Ablehnung der Neuregelungsvorschläge der Kommission begründet. Aber stimmen die Behauptungen? Ein Faktencheck. Lemke: Was beispielsweise fehlt, ist der Blick auf Wechselwirkungen und Ökosysteme. Daher teile ich keineswegs die Aussage, dass diese Pflanzen grundsätzlich weniger Risiken für Umwelt und Gesundheit bergen. Das behauptet niemand. Wissenschaftlicher Konsens ist, dass diese Pflanzen keine höheren Risiken für Umwelt und Gesundheit bergen als solche, die mit Mutationszüchtung (=Zufallsgentechnik) gezüchtet wurden. Um ein höheres Risiko anzunehmen, fehlt ein wissenschaftlich begründeter Besorgnisanlass. Nur dann kann nach den Maßstäben des Europäischen Gerichtshofs und der Europäischen Kommission das Vorsorgeprinzip angewandt werden. Da die Zufallsmutagenese jedoch wesentlich mehr unbeabsichtigte genetische Veränderungen im Genom anrichtet als die „Gen-Schere“ (mehrere Tausend sicher vs. einige wenige potenziell), kann …