Autor: Bauer Willi

Brasilien Tag 2

Das Wichtigste zuerst: wir haben alle wunderbar geschlafen, was nach dem langen Flug auch dringend nötig war. Wir sind alle gesund, trotz Klimaanlagen. Der heutige Tag war ganz den brasilianischen Apfelsinen gewidmet . Dazu haben wir die Firma Alfacitrus kennengelernt, die von Italienern in Brasilien gegründet wurde. Der Familienbetrieb baut auf 2.400 Hektar Apfelsinen an, vermarktet werden pro Jahr etwa 60.000 t. Die Apfelsinen werden ausschließlich in Brasilien als Früchte verkauft, es wird nichts nach Europa exportiert. Nur Früchte, die nicht der Norm entsprechen, werden zu Apfelsinensaft verarbeitet. 78% des Orangensaft stammt aus Brasilien, der Rest vorwiegend aus den USA. Die Firma erzielt pro Kilo Apfelsinen etwa 0,60 €, der Verkaufspreis im Laden liegt bei etwa 1,20 €. Etwa 4 Jahre nach der Pflanzung (ca. 1.200 Bäume pro Hektar) kann die erste Ernte stattfinden. Die Bäume bleiben etwa 20 Jahre stehen und werden dann gerodet. Haupternte ist Juni- August, es gibt aber auch frühere und spätere Sorten, so dass die Ernte von März bis September dauern kann. Wenn es ein gutes Jahr ist, werden pro …

Özdemir bei Maischberger

Mein lieber Mann, was ist das nur für eine Argumentation? So schwach habe ich Herrn Özdemir noch nie erlebt… Besonders interessant sind Frage und Antwort bei etwa Min 11:30. Stark erscheint mir Herr Özdemir in allen Fragen, in denen es nicht um Landwirtschaft geht. Zum Beispiel bei der Aussenpolitik. Fakt ist: in den nächsten zwei Jahren haben wir von diesem Landwirtschaftsminister nichts zu erwarten, was uns Landwirte irgendwie weiterbringt. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Bildquelle: ARD

Brasilien Tag 1

Sind pünktlich um 6 Uhr Ortszeit nach 12 Stunden Flug in Sao Paulo gelandet. Daniel stand am Ausgang, nach einer Stunde alle im Bus und los gehts. Sao Paulo hat 15 Mio. Einwohner und da dauert es eine Weile, bis man aus der Stadt raus ist. Erste Station: eine Genossenschaft mit 11.000 Mitgliedern!! Wenn ich es richtig erinnere, bauen die Mitglieder dieser Genossenschaft rund 1.000.000 ha Soja an! Es entsteht eine längere Diskussion um die Zahlungsmodalitäten. Viele Landwirte bezahlen den Bezug von Betriebsmitteln mit dem Verkauf von Erntegütern. Also bargeldlos. Ganz verstanden habe ich es ehrlicherweise nicht. Weiterfahrt zu einem Betrieb, der 3.000 ha Zuckerrohr anbaut. Wir lassen uns über die gesamte Produktion von Zuckerrohr aufklären. Nach der Pflanzung kann das Zuckerrohr rund 5 bis 7 mal geerntet werden. Danach folgt Soja und Mais. Der Maschinenpark ist recht übersichtlich, den größten Teil nehmen Vollernter (Preis 250.000 €) und LKW´s ein. Zuckerrohr wird von April bis November geerntet. (Alle Angaben nur in Kurzform, sonst würde es zu lang) Mittagessen in einem „Kilo-Restaurant“. Das heißt so, weil …

Wir sind dann mal weg… nach Brasilien

Während ihr diesen Artikel lest, sind wir vermutlich schon in Sao Paulo gelandet. Am Mittwoch Abend um 22 Uhr deutscher Zeit ging es ab Frankfurt los, wir werden nach 11 Stunden Flug um 6 Uhr Ortszeit Brasilien angekommen sein. Geplante Rückkehr am 6. Februar morgens wieder in Frankfurt am Main. https://www.farm-tours.de/brasilien-mit-bauer-willi Uns erwartet ein tolles Programm. Begleitet werden wir dabei von Daniel Rosenthal, der schon einige Male bei uns auf dem Hof war und mit dem ich das ein oder andere Interview geführt habe. Zwei Beispiele weiter unten. Ich weiß heute noch nicht, wie die Möglichkeiten sind, sich auf dem Land mit dem Internet zu verbinden. Ich hoffe jedoch, dass wir abends im Hotel Verbindung in World Wide Web haben und so berichten können, was wir den Tag über erlebt haben. Erfahrungsgemäß geht dies bei Facebook und X (vormals Twitter) etwas einfacher als im Blog mit WordPress. Es kann auch sein, dass wir ein oder mehrere Tage keinen Zugang zum Netz haben. Neben der Bildungsreise ist es ja auch etwas Erholung vom Alltag und das …

Agrarmarktpodcast

Ich habe Anfang Januar dem Agrarmarktpodcast ein Interview gegeben. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Heute nachmittag geht es zum Frankfurter Flughafen, wo es um 22:00 Uhr in Richtung Brasilien zu einer Agrarreise geht. Rückkehr am 6. Februar in den Morgenstunden.      

Focus: Was soll das?

Ich wurde von einem Pressedienst auf den nachfolgenden Artikel des Focus hingewiesen, in dem ein „Machtkampf“ zwischen mehreren Personen in der Agrarszene herbeigeschrieben wird. Eure Meinung? https://www.focus.de/finanzen/news/rukwied-vs-lee-der-geheime-machtkampf-zwischen-deutschlands-bauern-chefs_id_259598400.html Haben die sonst keine Themen?

Einfache Lügen haben es leichter als komplizierte Wahrheiten

Das schweizerische Portal swiss-food.ch hat sich mit den typischen Narrativen zur Gentechnik beschäftigt und bringt die Fakten. https://swiss-food.ch/artikel/mit-falschen-erzaehlungen-gegen-gentechnik In ungewohnter Schärfe wenden sich 110 Nobelpreisträger gegen Greenpeace. https://biooekonomie.de/nachrichten/neues-aus-der-biooekonomie/warum-110-nobelpreistraeger-fuer-gruene-gentechnik-werben Diese Nachrichten sind nicht neu. Aktueller ist da diese Meldung, in der sich Wissenschaftler an die EU wenden: https://www.welt.de/wissenschaft/article249635234/Genschere-Nicht-Gentechnik-ist-das-Problem-sondern-Gier.html Trotzdem werden vonden immer gleichen Personen die gleichen Narrative politisch instrumentalisiert. (Sarah Wiener hat sich mittlerweile zurückgezogen) https://www.martin-haeusling.eu/?view=article&id=3086:newsletter-dezember-2023&catid=40 Interessant auch, wie Professoren, die vom Staat bezahlt werden, mit eigenen Firmen Geld verdienen und in privaten Blogs ihre Meinung kundtun und dabei verschweigen, welcher politischen Partei sie angehören. http://www.sebastian-lakner.de/

Die Bauern und ihr Minister

Ich kenne Oda Lambrecht als eine Journalistin, die schon immer kritisch auf die Landwirtschaft geschaut hat. Mit ihrer aktuellen Reportage „Die Bauern und ihr Minister“  hat Sie – meiner Meinung nach – einen sehr fairen und ausgewogenen Beitrag zum Thema gebracht. Sie fragt nach, was Cem Özdemir in den letzten zwei Jahren erreicht hat. Lediglich die Ansichten eines Prof. Matin Qaim wundern mich. 17 Minuten, die man sich gut ansehen kann. https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS9jMTc3MTliZS05ZTU1LTQwMWEtOGVkNC0zZTY4MTNkYjk5MWI Danke an Bernhard (Barkmann), den ich kürzlich zu einem Gegenbesuch auf seinem Hof in Weser-Ems besucht habe. Wir kennen uns seit langem aus dem Praktikernetzwerk (Klöckner), er ist heute noch im Dialognetzwerk (Özdemir)

Gesellschaftlich anerkannte Berufe

Diese Umfrage wurde vor den Bauernprotesten im Auftrag der I.M.A. erstellt und am 19.1.2024 von Statista veröffentlicht. https://de.statista.com/infografik/31601/befragte-die-folgende-berufe-auch-in-zukunft-als-wichtig-fuer-die-gesellschaft-ansehen/ Reihenfolge der gesellschaftlich wichtigen Berufe: Arzt/Ärztin Pfleger/Pflegerin Landwirt/Landwirtin Am Ende der Liste:   Juristen, Politiker, Journalisten.