Autor: Bauer Willi

Was wäre eigentlich wenn…

… sich Landwirte  und Verarbeiter einig wären und dem Lebensmittelhandel (LEH) sagen würde: „Es reicht“. Und ab sofort die immer neuen Anforderungen, die der LEH stellt, einfach nicht erfüllen würde… Weiter Gen-Soja aus Südamerika verfüttern, weiterhin Kühe in Anbindehaltung halten, weiterhin enthornen und Schwänze kupieren. Auch am Platzbedarf für die Tiere würde sich nichts ändern, alles bliebe so, wie es ist. Keine neuen Investitionen, keine neuen Dokumentationspflichten, keine Qualitätssicherungssysteme mit stundenlangen Audits, keine neuen Label. Einfach mal Pause mit neuen Wünschen. Wer mehr Tierschutz will, wer keine Rückstände in seinen Nahrungsmittel haben möchte, wer nicht möchte, dass Glyphosat eingesetzt wird soll doch ganz konsequent nur noch Bio-Produkte kaufen. Immer. Und alles.  Unverarbeitet, zum Selbermachen. Er kann auch direkt auf dem Bauernhof seiner Wahl einkaufen, wo er den Bauern kennt und ihm vertraut. Denn wo Vertrauen ist, funktioniert auch der Markt. Davon träumt… …euer Bauer Willi

Bio fordern ist nicht schwer – Bio Anbau dagegen sehr

Sascha Singh aus Frechen im Rheinland will es praktisch wissen. Darum hat er die Internet-Seite selfbio.de ins Leben gerufen, die interessierten Menschen dabei hilft ihre eigenen Bio-Lebensmittel zu erzeugen. Unterstützt wird er von einer wachsenden Community, die alle ihr Wissen rund um ihr eigenes Bio-Wissen einbringen. Ich habe Sascha besucht, ihm ein paar Fragen gestellt und mich in seinem Garten umgesehen. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Widerstand zwecklos…?

In Österreich nicht. Da scheint Widerstand Tradition zu haben. Jedenfalls stehen Wirte für ihre Sache ein – und riskieren auch mal Ärger. Und die österreichische Presse amüsiert sich noch darüber. Was sagt man dazu? http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Tierschuetzer-scheiterten-an-Ebenseer-Jausenstation;art71,2609878

Initiative Tierwohl ist clever…

Mitschnitt der Diskussion. Hier: Statement von Dr. Bettina Hartwig, BMEL zum Thema der Tierwohl-Initiative. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Biologische Waffen…

…in meinen Zuckerrüben. Weil es immer noch nicht geregnet hat, bin ich gerade dabei, Schosser-Rüben (Rüben sind zweijährig und blühen normalerweise erst im zweiten Jahr, woran sich aber nicht alle halten) aus dem Feld zu entfernen. Aus den Vorjahren sind auch noch ein paar Kartoffelknollen übrig geblieben, die gekeimt sind und jetzt als ausgewachsene Pflanzen zwischen den Rüben stehen. Die hacke ich aber nicht weg, denn erstens ist mir das zu mühsam und zweitens machen sich gerade fleißige Helfer darüber her, die das Kartoffellaub innerhalb weniger Tage bis auf das Gerippe herunterfressen. Es sind die Larven des Kartoffelkäfers, der in Kulturkartoffeln natürlich unerwünscht sind, hier aber gute Dienste leisten. In diesem Falle wird also aus dem Schädling ein Nützling, quasi eine „biologische Waffe“ um meine Zuckerrüben frei von Kartoffeln zu bekommen. Wollte ich euch mal zeigen. Auf eure Bemerkungen bin ich gespannt. Kann mir schon denken, was da jetzt so kommt … 🙂 Euer Bauer Willi

Verbraucher sind erzogen worden…

„Die Verbraucher sind zu Schnäppchenjägern erzogen worden!“ sagte Bernhard Burdick von der Verbraucherzentrale NRW. Ausschnitt aus der Podiumsdiskussion beim BranchenDialog Fleisch und Wurst. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Fragen an Greenpeace

Martin Hofstetter ist der Agrarexperte und Political Advisor bei Greenpeace Deutschland. https://blog.greenpeace.de/autor/martin-hofstetter Ich habe ihn im Frühjahr auf einer Podiumsdiskussion getroffen. Im Nachgang hat er mir einige Fragen beantwortet. Herr Hofstetter, Greenpeace ist bei Bauern nicht gerade beliebt und das ist noch vorsichtig ausgedrückt. Können Sie das verstehen? Natürlich werden wir nicht von allen Landwirten geliebt, aber von vielen respektiert. Wobei es da ja durchaus Unterschiede gibt. Meiner Erfahrung nach honorieren viele Landwirte, dass wir sehr aktiv gegen die Klimaerwärmung, z.B. gegen die Kohle-Industrie arbeiten und uns für den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzten. Der Ausbau der Wind- und Solarenergie hat ja auch manchen Landwirten durchaus finanziell glücklich gemacht, da gibt es also gemeinsame Interessen. Und auch bei unseren Landwirtschafts-Kampagnen gegen die Grüne Gentechnik, die Macht von Agrarkonzernen, die Patentierung von Ackerpflanzen habe ich viel Unterstützung aus der Landwirtschaft erfahren. Auf der anderen Seite gibt es Themen wie den Einsatz von Pestiziden, Umbau der CAP oder auch Veränderungen bei der Tierhaltung, da  tun sich manche Landwirte mit unseren Forderungen deutlich schwerer. Vermutlich weil sie uns da als …

Die Mär von glücklichen Hühnern…

Bio-Eier von Aldi: Die Idylle trügt, denn viele Bio-Eier kommen aus den Niederlanden aus Ställen mit mehr als 10.000 Hennen ohne Auslauf. Und auch sonst ist nicht alles so, wie es sich der Konsument vorstellt… Ein 7-Minuten-Video, das sehr erhellend sind, nicht nur was die Preise angeht… http://www.swr.de/marktcheck/bioeier-von-vermeintlich-gluecklichen-huehnern/-/id=100834/did=19466444/nid=100834/b9utt2/index.html