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Kommentare 52

Widerstand zwecklos…?

In Österreich nicht. Da scheint Widerstand Tradition zu haben. Jedenfalls stehen Wirte für ihre Sache ein – und riskieren auch mal Ärger. Und die österreichische Presse amüsiert sich noch darüber. Was sagt man dazu?
http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Tierschuetzer-scheiterten-an-Ebenseer-Jausenstation;art71,2609878

Bildquelle: Facebook

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52 Kommentare

  1. Sabine sagt

    Naja, ob der Fang von Singvögeln eine schützenswerte Tradition ist, sollen die Ösis mal schön unter sich ausmachen. Ich nach meinem empfinden geht da dem Volk genau so wenig verloren, wie bei der Abschaffung der „Hahneköpper“ im Rheinisch-Bergischen. Viele Traditionen sind bei Lichte betrachtet einfach nur bescheuert, was harmlos oder vllt. sogar nützlich bescheuert ist und was so grottig ist, dass man es einfach aussterben lassen sollte, darüber kann man lange diskutieren.
    Blutiger Sport und Volksbelustigungen, wie Bullenbeißen, Dachskämpfe, Hunde- und Hahnenkämpfe. traitionelle Hahneköppen bzw. Hahnenschlägern oder Gänsereiten mit lebenden Tieren…. dürfen meinetwegen gerne in der Mottenkiste verschwinden.
    All diese merkwürdigen Vorgänge wurden und werden mit langer Geschichte, mit Traditionspflege und ähnlichem verteidigt. … und ganz ehrlich, nen Wirt der sich einer solchen Tradition verpflichtet fühlt, wäre für mich nicht unbedingt ein Einkehrziel, auch wenn ich Speck im Kraut recht wichtig finde.
    Naja, und was das Ausladen von Gästen angeht, der Lommi in Köln soll ja seinerzeit auch den Clinton freundlich ausgeladen haben, um seine Stammkunden nicht zu verprellen.

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  2. rebecca sagt

    Es ist schon erstaunlicht was für ein Ereignis aus dem Zusammentreffen von zwei Idioten gemacht wird.

    Der eine, der Wirt muss sich nicht so verhalten. Kann es aber scheinbar auf Grund der wirtschaftlichen Situation.
    Was ihn vermutlich von vielen die über seine „Standhaftigkeit“ jubeln unterscheidet.

    Und der andere wollte offenbar mit dem Kopf durch die Wand und ist gescheitert. Thats Life. Allerdings nimmt sein Geld so ziemlich jeder andere gerne. Insofern ist es zwar irgendwie nachvollziehbar das sein Ego angekratzt war. Sinnvoll ist sein Gestreite nicht.

    Woanders hingehen, vielleicht noch einen „freundlichen“ Kommentar im Internet zum Wirtshaus hinterlassen, damit Vegetarier und Veganer, aber auch Wurstesser wissen das der dortige Wirt kein Geld braucht und sie ruhigen Gewissens woanders hingehen können und gut.

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  3. Ja was ist es nun? -Rückgrat?-politisch unkorrekt?- konsequent?-oder einfach nur stur?

    Wenn ein Wirt den Gast nicht bedient, weil er nicht gegrüßt wurde, kann ich das emotional natürlich gut verstehen. In uns allen herrscht noch ein archaischer Mechanismus, der dieses stark empörte Gefühl auslöst.

    So hatte in Urzeiten die „Nichtbeachtung“ zur Bedeutung, das „Rudel“ schließt das ehemalige „Rudel-Mitglied“ aus. Das war in diesen Urzeiten das Todesurteil.

    Als souveräner selbstbewusster Mensch kann man sich jedoch heute gelassen darüber im Klaren sein, dass man die fehlende Erwiderung des Grußes durchaus überlebt.

    Einen reichen Gast zurückzuweisen, um seine Stammgäste nicht zu brüskieren, nimmt mir allerdings schon Respekt ab.

    „Die höchste Bewunderung aber trifft den, auf den das Geld keinen Eindruck macht.“
    Marcus Tulius Cicero

    Was die Begegnung Tirolenwirt gegen Veganer betrifft, war ich zwar nicht dabei, bin jedoch recht amüsiert über diese Geschichte.

    Man darf natürlich nicht vergessen, dass ein durch „Recht haben“ besiegter Kunde meist auch ein verlorener Kunde ist. Anderseits denke ich auch, dass auch „König Kunde“ sich nicht unbedingt immer alles erlauben darf.

    Unbenommen der inhaltlichen Standpunkte, wäre es sicher kein Zeichen von Stil und Etikette, wenn eine Beschwerde vor allen Augen lautstark vorgebracht wird. Das gilt natürlich auch für die Annahme einer solchen Beschwerde.

    Was Ideologien, wie das Veganertum oder Schnitzelbeschwörung betrifft:

    Eine überhöhte Moralität mit unangemessen starker Einforderung, diesem Beachtung zu schenken, deutet nicht auf hohe Durchsetzungskraft, sondern eher auf ein ziemlich fragiles Selbstbewusstsein, welches sich durch völlig überdrehtes Selbstbehauptungsverhalten zum Ausdruck bringt. (Man kennt´s von kleinen Hunden.)

    Das gilt jedoch für alle militanten Moralisten.

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    • AdT sagt

      Es gibt ja durchaus bekloppte Veganer (übrigens auch viele bekloppte Wirte; habe mal beim Ordnungsamt Praktikum gemacht: die polizeilichen Führungszeugnisse in den Unterlagen für die Schankerlaubnis oder die Gewerbeanmeldung für Restaurants (nicht erlaubsnispflichtig) hatten sehr oft Eintragungen – Koch und Kneipier sind manchmal die letzten Erwerbsmöglichkeiten, egal).

      Veganertum zieht natürlich Bekloppte an wie alles, was außerhalb des Mainstreams ist. So gibt es auch Veganer aus esoterischen Gründen usw.

      Veganismus als solcher hat aber gute Gründe. So gibt es unter Veganern auch sehr vernünftige Leute. Die fallen nur nicht (negativ) auf. Ich denke, das ist die große Mehrheit der Veganer.

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      • Natürlich darf man Leute wegen gleicher Ansichten in einer Sache nicht in einen Topf werfen. Das sehe ich auch so. Deshalb werde ich auch nicht urteilen wollen, wie in solchen Gruppen die Mehrzahl tickt. Das weiß ich schlicht nicht.

        Doch wenn (Betonung liegt auf „wenn“) jemand unangemessen militant bzw. aggressiv auftritt, so denke ich, dann ist für jeden sichtbar, dass es eben nicht (nur) um die Sache geht.

        Natürlich kann man auch berechtigt mal in Rage geraten – also wenn es angemessen ist. Dann ist es auch legitim Emotionen zu zeigen. Leider wird das häufig mit Herabsetzungen und Beleidigungen verwechselt.

        Wenn das passiert, dann hat die Diskussion über Sache selbst den größten Schaden erlitten.

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    • Paulus sagt

      Dirk Feldhinkel, mit Ihrem pseudophilosophischen Geseihere übertreffen Sie jetzt wirklich alle die hier in ähnlicher Mission unterwegs sind. Es macht jetzt wirklich keine Freude mehr; bleibt unter euch und damit ist es gut. Ich habe nun endgültig keine Lust mehr mich an schwachsinnigen Diskussionen zu beteiligen. Für ihre weitere Karriere als sogen. Unternehmensberater wünsche ich ihnen viel Erfolg.

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      • Lieber Paulus,

        ich denke, dass Sie an dieser Stelle viel mehr über sich selbst geäußert haben, als über mich. Deshalb lasse ich das mal so stehen.

        Herzlichts Dirk Feldhinkel

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    • rebecca sagt

      Es gibt einfach zu wenige coole Veganer. Viele sind immer so moralistisch und engstirnig.

      Sich auf die öffentliche Straße vorm Lokal setzen und vom nächsten Pizzadienst eine vegane Pizza liefern lassen wäre allemal lustiger und nachhaltiger gewesen als aus der Sache ein Drama zu machen.

      Wir haben sone Nummer mal vor einigen Jahren gemacht als einer Freundin wegen ihrem Hund( ruhiger kleiner Terrier der ohne Stress zu machen unterm Stuhl lag ) die Bedienung verweigert wurde und sie praktisch rausgeworfen wurde. Wie haben uns dann direkt vors Lokal Pizza bestellt ;-). Hat dem Wirt glaub ich nicht so gefallen. Auch die späteren Reaktionen nicht als das Bild durch FB geisterte.

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      • Es ist die Frage, ob es bei Veganern um Ernährung oder Lifestyle geht. Ernährungstechnisch scheint nach meiner Information der komplette Verzicht auf Fleisch nicht unproblematisch zu sein.

        Ich selbst habe mein Fleischkonsum reduziert, lege dafür mehr Wert auf Qualität. Ich koche selbst sehr gerne mal und zu einem guten Fleisch gehört gutes Gemüse. (beides kommt aus der Landwirtschaft) Hilfsmittel in Pulverform (kommt aus der Chemie) sind für mich seit Jahren aus der Küche verschwunden. Ganz ohne Ideologie, weil es schmeck und gesund ist. It´s my way!

        Was den Umgang mit dem Streit betrifft, so muss ich Ihnen Recht geben. Das mit der veganen Pizza auf der Straße wäre eine durchaus clevere Art gewesen, dem Wirt zu zeigen, dass der abgewiesene Gast durchaus eine Wahl hat. Ganz ohne Ideologie.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Nein, keine clevere Art, der Wirt kann entscheiden, ob er einen Gast bedient. Er darf keinen Gast raus werfen, die Pizza darf vor seinem Lokal gegessen werden, solange die die Pizza auf einer öffentlichen Fläche essen.

          Ohne die Hintergründe zu kennen, würde ich die in Richtung Assis suchen.

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          • Natürlich kann ein Wirt die Bedienung verweigern. Wenn ich eine militante Furie vor mir hätte, würde ich das wahrscheinlich auch tun. Wir waren natürlich nicht dabei, deshalb betone ich das Wort „wenn“.

            Die von Rebecca geschilderte Situation zeigte einen Unterschied im Verhalten nach einer Abweisung. Damit wurde sicher nicht ein Aufstand der Veganer verteidigt.

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  4. Paulus sagt

    Da hat die Presse aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Die paar Speckwürfel im Krautsalat kann ich auf dem Teller liegen lassen und von dem bisschen tierischen Fett, dass ggf. das Kraut benetzt bzw. kontaminiert, erleidet kein Veganer einen Nachteil. Es sei denn er leidet unter ideologisch oder religiös bedingten Wahnvorstellungen.
    Erinnert mich an ein jahrelang zurückliegendes Betriebsfest bei dem der Caterer zwingend zwei Grills aufbauen musste; einen für die Normalos und einen für die Moslems. Mittlerweile müssten es wohl drei sein da die Fraktion der Veganer noch hinzugekommen ist. Am unkompliziertesten scheint es in China oder in einigen Regionen Afrikas zu sein, da gibt es in einem einzigen Restaurant alles, vom … bis zum … Habe alles mit mehr oder weniger Vorbehalt gegessen. Und wie ihr seht, ich lebe noch.

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  5. Friedrich sagt

    Endlich mal Leute mit einem festen Standpunkt und einer Eisenstange im Rücken. Davon könnten sehr viele Politiker lernen , anstatt jedermanns Darling zu sein. Leute mit einem Wasserschlauch im Rücken haben wir leider zuviele. Dieser Mensch verzichtet aus Überzeugung auf Einkommen , läßt sich also nicht verbiegen. Davon könnten wir erheblich mehr gebrauchen.

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  6. Zenzi sagt

    Der Wirt hat das Hausrecht. Es steht im frei, wen er bewirtet. Es ging bei der „Sache“ wahrscheinlich um eine Auseinandersetzung zum Vogelfang im Salzkammergut. Es ist Brauch Singvögel zu fangen und sie dann wieder frei zu lassen. https://de.wikipedia.org/wiki/Salzkammergut_Vogelfang (Wahrscheinlich vom Adel damals erfunden um dem „wuidern“ entgegen zu wirken)

    Bei uns in Bayern gibt es auch solch fleischlastige „Traditionsgaststätten“, wo man als Vegetarier ratlos die Speisekarte liest und wie einst in den 70/80ern halt wieder mal Salat bestellt. Überhaupt ist mir das Essen in Gaststätten häufig zu einseitig. Schnitzel bis über den Tellerrand und Pommes dazu. Naja. (Bei uns „Schäufele“ mit Klos….)
    Richtig gutes Gemüse, meinetwegen zu einem leckeren Stück Fleisch, gibt es viel zu selten. Macht ja auch Arbeit in der Vorbereitung und Bevorratung.

    Unter Zivilcourage versteh ich aber eher solche Aktionen:
    https://www.keine-bedienung-fuer-nazis.de/images/stories/divers/Brosch%C3%BCre_KBfN_web2.pdf
    http://www.keinebedienungfuernazis.de/downloads/InformationsbroschuereKBfN.pdf

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    • Ich seh das so sagt

      Drum heißt es auch Wirtshaus – weil es is dem Wirt sein Haus (– und die Gäste sollen sich gefälligst dementsprechend benehmen) 🙂

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  7. bauerhans sagt

    ösis sind halt was besonderes!
    ich hatte am mittwoch meine nachbarn zum schnitzelessen eingeladen
    (natürlich wegen der schweinepreise!)
    die wirte dort sind ein deutsch/oesterreichisches ehepaar.

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  8. AdT sagt

    Manchmal ist das so, dann gibt es nichts zu essen. Dafür haben wir Fettreserven. Bier ist aber vegan. Es passt alles zusammen. 😉

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Meine Frau isst manchmal einen Salat, mit und ohne Putenstreifen, jedenfalls hat sie immer einen Vegetarischen bekommen.

      Da sollte man sich schon mal fragen, warum die Tierschützer nicht bedient wurden.

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      • AdT sagt

        Also eine Bedienung wurde mir noch nie verweigert. Ich lege großen Wert auf einen freundlichen Umgang. Ich bemühe mich sogar hier dazu. Es ging um das Essensangebot. Da stelle ich große Zuvorkommenheit und die Bereitschaft fest, etwas zu improvisieren. Das ist mir dann schon unangenehm.

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  9. Lieschen Müller sagt

    Ehrlich, das finden Sie toll? Herrlich politisch inkorrekt? „Man wird ja noch mal was sagen dürfen?“. Der ganze Artikel zeugt von einer Engstirnigkeit, dass mir schlecht wird. Vogelfang aus Tradition. Wurst aus Tradition. Ich möchte es hundertmal sagen: Traditionswurst, Traditionswurst, Traditionswurst……
    Was ist denn so schwer dran, einen Salat ohne tierische Bestandteile anzubieten? Das hat auch nichts mit Anbiedern von Seiten des Wirts zu tun, sondern gehört zum normalen Umgang in einer Gesellschaft. Nach solchen Artikeln werde ich zum Veganer, aus Zivilcourage!

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    • Stadtmensch sagt

      „Der Tirolerwirt wiederum weigerte sich, seine Stammgäste im Gastgarten zu bitten, für zwei Landesräte Platz zu machen.“

      “Während einer Fußballweltmeisterschaft heftete er einen Zettel an die Haustür, auf dem er deutsche Fans wissen ließ, sie seien bei ihm unerwünscht.“

      Hm… auch wenn es nur Kosten-Nutzen-Kalkül ist: sehr sympathisch!

      Richtige Veganer (Strebende nach Höherem?) sind über solches Geplänkel erhaben denn sie wissen: Die schmackhafte Zubereitung von Pflanzen ist hohe Kunst und Kunst kommt von Können und nicht vom Wollen. Wer es also geschafft hat, sich von der „Tradition“ also von der täglichen Dosis Tod bzw. Tierprodukt zu lösen, kann sich zu den Auserwählten zählen (ein wirklich starkes Motiv für alle, die nach Sinn suchen).

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        • Stadtmensch sagt

          Nö – Johann Nestroy
          Vom Herrn Valentin kommt nur die Binse:
          „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit!“

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          • Paulus sagt

            „Alles ist Kunst, jeder Mensch ist ein Künstler“
            Joseph Beuys
            Er meinte damit tatsächlich alle, ausdrücklich auch die Landwirte. Die Ings adelte er allerdings besonders, der Spruch hängt bei mir im Büro.

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            • Stadtmensch sagt

              Siehste, das kommt davon, wenn man in zwei Welten wandelt.
              Wie kann man sich denn als Ingenieur Sprüche von Steiner-Jüngern und Anthroposophen vor die Nase hängen?
              😉
              Falls ich mir je ein berühmtes Zitat quasi als Leitmotiv und Ansporn irgendwo hinhängen sollte, dann das „Traktat“ von Robert Musil aus dem „Mann ohne Eigenschaften“ wo er sich drüber aufregt, dass man von den Ingenieuren nicht verlangen kann, ihren Geist mal für etwas anderes als für Formeln und Modelle zu verwenden. Denn das wäre für sie gleichbedeutend mit, „von einem Hammer den widernatürlichen Gebrauch eines Mörders“ zu machen…köstlich.

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            • Paulus sagt

              Wie so viele andere hast Du Joseph Beuys wahrscheinlich nicht verstanden. Ich gestehe, selbst als Kunstinteressierter habe ich so ca. 15 Jahre gebraucht. Hätte ich mich nicht intensiv mit Steiner und Anthroposophen beschäftigt, wäre ich niemals zu einem für mich relevanten Ergebnis gekommen. Das musst Du mir schon zugestehen. Auch in den Ingenieurwissenschaften lohnt es sich schon mal hier und da anzuklopfen.
              Es erweitert den eigenen rein naturwissenschaftlich basierten Horizont. Entgegen deiner Auffassung kann ich Beuys allerdings nur schwer mit Steiner in Verbindung bringen. Aber wie ich dich kenne, gelingt dir ein Vortrag der versucht vom Gegenteil zu überzeugen.

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    • Ich seh das so sagt

      Leider zeigen sie sich hier als typische Vertreterin der „Aufregungskultur“ oder sind dieser zumindest auf den Leim gegangen.
      Sie hören etwa, sie lesen etwas – sie „müssen“ eine Meinung dazu haben, noch besser ein Urteil (Engstirnig, mir wird schlecht ….)

      In anderen Posts sind sie zumindest soweit einzugestehen, daß sie etwas nicht wissen oder etwas gerne genauer wissen möchten – hoffentlich bevor sie sich ein Urteil bilden. Da kann man sich dann austauschen, sie informieren, einen Dialog starten ….
      Bei vorgefertigten Urteil (und da betrifft nicht nur sie) ist das schwierig bis unmöglich.

      So könnte sich etwa ihr Urteil über den Vogelfang als voreilig herausstellen. Ihnen schweben bei dem Wort Vorgänge wie in Italien vor oder in afrikanischen Länder, wo die Tiere zumeist gefangen und getötet werden. In diesem Teil Österreichs galt der traditionelle Vogelfang als die „Jagd des kleinen Mannes“. Im Gegensatz zur Jagd der (ehemaligen) Herrschaft auf Wild. (N.B. Daher rührt auch die widerständige Haltung der Bewohner gegen „Großkopferte“, „Zug´reiste“, „Hohe Herren aus der Stadt „und andere „komische Vögel“). Vermutlich wird sich bei „Jagd“ auch gleich wieder nur die Worte „Schießen, Töten u.a.“ bei ihnen im Kopf aufsteigen. Sicher nicht das Worte „Hegen und Pflegen“. Und vor lauter Vorurteilen braucht man sich dann auch nicht mehr informieren.

      Sie werden erstaunt sein, daß der „Traditionelle Salzkammergut Vogelfang“ sogar anerkanntes UNESCO Weltkulturerbe ist damit offiziell schutzwürdiges Kulturgut Österreichs. Wie etwa auch die Falknerei oder die Spanische Hofreitschule. https://de.wikipedia.org/wiki/Salzkammergut_Vogelfang

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      • Stadtmensch sagt

        Haben die Spanier für ihre Stierkampf-Metzelei-Kultur eigentlich auch schon den „Kulturerbe-Status“ erwirkt? Ich weiß schon: mir als langweiligem (Sklaven-)Moralisten bleibt die Hälfte aller Lebensgenüsse versagt, die von Gewalt- und Machtdemonstrationen ausgehen…
        Erklärt es mir! Wo ist der Reiz, ein „Heidenröslein“ auszureißen? Was ist schön an der Zeitlupe eines Kinnhakens beim Boxkampf? Warum gibts eigentlich keine Gladiatorenkämpfe mehr? Sollten wir eine Höherentwicklung anstreben? Was macht das Leben reicher? Der gefangene Vogel und die Kunstfertigkeiten im Fallenstellen oder das Wissen um okologische Nischen und Zusammenhänge.

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        • Ich seh das so sagt

          Bezüglich Vogelfang: Wie wär´s mit einfach mal Urlaub dort machen und sich die Sache von den Einheimischen Hintergrund und Nutzen erklären lassen.
          Bier gibt´s dort jedenfalls genug.
          Und sonst zur Not Zelte und vegane Speisen selber mitnehmen – für den Fall daß man es sich mit den hiesigen Wirten komplett vertan hat.

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          • Stadtmensch sagt

            >>zur Not Zelte
            Dieses Jahr ist wieder Fahrrad und Zelt angesagt. Bratislava -> große Linkskurve und heim nach Sachsen
            😉

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            • Ich seh das so sagt

              Bei der Bekanntheit die die Ebenseer Wirte jetzt erhalten, gibt es diese sicher nächstes Jahr auch noch. 🙂

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      • Lieschen Müller sagt

        Ich bin kein Freund derlei Brauchtums. Irgendwann ist Brauchtum überholt und wird ersetzt. Es ist immer ein bißchen ein Kampf zwischen Bewahren und Modernisieren. Mal gewinnen die Einen, dann wieder die anderen.

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