Autor: Bauer Willi

Regierungskrise beenden – so geht es!

Von vielen unbemerkt, etabliert sich gerade eine neue Partei. Sie hat ganz offenbar DIE Lösung für das wochenlange Gezerre um die Regierungsneubildung. Der 4. Weg statt Minderheitenregierung, GroKo oder Neuwahlen. Hier ein Mitschnitt der Pressekonferenz. Warum ist da bloß bisher noch keiner drauf gekommen… 🙂 (Ja, ich weiß, das Video ist albern. Aber nachdem es gestern hier nur geregnet hat, hab ich hin und wieder mal bei Phoenix reingeschaut und dort die Pressekonferenzen der diversen Parteien gesehen. Und da kam mir halt die Idee. Ich kann halt auch nicht immer ernsthaft sein. Tschuldigung. 😉 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Nochmals Zulassung…

Aktuelle Meldung von heute, 27.11. 2017 Stand 18.00 Uhr: Am Ende des Artikels haben die Leser die Möglichkeit, über diese Entscheidung abzustimmen. https://www.welt.de/wirtschaft/article171010504/Grosser-Aerger-wegen-Deutschlands-Ja-zur-Glyphosat-Zulassung.html

Deutungshoheit…

Nach der sehr intensiven Diskussion am Wochenende habe ich mich gefragt: Wer darf eigentlich mitreden? Wer macht Meinung? Ein schwieriges Thema, nicht nur bei agrarischen Themen. Hier meine Gedankensplitter. Der mündige Bürger „Es ist alles ganz furchtbar. So wie heute Landwirtschaft betrieben wird, kann es nicht weitergehen. Massentierhaltung, Nitrat, Glyphosat, Antibiotika, alles ganz furchtbar und gehört abgeschafft.“ Und das möglichst sofort. Schließlich ist der Bürger der Souverän und was er will ist Gesetz. Wenn alles so liefe, wie er es wollte, wäre die Welt in Ordnung. Er hat die Deutungshoheit. Punkt. Ende. Aus. Die Bauern „Die sollen sich doch raushalten, die haben doch alle keine Ahnung“. So oder ähnlich lauten die Kommentare, wenn wieder einmal ein kritisches Thema aufkommt und von bäuerlicher Seite zerlegt wird. Da wird gefordert, dass sich diejenigen, die sich äußern, doch bitte erst einmal selbst auf dem Hof gearbeitet haben müssten, sie von der Realität keine Ahnung hätten, nur vom Schreibtisch aus entscheiden würden und es am besten wieder eine Hungernot geben müsste. Reflexartig wird in alle Richtungen gekeilt, auf „die“ Politiker, „die“ Journalisten, …

Digitaler Vortrag

Lieber Sebastian Kurz, Dein Wunsch ist uns Befehl. Bauer Willi hält heute Vormittag (27.11.2017) einen Online Vortrag zum Kammertag für die Landwirtschaftskammer Steiermark per Videokonferenz… 🙂 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Selig sind, die nicht sehen und doch glauben…

So, Alois hat das Video mit den Bilder aus dem Orbroicher Bruch fertig. Das passt zu unserem Text von gestern. In Orbroich haben Insektenforscher die Entwicklung der Fluginsekten beobachtet. Die werden da immer weniger und ich persönlich kann mir jetzt auch gut vorstellen, WARUM es weniger werden. Weil ich es gesehen habe und gefragt habe. Die wirkliche Ursachenforschung hat aber bisher keinen interessiert, keinen Journalisten und kein Drehteam vom Fernsehen. Mich hat es sehr interessiert und darum war ich da. Vielen Dank an Ralf Pauelsen​ aus Orbroich, der mir meine Fragen beantwortet hat. Und ihr geht jetzt mal auf seine Facebook-Seite und bedankt euch auch mit einem „Gefällt mir“. Falls ihr Bauern seid: Kostet nix 😉 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Warum weniger Insekten in Orbroich?

Die Sache mit dem Insektensterben lässt mir keine Ruhe. Ich will es jetzt wissen, was da in der Nähe von Krefeld passiert ist. Ich will es mit eigenen Augen sehen, wie es dort ausschaut und nicht nur rumdiskutieren und vermuten. Das bringt nichts. Durch Facebook bin ich auf Ralf Pauelsen aufmerksam geworden und eher durch Zufall habe ich gesehen, dass er in Orbroich bei Krefeld wohnt, also genau am Rande des Naturschutzgebietes, in dem der Entomologen-Verein seine Insektenfallen aufgestellt haben. Also bin ich hingefahren und habe ihn befragt. Das hat bisher noch keiner gemacht: Jemanden gefragt, der dort seit 49 Jahren (in Kürze 50 Jahre 🙂 ) lebt, Bauer ist und selbst dort Flächen bewirtschaftet. Mehr Ahnung geht nicht. Dazu gibt es ein kleines Video, aber das kommt später. Hier könnt ihr euch aber schon mal unser ausführliches Gespräch anhören: https://www.bauerwilli.com/wp-content/uploads/2017/11/Orbroich.mp3 Was ist mir aufgefallen und was davon könnten Ursachen für einen Rückgang der Masse von Fluginsekten sein? Es wurde ja nur das Gewicht in den Fallen bestimmt und meines Wissen nicht die Arten der Fluginsekten. (Bodenlebende Insekten wurden nicht …

Das geheime Seelenleben eines Bauern

Ich weiß jetzt nicht, ob dieser Artikel ein Bestseller wird. So wie ‚“Das geheime Leben der Bäume“. Vermutlich nicht, aber trotzdem muss ich das (aus gegebenem Anlass) mal schreiben. Aber Achtung: es wird ein Rundum-Schlag… Was viele Bauern, so auch mich, umtreibt ist die nicht nachlassende Kritik an ihrer Arbeit. Kritik ist ja zulässig, aber wenn diese zu Schuldzuweisungen werden, trifft es nicht mehr nur den Beruf, sondern den Menschen. Das schmerzt. Es geht dann nicht mehr nur um die Sache, sondern darum, den einen Schuldigen auszumachen, den man dann in kollektivem Aufschrei verantwortlich machen kann. So auch bei der Insektenstudie, die von allen Medien sofort aufgegriffen wurde und in Überschriften wie „Ökologisches Armageddon“ und ähnlich starken Worten beschrieben wurde. Diejenigen, die nur das Zustandekommen und die Bewertung der Zahlen kritisch hinterfragen, werden geradezu reflexartig als „Realitätsleugner“ oder „Gekaufte Freunde der Konzerne“ diskreditiert. Wenn gefordert wird, die möglichen Hintergründe und Ursachen zu erforschen, so wird diese Reaktion als blamabel dargestellt, es ist von polemischen Verrissen die Rede und vulgärem Lobbyismus. Das ist harte Kost und verletzend. Geht …

Tödliche Fallen…

„Männer umschwirrn mich wie Motten um das Licht“ lautet eine Textzeile eines Songs von Marlene Dietrich im dem Film „Der blaue Engel“. Jeder von uns kennt das, wenn er an einem lauen Sommerabend nachts bei Beleuchtung auf der heimischen Terrasse sitzt. Wir alle nehmen das unbeteiligt zur Kenntnis, machen uns aber keine Gedanken darüber, welche Folgen Kunstlicht auf die Insektenwelt hat. Ich bin der Sache mal nachgegangen. Zuerst einmal die Feststellung, dass es erstaunlich wenig Literatur zu diesem Thema gibt. Ein paar Quellen habe ich unten mal angegeben. Festzustellen ist aber, dass die bloße Zahl von künstlichen Lichtquellen in Europa deutlich zugenommen hat. Jede Versiegelung der Landschaft führt meist auch dazu, das Wohn- und Gewerbegebiete mit Beleuchtung ausgestattet werden, die dann die ganze Nacht über eingeschaltet bleiben. Forscher aus Mainz haben einmal hochgerechnet, dass so jede Nacht alleine in Deutschland etwa 1 Milliarde Insekten diesen Lichtfallen zum Opfer fallen. Entweder sie fallen erschöpft zu Boden oder sie verbrennen schlichtweg an den heißen Birnen. Aber auch indirekte Folgen hat das Licht: Aufgrund der Ablenkung durch das …

Streuobstwiesen und Hecken…

Hier ist der Alois. Neulich habe ich eine Mail bekommen, wo mich jemand nach Streuobstwiesen gefragt hat und ich habe ihm so geantwortet: Natürlich habe ich selbst eine solche Streuobstwiese. Aber erst seit 1990. Das war die erste Investition, als ich den Hof übernahm. Eine Streuobstwiese und dazu meine erste Hecke an der Bachböschung. Weil ich Windschutz für den Hof haben wollte und weil ich eine „Buind“ haben wollte, wie ich sie in meiner Kindheit hatte. Die Hecke pflanzte ich damals noch nicht mit dem „System Benjes“. Auf diese geniale Idee hat mich erst später ein Biologe gebracht, der Kartierungen machte und bei mir vorbei kam. Er sah, dass viele der angepflanzten Sträucher kaputt gingen. Er klärte mich auf, dass die Pflanzen aus den Baumschulen für den Standort (Berglandwirtschaft und rauheres Klima) nicht geeignet waren. Seine Lösung: Einfach mit Schnittholzabfällen einen „Verhau“ machen. Danach würden Vögel und anderes Getrier einziehen und diese brächten ganz automatisch die standortgerechten Samen mit. Und dann bräuchte es noch zwei oder drei Jahre Geduld. Und schon wurde die passende Hecke von …

Immer mehr NGO´s

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