Bauer Willi
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Das geheime Seelenleben eines Bauern

Ich weiß jetzt nicht, ob dieser Artikel ein Bestseller wird. So wie ‚“Das geheime Leben der Bäume“. Vermutlich nicht, aber trotzdem muss ich das (aus gegebenem Anlass) mal schreiben. Aber Achtung: es wird ein Rundum-Schlag…

Was viele Bauern, so auch mich, umtreibt ist die nicht nachlassende Kritik an ihrer Arbeit. Kritik ist ja zulässig, aber wenn diese zu Schuldzuweisungen werden, trifft es nicht mehr nur den Beruf, sondern den Menschen. Das schmerzt. Es geht dann nicht mehr nur um die Sache, sondern darum, den einen Schuldigen auszumachen, den man dann in kollektivem Aufschrei verantwortlich machen kann. So auch bei der Insektenstudie, die von allen Medien sofort aufgegriffen wurde und in Überschriften wie „Ökologisches Armageddon“ und ähnlich starken Worten beschrieben wurde. Diejenigen, die nur das Zustandekommen und die Bewertung der Zahlen kritisch hinterfragen, werden geradezu reflexartig als „Realitätsleugner“ oder „Gekaufte Freunde der Konzerne“ diskreditiert. Wenn gefordert wird, die möglichen Hintergründe und Ursachen zu erforschen, so wird diese Reaktion als blamabel dargestellt, es ist von polemischen Verrissen die Rede und vulgärem Lobbyismus. Das ist harte Kost und verletzend. Geht es hier noch um die Sache oder soll hier, aus welchem Grunde auch immer, mit einem Berufsstand und seiner Vertretung abgerechnet werden? Dieser Eindruck kann durchaus entstehen.

Aber auch die landwirtschaftliche Seite kann gut austeilen. Da wird munter gechattet, getwittert oder gebloggt von „die haben doch keine Ahnung, die Sesselfurzer müssten mal vier Wochen richtig arbeiten“ bis hin zu „es müsste mal wieder Hunger geben, da wüssten die unsere Arbeit zu schätzen lernen“.  Auch das ist das Prinzip „Grober Klotz, grober Keil“, nicht anders als es die Kritiker der heutigen Landwirtschaft auch tun.  Nur mal erst draufhauen. Die sozialen Medien machen es möglich.

Es muss erlaubt sein, Kritik an der Darstellung der Medien zu äußern. Es muss aber auch erlaubt sein, Kritik an den Landwirten zu äußern. Oder ist Kritik nur dann erlaubt, wenn diese von der vermeintlich „richtigen“ Seite kommt?

Meine Kritik an den Medien: 

Wir dürfen ein Mindestmaß an Fairness verlangen. Warum wird z.B. in der aktuellen Diskussion die englische Insektenstudie nicht genannt? Weil sie andere Ergebnisse bringt, die nicht so aufregend sind? Warum wird Prof. Krämer niedergeschrieben, nur weil er seine Fachmeinung als Statistiker äußert? Er sagt selbst, dass er damit nichts über das Insektensterben an sich sagt, sondern nur die Methodik bemängelt. Wozu brauchen wir noch Wissenschaft, wenn jeder Bürger an der Windschutzscheibe erkennt, dass die industrielle Landwirtschaft des Teufels ist? Wenn man die einschlägigen Kommentare unserer Mitbürger in der FAZ, Welt, Zeit, Spiegel, Focus etc. oder erst recht bei Facebook liest graust es mir manchmal.

Wozu Wissenschaft?

Wozu gibt es eigentlich Grenzwerte bei Pflanzenschutz und Dünger? Wozu noch komplizierte Zulassungsverfahren? Und sind all die Richtlinien, Ausbringungszeiträume und Greeningvorschriften für die Katz? Sie wurden doch vorher in einem demokratischen Prozeß beschlossen! Wo sind jetzt die, die an den Beschlüssen zur guten fachlichen Praxis mitgewirkt haben, die es erklären, bestätigen und – ja – auch verteidigen könnten? Wir Bauern sind damit überfordert, zumal wir deren Sinn oft selbst nicht erkennen können. Wozu wurde in oft jahrelangen Versuchsanordnungen eruiert, geprüft und bewiesen? Sind alle Experten, die an den Vorschriften mitgewirkt haben, wirklich dauerhaft auf Urlaub? Ducken sich die Professoren lieber weg, weil sie um Job, Karriere, Fördermittel bangen oder auch nur einen Shitstorm fürchten? Wo ist deren Beitrag an der gesellschaftlichen Auseinandersetzung? Fehlanzeige! Still ruht der See. Sie sitzen in ihrem akademischen Elfenbeinturm, ganz oben.

Meine Kritik an uns Bauern:

Warum schalten wir sofort in den Verteidigungsmodus, wenn wir kritisiert werden? Warum springen wir über jedes Stöckchen? Warum reagieren wir nicht gelassener und treten in einen ernsthaften und ernst gemeinten Dialog mit den Kritikern und fragen diese, wie denn ihre Lösungen aussehen? Denn bei Nachfrage haben auch die oft keine.  Jedenfalls keine, die einfach umzusetzen wäre. Wir könnten mit unserer fachlichen Expertise und unserem Praxisbezug Vorschläge machen, Lösungsansätze anbieten und bei deren Umsetzung mitwirken.  Und auch wirklich etwas ändern. Auch würde uns Gelassenheit,  Geduld und mehr Verständnis für die vermeintlich „andere“ Seite stärker, nicht schwächer machen. Wenn viele Menschen nicht mehr wissen, wie unsere Lebensmittel hergestellt werden, ist das nicht „schlimm“ sondern eine Riesenchance. Nutzen wir sie.

Was mir seit langem an all diesen Diskussionen über und mit der heutigen Landwirtschaft fehlt, ist die Reflexion darüber, warum es diese Entwicklung gegeben hat. Und wie man diese Entwicklung, falls es „Volkes Wille“ ist, in die Bahn lenkt, die gesellschaftlich akzeptiert sind und die den Bauern wieder eine Sicherheit gibt. Polarisieren ist einfacher als Lösungen finden (siehe auch die Sondierungen in Berlin)

Mein Seelenleben

Ja, es gibt Tage, da bin auch ich wütend. Und jammere über so viel Unverstand, so viel Ignoranz, so viel Feindschaft. An anderen Tagen fühle ich mich einfach hilflos… und zweifele. Ich zweifele an mir und frage mich, ob ich der einzige Idiot auf der Welt bin, der noch nicht gemerkt hat, dass ich das Wohlwollen der Bevölkerung schon lange verloren habe und die mich am liebsten zum Teufel wünscht?  So wie es neulich in einem Kommentar zu lesen war: „Es ist doch überhaupt nicht schlimm, wenn es weniger Bauern gibt. Die Kohle-, Stahl- und Textilindustrie ist doch auch aus Deutschland verschwunden.“

Aber vielleicht bin ich ja auch nur zu sensibel. Vielleicht sollte ich mir einfach ein dickeres Fell zulegen, die Nachrichten abschalten und keine Zeitung mehr lesen. Mich auf den Trecker setzen und grubbern.  Aber ohne Radio, sonst verfolgt mich das noch bis aufs Feld.

Nein, Leute, das kann es nicht sein. Das Jammern und Verteidigen ist nicht das richtige Konzept, es ist die falsche Strategie, ein völlig unbrauchbares Geschäftsmodell. Wir sind Unternehmer, also unternehmen wir was. Visier hoch und Koalitionen bilden. Ja, das ist nicht einfach und wird mit Sicherheit lange dauern.  Sprechen wir mit den NGO, suchen wir das Gespräch mit den Kirchen, engagieren wir uns in der Politik. Und reden wir jeden Tag mit den Menschen auf der Strasse, in unserem Dorf, bei Feiern. Wo auch immer. Wenn wir nichts sagen, sagen wir auch etwas. Nicht kommuniziert ist auch kommuniziert.

Wir haben einen so tollen Beruf, den viele unserer Mitmenschen auch gerne ausüben würden, um den wir beneidet werden. Wir Landwirte werden akzeptiert, nur unsere Landwirtschaft nicht. Das lässt sich ändern. Wenn wir es selbst wollen. Seien wir selbstbewusst, aber auch ehrlich. Wenn wir uns bewegen, bewegt sich auch was, bewegen wir etwas.

„Auf einem schwankenden Schiff fällt nur der nicht um, der sich bewegt“

In diesem Sinne

Euer Bauer Willi

 

 

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76 Kommentare

  1. Jede Gruppe bzw. Gesellschaft braucht aus Gründen ihres Selbstverständnisses und des inneren Zusammenhalts eine gemeinsame Aufgabe bzw. ein Ziel. Bis zur Mondlandung bestand das Ziel unserer Gesellschaft in der Eroberung neuer Lebensräume. Die Mondlandung brachte die Erkenntnis, dass die Eroberung des Weltraums keine geeignete Aufgabe ist. Es gibt da draußen nichts für uns zu holen. Also musste ein neues Ziel, eine neue Aufgabe her, die unsere Gesellschaft zusammenhält. Das ist nun die „Rettung der Welt“. Die Rettung der Welt ist das vorgebliche Ziel, das die Menschheit zu einer großen Einheit zusammenschmieden soll.

    Die Alphas sind die Anführer, die festlegen, auf welchem Weg das Ziel erreicht bzw. mit welchen Strategien die gemeinsame Aufgabe gelöst wird. Dafür ist es notwendig, dass die Gesellschaft insgesamt dieselbe Sichtweise wie die Alphas einnimmt. Bis zur Mondlandung waren die Alphas die Vertreter der erdölbasierten Schwerindustrie. Seit der Mondlandung drängen neue Alphas an die Macht. Eben die selbsternannten Weltretter.

    Aus diesem Grund konfrontieren die Mainstream-Medien uns mit der immer selben Sichtweise. Es ist die Sichtweise der Weltretter (wozu Insektenstudien, nach denen die Welt womöglich gar nicht gerettet werden muss, nun mal nicht passen).

    Die Betas in der Gruppe sind die Experten, die die Anführer beraten. Das Verhältnis zu Alpha ist ambivalent: Die Anführer brauchen die Experten zur Stabilisierung ihrer Macht, und die Experten brauchen die Anführer, um an der Macht teilzuhaben. Noch nicht alle Experten haben begriffen, dass gerade neue Alphas an die Macht drängen. Das führt momentan zu höchst widersprüchlichen Expertisen. Oder die Wissenschaftlicher ducken sich eben weg, hüllen sich in Schweigen und lassen den See still ruhen, bis die Machtverhältnisse unter den Alphas geklärt sind.

    Die Gammas identifizieren sich mit den Alphas, ohne jedoch deren Machtgelüste zu haben. Das sind die, die eifrig an der Erziehung der noch nicht auf Alpha eingetunten Mitglieder mitwirken, die twittern und facebooken, sich brav vegan oder doch wenigstens bio ernähren und regelmäßig joggen.

    Und dann gibt es noch die Omegas. Das sind die, die offen oder verdeckt gegen die von Alpha definierten Ziele agieren. Die haben eine eigene Sichtweise, identifizieren sich nicht mit Alpha und werden damit zum Störfaktor bzw. zum Sündenbock innerhalb der Gruppe. Denen kann man die ungelösten Probleme, das Konfliktpotenzial, die Misserfolge in die Schuhe schieben. Dazu gehören derzeit eben auch die konventionell wirtschaftenden Bauern.

    Wenn Du was ändern willst, Willi, dann wohl die Position. Von Omega nach Gamma. Bei diesem Spiel geht es übrigens nicht etwa um die Wahrheit, sondern um die Deutungshoheit.

    Ob die Welt gerettet werden muss (oder kann), ist deshalb völlig unerheblich.

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    • Stimmt, aber da gibt es noch die Deltas, das sind die schlauesten. Die geben bei den Gammas vor, sie würden die Omegas zu Gammas machen, und bei den Omegas, sie würden Gammas zu Omegas transformieren, von beiden kassieren sie Kohle und geben nur einen Teil davon an die Alphas.

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    • bauerhans sagt

      „Die Mondlandung brachte die Erkenntnis“

      dass die sowjets das schlechtere system hatten,es war der anfang vom ende der sowjetunion.

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  2. Astrid sagt

    Hallihallo … eine freudige Nachricht …

    Veganerinnen kommen in den Himmel

    VEGANE ERNÄHRUNG IST EIN STÜCK HIMMEL AUF ERDEN
    Eine vegane Lebensweise entspricht nach Ansicht des katholischen österreichischen Theologen Kurt Remele dem „Grundgedanken Gottes“.

    „Menschen und Tiere lebten im Paradies im Schöpfungsfrieden zusammen. Erst nach dem Sündenfall wurde das gelockert“, sagte der Grazer Professor für Ethik und christliche Gesellschaftslehre.

    Wer auf den Verzehr von Tieren oder tierischen Produkten verzichte, erschaffe somit „ein Stück Himmel auf Erden“.

    Liebe Landwirtinnen und Landwirte daraus schließen wir jetzt mal ganz klar:
    Wir brauchen Landwirtschaft = Pflanzenwirtschaft ! Biovegan !

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    • Walter Parthon sagt

      Bauernverband SW
      Fleisch – jeder Bissen mit gutem Gewissen
      Der Fleischverzehr sei schlecht für Klima, Mensch und Tier, so lautet derzeit die Ansage vieler Gruppen. Doch scheinen die meisten Menschen weltweit anderer Meinung zu sein:
      – Fleisch ist begehrt, die zukünftigen Zuwächse sind beeindruckend.
      – Fleisch aus Deutschland oder Europa garantiert zudem besten Tier- und Klimaschutz.
      – Eine aktuelle Studie der FAO („Livestock: On our plates or eating at our table?“) Erklärt zudem nach, dass es in Bezug die Konkurrenzsituation zwischen Trog und Teller komplexer ist als üblicherweise behauptet.
      Die Fleischproduktion basiert zu 13 % des Futters (TM) auf Getreide. 86 % aller Futtermittel (Ernte-Reste und Nebenprodukte) sind nicht für den menschlichen Verzehr geeinigt. Ernterückstände und Nebenprodukte würden zu einer Umweltbelastung werden. Wiederkäuer verwerten große Flächen an Weiden, die sich ansonsten nicht zur Erzeugung von Lebensmitteln verwenden ließen. Die Düngeleistung der Tiere dient dem Ertrag auf dem Acker.
      Ein Rind braucht 0,6 kg Protein Futter, um 1 kg Protein in Milch und Fleisch umzuwandeln. Im Durchschnitt werden global 3 kg Getreide zur Herstellung von 1 kg Fleisch benötigt, 2,8 kg bei Wiederkäuern und 3,2 kg bei anderen Nutztieren. Wir sind in Deutschland sogar noch besser! Die FAO widerspricht Angaben, wonach zwischen 6 kg und 20 kg Futter benötigten würden, um 1 kg Rindfleisch zu erzeugen.
      Wer Fleisch ißt, kann also jeden Bissen mit gutem Gewissen verzehren!

      1+
      • Hallo Walter,
        das ist eine sehr interessante Studie der FAO. Die Studie kritisiert allerdings genau das, was Du und der Bauernverband nun gemacht habt, nämlich bei dem Trog-Teller-Thema den geografischen Kontext nicht berücksichtigt. Bislang griffen NGOs und Medien meist undifferenziert auf Daten über die US-Landwirtschaft oder andere OECD-Länder zurück. Die Studie soll nun Aussagen zum globalen Maßstab liefern, in welchem 87-93 % der Rindfleischproduktion eben nicht auf Mastanlagen-Tierhaltung (feedlots) entfällt, wie sie in OECD-Ländern verbreitet sind. Die feedlots machen laut der Studie 7-13 % der weltweiten Rindfleischproduktion aus. Und genau auf diesen Anteil bezieht sich die Aussage NICHT, wonach es keine Trog-Teller-Konkurrenz gebe. So wird von den „übrigen“ 87-93 % davon gesprochen, dass Tiere noch als Zugkraft (!) für Transport und Ackerbearbeitung sowie als Verwerter von Weidepflanzen und Nebenprodukten dienen, also die Produktivität der Armen erhöhen und helfen, dass diese weniger arm sind.

        Hierdurch wird deutlich, dass die Aussagen der Studie auf einer vollkommen anderen Struktur der Landwirtschaft, wie wir sie hier kennen, beruhen. Diese Strukturmerkmale gibt es in OECD-Ländern und besonders in D, USA, DK, NL nicht. Dort werden Weidetiere zu 1/2 bis 2/3 auf Ackerbasis gefüttert (Tiere insg. 72 % in OECD-Ländern lt. der Studie).
        Die Studie stellt die Unterschiede zwischen Nicht-OECD- und OECD-Ländern ausdrücklich heraus:

        „The three major feed materials were grass and leaves (46% or 2.7 million tonnes, Fig. 2 and Table SI 2 in Supplementary Information), followed by crop residues such as straws, stover or sugar-cane tops (19% or 1.1 billion tonnes DM). At global level, human-edible feed materials represented about 14% of the global livestock feed ration. Grains made up only 13% of the ration, but represented 32% of global grain production in 2010 (FAOSTAT, 2016). Oil seed cakes account for 5% (with about 300 million tonnes DM). In grazing and mixed systems, the intake of ruminants is mainly composed (about 90%) of roughage: leaves, grass, silage and crop residues (Table SI 3 in Supplementary Information). Roughage is less important in feedlot systems, where grains in the fattening phase account for 38% of total DM intake in non-OCED countries and 72% in OECD countries.“

        Schönen Abend
        AdT 🙂

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  3. Astrid sagt

    Der Schmerz der Bauern beruht auf dem Schmerz den sie anderen zufügen, nämlich den Tieren die sie ausbeuten und den Menschen die darunter leiden, dass sie Tiere misshandeln, denn das Ausbeuten ist nichts anderes und die Umwelt vergiften. Damit tun sie allen Menschen weh die auch nur ein wenig Bewusstsein haben.

    Der Prozeß ist nicht demokratisch, sondern lobbyistisch und damit ist von Grenzwerten nicht viel zu halten und auch nicht von den Kontrollen die nichts feststellen, egal wie schrecklich es ist.

    Lösungen sind ganz einfach: Tierausbeutung abschaffen, spart unglaublich viel Leid für Menschen und andere Tiere, jede Menge Antibiotika, Gift und Gülle.

    Lösung ist die solidarische Landwirtschaft, solidarisch mit allen, ohne Tierausbeutung, gibt Sicherheit.

    Die Mitgefühllosigkeit meiner Mitmenschen ist grauenhaft und schwer zu ertragen.

    Wenn wir unser Bewusstsein verändern, können wir die Welt verändern und aufhören mit unseren Gewalttätigkeiten, insbesondere gegen die die sich nicht wehren können, die anderen Tiere.

    Die Tierqualwirtschaft beenden ! Wir brauchen Landwirtschaft = Pflanzenwirtschaft !

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    • Astrid, wann kapieren Sie endlich,dass es keine einfachen Lösungen gibt. Anscheinend ist es dem Zeitgeist geschuldet auf vielschichtige und komplexe Fragen einfache Antworten zu präsentieren. Aber ich glaube, Sie sind unbelehrbar, obwohl Sie es sicherlich gut meinen.

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      • Astrid hat schon Recht. Solidarische Landwirtschaft, naja. Tierhaltung verbieten geht auch nicht, aber eine solche Forderung hat sie auch nicht erhoben.

        Die Vermeidung tierischer Produkte ist das Konsequenteste, was man als normaler Verbraucher machen kann. Da liegt in Summe der größte Hebel für die Verminderung sowohl der ökologisch nachteiligen Auswirkungen durch Landwirtschaft als auch des Missbrauchs von Tieren. Einfach mal die Größenverhältnisse bedenken, nicht immer mit den Kleintieren in Haushalten kommen und einen Missstand einem anderen gegenübersetzen. Vegan leben
        (soweit wie geht) ist sogar genau das, was Bauer Willi fordert: das eigene Verbraucherverhalten an das Erwünschte ausrichten. Wenn in der deutschen Bevölkerung nur die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (USDA, FAO etc.) einigermaßen eingehalten würden, bräuchte ein Viertel ackerbaulich genutzter Fläche weniger für sie. Was für eine Menge Dünger und Pestizide NICHT ausgebracht würde!

        Astrid, Du machst es richtig. Mein Dank als Bürger und Tierqualgegner gilt Dir.

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        • bauerhans sagt

          „Die Vermeidung tierischer Produkte ist das Konsequenteste, was man als normaler Verbraucher machen kann.“

          die vermeidung unsinnigen energieverbrauchs ist das beste und nachhaltigste,was verbraucher machen können,aber wer ist schon konsequent!!

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    • sonnenblume sagt

      @Astrid Es gibt Menschen, die kein Mitgefühl für ihre Mitmenschen haben und durch eine Zwangsmissionierung und zwanghaften Lobbyismus anderen Menschen Schmerzen zufügen. Jeder der anderer Meinung ist wird systematisch erledigt und sie geben nicht eher Ruhe, bis die Welt sich ihrer Meinung unterordnet. In soweit sind wir in unserem Verhalten identisch. Sie mit ihrer Meinung und die Landwirte mit ihrer Ansicht und ihrer Meinung. Da lobe ich mir die Ansichten von AdT, der versteht, das nicht die ganze Menschheit nach einem Schema leben und glücklich werden muss und kann. Menschen sind Individuen und so sollten sie auch behandelt werden. Schutz, Freiheit und Lebensqualität, die sie für die Tiere einfordern, sollten sie den Menschen nicht verweigern. Sonst wird ein Teil der Menschheit zu einer Spezies zweiter Klasse. Aber das ist offensichtlich kein Problem.

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  4. Dass es nur darum gehe, „den einen Schuldigen auszumachen, den man dann in kollektivem Aufschrei verantwortlich machen kann“, folgt daraus, dass die Insektenstudie „von allen Medien sofort aufgegriffen wurde und in Überschriften wie „Ökologisches Armageddon“ und ähnlich starken Worten beschrieben wurde“?

    Ist das so? Vielleicht sollte man erst mal darlegen, was genau so Beschuldigendes, Verleumderisches, Unhaltbares geschrieben wurde. Dann wäre auch nachvollziehbar, was dran ist. Aber nee, die Zielrichtung der Medien, die Landwirtschaft nieder zu machen, ist ja von vornherein klar. Belege, Zitate, Quellenangaben, so ein Quatsch, wir wissen doch alle, worüber wir sprechen, das fühlt man doch, ich posaune meine persönlichen Eindrücke ja nicht einfach so raus, bin ein ehrlicher Typ, kehre mein Seelenleben nach außen…

    O.k., damit wäre es ja belegt. Rein faktisch.

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    • Bauer Fritz sagt

      Ich komme nicht ganz dahinter, was sie uns eigentlich mitteilen wollen.
      -) Wollen sie jenen 80% der Bauern sagen, die weitestgehend so empfingen wie Bauer Willi es hier beschreibt, sie reden sich das mit dem Bauern-Bashing nur ein,

      -) wollen sie uns sagen, daß Bauern all die Anwürfe, die ziemlich unverhohlen in den letzten Jahren zu diversesten Themen von 90% der Medien in Richtung Agrar gekommen sind, eigentlich nur falsch gelesen und schon gar nicht richtig verstanden wurden,

      -) wollen sie sagen, daß all das, was aus der Bevölkerung genau auf Grund dessen was diese aus den selben Medien aufgenommen hat, dann an Reaktionen in verschiedenster Art kommt und gekommen ist, eigentlich von denen gar nicht so gemeint war oder die Bauern auch das wieder falsch verstehen

      -) wollen sie uns sagen, daß all das, von dem sie selber ja auch glauben, daß die Bauern der Haupteinflußfaktor sind (und das z.B. gerade jüngst beim Thema Insekten auch so geäußert haben), noch lange kein hinreichender Grund ist eine Auswirkung auf das Seelenleben dieser Berufsgruppe haben zu müssen.

      -) oder ist es ihrerseits ein nicht sehen oder nicht erkennen wollen dessen, was als evident gemutmaßt wird von Menschen der Spezies Jedermann/Jederfrau

      -) oder ist es ihrerseits einfach nur ein Ausklammern oder Ausschalten von Empathie gegenüber anderen – weil Anwälte ja berufsmäßig für das empathielose Umgehen mit Anwürfen bezahlt werden ?

      2+
      • Haben Sie schon einen Artikel über die Insektenstudie gefunden, der Ihrem Gesamteindruck der letzten Jahre von 90 % der Medien entspricht? Ist wohl nicht nötig, wird schon „als evident gemutmaßt von Menschen der Spezies Jedermann/Jederfrau“, ist schließlich aus sich heraus evident, was so ein Jedermann-Typ als evident mutmaßt. 80 % der Bauern denken/empfinden so wie Sie? Das glaube ich nicht! Ich kenne so einige klar denkende Bauern.

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    • Bauer Willi sagt

      @Adt
      nur die Ruhe und etwas Geduld. Warte mal auf Samstag und Sonntag. Bin gespannt, was Du dazu sagst…
      Bauer Willi

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  5. Friedrich sagt

    Willi , mal wieder ein Spitzentext. Der sollte auch mal an die Zeitungen und UNIs gesendet werden. – Mit den Bauern waren die Leute immer auf Kriegsfuß. Ende der Sechziger/anfang der SiebzigerJahre waren die Bauern zu rückständig , heute sind wir zu groß , zu technisiert, sind Treiber der Industrie 4.0 usw. Es ist nie richtig und die Anderen wissen es immer ganz genau. – Ich weis noch als wir vor dreißig Jahren eine Betriebsgemeinschaft gegründet haben , wurden wir als LPG oder Kolchose bezeichnet. Nach der Wiedervereinigung hieß es von den selben Leuten , daß wir aber wohl noch „Wachsen“ müßten. Da wird einfach so dahin gelabert um der Schlagzeile willen. Jeder muß seinen eigenen Weg gehen, denn es es gibt nicht nur den einen Weg. Überleben wird eh nur der Schnellere und nicht immer nur der Größere , aber das werden unsere Kritiker nie kapieren.

    4+
  6. Paulus sagt

    Habe Willis heutigen Beitrag 2x aufmerksam gelesen und empfinde es als wohltuend,
    dass er die Verbraucher diesmal mehr als gnädig davonkommen lässt.

    Die Kritik an den Medien ist ganz sicher berechtigt. Wer allerdings bei Facebook unterwegs ist darf sich nicht wundern wenn er mit Stuss zugemüllt wird.
    Die Kritik an der Wissenschaft, nun ja. Aus welchem Grund sollte sich ein Prof., z.B. aus dem Agrarbereich in Debatten einmischen die eher gesellschaftlicher Natur sind?
    Da gibt es nichts zu gewinnen.
    Die Kritik an der eigenen Zunft – kann ich nicht beurteilen. Ich kenne einige Bauern (Ackerbauern) die auch gerne mal klagen, aber meinen Job möchte von denen trotzdem keiner machen. Dann wäre es nämlich mit dem freien und weitgehend ungebundenen Leben vorbei.
    Was Willis Seelenleben betrifft kenne ich selbst in meinem weitesten Umfeld niemand der die Bauern bzw. deren Wirtschaftsweise zum Teufel wünscht. Genau das Gegenteil ist der Fall und alle auch nur halbwegs Gescheiten wissen doch Eines genau, jetzt wiederhole ich mich: Es geht nicht ohne euch, liebe Leute!

    Zu Willis letztem Absatz möchte ich noch ein paar Worte sagen. Ein ehem. Klassenkamerad mit einem nach Anzahl der ha großen Hof in einer Mittelgebirgsregion, betreibt Putenmast und hat mittlerweile den 9. oder 10. Stall incl. Biogasanlage gebaut, was aufgrund der Einzellage wohl möglich war. Da kamen selbst mir als Bauernsohn und LW im Nebenerwerb Zweifel ob dies ein sinnvoller bzw. gesellschaftlich gewünschter Weg ist.
    Der wirtschaftliche Erfolg gibt ihm Recht. Im LEH steht auf dem verpackten Fleisch mittlerweile nicht mehr nur Pute drauf sondern auch Turkey …
    Kritik von irgendwelchen NGO’s oder sonstigen gehen dem gerade mal am Sogenannten vorbei. Für Public Relations und Kommunikation z.B. auf Facebook verschwendet der keine Zeit. Er betrachtet sich als Unternehmer und hat alles richtig gemacht oder sehe ich das jetzt falsch? Jeder Manager in der Wirtschaft würde dafür geehrt.

    5+
    • In meinen Augen eine sehr zutreffende Analyse. Als erfolgreicher Unternehmer muss man auch einmal über die sprichwörtlichen Leichen gehen können. Übertriebene Rücksichtnahme auf Andere ist hier fehl am Platze. In der heutigen Leistungsgesellschaft ist Ellenbogenmentalität leider unabdingbar, mit zu viel Menschlichkeit kommt man heute nicht mehr weit, egal ob als Unternehmer oder am Arbeitsplatz.
      Überaus erfolgreich, aber doch auf eine gewisse Weise skrupellos, oder menschlich mit Skrupel, dafür aber nur Durchschnitt. Dass muss jeder selbst entscheiden, welchen Weg er gehen möchte.
      Vielleicht ein bisschen platt meine Aussagen, aber ich befürchte, leider wahr.

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  7. Berthold Lauer sagt

    „Und reden wir jeden Tag mit den Menschen auf der Strasse, in unserem Dorf, bei Feiern. Wo auch immer. Wenn wir nichts sagen, sagen wir auch etwas. Nicht kommuniziert ist auch kommuniziert.“
    Ja, da ist viel wahres dran. Wie ich in den Wald hineinrufe, so schallt es auch wieder raus. Viele Menschen haben mit dem Bauern vor Ort, wenn es ihn noch gibt und wenn er ins Ortsgeschehen integriert ist, ja auch keine Probleme. Kritisch wird’s nur, wenn er stark wächst oder wenn seine Tätigkeit jemanden in seiner Landidylle stört. Bezeichnenderweise gibt es die meiste Kritik von Leuten, die noch nie direkten Kontakt zu einem Landwirt hatten. Und auch dort wird meist nicht der einzelne Landwirt an den Pranger gestellt, sondern „die Landwirtschaft“, die es als solche eigentlich gar nicht gibt, weil sie von Individuen gemacht wird und sich in einer breiten Vielfalt präsentiert.
    Deshalb gilt es, sich nicht weiter ins Schneckenhaus zurückzuziehen, sondern sich vor Ort zu integrieren, zu engarieren und Verantwortung zu zeigen und so die Berührungsängste auf beiden Seiten abzubauen.

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  8. Zenzi sagt

    Gut dargestellt von Willi, wie hier auch viele kopfnickend bestätigen und was dann?
    Warum ist alles so schwierig? Ich denke weil die verschiedenen kontroversen Themen eben sehr vernetzt sind in den Problemstellungen. Einfache Antworten oder Schuldzuweisungen seien sie von „den“ Medien, „NGO´s“ oder von Bürgern wie du und ich aufgestellt, treffen selten den Kern.
    Am Beispiel der Diskission „Insektenrückgang?!“ war dies in den letzten Wochen gut erkennbar.
    Die Berichterstattung in den Medien war insgesamt zu kurz gegriffen. Das leisten die „normalen“ Medien nicht mehr. Auch die sagen sich: Bloß nicht zu kompliziert sonst liest/hört/schaut das keiner.
    Um wirklich Bescheid zu wissen, müsste man Fachliteratur wälzen.

    Die Argumente von Bürgern sind meistens zu kurz gegriffen und wenig hinterleuchtet.
    Wenn 1 Argument mal herausgegriffen wird, gibt es -zig dagegen. So wird da nie ein lösungsorientierter Disput draus. So eben, wie ich das hier im Blog auch erfahre.
    Schade darum.
    Vielleicht sollten wir uns hier vornehmen, sachlich beim Thema zu bleiben und nicht alles miteinander zu vernetzen. Das wäre noch kompliziert genug, würde aber helfen.

    1+
    • bauerhans sagt

      „Die Argumente von Bürgern sind meistens zu kurz gegriffen und wenig hinterleuchtet.“

      der bürger wird über medien emotional angesprochen und poltert anonym los,weil er sich unsicher fühlt und deshalb schuldzuweisungen loswerden muss.
      er könnte auch seine lebensweise sofort verändern,aber das ist unbequem und auch teuer!

      2+
    • Bauer Willi sagt

      @Zenzi
      ich war gestern in Orbroich, wo die Zahlen zum Insektensterben gemacht wurden. Ich habe mir mit einem Bauern vor Ort das Gelände angesehen. Wir bringen dazu demnächst was, Einfach, verständlich und trotzdem erhellend. Also dranbleiben. Vielleicht kommt es schon morgen, aber das liegt jetzt an Alois, das technisch hinzukriegen. Aber: der schafft das!
      Bauer Willi

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  9. Ein zentrales Problem besteht darin, dass all die Fortschritte, die die Landwirtschaft in den letzten 50 Jahren in allen Bereichen gemacht hat, nicht anerkannt werden. Beispiele gibt es zuhauf: TierhaltungTierwohl, Nitratproblematik, Pflanzenschutzeinsatz und Lebensmittelqualität um nur einige zu nennen, überall dort wurden gewaltige Fortschriite erzielt. Es wird aber in (scheinbar) keinster Weise anerkannt. Vermutlich liegt dies auch an dem seltsamen Hang der Deutschen zur Apokalypse, wie Prof. Krämer feststellt. Tatsächlich scheint eine Sucht nach Panikmeldungen zu bestehen. Und gewisse Kreise befördern diesen bzw. leben davon, Natürlich die NGO´s die daraus ihr Spendenaufkommen generieren, auch die Medien, „bad news“ verkaufen sich einfach besser, und leider,leider zunehmend auch Teile der Wissenschaft, es hat sich mittlerweile in der Tat eine beträchtliche wissenschaftliche Zulieferindustrie für die NGO´s entwickelt, die dann gerne auch mal wissenschaftliche Grundsätze über Bord werfen. Da ist es natürlich naheliegend, dass die Landwirtschaft, als kleines Segment dieser Gesellschaft Zielscheibe einer solchen Entwicklung wird. Jeder wird von der Landwirtschaft tangiert, keiner hat was mit ihr zu tun, das lässt zusammen schweissen und einfach manipulieren. Und die Bauern werden reagieren. Wenn jahrelange Bemühungen nicht anerkannt werden, wenn die Anforderungen ins Sinnlose gehen, dann werden die Bauern, und das erlebe ich immer öfter in Gespärchen mit selbst hochoptimistischen Bauern, dann sagen immer mehr, das Ganze macht keinen Sinn mehr….

    2+
  10. Martina Gellner sagt

    Einen schönen guten Morgen🌈
    Hallo Bauer Willi sehr,sehr schön geschrieben, dein heutiger Beitrag. Ich kann nur sagen,mach weiter so und nicht den Mut verlieren. Ich bin eine von den Vielen(mit NuLL Ahnung von der Landwirtschaft). Aber auch eine,die sich nun Dank deiner Seite, intensiv mit den Hintergründen auseinandersetzt. Ich hab mir gestern dein Buch als e-Book gekauft und finde es hervorragend, eine echte Bereicherung auf dem Buchmarkt. Ich kann dieses Buch nur jedem Laien der des „Polarisierends“ müde ist, ans Herz legen.
    viele liebe Grüße an alle Bauern
    Martina Gellner

    2+
  11. Das ist vielleicht ein Grund, warum alle so ratlos und still sind. Ja – nicht jammern und schimpfen, sondern nach konstruktiven Wegen suchen und diese gemeinsam durchsetzen!
    Wäre eigentlich Aufgabe von Verbänden und Politik – aber jeder konstruktive Vorschlag verliert sich in den Tabuzonen der Agrarpolitik: geht nicht, weil nur europäisch und weltmarktkonform lösbar, heißt es dann.

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  12. Mausschubser sagt

    An der Frage nach dem „Warum gab es diese Entwicklung“ muss man die Wechselwirkungen von Industrie und Landwirtschaft betrachten. In der angeblich so guten alten Zeit, die vielen Kritikern heute im Kopf herum spukt, war der Anteil der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft sehr groß. Mit immer weiter wachsender Industrie standen der Landwirtschaft immer weniger Arbeitskräfte zur Verfügung, teilweise wurden durch die verbesserte landwirtschaftliche Technik auch Arbeitskräfte frei gesetzt. Die Landwirte mussten eben auch rationalisieren. Dadurch entstanden eigene Industriezweige. Heute sind eben immer weniger Menschen direkt in der Landwirtschaft tätig und müssen eine immer größer werdende Gruppe Menschen versorgen.
    Und wer die gute alte Zeit so toll findet und die „industrielle“ Landwirtschaft so schlecht, der sollte sich mal mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen eines Knechtes oder Magd Ausgang des 19. Jahrhunderts beschäftigen.
    Heute ist bei weitem nicht alles gut, aber sehr vieles nicht so schlecht.

    2+
  13. Auf dem Weg in die Wachstums- Weltmarkt- und Exportorientierung der Landwirtschaft haben die Agrarökonomen Pate gestanden. Die vor- und nachgelagerte Industrie hat davon profitiert, für die Landwirte dreht sich das Hamsterrad nur schneller, und nebenbei werden nachhaltige regionale Versorgungsstrukturen zerstört. Wir brauchen das nicht, aber der Schutz vielfältiger regionaler Märkte und Qualitätsstandards durch Zollgrenzen gilt allgemein als Protektionismus, und wer will sich schon dem Vorwurf aussetzen, ein Protektionist und „Abschotter“ zu sein?

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