Bauer Willi
Kommentare 35

Selig sind, die nicht sehen und doch glauben…

So, Alois hat das Video mit den Bilder aus dem Orbroicher Bruch fertig. Das passt zu unserem Text von gestern.
In Orbroich haben Insektenforscher die Entwicklung der Fluginsekten beobachtet. Die werden da immer weniger und ich persönlich kann mir jetzt auch gut vorstellen, WARUM es weniger werden. Weil ich es gesehen habe und gefragt habe. Die wirkliche Ursachenforschung hat aber bisher keinen interessiert, keinen Journalisten und kein Drehteam vom Fernsehen.
Mich hat es sehr interessiert und darum war ich da. Vielen Dank an Ralf Pauelsen​ aus Orbroich, der mir meine Fragen beantwortet hat. Und ihr geht jetzt mal auf seine Facebook-Seite und bedankt euch auch mit einem „Gefällt mir“. Falls ihr Bauern seid: Kostet nix 😉

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35 Kommentare

  1. Lieber Willi – Was willst du uns mit diesem Video sagen? Du erklärst uns, dass die Abwesenheit von Schmeißfliegen mit dem Rückgang der freiliegenden Kuhfladen zusammenhängt. Deine Hochrechnung, dass dann pro Hektar 5 Kilo Insektenbiomasse fehlen, ist nachvollziehbar. Aber was hat das mit dem zu tun, was der Begriff Insektensterben umschreibt? Was ist mit dem Rest an Wespen, Käfern, Motten, und Fliegen aller Couleur? Es gibt allein in Deutschland rund 570 Wildbienenarten, 39 sind in den vergangenen Jahrzehnten bereits ausgestorben. Der Wert der Bestäubung landwirtschaftlicher Nutzpflanzen durch Insekten wird weltweit jährlich auf dreistellige Milliardenbeträge beziffert. Ob Kirschen, Äpfel, Mandeln, Tomaten, Kürbisse oder Erdbeeren: Ohne tierische Bestäuber nehmen die Erntemengen und die Qualität der Feldfrüchte drastisch ab. Ich verstehe deshalb überhaupt nicht, dass du als Bauer dich nicht auf die Seite derjenigen stellst, die sich um den Rückgang der Bestäuber Sorgen machen. Stattdessen lenkst du vom eigentlichen Thema ab. Es ist für mich ohne Zweifel, dass der Einsatz von Agrochemie einen erheblichen Anteil am Rückgang der Insektenvielfalt hat. Was tun denn Insektizide anderes als Insekten plattmachen und Herbizide anderes als „unerwünschtes Begleitgrün“ sowohl im Ackerbau als auch im Grünland vernichten und damit die Nahrungsgrundlage vieler Insekten?
    Was du in deinem Video auch noch vergessen hast: Viele Pflanzenarten sind von spezialisierten Bestäuberinsekten abhängig, die sich im Laufe der Evolution parallel mit ihnen entwickelt haben. Verschwinden die Pflanzen, dann verschwinden auch die Insekten und umgekehrt. Kann es sein, dass in den Landwirtschaftlichen Schulen grundlegende Kenntnisse über ökologische Zusammenhänge nicht vermittelt werden? Was die von dir so beachteten Schmeißfliegen betrifft: Zunächst einmal kennt man in Deutschland 45 verschiedene Arten (weltweit ca. 1000). Und die ernähren sich nicht von Kuhscheiße, wie du offensichtlich annimmst, sondern von Nektar und Pollen und auch von Honigtau. Ihre bis zu mehreren hundert Eiern enthaltenden Gelege werden auf organischen, meist proteinreichen Stoffen abgesetzt. Das müssen nicht unbedingt Kuhfladen sein, noch lieber sind ihnen verwundete oder tote Tiere, bei deren Verwesung sie eine wichtige Rolle einnehmen.
    Was sie leider nicht schaffen ist den vielen Bullshit zu zersetzen den du und viele andere zum Thema Insektensterben in die Welt setzen.

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    • Bullshit ist relativ und eine Frage des Standpunktes. Ihr Beitrag kann dem ebenfalls zugeordnet werden…

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    • Bauer Willi sagt

      Lieber Marzellus, die von Ihnen geschilderten Zusammenhänge sind mir alle sehr wohl bekannt. Sie scheinen hier neu zu sein. Ich habe mich in einem anderen Beitrag schon darüber geäußert, dass wir Bauern dringend Aufklärung über alle Gründe des Insektensterbens fordern müssen. Und ja, die Agrochemie spielt da auch EINE Rolle, wer wollte das ernsthaft abstreiten? Deshalb bin ich auch vor Ort gewesen, um mir die Artenvielfalt an Kräutern dort anzusehen. Nur habe ich keine gefunden! Áuf unserer Wiese hat ein Imker seine Völker stehen und mit dem rede ich fast jede Woche, ob es Probleme zwischen ihm und mir gibt.
      Das Sie meinen Beitrag als Bullshit abtun und die Landwirtschaftsschulen in Misskredit bringen wollen, zeugt von der Überheblichkeit des Allwissenden.
      Ich kann mich auch nicht erinnern, Ihnen das „Du“ angeboten zu haben.
      Ihr Bauer Willi

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      • Lieber Bauer Willi, was das SIE betrifft, gebe ich Ihnen recht. Bei dem Satz „Kann es sein, dass in den Landwirtschaftlichen Schulen grundlegende Kenntnisse über ökologische Zusammenhänge nicht vermittelt werden?“ handelt es sich erkennbar um eine Frage, die vielleicht etwas polemisch klingt, aber die ich mir in der Tat bei etlichen Kommentaren und auch bei Ihrer Spurensuche stellen muss. Ich selbst habe etliche Freunde, die für die Landwirtschaftlichen Schulen arbeiten, und die ich auch wegen ihrer fachlichen Kompetenz schätze. Das will ich mal klarstellen. Was Ihre Haltung zum Insektensterben betrifft ist mir in der Tat nicht klar, wie Sie die Frage WARUM es weniger werden nun denn beantworten. Dass es an den Kuhfladen hängen soll, erklärt mir bestenfalls den Rückgang der Schmeißfliegen. Und was die Artenvielfalt betrifft, die Sie in Orbroich angetroffen haben, erfahre ich in dem Video nicht viel. Jakobskreuzkraut, Brombeeren, Füchse, Elstern, Krähen … ? Was verrät das über das Naturschutzgebiet und desssen ökologische Qualität?Was die „Überheblichkeit des Allwissenden“ betrifft, kann ich Ihnen versichern, dass ich zwar weiß, dass ich auch schon mal was weiß. Aber mein eigenes Fazit daraus ist, dass man, je mehr man von etwas weiß, erkennt, wie wenig man eigentlich weiß. Nur wenn ich sehe, dass etwas so nicht richtig ist, dann widerspreche ich dem natürlich auch.

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        • Wer hier auftaucht und mit bullshit um sich wirft, darf sich nicht darüber beschweren, nicht mit offenen Armen empfangen zu werden. In Ihrem Beitrag sind im Übrigen keinerlei Erkenntnisse enthalten, die die in hier geschätzt 500 Kommentaren zum Thema Insektensterben nicht schon ausgiebig und umfassend diskutiert worden wären.

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        • Schmeckt gut sagt

          Vorwürfe in die eine oder andere Richtung bringen uns nicht weiter. Klar ist doch, dass die Probleme herausgearbeitet werden müssen (das fordert dieser Blog). Hierzu gehört die Erfassung der Ursachen von verschiedenen umweltverändernden Faktoren. Den meisten Bauern ist der Einfluß der Landwirtschaft auf die Umwelt sehr wohl bewußt. Vielen Mitbürgern aber nicht. Es beginnt ja schon mit dem Vorhandensein des Menschen an sich mit all seinen Ansprüchen, die allesamt Einfluß auf die Umwelt haben. Uns Landwirten wird aber immer wieder der Spiegel vorgehalten unter dem Motto: Ihr dürft nicht mehr in die Umwelt eingeifen, weil ihr (von uns aus gefühlt) an allem Schuld seit – und etwas dagegen argumentieren dürft ihr auch nicht. Den Schuh ziehen sich aber immer weniger Bauern an und das ist richtig so. Wir haben nichts zu verstecken, denn wir dürfen auch verlangen, mit den aus den Veränderungen in der Bewirtschaftung verbundenen Nachteile, gehört zu werden. Und hier ist als ein wichtiger Punkt die Wirtschaftlichkeit zu nennen. Bitte erklären sie mir, wie wir das Risiko der Ernteausfälle durch Schadinsekten und -pilze minimieren können, ohne Einflüsse auf die Umwelt zu bekommen? Der Gesetzgeber hat hier ganz bestimmte Vorgaben formuliert, die jetzt heftig diskutiert werden. Das ist richtig so und muss vertieft werden, aber wenn die Bauern nicht mitgenommen werden, wird die Natur ganz sicher nicht profitieren. Dieses „Mitnehmen“ fehlt mir bei den Argumenten vieler Agrarkritiker komplett.

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    • Walter Parthon sagt

      Mit der Erde geht es zu Ende. Arten sterben überall. Doch stimmt das? Und wer ist Schuld, wenn Tiere aussterben? Die Industrie, eine Pilzkrankheit oder am Ende der Naturschutz selbst? Fest steht, so Udo Pollmer, die Lage ist komplex.
      Unsere Insekten sterben, die meisten sind offenbar schon tot. 80 Prozent der Bestände, heißt es, seien „in Teilen des Landes“ spurlos verschwunden. Die Politik stützt sich dabei auf die Daten eines Insektenclubs aus Krefeld. Die Mitglieder, die sich selbst als „Aktivisten“ bezeichnen, zählen seit Jahrzehnten in einem Naturschutzgebiet alles Kleinvieh, das in seine Fallen fliegt. Schuld an dem alarmierenden Ergebnis sei die intensive Landwirtschaft – und das in einem Naturschutzgebiet mit Wäldchen, Sumpf und Feuchtwiesen.
      Jetzt wird ein globales Insektensterben prophezeit. Bis heute weiß niemand, wie viele Insekten es überhaupt gibt. Angeblich sind noch 4 von 5 Arten unentdeckt. Aber über deren baldiges Ableben durch den Anbau von Nahrung besteht kein Zweifel. Heilige Einfalt!
      In England zählt man seit 50 Jahren Insekten
      Die Krefelder Studie sei die einzige ihrer Art, heißt es. Irrtum: Im englischen Rothamsted werden die Insekten seit über 50 Jahren an vier Messpunkten gezählt. An einem Ort sanken die Populationen über Jahrzehnte, an den drei anderen blieben sie gleich. Solches zitiert man nicht gerne. Nun gibt es – wir erleben es gerade – Jahre mit Mücken, andere mit Wespenplagen und wieder andere, in denen die Kohlfliege den Raps kahl frisst. Die Einflussfaktoren auf die Populationsdynamik der Insektenwelt sind Legion. Da hilft nur eins: Vereinfachen. Es gibt bekanntlich für jedes komplexe Problem eine Antwort: Die ist einfach, logisch und – falsch.

      Wenn die Insekten weniger werden, ist das natürlich die Folge unserer Landwirtschaft, werden sie mehr, dann ist der Klimawandel schuld. Seit Jahren beklagen Experten, dass sich immer mehr neue Arten ausbreiten, eingeschleppte Mücken, exotische Pflanzenschädlinge, Spinnen, Heuschrecken und vieles mehr. Bekanntlich pflegen diese über kurz oder lang auch einheimische Arten zu verdrängen. In den Städten wurden die Straßenlaternen mit Quecksilberdampf-Lampen bestückt. Diese Energiespar-Leuchten wurden Heerscharen von nachtaktiven Insekten zum Verhängnis, die von dem speziellen Lichtspektrum magisch angezogen wurden. Schweigen ist Gold.
      Bauern, Algen oder Pilze 
      Erinnern Sie sich noch an’s Amphibiensterben, das vor wenigen Jahren von den medialen Klageweibern beweint wurde? Auch damals standen die Bauern am Pranger – sogar in Regionen in denen es gar keine Landwirtschaft gab. Pestizide würden eben global verweht. Nach jahrelanger Suche stießen die Analytiker auf Retinoide, also Vitamin A. Als Quelle wurde Gülle vermutet, die, wie es hieß, auch in abgelegenen Gebieten illegal ausgebracht worden sei.  Als sich zeigte, dass die hochgiftigen Vitamin A-Verbindungen von Algen produziert wurden, schwand das Interesse. Als dann noch eine aggressive Pilzkrankheit namens Chytridiomykose als weitere Todesursache dingfest gemacht werden konnte, wandten sich die Aktivisten den Vögeln zu.

      Derzeit nimmt die Zahl der Bodenbrüter ab, angeblich weil die landwirtschaftliche Bodenbearbeitung deren Lebensraum schädigt. Doch viele Böden werden immer weniger bearbeitet. Das Verschwinden hat also andere Gründe. Waschbären und Marderhunde sind neu im Ökosystem und plündern die Nester. Aus den grünen Speckgürteln der Städte haben sich die Bodenbrüter wegen der vielen Katzen längst zurückgezogen.
      Dank Gewässerschutz gibt’s kaum noch Fische
      Wenn die Insekten sterben, dann sterben, wie es heißt, auch die Vögel. Stimmt. Nachgewiesen wurde dies an unseren Gewässern. Und zwar anhand des Verschwindens der Fische – aber nicht, weil sie in der Gülle ertrinken, sondern weil das Wasser zu sauber ist. Die Ringkanalisationen verhindern jedweden Zufluss an Nährstoffen. Viele Fischer mussten in den letzten Jahren ihren Beruf an den Nagel hängen: Dank Gewässerschutz gibt’s kaum noch Fische.

      Der Mangel an Nitrat und Phosphat nimmt zunächst dem Plankton die Lebensgrundlage. Das aber steht am Anfang der Nahrungskette. Finden Kleinstlebewesen wie Mückenlarven kein Futter mehr, dann verhungern auch Fische und Vögel. Das ist, so Professor Josef Reichholf, der Grund für das Verschwinden von Mauerseglern und Teichrohrsängern an unseren Seen. So ruiniert der Naturschutz die Natur. Mahlzeit!

      Literatur:
      Anon: Schleichende Katastrophe: Bis zu 80 Prozent weniger Insekten in Deutschland. FAZ-Online 15. Juli 2017

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  2. Werner Schleupen sagt

    Ich möchte das Argument, das den Insekten im Orbroicher Bruch Nahrung fehlt noch einmal untermauern. Ralf ist mein Nachbar. 1989 als die erste Erhebung der Studie des Entomologischen Vereins gemacht wurde, bin ich mit unserem Güllewagen (damals schon mit Schleppschlauchverteiler) und dem Mähwerk um die Fallen herumgefahren. Wir hatten diese Flächen im Rahmen einer Kooperation mitbewirtschaftet. 2003 wurde das Gebiet unter Naturschutz gestellt. 2014 gab es dann bei der Messung den Insektenschwund. Die Förderung für eine extensive Bewirtschaftung ohne Dünger (also auch ohne Gülle) und nur wenige Schnitte ist so hoch, daß sehr schnell meist ab 2005 davon Gebrauch gemacht wurde. Besonders auf den Gemeindeflächen. Wir als Milchviehbetrieb können das so gewonnene Futter aber nicht gebrauchen, weshalb wir nun mit Ralf deratige Flächen tauschen. DER WESENTLICHE UNTERSCHIED DER BEWIRTSCHAFTUNG VON 1989 BIS 2014 IST EINDEUTIG EINE GRAVIERENDE ECTENSIVIERUNG.

    Ich höre immer 3 Gründe die für das Insektensterben angeführt werden:
    1. Große Flächen ohne Saumstrukturen
    – Wenn Sie bei Google Earth die Straße Am Jägerhaus in Krefeld im Luftbild anschauen, werden Sie eine Region sehen mit hervorragenden Saumstrukturen und Niederwäldern. Das kann nicht der Grund sein.
    2. Die Größe der landwirtschaftlichen Parzellen.
    – hier sollten Sie auch einmal Google zur Hilfe nehmen. Der Durchschnitt liegt ungefähr bei 2 ha.
    Das kann auch nicht der Grund sein.
    3. Neonikotinuide und jetzt auch Glyphosat.
    – Ein Nachbarbetrieb und wir bewirtschaften in diesem Gebieb 95 % der Flächen im Umkreis von 1 km um den Standort der Fallen. Die Entomologen sagen bis zu 800 m sind relevant. Wir haben noch nie Geld für eine Sonderbeize ausgeben und auch sonst noch nie Neonikotinuide eingesetzt. Die Gegend hat noch nie Neonikotinuide gesehen!
    Das kann auch nicht der Grund sein.
    Glyphosat haben wir bisher zur Mulchsaat vor der Maisaussaat eingesetzt. Allerdings 400 m entfernt von den Insektenfallen. Damit haben wir die Wiederergrünung der Grasstoppeln unterdrückt. In Zukunft erlaubt und fördert das Wasserwerk auch den Pflug. Das werden wir dann auch machen.
    In dem Naturschutzgebiet auf dem Grünland macht dieser Wirkstoff natürlich keinen Sinn. Dort gilt ein striktes Umbruchverbot für Grünland.
    Das kann also auch nicht der Grund sein.

    Wer kann mir Sagen wo wir den Grund suchen müssen?

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    • Danke für die Info. Wenn es tatsächlich einen sigifikanten Rückgang der Insektenmasse gibt, was immer noch fraglich ist, dann wird der Grund nicht dort zu finden sein, wo ihn viele Alarmisten ihn gerne hätten!

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  3. Friedrich sagt

    @ Sonnenblume. Auch wir hatten große Schwärme mit Kiebitzen.Die hatten ihre Gelege in den auflaufenden Zuckerrüben. In dieser Zeit haben die vielen Räuber aber nichts zu fressen , da das Getreide zu hoch ist und alle laufende Nahrung schützt . Da sind die nestflüchtenden kleinen Kiebitze oder die Gelege fast die einzige Nahrung. Erst jetzt wo die Kiebitze vernichtet sind , beginnt so nach und nach das Verhungern der Greifvögel. Wir hatten schon beim Ackern im Mai schon 70 Bussarde auf 3 ha Land gezählt. Dabei sollte ein Bussardpärchen nur auf 300 ha sein. Wir haben hier ein vielfaches davon. Die hier vorhandenen Rabenkrähen werden schon mal 100 Jahre alt und sind schlauer als die Menschen. Die haben sich auch sehr stark vermehrt und haben sich auf Junghasen, Wallnüße und vor allem auf die abgestellten Müllbeutel spezialisiert. So können die die hungerphasen gut überstehen und überleben.

    3+
    • Sabine sagt

      Friedrich, dass kenn ich auch von unseren Krähen. Die kennen den Müllkalender ganz genau und wissen wann welche Tonnen und Säcke rausgestellt werden. Die verabreden sich zum Sonntagsfrühstück beim Mäces am Autobahnzubringer, weil sie genau wissen, dass die Discogänger auf dem Rückweg vom Tanz zwar das große Menü bestellen, aber dann die Hälfte im Mülleimer landet.

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  4. Altbauer Jochen sagt

    Die Ausbreitung nicht heimischer invasiver Arten (Flora +Fauna)
    verändert das Gleichgewicht.Die Unterschutzstellung
    bestimmter Spezies verschafft diesen Vorteile.
    Wenn die Relation zwischen „Raubtieren“ (zB. Krähen, Marderhund
    und sonstigen Beutegreifern)
    und potentieller Beute sich verändert, bleibt das nicht
    ohne Einfluss auf deren Population.
    Auch im Naturschutzgebiet gilt ,Fressen und gefressen werden!
    Da werden Fuchs und Hase und Krähen und Vogelküken
    auch nicht zu Freunden.

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    • Ja, und das gefährliche Jakobskreuzkraut etabliert oder vermehrt sich dort doch bestimmt auch, oder?

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    • Sabine sagt

      Nun, das stimmt so nicht ganz. Füchse, aber auch Krähen und Raubvögel wandern im Winter, wenn es auf dem Land nichts mehr zu holen gibt in die Städte und wühlen durch den Müll. Das kann Meister Lampe nicht.

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  5. Friedrich sagt

    Willi , damit hast du das von gestern noch einmal praxisnah untermauert.Das ist Spitze !!
    Heute Morgen , beim Feuerwehrdienst, war das auch Thema . Die Diskussion ging dorthin , daß die GRÜNEN nur die vielen Gesetze und Verordnungen machen , um Stellen im Öffentlichen Dienst zu generieren. Hier in Niedersachsen haben die schon ordentlich Stellen geschaffen. Bis wir diese vielen Kontroll- und Überwachungsstellen wieder weg haben , daß wird dauern. Die haben hier mehr Stellen geschaffen , als sie politische Stimmen haben. Damit haben sie eine verwaltungstechnische Umwelt- und Tierschutzdiktatur geschaffen. Auch die Gerichte/Richterstellen arbeiten hart an der Grenze des Grundgesetzes. Allein wenn ich nur die Urteile zu den Stalleinbrüchen sehe , kommt mir das „Kalte Grausen“. Auch viele Urteile zu der Flüchtlingsfrage sind kaum noch mit dem Grundgesetz vereinbar. Leider versagt in vielen Fragen dazu unsere 4. Instanz, die Medien völlig , da auch die Medien stark von diesen Leuten besetzt sind.
    So läßt sich die arbeitende Bevölkerung von einer kleinen Gruppe ideologisch manipulieren. Geschichte sollte sich nicht wiederholen kann man da nur sagen.–
    Wenn ich jetzt zum Naturschutzgebiet zurück komme ist überall der selbe Zustand vorzufinden. Ein Gebiet wird ausgewiesen , verändert und dann kümmett sich keiner mehr darum. Es wird über den Schwund von Kiebitz, Rebhuhn, Fasan usw. gewettert und natürlich der Bauer wieder mal als Schuldig befunden , aber die eigenen Versäumnisse gibt es nicht. Diese Gebiete schaffen aber Planstellen , auch ohne Arbeit. Letztlich läuft es auf eine Verbuschung und Verwaldung hinaus. Das JKK wird , wenn es nicht überwachsen wird , mit Glyphosat erledigt werden müßen. Weil ein Grüner nicht nachhaltig denken kann , sollen jetzt Folgenstellen geschaffen werden. So verschafft man sich immer neue Planstellen auf denen nichts gemacht und entschieden wird. Nur die Verwaltungskosten steigen und die wirklich arbeitenden Leute müßen das alles bezahlen. Deshalb sind die GRÜNEN , wie auch jetzt wieder beschlossen , gegen die Senkung der Steuern. Selbst eingefleischten LINKEN geht das inzwischen zu weit.

    8+
    • Bauer Fritz sagt

      Danke für diesen ganz ganz tollen Link zum Vortrag.
      Wäre gut, wenn sich den auch mal all die tollen „Experten“ ansehen würden, die diese verwüsteten Landschaften hervorgerufen haben und nun als „natürlich“ bezeichnen. Sie haben genau das Gegenteil von dem bewirkt, was sie mit ihrer unendlichen Weisheit den Bauern dort als vermutlich „gute fachliche Praxis“ eintrichterten.

      4+
      • Sabine sagt

        In den 50igern war man wohl beim Schaffen des ein oder anderen Naturreservats in Afrika alles andere als zimplerlich. „The hunting and drum beating folks“, also die Einwohner, die mit ihrer Kultur oft sehr gut an die örtlichen Gegebenheiten angepasst waren, wurden kurzer Hand vertrieben. Inzwischen hat man da gelernt, dass wer als sogenannter primitiver Jäger und Hirte vertrieben wird, all zu oft als Wilderer wiederkehrt. Ausgerüstet mit den neusten Errungenschaften der westlichen Zivilisation, zumindest was die Waffen und Nachtsichtgeräte angeht. Vllt können heute Bauern, die hier und heute vom Wolfsschutz beglückt werden, nachvollziehen welche Belastung es bedeutet, seine Herde gegen Leoparden und Löwen zu schützen, während Karawanen von zahlungskräftigen Leuten auf der Suche nach dem ultimativen Naturerlebnis an einem vorbeifahren und nicht verstehen wollen, dass dieses Naturerlebnis einem vllt. die wirtschaftliche Existenz ruiniert.

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  6. sonnenblume sagt

    Greifvögel sehen wir hier nicht so viele, aber seine Beobachtungen bei den Krähen kann ich voll bestätigen. Dieses Treiben konnten wir vor Jahren immer und immer wieder sehen. Hier gab es früher etliche große Kibitzkolonien, die in jedem Frühjahr auf den Feldern und Weiden ihre Brutplätze hatten. Heute sind wir froh, wenn wir aus der Ferne noch einen Kibitz hören. Die Bewirtschaftung hat sich in den letzten 50 Jahren nicht verändert, daran kann es also nicht liegen.

    1+
  7. Sabine sagt

    Wie könnte es weiter gehen. Nun, ich hab ja nicht so wahnsinnig viel Ahnung, aber aus meiner Sicht ist das, was ich da im Hintergrund erahne eine Entenfalle. Da mag jemand kein Wassergeflügel, sonst sähe das anders aus.

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  8. Sandra Harms sagt

    Es heisst ja „von nichts kommt nichts“ ! und das zu recht, willi hat den zusammenhang mit einiger dinge im video schon prima benannt, kuhfladen und schmeißfliegen,raubvögel,füchse usw usw.
    Denn, Ohne kuhladen keine schmeißfliegen,dann auch weniger singvögel,dazu kommen die raubvögel,also nochmal weniger singvögel…. wer hätte das gedacht… und welcher hase will denn im hohen graß leben,das nur einmal im jahr gemäht wird, zum einen hat er keine übersicht erkennt feinde garnicht oder zu spät, zum anderen kann man dem hasen nicht verdenken das er dort nicht leben will, denn wer will schon permanent durch hohes graß einen nassen bauch haben…

    Gut gemeint ist eben noch lange nicht gut gemacht….

    4+

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