Autor: Bauer Willi

Steirischer Weitblick

Es lohnt sich das Titelbild sehr genau anzusehen: Der Weitblick der steirischen Bauern ist wirklich legendär. (Für alle, die was länger brauchen: Das grüne Schild lesen und auf den Deckel hinter dem Bauern achten 🙂 ) Hier ist der Alois. In Vertretung von Willi, der mal wieder den Norden Deutschlands unsicher machte 😏, bin ich am 30. November nach Graz (Österreich)gefahren. Die Landwirtschaftskammer Steiermark hatte eingeladen zur Lebensmittelpunkt-Messe. Mit dem erklärten Ziel Landwirte und Konsumenten zusammenzubringen. „Naja, schaun mer mal“, so mein erster Impuls. Ich kam also am Abend in Graz an und wurde gleich von einer „Freiraum-Denker-Runde“ empfangen und kurzerhand auf einen inspirativen „Walk and Talk“ mitgenommen. Dort offenbarte man mir das geheime Ziel der Landwirtschaftskammer Steiermark: Der innovative Landwirt! Neue Wege sehen – neue Wege gehen Motto und Rahmenprogramm der Messe fokussierten eindeutig den unternehmerischen, bäuerlichen Mensch, der Wege und Chancen sucht um den Vebraucher zur gewinnen.  Ich warf in meiner „Key-Note“ meine Thesen über die Macht der Marken in den Ring, andere propagierten solidarische Landwirtschaft und weitere Experten legten ihren Schwerpunkt auf die vernetzte Vermarktung und Logistik. …

Deutsches Milchpulver nach Afrika

Wie viel deutsches Milchpulver geht nach Afrika? Und wohin? Ich habe mich auf die Suche nach Zahlen gemacht. Diese Zahlen stammen aus dem November 2017 und umfassen jeweils den Zeitraum von Januar bis September. Die Angaben sind in Tonnen. Nicht genannt habe ich hier die nordafrikanischen Länder wie z.B. Ägypten, Marokko und Tunesien. Sie sind aber in der unten genannten Quelle zu finden. In den Statistiken wird zwischen Vollmilchpulver und Magermilchpulver unterschieden. Exportiert wurden in die oben genannten Länder im Jahr 2016 rund 750 t Vollmilchpulver und 8.200 t Magermilchpulver. Für 2017 stieg der Anteil an Vollmilchpulver leicht auf 1.010 t an (plus 250 t), sank hingegen bei Magermilchpulver auf 7.350 t (minus 850 t).  Zum Vergleich: Deutschland exportierte im genannten Zeitraum nach Europa an Milchpulver insgesamt rund 225.000 t in 2016, in 2017 waren es 207.500 t. Auffällig sind die Exporte nach Nigeria und Ghana. Eine plausible Erklärung dafür habe ich nicht, allerdings ist Nigeria mit 186 Mio. Einwohner eines der bevölkerungsreichsten Länder Afrikas. Nimmt man Nigeria und Ghana aus der Statistik heraus, so entfallen 1.028 t in …

Schuldig!

Wer ist schuld am Klimawandel? Wer ist schuld am Insektensterben? Wer ist schuld am Feinstaub? Wer ist schuld an der Massentierhaltung? Wer ist schuld am Artensterben? Wer ist schuld an verunreinigtem Wasser? Wer ist schuld am Gammelfleisch? Wer ist schuld am Waldsterben? Wer ist schuld an BSE, Schweinepest und Vogelgrippe? Wer ist schuld an Soja aus Südamerika? Wer ist schuld, dass afrikanische Bauern arm sind? Wer ist schuld am CO2-Anstieg? Wer ist schuld, dass es immer weniger Bauern gibt? Was ist Schuld? Schon fast eine philosophische Frage. Sind die Dinge so einfach, wie sie auf den ersten Blick erscheinen? Gibt es auf die vielen Fragen immer nur eine Antwort? Und warum finden wir die vermeintlichen Antworten schnell bei anderen, aber selten bei uns? Und ist die Wahrheit vielleicht doch komplizierter? Einfache Lügen haben es leichter als komplizierte Wahrheiten. Vielen erscheint doch die Antwort auf einige der oben gestellten Fragen relativ einfach: Es ist die Landwirtschaft, es sind die Landwirte. Und wenn wir Bauern selbstkritisch genug sind, werden wir feststellen, dass wir auf einige der oben …

Post aus Indien…

Es ist schon erstaunlich, wo wir überall gelesen werden. In der vergangenen Woche bekamen wir via Facebook Post aus Punjab, Indien. Sidhu Mandeep Toor hat uns Bilder aus ihrer Heimat geschickt. Die meisten Kulturen sind uns hier unbekannt. Schaut einfach mal rein. Thanks a lot and best regards from Germany to India!  

Wir wollen Dialog…

Jetzt sind Alois und ich fast drei Jahre mit unserem Blog online. Im Januar 2015 meinten wir beide noch, dass uns der Stoff an Themen rund um Bauern, Bürger und Verbraucher so nach drei bis vier Monaten ausgehen würde. Doch weit gefehlt! Dank euch, die ihr euch mit so vielen Kommentaren hier eingebracht habt, sind uns immer wieder neue Artikel eingefallen, die es zu diskutieren lohnt. Mittlerweile sind es 1.275 geworden, die meisten davon aus der eigenen Feder. Und auch jetzt bekommen wir fast täglich wieder neue Anregungen. Mittlerweile sind es so viele, dass wir einen regelrechten „Artikel-Stau“ produziert haben. Wenn also eure Vorschläge nicht zeitnah veröffentlich werden, liegt es einfach daran, dass wir pfleglich damit umgehen wollen. Wir wollen die Themen auch in der Tiefe diskutieren, gerade dann, wenn sie kontrovers sind. Nicht immer kommen wir dazu, uns selbst an der Diskussion zu beteiligen, weil wir entweder zu Vorträgen unterwegs sind oder einfach unseren ganz normalen Alltag irgendwie bestreiten müssen. Es gibt schließlich auch noch ein Leben außerhalb des world wide web… DANKE an alle, die sich …

Ein Engel

Gestern abend, nach meinem Vortrag in Gaukönigshofen über das „Dilemma der Essensmacher“ ist mir etwas passiert, was ich noch nie erlebt habe. Nachdem die meisten Zuhöher schon den Saal verlassen hatten, kamen zwei bayrische Landfrauen zu mir und haben mir dieses kleine Kärtchen mit einem handgeschnitzten Engel in die Hand gedrückt. Ohne viele Worte. Das hat mich sehr berührt… Wollte ich euch nur mal sagen, weil es so gut in die Adventszeit passt. Danke, liebe Landfrauen. Der Engel wird einen Platz an unserer Krippe bekommen. Euer Bauer Willi

Weizen der Welt

Wir brauchen mehr! Mehr Getreide und vor allem, mehr Weizen. Doch da könnte es Probleme geben. Welche könnt ihr hier lesen. http://www.sueddeutsche.de/wissen/landwirtschaft-das-korn-der-welt-steht-vor-seiner-groessten-bewaehrungsprobe-1.3752000

Hagel, Sturm, Frost, Regen – wie war es 2017?

Um das zu erfahren, habe ich Heinzbert Hurtmanns gefragt, den ich vom Studium kenne und der für die Vereinigte Hagelversicherung arbeitet. Anders als es der Name sagt, kann man dort aber neben Hagel auch andere Wettereinflüsse versichern. Dazu gehören Schäden durch Frost, Sturm und auch Starkregen. Und das nicht nur für die typischen Ackerkulturen sondern auch für andere Kulturen wie Obst und Gemüse. Am vergangenen Dienstag war ich auch in Lübeck und dort habe ich erfahren, dass der viele Regen im gesamten norddeutschen Raum dazu geführt hat, dass viele Landwirte dort kaum Winterweizen bestellen konnten, vereinzelt auch keinen Raps. Dazu steht vereinzelt auch immer noch Mais oder Zuckerrüben jetzt, im Dezember, noch immer im Feld. Das weiß kaum einer, ich wusste auch nicht, wie dramatisch die Situation in einzelnen Betrieben ist. Wie die Schadensereignisse bundesweit zu bewerten sind, erfahrt ihr im Video. Danke an Heinzbert. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr …

Was Oma schon immer wusste…

Ralf bringt es mal wieder auf den Punkt… 🙂 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen