Autor: Bauer Willi

Regionale Tomaten aus dem Rheinland – ganzjährig

Letzte Woche hatte ich Gelegenheit, mir hier in der Nähe einen Betrieb anzusehen, der Tomaten für den regionalen Markt produziert. Hier der Link auf den Betrieb: http://www.neurather-gaertner.de/ Mein Video dazu findet ihr weiter unten. Hier ein paar Details, die ich behalten habe: Die Unterglasfläche beträgt rund 16 ha. Geheizt werden die Gewächshäuser mit der Abwärme der Kraftwerke Neurath von RWE. Die Wärme kommt mit etwa 90 Grad an und geht mit rund 20 Grad wieder raus. Pro Hektar stehen etwa 50.000 Pflanzen. Es wird zeitlich versetzt gepflanzt, so dass das ganze Jahr über geerntet werden kann. Zwischen dem Abräumen der Kultur und der Neupflanzung sind zwei Wochen Zeit, eine Pflanze steht rund 11 Monate in Kultur und kann etwa 9 Monate geerntet werden. Der Trieb ist dann bis zu 15 m lang. Die Sorten werden in Abstimmung mit den Kunden (LEH) ausgewählt. Der Betrieb produziert vor allem Sorten, die einen besonderen Geschmack haben, verzichtet dabei allerdings auf den höchsten Ertrag. Den Massenmarkt mit billigen Tomaten überlässt man den Holländern. Die  Tomatenpflanzen wachsen auf einem neutralen Substrat, das lediglich der …

So was wünsch ich mir auch…

Irgendwie werde ich schon neidisch auf die Österreicher. Wenn man sich den Lebenslauf von Elisabeth Köstinger ansieht, scheint da viel Sachverstand ins Parlament zu kommen: https://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_57488/#tab-Ueberblick Und auch optisch ist sie so manch einem Landwirtschaftsminister weit voraus. Dass sie beruflich im Bereich Kommunikation tätig war, ist in diesem Fachbereich sicherlich auch ganz nützlich. Wir gratulieren herzlich zum neuen Amt, das sie seit dem 18.12.2017 bekleidet. Bauer Willi und Alois

Oh regionaler Tannenbaum…

Hier ist der Alois. In meinem Dorf gab es noch vor ein paar Jahren einige Bauern, die Weihnachtsbäume aus dem heimischen Wald verkauft haben. Doch alle haben den Verkauf aufgegeben. Jetzt müssen auch die Einwohner aus unserem Dorf den Weihnachtsbaum im Supermarkt kaufen. Und diese Bäume kommen garantiert nicht aus dem regionalen, bäuerlichen Wald. Also, da kann jetzt der Verbraucher nun wirklich nichts dafür. 🙁 Sehr gut finde ich daher, dass es in Bayern einen Verein „Bayerische Christbaumanbauer e.V.“ gibt. Und der stellt auch eine Internetseite zur Verfügung, wo man die regionalen Anbieter suchen kann. http://www.bayerische-christbaumanbauer.de/anbieter/                     In meinem Landkreis Oberallgäu ist da allerdings ein weisser Fleck auf der Karte. Irgendwie komisch. Die Bäumchen wachsen ja trotzdem so zahlreich wie früher im heimischen Wald. Solltet Ihr weitere regionale Anbieter oder solche Internetseiten mit regionelen Christbaum-Anbietern wissen, dann postet diese doch als Kommentare. Sind ja noch ein paar Tage, aber auch in diesem Jahr ist Heiligabend am 24. Dezember. Ganz sicher. 🙂 Euer Alois

Solidarität ist jetzt gefragt

Wir berichteten vor kurzem über die großen Probleme durch die anhaltende Nässe im norddeutschen Ackerbau. Doch auch in der Viehhaltung spitzt sich die Situation, vor allem in Schleswig-Holstein, Teilen von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern immer mehr zu, weil Lagerkapazitäten für organischen Dünger (vor allem Gülle) immer knapper werden, Normalerweise werden nach der Ernte die Gülleläger geräumt, doch genau in dieser Zeit war keine Ausbringung möglich. Deshalb möchten wir diesen Aufruf starten: Wer hat selbst freie Lagerkapazitäten? Wer kennt Betriebe, die ungenutztes Lager für flüssige Stoffe haben? Wo gibt es Güllebörsen, Maschinenringe oder Genossenschaften, die vermitteln können? Auch unkonventionelle Ideen sind gefragt! Sie müssen aber praktikabel und zulässig sein. Informationen bitte in die Kommentare (bitte PLZ angeben), damit sich diejenigen, die Bedarf haben, sich per PN (Facebook) mit den Anbietern in Verbindung setzen können. Bitte diesen Artikel weiter teilen und auch an die Medien geben. Was die Bauern jetzt brauchen, ist echte, praktische HILFE. Politische Positionierungen oder moralische Appelle helfen in der jetzigen Situation nicht… Bauer Willi (der im Rheinland wohnt (PLZ 41569) und der 40  cbm zur Verfügung stellen kann)        

Veganer Glühwein

Unsere Leserin Anna-Sophia aus Osnabrück hat uns diesen Schnappschuss vom Weihnachtsmarkt geschickt. Sie hat auch eine Frage: Auf dem Schild steht der Hinweis „Die Filterstoffe sind nicht auf tierischer Basis“. Mich würde interessieren, wie konventionelle Filterstoffe aussehen ? Könnt Ihr Anna-Sophia und mir da eine Auskunft geben?

Der Weg des Schweins…

…in Österreich. Die trauen sich etwas – die Österreicher! Beim Projekt „Land schafft Leben“ haben sie im November den kompletten Weg des Schweins ins Visier genommen. Und sie haben eben „keine Sau durchs Dorf getrieben“, sondern wollen zur Versachlichung beitragen. Was meint Ihr. Ist das „Peter dem Fuchs“ gelungen? Auf jeden Fall finde ich die unten stehenden Videos sehr interessant und lehrreich. Euer Bauer Willi   https://www.landschafftleben.at/blog/wir+treiben+keine+sau+durchs+dorf+%E2%80%93+wir+zeigen+das+schwein%E2%80%A6_b1460 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr …

Die große Nässe…

Ich habe einen guten Freund in der Nähe von Fehmarn gebeten, mir mal zu schreiben, wie es in Norddeutschland zur Zeit (Dezember 2017) aussieht. Hier sein Zustandsbericht. Und noch ein paar andere Gedanken… Übrigens ist in den Medien davon nichts zu lesen. Da lauten die Überschriften nach wie vor Glyphosat und Insektensterben. „Von Extrem-Wetterlagen sind nicht nur die Landwirte betroffen, auch der Urlauber im Land zwischen den Meeren, der Kleingärtner, der Vermieter und Anbieter von Ferienwohnungen und Campingplatz bekommen „schlechtes Wetter“ zu spüren. Und wenn die Alt-Vorderen einem sagen, solch ein schlechtes Wetter, was sich über 5 Monate hinzieht – mit wenig Sonnenschein, niedrigen Temperaturen, vielen Tagen mit bedecktem Himmel und jeden zweiten Tag Regen – hätten sie auch noch nicht erlebt, dann ist man als Landwirt nicht alleine. Eigentlich ist für viele Berufskollegen das Land zwischen den Meeren der Inbegriff von gutem Boden mit den höchsten Erträgen. In weiten Teilen stimmt das auch, aber in diesem Jahr ist alles anders. Die großen Überschwemmungen aus Niedersachsen im Frühsommer wurden zur Kenntnis genommen, aber bald sollte sich das …

Erlaubt?

Wer oft im Netz unterwegs ist, wird an vielen Stellen aufgefordert, seinen Protest dadurch zu äußern, dass er an die Politiker schreibt. Oft ist auch schon ein vorbereitetes Schreiben dabei, dass man nur kopieren muss und in eine Mail einfügt. Landwirte haben vor einigen Tagen eine Mail bekommen, in dem sie aufgefordert werden, dies ebenfalls zu tun. Ein vorbereiteter Text ist auch hier beigefügt. Dieses Schreiben stammte aber nicht von Greenpeace oder Campact, sondern von Bayer Agrar Deutschland. Diese Mail sollte bis zum 12. Dezember an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin und an die Europäische Kommission nach Brüssel geschickt werden. In diesem Schreiben geht es um weitere Beschränkungen für Neonicotinoide, einer Wirkstoffgruppe, die als Insektizide wirken. Als Raps-Beize sind diese Wirkstoffe bereits verboten, am 12 .12. (gestern) sollte über weitere Verbote auch in anderen Kulturen entschieden werden. Bayer hält diese für nicht gerechtfertigt. Doch es soll hier nicht um Wirkstoffe gehen, sondern um die grundsätzliche Frage, wie eure persönliche Meinung zum Vorgehen von Bayer ist. Kann, darf, soll Bayer (oder auch ein anderes Unternehmen) die gleiche Vorgehensweise wie eine …